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GeueralÄsuzerger füb^M>dGauau Stadtund Laud
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben t Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag LS, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Psg.. Im Reklameteil von 6» mm Breite 25 R-Pfg. ✓ Offertengebühr 50 R-Pfg.
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«Samstag
de« 44. Swett
Oanau Stadt und Land
Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises.^ Für plahvorschrist u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.,Geschäftsstelle: Hamm,rstr.9 / Fernspr. 3956,3952,3938
1628
Nev Dreanftua dev ^Bremen
Dis LtässMemmg des NordaiiauM von DK nach West gevmsen ,. Notlandung bei NenßundSand
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MvwtzovS, 14. Weit Aus Nokri Amossv wkvd gemeldet, -atz dev d-vtkse rradwtelesvapMt der ksmmevstal Eable So. etuett Futtkwvmb evhalten habe, -atz die „Vvemeu" auf Gveeuv Lslaud in dev Stvatz« Ott Betts Sste tNsufttttdlattd) uatgslattdet sei.
KewdovS, ^3. Apvil. (Ml amevikattisthev Jett.) Nte Nostal Telegvavb So. bestätigt dte Meldttus M âttVheamten kn Point Amouv, daß die „Bvemen" in Gveeud Island eine NotSauduttg vovgeuommett habe.
Mach eittev Meldung dev Mamhestev Radiostatio« ist das Flugzeug lettht beschädigt wovdeu. Nie Be »httug besittdet sich wohlauf.
Newso-r, 13. Avril. Greens SSland I» eine Meine Wei am Gingaus See Sira» es Seite SSI« an See «ordtoettkükte >6« «sikundland. GS »«Anden N» auf ihr srsSe kanadik»« SlkKeroiniederiagnnse». Die Güdkâfie ist ein kahler Seifen. Die Insel sei 33 bis SS SuS hohe Angel. Auch Sie «ordküfte ist feiste. Die 3nfel liegt nebeln 400 Meilen nordwestlich von dem
gemanten âuVs dev »Seemen*.
i Aufregende Stunden liegen hinter uns, Stunden der Freude und Stunden der Ent- t-uschung. Als gestern abend gegen %9 Uhr ir Draht das Eintreffen der „Bremen" in
aufgefangene Funkmeldung über die .Bremen'- Flieger, die an die „Times" gerichtet war, weiter bestätigt. Endlich erhielt auch der Norddeutsche Loyd eine Funknachricht von Hünefeld, in der die gelungene Landung bestätigt wurde. Ju der Meldung wurde bemerkt, daß die Erichoviung der Flieger,
Kentitnig der Oesfentlichkeit brachten, da ga Mné außerordentliche Freude und Begeisterung Kber diesen Sieg der deutschen Technik und ^Mischen Wagemutes. -Diese Freude war umso âößer, als man über 30 Stunden lang über- Maupt keine Nachricht von dem Schicksal der , Igeremen" erhalten hatte und alle Vermutun- Mn nur auf mehr oder minder vage Kombi- nauonen baute, überall au den Straßen, in den Mdkalitüten, bemerkte man einen unbeschreib- ^Wen Jubel. In diese begreifliche Freude fiel 1 J n leider gegen Mitternacht ein schwerer sWWermut-Tropfen. Die Meldung von der Lan- —Wng der „Bremen" wurde dementiert. Die Enttäuschung war überaus groß, als sich der LMum herausstellte. Dann folgten wieder ^Wunden der Ungewißheit. Wohl meldete der
Draht, im Gegensatz zu englischen Meldungen, nach denen die Flieger ins Meer gestürzt sein iGten, daß kein Anlaß zu ernsten Befürchtun- B bestünde, doch andererseits traf keine Wel- g ein, daß die „Bremen" irgendwo ge- et sei. Erst in den heutigen frühen Mor- tunden erreichte uns die allerdings zunächst > noch unbestätigte Nachricht, daß die 'emsn" auf einer Insel bei Neufundland Mgslandet sei und die Flieger wohlauf seien. '--Mne Meldung, die zum Aufatmen Anlaß gab. vormittag wurde diese Meldung bestä- 1 so daß jetzt alle Zweifel über das Schick- " »Bremen" behoben sind.
