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Donnerstag

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den 31» Mar

1028

I Das «enefte.

h Reichspräsident von Hindenburg wird heute kn bisherigen Reichstag-präsidenten Löbe empfan­gen zur Beratung über die Regierungsbildung.

I 3m polnischen Sjem stellte der Führer der deutschen Minderheiten die starke Benachteiligung der Deutschen la Polen dar.

h - Die Nordpokflieger MMn» und Lyetson korben gestern nachmittag in Berlin begeistert

Ja Belgrad fanden gestern wieder itaklen- »dliche Kundgebungen statt, die beträchtliche Ans­itze annahmen.

Die Japaner haben von Korea aus einen rmarfch in die Mandschurei angetreten, der dort ste Unruhe hervorgerufen hat.

Aufmarsch der Parieren iiobenburg empfängt den Reichstagspräsideulen. [ Reichspräsident Hènden bürg wird heute n Bräuche des parlamentarischen Systems ent« echend als Ersten den Reichstagspräsi- ulen Löbe empfangen und sich von ihm er die politische Lage, wie sie durch den Wahlaus- l entstanden ist, berichten lassen. Mit dem Upsang des Reichstogsprästdenten durch den ichspräsidenten werden die offiziellen erhandlungen über die Bildung der uen Regierung eröffnet.

Außer dem Parteivorstanü und dem Parteiaus» ufe des Zentrums wird der Parteioorftand

Deutschen Volkspartei Ende dieser vche in Berlin zusammentreten. Auch der Partei, stand der Demokraten wird noch vor dem ämmèntritt des Reichstages einberufen werden.

^nriinnrffnn

ölörgän der Partei, der Germania", ein Ar- vorausgegangen, der für die künftige Ein- ig der Reichstagsfraktion von symptomatischer itung sein dürfte. Das Zentrum hatte in der

titschen Politik bisher die Schlüsselgewalt und ht sie jetzt in die Hände der Sozialdemokraten tgleiten. Die »Germania-, die natürlich auch kei» n anderen Ausweg aus der durch bie Wahlen fchaffenen politischen Lage als die Große Koali- »n sieht, beschäftigt sich mit der Frage, ob und k man mit der Großen Koalition eine Stabilität t Reichsregierung erreichen könne, und bei dieser elegenheit ernsten Sorgen Ausdruck gibt. Es zieht e auf dem Kieler Parteitag gefallene Aeußerung 15 Reichstagspräsidenten Löbe an, daß der Gegen- H zwischen den Parteien nicht mehr in der Frage ir Etaatsform, sondern in der Frage Kapita- 5mns oder Sozialismus liege, daß des- °!b die Opposition mehr zu empfehlen sei als die Elision. Nun ist ja bekanntlich Löbe mit seiner N!chauung auf dem Kieler Parteitag in der Min- krheit gevlieben, und die Problemstellung geht dahin, ob die Sozialdemokratie in die Regie- eintritt oder nicht, sondern darum, welche kuingungen sie stellt. Unter diesem Gesichtspunkt »st die Germania der Sozialdemokratie gut zu, w Forderungen nicht zu überspannen, und sagt: Zustandekommen der Regierung und später der Erfolg ihrer Arbeit hängen nicht zuletzt Mn ab, ob die Sozialdemokratische Partei ast wirklich bereit ist, den politischen Willen ihrer Ertner so zu respektieren, daß eine gedeihliche Npmenarbeft möglich wird." Noch viel skeptischer "5 die Germania sieht der Führer der christlichen «eDerkschasten, Adam Stegerwald, der parlamen- Zukunft entgegen. In einem Aussatz der «rmania erörtert er die Gründe für den Stim. Wjtfgang des Zentrums und findet sie in der Machern Wahlbeteiligung, in der Arbett der ^"Wch-sozialen Reichspartei, die dem Zentrum Seamt 125 000 Stimmen genommen habe, in 'm mangelnden Zustrom der Jugend und in der -sung der wirtschaftlichen Splitterparteien. Er aber auch zugeben, daß die innern Zustände dentrum die denkbar ungünstigsten Voraus- Msen für die Wahl geboten haben. Er Der-

,auf den jahrelangen Streit im Innern der um rechts und links, die Frage Wirth, die ^^"besoldung, die zwischen Marx und Steger- '° durch Indiskretion bekanntgewordenen Un- «n in Verbindung mit der Beamtenbesol, agsrekonv, die Tatsache, daß die Zentrum».

