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1e. 166

Dienstag

de« 18. Lutt

wt<m Giadi und Land

ErMungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Liefemng infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Sezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u-Erscheinungsta-e der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. / Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3957,3958

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Das Neueste.

Dem EisbrecherStaffln ist es gelungen, den Heget Tschuchnowski zu retten.

Am Montag erfolgte die Veröffentlichung s Antwortnote der französischen Regierung auf e Note der Vereinigten Staaten über den Kriegs- Htuugspakt. Auch Frankreich ist jetzt zur Unter- >ichnung des Paktes bereit.

Ueber das Münchener Eisenbahnunglück, 05 überall eine gereizte Stimmung gegen die jchhsbahu ausgelösi hat, ist vom Staatsanwalt die nichtliche Untersuchung. eingeleifeL

Max Hölz ist entgegen anders lautenden Mel­angen bisher noch nicht aus der Haft entasten jotbett

In Koburg begann gestern der Prozeß gegen ea Posträuber Hein.

Die Änwoei der ßranzSMGeu Regierung auf die âettass- Moie

Die SolksvavieZ und Aegievuugsbttdmrg Ser Demokratische Zeitungsdienst verbreitet

olgenbe Mitteilung: In volksparteilichen Blättern MO eine Unterredung mit dem volksparteilichen ftäktionsführer Dr. Scholz miebergegeßen, in der M Ausdruck kommt, daß die ursprünglich geplante llinwandlung der losen Regierungsmehrheit in eine [efte Koalition keineswegs mit Sicherheit zu erwar- !m sei. Der Volkspartei fei ihre Haltung in der Stage einer späteren Umbildung zwangsläufig vor- ^slhrieüen." Vor allem halten wir an unserer Sortierung. nach Umbildung des Preußenkabinetts M Perner denken wir nicht. daran, den Panzer- keuzer A preiszugeben Ueberhaupt gelten alle ^rbèhalle, die ich in meiner Rede zur Regierungs- Wrung zu machen genötigt war, heute noch Maus zu recht, und heute vielleicht, nachdem wir t'i ersten Enttäuschungen erlebt haben, stärker als ? Die Fraktion der Deutschen Volkspartei, ist in ^er Beurteilung der großen innerpolitischen. Pro- M durchaus einig. Gewiß bestehen in manchen

A ferner denken wir ni

Men Meinungsverschiedenheiten: wenn aber ein der gegnerischen Presse den Versuch macht, ^entlich Gegensätze zwischen dem Reichsaußen- «smster und mir zu konstruieren ober zum min» Mn zu unterstreichen, ist darauf zu erwidern, daß Iir, Stresemann und ich, uns über gewisse Mei­

^r, Stresemann und ich, uns über gewisse Mei- Angsverschiedenheiten offen ausgesprochen haben, « daß die Einheitlichkeit der Partei und der Frak- n durch derartige Aussprachen gefördert, nicht "°tt gefährdet oder gar in Frage gestellt wird.

Die Amnestie für Hölz

Roch keine Entlassung.

Berlin, 1-6. Juli. Wie eine Berliner Korrespon- M vom Strafvollzugsamt hört, ist Max Hölz °^Yer noch nicht ausder Haftentlassen Men. Nach Auffassung des Oberreichsanwaltes höh. noch ein halbes Jahr Gefäng- abzusitzen, ehe für ihn die Amnestie in Anwen- sammt. Die Verteidigung von Hölz vertritt allerdings den Standpunkt, daß Hölz auf Grund der ^nestie sofort zu entlassen sei. Der Oberreichs- ^alt wird sich vorerst mit dem von der SB erteiln« N- aingereichten Antrag, Hölz die Strafe mit Käficht auf das Wiederaufnahmeverfahren zu er« zu beschäftigen haben. Für die weitere Be­arbeitung desFalles Hölz" ist jetzt, nach Beginn

