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Das LLsrrssèe.
— Der llnkersuchungsausschuß des Reichstag» zur Untersuchung der Ursachen de» Zusammenbruch» hat seine Arbeiten beendet und da» Ergebn!» in einer Gesamtentschlietzung dem Reichstag vorgelegt. Letzterer stimmte gestern der Entschließung zu.
— Bei dem Eisenbahnzenlcalaml in Berlin werbe ein Bestechungsskandal ausgedeckt. In den ein Vberbeamter und eine Kölner Firma verwickelt sind.
— Die Filmoberprüsungsstelle hat den Lutherfilm für ganz Deutschland frcigegeben.
— Litwinow antwortete gestern auf der vorbereitenden Abrüstungskonferenz ausführlich auf die in der Debatte gegen die russischen Vorschläge vorgebrachte Kritik.
— Der spanische Minisicrrat hat die Rückkehr Spaniens in den Völkerbund beschlössen.
Ärss dsm Reistag
Die Ursachen des Zusammenbruchs im Weltkrieg. — Der Etat des Reichsinnenminisieriums.
Berlin, 22. März. Der Reichstag behandelte heute den Bericht des parlamentarischen Unterausschusses über die Ursachen des inneren Zusammenbruches im Weltkrieg, den Abg. Philipp (Dnail.), der Vorsitzende des vierten Unterausschusses, erstattete. Der Ausschuß hat die Ergebnisse der Untersuchung in einer Gèsamtent- lchiießung zusammengesaßt. (Siehe besonderen Beicht Seite 2.) . ,
Wlbg. Dr. Bergsträßer (Dem.) wies insbe- Were auf üiePiych Gründe hin, die mit
^ m Zusammenbruch des Heeres geführt hatten.
raf zu Eulenburg mehrfach entschieden wider prochen. Seiner Auffassung nach habe die unab^ angige Sozialdemokratie doch durch die Art ihrer ropagaikda und durch ihren Standpunkt in der vage des Strefkrechts während des Krieges den usbruch der Revolution mitvorbereitet, deren Führung alsbald die sozialdemokratischen Parteien gemeinsam übernommen hätten. Bei der Besprechung der Friedensresolution des Reichstags habe sich die Frage erhoben, ob die Regierung den Siebeneraus- Auß in die ganze mit dem Friedensschritt des Papstes zusammenhängende Politik loyal hatte Einblick nehmen lassen oder nicht. Sowohl der Gutachter Dr. Bredt wie ein Teil der Ausschußmitglieder waren in dieser Hinsicht zu einer negativen, den früheren Reichskanzler Dr. Michaelis mit dem Vorkurs der Zweideutigkeit belastenden Auffassung gelangt. Ueber die entscheidende Frage, ob der Reichstag im Laufe des Krieges zu viel oder zu wenig Einfluß auf die Führung der Politik genommen hat, konnte der Ausschuß zu einer übereinstimmenden Ansicht nicht gelangen. Abschließend hat der Aus- 0 festgestellt, daß die Schuld am Zusammen-
j nur im wechselseitigen Zusammenwirken zahlreicher Ursachen gefunden werden kann. Ohne weitere Aussprache stimmte das Haus der Ausschuß- entschließung zu. — Es folgte die zweite Lesung des Etats desReichsinnen- Ministeriums und der .dazu vom Ausschuß
angenommenen Entschließungen. In diesen Entschlie- Bungen wird u. a. ein Gesetzentwurf verlangt, der für alle Deutschen an Stelle der Staatsangehörigkeit die deutsche Reichsangehörigkeit setzt, ferner ; wird gefordert, daß die Vertreter der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden an Deranftaltun- ?en, bei denen Flagenschmuck verwend 1 wird, nur bann amtlich teilnehmen können, wenn die Reichs- I farbm an hervorragender Stelle gezeigt werden.
