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WVGeneral Älnzrèger f^yy^ott Stadt und Land
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Nr. 182
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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises, / Für platzvorschrist u. Erscheinungstag» der Anzeige wirb keine Gewähr geleistet., Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956, 3957,3958 j
IC. A«s«st
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— Das Reichskabiuetl wird heute nachmittag [eine Arbeit nach den Ferien »Hebet aufnehmen mA in einer kabineltssitzunq eine Reihe wichtiger ianerpolitischer Fragen durchsprechen.
— Auf dem Internationalen Sozial!stenkougreß traf Paul Faure-Fraatreich für die bedingungslose Räumung des Rheinlandes ein.
— Der Marktflecken Luhe in der Oberpfalz werde gestern von einer schweren Braudkata- sirophe Heimgefuchl. 40 bis 50 Wohnhäuser mit Mengebâuden sind niedergebrannt.
— In einer Fabrik in Wieblingen bei Heidelberg brach gestern ein Großfener aus, das riesigen Schaden anrichkeke.
— Durch einen Vulkanausbruch aus der Insel
âmhivare VvandSaiâos-he in der DberpßaSZ
SS wobttbSttsev «ud 120 ÄebengebSude nkedevgebva««t
Weiden (Oberpfalz), 9. Aug. In der Orkschafk Luhr bei Weiden ist durch Kurzschluß ein Riefenbrand ausgebrochen, durch den zahlreiche Häuser abgebrannt sind. Die Feuerwehren aus der ganzen Umgebung sind zur Bekämpfung des Feuers, die durch herrschenden Wassermangel erschwert wird, herbeigeeilt.
tim Deutschlands innere Einheit
Von Dr. Hans Luther, Reichskanzler a. D.
Das vorzeitige BeKanntwerden vnes Planes des Reichskanzler» a. D. Dr. Luther zur Verwaltungsreform des Deutschen Reiches hat eine hitzige Diskussion der Parteien ausgelöst und die Gefahr nahegebracht, daß auch das Gute an diesem Plan zerredet wird. Es erscheint uns zunächst zweckmäßig, Dr. Luther selbst zu seiner Sache zu hören in Sus« fitz rangen, die er heute der Preße zugänglich macht.
Palorca sind etwa 1000 Menschen ums Leben kommen.
— Hilde Schrader-Magdeburg gewann Amsterdam das 200-Metet-Brustschwimmen;
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mit errang Deutschland die achte goldene Medaille.
Polm-we Takttosiskeiteu
Der „Dank" der „Gentleman-Ration" Polen an Deutschland.
Warschau, 9. August. Die polnische Presse- stimmen über den mißglückten Ozeanflug berichten mar die Tatsache der Rettung, gedenken jedoch mit teinem einzigen Worte des Dankes der deutschen ' Ketter. Im Gegenteil beklagt der „Kurjer 'Wnny", daß das Geschick es gewollt habe, daß teutscher ~
Luhe, (Oberpfalz), 9. Aug. Das Feuer, das heute 13 Uhr hier ausgebrochen ist, ist in dem Anwesen des Landwirts Reichenberger, wo zurzeit das Getreide mit einer Maschine gedroschen wird, durch Kurzschluß entstanden. Von den rund 105 Häusern sind 40—50 Wohnhäuser und mindestens 120 Nebengebäude niedergebrannt. Die Ernte, die in den Stadeln untergebracht war, ist sämtlich verloren. Die Kirche konnte gerettet werden, nur der Kirchturm ist abgebrannt. Das Vieh konnte zum Teil gerettet werden. Hab und Gul der vom Brande Betroffenen ist sämtlich verloren. Das wenige Mobiliar, das ins Freie gebracht werden konnte, fing infolge der riesigen Hitze Feuer und ist ebenfalls verbrannt. Füx die obdachlosen Einwohner sind keine Wohnungen vorhanden. Sie müssen zum Teil in den wenigen stehen gebliebenen Häusern untergebracht werden oder Rolquarliere beziehen. Schule und Postagen- lur sind ebenfalls niedergebrannt. Die Einwohnerschaft des Marktfleckens beträgt 700 Personen. Der Verlust von Menschenleben ist nicht zu beklagen. Ein Einwohner ist an Rauchvergiftung schwer erkrankt. Zurzeit wütet das Element ungebrochen weiter.
