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und K«D
Montag
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I — Die Ankunft der „Bremeu"-Flieger in Rew- Ltt gestaltete sich zu einem Triumphzug.
I - Die gestrigen Stichwahlen in Frankreich Ischen einen ruhigen Verlauf genommen. Das Ge- Ijsnilergebnis wird als ein Sieg poincarös bezeich- peL
— In einer Rede vor der amerikanischen Gesellschaft für internationales Recht ging Staatssekretär Kellogg ausführlich auf die verschiedenen Lon Frankreich in seinen Roten über den vorgeschla- Lenen Kriegsächlungspakt aufgeworfenen Fragen |iin.
— Die gestrigen Landlagswahlen in Schaum- Img-Lippe ergab eine sozialdemokratische Mehrheit.
Veseifterter GmvSang der ^Bremen"- Megev
Rewyork, 28. April. Die „Vremen"-FNeger trafen um 6.10 Uhr hier ein. Sie wurden von den Sladtbehörden auf dem Bahnhof begrüßt. Eine riesenhafte Menschenmenge hatte sich am Bahnhofsgebäude versammelt. 3m Innern der Empfangshalle waren allein Zehntausend zusammengedrängk. Viele kletterten auf die hohen Stahlpfeiler und Treppengeländer hinauf. Die 18 Empfangsautos fuhren durch die 34. Straße und die 5. Avenue durch eine doppelte Polizeipostenkette zum Ritz Larlton-Hotel, wo die Flieger Wohnung nahmen. Die Polizei mußte immer wieder die jauchzende Menge zurückdrängen. Aller Verkehr ruhte, während die Empfangsautos unter lautem Jubel und Konfettlregen, von ^iner^ PoN- zeieskorle begleitet, zum Hotel fuhren. In und gedränge, wo viele auf die Dekorationen und können.
um das Hotel herrschte ebenfalls Riesen- und Palmenköpfe stiegen, um besser sehen zu
Kâogg über den Statt- kvwssvakt
Washington, 29. April. In einer Rede vor der amerikanischen Gesellschaft für internationales Siecht gingen Staatssekretär Kellogg ausführlich auf die verschiedenen von Frankreich in seinen Roten über den vorgeschlagenen Kriegsächtungspakt aufgeworfenen Fragen ein. Zur Frage der Selbstverteidigung-erklärte Kellog, der amerikanische Entwurf enthalte nichts, was dieses Recht ein« schränke oder beeinträchtige, denn es verstehe sich von vorherein, daß jedes Land jederzeit, ohne Rücksicht auf Vertragsbestimmungen, berechtigt fei, sein Land gegen Angriffe oder feindliche Einfälle zu »ertewmen/ Hinsicktlich des Völkerbundes legte
Rewyork, 29. April. Die Ankunft der „Bremens- Flieger gestaltete sich zu einem Triumph zu g. Lange vor dem Eintreffen des Zuges versammelte sich trotz des Regenwetters eine riesige Menge in der Umgebung des Pennfylvamia-Bahnhofs an, die von einem gewaltigen Polizei-Aufgebot in Schranken gehalten wurde. Auf dem Bahnsteig hatten sich Bürgermeister Walker, als weitere Vertreter der Stadtverwaltung die Herren Grover und Whalen, der Vorsitzende des städtischen Empfangskomitees Victor Ridder, Max Stoehr und andere Komiteemitglieder, die Flieger Chamberlin, Balchen und Byrd„ sowie eine Abordnung der Staatsmiliz npn Massachusetts mit einer Einladung des Gouverneurs Fuller zu einem Besuch in Boston singe- fünden. Außerdem wären Konsul Heuser, Vizekonsul Klee und der irische Kommissar Crawford
erschienen. Sobald der „Dremen".Zrrg hielt, begab sich Bürgermeister Walker in den Salonwagen und begrüßte die „Bremen"-Flieger, die sich sodann zahlreichen Blitzlichtaufnahmen zur Verfügung stell- ten. Walker begleitet die Flieger ins Ritz-Carlton- Hotel. Das Empfangskomitee, die Zeitungsbericht- erftatter, Photographen und die anderen zum Empfang Erschienenen folgten in 18 städtischen Autos. Im Hotel sprachen die FNe-ger, von Chancherlin dem Radiopublikum vorgestellt, durch ein dort auf» gestelltes Mikrophon. Auch Bürgermeister Walker, Konsul Heuser und andere hielten Ansprachen. Die Ansprachen wurden von Chenectady und Pittsburg nach' Deutschland übertragen. Es folgten weitere Mitzlichtaiufnahmen und dann Interviews zahlreicher Reporter.
