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Gerwral ÄkMiger GiadS und Land

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Kv. 144

Normevstas

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. > Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreise». / Für platzdorschrlft u. Erscheinungstag» der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. ^Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,39», 3958

de« 21» L««r

1928

DaS ArnEs.

I DieBremeu"-FNeger landeten gestern nach- I mittag 2 Uhr unter ungeheurem Jubel der Ber- I (iner Bevölkerung auf dem Tempelhofer Flugplatz. I Vizekanzler Hergt hieß die Flieger im Ramen des »teutschen Volkes willkommen.

[ Die Verhandlungen Müller - Frankens sind I durch eine Absage Brauns an die Deutsche Vylks- k parke! in der Frage der Umbildung der preußischen I Regierung erheblich gefährdet.

In Gegenwart des Reichspräsidenten wurde I gestern die Hindenburg-Schleuse bei Anderten und [bet Kanal HannoverPeineHildesheim eröffnet.

In der Skupfchkina tötete der Abgeordnete [ Ratschitfch zwei Abgeordnete durch Revolverschüsse. : Drei weitere Abgeordnete, unter ihnen Stephan i Raditsch, wurden schwer verletzt.

Dem italienischen Flieger Maddalena ist es geglückt, Proviant in das Lager Robiles abzuwer-

Modtte mit WM verssrst

Oslo, 20. Juni. Die italienische Gesandtschaft in Oslo hat von derCita di Milano" eine Meldung erhalten, nach der es dem italienischen Flieger Maddalena geglückt ist, Pro­viant in das Lager Robiles abzuwerfen.

Rom, 20. Juni. Major Maddalena berichtet, daß er beim Ueberfliegen des Lagers Robiles fünf Perfonen gesehen habe, die vollkommen munter waren, gestikulierten und auf das herabwerfen von Proviant warteten. Der Kommandant derCilla di Milano" erwartet Rachrichken von Robile über das Ergebnis des Proviantabwurfes.

Das Gelingen Maddalemas ist darauf zurück­zuführen, daß man auf diesem Flugzeuge einen Radioapparat aufmontiert hatte. Robile konnte sich daher unter Benutzung seines Funkapparakes mit

dem Flugzeug unmittelbar in Verbindung fetzen, um es während des Fluges zu leiten.

Slmmrdse« im PoSavmeev notsetandet

Kopenhagen, 20. Juni. Rach einer hier eingelaufenen Meldung ist das Latham-Flugzeug mit Amundsen an Bord im nördlichen Polarmeer zu einer Rotlandung gezwungen gewesen. Amund­sen Hal nach dieser Meldung um sofortige Hilfe ge­beten. Diese Meldung ist noch unbestätigt.

GVhWNSSNS dss svSHLeu

GchZssrßcuwöVKes dev Wett

Hannover, 20. Juni. Reichspräsident von Hinden­burg ist heute morgen in Begleitung von Ministe, rialrat Dr. Döhle im Salonwagen auf dem hiesigen Hauptbahnhof eingetroffen, um die Eröffnung der Strecke Hannover (Misburg)Peine(Hildesheim) ies Mittellandkanals, vorzunehmenM ~

SOLeSereZ im Velsradev

VarSament

Swer SvoaiSsGe Abseovdneie getStei, dveè schwer verwundet

Budapest, 20. Juni. Rach einer Meldung aus Belgrad kam es heute mittag in der Skupschlina zu großen Tumulten. Der radikale Abgeordnete Punica Rasch- i s ch zog einen Trommelrevolver und gab auf die Reihen der R a d i t s ch -P a r t e l mehrere Schüsse ab. Der Abgeordnete Dr. Baparitschek war sofort tot. Kaul Raditsch, der Reffe des kroatischen Bauexnführers Stephan Raditsch, wurde schwer verletzt und starb auf dem Transport in das Krankenhaus. Die Abgeordneten Stephan Raditsch und Dr.

