Einzelbild herunterladen
 

803.

KanaueMnzeiger

Madi und Land

Anzeiger Mr.

g^ch^at täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugSpreiS: Für den halben N-nat RM. 1--, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer io, Freitag ick, Kestas 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Sreite , A-Pfg^ im Reklameteil von 68 mm Sreite 25 R-Pfg. / Offertengebühr 50 R»pfg.

Ät. 434

Samstas

Land

SrMungSort und SrrlchtSstand für beide Teil« ist Hanau. / Sei unverschuldetem Ausfall bw Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Sezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachliefemng oder auf Rückzahlung deS SezugSpreiseS. z Fürplatzvorschrift u. Gr schelnungstag« der Anzeige wird keine Gewähr gelelstet.^GeschâstSstelle: Hammerstr. s / Fernspr. 3956,3957,3953

vs« H. S««r

1628

3m preußischen Landtag kam es bei der ; gestrigen Eröffnungssitzung zu Skandalszenen, wie sie bisher in diesem Parlament noch nicht erlebt wurden.

3m hessischen Landtag wurde gestern die f Fürstenabfindung mit 29 gegen 27 Stimmen ange­nommen.

3m württembergischen Landtag wurde ge- htern der Zeatrumsabgeordnele Bolz zum Slaats- i Präsidenten gewählt.

f Der Völkerbundsrat erledigte am Freilag drei von neun auf der Tagesordnung stehenden Ober­schlesien-Fragen.

Die südchinesischen Truppen haben gestern in Doller Ruhe und Ordnung Peking in Besitz ge- nommen.

DieCitka di Milano" will gestern abermals in radiolelegraphischer Verbindung mit der3falia gestanden haben.

Meine äadZneiisumbttduns

in Preußen

Die vveuMche Regievung gedenkt nnvevändevt im Amts zu verbleiben

Zu der Sitzung des interfraktionellen Ausschusses der bisherigen Regierungsparteien des preußischen Landtages machte Ministerpräsident Dr. Okto Braun die Mitglieder des Ausschußes mit dem Inhalt der Regierungserklärung bekannt, die heute gleich nach der Wahl des Präsidiums im Landtag abgegeben wird.

Masse deß OKtdenbuvs

Berlin, 8. Juni. Reichspräsident v. Hin­denburg empfing heute vormittag Reichskanzler Dr. Marx zu einer Besprechung, die informatori- scher Natur war. Dem Vernehmen nach Hat Dr. Marx dem Reichspräsidenten die Bildung der Großen Koalition vorgeschlagen und ihm empfoh­len, den Abg. Müller-Franken mit der Neubildung der Reichsregierung zu beauftragen. Nach dem Empfang beim Reichspräsidenten hatte Dr Marx noch eine längere Aussprache mit dem Führer der bayerischen Volkspartei, Prälaten Dr. Leicht, die sich auf die Beteiligung der Bayerischen Volks- ipartei am neuen Kabinett erstreckt haben dürfte.

! Relchstagsprafidenten Löbe angen, Reihe nach die Abgeordneten u sie r - Fran- t e n, den Grafen Westarp, den Abg. von G u s r a rd, Dr. Scholz, den demokratischen Füh­rer Dr. Koch-Berlin und Dr. Leicht. Man kann heute schon überblicken, welche Persönlichkeiten an der zukünftigen Regierung beteiligt sein werden:

Reichskanzler Müller-Franken, Reichsaußenminister Dr. Stresemann, ; Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius, Reichswehrminister Dr. Gröner, Reichsinnenminister allem Anschein nach Severing,

Reichspostminister voraussichtlich S ch ä tz l.

Umstritten sind das Reichsjustizministerium, wo- siir Landsberg von der Sozialdemokratie ge­nannt wird in der demokratischen Presse wird dagegen d. Gusrard genannt und schließlich auch Koch-Weser und das Reichsvevkehrs- minifterium. Hierfür wird Dr. Bell vm Zentrum genannt

Das Reichsfinanzministerium wird mit H i l f e r- d i n g von der Sozialdemokratie oder von Dr. Reinhold von den Demokraten besetzt werden.

