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.HanamMzeigee

EHvGeneral ÄmeLger Kw^^S^ W<man Madi und Land

S^chstot täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Aonat X5L1.-Z für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag is, Zenites 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise- Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Psg.» im Zteklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. / Ofsertengebühr 50 JUpfg.

Ke. 123

Samstag

ErMungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für platzvorschrist u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. > Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3951,3958

de« 26. Mai

1928

Das netteste.

Die »Italia" ist noch unterwegs. Heule mor­gen 2 Uhr lag noch keine Rachricht von ihr vor.

Aus China werden schwere Kämpfe um Peking gemeldet.

Der frühere italienische Ministerpräsident Nikki hat eine scharfe Kundgebung gegen den heu­tigen italienischen Staat erlassen.

i In Zweibrücken wurden von französischen Gendarmen zwei Deutsche verhaftet. Die Verhaf- fung steht in Zusammenhang mit dem Flaggenzwi- schenfall in Zweibrücken, wo in der Rachl zum 1. Mai die französische Fahne vom Offizierskasino herabgerissen wurde.

In Gelsenkirchen wurde gestern nachmittag eine etwa zwei Minuten dauernde Lrderschüklerung oerspürt.

Die »Bremen"-Flieger werden am 18. Juni mit dem »Columbus" in Bremen eintreffen. Es iinb große Empfangsfeierlichkeiten geplant.

DevSehssAusreus o 583 absestürzt

Dev Ditos und 2 Passagiere geiStet

Düsseldorf 26. Alai. Das B erk ehr s f lu g z e u g Der deutschen Lufthansa D 583 das heute früh 7.40 Uhr in Dortmund zum Flug nach Frankfurt a. Al. aufgestiegen war, ist 8.15 Uhr bei Radevormwald abgefiürzt, wobei es in Brand geriet. Der Pilot und zwei Passagiere kamen ums Leben. Ein Passagier wurde verletzt während ein anderer unverletzt blieb. Die Leichen der Getöteten wurden vollkommen verbrannt. Die Ursache des Unglücks ist nicht bekannt.

Berlin, 62. Mai. Rach hier eingetroffenen Hofmann, Herr Lippert-Dortmund und Herr Rachrichken find die Ramen, die bei dem Flugzeug- Runge-Dortmund. Der verletzte Passagier ist ein absturz tödlich Verunglückten folgende: der Pilot Herr Huinmereich aus Essen.

Die »Staüa^ ^M unisVwegs

Gese« stasöe Winde zu LLwvke«

VoMsches pfingstsNazZevgans

In dem Berichte von der Ausgießung des heiligen Geistes, Den die Ueberlieferung dem Verfasser des dritten Evangeliums zuschreibt, wird erzählt, wie die zwölf Erwählten des Herrn am Tage der Pfingsten alle einmütig beieinander waren: und ein Brausen geschah vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und es erschienen an ihnen Zungen zerteilet wie vom Feuer... Da wurden sie alle voll des heiligen Geistes und fingen an M predigen in fremden Sprachem Und die Menge, aus allen Himmelsrichtungen, aus aller Herren Ländern zusammengeströmt, sie staunte, hörte doch ein jeglicher diese schlichten Männer aus Galiläa in seiner eigenen Zunge roden.

Wie ganz anders sieht es heute im deutschen Volke aus. Nicht einmütig sind wir alle bei­einander, nicht Konfessionen, nicht Stände, nicht politische Parteien finden sich zusammen zum großen Ziel, das heißes Begehren aller sein sollte, zur Rettung des deutschen Volkes aus tiefer Not, zum Wiederaufbau unseres Vaterlandes. Und kein Sturmwind braust

dev âoarttionsbttdtmg

Berlin, 25. Mai. Von sozialdemokratischer Seite vird heute parteioffiziös erklärt, daß entgegen imlausenden Gerüchten bislang irgend welche Inter Handlungen über die Bildung einer Koalitionsregierung nach keiner Richtung iattgefunden hätten. Das dürfte auch nach unserer ienntnis zutreffen. Insbesondere bestätigt ès sich ichL daß zwischen Sozialdemokraten und Zentrum ereits Fühlung genommen wäre. Der Vorsitzende

Oslo, 25. Mai. Ein Funkspruch aus Kingsbay besagt, daß die »Eitla di Milano", General Mobiles Hilfsschiff, nachdem sie 33 Stunden ohne Rachricht von den Polfliegern gewesen ist, stark verspätet von Bord der »Italia" eine Mitteilung des Generals Robile er­hielt, derzufolge er bei seiner Rückkehr vom Pol sehr starken Süd stürmen begegnete und daher den Kurs des Luftschiffes nach Osten verlegen muhte.

