Land
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«r. 132
Mittwoch
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de« 13. Lunt
1928
SaS Äeuefèe.
— Die Ursache des Eisenbahnunglückes konnte noch nicht festgestellt werden.
— Der Reichspräsident empfing gestern den
Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. Dr. v. Schubert, zum Vortrag über den Verlauf dec letzten Tagung des Völkerbundes in Genf.
' — Gegen den vielfachen Mörder. den Post- & räuber Hein, ist auf den 16. Juli die Haupkverhand- |ltmg festgesetzt worden.
L — Ueber die Verhandlungen, die der fran- ffzösische Ministerrat gestern über die Frage der ge- fehlichen Stabilisierung der französischen Währung lzesührt hat, wird berichtet, daß ein endgültiger »Beschluß zweifelsohne noch nicht gefaßt wurde, daß Mm sich aber darüber einig war, die Stabilisierung ^baldmöglichst durchzusühren. Ueber die Modalitäten, künker denen sie siallsinden solle, werden noch inner- 'halb des Kabinetts Verhandlungen gepflogen wer-
Germann Müllers Verhandlungen Noch keine wesentlichen Sovtschvitte
Berlin, 12. Juni. Der Kanzlerkandi dak, Hermann Müller, hak bei seinen Bemühungen, eine Plattform für die Regierungs bildung zu finden, bis heute abend keine wesentlichen Fortschritte erzielt.
— Tschan« Tso-Lins Tod Wirtz'jetzt bestätigt.
I Die GchWbrmMgen der der Italia*
Rasche Hilfe notwendig. .
■ Kopenhagen, 12. Juni. Man hegt allgemein «roße Besorgnis um Nobile und seine fünf Veglei- I fer„ die sich bemühen, über das Polareis hin Land Hu erreichen Nobiles Position am Montag war 80 Mrad 37 Minuten nördlicher Breite und 27 Grad i1^4 yftew^e n östlicher Lange.
I Heute Dienstag, meldet Nobile via „Eitka di 21: i- ■imo“: „Wir treiben täglich eines bis zwei Meilen Morwärts, je nach dem Winde. Das Luftschiff ist ver- ren. Zwei von unserer Besatzung sind verwundet: haben die Beine gebrochen. Wir werden Feuer zünden und Raketen abjchießen, sobald sich ein zeug zeigen tollte. Wir haben unser einziges eit rot angeskrichen Proviant habey wir für 50 age bei Einschränkung der Rationen. Wir haben eine Stiefel, keine Flinten noch Munition, noch e, Schlitten, Arznei, Kochgerätschaften, noch Ta- é- Der Himmel ist bewölkt die Sicht ist aber ganz ch falls die Flugzeuge nicht höher als 500 Meter egen. Drei von unserer Besatzung marschieren an r Küste entlang aus das Nordkap zu. Wir müssen rechnen, daß wir, auch wenn wir weiter außerstande fehl werden, von euch Meldungen ent- genzunehmen, im Laufe weniger Tage selbst keilte achrichlen mehr auèsendew können, da der Akkn- lalor schnell seine Kraft verliert. Wir bitten euch ngend, drei zusammenfaltbare Boote zu schicken. Dir hören euch fast immer sehr deutlich, wir sind er zu sechst. Von den anderen sind drei auf dem arsch. Ueber das Schicksal der übrigen sieben wir nichts. Sie befinden sich an Bord des Luftschiffes, das viellenicht etwa 30 Kilometer weiter muh Osten ist.“
Sehr gering erscheinen die Aussichten für eine Rettung dieser sieben Mann. Die Meldung, daß sie . 30 Kilometer von der Gruppe Nobiles entfernt seien, beruht ausschließlich auf einer Berechnung darüber, wie weil das Luftschiff noch ungefähr in ^sE gehalten werden konnte, nachdem das Gas duszuströmen begonen hatte. Nur durch Rekognos- Z'erungsflüge könnten diese sieben Mann aufgesun- werden, falls sie noch am Leben sind. Die An- runft des russischen Eisbrechers erhofft man in etwa wnf Tagen.
