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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall ber Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Äe^eher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Sezugspreises. / Fürplatzdorschrist u. Erscheinungstag» der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hamimrstr.9 / Zernspr. 3936,3957,3958
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Nr. 186
«Samstag
de« 28. Luk
1628
Das Ueveke.
— Generaldirektor Dorpmüller sprach ausführlich über die Eisenbahnunfälle und ihre Ursachen.
— Der Reichskommissar für die besetzten Gebiete hat sich wegen des französischen Auslieferungs- Hegehrens mit der BesahungsbehSrde in Verbin- dung gesetzt.
— Auf Beschluß des Reichskabinekts kommen durch das Reichsinnenministerium sofort 5 Millionen zur Behebung von landwirtschaftlichen Hn- wellerschäden zur Verkeilung.
— Die polnische Regierung weist in einer Note an den Völkerbund die litauischen Beschwerden zurück und erhebt Protest gegen die Methoden Woldemaras. *
— Freiherr von Hünefeld, der am Donnerstag abend mit dem V-Zug von Danzig nach Dirfchau reifen wollte, ist von den Polen nicht durchgelassen morden und mußte nach Danzig zurückkehren.
Das ßvanz. AustteZerunss- begehven und die Aesievung
Oie Verhandlungen eingeleitet
Berlin, 27. Iuli. Wie das Berliner Tageblatt mitkeilk, sind die Verhandlungen zwischen den zuständigen deutschen und französischen Stellen eingeleitet worden, um eine gerechte Beurteilung der Angelegenheit herbeizuführen. Der Reichskommissar für die besetzten Gebiete sei mit den Besetzungsbehörden in Fühlung getreten, um eine Erweiterung des Streitfalles zu verhüten, zu der die Durchführung des Auslieferungsverlangens ohne Zweifel führen müßte.
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Berlin, 27 Juli. Der Reichstagsabg. Thiel (IW.) hat an die Reichsgeschäftsstelle der - Deuten Vo'ksparici einen Brief gerichtet, in 'dem er iid) mit Auslassungen eines Berliner Blattes be- isjiftigi,. wonach der Fâll Lambach wegen des 'estgen jijammenarbcitens von Lambach und Thiel auch Mner Krise in der Deutschen Volkspartei führen Reichstagsabg. Thiel erklärt in dem Brief, 'M cs al- eine Gemeinheit
zu derselben Zeit, in der sich unser Partei- r in seinem wohlverdienten Erholungsurlaub hsmdet. eine Parteikrise anzüMieln. Ueber ge- 8 Sorgen, die ihn und die in der Deutschen spartet vertretenen Arbeitnehmer drücken, fährt Thiel fort, habe er schon lange bevor es einen M Lambach gab Herrn Dr Stresemann in loyal- Weise aufgeklärt Thiel bezeichnet es als fein jiel, diese Schwierigkeiten mit der Partei und zu kem Nutzen nicht aber in einer anderen Partei lesen die Deutsche Volkspartei zu überwinden. Das Jobe Zeit bis Dr Stresemann sich erholt habe.
Dazu sagt die Nationalliberale Korespondenz, p fei ntd): neu daß der Wahlausfall in der Deutzen Volkspartei als unbefriedigt angesehen werde, nden Fragen im Parteninstanzen
daß alle damit zuiammenhängenden Wft in den veramwortlichen Pari "^siihrlich besprochen werden sollen. Misi, in dem tiefe Verhandlungen geführt werden, gebe der Brief Th ele ebenfalls Ausdruck. Es fei nichts- mit der erfundenen angeblichen Krise in W Deuticben Volkspartei.
