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202. âvsssrrs

Samstag

112

den 12. Slot

1028

Erfüllungsort und Gericht«staab für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall btr Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Sezieher seinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS SezugSpreises. / Für Platz Vorschrift u. Erscheinungstag« der Anzeige wird feine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.» / Fernspr. 3956, 3957,3938

^scheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage, / SezugSprei«: Für den halben yinet RDi. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag ick, Kamstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Lreite 8 frpft. lm Reklametell von 68 mm Srelte 23 R-Pfg. / Offertengebühr so R-Pfg.

GeeresÄ

Mmau MÄvs und Lund

DaS Xtettefte.

$k RauNngregierung Hal an den Geueral- ckrelSr des Völkerbundes ein Telegramm gesandt, 8 welchem sie um sofortige Einberufung des Völ-

^nobsratea ersucht.

Der Appell der Nankingregierung an den Slterbnnd ist zunächst wirkungslos, da diese nicht lilgüed ist.

Die Kölner Presia wurde gestern durch ein- «ladene Journalisten besichtigt.

Die russische politische Polizei hat neue Der- istungen vorgenommen, darunter die gesamte Trusk- rwalkung von Sokso, weil diese im Verdacht steht, e chemischen Unternehmungen vernichten zu ollen.

Der Schachky-Prozeß wurde auf 18. Mai stlagt.

AanAnss ^ilM an den Völkerbund

G e n'f, 11. Mal. Der Generalsekretär des Völkerbundes hat soeben ein aus Nanking vom 10. Mai datiertes Telegramm erhalten, mit dem die Nankinger Regierung die Einbe­rufung des Völkerbundsrates beantragt. In diesem Telegramm heißt es:

»Wir nehmen uns die Freiheit, Ihre Aufmerksamkeit aus die Tatsachen zu lenken, die die territoriale Unantastbarkeit und die politische Unabhängigkeit Ehiaas in brutaler Weise verletzt haben und durch die der Friede zwischen den Nationen bedroht ist, auf den Au- griffsakk, der von Japan durchgeführt worden ist. wir bitten Sie, gemäß Paragraph 2 des Artikels 11 des Völkerbundspaktes den Völkerbundsrat dringend einzuberufen. Wir ersuchen inständig, daß der Völkerbund Japan aussordert, die Feindseligkeiten der japanischen Trup­pen einzustellen und sie sofort aus der Provinz Schantuna zurückzuziehen, was die endgültige Regelung der ganzen Angelegenheit betrifft, so ist die nationalistische Regierung der Rechtlich- keit ihrer Sache bewußt und ist bereit, jede billige Vereinbarung im Hinblick auf eine inter­nationale Untersuchung oder eine Regelung durch ein Schiedsgericht anzunehmen.

Tan BenfaL

Die Katstasnns im M

Die Tagesordnung der 50. Ratstagung.

Genf, 11. Mai. Die Tagesordnung der am 4. uni unter dem Vorsitz des kubanischen Delegierten eginnènben 50. Ratstagung des Völkerbundes ist, sie üblich. an die Mitgliedsstaaten des Völker- undes übermittelt worden. Das Programm um»

ihr insgesamt 34 Punkte, darunter eine ganze èihe regelmäßiger Berichte über Flüchtlingswerke, umanitärer, wirtschaftlicher und verwaltungstech- Hischèr Arbeiten

Wr Arbeiten der verschiedenen Kommissionen. Lür größter politischer Bedeutung sind diesmal ^WktnirMßig wenig Fragen. In der Angelegen- " Heit Ler Beschwerde des Deutschen Volksbundes " »w^ Durchführung des Abkommens über die EâMeenschülen in Oberschlesien wird der Rat

St

fichtkh

in Öberfchlefien wird der Rat - ^anbüduui- ^

Das Telegramm wird seitens des Dölkerbunds- sskvetärs sofort zur Kenntnis der Ratsmitgli«der gebracht werden. Da China jedoch beim Völker­bund durch die Pekinger Regierung vertreten ist, so ist ein Eingreifen des Rates nur dann möglich, wenn sich die Pekinger Regierung dem Schritt der Nanking-Regierung anschließen sollte. Zunächst dürfte sich wohl die japanische Regierung mit einer Gegenerklärung an den Völkerbund wenden.