, Oslo, 12. Juni. Obwohl die norwegische Presse Veröffentlichung zweifelhafter Meldungen n^ das. Schicksal der Nobile-Expedition etwas vor- s ist, als es die ausländsiche Presse zu sein « io zirkulieren hier doch sehr viele unkontrol- f j "™ Gerüchte, und es ist schwierig, genaue Jn- i iD‘mQhonen zu bekommen. Die Sachverständigen ' iM noch immer dazu, die Lage als ziemlich ' ' VI 4 zu betrachten. Da das Treibeis nördlich i.^pf-bergen von Tag zu Tag seine Trist ändert, ^ °,-^ wenig Hoffnung, daß Nobile und seine „n, -F ahne Hilfe Land erreichen können. Die - ein^Ä^^" Sachverständigen sind sich darüber ' hxÄJ^B Norwegen unter den bestehenden Ber- ^t™ ^" das Menschenmögliche getan hat, aber sie è re\ daß die großen ausländischen Flugzeuge Eisbrecher, die zur Hilfe gesandt werden sollen, [^«t™ an Ort und Stelle sein müßten. Nach den Meldungen aus Kingsboy scheint jetzt soviel nJu 'H'^B keine verläßlichen Nachrichten über lioJw Mitglieder der „Italia"-Mannschaft cor» Nif?' die mit dem Luftschiff abgetrieben sind. Die „""gaoerhältnifle im nördlichen Spitzbergen 3fnri« d^' ®°5 Dornier-Wal-Flugzeug, das von erst ^- H'sie gesandt wird, kann Spitzbergen s Freitag oder Samstag erreichen.
.Ausstiche ^Hfe unievwegs
ist mif ^°u, 12. Juni. Der Eisbrecher „Malygin" R><bl in»"bm Flugzeug an Bord aus Archangelsk in 3uni Spitzbergen abgegangen, wohin am 14.
mal«’ - ’ "p^ der Eisbrecher „Krassin", vor- <tz^-7?w>atogor". der größte Eisbrecher der Welt.
Berlin, 12. Juni. Ueber die Ergebnisse der ersten Besprechungen weiß die „Voss. Ztg." zu sagen, daß die prinzipielle Bereitwilligkeit zum Eintritt in die neue Regierungsmehrheit von allen Fraktionen ausgesprochen worden ist unter der Voraussetzung, daß eine Verständigung über programmatische Forderungen erreicht wird. Da MüllerFranken sich zu den Verhandlungen mit den Fraktionen entschlossen hat, werden die nächsten Tage mit diesen programmatischen Auseinandersetzungen ausgefüllt werden und daraus ergibt sich, daß das neue Kabinett nicht mit jener Raschheit wird gebildet werden können, die Außenstehende erwartet haben.
Laut „Germania" wurde für den Nachmittag eine Aussprache anberaumt, in der mit Beauftragten des Zentrums über die Voraussetzungen, die vor der Regierungsbildung zu klären sind, verhandelt werden soll. Für das Zentrum sind als Verhandlungsführer vorgesehen die Abgeordneten v. Guerard, Stegerwald und Porlitius, als Vorsitzende der Fraktion und weiterhin die Abgeordneten Esser und Wirth. Der Vorstand der Zentrumsfraktion ist ebenfalls für den Nachmittag einberufen worden, während am Abend noch eine Fraktionssitzung I ftOttfinden sâ
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mann Müller-Franken mit den Parteiführern hatte, um die sachlichen Unterlagen der kommenden Koalition gedreht, während die personelle Seite hierbei noch nicht zur Erörterung gekommen ist. In Kreisen der Deutschen Volkspartei wird daraus hingewiesen, daß diese Partei vor allem auf drei Punkte Wert legt, nämlich die Unterstützung der Landwirtschaft, die Berücksichtigung der Mittelstandsinteressen und die Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Systems der Reichswehr. Es ist an-
zunehmen, daß der Vorsitzende der Volksparteilichen Fraktion, Dr. Scholz, Herrn Müller-Franken in der heutigen Unterhaltung entsprechend informiert hat. Das Zentrum arbeitet die Prvgrammpunkte, die es in den Vordergrund stellen will, während der Mittagsstunden aus, und sein Verhandlungsausschuß wird heute nachmittag um 17 Uhr mit Müller- Franken auf dieser Grundlage weiterverhandeln.