Kingsbay, 26. Mai. (2 Uhr morgens.) Bis jetzt ist keine weitere Tlachricht von der »Italia" einqetroffen. Es herrscht starker Rordwest. Man beabsichtigt heute eine hilfs- en versuche haben die Mei-

3talia eingetroffen. Es herrscht starker Rordwest.

expedilion zu Schiff abzuschicken. Die zu diesem Zweck eingestellten . , , nung aufkommen lassen, daß das Schiff wegen des Eises wenig ausrichten kann.

Über Land und Volk und wir verstehen, ver­stehen einander nicht mehr. Wie in jenen be­klommenen Zeiten vor Ausbruch des großen Gerichtstages reden wir ein jeglicher nur die eigene Sprache. Und es ist ein Wirrnis in deutschen Landen wie am Tage von Babel.

Blicken wir auf die jüngste politische Ver- qangenheit, auf den Wahlkampf zurück und die babylonische. Verwirrung tritt in ihrer ganzen unseligen Größe vor unser Auge. 32 Parteien Bruder wider Den Bruder standen sich im Kampfe gegenüber, das ganze Land war vom - "^----redeten

Blicken wir

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Hatten auf un wird in den nächsten gen in hm vom Papst empfangen werden. Er kehrt an- angs Juni nach Berlin zurück, um bei der Auf- lahme der Verhandlungen über die Regierugsneü- 'ildung zugegen zu sein. Inzwischen wird von den Ankssozialisten namentlich des sächsischen Landesverbandes immer dringender die Einbe­rufung eines außerordentlichen Parteitges noch wr Beginn der Koalitionsberatungen verlangt. Das hat natürlich den Sinn, die Entscheidung aus der Reichstagsfraktion in den Parteitag zu verlegen. Wie es heißt, wird sich der Druck der radikalen Elemente noch erheblich verstärken. Bezeichnend ist, daß dieLeipz. Volkszeitung" bereits eine Aktions­programm befürwortet, das neben durchgreifenden sozialpolitischen Forderungen unter anderem das Verlangen nach Verhinderung des Panzerkreuzer- Baues und was am bedenklichsten ist, nach Refor­men im gesamten Heereswesen, die auf das Löbssche Ièkrutierungssystem hinauslaufen. enthält. Bedin- Sen, die nicht gerade geeignet sind, den bürger-

i Parteien den Eintritt in die Koalition zu erleichtern. Zwar pflegen am Anfang der Verhand- ungeü die Parteien stets Maximalforderungen zu liellen. Aber bei dem flirten Ueberwiegen des radi­alen Einflusses in der Sozialdemokratie wird es "uverordentlich schwer fallen, hier einen Ausgleich

MH Ovotze Koalition

,. Merlin, 25. Mai. Der große Vorstand der Wirt- 'Aajtspartei trat heute zusammen, um die durch be Abgang der Wahlen geschaffene Lage zu besprë-

Zur Neubildung der Regierung konnte er "icht Stellung nehmen, weil das Sache der ^chstagsfraktion ist, die erst nach Pfingsten zu- ammengerufen werden wird. Schon heute jedoch M sich sagen, daß die Partei eine Einladung zu ^Handlungen über die Große Koalition nicht von fei und grundsätzlich ablehnen würde. Wie ^,.^2Z.-Büro hört, geht die Meinung in der .schaftspartei dahin, daß ihre Mitarbeit in einer wesentlich abhängig zu machen ist von ..Programm des Kabinetts, namentlich von den tiJ, r1 $cn Gesetzesvorlagen, die es einbringt oder euWmgen gedenkt.

abseEsne Tvwolove

"^ibrückeu, 25. Mai. Die Besatzungsbe- Mde hat in s^ ber in öet Rächt zum 1. Mai 7»:. i^nzösischen Offizierskasino herabgerissenen sjx5. i^e heute früh eine in den dreißiger Jahren Len ^nna Kornberger gegen 5 Uhr aus dem us verhaftet und nach 6 Uhr in Richtung einV abkransportiert. Um 6 Uhr wurde auch ^^uiogaragenbesitzer Eugen Franck aus dem Bett live." c ^rhastek. Er wurde um 9 Uhr gefesselt durch ka^ französische Gendarme ebenfalls in Richtung einiau weggeschafft. Beide Verhafteten hatten vor Mpbn Togen längere Vernehmungen über sich er- hn i «^" müssen, weil sie mit zwei jungen Leu- Htpn Kraftwagen ins rechtsrheinische Gebiet ge- ^an,'""- Diese jungen Leute wurden von den leiinot "^ Täter angesehen, bestreiten aber jede ieiuèu,- ^ an dem vorsall. Sie befinden sich noch

des Rheines.

