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Nr. 181

Seettas den

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferun­oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinungstag, der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.,Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956,3957,3958

3. KAHM

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Das neueste.

Der deutsche Botschafter v. Hoesch hatte gestern mit dem sranzösischen Außenminister Briand längere Unterhaltungen.

Auf dem Festbankett zu Ehren Herriots be­tonte der kölner Oberbürgermeister Dr. Adenauer den deutschen Friedenswillen. Dr. Külz führte aus, daß der Anschluß Oesterreichs durchaus friedlichen Gedanken entspringe und keinerlei Gefahr bedeute.

In der Skupschtina verlas gestern Minister­präsident Korosetsch die Regierungserklärung.

Kapitän Courtney mußte 500 Meilen westlich ier Azoren mit seinem Flugzeug auf offener See notlanben. Er konnte gerettet werden.

Die BssaOnttKszwrschensalle

Deutsche Vorstellungen am Quai d'Orsay.

Paris, 2. Aug. Der deutsche Botschas- ier v. Hoesch hatte gestern mit dem General­sekretär des sranzösischen Außenministeriums, gerthelol und heute mit dem französischen Außen­minister Briand, der für einen Tag aus seinem Urlaub nach Paris zurückgekehrt ist, längere Unterredungen, die verschiedene zwischen Deutschland und Frankreich und auf dem Gebiete der internationalen Politik schwebende Fragen zum Gegenstand hatten.

Paris, 2. Aug. Die gestrige Unterredung des deutschen Botschafters mit dem Generalsekretär' des Auswärtigen Amtes in Paris, Berthelot, und seine heutige Unterhaltung mit Außenminister Briand lassen erkennen, daß die diplomatische Tätigkeit im Hinblick auf eine Lösung der aktuellen deutsch-fran- jösHen und internationalen Fragen äußerst rege Morden ist. Falls es Dr. Stresemann möglich ist, persönlich zur Unterzeichnung des Kellogg-Paktes tois zu *

otTxermartenben 1 Bespreche

' und Briand bis zu einem gewissen rade geebnet finben. Vor allem dürften bis dahin diese Bespre­chungen die Aussicht auf Möglichkeit einer Lösung der Rheinlandfrage und ihre e v e n- luelle Verknüpfung mit dem Kriegs­schuldenproblem geklärt haben. Doch dass nicht außer acht gelassen werden, daß ohne bie Mit- Wie Amerikas nicht mit einer allseits zufrieden­stellenden Regelung gerechnet werden dürfe.

Die Speyerer Besahungssälle aufgeklärt.

Speyer, 2. Aug. Die Besatzungszwischenfälle, die sich in der Nacht auf 1. August hier in der Schil- terstraße und im Dormgarten zutrugen, haben nun- lsehr durch die Fahndungen der französischen Be- dörde ihre klare Bestätigung gesunden. Wie das Ichnzäsische Platzkommando mitteilt, wurden gestern die Täter ermittelt. Es handelt sich um drei Sol­daten, die aus Brückenwache abkommandiert waren. °'e sind geständig und sollen, wie versichert wurde, son der französischen Gerichtsbehörde entsprechend hren Gewaltaten zur Verantwortung gezogen Derben.

Di« hcrbstmanäver der französischen Besatzung.

Koblenz, 2. Aug. Im Gegensatz zu alarmieren­den Meldungen in der französischen Presse, nach denen in diesem Jahrebesonders große Herbst- manöver" der französischen Besatzungsarmee statt- nnden sollen, wird aus zuverlässiger Quelle bekannt, französischerseits anders als im vorigen öahre j diesem Herbst nur Truppenübungen feineren Ausmaßes geplant sind. In den diesjähri- gen Manövern, die sich im September in der Ge­llend von Trier bis zur Grenze des Saargebietes abspieeln sollen, wird außer einigen Spezialtruppen de eine Kavalleriodivision teilnehmen. Die Ent- v'-klung der Angelegenheit wird von den zuständi- lan stellen dauernd mit Aufmerksamkeit verfolgt.