Deutsthe voSksvavtei und KegrevungsdUdttug
Die Reichstags- und die Landlagsfraktion der Deutschen Polkspartei werden heute vormittag in gemeinschaftlicher Sitzung tagen und bei dieser Gelegenheit wohl auch die sachlichen Voraussetzungen der künftigen Regierungsbildung in den kreis ihrer Besprechung ziehen. Wenn die beiden Fraktionen zusammen tagen, so beweist das, wie es in der „Tägl. Rundschau" heißt, allein schon, daß die Deutsche Volks Partei auf die Gleichartig keikderEnkwicklungimReichund in Preußen entscheidenden Wert legt. Nach ihrer Ansicht muh die Große Koalition auch in Preußen durchgeführt werden,
und die Revavatiouen
Nachdem jetzt die Regierungsbildung in Fluß gekommen ist, beschäftigen sich die politischen Kreise Berlins vor allem mit der Frage, wer den Posten des Reichsfinanzmini- sters inne haben soll. Denn es steht nun einmal leider fest, daß dieser Posten neben dem des Außenministers vielleicht derjenige' mit der größten internationalen Bedeutung ist. Das, was eigentlich innerste deutsche Angelegenheit sein sollte, nämlich die Gestaltung des deutschen Haushaltes wird mehr und mehr beeinflußt durch die internationalen Verpflichtungen, und durch die möglichen Eingriffe, die der Reparationsagent in die deutsche Finanzwirtschaft unternehmen kann. Während in früheren Zeiten die Berichte, die Parker Gilbert in regelmäßigen Abständen zur Orientierung der Gläubigerstaaten herausgab, mehr oder minder eine Rechenschaft finanztechnischer Natur darstellten, haben sie in dem letzten Jahre einen mehr politischen Charakter angenommen. Man erinnert sich noch des gewaltigen Eindrucks, den im vorigen Jahre der Vorstoß des Reparationsagenten in der Richtung der Vereinfachung der deutschen Verwaltung gemacht hat. Allein diese Mahnung Parker Gilberts hat bekannt- lichen genügt, um in Deutschland alle amtlichen und nichtamtlichen Stellen in Bewegung zu setzen und diese notwendige Debatte endlich in Fluß zu bringen. Leider kann man bisher nicht sagen, daß diese Bestrebungen einen sicht
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Die „Boff. Ztg." meldet: Die Unterhaltung zwischen Müller-Frankèn und dem Fraktionsführer der Dirlschastspartei, Abg. Drewitz, war nach wenigen Minuten in negativem Sinne abgeschlossen.