Land u n g v o n M it glie de r n d e r^Papst, Mussolini und an seine Frau. Signora

riesige Freude hervor, weil man

verhaltn

feststeht,

wegen n .......

hat sich General Nobile mit seines Luftschiff etwa 2J4 Stunden über dem Pol aufgehalten und kreuzte mehrfach hin und her, um einen günstigen Lan­dungsplatz zu finden. Doch mußte man schließlich davon absehen, jemand an Land zu setzen. General Nobile beschränkte sich lediglich darauf, das Kreuz des Papstes, die italienische und die Mailänder Flagge am Pol abzuwerfen, und er sandte dann drahtlose Grüße an König Viktor Emanuel, den

itun? satzung

e gen ' wegen des Luftschiffes und seiner

> hegte. Nach der obigen Meldung lag aber bis heute h morgen 2 Uhr noch keine weitere Nachricht von der Italia" vor. Eigentlich müßte sie bereits in Kings- bay eingetroffen sein. Es ist also immerhin noch mit der Möglichkeit zu rechnen, daß sich auf der letzten Etappe irgend ein Zwischenfall ereignet hat.

in

Miss gegen den Hentisen SigiZenS-chen Maas

P ar i s, 25. Mai. Der frühere italienische Ministerpräsident R i t t i hat an seine Fri Italien eine scharfe Kundgebung gegen den heutigen italienischen Staat gerichtet.

In dem Manifest heißt es: Seit sechs Jahren erleidet die italienische Verfassung tagtäglich neue Verletzungen und neue Herausforderungen von einer bewaffneten Minderheit, die mit Hilfe einer militärischen Gruppe sich im Oktober 1922 des Staa­tes bemächtigt hak. Ein neues Gesetz hat die Depu­tiertenkammer in eine Versammlung von Person-

lichkeilen umgebildet, wählt, sondern von l

, die nicht frei vom Volke ge- der faszistischen Partei ernannt

werden. In sxchs Jahren nach einer Folge von Verletzungen der Verfassung ist man sogar dahin gekommen, sie abzuschaffen. Das Volk ist seiner

sämtlichen Rechte und sämtlicher verfassungsmäßigen Garantien beraubt worden.

Rach einer längeren außerordentlich scharf ae- hallenen Kritik der faszischen Methoden in Italien Rikli sagt u. a., daß Italien eine weites Gefängnis geworden fei, in dem man nicht mehr lache, und in dem das Elend trotz aller gegen­teiligen offiziellen Behauptungen fast immer uner- träqlicher werde schließt Ritki seinen Aufruf: Die Abschaffung der gesetzmäßigen Ordnung macht jede Handlung einer Regierungsgewalt, die für sich weder Zustimmung des Landes noch die Legitimität besitzt, ungesetzlich.

AeßisgE Mampß um OeAng

Peking, 26. Alai. Rach den letzten Meldungen aus Peking lobt ein heftiger Kampf um die Stadt zwischen den Rord- und Südtruppen. Bisher scheint keine der beiden Parteien einen entscheidenden Vorteil errungen zu haben. »Daily Mail" berichtet da­gegen: Zwei Südheere marschieren auf Peking vor. Die Rordtruppen befinden sich in eiligem Rückzüge.

Dieser Meldung vorausgegangene Meldungen besagen:

London: 25. Mai. In Peking sind die Vor­bereitungen zur Räumung in vollem Gange. Das gesamte rollende Material der Strecke zwischen Ehanghsinkien und Peking ist aus die Peking- Mukden-Eisenbahn überführt worden, was als Vor­spiel für eine etwaige Abreise Tschang Tso lins aus- gelegt wird.