In Londoner parlamentarischen Kreisen glaubt man, daß die Genfer Stellungnahme die Nanking­regierung nunmehr nötigen,, wird, aus der ameri­kanischen Vermittlung zu bestehen. Nach dem ver­geblichen Gang der Sndchinesen nah Genf wird die amerikanische Regierung nicht umhin können, zu dem ostasiatischen Konflikt aktiv Stellung zu

Votzkott dev tava«. wave« in Shtna

Paris, 11. Mai. Nach einer Meldung der Agmtur Judo Pacific aus Tokio treffen die Handslsver- bände von Osaka Maßnahmen, um den antijapani» schen Boykott, der sich, wie man entnimmt, über ganz China ausbreiten wird, zu begegnen.

Kowno, 11. Mai. Wie aus Moskau gemeldet

Rnfftfchv Äugvtffe gegen den Sdtkevdnnd

Gefahr km Offen!

Das polnisch-litauische Schachspiel. Noch einmal Wilna vor dem Völkerbund. Gefahr für Ostpreußens

Seit 8 Jahren sitzen die Diplomaten in Warschau und Kowno an der Schachpartie um Wilna. Mit unglaublicher Zähigkeit wurde gekämpft Zug tun Zug erwogen und pariert. Beide Partner haben das muß selbst der Neid ihnen lassen mit bewun- dernsweretr Geschicklichkeit gespielt. Jetzt steht scheinbar! die Partie wieder remis!

Scheinbar! Für den Eingeweihten aber mehren sich die Zeichen dafür, daß die Partie zu Ende geht. Heute schon stimmt die Pilsudski-Prefle Polens ein Vorschuß-Freuden- geschrei an und wer zwischen den Zeilen zu lesen versteht, dem wird klar, daß der Schlag, den Warschau jetzt vorbereitet, von Kowno nur schwer wird pariert werden können. Für Wokdemaras handelt es sich heute nur noch darum, den Zeitpunkt seiner endgültigen Niederlage so weit wie nur irgend möglich hinauszuzögern. Vielleicht rechnet er heute auch noch mtt einem unerwarteten Zwischenfall.

In Wahrheit dreht sich der achtjährige Streit zwischen Polen und Litauen der auch heute noch das aktuellste Problem Osteuropas

Prag Dr. ...,,.. ,| ................. eholt worden ist. Das Minoritätenproblem ist ißrrdem noch mit der Behandlung der albanischen liitberhetfen in Griechenland und der litauischen Minderheit im Wilnabezirk vertreten. Die Fragen

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is in der

kein politischer Natur, die diesmal auf der Tages- rdnung stehen, haben den Rat schon früher be» ^ftigL Es handelt sich um den rumänisch-ungari- M Dptantenftreit, in dem sich Rumänien für fder gegen die Erweiterung des Gemischten tchiedsgerichtshofes aussprechen soll, um den li- Misch-polnischen Konflikt, in dem ein Bericht über die Königsberger Märzverhandlungen vorgelegt "ird, und um die Waffensendung von St. Gott- tard. Hier hat das mit den Erhebungen betraute Mierkomitee einen Schlußbericht an den Rat ertiflgestellt. Interessant ist, daß das Komitee in Mem Bericht die Frage der Befugnisse des Rats- Praftbenten behandelt.