Die Siesetsdovfev «rsen- babnSatastvovbe ungeklärt
Nürnberg, 12. Juni. An der Unfallfletle wurden die Untersuchungen der Reichsbahn und der gerichtlichen Kommissionen den ganzen Tag über fortgesetzt, ohne daß es bis jetzt gelungen ist, etwas Bestimmtes ausfindig zu machen. Am Bahnkörper werden zur Zeit von einer gerichtlichen An- kerjuchungskommission Schlitze gezogen, um festzustellen, ob eindringendes Wasser den Bahndamm zum Nachgeben veranlaßt hat, wodurch Schwankungen der Lokomotive und der Entgleisung hätten nach sich gezogen werden können. An der Unfall- stelle schneidet nämlich die von Siegelsdorf kommende Straße den Bahndamm, so daß sich dort das Wasser gestaut und seinen Ausweg durch den Bahndamm gesucht haben kann. Mit einer schweren Lokomotive werden noch von der Ausfahrt Siegels- dors bis zur Entgleijungsstelle Druckproben auf demselben Unglücksgleis angestellt, um festzustellen, ob der Unterbau nachgibt oder nicht. Die Annahme, daß die Entgleisung durch einen Maschinenschaden entstanden ist, hat sich ebenfalls bis jetzt nicht bestätigt. Am Bahnkörper sowie an den Schienen und Schwellen sind keine hervorstechenden Merkmale vorgefunden worden, die dafür sprechen. Man sieht wohl an den Schienen und auf den Schwellen tief eingeschnittene Rillen, die von den Radbremsen der Schnellzugslokomolive herzurühren scheinen. Auch Schrauben und Muttern, mit denen die Schienen aus den Schwellen befestigt sind, sind verbogen oder stark verbogen oder stark abgeschrammt. Wo die Maschine die Böschung hinunter gestürzt ist, hat sie die Gleise auseinandergerissen und stark verbogen. Aufgerissene Stellen, welche durch einen herabfallenden Maschinenteil verursacht worden sind, sind nicht zu sehen.
Wie verlautet, ist schon vor dem Unglückstag von einem Lokomotivführer eine Meldekarte über die Ausfahrt bei Siegelsdorf beim Bauamt Nürnberg eingereicht worden. Worauf sich diese Meldung bezog, konnte jedoch noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Gleise sind noch nicht allzu lange neu gelegt worden und sehen aus, als ob sie wenig benutzt worden wären. Alle Züge — Personen- wie Eilgüterzüge — erleiden infolge der Aufräumungsarbeiten große Verspätungen. Es wird jedoch eine Ausweichstelle eingebaut werden, so daß man dieser Unstimmigkeit bald Herr werden wird. Wegen der fest in- und aneinandergeklemmten auf der hohen Böschung liegenden Zugwagen gehen die Aufräumungsarbeiten, bei denen ein 25 000 Kg. tragfähiger Kran gute Dienste leistet, nur sehr langsam vorwärts.
Die Reichsbahndirektion Nürnberg teilt uns mit: Die Untersuchung über die Entstellung des
D-Zuges 47 bei Siegelsdorf nimmt ihren Fortgang. An ihr beteiligten sich heute weiter die Hauptverwaltung in Berlin, die Gruppenoerwaltung in München, das Reichsbahnzentralamt in Berlin und das Zentralmaschinenamt in Wünschen. Von der Hauptverwaltung sind hierzu eingetroffen die beiden Reichsbahndirektoren Student und Dr. ing. Müller und von der Gruppenverwaltung Bayern deren Leiter, Staatssekretär v. Frank und Reichsbahndirektor Angerer. Auch durch die neuerlichen Untersuchungen konnte die Ursache der Entgleisung nicht aufgeklärt werden.
Nach Besichtigung der Unfallstelle besuchten Staatssekretär v. Frank und Präsident Kaeppel die sämtlichen Verletzten in den Krankenhäusern Nürnberg und Fürth, versicherten sie ihrer herzlichsten Anteilnahme und gaben der Freude darüber Ausdruck, daß die Verletzten der Lebensgefahr entronnen sind und ihrer Genesung entgegengehen. Schon am Vormittag des Unfalltages selbst hatte sich im Auftrage des Präsidenten der Reichsbahndirektion Nürnberg der Reichsbahnoberrat Alzheimer in den beiden Krankenhäusern eingefunden und den Verunglückten die Teilnahme der Reichsbahngesellschaft aussprechen lassen.
Nürnberg, 12. Juni. In einem Bericht über die Hilfsarbeiten bei der Bergung der Toten und Schwerverletzten heißt es u. a.: Besonders muß das leide inzwischen verstorbene Frl. Erika v. Laffert er- wähnt werden. Der Unglücklichen waren beide Oberschenkel obgequetscht. Sie hing mit dem Ober- körper eingeklemmt zwischen Maschinenteilen frei in der Luft und mußte stundenlang von Sanitätern in dieser schrecklichen Lage gestützt werden. Trotz der großen Schmerzen verhielt sie sich tapfer. Erst zwischen 8 und 9 Uhr konnte sie aus ihrer unglücklichen Lage befreit werden.