(Weitere Meldungen siehe zweite Seite.)
Stvesemmttt-Kede in Ssevlohtt
Berlin, 29. April. Auf dem Parteitag der Deutschen Volkspartei für den Wahlkreis Westfalen-Süd, der heute in Iserlohn abgeholten wurde, sprach Reichsaußenlninister Dr. Stresemann. Er führte u. a. aus: Nichts ist mir mehr verdacht worden als der Optimismus, der in dem von mir zitierten Wort des Staatssekretärs Bergmann von dem Silberstreifen am Horizont steckt. Man muß an den Wiederaufstieg des deutschen Volkes glauben, um ihn durchführen zu können. Wir sehen in den letzten Jahren eine wachsende Achtung der Welt vor der Selbsterhaltung des deutschen Volkes. Man kann nicht den größten Krieg der Wellgeschichte verlieren und so weiterleben wollen, wie man vorher gelebt hat. Wer der Geschichtsschreiber wird einmal über das Kapitel „Deutsche Geschichte" die Ueberschrift setzen: „Der Wiederaufffteg des deutschen Volkes". Wir feiern mit allen anderen die Erinnerung an die großen Tage, bekennen uns aber auch zur Mrt- arbett an den Aufgaben des neuen Deutschlands. Eine Republik wird nurdann als gross in der Welt gelten, wenn sie groß genug ist, um die Größe der Vergangenheit anzuerkennen.
Denn ich gefragt werde, ob ich znr Weiterführung unserer Außenpolitik mit der Rechten oder der Linken halten wolle, dann muß ich darauf antworten: Wenn hinter dem deusschen Außenminister keine andere Wacht sieht, als nur die Idee, kann die Außenpolitik nicht zum Erfolg geführt werden. Für die AußenpoNtik gibt es weder rechts noch links, sondern nur das einige deutsche Volk. Freiheit unt Vaterlandsliebe liegen begründet in unserem Ge Ö: »Deutschland hoch in Ehren!" Das ist d«
kik, zu der wir uns bekennen. Wäge sie ihrer Einzug hatten in alle deutschen Lande.
v. dienten Wev soMche
hlunU 'ZW
mpaufertegei Diese Ver-
Michtung sei, wenn sie überhaupt bestehe, sekun- ■rer Art und werde nur wirksam, wenn sie von einem Staat bewußt übernommen werde.
Es bestehe nicht notwendigerweise eine Unver- Innbarkeit zwischen dem Völkerbundspakl und dem I Oebanten eines vorbehaltslosen Verzichts auf den I Krieg.
Kellogg käm in diesem Zusammenhang auf die I Locarnoverträge zu sprechen und erklärte, wenn die »Parteien hiernach die positive Verpflichtung zur I Kriegsführung hätten, so würde eine solche Ver- I Psiichtung sicherlich erst dann wirksam vermieden »werden, wenn eine der Parteien unter Verletzung »ihrer feierlichen Zusage zum Krieg geschritten sei. I Es liege daher auf der Hand, daß, wenn alle Lo- I carnomächte den von den Vereinigten Staaten vor- I geschlagenen mehrseitigen Antikriegspakt sich an« I schlössen, eine doppelte Sicherheit dafür be« I stehen würde, daß die Locarnoverträge nicht durch I Inanspruchnahme von Waffengewalt verletzt I werden.
I Die Vereinigten Staaten hätten den unbeding- I len Wunsch, daß alle Locarnomächte an dem Antikriegspakt lellnehmen.