L u h e, 10. A u der Brandkalasirophe in
Jalousie-Fabrik Gutfleisch & Co. in Wieblingen untergebracht ist, Feuer aus, das sich in kurzer Zeit bis in das Erdgeschoß des modernen dreistöckigen Fabrikgebäudes heruntergefreffen hatte. Die unmittelbar danebenstehende Fabrik „Baltia", Apparate- und Fahrradbau, ist mit ihren großen Gummi-, Oel- und Lackvorräten stark gefährdet, da Wassermangel herrscht. Nur der Windstille ist es zu danken, daß diese Fabrik, die 100 Arbeiter beschäftigt, gerettet werden dürfte. Die Feuerwehr bekämpft den Brand mit 16 Schlauchleitungen.
Die Leitsätze des Bundes zur Erneuerung des Reiches find entgegen den Absichten des Bundes vorzeitig veröffentlicht worden. Der Bund hat die Veröffentlichung hintangehalten, weil die Leitsätze "' '' itt aus der Bundesarbeit dar-
nur einen
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^schöpfendes Bild, das Einzelheiten aufweist,
heute, wie bereits gemeldet, die Jaloi Gutfleisch vollständig nieder. Auch
,en brannte efabrik von ie daneben
befindliche Fahrradfabrik „Baltia" wurde in Mitleidenschaft gezogen, jedoch leidet ihr Betrieb nicht. Die Feuerwehr, die dem Brand mit 16 Schlauch- leitungen zu Leibe ging, konnte erst nach vierstündiger Arbeit zum Teil abrücken.
Auch ein tf»e»if»eS Dovs niebersebratitti
Berlin, 9. Aug. Nach Meldungen aus Prag hat chaft
stellen und sich die vielfach sehr wichtigen . . aus ihm allein nicht ergibt. So ist denn auch die Kritik, die sich an die Leitsätze alsbald angeknüpft hat, hinsichtlich der Absichten des Bundes vielfach in die Irre gegangen. Ein zutreffendes Urteil kann nur entstehen, nachdem der Bund sein gesamtes Arbeitsergebnis vorgelegt hat, innerhalb dessen die Leitsätze einen geringen Tell ausmachen. Nachdem indessen die Leitsätze bekanntgeworden sind, soll schon jetzt über das allgemeine Arbeitsziel des Bundes vor der Oeffentlichkeit folgendes gesagt werden: Deutschlands Lage ist gefährlich. Nichts ist gesichert. Um in der Gegenwart durchzuhalten und eine bessere Zukunft zu erringen, muß der Reichs- bau gefestigt' werden. Mit dem geringsten Verbrauch an Kräften soll das Reich auf die beste Weise verwaltet werden. Das Volk ist einig dar« nicht geschieht, daß Verwaltung und ihrer heutigen Form zu teuer und
zu "wenig" wirkungsvoll sind. Kräfte und Energien werden ve wendet, wo zufammengefaßt und ge-
über, daß .dies Regierung in
• die Leistungen der deutschen Ozeanfkleger z ■ steinern, wie das bereits nach dem deutschen Ozean- I slug seinerzeit geschah und erwähnen bei der Auf- «Meng der Opfer der Ozeanflieger, daß die ■ Bremen" mit zerbrochenen Rädern auf einer M amerikanischen Insel liege. Die „Gazeta Varszaw- ■ ik* erklärt, daß es bereits groß sei, Großes ge- "E zu haben und daß es eine Frage zweiten Mads sei, ob man es erreicht habe. Daß die polni- IHen Flieger den Triumph nicht geerntet hätten, ‘ das verkleinere nicht die Größe ihrer Absichten. Mit aaverkennbarer Anspielung heißt es da u. a.: Berits Virgil habe gesagt, oft fällt der "iumphGaunernund Tyrannen 3 u (!)
