Einzelbild herunterladen
 

H^ 202.

AanaueâzAger

Stadt und Land

-ffchâ täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugSpreiS: Für den halben jtmat RM.1-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag IS, HMStag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise- Für 1 mm Höhe Im Anzeigenteil von 28 mm Treffe , 5t#pfg Im Reklametell von 68 mm Breite 25 R-Pfg. x Offertengebühr 50 R-Psg.

Öt.113

Mittwoch

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Llefenneß oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Für platzvorschrist u.Srschèimmg<t»-« der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. / Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3656,3651,3858

den 16. Mai

1028

Vas Steteste.

Das Reichskabinett wird sich heute mit der jeantraglen Erhöhung des Eisenbahntarifs befchâf- ^etL Man erwartet eine Ablehnung.

Das Befinden des Reichsaußemninisters Dr. Stresemanns ist unverändert. Zu ernsten Defürch- fungen liegt kein Anlaß vor.

I Auf der Dieustagssihung des Wirtfchafts- rales des Völkerbundes sprach u. a. der frühere lieichsminister Dr. Hermes.

In der gestrigen Verhandlung des Kalmarer stozesses begann nach dem Verhör des letzten An- eklagten Eugen Kohler die Vernehmung des veilen Belastungszeugen der Staatsanwaltschaft, es Polizeikommissars Becker aus Straßburg. Hier, ei kam es erneut zu stürmischen und heiteren mischensällen.

General Robile ist mit dem Luftschiff3ta- Ba zu neuem Rordpolflug ausgestiegen.

IM LMtterhöhtms des ReichsbahN

Das Reichskabinett wird heute unter dem Vorsitz des Reichskanzlers zu einer Sitzung zusammentreten, in der in erster Linie eine Stellungnahme zu den bekannten Anträgen der Reichsbahngesellschaft über eine Tariferhöhung der Reichsbahn gefunden werden soll.

Es wird vermutet, daß das Kabinett zu einer grundsätzlichen Ablehnung der An­träge der Reichsbahn gelangen wird, wie dies auch den Aeußerungen entsprechen würde, die der Reichsverkehrsminister schon kurz vor der Auflösung des Reichstages in dieser Frage im Ple­num des Parlamentes abgegeben hat. Die Reichs- bahngesellschaft hat die Möglichkeit, auf Grund des 8 44 des Reichsbahngesetzes gegen den ablehnenden Beschluß der Reichsregierung Einspruch zu erheben bei dem Reichsbahngericht. Dieses Gericht, das bei dem Reichsgericht gebildet ist, besteht aus dem Vor­sitzenden und je einem Beisitzer der Reichsbahn und

der Reichsregierung. Wenn das Reichsbahngericht sich der Auffassung des Reichskabinetts anschließt, kann die Reichsbahngesellschaft (als letztes Rechts­mittel) schiedsrichterliche Entscheidung anrufen. Der Schiedsrichter ist von dem Präsidenten des Inter­nationalen Gerichtshofes zu ernennen. Er soll neu­trale Staatsangehörigkeit besitzen.

Die heutige Sabinettssihung wird voraussichtlich eine der letzten der gegenwärtigen Regierung sein. Man rechnet damit, daß etwa am Dienstag nächster Woche, wenn das vorläufige Wahlresultat feststeht, das Kabinett abermals Zusammentritt, um dann den formellen Rücktrittsbeschluß zu fassen.

vorigen Wahl. Da« Zusanmurfall«» der Wahlen für den Reichstag mtt verschiedenen Landtaas- wahlen, wozu in einzelnen ©ebieten noch Gemoinoe- wahlen und in Bayern die Wahlen für den De^rks- tag treten, wie enAich auch die in verschiedenen Wahlkreisen vorzunehmeude getrennte Abstimmung von Männern und Frauen wird eine Verzögerung

Les Eintreffens der Ergeomste be Hervorrufen. Weitere Schwierig! wieder um ein gut Teil verlöt

[teilen bietet auch der

ingerte Stimmzettel.