■ Paris, 29. April. Havas berichtet aus I Washington, autorisierte Nachrichten gestatteten an« I Mnehmen daß der Standpunkt der französischen Ress gierung und der amerikanischen Regierung nicht I so weit von einander entfernt seien, I wie dies gewisse Presseeartikel behaupteten. Die bei« I den Ansichten seien, so versichere man, mehr durch I Worte, als hinsichtlich des Kernpunktes der Frage I selbst von einander getrennt. Die französische Vor- I stchstmaßregeln hinsichtlich der legitimen Verteidi- I 8ung könnten, da sie ganz logisch seien, in Washing- I *°n keinen Widerspruch finden, das ohne Schwierig- I 'eiten den Grundsatz der legitimen Verteidigung an« I neijme, d. h. zulasse, daß die Unterzeichner des Ver- I beiges von ihrer Verpflichtung gegenüber dem mit« I unterzeichnenden Staat frei würden, der die Pakt- I Stimmungen verletze, was also den bestehenden I Abkommen und Pakten ihren vollen Wert lassen I wurde. Die Verhandlungen über den Antikriegs- I Pakt dauerten an.
I . Andererseits weist der „New N o r k H e r a l d" I * einem Telegramm aus Newyork auf die Aeuße- I rungen hin, die Staatssekretär Kellogg gestern abend vor der amerikanischen Gesellschaft für Völkerrecht über die französischen Vorschläge gemacht bat. Die Erklärungen, so heißt es in dieser Nach- bedeuten die Ablehnung aller französischen
I Umwände gegenüber dem amerikanischen Vorschlag.
TodssuViett gegen zwei hohe GswWbeamöe
Moskau, 29. April. Der ehemalige Vorsitzende ”-5 Zentralexekutivkomitees der Krim, Weli Jbrai- ^fi, und sein ehemaliger Stellvertreter Mustafa korirden vom Gericht in Simferopol zum . Tode ver- Urteitt unter Ausschluß der Vergünstigung der Am- aestic. Dem Verfahren lag eine Anklage wegen Be- ^iohungen zu Banditen, Mord und Unterschlagung ^gründe. Elf weitere Angeklagten wurden zu ver- Ichièdenen Freiheitsstrafen verurteilt, drei wurden
Stichwabten in Srantrcirb
Gies Vornsasss
Paris, 30. April. Die gestrige Sttchwahleu find verhâltnismätzig ruhig verlaufen; nur die letzte Rächt war durch eine Reihe von aufgeregten Wahlversammlungen im ganzen Lande gekennzeichnet, die zum Teil einen stürmischen Verlauf nahmen und hier und da zu Handgreiflichkeiten führten. Soweit die Pariser Presse das Gesamtergebnis der Sammer- wahlen beurteilt, stellt sie mit einigen Ausnah-men den Sieg PolncarSs fest Das „Journal" schreibt: Die Schlacht ist geschlagen; sie ist zum Vorteil der Politik Poin- carès ausgegangen und gegen den revolutionären Extremismus. — Das Oeuvre schreibt: Die Wahl fand statt auf den Ramen Poincarè. Poincarè ist in gauz Frankreich mit großer Mehrheit gewählt worden. Snn Erfolg ist nicht zweifelhaft, er hat niemals eine so große Popularität gekannt als zetzt. Wenn Pom- carè der Geflogenheik entsprechend nach den Wahlen dem Präsidenten der Republik seine Demission überreichen wird, wird Doumergue nicht verfehlen, ihn aufs neue mit der Kabinettsbildung zu beantragen. — Der „Po pulaire" schreibt? Die neue Kammer wird eine Kammer der Rechten sein. Ans der nationalen Einigung wird wieder ein nationaler Block werden.