Wahlkreise mit 8 und mit

2S Ltzbgeovdttetett

Bevölkerungszahlen gemessen, die Wahl- e r l i n und Westfalen-Sud (Re­

Berlin. 2. Aug. Unter den Drucksachen des preußischen Landtags befindet sich auch ein Der- Stints über die Wahlkreise und die Zahl der Ab- ^dneten. Aus dieser Uebersicht ergibt sich, daß, kr-i! ^ü Bevölkerungszâen gemessen, die WAl- Kreise Berlin und Westfalen-Sud (Re- A rungsbezirk Arnsberg) die größten sind, denn .Ae haben je 27 Abgeordnete für den Preußischen °g gestellt. Es folgen dann die Wahlkreise ^len. Nassau mit 25 Abgeordneten, West- 2 Ä (Regierungsbezirk Münster, Minden) J4 Abgeordneten, Düsseldorf-Ost ebenfalls mit geordneten. In den Wahlkreisen Potsdam 2 iâ,?°!5'2lchen wurden je 21 Abgeordnete ge- kr-ik kleinsten Wahlkreise sind die Wahl-

W e s e r - E m s, der nur 6 Abgeordnete, und enJurt, der nur 5 Abgeordnete in den Landtag

Ron den 499 Abgeordneten 1^,44 Ab- in*ft n ,auf Landeswahlvorschläge gewählt. Die e Acht von Abgeordneten in einem Wahlkreise Z°"trum und Sozialdemokraten zu erringen ""d Zwar wurden in Berlin für die So- fy ^vokraten 10 Abgeordnete und in Koln-Aachen

6as Zentrum 10 Abgeordnete gewählt.

-r-tlanduns auf dem -Ozean

Dev engl. Ozeanfliesev Gouvinev in Seenot - Gerettet!

London, 2. Aug. Die Agentur Reuter erfährt, daß von dem DampferFranconia" die nachstehende Meldung eingegangen ist: Courtneys Flugzeug liegt auf dem Wasser. Seine Lage ist ungefähr 42 Grad nördlicher Breite, 41 Grad westlicher Länge. Courtney ersucht um sofortige Hilfe. Eine unmittelbare Gefahr besteht nicht, da sich die Dampfer Cedric" undCeltic" zur Hilfeleistung in der

Nähe befinden.

Newyork, 2. Aug. Die Radio-Marinekor- porafion gibt bekannt, sie habe von dem Schnell­dampferBerengaria" und von der Funkstation auf Cape Race Meldungen erhallen, aus denen her­vorgehe, daß der britische Flieger Courtney, der gestern in Horta zum Weiterflug nach Neufundland gestartet war, gezwungen war, 500 englische Meilen von den Azoren entfernt auf See niederzugehen.

Bremen, 2. Aug. Nach einer soeben einge- troffenen Radiomeldung Hal der Lloyd-Dampfer Columbus", der sich zur Zeit auf der Reise von ^remerhafen nach Newyork befindet, seinen Kurs geändert, um dem in Seenot befindlichen englischen Flugzeug Courtneys Hilfe zu leisten.

Newyork, 2. Aug. Der englische Flieger Courtney, der, wie gemeldet, Notrufe ausge- sandt hatte, ist von dem DampferMinnewaska" gerettet worden.

