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kW. 185 Mittwoch den

8. August

1928

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infelg» höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürpiatzvorschrift u. Erscheinungstag« der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.xGeschöftssteste: Hammersir. 4 / Fernspr. 3956, 3957,3958

Das neueste.

Die Regierungen Deutschland», Frankreich, ead England, haben sich schriftlich an den General- fefretar des Völkerbünde, gewandt, zur Vorbe­reitung der Wahl Spanien, als nichtständiger, wiederwnhibare, Ratsmitglied

Die neue Eisenbahnbau- und Netriebeord- nung, die am 1. Oktober in Kraft treten soll, ist «amehr veröffentlicht worden. Unter den neuen Bestimmungen befinden sich auch wichtige Bestim­mungen über die Sicherheit aus den Bahnen.

Gestern abend ist es gelungen, da, Ita- litnndK KüstenunterseebootF. 14" zu heben. Die gesamte Besatzung, 31 Mann, war jedoch tot.

In Kreisen de» amerikanischen Staats- lxparlemenl» erklärt man, daß die amerikanische Regierung nicht gewillt sei, die Unterzeichnung de» tellogg Pakte« noch aus andere al, die gegenwâr- tig vorgesehenen Länder auszudehnen, dah sie aber (einen Widerstand leisten werde, falls die Sow- Heegierung sich später dem Pakt anschliehen wolle.

Die Agentur Hava« teilt mit: Der Text bei snszösisch-britifchrn Flottenabkommen, wird bem- *b(f und zwar wahrscheinlich gleichzeitig in jMnfteid) und In England verüfsentttcht werden.

italienische Ll-Voot-LragSdie

Das Lt-BootF 14° gehoben. - Die 31 LNann Besatzung tot.

Pola, 7. Aug. (Agenzia Stefani.) Einem Marineponton ist e» heute abend um 6.30 Uhr ge­lungen, da» vor 34 Stunden gesunkene UnterseebootF. 14" an ble Oberfläche bee Wasser, zu bringen. Leider ist da» Rettungswerk vergeblich gewesen, denn die gesamte Besatzung von 31 Mann ist Infolge der Entwickelung von Ehlorwasserstoff im Inneren de» Unterseeboote» ums Leben gekommen.

Die Aevbfttasung des SdlkevbundeS

Genf bereitet sich wieder einmal für große

Ereignisse vor. Es werden Anstalten getroffen, I des Jahres, die

Eine neue Eisenbahn- betviebsovdnung

ter Reichsverkehr-mInMer o. Guörard, hat ch^e Blätter melden, eine Verordnung über die na einer neuen Sisenbahndau und ve-,

Wie bereits gestern ««meldet, mürbe bas italienisch« Rüsten Unterseeboot ,F. 14 vorgestern nachmittag sieben Meilen westlich ber Insel Brioni bei einem Attgrtsfsmanöoer von dem Torpedabootszerstärer Misfort" gerammt. Das Boot sank sofort auf den Meerrsgrimd, während ber Torpedobootrzerstörer nur leichte Beschädigung«« erlitt. Mit ben RZ-t- tungsarbeiten wurde sofort begonnen. Ueber die Nettungsarbeit«« gingen uns folgeud« Meldungen »u:

RoviGno. 7. Aug. Die Rettungsarbeiten für bas U-Boot *F. 14* sind in vollem Gange. Wie bk Taucher feftgefteUt haben, befinbet sich das U-Boot etwa 24 Meilen südwestlich von St. Gavianna in einer liefe von 27 Metern. Die 'Jtettungsarbeiten werden mit Hilfe eines großen Brückenschiffes von 240 Tonnen, zwei kleinen Brückenschis,en von je 15 Tonnen und brel großen Schleppschiffen durch- geführt. An her Ungiudsftelle sind ferner ein U« Boot und sech» lorpebojöger eingetroffen.