Ueber den
s MMESN Mv Lsmdwwi- WM und LrnweiLsvMäden
Berlin, 27. Jub Wie das Nachrichtenbüro des Vereins Deutsche- Zeitungsverleger erfährt, hat ^Kh&innenminifier Severing erneut die Frcwe der Bereitstellung eines besonderen Betrages von fünf Hllionen Reichsmark für die Behebung landwirt- östlicher Unwetterschäden geprüft. Das Kabinett hatte grundsätzlich der Bewilligung eines Fonds' zugestimmt, aber erklärt, daß über jetzt verfügbaren Mittel buchmäßig bereits dis- ^iert fei. Auf Antrag Severings hat nun das ^'distabinett beschlossen, in den ordentlichen Etat Ur 1929 diese fünf Millionen einzustellen, sie jedoch jetzt für die Unwetterschäden aus 1927 und anzuweisen und sie durch das federführende ^eichsinnenministerium verteilen zu lasten. Die Erteilung soll, wie das VDZ-Büro weiter erfährt, bereits in der nächsten Woche erfolgen.
DettischttaKottaleÄlttsefiellte rum Kall Lambach
Die Führung des hannoverschen Angestellten- "Usschusses der Deutschnatiovalen Volkspartei, der °°n der örtlichen Parteileitung aufgelöst worden warnt aus Anlaß der Ausschließung Lambachs der Partei alle Anhänger Lambachs unter Anweis darauf, daß der Spruch des Landesaus- Mes Potsdam 2 nicht endgültig ist, davor, über- ute Schritte zu unternehmen, und erläßt eine Er- arun9, in der es heißt:
„Mit größter Sorge um die Zukunft der ^utschnationalen Volkspartei wird der endgülti- Zen Entscheidung des obersten Parteigerichts ent« OenJ^en- Die hannoverschen Angestellten fürch- bQ6 dieser unabänderlich letzte Spruch zwar Aufhebung des Ausschlusses Lambachs bringt, c, r nach Form und Inhalt nur für die Gruppe Hugenberg, nicht aber für Lambach und seine An- tragbar sein wird. Eine Wiederholung der i '"llchtnahme auf den sozialreaktionären hugen- .. pflüget durch das Parteigericht würde von der uverwältigenden Mehrheit der Angestellten als ^ttzicht der Partei betrachtet, noch als Volkspartei
n - v—.. Partei betrachtet, noch als Volkspartei gewertet und geachtet zu werdev-
Drei junge Deutsche, die im Verdacht stehen, von dem Offizierskasino der französischen Besatzung in Zweibrücken die Trikolore entfernt zu haben, sind von einem französischen Kriegsgericht in der pfälzischen Stadt wegen Diebstahls und anderer Delikte zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie haben sich durch Flucht in das unbesetzte Gebiet der französischen Gerichtsbarkeit entzogen. Die Besatzungsbehörde verlangt ihre Auslieferung, damit die Strafe vollstreckt werden kann. Man hätte über diesen Vorfall in Deutschland eigentlich von vornherein einer Meinung sein können. Das Rheinlandabkommen gibt der französischen Besatzungsbehörde ein formales Recht, die Auslieferung zu verlangen. Dies kann die gegenwärtige Regierung ebensowenig wie eine ihrer Vorgängerinnen bestreiten. ^Aber ebenso unbestreitbar ist es von unserem Standpunkte aus, daß es in , diesem Falle bei dem formalen Rechte bleiben wird. Es wird keinen Deutschen geben, der drei Landsleuten dazu verhilft, daß sie wegen einer Unbesonnenheit, wegen r Tat, für die die Aufrechterhaltung der, Be-, nq moral tidi. ueranünaril idi- an madieB._ ik. m ranzösischem . _____ _ ei«
heitsstrafe verbüßen n diesem Punkte werden wir uns wohl alle einig sein und' matt braucht sich auch keineswegs zu scheuen, den Franzosen darüber klaren Wein einzuschenken.