Während man im Reichswahlbüro bei der vorigen Wahl mit der Errechnung des vorläufigen Ergeb­nisses schon um 4 Uhr früh fertig wurde, rechnet man diesmal damit, daß sämtliche Ergebniffe erst im Laufe des Vormittags eingegangen sein werden. Die Feststellung des endgülttgen Ergebnisses ist erst Anfang Juni zu erwarten.

I IIaam'1

Gmndvvsbleme dev wett-

3> AS ff

wWtWwft

Eine Rede Dr. Hermes.

Genf, 15. Mai. Im Wirtschaftsrat des Völker- undès hat heute vormittag der frühere Reichs- imffter Dr. Hermes unter Bezugnahme auf ns ihm vorliegende Gutachten des Reichswirtschafts- lies zu den Ergebnissen der Weltwirtschastskonfe- 'tng betont, daß der Reichswirtschaftsrat nach ein- âden Beratungen sich einstimmig zu dèn' von fUâeltwirtfchaftskonferenz aufgestellten Leit- ^Debekannt hat, und daß damit nach der be-

Die «Ma* wieder außgeMesen

Oslo, 15. Mai. DieItalia" stieg heute um 1.20 Uhr mittags zu ihrem Rordpol­flug in Richtung Aranz-Josephs-Land auf.

Rom, 15: Mai. General Nobile hat um öX Uhr nachmittags nach Rom drahtlos folgende Mittei­lung gegeben:Wir fahren seit 1% Uhr über Pack­eis. Seit 1% Stunden sind wir immerwährend in oinßohiiin uiih finh inkolaedeüen tiefer ae-

nördlicher Breite und 35 Grad 50 Minuten östlicher Länge. Seit einigen Stunden fliegen wir über unerforschten Zonen zwischen Spitz­bergen und dem Frauz-Josefs-Land, 150200 Meter unter dem Rebel. Die Sicht reicht e-

flano dem

Mgangenen Zustimmung der Reichs-,

Werk der Weltwirtschaftskonferenz zu-

Oese« Arahlbeeinfluffmrseu

Eine Verfügung des preußischen Justizministers.

Berlin, 15. Mai. Die preußische Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen und Anordnungen ge­troffen, um Wahlbeeinflustungen durch Terror und Boykott vorzubsugen und das Wahlgeheimnis zu sichern. Unter anderem hat der preußische Justiz- minister an die Generalstaatsanwälte eine Ver­fügung erlassen, die besagt:

Aus Anlaß der bevorstehenden Wahlen ersuche ich die Staatsanwaltschaften, ihr besonderes Augen- merk aus etwaige Fälle zu richten, in denen versucht wird, Wähler in unzulässiger Weise an der Aus­übung ihrer staatsbürgerlichen Rechte zu hindern oder bei der Abgabe ihrer Stimme zu beeinflussen. Wo solche Fälle zur Kenntnis der Staatsanwalt- schaft gelangen, ist gegen die Täter mit allem Nach­druck und mit tunlichster Beschleunigung einzu­schreiten. Ueber die Einleitung und den Gang der Verfahren ist zu berichten."

Mnmt hat. Mit Serruys stimmt, so führte Dr. Mmes dann aus, die deutsche Delegation darin mein, daß eine der wertvollsten Auswirkungen tr Weltwirtschaftskonferenz

das Zustandekommen

des deutsch-französischen Handelsvertrages

f-. Die einsichtigen Männer der Wirtschaft be- Mßen diesen Erfolg rückhaltlos trotz der nicht ^beträchtlichen Opfer, die für diese Verstäudi- !Mg haben gebracht werden müssen. Die Fär­bung des Abschlusses eines solch wichtigen Ab- »mmens zwischen zwei benachbarten Wirtschafts- laiionen durch die Weltwirtschaftskonferenz läßt hoffen, daß die in diesem Abkommen sich aus- 'rütfenöe loyale Bereitschaft beider Vertrags- artner zu einem angemessenen Ausgleich der widerseitigen wirtschaftlichen Interessen zu ge- Egen, als ein nachahmenswertes Vorbild an= men werden wird.