Abg. Soll mann tSoz.) uolfne: die Aussprache mit scharfen Angriffen ge^tn den Reichs- innenminiffer v. Leudell. De n ^wendige i /nin- Heitlichung des Reiches könne nicht »rreicht werden, unter einem Minister, der, w's Herr v. Keudell von der Souveränität der Länder ,pre1?e. Der Redner verbreitete sich dann noch ausführlich über die Frage der Neugliederung drs Reiches, lehnte den Foderativgedanken ab, der für die Cimgang Cmo« Pas zwar gut, für Deutschland aber unbn.irfjbar fei, r besonnte sich namens seiner Fraktion nochmals ” als Anhänger eines üb^rze nun iHtart .miis. Richt ourrf) Konferenzen der Mlnisteiprasiden en könne die Vereinigung des Reiches erreicht werden, sondern nur durch die Entscheidung des Volkes c Berndt (Dnll.) ging zunächst auf das Scheitern des Schulgesetzes ein, das bei der ganzen Mistlichen Elternschaft Empörung errege. Der ^“mpf um das Schulgesetz werde aber fortgesetzt erden, bis bit konfessionelle Volksschule gesichert
Der Redner wandte sich weiter gegen vorzeitige -Ueichstagsneuwahlen und gegen die Agitation für
Einheitsstaat, Die Deutschnattonalen würden ue Ausschußanträge ablehnen, die unitaristischen a-yarakter haben. Dann erörterte der Redner die kannten deutschnationalen Wünsche zu einer ver- l"!!ungsrechtlichen Neuordnung, die, wie man sich rtnnern wird, auf die Bereinigung der Aemter des -Reichskanzlers und des preußischen Ministcr-präsi- enten und auf eine Erweiterung der Rechte des Neicyspräsidenten hinauslaufen. — Das Haus oer- ‘“gte die Weiterberatung dann auf Freitag.
Erfüllungsort und Gerichtsstand für tobt Teil« ist Hanau. ' ZM unverschuldetem Ausfall bet Lieferung insolg« höherer Gewalt, Streik usw. hat der Sezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinungsiage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Jernspr. 3956, 3957,3958
23. MSer
VestechunsssSändai bet der Reichsbahn
BetHn, 22. Wär;. Ein Bestechungss tanbat, der in den Kreisen der deutschen Reichsbahn spielt, beschäftigt augenblicklich die Staatsanwaltschaft I Berlin und die Disziplinarbehörden der Reichsbahnverwaltung. Wie die „B. 3-“ dazu berichtet, scheint festzu- stehen, daß während des letzten Jahres an hohe Beamte der Reichsbahn Bestechungsgelder ungefähr im Betrage von 100 000 Mark ge geben worden find.
Als vor einigen Monaten Gerüchte auftauchten, daß bei der Verteilung von Lieferungen für die Eisenbahnbetriebe nicht alles mit rechten Dingen zugehe, wurde von der Hauptverwaltung der Reichsbahn festgestellt, daß von einer großen Kölner Firma, die Material für Güterwagen lieferte, 100 000 Mark Bestechungsgelder gezahlt worden seien. Bei der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin ist zur Uiitersuchung der Angelegenheit ein besonderes Dej. mat eingesetzt worden. Staatsanwalt- schaftsrat Hermans hat bereits in Köln die Bücher der Firma beschlagnahmt, aus denen die Ueberwei» sung der Bestechungsgelder hervorgeht. Dem genannten Blatt zufolge soll es sich hauptsächlich um einen Oberbaurat und einen Reichsbahndirektor handeln.
Eine Berliner Korrespondenz berichtet über die Aufdeckung des Falles: Das Cifenbahnzentralamt in Berlin hat für die gesamte Deutsche Reichsbahn das notwendige Material, wie Lokomotiven, Wagen, Schienen, Schwellen usw. zu beschaffen. Wiederholt ist behauptet worden, daß: im Zentralamt der eine oder der andere Beamte nicht mit der erforderlichen
Reichsbahn bekannt geworden war. Der beschuldigte Oberbaurat Schulze, der beim Eisenbahnzeniralamt in erster Linie als Instrukteur tätig war, hatte eine Erfindung gemacht, die eine wesentliche Verbesserung der sogenannten Achsenlagerschalen brachten. Als Beamter hätte er diese Erfindung seiner Behörde zur Verfügung stellen müssen. Das tat Oberbaurat Schultze jedoch nicht, sondern er schloß im November 1924 mit einer Kölner Firma einen Der»
1H2S
In einer Entgegnung gab der französische Delegierte Chmiel
seinem Bedauern über die fast persönlichen Aus. einandersetzungen Ausdruck. Dagegen bezeichnete die Kontrollbestimmungen de» russischen Projek als besonder» beachtenswert und machte den Vorschlag, daß das Generalsekretariat für die zweite Lesung des kombinierte« englisch-französischen Entwurfes eine ©egenüberfteHung mit dem russischen Entwürfe ausaroeiten solle. Desgleichen soll der deutsch« Antrag auf vollständige Offenlegung aller Rüstungen für die Weite Lesung oerarbeitet wer- den, die nach dem Wunsch« de» ftanzösischea Vertreters noch vor der nächste« völkerdunüsoersamo»-
er
ojektes
Korrektheit arbeite. Bor einigen Wochen tauchte nun wiederum ein Gerücht auf, daß bei der Vergebung Kölner Firma worben Als . unter-
von Eisen
diefe Geriichte sich immer hfefyr
breitete Generaldirektor Dorpmüller der Staatsan-
trag, in dem ihm für alle Ankäufe der Schultzeschen Lagerschalen durch das Eisenbahnzentralamt eine Provision von 5 Prozent zugesichert wurde. Schultze verstand es, aus die Bestellungsabteilung in soweit Einfluß zu nehmen, daß von dort aus tatsächlich die Kölner Firma in sehr starker Weis« herangezogen wurde. Wie groß die Bestellungen des Eisenbabn» zentralamtes bei dem Kölner Unternehmer gewesen sind, geht aus der Tatsache hervor, daß im Laufe der Jahre der Ober baurat weit über 100 000 Mark Lizenzgebühren erhalten hat. Er soll jedoch, wie verlautet, die ihm zustehenden Lizenzgebühren nur zum Teil erhoben haben. Auf dem Wege von Köln nach Berlin ist ein Teil der für ihn bestimmten Summen hängen geblieben und von einem Angestellten unterschlagen worden. Es ist damit z« rechnen, daß die Untersuchung noch weitere Anlehnung «fährt, zumal jetzt auch noch andere Gerüchre ' ' ' " ‘ werden sollen, die über das
tung stattsinden sollte.