£ ?°r den Wahlen in Preußen mit Links und mit Rechts koaliert war und dadurch die di.ttC'L der Partei im Wahlkampf gefehlt habe, «..-I'^sichtl'che Notlage brZiter Kreise der Land- foij* usw. Er schließt sein« Ausführungen mit Sagen-

fest« der nächsten Zeit dürften zunächst wirk- her W^ finanzpolitische Fragen das Kernstück ;r°,° Eschen Reichspolitik bilden. Ob in biefen !(n ",nsMonbere ein dauerndes Zusammenwir- Part>; 'ichen Sozialdemokratie und Deutscher Volk».

Möglich sein wird, steht noch dahin. Neue ti6t .sind unter solchen Verhältnissen vielleicht h L f^N- Auch den Maiwahlen im Jahre 1924 Ma Dezemberwahlen des gleichen Jahres ge- r gründlich vorbereiteter Reichsparteitag ich m-^ den kommenden Herbst zur Notwendig- rüe«, der idsemnätzia «mb organisatorisch

PA auch zH ?" Zentrum die d

Die «* gefunden?

Seattle (Washington), 30. Mai. Rach einer heute nachmittag ausgenommen« drahtlosen Rachricht einer Radiofiatiou in Alaska ist dort gehört worden, wie dieCilta di Milano- eine Nachricht nach Rom gegeben habe, die von Robile unterzeichnet sei. Die Station in Alaska berichtet, die Meldung besage, daß die »Italia- aufgefunden sei.

Weitere Meldungen besage«:

Rewyork, 30. Mai. Associated Preß mekdet ans Manila, eine Privatfunkstation im Fort Mc King- loy bei Manila Hobe heut« oben!) 10.30 Uhr von der Funkstation ht Wladiwostok eine Botschaft fol- genden Inhaltes aufgefangen: »Noblle! Wir hörten Ihr« Sender auf ungefähr 33 Meter Wellenlänge. Fahret bitte fort!- Diese Funkworte feien in Ma­nila nur sehr schwach vernommen worden.

Oslo, 30. Mai. Frithjof Nansen erklärte

dl einem Interview: E« ist mir «mnâgltth, irgend welche Vermutungen über das Schicksal der3taüa*

I- aufzustellen, da es mir an Mitteilungen über bie n meteorologischen Bedingungen fehlt. Wenn die Jta- > liener ihre Gewehre und Munition gerettet habe«.

so wird es ihnen möglich sein, sich die erforderlichen Lebensmittel im Sommer zu verschaffen.

tiingsbag, 31. Mai. 2 Uhr morgens. Bis zur Stunde ist hier noch kein« Nachricht von der »Italia" eingetroffen. Es herrscht Nordwind und Schneefall.

Soovdae über Rüstung und Friedenspolitik

wafhiutou, 30. Mai. Präsident Coolidge begab sich heute nach Settysbuvg, um an der durch die Schlacht vom L bis 3. Juli 1893 berühmten Stätte eine Rede aus Anlaß des Rationalgedeoktage, für die im Kriege Gefallenen zu halten. C» ist dies das erste Mal, daß der Präsident diese Rede nicht aus dem hiesigen Ratioaalfriedhof am Grabe de» unbekannten Soldaten hält. Der Asiociated preß zufolge will Präsident Coolidge durch die Verlegung des Ortes für seine Rede nicht nur an die Krlegstaten des Weltkrieges erinnern, sondern für eine baldige möglichst sichere Garantierung des Weltfriedens plädieren.