Eerichtsferien, der freie Strafsenat des Reichs- . zuständig geworden, sobald sich das Reichs- ^Minifterium über die Auswirkung der Amnestie N den gesamten Hölz-Komplex schlüssig geworden A ^s ist damit zu rechnen, daß sich der freie ©traf» lettat nicht vor Ende dieses Monats mit rrSache Holz zu befassen haben wird.

einem Bericht derRoten Fahne" begaben â?er Abg. Golke und ein gewisser Jakob Hör non der Roten Hilfe am Freitag abend M dem Zuchthaus Sonnenburg. Als sie Zuchthaushof betraten, wurden sie, immer nach m Bericht derRoten Fahne", von den Gefange- M »die seit drei Stunden die Gitterfenster um« Serien," mitRot-Front-Grüßen" emp- . Mn. Häiz rief ihnen mit lautschallender Stimme . Mgen:Wir werden weiter kämpfen für die Be- iung bes Proletariats, für die Revolution. Es di-«^ Sowjetunion, es lebe die K. P. D., es lebe ~ Homuntftifcfje Internationale! Nieder mit ben zialdemokraten, den Amnoftioverrätern!" Dieser "Mer"-Ruf auf die SPD. wurde, wie dieRote

hier ausdrücklich feststellt, von den übrigen vvmine^^" m*t stürmischer Begeisterung aufge« ^Pterigff offanfcfjlag aus eine deutsche Veranstaltung in Ostoberschlesien.

o.^nigshütle, 16. Juli. Rach einer Meldung des öei/P^kfMen Kuriers" wurde gestern abend in her ®Ven> 'n dem die Ortsgruppe des Verbandes v-^âs'chviiken von Antonienhütte ein Gartenfest lad'ta[tete, ein Büchse mit einer Sprengstoff- Strn,9 geworfen, die etwa acht Meter hinter dem leki ^"âaun explodierte. Es wurde niemand oer- g^,'oa sich bie Teilnehmer des Gartenfestes im ent-

^gesetzten Teil des Gartens auibielten.

Paris, 16. Juli. In der französischen Antwort- Rote auf den Pakt-Vorschlag Kelloggs heißt es: Zu­nächst ergibt sich aus der neuen Präambel, daß der uorgefchlagsne Vertrag in der Tat den Zweck hat, »e friedlichen und freundschaftlichen Beziehungen wischen den Völkern dauernd aufrecht zu erhalten, die Regierung der Republik erklärt sich gern mit diesen neuen Bestimmungen einverstanden. Die Re- ferung der Republik nimmt andererseits auch gern ist von der Auslegung, die die Regierung der Ver­einigten Staaten dem neuen Vertrage gibt, um den verschiedenen franzäsischerseits vorgebrachten Be­merkungen Rechnung zu tragen. Diese Auslegung läßt sich folgendermaßen zusammenfassen:

Nichts in dem neuen Vertrage beschränkt oder beeinträchtigt irgendwie das Recht der Selbskvertei. ligung. Jedes Volk behält sich in dieser Hinsicht tets die Befugnis, sein Land gegen einen Angriff oder einen Einfall zu verteidigen: es hat allein zu entscheiden: ob die Umstände es nötigen, zu seiner eigenen Verteidigung zum Krieg zu schreiten. Zwei­tens steht keine der Bestimmungen des neuen Ver­trages im Widerspruch zu den Bestimmungen der Völkerbundssatzung und ebenso wenig zu denen der Locarnoverträge ober der Reutralitütsoerträge. Andererseits würde jede Ver­letzung einer Bestimmung bes neuen Vertrages durch eine der, Vertragsmächte die anderen Ver­tragsmächte von selbst von ihren Verpflichtungen gegen den Zuwiderhandelnden befreien. Dank der Klarstellung, welche bde neue Präambel io gebracht hat, und dank der andererseits dem Vertrag ge« jebenen Auslegung, sieht die Regierung der Repu- vilk zu ihrer Genugtuung, daß sich die Bestimmun­gen mit den bestehenden Verträgen vereinbaren, an denen Frankreich sonst, als Dertragsmacht betei­ligt ist, und deren uneingefpränkte Achtung ihm Vertragstreue und guter Glaube natürlich zur un= abweislichen Pflicht machen. Angesichts dieser Sach­lage und unter diesen Umständen freut sich die Re­gierung der Republik, der Regierung der Vereinig­ten Staaten enhären zu können, daß sie nunmehr durchaus bereit ist, den Vertrag in der durch das Schreiben Eurer Exzellenz vom 23. Juni 1928 vor- geschlagsnen Form zu unterzeichnen.