ML^.^L"L^,_-.^L^lââ«!-!!â°S sd dir Wg^d»°I- «t g n > i g lei» »erlebt, um lebhaft begrüßt, den Kraftwagen und -**. ^^^ f^.,^ ^ ,;.^.f^

PubMum lebhaft begrüßt, den Kraftwagen ---- begab sich mit den ihn begleitenden Herren zu­nächst nach Hildesheim, um der alten historischen Stadt einen Besuch abzustatten.

Nach der Eintragung in das Goldene Buch nahm der Reichspräsident vom Erker des Oberbür- Lermeisterzimmers aus den Gesang der auf dem Marktplatz versammelten Hildesheimer Schuljugend entgegen und fuhr dann nach dem unteren Frei­hafen öer großen Anderter Schleusenanlagen zur Betriebseröffnung des neuen Kanals Reichsverkehrsminister Dr. Koch wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, daß mit der 6röjfni "g der neuen Teilstrecke 44 Kilometer neuen Wasier-

einer

nung

weges in das deutsche Verkehrsnetz eingefügt wer­den und kam dann auf die Schwierigkeiten zu sprechen, die sich dem Unternehmen in der Kriegs­und Nachkriegszeit entgegengestellt hatten. Nachdem am 1, April 1921 das Reich die Arbeiten übernom­men hatte, sei in den Folgejahren das Werk trotz aller Hindernisse zu Ende geführt worden. Der Minister fuhr dann fort: Die neue Strecke wird ein Teil dessen bilden, was noch geschaffen werden muß, um dem Gedanken des einheit- lichen Wasserstraßennetzes Wirklich­keit zu geben. Seine volle volkswirtschaft­liche Bedeutung wird auch dieser Teil erst gewin­nen, wenn die aus ihm verkehrenden Schiffe unge­hindert ihren Weg zur Elbe werden weiterziehen können. Vor uns erhebt sich der stolze Bau der Schleuse, die uns in der Schsitelhaltung der neuen Kanalstrecke hinaustragen soll. Aus sachkundigem Munde werden Sie erfahren, welche Summe von technischem Können hier zusommengewirkt hat, um das Bauwerk, in seiner Art die größte B i n- u e nischiff ah r t ss chleus e der W ölt, für ^inen Zweck geeignet zu machen. Es entspricht der Bedeutung des heutigen Tages und dieses Bau­werkes, wenn wir dieser Schleuse einen Namen geben, der ein Symbol der unerschütterlichen Zu­versicht und strenger Pflichterfüllung ist:

Hochverehrter Herr Reichsprästdentl Ich habe die Ehre. Sie um Ihre Zustimmung zu bitten, vaß die Schleuse bei Anderten vom heutigen Tage ab den Namen Hi n d e n b u r g - S ch l e u s e trage.

Der Reichspräsident erwiderte mit für« 3en Worten, in denen er seiner Freude über die Vollendung des Werkes Ausdruck gab, sein Cin- verständnis mit der Benennung der Schleuse aus» IPrech und die Kanalstrecke für eröffnet erklärte.

Der Reichspräsident wohnte dann einem Vor­rag anhand des Schleusenmodells bei und begab och dann wieder auf den DampferBreitenbach", ver nunmehr als erster Dampfer des eröffneten Kmal ins Oberwasser geschleust wurde. Ueber der ^chlcuseneinsahrt glänzt in großen goldenen Buch- Itaben der NameHindenburgschleuse". Nach Oeff- vun des Klapptores fuhr der Dampfer schtteßluh hinaus in die neue Wasserstraße bis zum Wasser baudumstgehöft, von wo sich der Reichspräsident 'v't seinem Gefolge in Kraftwagen nach dem Tier­arten zu einem Frühstück begab.

Bergwerksexplosion. Fünf Tote.

