Die «Gaßertbahrr- katafivovhe in VeE«
Berlin, 16. April. 3m Laufe des Vormittags
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EHVVeueral AnzsZger für<^^W^<mau Stad^md Land
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Mnat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 1L, Semstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg., im Reflaineteil von 68 mm Breite 25 R»pfg. / Offertengebühr 50 R»pfg.
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Meustas
Vmsau Stadt und Land
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1928
Das Heuerte.
— Fitzmaurice ist mit dem Piloten Schiller von Greenly Island abgeflogen, während Köhl und Hünefeld die „Bremen“ wieder startbereit machen wollen. Fitzmaurice will Ersatzteile herbeischaffen.
— Die Untersuchung der Berliner Straßenbahn- katastrophe scheint die Unschuld be§ Triebwagen- sührers zu ergeben.
— 3m Lichterfelder Landfriedensbruch-Prozeß wurde das Urteil gefällt. während der Urteilsbegründung verüble der Hauptangeklagte Schäfer einen Selbstmordversuch.
— London Hal auf den Protest Litwinows gegen die Schlußworte feiner letzten Rede bei der vergangenen Tagung der vorbereitenden Abrüstungs- kommission geantwortet.
1 wurde neben anderen Personen auch der Führer des Triebwagens des am Stadion verunglückten Straßenbahnzuges, der 53 Jahre alle Fahrer Heinrich Redlich, von der Kriminalpolizei eingehend vernommen. Ruhig und mit großer Sicherheit macht er feine Aussagen über den Verlauf der Unglücks- fahrk. Bei der Abfahrt von der Endhaltestelle mäßigte er das Tempo des Zuges auf 10 Stundenkilometer herab, da ihm die abschüssige Straße besannt war. Von Beginn des Abfallen an setzte er beide Bremsen, sowohl die für Handbetrieb, als auch elektrische, in Tätigkeit. Er merkte aber, daß sie nicht nach Wunsch faßten. Um die Reibung zu erhöhen und größeren Widerstand hervorzurufen, ■fe e r ...... - ■ —
D« erste MugSevichi der ^Vremen^
Der jetzt eingetroffene erste Bericht von den deutschen Ozeanfliegern hat eine beinahe abenteuerliche Reise hinter sich. 3m Zeitalter des Funks ist man so verwöhnt, daß man kein rechtes Verständnis mehr davon hat, daß es noch Gebiete auf der Erde gibt, von wo man nicht vom nächsten Postamt aus in die Well telegraphieren oder telephonieren kann. Mit dem kanadischen Flieger Duke Schiller sind auf Greenly Island einige amerikanische Journalisten gelandet, deren Berichte aus dem Munde der Flieger mittels Hundeschlitten nach dem nächsten Postort gebracht, von hier nach Clark City telephoniert und dann nach Newyork gefunkt wurden. Auch diese Mitteilungen sind noch verhältnismäßig dürftig. Sie gehen auf die eigentliche Aeberquerung des Ozeans kaum ein und beschäftigen sich hauptsächlich mit den Lan- dungs- und Orienlierungsversuchen.
mang an unablässig Sand. Plö
Die Flieger sind bis Neufundland 38 Stunden geflogen. Die Fahrt führte abwechselnd durch herrliches Sonnenwetter und durch Regen und Stürme. Meist mußte die „Bremen“ recht niedrig fliegen. Als man sich der Küste Neufundlands näherte, wurde das Wetter außerordentlich ungünstig. Das Flugzeug geriet in einen so dichten Nebenl. daß die Insassen die Sicht und die Orientierung verloren. Dazu gelang es nicht, die Weltergebiete zu umfliegen. Stundenlang wurden alle möglichen Vorstöße unternommen, um aus der Nebezone herauszukommen. Dabei mußte immer beobachtet werden, daß man nicht allzu weit vom Land abtrieb und damit einem Schicksal verfiel, wie es Major Bird bei feinem Flug an der französischen Küste beinahe erleben mußte. Ein Blick auf die Benzinuhr zeigte den Fliegern, daß ihr Benzolvorrat während des stundenlangen Umherirrens bedenklich abgenommen halle. Aber der nun einsetzende Schneesturm komplizierte die Situation noch viel mehr. Von Land war lange nichts mehr zu sehen. Sie gerieten aus einer gefährlichen Lage in eine andere. Immer bedenklicher wurde die
dienten Hauptmann Köhl drei Kompasse, ferner die Stellung der Sonne und der Gestirne. Da die Startbahn in Baldonnel nur provisorisch angelegt und durch drei Wochen Regenwetter völlig aufgeweicht war, brauchte die Bremen 1300 bis 1500 Meter Anlauf, während sie auf der Startbahn in
Dessau im vorigen Jahre bereits nach etwa 500 Metern' in der Luft war. Die Hauptschwierigkeit aber war die Wetterfrage, weil es schwierig ist, für eine so lange Zeit Voraussagen zu geben.