Die Deutsche Diplomatische Politische Korrespon­denz schreibt zu Frankreichs Antwort auf den Kellogg-Vorschlag u. a.:

Auch die französische Regierung hat nunmehr der deutschen im kurzen Abstand folgend die Ant­wort auf die Kellogg-Rote vom 23. Juni erteilt.

Diese Antwort ergibt ebenso wie die deutsche die vorbehaltlose Zustimmung zu dem empfangenen Paktvorschlag in der gegenwärtigen Fassung. Wenn dabei von französischer Seite der Ton besonders auf die Bedeutung der neuen Präambel gelegt wird, so ist das nach den vorangegangenen französischen Be­mühungen aus taktischen Gründen naheliegend. Die französische Regierung entnimmt daraus, daß nichts in dem neuen Vertrage das Recht der Selbst-

Verteidigung irgendwie beschränke oder be­einträchtige, daß jedes Volk stets die Befugnis be­halte, sein Land gegenAngriff oder Einfall" zu verteidigen und daß es allein zu entscheiden habe, ob die Umstände es nötigen, zu seiner eigenen Ver­teidigung zum Krieg« zu schreiten. Man könnte in dieser besonders scharf detaillierten Fassung den Vor­behalt erblicken, als wolle sich Frankreich gegebenen­falls die Freiheit sichern, unter der Bezeichnung irgendwelcher Zwischenfälle als Angriff sâst einen Aggresfivkrieg zu führen. Diese Auffassung wird je­doch widerlegt durch die Auslegung, die im amerika­nischen Begileitmemorandum vom 23. Juni unter Punkt 1 für den Begriff der Selbstverteidigung in ausführlicher und einwandfreier Weise gegeben wird. In den weiteren, Ausführungen der französi­schen Antwortnote ist neben der Hervorhebung, daß der neue Vertrag mit keiner seiner Bestimmungen im Widerspruch zu denjenigen der Völkerbunds­satzung oder der Locarnooerträg« oder der Reu-

einen

wird je- amerika-

Seite der Locarnopakt erhält. Im gangen betrachtet, lehnen sich die französischen Ausführungen so eng an den Sinn des Wortlauts der Kelloggfchen Aus­legungen an, daß es offenbar verfehlt wäre, in der Rote Brianns nach irgendwelchen Vorbehalten oder Umdeutungsbemühungen zu suchen. Die französische Antwortnote kann deshalb in ihrer Gesamtheit als erfreulich und als ein Fortschritt auf dem Wege zur Verwirklichung des Paktes betrachtet werden.

Äsbovveichm»« dev bvitikche« Llntwsvt an Kellogg am

AliittvorS?

London, 16. Juli. In der heutiaen Unterhaus, sihuna sprach Chamberlain die Hoffnung aus, daß die Ueberreichung der britischen Antwortnote aus die Kelloggvorschläge am Mittwoch erfolgen kann.

MMeumSrder Aein vor GeriOt

ätutev Anklage von drei Movdeu und zwei Movdveviutben

Koburg. 16. 3ulL 3m allen Schwurge richtssaal des Landgerrchtsgefängmffes in Ka­dura begann heule vormittag die Verhandlun g gegen ben pofträuber Qein. Den Vorsitz führte Landgerichtsdirektor Dr. Schack. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Leimer. Die Verteidigung hat Justizrat Ira nkel-Berlin.