Für das Reichsarbeitsministerium kommt Dr. Brauns in Frage, vorausgesetzt, daß er den Posten annimmt. Sonst wird möglicherweise ein Sozialdemokrat dort einziehen.

Für das Ministerium der besetzten Gebiete wird evtl. ein Sozialdemokrat in Frage kommen, mög­licherweise wird auch die Kombination vorgeschla- MN, die Abteilung 5 des Reichsfinanzministeriums, le hauptsächlich mit Fragen des Friedensvertrages Atun hat, mit dem Ministerium für die besetzten Gebiete zusammenzutun und dieses Ministerium Reinhold zu geben, um seine Verbindung M dem Reparationsagenten auszunutzen.

&w Gspßofton auf dem

3n der Regierungserklärung wird gesagt wer­den, daß die gegenwärtige preußische Regierung durch das Wahlergebnis sich in ihrer bisherigen Tätigkeit gerechtfertigt und bestätigt fühlt, und daß die Regierung unverändert im Amt zu verbleiben gedenkt. Am Schluß der Rede wird der Minister­präsident erklären, daß mit staatsbejahen­den Parteien, die loyal in der Regierung mitzuarbeiten gewillt sind, zu gegebener Zeit über eine Erweiterung der Regierungsbildung verhandelt werden wird. 3m übrigen wird die Regierungserklärung ein Programm für die in der nächsten Zukunft notwendigen gesetzgeberischen Ar­beiten enthalten. Der interfraktionelle Ausschuß erklärte sich einstimmig mit der beabsichtigten Re­gierungserklärung einverstanden.

Außerdem beschloß der interfraktionelle Aus­schuß, die Einbringung des schon in der letzten Tagung des früheren Landtags eingebrachten Flaggenantrages zu wiederholen, der die Beflaggung der Dienstgebäude der zum öffentlichen Gebrauch bestimmten Gebäude und sonstigen Ein-

sowie der öffentlichen Straßen und Plätze als Auge­legenheil der Landeshoheit zu den örtlichen Ge­schäften der allgemeinen Landesverwaltung ge­hörig bezeichnet. Das gleiche gelte für die nicht vom Staat allein unterhaltenen Schulen. Auch das Flaggen durch die übrigen Körperschaften des öffentlichen Rechts unterliege der Bestimmung

rd) das Slaalsministerium. Für die Religions- gesellfchafken bestehe keine Verpflichtung zur Be­flaggung.

buri

Giwürrs!

Von Dr. Fritz Mittelmann, M b. R.

Mussolini hat in seiner letzten großen Rede vor dem Senat die Beziehungen Italiens zu Deutschland herzlich genannt, darüber hinaus aber von gewißen Nebelschwaden gesprochen, die den Horizont verdunkelten. Wenn er hier­bei an Südtirol gedacht haben sollte, hatte der Duce zweifellos das Richtige getroffen. Er müßte dann aber auch zu der Erkenntnis ge­langen, daß eine grundlegende Aenderung lediglich von ihm ausgehen kann. Wie der deutsche Außenminister in seiner Kölner Rede mit Recht hervovgehoben hat, wird Deutschland sich stets auf das Innigste für das Geschick der 220 000 deutschen Männer und Frauen in Südtirol interessieren, die ihrerseits durch ihr Festhalten am Deutschtum ganz gewiß keine Gefahr für die 40 Millionen Italiener im üb­rigen Italien darstellen. Wenn man die Ver­hältniße in Südtirol indes betrachtet, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß mit allen nur erdenklichen Mitteln die Unter-

Die preußische Regierungskoalitiov hat be­schlossen. aus die Einbringung eines besonderen Vertranensantrages für das Kabinett Braun zu verz/ihten. Die Parteien sind der Auffassung, daß naÄ dem Ergebnis der Wahlen ein solches Ver- dkauensvotum nicht notwendig sei, und daß es ge­nüge, wenn der kommunistische Mißtrauensan- lrag mit großer Mehrheit obgelehnt werde.

