Mittwoch
Das Deneke. I
Das ReichskabineN hat In seiner gestrigen I
schschelat täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugSprei«: Für den halben N^a< XSL 1-, für den ganzen Monat RM. X- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag ir, AM,tag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm 05tp im Anzeigenteil von 28 mm »reffe j A,pfg., Im ReNametell von a» mm Dreite 25 R-Pfg. / Ofsertengebühr 50 R-Pfg.
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Kihung den Antrag der Reichsbahngesellschaft auf Tariferhöhung abgelehnt.
— Der Völkerbundsral hat einen besonderen erausschuß zur Behandlung der Schulklagen g Deutschen Volksbundes in Oberschlesien einge-
— Mussolini hielt im Senat eine zweistündige ede über Italiens Autzenpolisik.
— Die französische Kammer hat gestern den sozialistischen Abgeordneten Fernand Bouisson zum Präfidenten gewählt.
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Kabinett MüUov-Gsvevins?
Berlin, 5. Juni. Voraussichtlich am Freitag wird der Reichspräsident die Führer aller Parteien, die für die Bildung der neuen Regierung in Frage .kommen, nacheinander empfangen. In diesen Besprechungen will sich Hindenburg über die Auswahl der Persönlichkeit, die zunächst mit der Koalitionsbildung beauftragt werden soll, unterrichten. Die Mitglieder des bisherigen Vorstandes der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei traten heute vormittag im Reichstag zu einer Sitzung zusammen, wobei die politische, und die parlamentarische Zage besprochen und die Sitzung des Parteivor« tandes am Mittwoch vorbereitet wurde. Die lieichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei wird am 11. Juni zusammentreten. Die preußische Land- iagsfraktion der Deutschen Volkspartei wird ihre erste Sitzung am 7. Juni nachmittags abhalten. Zn parlamentarischen Kreisen rechnet man damit, idaß die morgige Tagung des Parteiausschusses der ^^ozlaloemokraten in Köln trotz der^Opposltion des»
Haltung der Sozialdemokraten ist insofern eine lenberung eingetreten, als sie nunmehr den Vor- itzenden Hermann Müller-Franken für die Vil. >ung des Reichskabinetts freigeben zu wollen chcinen, so daß Müller-Franken als derjenige zu betrachten ist, den der Reichspräsident zunächst mit der Bildung des Kabinetts beauftragen wird. Daneben wird wieder Severing als künftiger Reichsinnenminister genannt. Das Zentrum scheint der Bildung einer Weimarer Koalition ersichtlich abgeneigt. Charakteristisch hierfür ist eine Unterredung, die Stegerwald gestern dem Vertreter der österreichischen christlichen Nachrichtenstelle gegeben ■hat. In dieser Unterredung heißt es u. a.: „Der
Zentrumspartei fällt es garnicht ein, eine Koalition mitzumachen, in der sie als ein Anhängsel der Sozialdemokratie erscheinen müßte. Der Zentrumspartei wäre es ganz erwünscht, wenn vielmehr lene Parteien, die das Schulgesetz zu Fall gebracht haben und die letzte Regierung gestürzt haben, zeigen würden, daß sie eine positive Außen- und Innenpolitik zu machen verstehen." Ob sich das Zen- üum überhaupt an der Koalition beteiligen wird, hpngt davon ab, welches Arbeitsprogramm die Sozialdemokraten den anderen Parteien unterbreiten werden, und daneben von der gesamten Zusammen- Setzung des Kabinetts.