*

Hauptmann Courtney ist bei seinen Ozeanstug­versuchen nicht vom Glück begünstigt. Schon im letzten Jahre mußte er einen Flug, den er von Ir­land begonnen hatte, abbrechen. Am 27. Juni dieses Jahres ist Courtney bereits zum Flug nach

SrZedensVundsevuns Ln MSSn

Köln. 2. Aug. Der französische Unter richksminister Herriot gab heule mittag den Kölner Behörden und einer Anzahl geladener Gäste ein Frühstück. In einer kurzen Ansprache dankte er den Erschienenen, insbesondere Oberbürgermeister Dr. Adenauer, den Behörden und der presse. Die Schulen, Hospitäler und die Verschönerungsanlagen der Stadt Köln be­wunderte er rückhaltlos und betonte, daß er vo n allen Punkten den Blick auf den Kölner Dom gehabt habe, der wie eine Idee in der Mitte all dieser Leistungen stehe. Herriot schloß mit den Worten:Franzosen und Deutsche sind h ier in einer Atmosphäre der Herzlichkkeil und Ruhe und gemeinschaftlicher Arbeit vereint, auf deren Bestand ich frinte! Oberbürger­meister Dr. Adenauer dankte für die große Herzlichkeit, die aus den Worten des Ministers sprach und krank darauf, daß die Atmosphäre der Ruhe und Herzlichkeit dieses Zusammen­seins wachse und ein immer größeres Maß an nehme.

Nach dem Frühstück empfing Herriot die in Köln anwesenden Pressevertreter, wobei er be­tonte, daß eine seiner Hauptaufgaben als französi­scher Unterrichtsminister die sei, den kulturel­len, intellektuellen Kontakt zwischen den beiden Nachbarvölkern Deutsch­land und Frankreich herzu st eilen und zu vertiefen. Der Minister betonte in diesem Zusammenhang seine guten Beziehungen zum preu­ßischen Kultusminister Dr. Becker. Ueber die aus­gezeichneten sozialen und kulturellen Einrichtungen der Stadt Köln sei er nicht überrascht gewesen, da er schon oft in Köln war und infolgedessen schon mehrfach Gelegenheit gehabt habe, die hohen Lei­stungen dieser Stabt zu bewundern. Zum Schluß betonte Herriot nochmals, daß er alles getan habe und auch weiterhin alles tun werde, um die Beziehungen zwischen Deutsch­land und Frankreich zu bessern, und wies dabei auf seine Anwesenheit beim Beethoven- Fest in Bonn hin, die ebenfalls diesem Ziel gedient habe. Im Anschluß daran fuhr der Minister mit feinen Begleitern zur Pressa.

Abends fand im Gürzenich ein Essen statt, bei dem zunächst Oberbürgermeister Dr. Ade­nauer Herriot begrüßte. Er sagte, daß der Be­such Herriots, obwohl er nicht mit den akuten Fra­gen der Politik zusammenhänge, doch von politischer Bedeutung sei. Wir ständen an der Schwell« eines neuen Zeitalters, das besser werden könne, wenn die Gutgesinnten in allen Ländern dafür arbeiteten. Frankreich habe die Möglichkeit, das Herz Deutschlands zu gewinnen. Gott möge geben, daß es sie nütze.

Nach Dr. Adenauer gab der Reichskommissar der Pressa, der frühere

Reichsinnenminister Dr. Külz, seiner dankbaren Genugtuung über Herriots Besuch Ausdruck. Er dankte weiter den auswärtigen Staa­ten und besonders Frankreich, daß sie durch ihre Be­teiligung an der Pressa dazu beigetragen haben, daß diese eine von der Presse her orientierte Ver­sinnbildlichung der das öffentliche Leben beherr­schenden geistigen Kräfte der einzelnen Völker und der geistig politischen Auseinandersetzung in der Welt geworden sei. Die Schicksalsfrage sei, ob es gelingen werde, diese Auseinandersetzungen von der Methode der mechanisch-physischen Gewalt zu lösen und sie überzuleiten in eine

den Azoren aufgestiegen. Der erste Flug miß­glückte wieder: Bruch des Rohres für die Wasser­kühlung. Am 28. Juni stieg er erneut auf und er­reichte glücklich die Azoren. Mit ihm flogen der Besitzer des Flugzeuges, der kanadische Millionär Hosmer, ein Mechaniker und ein Funker. Wochen­lang hörte man nichts mehr von ihm. Trotz der zeitweise günstigen Wettermeldungen stieg er nicht auf. Nun ist der Versuch wieder mißglückt. Erfreu- licherweise ist es gelungen, Courtney rechtzeitig zu Hilfe zu kommen und ihn zu retten.