n ' ^'nn auch die deutschen Flieger das ge- ä gf'IEs Ziel nicht ganz erreicht haben, — aus Gründen, die vorläufig noch nicht bekannt • ««W —, so dürfen wir doch feststellen, daß die A.MMverquerung des Ozeans geglückt ist und oeutiche Flieger mittels Flugzeug den ameri- - fl^A Kontinent erreicht haben. Das deut- 7i»^e ^olk hat allen Grund sich dessen zu ntpen. Im Kampf mit den Stürmen des und des Wetters, im Kampf mit der > ' .b'e sich der Mensch immer mehr
mtr^' 'st wieder einmal eine wichtige erreicht worden, ein Erfolg, der da- p) nichts an Bedeutung verliert, daß die ie9er ihr Ziel Newyork nicht ganz erreicht ^ UW- Wenn wir diese kühße Tat der drei < bewundern, so soll doch darum nicht
Wessen sein, daß es sich hierbei nicht allein kühnes Wagestück handelte, sondern, wwohl die technischen Voraussetzungen gingen des Fluges vorliegen mußten, tz'?°uchdif Energie und Tatkraft der Betei- Ü^ allein die ungeheure Verant- unö Aufregung ertragen ließ. Wäh- me^r ols l^tägigen Fluges dürften iwger kaum ein Auge geschlossen haben. ) '^'^ Lindbergh wurden sie durch günstige
,„^^..0^sördert, sondern sie hatten mit schwe- en Sturmen zu kämpfen.
M0er Flug ist jedoch nicht allein als die Tat Mu^r Manner zu werten, sondern sie ist zu- M^.uuch ein Beweis für die Zuverlässigkeit W^^r Maschinen, für den hohen Stand der
J AT LA NTtSCHER
York 0 1 E A N 'Philadelphia
Die Flugstrecke umso erfreulicher festzustellen, weil wir gerade in Fragen des Flugverkehrs durch kurzsichtiges Verhalten unserer ehemaligen Gegner jahrelang starken Beschränkungen unterlagen. Das hat aber nicht hindern können, daß wir im Wettkampf mit den anderen Staaten gleichen Schritt hielten, und allmählich den Vorsprung der Kriegszeit wieder aufholten. Selbst äußere Hinderungsgründe können- Entwicklungsnotwendigkeiten nicht dauernd beschränken. Ein Land von einer Kultur und einem geistigen Stand wie es Deutschland ist, wird auf allen Gebieten, worum es sich auch immer handeln wird, eine führende Rolle spielen.
Der Flug bedeutet für uns nicht den Beweis, daß nun ein regelmäßiger Transozeanflug aufgenommen werden kann. Wir wissen genau, was keine Einschränkung der Leistung Hauptmann Köhls und seiner Begleiter ist, daß es sich hier um einen Versuch mit noch nicht vollkommenen Mitteln handelte, den zu wiederholen in nächster Zeit keine Veranlassung vorliegen dürfte. Die großen Verkehrsgesellschaften bauen neue Apparate, die a priori für Weitstreckenflüge über Land und Meer besser geeignet sind als einmotorige Landflugzeuge, wie sie von Köhl, Lindbergh, Chamberlin benutzt worden sind. Ein gutes hat jedoch für die Entwicklung des Flugverkehrs der Wettkampf um die erste Transozeanüberquerung gehabt. Der Bau neuer Flugzeuge ist bedeutend schneller gefördert worden, als es sonst der Fall gewesen wäre. Wir sind jetzt auf einen Standpunkt der Entwicklung gekommen, der unter anderen Umständen frühestens 1932 zu erwarten war.
Mit stolzer Freude beglückwünscht das deutsche Volk die tapferen Flieger zu der kühnen Tat.
Die rvvefübvvttde Nvabiuns
Abends 6 Uhr erhielten mir vom Wolff-Büro folgende Meldung:
Newyork, 13. April. Nach kanadischen Presse- melimngen ist die „Bremen" über Kingsport in Neuschottland gesichtet worden. Die „Associated Preß" bestätigt die kandischen Meldungen, allerdings eine halbe Stunde später, nämlich um 11 Uhr amerikanischer Zeit.
Abends %9 Uhr verbreitete Wolff folgende Meldung:
Emden, 13 April. Aus Newyork wird berichtet, daß ein Flugzeug, begleitet von einem Flugzeuggeschwader, zur Zeit (deutsche Zeit ...... ^,.— „—, ... .
«non ::^ «k«. ma^nnrt «.HAI»» i»t. 7 Uhr abends amerikanischer Zeit und durch eine
der „Bremen".
Die Funkstation Norddeich berichtet in einem Funkspruch: „An Alle", daß die „Bremen" in Mitchellsielü eingetroffen sei.
Das Seme««
Nach einiger Zeit stellte sich diese Meldung als ein schwerer Irrtum übereilter Berichterstattung heraus. Wolff verbreitete um Mitternacht folgende
Meldung:
Newyork, 13. März. (3 Uhr amerikan. Seit). Die nach Deutschland verbreiteten Meldungen, daß die „Associated Preß" die Ankündigung, die „Bremen“ habe Neuschottland überflogen, ihrerseits bestätigt habe, sind einfach erfunden. Hier liegen keine absolut beglaubigten Meldungen über die Beobachtung der einfliegenden „Bremen" vor. Wie bekannt, rührt die erste Meldung, die „Bremen" habe Neuschottland überflogen, von dem Kapitän eines kanadischen Regierungsdampfers, Barkhouse, her. Sie hat keine andere Beglaubigung erfahren.