Dv. Gtvefemarm Ghvetwov- WStsdSV dev LSbevale« Sev- eittfotmö
3n einer vorskcmdssihung bet Liberalen Ver- gung, die gestern unter dem Vorsitz des Staats-
-° D. Fischbeck stattfand, wurden dem miâ ^N^ zufolge, einstimmig Reichsaußen- «Wer Dr. Stresemann, Reichsminister a D. Lübser und Geheimrat Professor Dr. Kahl zu „^e" Vorsitzenden der Liberalen Vereinigung er- S Es wurde fernerhin beschlossen, die Ver- eiXr )"r Anbahnung und zur Schaffung .^^^?len Arbeitsgemeinschaft und vereini- roe?L,m£^ und außerhalb der Parlamente Tam.» " r"^bu, und für Ende Juni eine allgemeine mA *3 für die Mitglieder der Liberalen Verejni- diei-n ^r ieue kreise einzuberufen, die an
1" Bestrebungen interessiert sind.
Dke Mvfisttabftttdmts im HeMchstt Landtag
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Effüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. / Lei unverschuldetem Ausfall dm Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Äezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung deS Bezugspreises. / Fürplatzvorschrist «.Erscheinung Stage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet., Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956, 3957,3958
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âine LariferhShnng Sei des Reichsdahn
Bertin, 5. 3unL Die Reichsregierung hat, wie erwartet werden konnte, in ihrer heutigen Sitzung beschlossen, den Antrag der Reichsbahngesellschaft aus Erhöhung der Tarife abzuleyuen.
Die Reichsregierung gibt über ihren Beschluß folgende Mitteilung aus: Die Reichsregierung hat den Antrag der Reichsbahngesellschasl auf Tariferhöhung in wiederholten eingehenden Beratungen einer gründlichen Prüfung unterzogen. Sie hat insbesodere auch die Antwort der Reichsbahn auf ihre Rückfragen vom 21. v. Mts., ernstlich gewürdigt. Wenn die Reichsregierung auch nicht ver- kennt, daß die Finanzlage der Reichsbahngesell- schaft eine gewisse Spannung zeigt, so hat sie doch aus den Unterlagen nicht eine Ueberzeugung gewinnen können, daß die beantragte Er Höhung der Personen- und Gütertarife sich bereits jetzt als
unumgänglich notwendig erweist. Die Entwicklung der für die Entscheidung maßgebl Verhältnisse im laufenden Geschäftsjahr ist nach ihrer Ansicht noch nicht genügend zu übersehen, um zu einer Maßnahme zu greifen, die gegenüber der Allgemeinwirlschast nur beim Vorliegen eines äußersten Notstandes vertreten werden kann. Insbesondere liegen keine hinreichenden Gründe für
ihrer Ansicht noch nicht genügend zi zu einer Maßnahme zu greisen. Mi
enden
die Annahme vor. daß die In den ersten fünf itto- nalen d. 3. erzielten Mehreinnahmen von 85 Millionen gegenüber 1927 durch Mindereinnahmen in
den restlichen Monaten des Jahres ganz oder zum größeren Teil wieder aufgezehrt werden. Das Reichskabinett war daher einstimmig der Ansicht, daß zurzeit dem Antrag auf Tariferhöhung nicht zugestimmt werden kann. Es erklärt sich jedoch bereit, alsbald in erneute Verhandlungen mit der ReichsblchngefeNfchafk einzutreten, wenn die finanzielle Lage, insbesondere wenn die Einnahmeent- wicklung der nächsten Monate ee erfordert.
Die Reichsregierung erklärt sich ferner geneigt, alsbald in Verhandlungen mit der Gesellschaft darüber einzutreten, wie Mittel und Wege gefunden werden können, um ihr für den Rest des Geschäftsjahres 1928 die weitere Hereinnahme stärkerer Sapilalmiltel zu sichern, und sie ist des weiteren grundsätzlich bereit, mit der Reichsbahn schon jetzt eine Vereinbarung über die Tilgung der Kredite zu treffen, deren Lasten sich über den 1. Jan. 1965 hinaus erstrecken.
Der Verwaltungsrat der Deutschen Rekchsbahngesellschaft wird sich, wie wir hören, am kommenden Samstag mH der ablehnenden Ent-
ihn «ne Moglicr änzuruifen, wird
zuvor noch geprüft werden.
all» Siwtivor
Don Dr. Fritz Mittelmann, M. d. R.