Nach späteren Meldungen aus Pola befürchtet man, daß ein Teil bei Bootes mit Wass«r gefüllt ist Trotzdem glaubt man. daß ein Test Der Be­satzung noch lebt Ob bie Dasserdichtunge« dem riesigen Wasserdruck siandhal!«« merben, muß ab- gewartet werden. Im Saufe bei Dienstags gelang es ben Tauchern, ein« Stahlrohre in da» Boot zu Wien, mit besten Hllfe man Luft in bas U-Boot zu

Rom, 7. Slug. (£ ist gelungen, mit der Be­satzung de» ge nm men ll-Boote«F. 14" durch Klopfzeichen die Verbindung auszunehmen Taucher haben bereits eine Stahl kette an dem U-Boot be­festigt. Am Unglücksort sind Pontons eingetroffen, die zur Hebung notwendig sind. Ferner ist der KreuzerAquilla" in der Nacht nor Anker gegan­gen, aus dem sich Admiral Foschini befinbet, dem ble Leitung der Nettungsarbeit übertragen worden ist.

Rom. 7. Aug. Die Bemühungen, das U-Boot F. 14" zu heben, nehmen einen regelmäßigen Ver­lauf. Um 18 Uhr war das Unterseeboot bis zu einer Höhe von 12 Metern unter der Meeresoberfläche gehoben, indessen hat die 'ßerftilnbigung mit her Besatzung seit mehreren Stunden aufgehört. Das Wetter hat sich gebessert. *

Da» gesunkene italienische Küsten-U-Boot F. 14 ist vom Typ Fiat San-Giorgio, hat 255 Tonnen Wasserverdrängung, ist 45 Meter lang und 4,20 Meter breit. Das Boot wurde 1917 vom Stapel gelassen, ist mit zwei Lancierrohren und zwei Ge­schützen ausgerüstet und hat zwei Di>sel-Fiat-Mo- tore zu 700 PS xunb zwei elektrisch« Motore mit 250 PS. Seine Geschwindigkeit über Wasser beträgt 13, unter Wasser 8 Knoten. Die Besatzung bestand au» dem Kommandanten. Korvettenkapitän Biel,

um Die wichtigste Tagung Vollversammlung des Völkerbundes, so wür­dig wie nur möglich zu gestalten. Don diesem feierlichen Augenblick trennt uns noch die an­sehnliche Zeitdauer von fast 4 Wochen, aber die komplizierte Maschinerie des Völkerbund- sekretariats arbeitet schon seit langem mit Volldampf und die Aiißeuministerten sämt­licher Länder folgen dem Beispiel Genfs nicht weniger eifrig Die traditionell« September- tagung des Völkerbundes wird in diesem Jahr noch dadurch besonders unterstrichen, daß sie von zwei Ratstagungen gewissermaßen um­rahmt wird. Die 51. Ratstagung geht der * - (sie findet am 30.

August statt), die 52. Ratstagung folgt ihr fast unmittelbar nach. Die erste soll ble letzten Anstalten für die Vollversammlung treffen, und die zweite soll manche von vornherein feststehenden Beschlüsse der Sevtembertagung auf dem schnellsten Wege auvsühren. Damit über die Sache nicht allzu einfach aussieht, werden noch vor der 51. Ratstagung eine

voran

za eine

Ausschüssen und Unterausschüssen .essen, die selbstverständlich dazu beitragen werden, die mehrbändigen Akten de» Völkerbund«» nach »rüsten zu verarcH Die Anleitung zu diesem ganzen unheimlic, Arbeitsplan gab der vor wenigen Tagen er­schienene Jahresbericht des Bölkerbundssetr«- tariat«, dessen Lesen viel Zett in Anspruch nimmt, aber Im allgemeinen wenig Freud« etre-

Reihe von

lern.

es Genter

dem Fähnrich Fasulo und 20 Mann.F 14

ge-

n

»lauen, bk .sah»»enge.