In einer
Erklärung, die das Ministerium der besetzten Gebiete über das Auslieferungsverlangen der französischen Besahungsbehörde abgibt, wird bemerkt, die Reichsregierung habe selbstverständlich bereits die erforderlichen Schritt getan, um eine gerechte Beurteilung des Falles herbeizuführen. In diesem Zusammenhang wird weiter darauf hingewiesen, daß der Vorwurf des Diebstahls gegen die drei Deutschen von französischer Seite völlig zu Unrecht erhoben wird. Weiter wird die Bevölkerung ermahnt, der deutschen Politik nicht unnötigerweise durch eine Handlung, wie sie in Zweibrücken begangen worden ist, Schwierigkeiten zu bereiten. Diese Mahnung mag durchaus am Platze sein. Es hätte aber sicher nichts geschadet^ wenn man auch darauf hingewiesen hätte, daß die Vorfälle in Zweibrücken mit der Aufrechterhaltung der Besatzungsschmach in engstem Zusammenhänge stehen. Es ist ein Unding, daß man durch politische Aktionen und Verträge aller Art eine Atmosphäre der Beruhigung zwischen Deutschland und Frankreich zu schaffen versucht, während gleichzeitig noch
französische Soldateska auf deutschem Boden den Eroberer spielt.
Daraus müssen sich immer wieder bösartige Reibungen und Zwischenfälle ergeben. Französische Offiziere haben sich vor einigen Monaten in Zweibrücken gegen das dortige Bismarck-Denkmal in roher Weise vergangen. Sie sind gewiß durch Versetzungen nach Marokko zum Teil empfindlich bestraft "worden, aber der Stachel der Kränkung ist doch in der Brust der Pfälzer Bevölkerung zurückgeblieben. Das Niederholen der Trikolore von dem französischen Kasino in Zweibrücken,war die Antwort. Daß diese Tat unklug war, kann man ruhig zugeben, aber man wird der französischen Regie- rung doch sagen müssen, daß sie sich weit mehr als die drei jungen Deutschen gegen den Geist der Vernunft, des Rechtes und des Friedens versündigt, wenn sie den Brandherd der Besetzung, auf dem Haß und Feindschaft immer wieder von neuem ge- schürt werden, weiter bestehen läßt.
Man kann vorläufig nur abwarten, welchen Er-
AutzenpoMWe Mmithau
Von Prof. Dr. Oflo hoetzfch, M. d. R.
Die großen Feste der Sänger und Turner in Wien und in Köln sind gewiß keine politischen Aktionen. Aber jedermann wird dabei doch an die Rolle erinnert, die vor Jahrzehnten die Feste der Sänger, der Turner, der Schützen usw. in der großen Einheitsbewegung unserer Nation hin zum Reiche gespielt haben. Das Gleiche vollzieht sich mit diesen großen eindrucksvollen Festen auch heute wieder und erhebt sie über den Charakter eines Festes schlechthin. Wir freuen uns des nationalen Schwunges, der durch solche Versammlungen geht, des Einheitswillens, der sich darin ausdrückt und der auch eine besondere politische Note erhält — in Köln mit dem Protest gegen die Besetzung und dem Willen zur Freiheit, und in Wien mit der Kunda^bung für die untrennbare Verbundenheit zwischen dem Deutschen Reich und Deutsch-Oesterreich.
Die größte Anschlußkundgebung der Deutschen, die jemals stattgefunden habe, wurde in Wien das Fest und der Festzug genannt. Wir überschätzen Festeseindrücke gewiß nicht, aber das ist etwas Bleibendes, wenn der Deutsche aus Pommern oder Sachsen dort den Deutschen aus Südtirol, aus dem MemellarH, aus Nordamerika, aus Brasilien sieht und ihm mit einm Mal das Bewußtsein kommt, wie die Nation und ihre Einheit als Volks- und Kul- turgemeinschaft weit hinausreicht über die Greifen des verstümmelten deutschen Staates, und wie von Jahr zu Jahr dieses Gefühl der Einheit fester wird. So ordnen sich diese Feste
Die Gnifcher-Utts übev die Eettbahn-TavrfevhShtttts
Berlin, 27. Juli. Das Reichsbahngericht, das entsprechend dem Wunsche der Reichsbahn und dem Beschluß des Reichskabinetts das endgültige Urteil über die von der Reichsbahn geforderte Tariferhöhung fällen soll, wird laut „Voff. Ztg." Ende dieser Woche zusammentreten.