Verschiedene Vorkommnisse in der letzten Zeit haben erneut die Blicke der Weltöffentlichkeit auf Südtirol gelenkt. Fast jeder Tag in der letzten Zeit wußte Neues von faschistischer Gewalttat aus jenem herrlichen Lande zu vermelden, mit dem jeder Deutsche sich tief innerlich verwachsen fühlt. Einmal hieß es, daß der letzte deutsche Bürgermeister aus SüdtirÄ fliehen mußte, um drohender Verhaftung und Derbarrnung zu entgehen — bezeichnenderweise war es der Bürgermeister von Sankt-Leonhardt im Passeier-Tal, also der klassstschen Stätte Andreas -ofers —, dann hieß es, daß alle deutschen Iugendvereine in Südtirol verboten und ihr Vermögen zugunsten des Staatsschatzes beschlagnahmt worden wäre, dann kam die alarmierende Nachricht, daß nun in dem deutschen Meran die deutschen Straßennamen italienischen weichen müßten usw. usw.
Daß infolge dieser ständigen Drangsalierungen der Deutschen in Südtirol österreichische Studenten in Innsbruck sich kürzlich dazu Hinreißen ließen, die italienische Flagge vom Generalkonsulat Herunterzureißen, die dort zur Erinnerung an die zehnjährige Wiederkehr des Eintritts Italiens in den Krieg gegen Oesterreich gehißt worden war, ist menschlich verständlich, wenn es auch polittfch als höchst bedauerlicher Fehlgriff verurteilt werden muß. Diese nicht an die Folgen denkende Tat der Innsbrucker Studenten hat die Tiroler Landesregierung in die sehr unange-
Prag, S. Juni. Aus Fachkreisen wird dem Tschechoslowakischen Pressebüro milgekeUt: Die Nachrichten über die vom Luftschiff „Italia" ausgesandte und angeblich in verschiedenen Teilen Nordeuropos aufgefangenen Radiode peschen sind mit größtem Vorbehalt aufzu- nehmen. Das Luftschiff war mit einer Sende siation von 500 Watt Energie ausgestaltel. Diese Station wurde durch einen hilfspropeller betrieben, der nur dann arbeiten kann, wenn das Lufschiff durch seine eigenen Mo-koren angetrieben fliegt. Wie aus den früheren Berichten ersichtlich und auch höchstwahrscheinlich ist, hat die Italia" bei der Rückkehr vom Nordpol alle Betriebsstoffe verbraucht. Vorausgesetzt aber, daß die „Italia" in der Lust vom Winde als Ballon getrieben wird, kann der Hilfspropeller und dann die Sendestation nicht arbeiten.
Diese Mitteilungen von sachverständiger Seite dämpfen die Hoffnungen sehr herab, die die im Laufe des gestrigen Tages sich mehrenden Meldungen über aufgefangene SOS-Rufe der „Italia" erweckten. Es war ja an sich schon auffällig, daß außer der japanischen Station Sapporo bei Hakodate, von der mir gestern berichteten, ausgerechnet russische Radioamateure Funksprüche der „Jta- lia" aufgefangen haben wollten, nach der das Luft, chiff in Franz-Josefs-Land niedergegangen sein sollte, während die doch sicher besser ausgestattete Station in Kingsbay nichts gehört hatte. Nachdem die erste Nachricht von angeblichen SOS-Rufen der „Italia" bekannt geworden war, kamen denn auch alsbald aus allen Gegenden Nordrußlands und Nordschwedens Meldungen, nach denen meist Ama- teure ähnliche Funksprüche aufgefangen haben woll- ten. Man wird dies leider von jetzt an wieder als Täuschung oder gar als Phantasie der angeblichen Empfänger bezeichnen müssen.