Absicht, über die
Hauptmann Köhl hat übrigens die A . Durchführung des Fluges Aufschlüsse zu geben, und in praktischen Kreisen sieht man darin den Hauptwert des Unternehmens, weil dadurch weitere Un-
Verspürte er e ........
die elektrische Bremse infolge' eines ~ Kurz schlusses nicht mehr betriebsfähig sei. Trotzdem bediente er beide Bremsen weiter und hielt auf seinem Posten — wie es der Vorschrift entsprach — bis zu dem Augenblick aus, als der Wagen um- fippte. Erst dann stieg er ab und beteiligte sich an der Bergung der Verunglückten. Als man ihm uor- hielt, daß er kein Notsignal an den Schaffner gegeben habe, erklärte Redlich, daß die Fahrkstraße viel zu kurz gewesen sei, als daß eine Betätigung der hinteren Bremse das Unglück hätte aufhalken können. Außerdem sei der Wagen derart überfüllt gewesen, daß der Schaffner eingekeilt zwischen den Fahrgästen stand und nicht mehr rechtzeitig die hintere Plattform hätte erreichen können. Diese letzte nngabe wird durch den Schaffner des Triebwagens vollauf bestätigt. Redlich wurde nach beendeter Vernehmung wieder entlassen.
„Berlin, 16. April. Nach den nunmehr abge- tchlossenen polizeilichen Feststellungen beträgt die «ejamlzahl der bei der Straßenbahnkakastrophe am ataoion verunglückten Personen 96. Davon sind ? gelotet; 31 mehr oder weniger schwer Verletzte befinden sich im Krankenhaus, 60 Leichtverletzte tonnten nach Anlegung von Nolverbänden wieder entlassen werden.
Dev Ausschuß kiw Ssesassungs- und Vev- wuSiunssve-svm
Berlin, 16. April. Der Ausschuß für Verfassungs- uno Verwaltungsreform tritt am 4. Mai zusam- wn. Den Vorsitz führt der Reichskanzler. Von der Mchsregierung find dazu delegiert: Der Stellver- reter des Reichskanzlers und die Reichsminister
Innern, der Finanzen, der Wirtschaft und der ME. Ferner geheimer Justizrat Professor Dr. An- Geh. Justizrat Dr. Triepel, Dr. Brüning, Staatssekretär a. D. Dr. Busch, Reichsminister a. • Hamm und Professor Naviasky; von den Lan- ^bregierungen: für Preußen Ministerialdirektor Brecht, von Bayern Ministerpräsident Dr. M' von Sachsen Ministerpräsident Heldt, von m,;"Eemberg Staatspräsident Bazille, von Baden ».Merpräsident Remmele, von Anhalt Minister» von Hamburg Bürgermeister Dr.