Präsident Coolidge wandte sich zunächst der Frage der amerikanischen Streikräfte zu. Er führte u. a. aus: Unsere militärischen Streitkräfte halten sich in außerordentlich mäßigen Grenzen. Unser stehendes Heer und unsere Reserve ist klein. Unser National-

für die Volizei, wenn wir die Ausdehnung der Vereinigten Staaten und ihre Verpflichtungen auf ihren Besitzungen in Betracht ziehen. Unsere Flotte, die sich zum Schutze unseres auf die ganze Welt verteilenden und von keinem Lande an Ausdehnung übertroffenen Han­dels notwendig ist, muß durch Kreuzer und andere Hilfsschiffe verstärkt werden. Der Bau solcher Schiffe ist bereits eingeleitet und die Pläne für die erforderlichen Flottenverstärkungen werden bear­beitet. Unsere Luftstreitkräste werden ständig ver- bssert und vermehrt. Bei der Aufrechterhaltung die­ser sich in mäßigen Grenzen haltenden Strettkräfte sind wir besonders darum besorgt, die Welt wissen zu lassen, daß diese Streitkräfte lediglich Verteidi­gungszwecken und der Aufrechterhaltung des all­gemeinen Friedens und der Ruhe dienen. Keine fremde Nation befindet sich im Besitz irgend einer Sachsen, die wir mit Gewalt an uns bringen woll­ten. Unser Einwanderungsgesetz, das die Einwande­rung beschränkt, bedeutet eine Erklärung der natio­nalen Politik gegen den Erwerb von Gebietstellen eines fremden Volkes. Obwohl wir gegenwärtig Streitträfte auf Haiti, in Nicaragua und Chino unterhalten, so stehen sie doch nirgendwo zu dem Zwecke, um Kriegs zu führen, sondern

zu dem Zwecke, eine friedliche Lage zu sicher», bei der die Rechte unserer Staatsangehörigen und Ihr Eigentum jenen Schutz finden, auf den sie nach den Bestimmungen des Völkerrechtes Anspruch ha­ben. In Haiti und Nicaragua verfolgen wir weiter den Zweck, das Volk und die Regierungen dieser beiden Länder dabei M unterstützen, den Staat zu festigen und ordnungsmäßige unb fried­liche Einrichtungen aufrecht zu erhalten. Unsere Truppen stehen in diesen Ländern aufgrund einer ausdrücklichen Aufforderung, bie von diesen Ländern ausgegangen ist, und in Uebereinstimmung mit entsprechenden Abkommen.

Man kann sagen, daß unser Land in seiner Geschichte niemals Vorbereitungen getroffen hat, um ein anderes Land angugreifen. Wenn in ner unser Land in einem Sonst ist verwickelt wurde, trat es in einem solchen Zustande des Unvorbereitet- seins in ihn hinein, der bewies, daß der Konstit: nicht gesucht, ja nicht einmal erwartet wurde. Woh> renb andere der Meinung waren, sie seien gezwun- gen sich für den Krieg vorzubereiten, war unsere Lage stets die, daß mir uns immer für den Fneüen vorbereiteten.

Nach unserer Theorie find Armee und Flotte zwar ein wichtiger und notwendiger Teil der na­tionalen Sicherheit, aber in keiner Weise die einzigen Mittel für die Sicherheit. Wir wissen, daß in Zelten von Raffengegensätzen und nationalen Verstimmun­gen und bei inneren Unruhen, denen alle Nationen mehr oder weniger unterworfen sind, der Bestand einer angemessenen Armee die einzige prakttsche Me-

herauszustellen hat, was ist und was ht Zukunft für die Zentrumspartei werden muß.

thod« für den Schutz von Leben und Eigentum bar« stellt. Die Welt ist jedoch soweit genug vorgeschritten in ihrer Zivilisation und in ihrer Erfahrung, daß et nicht wahrscheinlich ist, daß ein großer Konflikt, sei es planmäßig, sei es zufällig, entsteht. Es hat sich bsrvusaektellt. dak der Äriea aewi rüraend kein

der Richtung nach dem

Wendung von Senxttt. Krieg ist vollständige Gesetz­losigkeit. Friede« die Herrschaft des Gesetzes. Die Hauptanstrengrmg der ZiviUsation soll barât be­stehen,

die Well unter die Herrschaft bes Recht, M bringen.