Die Hilfse-eveditio« füv Ltovile
Singsbay, 5. Juni. Von der „Italia" liegen immer noch keine Nachrichten vor. Das Wetter ist gegenwärtig günstig. Der Dampfer „Braganza" bleibt in der Mostel-Bay. Leutnant Lützow-Holm wird heute von der Virgo-Bay seinen Erkundungsflug antreten.
Moskau. 6. Juni. Die Meldung, daß die Ob. barster Station einen Funkspruch Nobiles empfangen habe, wird nicht bestätigt. In Gelehrten-Kreisen hält man es jedoch für wahrscheinlich, daß Nobile auf Franz-Iosepbs-Land niedergegangen ist.
Oslo, 6. Juni. Zeitungsmeldungen zufolge ist der Dampfer „Braganza" bis zum Nordkap des Nord-Ostlandes notgedrungen. Der Flieger Lützow- Holm hat bei seinem Erkundungsflug von der Virgu-Bucht aus nichts gesehen.
rlchMchen Auseinandersetzung vorzuziehen. Die Abstimmung in zweiter Lesung, gegen deren sofortige Vornahme von den Sozialdemokraten Widerspruch erhoben wurde, ist auf Freitag vertagt worden.
Im übrigen verrichtete der Landtag fleißige Arbeit. So wurden die votksparteilichen Anträge zrmi Wohnungsbau erledigt. Die Regierung wurde weiter ersucht, für die Aushebung der Karenzzeit in der Arbeitslosenversicherung und für eine Er- höbuna der Uniallrente in Berlin einzutreten. Die
Regierung wurde ferner ermächtigt, für das lau- fende Geschäftsjahr einen Betrag bis zu 15 Mil- $i,oneu für den Wohnungsbau im Anleihe-wege auszunehmen. Dann beschäftigte sich das Haus noch ^fragen, der Notlage der kleinen Bauge- übe, die privat« Bautätigkeit beamteter
zu verteilen. Ferner sind noch 15 Landesmandate zu vergeben, daß sich so der neue Landtag folgendermaßen zusammensetzen wird: Bayerische Volks- Partei 46 Sitze, Sozialdemokraten 34, Bayerischer Bauern- und Mittelstandsbund 17, Deutschnationale
Volkspartei 13, Nationalsozialisten 9, Kommu-
5, Deutsche Volkspartei 4, zusammen 128
nisten Eitze.
der^^lkadt, 5. 3uni. Der wichtig wür ^^"k^ den hessischen Landtag (......
Vorlage der Regierung, über die endgültige schling mit dem vormals regierenden eiaJiOi1^ Man war in Spannung, wie sich Dina» J^ der entscheidenden Abstimmung die icki<°s,„?5s^lten würden. Die Vorlage wurde aber in erster Lesung mit vier Stimmen sch?» »""genommen. Mit 29 Stimmen der Deut- Volkspartei, des Zentrums, der Demokraten berß Vufwertungsparlei gegen 25 Stimmen enff™»"1"1“"^ und Sozialdemokraten bei Stimm- ä<Ä«^ ""^ —
unkt, tigte.
mit Ete-uei roertsbetric--, ... r------- ------ „ „
Architekten, die eingeschränkt werden soll, und noch einigen kleineren Vorlagen.
Parlament dafür, aene gütliche Re-
einer ge-
Morgen wird der Landtag eine Besichtigungs- rskse in den Odenwald nach Michelstadt und Lin- ibenifels unternehmen.