In Peking erhalten sich Gerüchte, wonach der frühere Premierminister Tuan Chi yui und fünf ältere Staatsmänner eine Regierung bilden werden, sobald sich die Südtruppen Peking weiter nähern. Ferner wird gemeldet, daß die Japaner das Tele­phon- und Telegraphenneh übernehmen werden. Dieses ist ihnen als Sicherheit für Anleihen gegeben worden, für die fchon seit drei Jahren keine Zinsen mehr bezahlt wurde«.

Der diplomatische Korrespondent des »Daily Telegraph" gibt eine vertrauliche Mitteilung des amcrikanrschen Staatssekretärs Kellogg wieder, die anläßlich einer Pressekonferenz gefallen sei. hiernach beantwortete Kellogg die Frage, ob Japan das Recht auf eine Sonderstellung in der Mandschurei habe, oder solche Rechte, die eine Intervention gestattet hätten, in negativem Sinne.

Tientsin, 25. Mai. 3800 japanische Sol­daten sind hier eingetroffen. Die Stärke der japani­schen Truppen in Tientsin beträgt nunmehr 4500 Mann mit 12 Feldgeschützen und neun Flugzeugen.

Tsingtau, 25. Mai. Der Oberkomman- japanischen Division, General Zasumiksu, hat an die in Tsingtau garnisonierenden nordchinesischen Truppen die Aufforderung gerichtet, sich auf eine Entfernung von sieben Meilen von der Stadt zurückzuziehen, ohne übrigens die Dauer der Maßregel zeitlich zu begrenze«.

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der Einigung, der Zufammenfasiung aller Kräfte zur Rettung aus der Not. Jeder dieser Redner hatte den Stein Der Weifen in der Tasche, jeder pries sein Heilmittel als das allein echte und wahre Arkanum, an dem das Volk genesen werde, jeder versprach seinen Wähl^.> goldene Berge, jeder zog dabei gegen die anderen Parteien scharfe Grenzen, jeder stellte nicht nur das, was er zu erreichen trachtete, in den Vordergrund, er unterstrich auch das, was ihm von anderen trennte. Zahl­reiche Grenzstriche wurden gezogen, wobei man sich nicht immer im Rahmen des Sachlichen hielt. Die großen wesentlichen Gesichtspunkte, um die im "Grunde der Kampf ging, wurden in den Hintergrund gedrängt. Und das Re­sultat? Wiederum Zerrisienheit, eine Wirr­nis, aus der herauszukommen, d. h. aus der eine tragfähige Regierung herauszuschälen, ge­raume Zeit dauern wird. Die Wahl vom 20. Mai hat zwar sich dieser Tatsache zu verschließen wäre sinn- und zwecklos einen roten Sieg gebracht, aber keine Klärung der politischen Lage, denn der SeMsuchtstraum der Linken, die Weimarer Koalition zum WieDerauferstehen zu bringen, ist unter den Tisch gefallen. Der Mißerfolg der bürgerlichen Parteien ist zu einem erheblichen Teil auf die zerstückelte bürgerliche Wahlfront zurückzufuh­ren. Infolge der Vielzahl der Parteien im bürgerlichen Lager haben die Bürgerlichen trotz ihrer 18>- Millionen Stimmen nicht das ent­sprechende Uebergewicht über die 12^ der pro­letarischen Parteien bekommen. Aber auch die ganze Einstellung der großen bürgerlichen Parteien trägt mit Schuld an dem Stimmen­verlust, den "sie allesamt mehr oder weniger erlitten haben, hier müssen wir auf den Wahlkampf von 1924 zurückgrerfen. Damal- wurde von den bürgerlichen Parteien, die bis dahin jede Popularitätshascherei abgelehnt hatten, von den Linksparteien die Taktik des Versprechens übernommen. Sämtliche Partei­programme strotzten damals voll Versprechun­gen^ Und als die Wählermasien im Laufe der letzten vier Jahre sehen mußten, daß die ver­sprochenen goldenen Berge, die von den Par­teien, die die Verantwortung für Das Ganze übernommen hatten, d. h. in die Regierung eingetreten waren, beim besten Willen nicht erreicht werden konnten, nicht zur Wirklichkeit wurden, da fühlten diese Masten sich getäuscht, sie glaubten dieUnzuverläsfigkest" ihrer Ge­wählten seststellen und ihr heil bei einer ande­ren Partei auf der Linken suchen zu müssen. So drehten denn bei der letzten Wahl Tausende und Abertausende sonst bürgerliche Wähler

im

Die heutige «ummev umfatzt 52 Seite«.