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M. 159 Montas

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Fahrgäste eines Eismeerschiffes berichten, »atz sie bei der Bären-Jusel den Absturz eines Pogzeuges ins Meer beobachtet haben. Man nimmt jetzt an, daß Amundfen und seine Begleiter «trunken sind.

Die Junkersflieger Ristiz und Zimmermann haben mit 65% Stunden einen neuen Weltrekord im Dauerflug ausgestellt.

An der chilenischen Küste ist ein Truppen- iransportdampfer untergegangen, wobei fast 300 Personen den Tod fanden.

Der deutsche Cufftag in Konstanz gestaltete sich zu einer würdigen Gedenkfeier des 90. Ge­burtstages des Grafen Zeppelin.

Nev Deutsche Lustfabvtas

Gedenkfeier des 90. Geburtstages des Grafen Zeppelin.

Lortstanz. 8. Juli. Der Deutsche Luftfahrverband te aus Anlaß des 90. Geburtstages des Grafen ppelin seine Mitglieder vom 7. bis 9. Juli zum ig nach Konstanz am Bodensee ein- thistorischen Konziliumsgebäude am l Samstag der Begrüßungsabend

22. Luftfahrertag nach Konstanz am Bodensee ein­geladen. Im althistorischen Konziliumsgebäude am See fand am Samstag der Begrüßungsabend statt. Aus dem ganzen Reich waren Festteilnehmer erschienen: Vertreter der Reichsregierung, der ba-

A

Dr. Hugo Lckener

der

Eschen Staatsregierung, der Luftschiffahrt, der Lerkehrsfliegerei, der Wissenschaft und Technik, sowie die Iungfliegergruppe der Fliegerschule Böb- fingen.

Bürgermeister Arnold-Konstanz begrüßte ^e. Festteilnehmer, und führte u. a. aus, daß Kon­stanz als Heimatstadt des Grafen Zeppelin die be­rufenste sei, dessen 90. Geburtstag mit dem Deut- schen Luftfahrtverband zu feiern. Der Bodensee sei die Geburtsstätte der deutschen Luftfahrt. Ganz Deutschland müsse an diesem Tage, dem Vorabend uer Taufe des neuen Luftschiffes L. Z. 127, das den NamenGraf Zeppelin" hinaustragen solle, des großen Mannes gedenken. Nach der Ansprache beugen junge Konstanzerinnen Ehrengedichte auf den Grafen Zeppelin und Begrüßungsgedichte für die Festteilnehmer vor.

Am Sonntag vormittag fand vor dem Zeppelm- Denkmai am See die Geburtstagsgedächtnisfeier uud Kranzniederlegung statt. Oberbürgermeister Dr. M ö r i ck e - Konstanz gab ein Bild von dem

Dr. Möricke - Konstanz gab Äerk des Grafen Zeppelin, :cIt heute noch spreche Bierstadt des Grafen &

Zeppelin, von dem die ganze 'ie. Konstanz fei stolz, die

. u^ ^«.^v.. Zeppelin zu fein, der Ehren­bürger von vielen Hunderten deutschen Städte se>. Der Redner schilderte dann die Entwicklung des großen Werkes des Grafen Zeppelin. Anschließend ^rach Staatsminister a. D. und Vorsitzender des deutschen Luftfahrtoerbandes Dominicus und wies juf die Bedeutung der Luftfahrt für das deutsche Mlk hin, dessen bester Vorkämpfer Graf Zeppelin gewesen sei. Die deutsche Jugend, die Jungflieger, so zahlreich erschienen seien, müßten die Tra- ?°r der deutschen Luftfahrt sein. Deutschland müsse W ein auf diese junge Schar, die im Geiste des «rasen Zeppelin für dèn Luftfahrgedanken arbeite. Weiter sprach

^r. Eckener über die zukünftige Gestaltung der Luftschiffahrt und ihre Wirtschaftlichkeit.