Bis seht liegt keine endgültige »Nachricht von dem Flugzeug vor. Hier ist zwar ein Flugzeug gelandet, doch handelt es sich nicht um die „Bremen". Natürlich herrscht hier die leidenschaftliche Zuversicht, daß die „Bremen" in den nächsten Stunden in Mitchell-
doch handelt
sield landet.
Die folgenden Meldungen lauteten:
Auf der Suche nach der „Bremen."
Loncord (Newhampsire), 13. April. (5.45 Uhr amerikanischer Zeit). Der Flieger Robertson startete nach Old Orchard (Maine), um nach der „Bremen" zu suchen.
Die „Bremen" nicht gesichtet.
Newyork, 13. April. Bis 6.30 Uhr abends amerikanischer Zeit (0.30 Uhr nachts mifteteuropä- ischer Zeit) ist die „Bremen" hier nicht gesichtet worden.
Bek Neufundland «ot- selau-eL
In den frühen Morgenstunden wurden dann von Wolff bis Meldungen von der Nollanung der „Bremen" aus Greeny Island in der Straße von Belle Isle (Neufundland) verbreitet, die unsere Leser am Kopf dieser Seite finden.
Newyork, 14. April. Die Radio-Korporation gibt bekannt: Die „Bremen" landete am Freitag mittag in Grceny-Zvland. Die ersten Nachrichten, daß die Bremen etwa 400 Meilen nördlich des vorgesehenen Kurses zur Landung gezwungen war, erfolgte durch die Radioangestelllen in Point d'Ämour, ein Platz der 10 Meilen von Greeny- Island entfernt liegt. Diese Meldung wurde durch einen Funkspruch der kanadischen Regierung um
Winde die Landung notwendig machten.
NvoveUevbmuh dev »Sternen*.
Newyork, 14. April. Freiherr von hünefeld sandte an den Norddeutschen Lloyd eine Mitteilung, daß die „Bremen“ Propellerbruch erlitten habe und die Landungsvorrichtung zerstört sei. Der Beuzia- vorral sei erschöpft. Der Generalvertreter des Norddeutschen Lloyd teilte darauf mit, daß das Schwesterflugzeug heute nach Greeny-Jsland fliegen werde.
Ottawa, 14. April. Die kanadische Regierung hat den Patrouillendampfer „Montcatm“ nach Greeny-Island beordert, um die deutschen Flieger abzuholen.
des deutschen B-tschaftevs
Washington, 14. April. Der deutsche Botschafter in Washington von Prittwlh und (Saffron übermittelte der amerikanischen Presse folgende Erklärung:
Ich höre mit großer Freude, daß das deutsche Flugzeug „Bremen" diesseits des Atlantik glücklich gelandet ist. Ich grüße die tapfere Besatzung, die trotz wind und Wetter gestartet ist und durch ihren transatlantischen Flug von Osten nach westen die Luftschiffahrt ihrem Ziel, eine Verbindung beider Kontinente herzustellen, eine Schritt näher gebracht hat. An den Hauptmann Köhler hat der deutsch« Botschafter folgende Drahtung gerichtet:
„An Alle ein herzlich Willkommen."
BegvttSungSteleseamm Nv. Lunkevs
Dessau, 14. April. Professor Dr. Haus Junckers hat zur Begrüßung der deutschen Ozeanslieger folgendes Telegramm abgesandt:
„wir alle in Dessau sind mit stolzer Freude und dankbarer Bewunderung für ihre Tat erfüllt. Ich weiß, welche Fülle von Schwierigkeiten zu überwinden waren, um das Unternehmen zu ermöglichen und welch ungeheure Mühe die technischen Vorbereitungen erforderten. Der Erfolg dieses Fluges hat ihr Hldenkum gekrönt und die große Aufgabe, das Flugzeug dem krausozeamschea Verkehr dienstbar zu machen, einen Schritt vorwar s nebracht. Besonders freuen wir uns, daß durch d e Teilnahme des Irländers Frihm-nirice und die große Willkommensfreude und Hilfsbereüschaft de amerikarsschen Volkes, die traditionelle Kameradschaft in der Luftschiff-Fahrt einen neuen Beweis erbracht hat. Aber darüber hinaus erfüllt es uns mit großer Genugtuung, daß der Flug m Dienste der Völkerverföhnung erfolgt ist. Dafür gebührt Ihnen unsere Anerkennung und unser Bant.
gez. 3 untrer
Näheres über die Landung
Newyork, 14. April. Der Zeitunterschied zwischen de rersken Mitteilung von der Landung der Bremen“ und der späteren Funkmeldung erklärt sich aus der großen Entfernung zwischen Green- JÄand von der nächsten Funkstation, und daraus, daß die Nachrichten mit Hundeschlitten oder Boten dorthin üb-mittclt werden mußten. Die neufund- ländischen Behörden erNSren, daß von St. Johns