. Charleston (West-Virginien), 20. 3uni. In der % von Morganiewn ereignete sich «« öw Grube "-^ wnol" eine Explosion, bei der fünf Bergleute LlJei und sieben schwer verletzt wurden. Alle Ederen Bergleute, die in der Grube emgüschlosfen ^ren, konnten gerettet worden,

Bereits zu Beginn der Sitzung war die Stim­mung äußerst erregt. Mehrere Abgeordnete der Radikalen Partei drohten in Zurufen, daß die Oppo­sition die fortwährenden Beleidigungen und Ver­leumdungen der Mehrheit mit ihren Köpfen be­zahlen würde. Die Abgeordneten der bäuerlich­demokratischen Koalition protestierten stürmisch ge» gen diese Drohungen. Der radikale Abgeordnete Toma Popowitsch erklärte u. a. zu der Opposition gewendet:Wenn eure Führer fortfahren uns zu beschimpfen, so garantiere ich, daß ihre Köpfe hier fallen werden. Unter dem stürmischen Protest der Opposition gegen diese Aeußerung sah sich der Prä­sident genötigt, die Sitzung zu unterbrechen. Nach Wiederaufnahme der Sitzung ergriff der radikale Abgeordnete Punica Rosch'itsch das Wort und er­klärte sich mit dem Abgeordneten Popowitsch soli­darisch. Die Wgeordneten der Kroatischen Bauern­partei warfen dem Redner vor, er habe sich auf fremde Kosten bereichert. Der Raditschianer Dr^ Pernar rüst Punioa zu:Du hast die türkischen Bays beraubt." Punica Raschitsch wendet sich an den Präsidenten und fordert, daß Dr. Pernar zur Ord­nung gerufen werde. Der Präsident unterbricht abermals die Sitzung. In diesem Augenblick ereignet sich die schreckliche Szene. Punica Raschitsch zieht seinen Revolver und legt auf die Oppositionsabge­ordneten an. Von der Ministerbank stürmen die Mi­nister Pujitschitsch und Obradowitsch auf Raschitsch zu, um ihm die Waffe zu entreißen. Raschitsch brüllt Wer sich nähert, wird erschoffenl" Gleichzeig gibt er zwei Schüsse gegen Dr. Pernar ab, der zu Boden stürzt. Der Parteigenosse Pernars, Dr. Basaritschek, springt gegen Raschitsch, um ihn zu entwaffnen. Raschitsch zielt auf Basaritschek und drückt ab. Basa­ritschek stürzt getroffen zusammen. Hierauf zielt Ra­schitsch auf Stephan Raditisch, den der Abgeordnete Grandja mit seinem Körper zu decken sucht. Grandja erhält eine Kugel in den Arm. Raschitsch schießt nochmals und trifft Stephan Raditsch in den Leib. Als der Abgeordnete Paul Raditsch sieht, daß sein Oheim Stephan Raditsch mit einem Wehlaut um« sinkt, läuft er auf ihn zu, um ihm beizustehen. In diesem Augenblick trifft Paul Raditsch die fünfte Kugel des Abgeordneten Raschitsch knapp untechalb des Herzens.

Im Saale entsteht eine unbeschreibliche Panik. Ein großer Teil der Abgeordneten verläßt flucht­artig den Saal. Au chder Attentäter Punica Ra­schitsch flüchtet, von niemandem beachtet, in das Ministerzimmer. Viele Abgeordnete rufen verzwei­felt nach Aerzten. Es ist jedoch zu spät. Dr. Basa­ritschek und Paul Raditsch sind bereits in Agonie; Basaritschek ist in wenigen Minuten tot. Die Aerzte verabreichen Paul Raditsch Kampfereinspritzurrgen, die sein Leben um wenige Minuten verlängern. Paul Raditsch starb kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus, ohne das Bewußtsein wieder er­langt zu haben. Die schwerverwundeten Abgeord­neten Dr. Pernar und Stephan Raditsch wurden in Sanitätsautos in das Krankenhaus übergeführt. Der leichter verletzte Abgeordnete Grandja konnte sich zu Fuß entfernen, nachdem ihm ein Verband angelegt

von der Gendarmerie zerstreut wurde. König Alexander wurde sofort verständigt und begab sich unverzüglich in die chirurgische Wteilung des Kran- kenhauses, wo er zunächst vor der Leiche des Ab­geordneten Paul Raditsch verweilte. Dann ging der König in den Operationssaal, in dem soeben eine Operation an Stephan Raditsch vorgenommen worden war, die erfolgreich verlaufen sein soll. Der König reichte dem Abgeordneten die Hand wechselte einige Wotte mit ihm.