Muns des Landtags

Die ^omrrmrEeu vevvrügeln einen Ovisilikh-naLronaren Ävseovdnetsn

Berlin, 8. 3unL Die heutige Eröffnungssitzung des Landtages dürfte in der Ge­schichte des preußischen Parlaments beispiellos dastehen. Das sich hier vor gutbesetzlem Haus und überfüllten Tribünen abspielte, war ein erbärmliches Schauspiel, das in eine Kaschemme gehört aber einer Volksvertretung absolut unwürdig ist Als die formelle Er­öffnung der Sitzung friedigt war und die Kommunisten die sofortige Beratung ihres An­trages auf Freilassung ihrer in Haft befindlichen Abgeordneten gefordert hatten, stürzten sich eine Anzahl Kommunisten auf den Abgeordneten Ponfieck, der dem Antrag wieder- sprochen hatte und schlugen ihn derartig, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. In der allgemeinen Aufregung, die dem Tumult folgte, fiel es gar nicht mehr auf, daß schließlich auch noch ein kommunistischer Tribünenbesucher eine Ansprache über die Welt­revolution hielt und die kommunistische Fraktion mit einem dreifachen Rotfront-Ruf die Sitzung beendete.

Die Kommunisten, die es zweifellos auf einen Skandal angelegt und die Rolle der Mitwirkenden von langer Hand festgelegt hatten, begannen ihren Radau, als um 4.15 Uhr Graf Posadowsti den Versuch machte, den Landtag zu eröffnen. Die ganze Litanei ihrer stereotyp gewordenen Zurufe schallte mit der Lungenkraft von 50 Menschen in das Haus, sodaß kaum etwas zu verstehen war. Aus den Kehlen von Männern und Frauen schallte es:

Nieder mit der Koalitionsregierung!

tnrücfung dieses kleinen Häufleins deutscher Stammesgenoßen betrieben wird.

Einen erneuten Beweis hierfür bieten die Mitteilungen, die soeben auf her in Bozen ab­gehaltenen Versammlung der faschistischen Lehrerschaft Südtirols gemacht worden sind. Mit Stolz hat der faschistische Generalsekretär Marranta berichtet, daß von den 800 deutschen Schulklassen Südtirols nur noch 20 die deutsche Unterrichtssprache hatten. Er bezeichnete es als die Aufgabe der Faschisten, die Jtalianisie- rung durck di^SchuLe zu 100 v. H. durchzufüh-

auch überall in Südtirol gehaspelt. Nicht ein­mal mehr in deutscher Sprache beten dürfen die Kinder in der Schule zu ihrem Gott im

Himmel. Diese rem deutschen Kinder, die von Hcrufe aus nur die deutsche Sprache sprechen, hören verständnislos die italienischen Worte ihrer italienischen Rekigicmslehver und Reli. " ' ',t ein derartiges

gionslehrerinnen an. 1 Vorgehen im Einklang

Polini im Hinblick auf bie Kultur Italiens immer so gern zur Schau trägt? Wer mit Kindern und Eltem in Südtirol gesprochen hat, weiß, welches Matyrium gerade in religiöser Hinsicht das faschistische Element für die deutsche Bevölkerung bedeutet.