An der polnischen Pressehetze gegen Deutschland beteiligt sich auch die Kattowitzer „Polska oachadnia". Das Blatt schreibt unter der Ueber- i Mist „Skandalöses Versagen des deutschen Radios ~ oder ein neuer Beitrag zur Mentalität der Hannen!", daß der Dampfer „Samos" die Nachacht von der Rettung der polnischen Ozeanflieger zwanzig Sxunden später übermittelt habe. „Ent- ®«er hat also" — so fährt das Blatt wörtlich l°rt „das geradezu unerhörte Versagen des i deutschen Radiodienstes oder wiederum eine dem ■ europäischen Denken unverständliche Bosheit und : unmenschliche Schadenfreude absichtlich die Nachrich- ®n zurückgehalten, um den verhaßten Polen, die in ' ungst um das Schicksal ihrer Flieger auf Nachricht ; "orteten, ettoas auszuwischen."
, Dsose Behauptungen der „Polska Zachodnia" : entbehren selbstverständlich jeder Grundlage. Nach- o-m das Blatt vorher noch von einer „Mißwirt- I W bei den deutschen Eisenbahnern" gesprochen benutzt es die bedauerlichen Eisenbahnkatastro-
OT1 zu einer Hetze gegen Deutschland. Solange S Methode der „Polska Zachodnia", die mit pol= ,.^n Regierungsgeldern arbeitet, anhält, dürfte ' U 0.. redlicher Bemühungen Deutschlands wenig
S^ °uf eine praktische Lösung der deutsch polnischen Verständigung bestehen. Es erübrigt sich ein, die polnischen Beschimpfungen naher «nzugehen. Es muß der Weltmeinung überlassen Erteilen ^ die polnischen Taktlosigkeiten zu
Nie EvhShung der Gehalts- ! »«eure bei her Angestellten-
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i Verlud eingenommen. Der Verwaltungsrat der I traa nÄ5^ für Angestellte hat einen An- I ®reni»aU Erhöhung der oersicherungspflichtigen «ÄÄ 12 000 Mark abgelehnt. Das, Re chs- scheidn5"nisterium wird voraussichtlich f™e En - Efe erst treffen, wenn das Rcichskabinett zu
I Partei "^ Stellung genommen hat. 6s ptrb l^mofrnrr* 65 feine Entscheidung im Smne d fällen wird, der d>e Erho-
I Aturk Hrtk ârsicherungspflicht von 5000 auf 84 Jahreseinkommen verlangt.
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wü weiter. Die Feuerwehren sind alarmiert.
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Wenn ungünstiger Wind aufkommt besteht die Ge- ; ; , daß auch der Rest der Ortschaft durch das Feuer vernichtet wird. Zwei Drittel der Einwohnerschaft sind obdachlos und das ihnen verbliebene Eigentum besteht nur aus dem, was sie auf dem Leibe tragen. Aus Regensburg und Amberg ist eine
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Abkeiluna Landespolizei am Unglücksort einge- trofsen, um die Ordnung aufrecht zu erhallen und Hilfe zu leisten. Der Schaden ist noch nicht abzu- fchâhen.
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Heidelberg, 9. August. Heute früh kurz nach 9 Uhr brach in den Fabrikgebäuden, in denen die
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lammen stand. Heftiger Wind übertrug das Feuer auf Nachbargebäude, so daß der Brand bald den ganzen Ort ergriff. Herbeigeeilte Feuerwehr mußte die Löscharbeiten aufgeben, da das Wasser der Brunnen im Dorfe bald verbraucht war. Der Feuersbrunst fielen 170 Häuser, Nebengebäude und Scheunen zum Opfer. 2 Kinder sind in den Flammen umgekommen. 600 Familien mit 2000 Köpfen sind obdachlos.