Düsseldorf, 29. April. In einer gestern abend von der Deutschnationalen Volkspartei abgehaltenen WSHlerversammlung beschäftigte sich Reichsinnenminifter Dr. v. Keudell mit verschie- ~ ragen. Er führte u. a. aus, ..... _________ , ,en werde, daß unter dem
deutschnationalen Ernährungsminister die Not bei Landwirtschaft so groß geworden sei, dann fei bas nicht die Folge des Wirkens einer einzelnen Persönlichkeit, sondern eines Systems. Die Not dei L a n d w i r t s ch a f t sei ein leuchtendes Fanal auf dem Weg, auf dem sich heute unsere gesamte Volks- wirtschaft befinde. Der Minister trat für eine planmäßige Siedelungspolitik ein, um die Verbindung zwischen der Stadt und dem flachen Land enger zu gestalten. Was die Frage der zukünftigen Aus- fa s su n g angehe,
denen wenn
Paris, 30. April. Das Ministerium veröffentlicht um 5 Uhr früh über das Ergebnis des 2. Wahl- ganges folgendes Comuniqué (1 Wahlresultat den Kolonien sicht noch aus).
Gswktin- u«d VeeluftlMe
igeftaltung unserer Vers , „ „ , .
so hätten die Ministerpräsidenten der Einzelländer Darin übereingestimmt, daß die Weimarer Verfassung auf die Dauer nicht aufrecht erhalten werden könne. Der Ausgangspunkt für eine unpolitische Betrachtung der Verfässungsfrage sei der Schrei nach Ersparnissen. Bisher sei aber niemals ein Beweis dafür erbracht worden, daß der Einheitsstaat billiger sei, als der Föderalismus. Mit der Beamten- b e s o l d u n g s r e f o r m fei ein langwieriges Un
aus
Rechtsstehende .....3
Rechtsrepublikaner (Martin) 76
Linksrepublikaner ... 60
Rechtsradikale (Loucheur) . 40 “ ----- 102
41 86 14 2 3
Radikale . . . . Soz. Republikaner . Sozialisten . . . Kommunisten . . . Soziale Kommunisten Regionalisten . . .
Mik dem Ergebnis der 178 Gewählten des 1. Mahlganges ergibt sich folgendes Gefamtresultal:
Rechtsstehende .....15
Rechtsrepublikaner (Martin) 145
Linksrepublikaner . . . 106 Rechtsradikale (Loucheur) . 55 - - 123
47 101 14 2 3
Radikale......
Sozialrepublikaner Sozialisten . . . Kommunisten . . Soz. Kommunisten Regionalisten . .
Gewählt sind Kriegsminister Painlevè der Abg. Montigny, die Elsässer Peirotes, Frey und der Sozialist Grumbach, die beiden Autonomisten Dr. Ricklin dieser mit 7740 Stimmen in Altkirch und der Autonomist Brogly in Mühlhausen mit 10771 Stimmen Unterlegen sind der Kommunist Huber im Wahlkreis Straßburg-Land und der Sozialist Weill in Straßburg.
Weiter gewählt sind: der Kommunist Cachm, der ehemalqe radikale Arbeitsminister Durafour und der ehemalig« radikale Unterstaatssekretär Iammy Schmidt, ferner der sozialistische Abg. Uhry und der Sozialist Bedouce.
Im Elsaß wurden ferner gewählt: der Autonomist Rosse und der Autonomist Dahlet.
Der Sozialist Lèon Vlma würbe von dem Lor»
Paris, 30. April. Die Agentur Havas ver- öffentlichk folgende Gewinn- und Verlustliste: Rechtsstehende . . . . + 2— 4 Verlust 2 Rechtsrepublikaner (Marin) +67—26 Gewinn 41 Linksrepublikaner . . . +31—21 Gewinn 10 Rechtsradikale (Loucheur) Radikale ..... Soz. Republikaner . . Sozialisten . . . - .
Kommunisten ....