Berlin, 12. Juni. Die von der Hauptverwaltung der Reichsbahn an den Schauplatz der Zugkatastrophe bei Nürnberg entsandten Beamten sind heute vormittag näch Berlin zurückgekehrt. Wie eine Korrespondenz erfährt, haben sie sich dahin geäußert, daß über die Ursache der Katastrophe noch immer keine Klarheit besteht. Däs abgèsprungene vordere Drehgestell der Lokomotive, das einige Meter weit von der Maschine entfernt im Erdreich vergraben liegt, soll sorgfältig auf etwaige Materialfehler oder sonstige Beschädigungen, aus denen sich der Hergang des Unglückes erklären ließe, untersucht werden. Ebenso sollen noch Feststellungen getroffen werden, ob der Gleisoberbau an der betreffenden Strecke irgendwelche Senkungen aufwies.
während man es geflissentlich vermeldet, dre gut begründeten sachlichen Vorschläge nichtamtlicher Stellen überhaupt nur in Erwägung zu ziehen.
Bei den kommenden Erörterungen über diese Fragen wird zweifellos der neue Reichsfinanzminister eine entscheidende Rolle zu spielen haben. Wir glauben deshalb nicht im Ernst, daß die Sozialdemokratie sich für diesen Posten interessiert, da ihre außenpolitischen Berater inzwischen schon soviel gelernt haben, daß sich das Geld gebende Ausland im Verhandlungszimmer doch lieber zu seinesgleichen fetzt, als mit dem Typus neudeutscher „Politiker" zusammenarbeitet. Man darf also wohl damit rechnen, daß eine der Koryphäen der bürgerlichen Linken, etwa Herr Reinhold, das Rennen machen wird, nachdem der politisch der Linken so genehme Dr. Köhler sich durch sachliche Finanzpolitik unbeliebt gemacht hat, mit der man sich auf der Linken noch nie Lorbeeren erwerben konnte.
Freilich gibt Parker Gilbert dem neuen Reichskabinett gleich eine gehörige Nuß zu knacken. Bekanntlich hat sich die alte Reichsregierung bis zum letzten Augenblick dagegen gewehrt, dem Antrag der Reichsbahn aus Erhöhung chrer Tarife zuzustimmen. Die Reichsregierung vertrat vielfach die Auffassung, daß die Reichsbahn sich die notwendigen Mittel auf dem Kreditwege beschaffen möchte. Hiergegen wendete sich der Reparationsagent mit großer sachlicher Schärfe. Eine solche Finanzpolitik würde die Reichsbahn in eine Defizitwirtschaft hineintreiben, die mit dem Geiste des Reichsbahngesetzes und des Dawesabkommens unvereinbar sei. Parker Gilbert verweist die Reichsbahn auf die Ausgabe von Vorzugsaktien a. d. JnlandsMarkte. In Berliner politischen Kreisen wird dieser Passus des Berichtes des Reparationsagenten für das praktisch wesentlichste Stück gehalten. Denn es ist ohne weiteres klar, daß der Reparationsagent vielleicht nicht rechtlich, aber doch faktisch hier das entscheidende Wort zu sprechen hat. Wir sind begierig zu sehen, wie sich das neue Kabinett mit dieser Frage abfinden wird. Es bleibt ihm selbstverständlich die Möglichkeit offen, entgegen den Vorschlägen der Reichsbahngesell- schaft eine zwar praktisch unwesentliche, aber agitatorisch um so wirksamere Erhöhung bei den Tarifen der höheren Wagenklassen eintreten zu lassen. Dann könnte man erzählen, daß zwar aus den und den Gründen eine Tariferhöhung unumgänglich sei; aber man habe sie „sozial" gestaltet, indem man die Be- sitzenden stärker belaste. Freilich verschweigt
Die heut^e^«ummev umfaßt