, Kein Wirtschaftszweig kann sich heute mehr 5 Erkenntnis verschließen, daß die allmähliche Gestaltung der Wirtschaftsbeziehungen der feinen Völker der Erde im Rahmen eines wohl- Mwogenen Handelsvertragssystems eines der rWen und ersten Mittel für die Förderung der DohIfähr der einzelnen Staaten und damit des Fortschrittes der Menschheit überhaupt "Wellt. Das bedeutet nicht die Preisgabe lebens- .Miger nationaler Wirtschaftsinteressen, wie ja Eerhaiipt die einzelnen Volkswirtschaften der Län- " nicht durch eine überstaatliche Wirtschaftsorqani- l0n ersetzt werden sollen.

Nach Würdigung der vom ständigen Wirtschafts- des Völkerbundes geleisteten Vorarbeiten be- Dr. Hermes die Aufgaben des Wirtschafts- » ^. Die Weltwirtschaftskonferenz hat, so führte gV. Arines dazu mit Nachdruck aus, in ihrem . Mtzbericht auf die internationale Bedeutung und b-n Ausmaß der aus dem Krieg stammen- ;" Schuldverpflichtungen gegen das Aus- Angewiesen und den Satz ausgestellt, daß der ^ines Saldos, den ein Land dem anderen Mset, nur durch Lieferung von Waren oder durch Äsungen erfolgen kann. Aus dieser wichtigen A der Weltwirtschaftskonferenz ergibt sich die Ä Folgerung, darauf hinzuwirken, daß die GR erzeugten Waren und die zusätzlich ange» Leistungen eines Landes auf dem Welt- untergebracht werden können.

G werden hier erst dann zu einer Gesun- kommen, wenn der deutschen Landwirk- die Möglichkeit zu rentabler Wirtschafts- ~ weise zurückgegeben wird.

Ji ^6 hierzu besteh t in der Erreichung eines an» ^l^en Verhältnisses zwischen den Preisen für [fj^^RrifttjaftlK^ Erzeugnisse und für die Be- ^.^ Verlauf der allgemeinen Aussprache erklärte »z.^wedische General Derne, daß in zahlreichen W t-n ^^ Preise für industrielle Erzeugnisse zu im Verhältnis zu den Preisen für land- "»'chaftliche Erzeugnisse.

>eilG Vertreter der Amsterdamer Gewevkschafts- ^ule. Oudegeest. der die Kredithilfe für die

wechselt zwischen 2 und 15 Kilometers Es bietet sich uns ein prachtvolles Schauspiel dar. An Bord ist alles wohl."

Rom, 16. Mai. General Robile sandte um 9 Uhr abends an dieAgenzia Stefani folgenden Funkspruch: Wir befinden uns 38 Grad 29 Minuten

>es Rebels hat sich eine dicke Eiskruste an der Hülle gebildet, die dadurch bemerkenswert erschwert wird. Bisher keine Spur von Land wahr­genommen. Das Packeis scheint fester als am Rordkap und scheint für eine Begehung günstiger.

Rußland und dev âllossnlan

Moskau, 15. Mai. Lin dem Kommissariat für auswärtige Angelegenheiten nahe­stehenderZeitgenosse" erklärt in der Wochenübersicht derIsweslija", die Sowjetunion würde das Ausbleiben einer Aufforderung zum Beitritt zu Kelloggs Anti-Lriegsvorfchlag genau so als eine gegen sie gerichtete Aktion ansehen, wie die Bildung eines Anti-Kriegs- blockes ohne Rußland. Obgleich der Vorschlag Kelloggs ausschließlich eine moralische und nicht eine materielle Bedeutung habe, würde die Sowjetunion einen Vorschlag zum Beitritt erwägen.