r. Eckener führte aus, daß das Luftschiff, nur für ollere Entfernungen mit großer Nutzlast in Frage Die hauptgefahren feien für die Luft- Mt die vertikalen Luftbewegungen, die aber dank >.Z,Wochnik und Konstruktionen des Luftschiffes W überwunden würden. Selbst Blitzgefahr sei fürchten, da der Blitz nur das Metall, nicht die Ballons aufsuche. Was die Wirtschaftlich- «i^? Belange, so müßten in erster Linie die gun- Landungsplätze gefunden werden. Anker- A seien nur behelfsmäßig, aber nicht ausrei- >[., Es müsse erstrebt werden. Landung und § ÜÜ0' g in die Zeit von Sonnenuntergang bis .^."onaufgnng zu verlegen, da um diese Zeit !ne tikalen Störungen kaum bemerkbar seien. Wich-

truftionen des Luftschiffes )en. Selbst Blitzgefahr fei

291 Vertonen ertrunken

4t«tersa«s eines LuuvventeausvsvtsOMes

Santiago (Chile), 7. 3ulL Das Armee transportschiffM n g a tn o s ist in der Bucht von Arabuco gesunken. Wie gemeldet wird, konnten nur fünf Mann gerettet werden. Rach einem vorläufigen Bericht des Marineministeriums sind bei dem Untergang des Armee- transportschiffesAngamos" 291 Personen umgekommen, darunter 80 Reisende. Der Kapitän hat auf der Schiffsbrücke Selbstmord begangen.

Santiago. 8. Juli. Das Truppentransportschiff Angamos" verließ Punta Arenas an der Ma- gellan-Straße mit einer Mannschaft von 215 Per­sonen und 76 Passagieren, also insgesamt 291 Per­sonen an Bord. Es waren Kohle für chilenische Marineschiffe in den nordchilenischen Gewässern ge­laden. Die Passagiere waren zumeist Arbeiter, bi in Regierungsdiensten standen, mit ihren Familien. Der Sturm erhob sich spät am Tage. Stundenlang kämpfte das Schiff gegen Sturm und Wellen, aber schließlich wurde sein Ruder zerbrochen, . so daß

ie

das Schiff vom Sturm davongelrieben und gegen die Felsen geschleudert

wurde. Das war etwa 10 Uhr abends. Man ver­suchte die Rettungsboote herabzulassen, aber als die Boote das tosende Wasser berührten, wurden sie umgeriffen und ihre Besatzung durch die Brandung gegen die Felsen geschleudert oder in das stürmische Meer hinabgezogen. Das Wasser drang mit großer Schnelligkeit in das Schiff ein und drei Stunden nachdem dieAngamos" ausgelaufen war, war sie sogut wie unter den Wogen begraben. Das Schiff brach in zwei Stücke, und die wenigen Leute, die sich noch an Bord befanden, wurden vom Strudel hinabgezogen. Der Rekrut Josè Aguila, der auf einem Wrackstück an die Küste gespült WMd»,«^ jetzt im Hospital in Belen liegt, erzählte:

Es herrschte schrecklicher Sturm, in dem das Schiff seine Manövrierfähigkeit verlor. Etwa 300 Yards von der Küste entfernt, wurde es zwischen zwei große Felsriffe geschleudert. Bis 1 Uhr früh schwebten wir zwischen Tod und Leben, während das Schiff sank. Unaufhörlich ließ die Angamos" ihre Sirenen ertönen, aber es nahte sich keine Hilfe. Als es klar wurde, daß auch nicht die geringste Aussicht auf Rettung vorhanden war, wurden die Rettungsboote hinabgelassen, aber diese wurden von den Wogen mit solcher Gewalt hin und her geworfen, daß sie fast sogleich sanken.

Meine Gefährten und ich selbst wurden nur durch die Gnade Gottes gerettet. Das einzige, wo­ran ich mich erinnere, ist, daß ich mich an ein schwimmendes Wrackstück anklammerte. Eine riesige Woge hob mich 35 Fuß hoch in die Luft und

schleuderte mich gegen einen Felsen.