Voraussichtlich werden einige der wichtigsten Punkte vertagt werden müssen, da heute schon mit k>em!icher Sicherheit feststeht, daß Briand auf der «nitagung nicht erscheint. Man rechnet in Genf kvaifalls allgemein damit, daß auch der deutsche Außenminister Dr. Stresemann, weil die Regie- kksngsbildung bis zum 4. Juni noch nicht erfolgt dürfte, und auch der englische Außenminister Mmberlain der Tagung fernbleiben werden. Die Zunahme des rumänischen Außenministers Titu- W ist infolge seiner anhaltenden Krankheit eben» B sehr zweifelhaft, so daß zum mindesten die ^ragung des rumänisch-ungarischen Optanten- , Wes zu erwarten ist.

zweifellos am liebsten vevmeiBsn.

Die Sesrlufts des Lavauev k« TKnanktt

Paris, 11. Mai. Havas berichtet aus Tokio, daß man offiziell die japanischen Verluste in Tsinansu, wie folgt, anigebe: 21 Soldaten und 13 Zivilper­sonen tot, 79 Soldaten und 9 Zivilpersonen ver­wundet, 28 Zivilpersonen vermißt.

Die iapan. vevftSvkrmgen sät?

Gthanittng

Tokio, 11. Mai. Die Eisenbahnbehörden sind an» gewiesen worden, für die Zeit zwischen dem 13. und 31. Mai Vorkehrungen zur Beförderung von 20 000 Mann und 5000 Pferden nach Schenkung zu tref­fen. Durch diese Verstärkungen wird sich die Stärke der in Schantung stehenden japanischen Truppen auf ungefähr 28 000 Mann erhöhen.

Mâè Vvrand âtzen-

muffet? ?

h$ac*3 H- Mai. Der heutig« Mimsterrat befaßte ß nur mit untergeordneten Angelegenheiten. H^üsminifter Fallières wohnte der Sitzung bei.

seine Nachfolgerschaft ist noch kein Beschluß Möt worden. In Abwesenheit Briands berichtete ^ncarë über die außenpolitische Lage, aber nur wmatoriifd). Irgendwelche Beschlüsse wurden jAWfit, doch rechnet man damit, daß Poincarè I^ußennnnistermm demnächst interimistisch über- « ^ wird, da die lange Abwesenheit Briands j äußerst störend zu wirken, besonders im k auf die Antikriegspaktoerhandlungen und knt-^^ärfung der Lage in China. Ueber Briand >è, dw offziellen Berichte nach wie vor optt» N» A Wie wir erfahren, ist es auch richtig, daß ßu leber Gefahr enthoben ist, doch sollen seine i J^eit und feine Geisteskräfte durch die über» iein t e lowere Krankheit so geliten haben, daß »2 Unsres Verbleiben im Quai d'Orsay nach wie B Frage steht.

Mi^mWer Sarraut berichtete über die Inner» Lage, besonders über die kommumstifche nij»Mnda. Das Innenministerium wird dem- ^â-Ee Broschüre über diesen Gegenstand ver- (ij Sp, in der vor allem Originaldokumente uBtQnb bekannt gegeben werden sollen.

Mussolini und Briand. Zwischen der französischen und der italienischen Regierung seien wegen des Zeitpunktes der Eröffnungsfeierlichkeiten einer neuen Eisenbahnstrecke NizzaConi Verhandlungen im Gange. Der König von Italien, Präsident Doumergue, Mussolini und Briand würden an dieser Feier, die im Laufe des Oktober stattfinden werde, teilnehmen.

Älman 4Mah r« Lenkttsvad

Moskau, 11. Mai. König Aman-Ullah, von großem Gefolge begleitet, darunter Karachan, Wo­roschilow und hohe Offiziere, die Königin in Be­gleitung von Frau Kollontai, wurden in Lenin­grad vom Befehlshaber des Militärbezirks Kork und dem Generalsekretär der Akademie der Wissen­schaften, Oldenburg, empfangen und im Winter- palais untergebracht, auf dessen historischen Vor­platz eine große Parade war.

fsm«

^ufammenkun-t Vvrands mtt MnssoUnS

die ^b. 11. Mai. Das »Journal" berichtet über â»"ilichkett einer Zusammenkunft zwischen

^vaukverch ssseet de« âett-ssvaA

London, 12. Mai. »Daily Mail" meldet aus Paris, die französische Regierung habe endgültig dahin entschieden» daß der Kelloggsche Vorschlag für die Aechtulig des Krieges in feiner augenblicklichen Gestalt, d. h. ohne Hinzufügung der 4 in der letzten französischen Note vorgebrachten Vorbehalte unan­nehmbar sei.