Unsern Staatsangehörigen liegt die Berpfltthtlmg ob, wenn sie im Auslande sind, sich ebenso dem Rechte zu unterwerfen wie im Inland«. Eine Regierung der Vereinigten Staaten, bie ihre Pflicht, Sehen und Eigentum ihrer Bürger zu schützen, nicht erfüllen mürbe, würde mit Recht im Inlands verurteilt und im Auslande verhöhnt werden. Unsere Staatsange­hörigen sollten aber auch eingedenk sein, sich selbst bei ihrem Verhalten gegenüber ausländischen Inter­essen so zu führen, daß sie jeglichen Schutzes ihrer Regierung wert sind.

Die Anerkennung des Völkerrechte» ist eine gegenseitige Pflicht. Er ist notwendig, daß nicht nur wir die Bestimmungen bes Völkerrechtes selbst gewissenhaft beobachten, sondern daß wir auch unsererseits die Beobachtung jener Grundsätze von anderen verlangen können. Wenn wir Ueberein- kommen mit anderen Völkern abschließen, so müssen wir darauf achten, daß sie auch durchgeführt werden. Wenn sie jemals aufgehoben werden, so darf dies nur in Uebereinstimmung mit den Bestimmungen des Abkommens stattfinden. Für uns bedeutet das Bestehen auf der Beobachtung bes Völkerrechtes eine Stärkung der Hauptgrundlage des Friedens. Durch unseren Einfluß und unser Beispiel können wir viel dazu beitragen.

alle Verstöße gegen bas Völkerrecht umoirffam zu machen.

Am Schluß seiner Ausführung«, wandte sich Toolidge den durch das Angebot Briands vom Juni 1927 veranlaßten neuen Friede ns poN-Dis- tufflonen zu, und dem

Vorschläge bes Staatssekretär» Kellogg vom 13. April 1928. Der Präsident sagte hierzu: Der Entwurf Kelloggs hat eine sehr günstige Auf­nahme gefunden. Sie Idee eines allgemeinen 53er­trage s für den Verzicht auf Krieg ist im Inland« und Auslande nicht nur von der öffentlichen Mei­nung unterstützt worden, sondern bie Regierungen selbst haben diase Frage mit einem Interesse und einer Sympathie ausgenommen, die höchst ermuti- gend sind. Es ist meine aufrichtigst« Hoffnung, daß die jetzt im Fluß befindlichen Verhandlungen von Erfolg gefrönt sein werden und daß die A>«qle, die den französischen Außenminister und den Staats­sekretär der Vereinigten Staaten bei ihren Be­mühungen geleitet haben, eine Lösung bes Frie- bensprobfems herbeizufübren, eine praktische Ver­wirklichung durch den baldigen Abschluß eines all- remeinen Vertrages finden werden, der künftig den Ausbruch von Kriegen herabsetzt.

Italien, Gabtieol und tote

Von Dr. Aritz Mittelmann, M. d. R.

Die Kundgebung, die der frühere itaüenstche Ministerpräsident Nitti soeben an feine Freunde gerichtet hat, erregt größtes Auf­sehen in der politischen Weltöffentlichkeit. Er- fiärt der einst leitende staSenssche Staats­mann in dieser Kundgebung doch klar und bün­dig, daß alle Handlungen der gegenwärtigen italienischen Regierung, nachdem diese die Verfassung abgeschafst hat, lediglich Hand- lungen einer illegalen Partei darstell« und von keiner Regierung anerkannt werd« könn­ten, die aus das gegenwärtig« Regime folgen werde. Keine internationale Derpflichtuna, keine StaatsschuD, keine Konzession, die auf die faschistische Regierung «rück geht, würde nach Nitti von einer zukünftig« Regierung aner­kannt werd« können. Auch die konservativste Partei würde die Gültigkett dieser illegalen Akte nicht anerkennen können.