EohusElodSkvvmb in dev •otbiütben «retaMndustvie
.Dresden, 16. April. Die heutigen Verhand- inJ^n über die Löhne in der sächsischen Metall- fühw* haben zu folgendem Schiedsspruch ge» Uff : Die Ausgangsziffer der Lohntabelle wird für aus Arbeiter auf 80 Pfennige, für Lohnarbeiter Krei«? Pfennige festgesetzt. Für den Bezirk der Sni bhnuptmannschaft Bautzen ermäßigen sich diese be/o Vm ie 2 Pfg. Für die Hüttenbetriebe kann D.,,^, h""usgleich nach dem Schiedsspruch vom 29. Min, r 1027 bei dieser Lohnerhöhung zur An- Ix,-"ung kommen. Der Lohntarif läuft ab 1. April dèu unbefristet mit einmonatiger Kündigung Uns r-} u& eines Kalendermonats, die das -
terlagen für das Problem des Transozeanluftver- k-ehrs gegeben werden.
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Newyork, 16. April. Major Fitzmaurice hat heule mit dem kanadischen Flieger Duke Schiller, der gestern Greenly Island erreichte. Greenly Island
Die Entdeckung oder vielmchr die Erreichung des Nordpols ist ein alter Traum der Menschen. An seine Verwirklichung konnte man erst schreiten, als Die Technik den Menschen Mittel in die Hand gab, um sich an diese gewagten und schwierigen Expeditionen mit einiger Sicherheit heranzuwagen. An die Nord- polexpöditionen, die von Cook und Peary unternommen wurden, knüpfen sich Skandale, die bis jetzt noch keine Klärung gefunden haben. Eine ungeheure Literatur entstand. Die Wissenschaftler der ganzen Welt beschäftigten sich mit dem Polarproblem, Schiedsgerichte wurden angerufen, aber zu einer einwandfreien Klärung ist es bis jetzt noch nicht gekommen. Peary datierte feinen Sieg über den Nordpol vom 6. April 1909. Cook will am 21. April 1908 den Pol erreicht haben. Cook hatte, als er sich seinem Ziele näherte, alle europäischen Expeüitionsmitglieder zurückgesandt, so daß beide Polarforscher keine europäischen Zeugen für die tatsächliche Erreichung des Nordpols anführen können. Es ist selbst» verständlich, daß unter Diesen Umständen, von einer Beweisführung im wissenschaftlichen Sinne nicht gesprochen werden kann. Man muß sich darauf beschränken, die Glaubwürdigkeit der beiden zu untersuchen. Beide lieferten ihre Aufzeichnungen an Universitäten; Cook an die Universität in Kopenhagen, Peary an die National-Geographic-Society in Washington. Die Sachverständigen von Washington erklärten, daß sie einstimmig der Meinung seien, daß Peary am 6. April 1909 den Nordpol erreicht habe. Die Universität Kopenhagen Dagegen konnte sich nicht dazu entschließen, zu beglaubigen, daß Cook den Nordpol erreicht habe.
tele, als auch dec Kompaß, ein Ranges, infolge der Anziehung des nahen magnetischen Poles versagte. Die Nadel schwankte hin und her und war nicht mehr geeignet, den Fliegern den Weg zu weisen. Als sie sich schließlich vier Stunden lang im Nebel und Schneesturm abgemühl hatten, als der Brennstoffvorrat auf die Neige ging, entdeckten sie endlich am Freitag nachmittag gegen 6 Uhr amerikanische Zeit, daß vor ihnen ein kleiner vereister See imMillelpunkl einer Insel lag. Da große Kälte herrschte, durften die Flieger erwarten, daß die Eisdecke, die auf der 3n- sel die einzige glatte Fläche bildete, stark genug sei, des Flugzeuges zu überstehen.
räzifionswerk ersten
um das Aufsehen
Man entschloß sich zur Landung, ungern zwar nur, aber doch in dem stolzen Gefühl: „Wir haben es geschafft". Die Erschüllerubng beim Aufsetzen des Flugzeuges war jedoch so stark, daß immerhin das Eis in langen Sprüngen platzte und das in das Wasser eindringende Fahrgestell wurde dabei schwer beschädigt. Durch das Eintauchen eine Seite des Apparates in die Fluten schlug der Propeller auf die Eisdecke und wurde dabei erheblich verbogen. Zur Freude der Flieger war die Landung des Apparates nicht unbeoba<f)tef ge-
zur Landung, ungern zwar nur.
blieben. Die Inselbewohner eilten herbei und boten Hilfe an. So wurde zunächst einmal das Flugzeug notdürftig geborgen und dann holten alle drei das nach, was ihnen am meisten fehlte: den Schlaf zweier Nächte. Inzwischen machten sich die Boten auf Hundeschlitten auf den Weg zur nächsten Funsk- station, um dort die Ankunft dèr Flieger zu melden.