Was dann geschah, weiß ich nicht, aber als ich das Bewußtsein wieder erlangte, fand ich mich gänzlich nackend glatt ausgestreckt auf dem Strande.

Ein anderer Ueberlebender Andreas Carrillo, Matrose, konnte nicht erklären, wie er dem Tode entkommen ist. Nachdem ich an den Strand ge­spült war,, so erzählte er, schaute ich nach einem Schiff aus, konnte aber nichts von ihm bemerken. Es mußte bereits untergegangen sein. Ich ging da­rauf zum nächst gelegenen Hause und klopfte an die Tür, die Bewohner wollten mich aber wegen meiner Nacktheit nicht einlassen, und es dauerte eine Stunde, bis ich sie davon überzeugt hatte, daß ich wirklich Hilfe brauchte. Ich ruhte mich dort ein wenig aus, dann suchten wir am Strand entlang nach anderen Ueberlebenden und fanden drei, die gleichfalls unbekleidet waren, wie ich selbst gewesen war. Diese drei Geretteten waren Rekruten. Wie berichtet wird, sind an der Küste

zahlreiche Leichen von Strandwächtern geborgen worden. DieAngamos" war 1890 in Schottland für die italienfche Flotte gebaut worden und hieß ursprünglichCitta de Venecia".

Wie Lvaven und Binder unösV ve« SvSevtt

Santiago, 8. Juli. Der KreuzerVenteno" und ein Zerstörer sind an der Stelle des Untergangs derAngamos" eingetroffen, die sich südlich von Lebu an der Südküste von Chile befindet. Von dem Schiff war keine Spur zu entdecken. Die Ursache des Unfalls ist unbekannt, und es liegen nur spär­liche Einzelheiten vor. Unter den ertrunkenen 80 Passagieren befanden sich viele Frauen und Kinder. Während der letzten zwei Tage hat in der Gegend der Katastrophe schwerer Sturm geherrscht. Die vier Geretteten sind Rekruten.

.........., erste große Auslandsflug gehe nach Nordamerika.

, Nach Dr. Eckener sprach Professor Dr. Pirath (Stuttgart) über Weltluftverkehr und innerdeut- ^Ä'ÄÄÄ sfc?$Ä ÄtW

tig sei die Steigerung der Fahrtgeschwindigkeit und die allmähliche Ersetzung des Wasserstoffes durch Helium. 2 1 * äußerte sich Dr. Eckener, daß das Luftschiff das be- ifenfte Fahrzeug hierzu sei und allen Gefahren ..Inhalten könnte. Der geplante Weltflug des neuen ,L. Z. 127" müsse vorläufig verschoben werden. Der

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Wiieee Grhkldevunsen von bet Katastrophe

Santiago, 8. Juli. Der Dampfer befand sich auf der Fahrt von Magellans nach Talacihano. Offen­bar ist das Schiff durch Steuerbruch manövrier- unfähig geworden und dann auf ein Riff geschleu- dert worden, wobei es bei der rauhen See sofort geborsten fein muß. Die Geretteten geben ergrei­fende Darstellungen des Unglücks. Sie erklären, daß der Dampfer mit unheimlicher Geschwindigkeit nach dem Auslaufen in Stücke zerbarst. Nach we­nigen Minuten stürzte der Schornstein um und durchschlug das Deck. Fast gleichzeitig zerbarst der Kiel des Schiffes. Sofort nach dem Aufftoßen auf das Riff erlosch das Licht, was eine

unbeschreibliche Panik

hervorrief. Durch den Anprall war auch das Funk­gerät des Schiffes unbrauchbar gemacht worden, so daß zunächst keine Radiosignale gegeben werden konnten. Die Ueberlebenden, die sich an einem im Meer schwimmenden Mastteil angeklammert hatten und damit der Küste zugetrieben waren, sind der Ansicht, daß fast alle Mann der Besatzung und der Rekruten ums Löben gekommen sein müssen, so chnet. Die Katastrophe ereignete sich im Angesicht der Küste, die nur wenige 100 Meter entfernt war. Die Ge­retteten erklärten, daß eine ganze Anzahl von Fa­milien an Bord waren. Namentlich unter diesen spielten sich