Wer die Aerhâltnifle in Stätten genau beobachtet hat, wird wissen, daß das Volk seiner sämtlichen verfassungsmäßigen Rechte beraubt worden ist. Der ehemalige Minister­präsident Nitti hat vollkomm« recht, wenn er behauptet, daß durch das jüngst erlassene Ge­setz die Kammer tatsächlich abgeschafst worben ist, denn die Deputiertenkammer in Rom be­steht nicht mehr aus Persönlichkeiten, die vom

solchen, die die faschistische Partei ernennt.

Wir haben in Stoßen somit genau wie in Rußland die Herrschaft einer einzigen Partei. In Italien find es die Faschisten, in Rußland bis Bolschewisten. Beide Parteien stellen zah­lenmäßig zweifellos eine Minderheit im Volke

I- Krieg

Die An

ku ihren Händen zu halten. Die stolzen

mit benett der Faschismus prunkt, wollen dem­gegenüber nichts besagen, denn nur durch Terror mA Zwang ist die Bevölkerung des Landes in die faschistische Organisation hinein- gezw ungen worden. t

Wie lange kann sich dieses Regime, unter dem Italien zweifellos einen wirtschaftlichen und politischen Aufschwung genommen hat, noch halten? Die Antwort darauf kann nur lauten: Solange wie die Steuerkrast des Lan­des in der Lage sein wird, die faschistische Mi­liz und den ungeheuren

schlingt Hunderte und Aberhunderte von Millionen Lire im Jahre. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Steuerkrast Italiens im Laufs der Zeit mit Naturnot« wendigkett nachlassen muß, denn der Faschis­mus stellt zu einem erheblichen Teil völlig unproduktive Arbeit dar. Das Heer der Auf­passer, deren Tätigkeit im Aufpaffen und nur im Aufpaffen besteht, ist eben viel zu groß, um auf die Dauer von dem übrigen italienischen Volk ernährt zu werden.

Dazu kommt vor allem ein Umstand, dem in der Beurteilung der italienischen Zustande bisher noch nicht genügend Rechnung getragen ist. Das italienische Heer und die faschistische Miliz ziehen keineswegs an einem Strange f obern bilden letzten Endes scharfe sich wieder- streitende Gegensätze. Als der italienische Kö­nig nach dem siegreichen Marsche der Scywarz- hemden auf Rom Muffolini seinerzeit an die Brust drückte und umarmte, seine Handlung damit legalisierend, tat er dies aus einer Zwangslage heraus. Inzwischen hat sich der König, wiederum zwangsweise, immer mehr Mussolini und den Faschisten verschrieben. Ob ihm und seinem Hause dabei innerlich wohl ist, darf wohl mit Recht bezweifelt werden. Die Gegensätze Mischen dem Kronprinzen und dem Duce dürften hinreichend bekannt sein. )i« Herzen des Volkes stehen aber hinter dem Kronprinzen, wenn auch der Mund infolge aschistifchen Terrors weisst zum Schweigen verurteilt ist. Der italienische Kronprinz ist auch alles andere eher als ein Deutschenfeind. Dies wissen die Südtiroler ganz genau, denen er ein Wohlwollen deutlich zu verstehen gege­ben hat. Als vor nicht allzu langer Zeit ein großes industrielles Werk in Südtirol ei» geweiht wurde mA aus diesem Anlaß ein Em­

nügend Schwierigkeiten übrig, um die verantwort­lichen Instanzen aller Parteien zu einer gründlichen

Wenn man auch Lie Zukunft nicht ganz so trübe Gewissenserforfchung über ihr politisches Verhalten anzusehen braucht wie Stegerwald, so bleiben in» in der kommenden Zeit zu veranlassen. Auch aus folge der durch ein mangelhaftes Wahlrecht fünft- sozialdemokratischen Reihen wird die Einberufung Üch geschürt« deutschen Parteiz«fplitterun« »e» eines Reichsoartetlaaes gefordert,

pfang größeren Stils stattfand, hielt der italienische Kronprinz in flleßendem Deutsch eine zu Herzen gehende Ansprache. Die an-

Die betttiae «ummev umfatzi

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