Sreanfrus
Berlin, 16. April. Diplomingenieur Sch in- Singer von den Junkers-Fluzeugwerken, der in Baldonnel die technischen Vorbereitungen für den Start der „Bremen" geleitet hatte, machte heute nachmittag vor Vertretern der Presse noch einige nähere Mitteilungen zum Ozeanflug. Danach hatte die „Bremen" ein Gesamtfluggewicht von 3685 Kg. Das Leergewicht der Maschine betrug 1350 Kg. dazu kamen dann 1932 Kg. Benzol, 135 Kg. Oel, ferner das Gewicht der Besatzung mit 250 Kg. und Proviant usw. mit 18 Kg. Mit welch schweren Widrigkeiten das Flugzeug zu kämpfen hatte, geht am besten daraus hervor, daß der Aktionsradms, der theoretisch auf 7000 Kg. berechnet war, auf diesem Fluge praktisch nur gut 3500 Kg. ausmachte. Unter den Faktoren, die das Unternehmen trotzdem zum Gelingen führten, spielt das Vertrauen der Flieger in die Maschine und die bis ins Kleinste gehende Vorarbeit eine erhebliche Rolle. Zur Navigation
Oer ..Lokalanzeiger" meldet aus Newyork. daß nach Meldungen aus Monlreal, Fitzmaurice Greenly Island verlassen hat, um persönlich in Montreal den Ersatzpropeller in Empfang zu nehmen und nach Greenly Island zu bringen.
Elerke City (Canada), 16. April. Während Fitzmaurice in Schillers Flugzeug versucht, Fatherpoint oder Quebec zu erreichen, um sich von dort nach Newyork zu begeben, bemühen sich Köhl und Hünefeld, die „Bremen“ für den Flug nach Newyork instandzusehen.
Die ^Vvemett^-Sttesev mm LVettevflug etttschlossen
Newyork, 16. April. Von anscheinend unterrichteter Seite wird erklärt: Nach den bisher vorliegenden Nachrichten werden die „Bremen"-Flieger hier zusammen eintreffen. Deshalb wird angenommen, daß Fitzmaurice seine Kameraden nur vorübergehend verlassen hat.
Nach einem Bericht der kanadischen Presse haben es die Bremenflieger abgelehnt, sich von den kanadischen Flieger nach Newyork befördern zu lassen. Fitzmaurice hat erklärt:
„Die „Bremen" hat uns durch die schlimmsten Stunden unseres Lebens getragen, f i e wird uns auch nach Newyork tragen, wenn es nur irgendwie in unserer Macht steht, sie zu reparieren. Sie hat sich gehalten, so daß keine einzige Schraube und kein Scharnier verloren ging."
Movgen Mettevflus dev Sternen*?
Montreal, 17. April. Die Markoni-Gefellschaft hat eine Meldung vom Leiter der Point Amour erhallen, wonach die „Bremen" ihren Flug nach Newyork am Mittwoch wieder aufnehmen werde, falls bis dahin die Ausbesisrung des beschädigten Flugzeuges beendet sein wird. Fräulein Junkers wird heute abend hier erwartet. Im Laufe des Tages war hier bereits ein Mechaniker der Firma mit einem Vorrat von Ersatzteilen für die „Bremen" eingetroffen. Kommandant Fitzmaurice wird morgen früh hier erwartet.
Quebec, 17. April. Als die kanadischen Hilfs- flieger von Greestly Island abflogen, blieb Dr. Cusi- nier und ein kanadischer Mechaniker auf der Insel zurück, um Baron von Hünefeld und Hauptmann Köhl bei der Mederherstellung der „Bremen" zu helfen.
esultate eingësandt. eber diese beiden Nord polexpoditionen wird wohl immer der Schleier des Geheimnisses schweben. Zahlreiche Schiffs- expeditionen folgten, bie zum Teil unglücklich ausliefen, zum Teil wenig neue Erkenntnisie lieferten.
kann. Die Erklärungsfrist der Parteien läuft bis Samstag den 21. dS. MtS.