èukse^ich« Szenen

ab. Frauen und Kinder rannten unter Verzweif­lungsschreien hilflos in der Dunkelheit hin und her und erschwerten die Retungsarbesten der Männer. Die meisten waren halb bekleidet, da sie bereits zu Bett lagen, als das Unglück sich ereignete. Es war etwa 11 Uhr nachts, als der Dampfer auflief. Zunächst glaubte man noch nicht an eine unmittel­bare Gefahr. Die Besatzung suchte daher die Passa­giere zu beruhigen, was ihr auch ziemlich gut ge­lang. Etwa um Mitternacht wurde der Dampfer aber von einer gewaltigen Woge erfaßt, die ihn weiter auf den Felsen hinaufwarf. Dabei muß ein riesiges Leck entstauben sein. Der Rest der Tragö­die spielte sich in unglaublich kurzer Seit ab.

Das Schiff war innerhalb einer halben Stunde völlig in Trümmer geschlagen.

Um 1 Uhr morgens war der Dampfer völlig in den Wogen verschwunden. Wie die Geretteten erzählen, will man gesehen haben, daß Kapitän Suarez, der Kommandant des Dampfers, sich in dem Augen- blick, als das Schiff oerfant, eine Kugel in den Kopf gejagt habe. Als das Funkgerät durch den ersten Anprall unbrauchbar aemacht war, haben die Funkoffiziere sofort einen Ersatzapparat in Tätig­keit gesetzt, mit dem sie jedoch nur einen einzigen Hilferuf aussenden konnten, bevor auch dieser Apparat zerstört wurde. Auf diesen Hilferuf haben tue DampferApolo" undBarapaca" sofort ver­sucht, unter Volldampf die Unglücksstätte zu er­reichen. Offenbar konnten sie aber infolge des furchtbaren Sturmes nicht herankommen. Aehnlich ging es dem RegierungskutterArmhello", der so­fort Befehl erhielt, zur Hilfeleistung auszulaufen. Er konnte in der schweren See nicht vorwärts kommen und mußte selbst im Hafen von Coronel Zuflucht suchen.

Keine pasiagierlistc.

Santiago, 8. Juli. Die genaue Zahl der bei dem Untergange des chilenischen TransportschiffesAn- gamos" ums Leben gekommenen dürfte wohl nie­mals bekannt werden, da das Schiff unterwegs an mehreren Orten angelegt und eine Passagierliste nicht geführt wurde. Das Schiff hatte im Sturm das Steuerruder verloren, wodurch es die Manöve- rierfähigkeit verloren hatte. Die geretteten Rekruten erzählen schreckliche Einzelheiten von den Kämpfen um die Rettungsringe. Die Plätze in den Booten und selbst um die kleinen nach der Katastrophe herumtreibenden Wrackstücke.

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Flugverkehr abhange, und auf die Tarnvolmk ein.

1928

LNowen-vovichau

Die Aufgaben des Reichstages vor der Som­merpause. Nationalfeiertag und Amnestie. Eine Steuersenkungsaktion? Die endgültige Wahl des Preußischen Laadtagrpräfidiums.