Der Angeklagte hat sich offenbar in der Unter­suchungshaft gut erholt und macht einen verhältnis­mäßig frischen Eindruck. Als die Zeugen in den Saal gerufen werden, kommt es zu einer d rama­tt s ch e n S z e n e. Unter den Zeugen befindet sich auch die Mutter des Angeklagten, Maria Hein. Als sie in den Saal geführt wird und ihren Sohn erblickt, ruft sie laut:Was ist denn passiert, mein Kind?" Dann bricht sie auf einem Stuhl zusammen und rüst wemend:

Jesus, Jesus, er wußte ja nicht, was er tat!

Die alte Frau muß schließlich aus dem Saale ge­führt werden. Man hört noch im Saal ihr lautes Weinen.

Der Angeklagte Hein

ist durch den Auftritt sichtlich erschüttert worden und weint. Darauf wird er über fein Leben ver­nommen. Daraus geht hervor, daß er unter ärm­lichen Verhältnissen in Düsseldorf aufgewachsen ist. Bereits mit 13 Jahren wurde er von der Schule genommen, um zum Unterhalt der Familie beizu­tragen. Er wurde und blieb ungelernter Arbeiter, wird aber als fleißig und ordentlich geschillert. Im Herbst 1926 kam er in Jena mit seinem Freund und Landsmann Rudolf Lärm, einem übel be­leumdeten, ost vorbestraften Menschen, zusammen. Als erste Straftat verübte er damals gemeinsam mit Lärm einen Einbruch in ein Waffengeschäft. Lärm schaffte di« Beute beiseite und Hein behielt

Die «ichevbe» des Vevkehvs

Die deutsche Oesfe'ntlichkeit ist in der letzten Zeit durch die Häufung von Berkehrsunfällen sehr stark beunruhigt worden. Am Sonntag hat sich in München abermals ein schweres Un­glück ereignet, dem zehn Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Nach der Zugentgleisung bei Nürnberg mit ihren fürchterlichen Folgen und nachdem weniger schweren, aber ebenfalls opferreichen Unglück bei Stuttgart, ist diese Münchener Katastrophe in ganz kurzer Zeit das dritte Unglück, das sich auf den Geleisen der Deutschen Reichsbahn ereignete. Dabei ist es noch nicht lange her, daß München der Schauplatz eines ebenfalls außerordentlich schweren und opferreichen Zusammenstoßes war. Außerdem scheinen am Sonntag abend aus dem Münchener Hauptbahnhof etwas son­derbare Umstände obgewaltet zu haben. Der Zusammenstoß erfolgte um ^10 Uhr abends, und am Montag morgen waren die amtlichen Berichte noch derartig unzulänglich, daß die Oeffentlichkeit zunächst über die Schwere des Unglücksfalles getäuscht wurde. Auf Anfrage wurde in der Nacht auf den Montag von München aus versichert, es handele sich um einen leichten Betriebsunfall, bei dem Men­schenleben nicht zu beklagen seien. Erst im Laufe des gestrigen Vormittags hat sich dann die volle Schwere des Zusammenstoßes heraus­gestellt. Es bedarf dringend der Aufklärung, aus welchem Grunde die amtliche Bericht­erstattung in diesem Fall so vollständig ver­sagte.

Es wird aber darüber hinaus volle Klar­heit über die Ursache der zahlreichen Eisen­bahnunglücksfälle geschaffen werden müssen, wenn nicht berechtigte Unruhe in der deutschen

nur den Revolver, mit dem er später seine Blut­taten ausführte. Es folgten dann

insgesamt 29 Einbrüche.

die der Angeklagte im wesentlichen zugrbt. Die Ein­brüche wurden teilweise unter Waffenbedrohung und unter Zuhilfenahme von Sprengstoff durchge­führt. Aus Vorbehalt des Vorsitzenden bemerkt der Angeklagte:

Lärm hat mich immer aufgehetzt. Von mir aus hätte ich das nie gemacht.