GKüKs in dev SkuvMiina

Wenige Tage vor der 14jährigen Wieder­kehr der Schüsse in Serajervo fallen im Bel­grader Parlament Schüsse, deren Wirkung vielleicht nicht weniger verhängnisvoll sein wird. Sie sind ein Zeichen dafür, daß die politische Atmosphäre in Südslavien bis aufs Höchste geladen ist und daß die politischen Lei­denschaften sich, wenn es anders nicht geht, auf eine gewalttätige Weise Bahn brechen.

Das Parlament von Belgrad ist in höhe­rem Maße als die Parlamente anderer Län- der an manches gewöhnt. Bisher kam man aber mit Ohrfeigen und Schlägereien aus. Ein Revolver als das Mittel parteipolitischer Ueberzeugung im Parlament ist sicherlich ein Novum, das hoffentlich anderweitig keine Nachahmung finden wird. Zu berücksichtigen ist allerdings, daß sich Südslavien bereits seit Wochen im Zustande einer kaum zu überbie­tenden Spannung und Ueberreizung befindet« Den Anlaß dazu gab die Aufrollung des süd- slavisch-italienischen Problems, die nicht mehr, zu verschieben war. Die berühmten Nettuno- Verträge, die am 20. Juli 1925 zwischen Süd- slavien und Italien abgeschlossen wurden, konnten zum größten Aergernis Italiens von dem serbischen Parlament nicht ratifiziert werden, weil die Abgeordneten diese Verant­wortung nicht aus sich nehmen wollten. Man weiß, daß die berüchtigten Verträge von Tirana, die Italien mit Albanien in den Jah­ren 1926 und 1927 abgeschlossen hat, große Bestürzung in Südslavien hervorgerufen haben. Die Verträge von Tirana machen Al­banien zu einem militärisch bewaffneten Vor- osten Italiens auf dem Balkan. Südslavien

A § § § !^^ b§ tnif ^citibfciiQtdt nnb

und

der

worden war.

In der großen Verwirrung nach der Bluttat ge­lang es dem Mörder, unbemerkt zu entkommen.

Nach dem Attentat wurde vorübergehend Telephon- und Telegraphenverkehr mit der Provinz und dem Ausland eingestellt, um 5 Uhr nachmittags jedoch wieder freigegeben.

Dev TSies LefSsenommen

Belgrad, 20. Juni. Der Abgeordnete Raschitsch, der die verhängnisvollen Schüsse im Parlament ab­gegeben hat, hat sich heute nachmittag selbst dem Minister des Innern gestellt. Der Minister des Innern rief einen Polizeipräsidenten herbei, der den Abgeordneten festnahm.

EvvesttNS ist Asvam

Belgrad, 20. Juni. Aus Agram wird gemeldet, daß dort die Nachricht über bie Ermordung der kroatischen Abgeordneten eine ungeheure Erregung hervorgerufen hat. Zum Zeichen der Trauer über die Ermordung der kroatischen Politiker wurde der Verkehr eingestellt und alle Betriebe geschlossen. Die Leichen Basaritsch und Paul Raditschs werden heute nacht nach Agram übergeführt werden, wo Freitag nachmittag die Beerdigung stattfindet. Wie aus Kreisen der Raditsch-Partei verlautet, werde die Partei das Ersuchen der Regierung, daß, die Familien der getöteten Abgeordneten eine Staat­liche Unterstützung erhalten, ablehnen, ebenso, daß das Begräbnis der Getöteten auf Staatskosten statt­findet.

Dev Irsftaud Stefan RadttWS

Belgrad, 20. Juni. Der Zustand Stefan Raditschs ist am heutigen Wend unverändert. Es sind am 9oacf)mittag zwei Universitätsprofessoren aus

Agram mittels Flugzeug hier eingetroffen, um ihn zu untersuchen. Obwohl die Verletzung nicht lebens, gefährlich ist, besteht doch Gefahr, da Raditsch zuckerkrank ist. Der Zustand des verletzten Dr. Pernar hat sich heute abend verschlimmert.

zu untersuchen, gefährlich ist.