Die NorniMeu OzeanMegev gestaltet

Le Bourget, 3. Aug. Die polnischen Flieger 2dzikowski und Kubeal sind Heuke zum Ozeanflug nach Tkewyork gestartet

Gestern noch meloete das BlattGazeta Wars- zwaska Poranna", daß der polnische Ozeanflug ab- gesagt worden fei; allerdings sei der Befehl dazu nicht von dem polnischen Flugdepartement er­gangen.

Atmosphäre friedNcher Verständigung.

Auch die spontanen Aeußerungen deutschen Volks­tums und deutschen Kulturwillens, wie jetzt in Wien und in Köln, ständen im Dienste der der fried­lichen Menschcheitsentwicklung dienenden nationalen Strömung. Die inner ste Seele des deut­schen Volkes gehöre dem Frieden. Das Eüropa der Zukunft werde pazifistisch sein oder es werde nicht sein. Gewiß lehne die nationale Würde unwürdigen winselnden Pazifismus ab. Wenn aber P azifismus eine Menschheitsbewe­gung sei, die mit ganzer Kraft dahinstrebe, daß im ufament eben der Völker nicht bas Recht der Macht, sondern die Macht des Rechts das bestimmende ethi­sche Gesetz werde, so sei dieser Pazifismus , die höchste Menschheitsidee überhaupt. Dr. Külz meinte, er vermöge keinen Grund zu erkennen, warum die Völker Frankreichs und Deutschlands sich künftig nicht gemeinsam in den Dienst sried- licher Höherentwicklung der Menschheit stellen könnten.

Dies werde umso eher möglich sein, je eher und je restloser bie Spuren einer schmerzvollen Vergangenheit beseitigt würden. Wer aufrichtige Verständigung und harmonische Zusammenarbeit wolle, der werde auch aufrichtig bereit sein, endgültig den Schlußstrich unter Maßnahmen zu setzen, die aus einer anderen Zeit stammen als es die ist, der die gemeinsame Arbeit gelten soll.

Die beste Sicherheit gegen den Krieg fei der Wille zum Frieden.

Wo dieser Wille fehlen würde, da blieben auch jeder Locarnopakt nud jeder Kriegsächtungspakt ohne Inhalt.

LSevvSotS Äniwovt

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In seiner Erwiderung auf die Begrüßungs- lsprachen des Oberbürgermeisters Dr. Adenauer ib des Reichskommissars Minister a. D. Dr. Külz begrüßte Herriot die Worte, mit denen der Vertreter der Reichsregierung den Friedenswillen des deut­schen Volkes betonte.

Richt ohne Bewegung habe er deren Erklärung ver­nommen, daß die Zukunft der Idee des Friedens gehöre.

Auch er sei überzeugt, daß es keine höhere Pflicht gebe, geistige Werte zu entwickeln und die ehe-

(Fortfetzung auf Seite 24

Deutschland und das ensU svanzSMthe Ädvüftnnss- ronwvomltz

Die deutsche Regierung ist über das englisch- französische Abrüstungskompromiß, von dem Chamberlain kürzlich im Unterhaus andeu­tungsweise gesprochen hat, bisher nicht unter­richtet worden. Der englische Außenminister hat angekündigt, daß das Kompromiß den an­deren Seemächten mitgeteilt werden soll. Deutschland ist so vollkommen abgerüstet, daß es weder zu den LanD- noch zu den Seemächten gezählt werden kann. Daraus erklärt sich leider zur Genüge, warum die deutsche Regierung bei dieser diplomatischen Aktion übergangen wor­den ist. Aber wenn wir auch nicht zu den Land- und Seemächten zählen, so haben wir doch an dem englisch-französischen Kompromiß ein erhebliches Interesse. Denn aus den bis­herigen Mitteilungen muß man leider den Schluß ziehen, daß es auf unsere Kosten ab­geschlossen worden ist.