Kveihevv« v. Aünefeld die
DuvGvekse duvth Polen vevweksevL
Danzig, 27. Juli. Freiherr v. Hünefeld, der nach Beendigung seines Vortrages in der Danziger Messehalle gestern abend mit dem D-Zug über Dir- schau nach Berlin fahren wollte, wurde in Dirfchau von den polnischen Grenzbehörden angehalten und ihm die Durchreise verweigert. Herr v. Hünefeld polnischen Konsulat in Königsberg am beschafft. Es wurde 'jedoch in
hatte sich beim polnischen Konsulat in Königsberg das Durchreisevisum beschafft. Es wurde jedoch in Dirfchau beanstandet, daß die Station Konitz nicht mit aufgeführt war. Alle Versuche, die Durchreise- erlaubnis doch noch zu erhalten, waren vergeblich, so daß Freiherr v. Hünefeld gezwungen war, nach Danzig zurückzukehren. Die Ozeanflieqer starten nunmehr heute um 12.30 Uhr vom Flugplatz in Langfuhr mit der „Europa", die Hauptmann Köhl selbst steuert, nach Berlin.
Dev Vetvus mit âiegs- aulethe
Die Standalaffäre mit dem betrügerischen Umtausch von Kriegsanleihe-Neubefitz in Allbesih nimmt immer größeren Umfang an. wie das „B. T." milleilt, ist nicht nur die Voruntersuchung gegen Kuhnert und v. Waldow eingelcilel worden, sondern es schweben noch weiteraehende Ermittlungen bei
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' werden. Daß dieser neue
die feierliche Unterzeichnung des Kellogg-Paktes in Paris schwer gefährdet, versteht sich von selbst. Es wäre eine Unehrlichkeit, wollte man in der französischen Hauptstadt die Unterzeichnung des Kriegs- achtungspaktes mit einem Glorienschein umgeben, während ein Zwischenfall noch seiner Beilegung harrt, der den latenten Kriegszustand zwischen der deutschen Bevölkerung und der Besatzung entsprungen ist. Hier liegt die Kernfrage und sie bleibt brennend, auch wenn der Zwischenfall selbst eine Beilegung erfahren sollte.
Eine EvklSvuns
dev VatevSSudlMen Sevbânde
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Die vereinigten vaterländischen Verbände ver. öffentlichen eine Erklärung, in der sie für den Fall, daß die deutsche Reichsregierung der Äuslieferuung der drei jungen Leute von Zweibrücken an die Franzosen zust' meinen deutsch... ____ _____ _________ .. , .
Knechtschaft und Schande für den 11. August verlangen, ferner die sofortige Einberufung des Reichstags und, sofern dieser der Regierung nicht sein Vertrauen versage und die deutsche Ehre nicht zu wahren wisse, dessen sofortige Auflösung durch den Reichspräsidenten und Reichsfeldmarschall von Hindenburg.
stimmt, die Einsetzung eines Allge- )en Buß- und Trauertages deutscher
der Staatsanwaltschaft 1. Bersin gegen eine be- krächkliche Anzahl sehr bekannter Persönlichkeiten der Berliner Finanz- und Bankwelt, die in ähnlicher Weise wie Waldow und Kuhnert Anleihe- Neubesih als Altbesitz angemeldet haben. Die Vernehmungen in dieser Angelegenheit sind zur Zeit in vollem Gange: über ihr Ergebnis ebenso wie über die Persönlichkeit der verdächtigen wird strengstes Stillsdjtvei gen bewahrt. Die Finanzbehörden, die die Anleiheschiebungen aufgedeckt haben, haben eine annähernde Schätzung des Schadens vorgenommen, der dem Reich durch die Betrügereien zugefügt werden sollte. Es soll sich um eine Summe zwischen 25 und 30 Millionen Mark handeln. Ob irgendeine Schädigung des Reiches bereits eingetreten ist, oder ob es gelungen ist, alle Schiebungen noch vor ihrer Abwicklung aufzudecken, konnte bisher noch nicht festgestelll werden. Eine gründliche Nachprüfung aller Umtauschanträge und aller bereits durchgeführten Transaktionen ist eingeleitet worden.