Leitte ettsl. VEotttvotte
Wiesbaden, 16. April. Die für heule wegen den Autos englischer Besahungsangehöriger
llpril der an den Autos englischer Besahungsangehäriger für verübten Sabotageakte angedrohte Verschärfung der £. ^unuy Eines Kalendermonats, die das erste Paßkontrolle in der englischen Besahungszonc ist iur den 3L März 1929 ausgesprochen werdenvorläusig nicht in Erscheinung getreten. Vielmehr
haben die Engländer in einer heute zwischen den deutschen und englischen Behörden stattgefundenen Besprechung mit Rücksicht auf die Interessen Wiesbadens die Ausübung der Kontrolle durch deutsche Kriminalbeamte vom kommenden Freitag ab an- geordnet. Es besteht also kein Anlaß, das besetzte Gebiet zu meiden, wenngleich dringend davor gewarnt werden muß, zur Vermeidung von Anan- nehmlichkeitcn ohne gültigen Reisepaß nach dem
Neues Leben in Die Polarexpeditionen kam erst, als die Vervollkommnung der Aviatik die Möglichkeit bot, den Nordpol auf dem Flug- [ wege zu erreichen. In den Jahren nach dem Kriege schwebten zahlreiche Projekte, von denen aber nur wenige zur Ausführung kamen. : Luftschiffe und Flugzeuge wetteiferten in dem ■ Bestreben, den Nockipol zu erreichen. Auch ■ Eckener plante — wie noch bekannt sein dürfte : — eine Nordpolexpedition mit dem Zeppelin. Amundsen führte eine Expedition mit seinem Luftschiff, „Norge", aus. General Nobile baute eigens für den Zweck einer Erreichung des Nordpols ein Luftschiff nach dem halbstarren System. Aber als Erstem gelang es dem amerikanischen Flieger Byrd, dem späteren Transozeanflieger, den Nordpol im Flugzeug zu überfliegen. Das praktische Ergebnis feines Fluges war allerdings nicht groß. Er konnte nicht landen, er umkreiste den Nordpol ledig- . lich ein paar Male mit feinem Flugzeuge. Mit Hilfe des Sonnenkompasses war eine Orientierung vielleicht mögich, da schönster Sonnenschein herrschte und die Luft vollständig nebelfrei war. Nach den Aussagen Byrds war der magnetische Kompaß nicht zu gebrauchen, da er in der Gegend des Pols dauernd abwich. Hingegen meint er, daß eine Landung am Pol durchaus nicht unmöglich sei. Er selbst hat allerdings auf eine Landung verzichten muffen, da der Brennstoff knapp geworden war und die Aufstiegsmöglichkeiten sehr ungünstig waren. Wissenschaftlich hat die Flugexpedition daher keine irgendwie nennenswerten Ergebnisse gezeitigt, da Forschungen vom Flugzeug aus natürlich unmöglich sind.
Amundsens Nordpolflug des Jahres 192d stand von vornherein unter einem unglücklichen Stern. Nachdem die Presse der Welt Monate vorher in Aufruhr war und gespannt aus Den Start der „Norge" wartete, setzte sich der Amerikaner Byrd in sein Flugzeug und kam dem liorwegischen Forscher zuvor. Durch diese kühne Leistung wurde dem Norweger der Ruhm entrissen, als Erster den Nordpol erreicht zu haben. Der Führer des Luftschiffes „Norge war General Nobile, derselbe, der jetzt mrt seinem Luftschiff „Italia" den Nordpol zu er» forschen gedenkt. Die „Norge" konnte zwar den Nordpol erreichen, aber die wissenschaftliche Ausbeute war auch gleich Null. Beeinträchtigt wurde der Wert der Expedition durch Mei-
uungsverschisdenheiten, die sich zwischen Sens«
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