Wie erinnerlich mußte die vorbereitend« Abrüstungskonferenz in Genf im März d. 3. ihre Beratungen abbrechen, weil über die Durchführung der Rüstungsbeschränkung zur See zwischen England und Frankreich keine Einigung erzielt werden konnte. Man ging damals auseinander, um den Regierungen Zeit zu lassen, eine Verständigung anzubahnen. An diesem Versuch ist in der Zwischenzeit ge­arbeitet worden. Am 13. Juli tagte in Paris der hohe Rat der nationalen Verteidigung. Die Vorschläge, die sich dann zu einem Kompromiß gestalteten, haben ihm offenbar vorgelegen und sind von ihm gebilligt worden. Die weiteren Verhandlungen führten rasch zu einer Eini- u ' ie nun der Wel ' * oßer Fort-

" Es unterliegt em weifet, "daß sie in einem Sieg der englischen Auffassung besteht. England vertrat auf der vorbereitenden Abrüstungskonferenz die An­

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sicht, es genüge nicht, eine Höchsttonnenzahl für die gesamte Marine festzusetzen, sondern man müsse auch die Tonnenzahl im einzelnen auf die verschiedenen Schiffsarten Schlachtschiffe, Kreuzer, Torpedoboote, U-Boote usw. ver­teilen. Frankreich dagegen wollte nur von einer höchsttonnenzahl für die gesamte Flott« wissen, wobei es den einzelnen Seemächten überlassen bleiben sollte, über die Verteilung der Tonnenzahl aus die einzelnen Schiffsklassen selbst zu befinden. In dem nunmehr erzielten Kompromiß hat sich die englische Auffassung durchgesetzt. Frankreich hat der Spezifizierung der Tonnenzahl zugestimmt, unter der einen Voraussetzung, daß nicht' mehr als vier ein­zelne Schiffsklassen aufgestellt werden sollen.

Was bedeutet dieses Kompro­miß für die Abrüstungsfrage? Daß man in England durch das Kompromiß zu­friedengestellt ist, versteht sich von selbst. Hat doch die englische Auffassung den Sieg davon­getragen. Man gibt aber auch in Paris und in Washington seiner Genugtuung Ausdruck. Demnach müssen doch auch die Vereinigten Staaten und Frankreich Veranlassung haben, befriedigt zu sein. Was England und Amerika anlangt, so hofft man sowohl in London wie in Washington, daß die Verhandlungen über eine Einschränkung der Seerüstungen nach der Be­seitigung der englisch-französischen Meinungs­verschiedenheit jetzt erfolgreich weitergeführt werden können. Dies gilt nicht nur für die vorbereitende Abrüstungskonferenz, die im März in Genf ins Stocken geriet, sondern auch für die Dreimächte-Konferenz Englands, Ja­pans und der Vereinigten Staaten, die im vorigen Jahre in Genf so kläglich scheiterte. Man erwartet in London, daß man jetzt auch mit den Vereinigten Staaten ins Reine kom­men und dadurch eine Unstimmigkeit beseitigen wird, die auf die Beziehungen zwischen Eng­land und den Vereinigten Staaten recht störend eingewirkt hat. Auf jeden Fall wird jetzt der Versuch erneuert werden, alle Seemächte für ein Abkommen zu gewinnen, das die Seestreit­kräfte nach dem englischen Grundsatz unter Aufrechterhaltung ihres gegenwärtigen Stärkeverhältnisses einschränkt und dadurch die Rüstungskosten herabsetzt. Dabei ist in erster Linie an eine Verlängerung der Lebensdauer der einzelnen Schiffe sowie an eine Einschrän­kung der Schiffsgröße und des Geschützkalibers

Die heutige Kummer umfaßt 12 Geiten