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Berlin, 27. Juli. Zu der Verhaftung des früheren Sekretärs von Hugo Stinnes junior, v. Waldow, meldet die Amtliche Justizpressestelle Berlin:
Seit mehreren Wochen schwebt beim Untersuchungsrichter beim Landgericht 1 eine Voruntersuchung gegen mehrere Personen, die verdächtig sind, in betrügerischer Weise deutsche Anleihe als Alkbesitzanleihe angemeldet zu haben. In die Angelegenheit ist auch ein früherer Angestellter des Hugo-Stinnes-Konzerns verwickelt. Es handelt sich um ähnliche Betrügereien mit Altbesitzanleihen, wie sie dem Bankier Kunert zur Last gelegt werden. Es ist gelungen, zu verhüten, daß das Reich um er- hebliche Summen geschädigt wurde. Es besteht der Verdacht, daß weitere Betrügereien mit Altbesitz- anleihen von anderen Personen vorgenommen wurden. Die Ermittlungen werden von der Staatsan- waltschast 1 Berlin geführt. Es wird gebeten, zweckdienliche Mitteilungen dorthin au richten.
haft demonstrativen
In Wien spitzte sich dieser Sinn naturgemäß noch konkreter, noch poütischer zu in dem Willen, daß diese Einheit der Volks- tmb Kulturgemeinschaft auch zu einer Einheit des Staates werde. Auch das ist wertvoll und bedeutend. Nach innen insofern, als Taufenden von Reichsdeutschen, denen die Anschlußfrage ferner gelegen hat, sie nun auf das stärkste in ihrer Bedeutung und Notwendigkeit vor Augen geführt wurde, und als jeder von Mesen Tausenden von diesen Eindrücken etwas mit nach Hause nimmt, womit er hoffentlich manch altes Vorurteil revidiert und den BcDen für die Gesamtstimmung im Deutschen Reiche bereitet. Nach außen aber war das Wiener Fest eine zwar friedliche, aber auch nachdrückliche Demonstration eines Willens, der dauernd gar nicht in Schranken gehalten werden kann. Ist sie doch nur zu natürlich, die Gemeinsamkeit und der Wille, zu einander zu kommen, die vollständige Identität des Seins, des Denkens, des Hoffens und des Fühlens mit uns im Reich! Dazu die Unmöglichkeit Deutsch-Oesterreichs, als Staat zu leben!
Wir würden uns wundern, wenn gegen die Wiener Tage und ihr Ergebnis nicht von einzelnen Siegerstaaten Einspruch erhoben würde. Es ist bemerkenswert, daß das am heftigsten aus Paris geschieht, von wo aus man die interessierten Mächte ermahnt, dergleichen aufmerksam zu verfolgen. Die Nachbarstaaten Oesterreichs könnten es nicht zulassen, daß Oesterreich auf seine Unabhängigkeit verzichte, um mit Deutschland einen gewaltigen deutschen Block zu begründen. Es ist kein Zufall, daß dieser scharse Einspruch gerade aus Paris kommt. Denn man weiß dort, daß weder im Deutschen Reich noch in Oesterreich irgend jemand daran denkt, die jetzige Situation mit Gewalt zu verändern. Man kennt ebensowohl Frankreichs Interesse an der Zerstümmelung des früheren Habsburger Reichs und an der Vasallenherrschaft, in der die einzelnen österreichischen Nachbarstaaten zu Frankreich stehen und erhalten bleiben sollen, wje an der Fesselung, in der die beiden Rest- und Rumpfstaaten Oesterreich und Ungarn, durch die bekannten Pariser Verträge gehalten werden. Aber wie in Bezug auf Ungarn die aus Eng- 'and eingeleitete, von Mussolini aufgenommene ogenannte Friedens-Revisions-Debatte Frankreich nachdrücklich daran erinnerte, daß das 3eben der Staaten weitergeht und keine Ver- tragsfestsetzung für die Ewigkeit ist, so fühlt man wohl auch in Bezug auf den anderen Teil, daß sich da mancherlei wenigstens wandeln kann. Man weiß in Frankreich, daß der 2ln-
Die heutige «nmmev umfatzt ^â Kettev