>N, bk Kahnpoitzet und schlirhitch Beflimmun- Hk bas Publikum. Dk Brtrkbiorbnung gilt

t »sie dem irirnden E

allgemeinen Verkehr fenhabnen Deutsch-

»»ter den Vorschriften befinden sich wichtige Mtmmungen zur Sicherheit her Reisenden. So W « a verordne«, daß ble Bahn so zu unter- ist, daß lebe Streife ohne Gefahr mit ber Mstu für sie zugelassenen Geschwindigteli be- werden kann Die Bahn muß aus den ^rtlwhnen jeden Tag, aus den Rebenbahnen Zweiten Tag aus ihren ordnungsmäßigen Zv-

leiten T _______ ..

unler|ud)< werben Zur UnlerfuGun« ber Mn dürfen trauen alch« verwende, werben Ge- WÄTöbenbe Stellen sind während bei Dauer bei ^wGe« zu beanllkbtlgen. Die Weichen, die mit * l" die Fahrt gulNaen Signalen nicht In Ab- ^»ligteli liehen, oder deren Avhängigketl worüber- aufgehoben l|i. mühen, wenn ein Zug Ile bür* verläuft ober Bewachung gegen Jt'iWe Eingriffe gefüttert werden 3n den Z"ge« '^ a. wttzusühren die bei Unsolten zunächst 'wbrtHAen Werkzeuge, sowie ble Mittel zur tzliletetstung bei VerletzunGM.

. ®dlrrlün ist in der Befrkbeortmuim ble ^^tgrschmindigketk vorgefchrieben. 22 «r.fji ^lässige Gelchwindigkeiten hnb bestim- ^bd auf den tuttipidahnen für Personenzüge ohne ?^Ühende Bremsen 50 Klm in der Stunde, für Moonen züg, mit durchgehenden Bremsen 100 Klm. .,«!? tiunde. unter besonder» günstigen verhäit- ,./" kann ble vahna«sfut>I»!'ehorde Geschwindig M di» zu 120 Klm. In der Stunde zulassen. Für 7»irrzuae und einzelne Lokomotiven betrügt die M^wlndigkeit 65 Klm In der Stunde, für "»rlterzüge 45 Klm. In her Stunde

Spaniens RüMehr nach Genf

Sttt tiiAiftänbitite 2tai«flto mit tokovNse* Lefiskkuns bte Mtedevwävlbavkeit -efovdcvt

Genf. ?. Aug Mach einer Mitteilung bei Generalsekretaria«, bei Völkerbund«* haben ble Regkrunaen Deutschland», Frankreich» und Englands zur Erleichterung her Rückkehr Spaniens in ben Völkerbund beim Generalsekretär telegraphisch einen einleiten­den Schritt zum Zwecke der au»nahm»weisen sofortigen Wiederwahlbarteitserklärung Spa­niens unternommen, da», wie mit Bestimmtheit angenommen werden darf, nach WIeber- ausnahme seiner Mitarbeit im Völkerbund von der nächsten Bunbesoerfammlung al» nichtständige» Mitglied, d. h. zunächst für drei Jahre, in den VSikerbunderat gewählt werben wird.

gänzt. Und diese Tagesordnung ist es, di« uns darauf vorbereitet, mal man von der herbstlichen Hochsaison in Genf zu erwarten hat.

Don den 28 Punkten der Genfer Tage»- ordnung steht selbstverständlich im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit da» polnisch- litauische Problem. Der holländische Außen» minister und Vertreter Holland», F. Veelaert« van Brokland, der wegen seiner Unparteilich­keit und Unvoreingenommenheit besonder« S schätzt wird, hat einen Bericht über den land der Verhandlungen zwischen Polen und Litauen zu erstatten. Es ist nicht da« erste Mal, daß sich der Völkerbund-rat mit diesem Problem zu besassen hat, und e» ist aber sicherlich auch nicht das letzt« Mal. E« tönnte