Ich habe nur aufgepaßt und mich nicht direkt an den Einbrüchen beteiligt." Es wird dann der erste zur Anklage sichende Fall m Jena erörtert. Hein war in seinem Zimmer, als die Kriminalpolizisten Heß und Schumann mit den WortenKriminal­polizei" die Türe öffneten. Hein, der die schußfer­tig« Pistole in der Tasche hatte, schoß sofort los, tötete Heß und verwundete Schumann schwer. Nach der Tat floh Hein nach Düsseldorf. Lärm besuchte ihn dort am 16. Dezember. Am 21. Dezember, am hellen lichten Tage, verübten beide den

Raub im Postamt Ohligs,

in dem mindestens 16 Beamte Dienst hatten. Ein Beamter, der Lärm in den Arm fallen wollte, wurde von Hein erschossen. Bei der dadurch ent­standenen Verwirrung raubten Lärm und Hem etwa 7000 Mark. Lärm wurde am 10. Januar

(Fortsetzung auf Sette 2.)

der Münchener Katastrophe klar zu Tage zu liegen. Der das Ziehen der Notbremse zum bracht worden und der Hauptzug den haltenden Zug aufgefahren. Versicherung werden, daß

einen zismlii

>rzug ist dur« m Halten gi

ge- dann auf

:g aufgefahren. Nach amtlicher muß dies darauf zurückgeführt dem Hauptzug zu früh die Wei- egeben wurde. Es muß also ein

Signalfehler begangen worden sein. Eine an­dere Möglichkeit sieht man nicht gegeben. Mit dieser äußeren Aufklärung ist aber natürlich die Untersuchungsaufgabe noch nicht erfüllt. Es . ist auch nicht damit getan, daß man die schul­digen Beamten, wenn sie ermittelt sind, zur Rechenschaft zieht." Man muß vielmehr ver­langen, daß genau festgestellt wird, aus wel­chen Gründen das verhängnisvolle Signal ge­geben werden konnte. Ueber die Siegersdorfer Katastrophe ist bis zum heutigen Tage noch nicht restlose Klarheit geschaffen worden. Man weiß nur, daß die Maschine auf ein Hindernis gestoßen und dadurch aus dem Geleise ge­schleudert worden ist. An der Unglücksstelle sind vor der Entgleisung der Lokomotive Aus­besserungsarbeiten vorgenommen worden. Man nimmt an, daß Fehlerhaftigkeit des Ma­terials und unzulässige Fahrtgeschwindigkeit dem Zuge zum Verhängnis geworden sind.

Angesichts der Häufung der Unglücksfälle liegt die Frage nahe, ob dis Verkehrssicherheit durch irgendeine allgemeine Ursache, einen .Systemfehler oder etwas derartiges beeinträch­tigt wird. Von amtlicher Seite wird die Rich­tigkeit einer solchen Behauptung bestritten. Es wird hervorgehoben, daß menschliche Unzu­länglichkeit stets eine Gefahrenquelle sei, und es wird auf die Erfahrungstatsache hmgewie- sen, daß bei den Eisenbahnkatastrophen selt­samerweise eine gewisse Wellenbewegung zu beobachten ist, daß die Unfälle sich häufen und daß dann wieder eine kange Periode zu folgen pflegt, in der sich kein Unglück ereignet. Sett- sam ist ja in der Tat, daß gegenwärtig nicht nur in Deutschland, sondern auch im Auslande, die schweren Eisenbahnkatastrophen einander auf dem Fuße folgen. In England hat eine derartige Katastrophe kürzlich zahlreiche To­desopfer gefordert, kurz vorher war der Lapp« land-Erpreß ebenfalls unter Vernichtung zahl­reicher Menschenleben entgleist. Die Theorie von der Unglückswelle scheint dadurch eme ge­wisse Bestätigung zu erfahren. Aber bei einer solchen Erklärung vermag sich die Oeffentlich- keit nicht zu beruhigen. Wir wissen schließlich ganz genau, daß kein dunkles unheimliche Geschick über uns waltet, sondern daß jedes Unglück auf eine ganz konkrete Ursache zuruck- Zuführen ist, und daß die einzelne Katastrophe

Vie heutige Uummev umfaßt ^o Serien