Die Zusammensetzung deS Landtages in Naveen
München. 5. Juni. Der bayerische Landtags- Wahlausschuß trat heute zusammen, um das endgültige Ergebnis der Landtagswahlen feftzustellen. Die Gesamtzahl der im Lande bei den Landtagswahlen am 20. Mai abgegeben Stimmen beträgt 3 310 337. Zu den bereits bei den Wahlen gewähl- ten 82 Abgeordneten waren noch 31 Restmandate
Sk« Dovvettuftmoed im Schwavrwaid
Freiburg, 5, 3unL Zwei Lehrerinnen im Alter von 25 und 35 Jahren, die beide in Mannheim angestellt waren, wurden heute vormittag oberhalb Breitnau gegen die Weißlannehükte etwa 8.45 Uhr mit durchschnittenem Halse tot aufgefun- den. Die Leichen lagen ca. 70 Meter von einander entfernt. Der Befund läßt bei beiden auf Lustmord schließen. Nach den Ermittlungen sind es zwei Cousinen namens Gersbach. Sie wollten auf dem Hohenweg nach dem Feldberg weiterwandern. Auf die Meldung von ihrem Ausbleiben begab sich sofort ein größeres Aufgebot der Freiburger Verelt- schastspolizei in das in Frage kommende Gebiet und fand nach längerem Suchen die beiden Leichen auf. Irgendwelche Anhaltspunkte über den oder die Täter hat man noch nicht. Die Nachforschungen werden mit aller Energie fortgesetzt. Die Erregung über diese scheußliche Tat ist naturgemäß außer- ordenMch groß.
hisien und hierbei durch einen Zug des Sun= desheeres von dreißig Mann militärisch« Ehren erweisen zu lassen. Wenn der Vorfall damit äußerlich auch seine korrekte Beilegung erfahren hat, so geht der Kampf um die Frage Südtirol selbstverständlich weiter, und er wird solange anhallen, bis unter dem Druck der Weltöffentlichkeit durchgreifende Aenderungen gegenüber dem derzeitigen Zustande in Südttrol ein getreten sein werden.
Wer die Haltung des faschisttschen Regimes gegenüber Südtirol klar erfassen will, braucht nur dann an die Geschichte des sogenannten Siegesdenkmals in Bozem zu denken. Der Einweihungstag ist immer wieder hinausgeschoben und soll nun am Hinrichtungstage Battistis stattfinden. Battisti war bekanntlich österreichischer Offizier, der sein Vaterland an die Italiener verriet und dann als Hauptmann auf italienischer Seite gegen Oesterreich weiterkämpfte. Bei einem Sturm der Oesterreicher, bei dem die italienische Stellung überrannt wurde, fiel Battisti in die Hände der Oesterreicher, wurde kriegsgerichtlich verurteitt und in Bozen gehängt. Dabei dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß Battisti nur darum in die Hände der Oesterreicher fiel, weil die Italiener ihn ihrerseits an die Oesterreicher verrieten. Battisti lag bei den gefallenen Italienern und stellte sich tot, um einer Gefangenschaft zu entgehen, wobei er hoffte, in der Dunkelheit entkommen zu können. Da waren es die Italiener, die diesen jetzt von ihnen als nationalen Märtyrer gefeierten Verräter an die Oesterreicher auslieferten. Den Hinrichtungstag dieses verratenen Verräters wollen die Italiener nun dazu benutzen, um das große Siegsdenkmal in Bozen zu enthüllen.
Das Denkmal, an der Taflerbrücke gelegen,
mit dem Blick a ten, macht einen
luf den herrlichen Rosengarimposanten Eindruck. Vom
künstlerischen Standtpunkte wird gegen dieses kolossale Monument aus weißem Marmor nur wenig einzuwenden sein. Die Aufschriften rücken den Ramen Mussolinis in die richtige bengalische Beleuchtung. Wie überhaupt alles, was in Italien und Südtirol ge- schieht, auf eine Verherrlichung des Duce abgestellt ist.
Einen schlagenden Beweis hierfür dürsten die zehn Gebote bilden, die man neuerdings jedem faschistischen Milizsoldaten aushändigt und die auch den Kindern in den Schulen von den italienischen Lehrern in die -and gegeben werden. Ist die Aufstellung dieser neuen zehn Gebote an sich schon eine Geschmacklosigkeit,
Die heutige Kummev umfaSt 10 Seite«.