Auch in der Gemeinde Loschitz in Mähren brach heute aus unbekannter Ursache Feuer aus, das vom starken Winde unterstützt, sich mit großer Geschwinmgkeit ausbreitete. Dem Brande sind bis- her 15 Wohnhäuser und der Rothausturm zum Opfer gefallen.
VuManLaiâoNhe auf Vawvea
1SSS Menschen ums Leben gekommen. HSS schèoeeev verlest
Batavia, 9. Aug. Infolge des Ausbruchs des Vulkans Rokalinda auf der Iufel Voloeweh nördlich der Insel Flores (Riederl. Indien) am 4. und 5. August wurden sechs Dörfer der Insel durch Brand zerstört, etwa 1000 Personen lebendig verbrannt und 600 durch herabfallende Steine verletzt.
im Aufriß des eigenen
im Ringen um die Erneuerung des Reiches eine Plattform sich finden läßt, auf der sich die schöpferischen Kräfte des Volkes und feiner Parteien in gemeinsamer Arbeit begegnen. Großbritannien wurde dadurch zur Weltmacht, weil für die großen Aufgaben der Nation stets zuguterletzt die Plattform geschaffen wurde, die gemeinsames Wirken aller für das Ganze ermöglichte. Diese englische Plattform muß bei der nicht länger mehr aufschieb- baren Erneuerung des Reiches auch in Deutschland geschaffen werden.
Die Welt draußen meint, daß den Kräften der Deutschen kaum eine Aufgabe zu schwer sei. Dies beweist die Höhe der Reparationsforderungen. Die Begabung der Deutschen, sich eine ihre Kräfte nach außen und innen zusammenfasfende Regierung zu geben, wird, seit die Deutschen in die Geschichte eintraten, weit geringer bewertet. Von jeher benutzten die Gegner dieses Fehlen der stgattichen Krâfte- zusammenfassung zur Entmachtung und Niederhaltung der so starken und tüchtigen deutschen Rasse.
Der Ruf nach »Erneuerung des Reiches an Haupt und Gliedern" erfüllte fast dreiviertel Jahrtausende der deutschen Geschichte. 1871 ist die politische Ein-
politische Ein-
Durch das Erdbeben, das den Ausbruch des Vulkans begleitete, sind die Küsten der Insel überschwemmt worden, wobei andere Opfer zu beklagen sind. Die übriggebliebene Bevölkerung, etwa 5000 Seelen, zeigt sich ruhig. Man fürchtet, daß neun Eingeborenenschiffe mit ihrer Mannschaft untergegangen sind. Der Resident von Timor ist unterwegs nach dem Schauplatz der Katastrophe.
Amsterdam, 9. Aug Ein amtliches Telegramm des Residenten, der sich sofort nach dem Vulkanausbruch auf der Flores-Insel an die Unglücksstätte begeben hat, bestätigt die bisher vorliegenden Mel-
düngen, wonach rund 1000 Menschen der Katastrophe zum Opfer gefallen sind. Während des Vulkanausbruches sei das Wasser des Meeres auf allen Seiten der Insel um etwa 5 Meter gestiegen. Das Wasser habe sehr hohe Temperaturen gehabt. Viele Menschen seien aus der Flucht ertrunken. Die Ueberlebenden seien mit Lebensmitteln ausreichend versorgt. Von neun Schiffen, die zur Zeit der Katastrophe in der Nähe der Insel waren, fehle jede Nachricht. Man müsse befürchten, daß sie mit Mann und Maus untergegangen seien.
Das v-Uü-che VevmSchttüs Radttsths
Wien, 9. Aug. Wie die Abendblätter melden, soll Raditsch in seinem politischen Testament Dr. Ante Trumbitsch zu seinem Nachfolger in der ~‘ Kroatischen Bauern-
Führung' der Partei bestimmt haben.