Mi erneu LlufenibattSovt

London, 11. Mai. Exkronprinz Karol hat einen neuen Brief an den Innenminister gerichtet mit der Bitte, die frühere Entscheidung, die seine Aus­weisung aus England verfügte, nochmals einer Nachstüfung zu unterziehen. Der Prinz weiß im Aygenblick nicht, wohin er sich wenden soll, da be- ianntlich Belgien feine Einreise ablehiste und die Antwort Italiens sehr zurückhaltend ist. Der Prinz leidet weiter unter Fieber und hütet das Bett.

wird, bringt die Freitagsausgabe der ^Jfwestija' einen Leitartikel zu den Ereignissen in China, in dem das Blatt hervorhebt, es forme nunmehr kein Zweifel bestrhen, daß zwischen Japan und Süd­china ein Krieg au sprachen sei. Weil man die Vertreter in Genf auf

M del

Behauptung der raff der Völkerbund nicht

;n Vertreter in

daß

in der Lage sei, eine kriege- rische Auseinandersetzung zu verhindern und daß er ein Werkzeug der Großmächte fei, habe sich jetzt b«wahrheuet. Was habe der Völkerbund zur Ver­hütung des Krieges Zwischen Japan und China, die beide seit acht Jahren dem Bund angehorten, ge­tan? Nur Kinder könnten annehmen, daß dir An-

rufung des Völkerbundes durch die Nanking-Regie­rung erfolgreich fein könne. Nankings Verwahrung werde das gleiche Schicksal haben wie die chinesische Verwahrung im Völkerbund gegen die englische Vergewaltigung in den Jahren 1925 und 1926. Pflicht jedes ehrlichen Anhängers des Friedens fei es, den Brand im fernen Osten zu löschen, und zwar nicht mit Friedensgefchwätz, sondern mit Taten. Aehnlich äußert sich auch diePrawda".

ein Veleldrgutigspvoretz ^ovfantvs

Sattowih, 11. Mai. In dem Deleidigungsprozetz des Abg. Korfanty gegen den verantwortlichen Re- dakteur der »Polfka Zachodnia" vor der Straf­kammer des hiesigen Landgerichts wurde der Be­klagte zu 300 Zloty Geldstrafe verurteilt und dem Kläger Publikationsbefugnis des Urteils in der »Polska Zachodnia" zugebilligt. Die Grundlage des Prozesses bildeten eine Reihe von Artikeln, in denen gegen Korfanty schwere Anschuldigungen er- hoben worden waren. U. a. wurde ihm vorgewor- fen, daß er bas Bomlenalientar auf das Gcvaude derPlonia", dessen Besitzer Korfanty ist, selbst in­szeniert und dazu Aufständische gedungen habe.

Die Verhandlung fand wegen Gefährdung des Staatsinteresses teilweise unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. In der Begründung des Ifrteils wirs hervorgehoben, daß die Anschuldigungen gegen Korfanty nicht erwiesen seien.

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ott een voinlk» r«ks. Greine

Warschau, 11. Mai. Am 8. Mai abends ver­suchten bei Kolyssow drei in polnische Uniform ge- kleidete Personen die sowjetrussische Grenze zu überschreiten, wobei sie von der polnischen Grenz- streiswache überrascht wurden und die Flucht er­griffen. Einer der Fliehenden wurde erschossen, die zwei andern wurden festgenommen. Es stellte sich

zwei andern wurden heraus, daß sie die Uniform zu unrecht trugen. Man nimmt an, daß es sich um Kommunisten Han-

ML

Erdbeben in Armenien.