Litauen zu e

nur dann da» letzte Mal st

n. wenn inzwischen e jede weitere Be-

SorttT iHec von vriitwin und Gaffvon in SeeUn ter beutfehe Botschafter in Washington, v. Pntt- ^t und Gasfron, her feinen Urlaub in Deutichtand ». ist gestern mit Winer Familie in > ^urg eingetroffen Der Botschafter wirb ««W »,#. m 'Berlin oerweilen und auch oom Reichs

Iwnten empfangen werden. Nach seinem Beiuch '^uroxirtwrn Amt wird er sich oorauiftttbM W ^^rn begebtn, wo er eine Besitzung hat. Der ^g Bst'chafter, m Deutschland wird sechs Wochen dauern.

^lmevtka und dev BeUvitt ^vülands rum ^ettogg-patt

^rwyork, 7. August. Associated preß be- X, t au» Washington: Die aus IHosfau fommen- knn^^^^ârungen von Beamten der Sowietrrgie- d«^,^lcht andeuten, daß die russischen Behörden füglich de» keUog. Pakte» eine abwartende Hal- z. 9 ^'"nehmen wollen, haben durchaus verfehlt. »» besondere Interesse des Staatsdepartement» ^ «wecken. Rach der Unterzeichnung des Ver ra- mz^, ^ari» durch die 15 ursprünglichen Signatar- ^ie wird der Vertrag kraft seiner Seyen ausdrücklichen Bestimm««- u 3um allgemeinen Beitritt f"'"

Zu diesem Zw^« haben ble genannten Regie­rungen ben Antrag gestellt, auf ble Tagesordnung ber nächsten Bälferbunbsoerlammlung noch ble Frage ber ausnahm*weif«n Anwendung ber Ueber- SngibefUmmungen ZV dem 1926 beschlossenen ubloerlabrm auch auf bk diesjährige« Rat» wähl,« ui Zeyen Rach dieser Ueberganqioorfchrift, die im Jahre 1926 Brahfkn, pofen und Spanien zuguie kommen fallt«, konnte ausnahmsweise bie al feberwähttxirfeirwrflä rang eines nichtständig,« RatsmlfaUebes schon glestl,zeitig mit seiner Wahl in ben Rat erfolgen Rach dem Rücktritt Spanleni und Brailtkni sonnte jedoch damals nur Polen ble Dortelle bkfer Ueber gangioorfchrlff genkfjen. in­dem es als einiges nichtständige« RalimlüiUeb icick,eilig mit seiner Wahl sofort für wiederwähl-

W«BR gegeben. Fatt» ble Ma»ta«ee Regk- rung nach diesem Zeitpunkt wünscht, bk Doktrin bet Bet fleht kiftung auf ben Krieg als eines Instru­ment, ber nationalen Politik zu unterschrei­ben, so werben blekn wünschen seitens bet iSa|bingtonet Regierung keine Schwierigkei- teII in ben weg gelegt werden. Obwohl bet Entwurf de» Kellogg Paktes die f>inktleguMs- stell, ber Ratifhkrungsurfunben nicht a»«drückiich bezeichnet, so werde selbst octftänblMjerweik an­genommen. daß Frankreich diese Rolle übernehmen werde, da ja ber Vertrag in Frankreich unterzeich­net werde. Au» diesem Grunde könne die Washing­toner Regierung auch nicht in die Notwendigkeit versitz« werden, in irgendwelche offiziellen Ver­bindungen mit IRoifau zu treten.

Dev Sntevnattonale Soria- Usienkongvetz in Brüssel

Brüssel, 7. Aug. In ber heutigen Sitzung des Internationalen Svzialistenkdngresses. dessen Bor- aber russische Delegierte Adramovitfch innehat, ob Filippo Turati Anklage gegen den Faschismus und schilderte ausführlich die Lei­den der im Lande gebliebenen Italiener. Er schloß.

bar erklärt wurde. Rach der Zurückziehung der spa­nischen Uuitriltietttärung erscheint es den drei Regierungen rin Gebot der Gerechtigkeit. dah Spa­nien nachträglich in den Genuß der gleichen Ver­günstigung gesetzt werden kann.

rkbambevlain kommt nicki natb

Conbon. 7. Aug. Tdamberlaw ist infolge seiner kürzlich«« Erkrankung grzwunge«. sich erst voll- lammen zu erholen. Lord Cuihendun ist zum (teiloertretenben Staotsfetretär bei A««r«n er­nannt worden und wird Ehamderlain auch aus ben bevorstehend«» Tagungen bei Böllerbunbsrates und her Bälterbunbeoerfammlung verirrte«.