Der Reichstag tritt morgen wieder zu­sammen, um voraussichtlich bis zum Ende die­ser Woche zu tagen. Vielleicht beginnen die Sommerserien schon ein paar Tage vor dem Wochenabschluß. Es besteht wohl in allen Par­teilagern die Neigung, möglichst frühzeittg die Sommertagung zu schließen, nachdem die Re­gierungsbildung die Geduld und das Behar­rungsvermögen der Volksvertretung auf eine so harte Probe gestellt hat. An sich wäre auch kein Anlaß gegeben, die Tagung jetzt noch länger hinzuziehen, da die Regierung, die sich eben erst zusammengefunden hat, dem Reichs­tag noch keinen Leratungsstoff bieten kann. Es wird aber, weniger von der Regierung, als von einigen Parteien Wert darauf gelegt, noch in der gegenwärtigen Sommertagung einige Aufgaben zu erledigen, deren Lösung nicht so sehr sachlich unbedingt notwendig, vom Standpunkte des Parteiinteresses aus aber doch wohl erwünscht ist. Auf die Amnestiefrage trifft dies nicht in erster Linie zu, well hier von allen Parteien anerkannt wird, daß man rasche Arbeit machen soll, wenn man sich ent­schlossen hat, diese Frage überhaupt wieder aufzurollen. Die Amnestie ist aber nicht das einzige Thema, das den Reichstag in den nächsten Tagen beschäftigen soll. Es werden mindestens noch zwei weitere Fragen behan­delt werden, und es wird ganz von dem Tempo der bevorstehenden Verhandlungen abhängen, ob man schon am Donnerstag dem Reichstag Valet sagen kann, wie es die meb sten hoffen, oder ob man noch ein paar Tag« zulegen muß.

Die Frage des 11. August, die morgen auf der Tagesordnung steht, wtrb nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Man braucht hier nicht mehr viel Worte zu wechseln, sondern kann sich mit kurzen Erklärungen begnügen. Ent­weder wird dann der Antrag auf Ueberwei- sung der ganzen Angelegenheit an einen Aus­schuß gestellt und demgemäß beschlossen oder man verzichtet auf die Kommissionsberatung und nimmt sofort im Plenum die Abstimmun­gen vor. Es kann dann schon morgen, spä­testens am Mittwoch, über diese Frage die Entscheidung fallen. Den Parteien der Wei­marer Koalition kann nicht dringend genug empfohlen werden, auf eine Kraftprobe zu verzichten. Es ist sehr leicht möglich, daß sie sich einer Niederlage aussetzen, wenn sie den Nationalfeiertag jetzt im Eiltempo durchzu- drücken versuchen. Aber es muß ihnen über­lassen bleiben, welchen Entschluß sie fasten wollen. Einen großen Zeitaufwand wird jedenfalls diese parlamentarische Aktion nicht erfordern. Auch die Amnestiesrage wird vor- raussichtlich rasch ihre Erledigung finden. Das Kompromiß ist fertig und wird wahrscheinlich morgen im Rechtsausschuß unter Dach und Fach gebracht werden. Die meisten Fraktionen werden auf große Reden verzichten, so daß man bei gutem Willen der in dieser Frage ausnahmsweise einmal auf der rechten wie auf der linken Seite vorhanden zu sein scheint am Mittwoch im Plenum der neuen Re­gierung die Amnestie als Angebinde über­reichen kann.

Die dritte Frage, in der vor der Sommer­pause noch etwas geschehen soll, macht den Fraktionen noch recht erhebliche Schwierig­keiten. Die Sozialdemokratie wünscht ihren Regierungsantritt durch eine Steuersenkung bengalisch zu beleuchten. Von ben in Betracht kommenden Fraktionen hat die Deutsche Volkspartei es von Anfang an mit Entschie­denheit zurückgewiesen, diese Senkung etwa in der Gestalt einer Erhöhung des steuerfreien Existenzminimums vorzunehmen. Die Regie­rungserklärung hat dem auch bereits Rech­nung getragen. Sie vertritt nicht einseitig die sozialdemokratische Forderung, sondern be­zeichnet eine Steuermilderung für die Ein­kommen bis zu 8000 Mark im Jahre als vor­dringlich. Damit decken sich jetzt auch die Wünsche der sozialdemokratischen Reichstags­fraktion. Ehe der Reichstag auseinandergeht, soll den Steuerzahlern, die ein jährliches Ein­kommen bis zu 8000 Mark haben, noch eine Erleichterung zuteil werden. Es handelt sich dabei also nicht nur um Lohnsteuerpflichtige sondern auch um Veranlagte. Es wirdwoh! von allen in Betracht kommenden Fraktionen zugegeben, daß eine Erleichterung für diese Steuerstufe erwünscht ist, und man verhehlt sich auch nirgends, daß nach der revidierten Lex Brünina das steuerfreie Erfftenzmim-