Anschließend würdigt derZeitgenosse" deutsch-amerikanischen Beziehungen, die in

die den

lands schnelle Zustimmung zu dem Vorschlag Kelloggs bezeichne das deutsche Entgegenkommen ,egenüber dieser Annäherung, die zugleich eine Ent­fernung von den Locarno-Freunden bedeute. Der Kelloggsche Vorschlag müsse als Angriff auf den

Heidelberger Ehrenpromotionen einen beredten g< Ausdruck gefunden hätten. Amerika bemühe sich, fe Deutschland aus dem europäischen Block gegen die Kelloggsche Borschlag müsse Vereinigten Staaten herauszuhalten, und Deutsch- Völkerbund gewertet werden.

BSS

Landwirtschaft als sehr dringlich bezeichnet, brachte im Namen der Gewerkschaftsführer Miller, Iou- Haux und Pugh einen Antrag ein, wonach vom Völ­kerbundsrat ein Fachmännerausschuß eingesetzt werden soll, der mit den Regierungen die Möglich­keiten zur Intensivierung der Landwirtschaft be­raten soll.

Der Führer des Schweizerischen Bauernbundes, Professor Lauer, wandte sich gegen den uneinge­schränkten Freihandel.

Schließlich trat Iouhaux für eine emschieoene Stellungnahme des Wirtschaftsrates in der Frage der Herabsetzung der Zollsätze ein. Er erklärte weiter, daß er den Ausführungen von Prof. Lauer nicht zustimmen könne, obwohl er die besonderen Interessen der Landwirtschaft zu würdigen verstehe,- und ging dann insbesondere auf das Problem der Arbeitslosigkeit ein. Trotz der Steigerung oer industriellen Produktion sei in dieser Frage noch keine Besserung eingetreten. Die Rückwirkung der jetzt auch in Amerika eingetretenen verschärften Arbeitslosigkeit werde in ganz Europa kaum aus­bleiben können. Iouhaux verlangte schließlich 1. die von der Weltwirtschaftskonferenz vorgesehene Untersuchung über das Zollniveau m den einzelnen Ländern. 2. Untersuchung überie Rationalisie­rung und ihre technischen, wirtschaftlichen und so­zialen Folgen, und 3. Prüfung der Frage der in­dustriellen Kartelle.

Das Vefttrde« Dv. GiVese- marms

Berlin, 16. Mai. Gegenüber in Berlin um­laufenden Gerüchten von einer Verschlechterung im

Befinden des Reichsaußenministers Dr. Strese­mann wird dem WTB. auf Anfrage um W Uhr nachts von zuständiger ärztlicher Stelle erklärt, daß diese Gerüchte nicht zutreffen, daß vielmehr eine Verschlimmerung im Befinden des Reichs­außenminislers nicht eingetreten ist.

WabwoMt ist LVaSMsliwt

Die Arbeitsgemeinschaft evang. Verbände Kur-

Hessens erläßt folgenden Aufruf:Evangelischer Christ, gedenke Deiner Wahlpflicht! Der Wahltag ist ein Tag der Entschei­dung! Eine tiefgehende Wahlvevdrossenheit hat sich angesichts der verworrenen politischen Parteiver- Hültnisse zahlreicher evangelischer Christen bemäch­tigt. Aber diese Mißstimmung darfkeinenvon der Wahl fernhaltenl Wir erinnern daran, daß der künftige Reichstag und Landtag nicht nur über Fragen des wirtschaftlichen Vorteils entscheiden wird. Vielmehr steht vor allem auch die Geltung evangelisch-christlicher Grundsätze im öffentlichen Leben unseres Volkes und die Zukunft der evange­lischen Volkskirche auf dem Spiel. Es geht im letzten Grund um die Seele unseres deutschen Volkes. Sie ist durch die Mächte des Unglaubens und der Un- sittlichkeit schwer gefährdet. Darum, wer sein Vater­land lieb hat, wer die Erneuerung unseres Volkes

lieb hat, wèr die Erneuerung unseres Volkes _____ den Lebenskräften des Evangeliums heraus wünscht, der bedenke: Wahlrecht ist Wahl­pflicht!'"