Kowno, 11. Mai. Wie aus Moskau gemeldet wird, wurde in Leninkan (früher Alexandropel) ein starkes Erdbeben wcchrgenvmmen. Viele Häuser zeigten weit« Risi«. Heute früh wiederholten sich die Erdstöße, die auch in Tiflis zu spüren waren. Die gesamt« Bevölkerung flüchtete auf die Straßen.

und damit Ostdeutschlands ist garnicht um die Anerkennung der litauischen Ansprüche auf Wilna. Daß er hierin niemals würde einen bleibenden Erfolg erringen können, wird Wol- demaras wohl von Anfang an klar gewesen sein. Aber er hat in durchaus geschickter Weise immer wieder versucht, die Entschei­dung um die vorgeschobene Wilnafrage so lange hinauszuschieben, bis die junge litauische ^^-**- ^ ^ '^ ^ ist, daß, die

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sichen und kusilkrellen Aufsaugung Litauens durch Polen abgewanvt scheint. Die Versöh­nung in Genf und die Konferenz in Königs­berg waren Farcen. Sie hatten den Zweck, der Welt den »beiderseitigen guten Willen^ zu dokumentieren. Und eine ebensolche Farce war die Einsetzung der drei vorbereitenden Kom­missionen. Jeder der beiden Partner hat vom anderen gewußt, daß er unehrliches Spiel spielt und beide werden alles tun, um eine positive Arbeit der Kommissionen zu ver­hindern!

Woldemaras hat noch eine große Chance! Nutzt er diese nicht aus, dann ist ermatt* und damit endet auch dann seine Diktatoren­herrlichkeit! Ist es ihm möglich, bis zur Juni­tagung des Völkerbundes durchzustehen, und bis dahin eine nicht nur auf dem Papier stehende wirtschaftliche und kulturelle Annähe­rung an Deutschland zustande zu bringen, dann hat er das Schlimmste abgewandt. Denn Polen drängt jetzt nach der verunglückten Königs­berger Besprechung auf Entscheidung, die es unter Ausnutzung aller sich ihm bietenden Möglichkeiten vorbereitet. Zu diesen Vorbe­reitungen gehört in erster Linie Zaleskis Rom­reise. Ein'Teil der polnischen Presse ist ehrlich genug, einzugestehen, daß diese vornehmlich dazu dienen sollte, die italienischen Machthaber gegen Litauen zu beeinflussen und Polen die italienische Stimme bei der kommenden Wülfer* bundssession zu sichern. Denn bei dieser wird Woldemaras selbstverständlich versuchen zu schlichten und Woldemaras wird in Fort­führung seiner Verschlepyungspolitik und zur Erhaltung seiner eigenen Position in der Innenpolitik Litauens jeden Vergleichsoor- schlag ablehnen müssen! Damit hat Polen buon dem Völkerbundsrat gegenüber moralisches Uebergewicht und seine mächtigen Helfer in Paris, Rom und Prag werden schon dafür sor­gen, daß dann über den § 15 des Völkerbunis- statuts abgestimmt wird. Bei Stimmeneinheit aller Ratsmitglieder wird Polen dann fteie Hand gegenüber dem renitenten Litaiien ge­währt und damit dürfte das Schicksal Wilnas, Woldemaras und damit auch Litauens be­siegelt sein!

Vorausgesetzt, daß Stimmeneinheit aller» Ratsmitglieder vorhanden ist! Run, über die Stimmen der weitaus größeren Mehrheit be* steht wohl keinerlei Unklarheit. Kopfzelbrechen macht Polen nur die deutsche Stimme. Und es ist sehr wahrscheinlich, daß ab Mitte Mai ein Wettrennen um die Gunst Deutschlands zwischen Litauen und Polen beginnen wird. Und Deutschland wird gut tun, sich nach reif*

Dße Heurige ÄumtKev umfatz 22 Sette«.