âeLn RüStvitt dev Stesrevuns

Belgrad, 20. Juni. Die heutige Sitzung des Mi- Nisterrats dauerte bis 8.30 abends. Don einem führenden Regierungsmitglied wurde erklärt, Regierung gedenke nicht zurückzutreten, da si die Mordtat keinerlei Verantwortung trage. :

________________ erantwortung trage.

dem wird die Lage der Regierung als unsic

lang es dem Mörder, unbemerkt zu entkommen.

Sofort nach Bekanntwerden der Bluttat in der

Skupfchttna sammelte sich vor dem Parlaments-jüeq fa.

z, die sie für

gesehen.

Belgrad 20. Juni. Der Abgeordnetenklub der Kroatischen Bauernpartei hat die Annahme der Beileidsschreiben der Kei Partei und selbst des Ministerpräs _____ gelehnt. In den Kreisen der Bauernpartei wird erklärt, man habe Beweise dafür, daß die Mor d- tat vorbereitet und organisiert war.

s b.

Mißtrauen erfüllt. Dieser Schwebezustand dauert bereits drei Jahre. Es mußte aber jetzt sein Ende finden, und zwar nicht nur aus den unmittelbaren Wunsch Italiens hin, son­dern auch, weil England die Ratifizierung der Nettuno-Verträge als erste Vorbedingung für eine Gewährungs-Anleihe stellte. Das Bel­grader Kabinett sah sich also veranlaßt, die Nettuno-Verträge im Belgrader Parlament zur Ratifizierung vorzulegen. Der Augenblick war mehr als günstig gewählt: Gerade in die: sen Tagen sanden recht peinlicheReibungen* sowohl in Italien wie in Südslavien gegen die Italiener statt. Auch einige Grenzzusam­menstöße haben Del ins Feuer gegossen. Die Ankündigung der Nettun o-Debatte im Parla­ment war ein Zeichen zum Sturm. Blutige Demonstrationen, die auch durch die Nacht­dunkelheit nicht aufzuhalten waren, waren fast ununterbrochen in sämtlichen größeren Städten Südslaviens zu verzeichnen. Protest- streiks sind überall ausgebrochen. Nicht viel fehlt, und man wird von einem regelrechten Bürgerkrieg in Südslavien sprechen können. Die Stimmung draußen im Lande spiegelte sich getreu im Parlamentsgebäude wieder. Die Oppositionspartei, geleitet durch den jetzt schwer verletzten Kroaten Stephan Raditsch, Hate eine Obstruktion betrieben, wie sie in der Geschichte des Parlamentarismus ihresglei­chen nicht finden kann. Diese Obstruktion dauert bereits seit über drei Wochen, und sie hat ihre bisherige Höhe in den Schüssen des 20. Juni gefunden.

Werden nun die Schüsse in der Skuvschtina eine Abkühlung der siedenden Leidenschaften zur Folge haben, wird das serbische Parla­ment nunmehr verhandlungsfähig werden? Eine weitgehende und dauerhafte Entspan­nung ist in Südslavien bei der jetzigen innen* und außenpolitische Lage kaum zu erwarten. Es besteht nicht viel Hoffnung, daß die Bel­grader Schüsse die verantwortlichen Stellen aufhorchen lassen werden. Nicht viele werden die blutigen Ereignisse im Belgrader Parla­ment als eines der letzten Warnungszeichen betrachten. Denn der Schatten Mussolinis droht über dem Balkan.

AbbsuG dev ÄSVövassvsZss des ameeZS. peok. Scott Heidelberg, 21. Juni. Prof. James Brown Scott, Präsident des amerikanischen Instituts für Völkerrecht, der sich auf einer Vortragsreise in Deutschland befindet, wollte auch in Heidelberg über dieGrundrechte des Staates" sprechen. Da tief

Die heuiège AumMev umfatzi iS Sette«.