aus

Die SümmemSbln«« am 20. Mai

Berlin, 15. Mai. Wie der Demokratische Zei- tungsdienst erführt, wird die Feststellung des vor­läufigen Wahlergebnisses diesmal voraussichtlich etwas längere Zeit in Anspruch nehmen als bei der

Gewiß sieht die Geringste der Splitterparteien und selbst die Familie Wulffmeyer in Hamburg mit rosarotem Optimismus dem Wahltage ent­gegen. Sie denken dabei besonders an die Wähler- scharen, die diesmal zum ersten Wahlgang schrei­ten. Man rechnet damit und zwar nach den Ziffern der Bolkszählung von 1925, daß die Zahl der Stimmberechtigten am 20. Mai 41 220000 betragen und wird gegenüber 38 710 000 bei der letzten Wahl. Es sind also an neuen Wählern 2 510 000 mehr. Dabei ist der Abgang durch Tod usw. schon berücksichttgt. Es ist natürlich zu beach­ten, daß diese Wähler nicht alle an die Urne zu bringen sind, selbst bei einem allerbesten Wahl- schlepperdienst. Man rechnet hier mit einer Wahl­beteiligung von etwa 70 Prozent. Das würde be­deuten, daß etwa 32 Millionen Stimmen abge­geben und als gültig angesehen würden. Da auf je 60 000 Stimmen ein Abgeordneter kommt, kann man also mit einer Abgeordnetenzahl von 530 als sicher der so zahlreich sich bewerbenden Kandidaten annehmen. Heute setzte sich der Reichstag nur aus 493 Abgeordneten zusammen. Wegen der notwen­digen Anwärter für den Reichstag wird man aber nicht in Verlegenheit kommen, denn es sind nicht weniger als 4500 Bewerber, die ehrlich willens sind, die schwere Bürde eines Volksvertteters auf sich zu nehmen. 1924 hatten wirnur" 3500 Be­werber. Hoffentlich erwischen die Wähler den Rich­tigen unter den Vielen.

MkEievmSftdetti Vsarw und die RerGssvürr-mrss- ferevtt

Berlin, 15. Mai. Das VDZ-Büro meldet: Eine deutschnationale Kleine Anfrage im Preußischen Landtag wendet sich gegen einen Erlaß des preußi­schen Ministerpräsidenten Dr. Braun an den Kul­tusminister, von dem die deutschnationale Fraktion von glaubwürdiger Seite Mitteilung erhalten hat. Dieser Erlaß bezieht sich auf eine Rede des Pro­fessors Dr. Boost bei der Reichsgründungsfeier der Berliner Technischen Hochschule am 18. Januar 1928, die nach einem Zeitungsbericht den Satz ent­halten hat:Nur wenn man einen tüchtigen Knüppel in der Hand hat, kann man bei den anderen auf Achtung rechnen." Der Erlaß bezeichnet solche Reichsgründungsfeiern preußischer Hochschulen der Republik als einen Unfug. Es müsse Aufgabe der ilnterrichtsverwaltung sein, derartige versteckte Ver- üche zur Pflege monarchistischer Ueberlieferungen, üe sich gegen die bestehende Staatsform richten, niederzuhalten. Solche Feiern am 18. Januar seien zu unterbinden und an ihre Stelle Verfassungs­eiern am 11. August zu setzen. Die Kleine Anfrage vünscht Auskunft, ob ein solcher Erlaß tatsächlich ergangen ist und ob das Staatsministerium ihn billigt, obwohl er doch entgegen dem Artikel 118 der Reichsverfassung die Rechte der Hochschulen ein­zuschränken suche.

Die beuirse Stammen umfaßt 16 ©eite«.