+29—17 Gewinn
10
12
. 4-26—46 Verlust 20
. +15—17 Verlust 2
. +27—27 —
. + 5—16 Verlust 11
Nach dem Gesamtergebnis der Kammerwahlen wird Poincarè das Steuer der französischen Politik weiterführen. Infolgedessen wird sich auch — was uns am meisten interessiert —, an dem bisherigen Kurs und dem bisherigen Tempo der französischen Außenpolitik nichts Wesentliches ändern. Die Erkrankung Briands hat vorübergehend zu dem Gerücht Anlaß gegeben, Poincarè werde den Versuch machen, als künftiger Ministerpräsident sich am Quai d'Orsay dieselbe beherrschende Stellung zu sichern, die er im Finanzministerium besitzt. Die Besserung im Befinden Briands hat dieses Geredè bald wieder verscheucht. Es hätte auch keineswegs dem Sinn der Französischen Wahlen entsprochen, wenn Poincarè wieder als Kämpfer in die außenpolitische Arena hineingestiegen wäre. Die französischen Wähler haben, soweit es geschehen ist, Poin- caré ihr Vertrauen bekundet, weil sie ihm Gelegenheit geben wollen, seine Finanzreform durchzufüh-1 ren und den Franken wieder auf ganz feste Füße zu stellen. Eine außenpolitische Parole ist in den französischen Wahlen nach allen zuverlässigen Berichten überhaupt nicht im Spiel gewesen. Die Wiederkehr Poincarès wird also nicht hindern, daß der bisherige außenpolitische Kurs von Briand weitergesteuert wird. Das bedeutet freilich auch daß das Tempo der Entwicklungswahrscheinlichkeit keine Beschleunigung erfahren wird. Poincarè hat dem Grundsatz ‘ einer Revision des Dawesplanes zugestimmt. Um die Befreiung, die wir in Verbindung damit erreichen wollen, werden wir aber nach wie I < kämer kämokev und rinaeu müssen.
recht gutgemacht worden. Dabei gehöre es zu dem Kapitel des Gesinnungszwänges, der in Preußen üblich fei, daß der politische "Beamte höher bezahlt werde, als der nichtpolitische. Dadurch würden einer Korruption Tür und Tor geöffnet, die in weiteren Kreisen unseres Volkes unbekannt sei. Die Aufwendungen der einzelstaatlichen Ministerien betrügen noch nicht 0,5 Proz. von dem Gesamtbedars des Reichsetats. Jedenfalls bestehe kein Zweifel darüber, daß es wesentlich billiger wäre, wenn den Einzelländern selbst eine gewisse Finanzhoheit eingeräumt werde, und wenn sie nicht Ausgaben beschlössen, deren Deckung nicht aus den Einnahmequellen der Länder, sondern aus Ueberweisungen des Reiches erfolgen müßte. Die meisten Kosten erwüchsen aus den Bestimmungen unserer Verfassung und aus der Tatsache, daß ‘im Gegensatz zu allen anderen demokratischen Ländern der Deutsche Reichstag der einzige Faktor der Staatsmacht ist und völlig souverän in der Bewilligung von Ausgaben. Die Folge des parlamentarischen Systems sei auf bei anderen Seite eine Ueberfülle von Gesetzen und Ver- Ordnungen, die dazu angetan seien, ' das Rechtsbewußtsein des Volkes zu untergraben. Die Erörterungen über den Einheitsstaat und der Kampf gegen die Eigenstaatlichkeit der Länder werde auch stark unter dem Gesichtspunkt geführt, daß wir in Bayern und Württemberg Staatswesen haben, die sich dem Sozialismus gegenüber nach einer gewissen Ueber- ! gangszeit immun gezeigt haben. Der Redner fragt, ob es wirklich im Interesse unseres Volkes und unse- res Aufstiegs liege, wenn lebenskräftige Staats- aebikde vergewaltigt werden sollen. Gehe man den Dingen auf den Grund, so finde man. daß in Wirklichkeit das Zusammengehörigkeitsgefühl mit dem Reiche in Bayern und Württemberg keinen Vergleich zu scheuen habe, daß vielmehr von Süddeutsch- land mit Grillvarzer gesagt werden könne: „Ji deinem Lager ist Deutschland".
Der Minister richtete im weiteren Verlauf seiner Rede an die Linkspresse die Bitte, sich etwas mehr Zurückhaltung aufzuerlegen in dem Hinweis darauf.
Die beuirqe Kummev umfaßt 12 Sette«.