Ante Trumbitfch, 1864 zu Spalato geboren, war Mitglied des österreichischen Reichsrats. Bei Aus- bruch des Kriegs begab er sich ins Ausland, wo er als Präsident des Südslawischen Komitees eine rege Tätigkeit für die Gründung eines selbständigen südslawischen Staates entfaltete und am 20. Juli 1917 mit dem damaligen serbischen Ministerpräsidenten Paschitsch den Korfuer Vertrag abschloß, auf Grund dessen das heutige Königreich SHS. gebildet wurde. Als erster Minister des Aeußern des neuen Königreichs nahm Trumbitsch an den Friedensverhandlungen in Paris teil. In den letzten Jahren war er
Führer der kroatischen republikanischen Föderalistenpartei und des Kroatischen Blocks und trat erst in der vorigen Woche mit diesem Block dem Par- lamentklub der bäuerlich-demokratischen Union bei.
Das Testament Raditlchs enthält ferner einen Aufruf an das kroatische Volk, nach seinem Tod die Ruhe zu bewahren. In Agram und in ganz Kroatien ist die Ruhe bisher nicht gestört worden. Sendboten der bäuerlich-demokratischen Union bereifen in Kraftwagen des ganze Land, um die Bevölkerung zur Ruhe zu mahnen. Befürchtungen bestehen nur wegen der Kommunisten, deren Agi- tatoren bereits in großer Zahl auftauchen.
Bei der Obduktion der Leiche Raditschs um 11 Uhr vormittags wurde festgestellt, daß das Gehirn Raditschs 1450 Gramm wiegt und interessante Bildungen aufweist.
Die Belgrader Regierung soll beschloßen haben, insgesamt an der Beisetzungsseier teilzunehmen.
Heit Deutschlands nach außen nahezu erreicht wor- den. Sie hat die Stürme des Weltkrieges, der inneren Umwälzung und des Kampfes an Ruhr und Rhein infolge der Festigkeit des Volkswillens bestanden. Um aber das Reich zu bewahren, um es unter den veränderten Bedingungen des deutschen Lebenskampfes nicht vergehen zu lassen, muß der Staat für die neuen Aufgaben weftergebildet und zusammengeschweißt werden.
Soll das Schicksal des „heiligen römischen Reichs deutscher Nation" das heutige Reich nicht treffen, dann ist keine lange Zeit mehr zu verlieren. Die Verlustziffern der deutschen Zahlungsbilanz, die jeder Monat neu vor Augen führt, zeigen, daß es nicht so weitergehen darf. Die Sprache dieser Tatsachen ist so mächtig, daß auch echte und berechtigte Gemütsempfindungen darauf Rücksicht nehmen müssen. Von vorgeblichen Gemütswerten, die nur dazu da sind, um eine reine Personalpolitik zu verschleiern, soll nicht gesprochen werden. Es genügt, vor ihnen zu warnen. Vier Milliarden jährlich wird nach Vollzahlung der Daweslasten der Fehlbetrag der Zahlungsbilanz ausmachen, ein Fehlbetrag, der sich leicht noch erhöhen kann. Herunterdrücken läßt er sich nur, wenn die Reichsregierung Maßnahmen ergreift und auch durchführt, die durch Ausgabenminderung die Einnahmen steigern. Die Stellung jedes großen Wirtschaftskonzerns hängt davon ab, daß feine Leiter den Betrieb so gestalten, daß der höchstmöglichste Grad von Wirksamkeit erreicht wird. Das deutsche Volk ist kein Industriekonzern. Die Deutschen find aber nicht mit Unrecht stolz auf ihr organisatorisches Können. Sollten sis gerade dauernd nur auf dem so lebenswichtigen Organisationsgebiet der Rationalisierung ihres staatlichen Daseins versagen? Sollen hier wieder die bekannten deutschen Erbfehler das Schicksal des größten Kulturvolkes Europas^ verspielen dürfen, sollten sie zunichtemachen dürfen, was ungewöhnliche Volksgaben und Bienenfleiß
Die heutige Kummev umfatzt 12 Sette«