Von den Faschisten erwarten die Deutschen in Südtirol denn auch kaum eine Besserung ihres harten Geschicks. Mit einem gewissen Vertrauen aber blicken sie auf die Zeit, die dem

Mu'

dem Stolz, den

®iet, 8. Juni. Die Namen bei der Explosion dem Mienenleger tödlich Verlehien sind Ober- Mqjiniffenmaaf Vogt, Stabmalrosegefreite ® n 3 Binioro, Rultkowski, Gröschl no Obermatrofengefreiter Nonlher. Außerdem ^de Kapitänleutnant Magnussen verletzt. Die ^oicn und Schwerverletzten wurden nach ärztlicher ^i°rgung durch den auf See befindlichen Ober- des Sperrversuchskommandos nach dem Laza- U( «iel-Wik gebracht. Die Toten und Schwerver- ylen find sämtlich unverheiratet mit Ausnahme verletzten Angestellten Takler aus Schwerin.

aufs ?er Explosion wird weiter mitgeleilt, daß s.M den schon Genannten auch noch Fregatten- Schäfer und Bootsmann G r u h i ch ittZ.? Verletzungen erlitten. Das Befinden des §^°!kngefreiten I a u n ist ernst, das der übrigen ,.^^erlehkeu zufriedenstellend. Line genaue Un- io, "?ung ist eingeleilet. Die Toten stammen aus t"". Orten: Obermafchinistenmaal Vogt aus au« ^tfu/f «- Al., Stabsmalroseogefreiter Ganz koll» ^in, Binioro aus Bcrlln-Neu- au« "' vultkowski und Malrosengefreiter Nosther ® n j i g und Slabsmalrosengefreiler [ehfp? "us Regensburg. Von den Schwerver- 8 c . stammen Obermatrofengefreiter Otto aus ff a h fw ^trofengefreifer Baum aus Darm

'Werner * ' " ---------

heraus mit den politischen Gefangenen! Amnestie usw. Diese Rufe begleiteten die ganzen Ausfüh­rungen des Alterspräsidenten, als er feststellte, daß er der älteste Abgeordnete sei, als er auf die Wich­tigkeit der vom Landtag zu lösenden Aufgaben hin­wies und erwähnte, daß in Notzeiten des Vater­landes jeder so handeln müsse, als ob die Geschicke des Landes allein auf feinen Schultern ruhten. Die Kommunisten riefen dem Alterspräsidenten zu: Aufwertungsschwindler und nannten feine Ausfüh­rungen törichte Phrasen. Sie regten sich besonders

rungen törichte Phrasen. Sie regte,. , , auf, als Graf Posadowsti für die Regierung das Recht in Anspruch nahm, die bestehende Staats­ordnung gegen jeden Versuch der Vergewaltigung zu schützen. Sie brachen in Hohngelächter aus, als der Präsident von der unbedingten Gleichheit aller Staatsbürger und der Heiligkeit und Unverletzlich­keit des Privateigentums sprach und spotteten mit dem Zuruf: Klassenjustiz, Aufwertung! Ehe der Alterspräsident nunmehr zur Konstituierung des Landtags kam, meldeten sich die Kommunisten zur Geschäftsordnung. Der Kommunist Kasper bean­tragte zunächst, zwei Abgeordnete, die sich trotz khrer Wahl noch in Festungshaft befinden und de­ren Freilassung zur Landtagssitzung der Reichsan. walt abgelehnt habe, sofort in Freiheit zu setzen, damit sie an der morgigen Sitzung teilnehmen kön­nen. Der Alterspräsident erklärte sich bereit, diesen .. _ .................im aus Darm- Antrag auf die Tagesordnung zu setzen, wenn aus

Q»n. 'Werner aus Legienen (fireis Friedland- dem Haus niemand widerspreche. Solchen Wider- nI"EUßen) und Zivilangestellter Takler Schwerin spruch erhob sofort ein Äbeordneter der Rechten,

Siel. «Sue daß man ertetmen konnte, woher er stammt».