II.. ......... II ..........

inbem er «rklorte, daß nur ber GozIati«nu» ben ,raschi»mu» bekämpfen könne.

Der russische Delegierte Dan führte aus: E» ist die Pflicht her Sozialisten, ben bolschewistischen Militarismus zu bekämpfen, ohne sich indeß«« mit den Reaktionären zu oerbünben. Die bolsch«wistjsche Diktatur ist eine Krankh«it, bie durch ben dufam- menschtuß aller Arbeiter geheilt werden muß

Buxton-England sagte: Die englische Arbei­terpartei interessiert sich nicht im gleichen Maße wie die Vorredner für den Faschismus und ben Kom­munismus. zwei Erscheinungen, bie ausschließlich die innere Politik derjenigen Länder angeben, in denen sie auftreten Einer Wiederaufnahme der diplonratischen Beziehungen mit Rußland steht nichts entgegen. Die Aufhebung der ungleichen V«r- träge mit China muß von ben Sozialisten, die Kn eine Ausrechterhaltung brr Rassenvorecht« günstig ausgenommen werden.

Ein chinesischer Delegierter forderte Freiheit für sein Land, erhob gegen ben japanischen Imperialismus Einspruch und erklärte Die chinesi­schen Sozialisten kämpfen für die Abrüstung in ihrem Laßde.

ble Katastrophe eintritt, b Handlung de» Streites iberflüssia machen mürbe Diese Katastrophe, die ben Völkerbund vor eine neue Situation und vor bereits ein- getretene Tatsachen stellen würde, mürbe unter uns gesagt, ein befreiendes Äufatmen in Gens auslösen. Das versagen des Völker­bundes in ber polnisch-litauischen Frage ist chronisch und daran wird kaum etwa» zu än­dern sein. Und außerdem steht diese» Ver­sagen nicht einzig und allein da man hat in Genf bereits eine stählerne Erfahrung darin. Also würde man von zwei Uebeln da» kleiner« wählen und da» verschlingen Li-

tauen» durch Polen nur begrüben

In der Tat: Aeußerst peinlich für den Völkerbund wäre nur ein offener polnisch- litauischer Krieg. Dieser Krieg ist aber eine Unmöglichkeit, schon aus dem einfachen Grunde, weil Polen ca 30 Millionen Ein­wohner besitzt, während Litauen sich mit einem Fünfzehnte! davon begnügen muß. Zwischen einem Wolf und einem auch noch so kampf­lustigen Kücken ist kein Kampf möglich. Kein Tropfen fließt dabei: Da» Kücken wird in einem Atemzug mit feinem ganzen Gefieder verschluckt. Und das berüchtigte europäische Gleichgewicht? Dieses Gleichgewicht eriftiert aber gar nicht. Das ist nur ein Gespenst, das dazu erfunden ist, um kleine Kinder artig zu machen. Verschwindet heute Litauen, so wird die Spannung zwischen den »interessierten" Ländern kaum größer werden, sie ist heute schon groß genug. Die völkerrechtlichen Er­wägungen? Diese lassen sich so oder so aus- legen. An diesen .Schwierigkeiten" würde das Litauen-Abenteuer Polens kaum scheitern. Solche und ähnliche Ueberlegungen finden in Genf immer mehr Anhänger. In neutraleren Kreisen spricht es sich sogar herum, daß ge-

Die benüse «ummev «mkavt 1<5 Seite«