dneter der Rechen,

vie Kommunisten stürmten darauf auf die Tribüne

um sich zu vergewissern, woher der Widerspruch käme. Eine Flut von Schimpfworten ergoß sich in den Saal: Wo sind die feigen Lumpen? Sie sollen aufstehen, ihren Namen nennen!" Nachdem sich der Lärm einigermaßen gelegt hatte, stellte der Alterspräsident die Aufforderung, daß sich diejenigen Abgeordneten, die Widerspruch er­hoben, persönlich melden sollten. Zunächst blieb alles ruhig, dann erhob sich der auf der letzten Reihe des Hauses sitzende, neu in das Parlament eingetretene Abgeordnete Ponfick, der vor Jahren einmal der Nationalliberalen Partei angehört hatte, der jetzt durch die Bauernpartei gewählt worden ist. Kaum war er von den Kommunisten gesehen worden, als sich fast die ganze Frak­tion unter Führung eines Abgeordneten in Rot- ftontkämpferuniform durch das ganze Haus auf die rechte Seite begab und sich auf den Abgeord- neten stürzte und ihn mit

wuchtigen Faustschlägen auf Kopf und Gesicht derart bearbeitete, daß er nahezu zusammenbrach. Das Haus war in einer ungeheuern Erregung. Alles erhob sich von den Sitzen, gestikulierte und schrie, aber weder Graf Posadowsti griff ein noch eilte irgend jemand aus dem Bürgertum dem miß­handelten Abgeordneten zu Hilfe. Erst nachdem der Abgeordnete Ponfick bis in die Mitte des Hauses hineingeflüchtet war, ließen seine Verfolger von ihm ab. Er wurde von dem Medizinalrat Dr. Bohm von der Deutschen Volkspartei

mit blutenden Kopfwunden aus dem Saal ge­führt

und verbunden. Nach Anlegung des Verbandes er­schien er später wieder im Saal. Die Kommunisten setzten ihre Taktik fort und beantragten, nachdem der Alterspräsident vorgeschlagen hatte, die Sitzung auf Samstag, 13 Uhr, zu vertagen, auf die morgige Tagesordnung das kommunistische Mißtrauensvo-

den Kopf zerbrechen und Gedanken machen, ist nicht weiter verwunderlich, denn die Steuerlast, die dieser Landesteil Italiens zu tragen hat, ist unverhältnismäßig groß. Lange können die Südtiroler diese Lasten nicht mehr aufbringen, so daß vielleicht gerade von hier aus einmal die finanzielle Seite ^des faschistischen Regimes zwangsläufig einer Revision unterzogen wer­den wird.

Aber auch sonst zeigen sich geruhe in Süd­tirol gewiße Unstimmigkeiten zwischen den Fa­schisten und den übrigen Organen der staat­lichen Ordnung. Auf Schritt und Tritt kann man dies verfolgen, und wer die Augen auf« macht, wird mancherlei Interessantes in dieser Hinsicht zu beobachten finden. Besonders charakteristisch dürfte nachstehender Vorfall sein, der sich verbürgtermaßen so abgespielt hat, wie er hier wiedergegeben wird. In einer Südtiroler Gastwirtschaft sprach eines Tages ein Faschist vor, um sich zu überzeugen, ob auch alles im faschistischen Sinne wohl geordnet wäre. Die Wirtin war gerade damit beschäf­tigt, nach dem Großreinemachen die Bilder er­neut aufzuhängen, und dabei auch der Vor­schrift entsprechend, das Bild Mussolinis. Um nun in Bezug auf die Anordnung keinen Feh­ler zu begehen, fragte sie den gerade anwesen­den Faschisten um seinen Rat, wohin nach seiner Ansicht das Bild des Duce zu hängen wäre. Die Antwort darauf lautete, daß der Regierungschef zwischen die Bilder des Königs und der Königin zu hängen sei, eine Anord­nung, die man übrigens sehr viel in den Gast­höfen und Wirtschaften Südtirols findet. Wre groß war aber das Erstaunen der Wirtin, als etwa 14 Tage später ein Karabinier in das Lo­kal trat, an den Wänden Umschau hielt, um ihr