Graf Bernstorff stellte fest, daß bereit» wiederholt bei der Aussprache der russischen Pro- jette» die Frage des Zeitpunktes der zweite« Losung aufgeworfen worden ist Er habe zu dieser Frage, rote $u dem ganzen dritten Punkte be Tagesordnung, dem Stand der Arbeiten de» Abrüstungsausschusses selbst, noch sehr viel vorzu, bringen. Der Vorsitzende Loudon gab Graf Lernstoff die Versicheruung, daß er morgen oder selbst gegebenenfalls in der nächsten Woche uneinge» schränkt seine Gedanken zum dritten Puntt der Tagesordnung werde entwickeln können. der bereits morgen zur Behandlung kommen werde.
Die nächste Sitzung ist auf Freitag vormittag angesetzt.
waltfchaft das gesamte Material, soweit es der
ernstlich nachy, Zentralamt im
Auf sind.
Wozu also «och die Besetzung?
Loado«, 22. März. Im Unterhaus« erklärte ber Kriegsminister gestern die außergewöhnliche Stärke des Stabes der kleinen britischen Besetzungsarmee in Wiesbaden, der jährlich 31 750 Pfund Sterling kostet, damit, daß ein so großer Stab nötig sei, um Reibereien mit den französischen und belgischen Autoritäten zu vermeiden, wozu der ^Evenin« Standard" mcht mit Unrecht oemertt, eine sehr «ta- fache Methode, um die Möglichkeit solcher Reibereien zu verhindern, fei. di« britischen Truppen ganz zurückzuzieh««.
Litwinows Antwort
G e n f, 22. Mär^ Der mit lebhaftem Interesse erwarteten großen Antwortrede Litwinows im Vorbereitenden Abrüstungsausschuß gingen Zwei kurze Erklärungen der Vertreter Argentiniens und Chiles voraus, die sich beide gegen das russische Projekt als undurchführbar und unvereinbar mit dem Völkerbundspakt aussprachen. Litwinow, der alsdann vor dem dicht- besetzten Saal und unter großer, während der ganzen etwa zweistündigen Rede gleichbleibender Spannung das Wort ergriff, dankte zunächst für die eingehende Diskussion des russischen Projektes, an der sich zu feiner lebhaften Genugtuung 14 Redner beteiligten, und besonders Lord Cushendun, der mit seiner Rede der Aussprache ihre ganze Bedeutung gegeben habe.
Wenn Cushendun in so dramatischer Form nach , Motiven fragte, die die Russen zur Teilnahme ___ den Beratungen veranlaßt haben, so könne er wohl mit dem gleichen Recht die Frage an Cushen-
den an
dun richten,
ob denn die englische Regierung ihre Vertreter auch nur aus reiner Liebe hierherschicke oder ob sie nicht etwa auch bestimmte politische Zwecke in bezug auf die Abrüstung mit ihrer Delegation hier verfolge. Aus dem gleichen Grunde könne man nach den Motiven forschen, weshalb es bisher noch nicht zu einer zweiten Lesung gekom-
men sei.
Die Russen hätten schon in Genua einen Vorschlag für die Totalabrüstung gemacht. In den zehn Jahren ihrer Existenz habe die Sowset-Union noch keinem Nachbar den Krieg erklärt. Wenn sie sich in Genf an den Beratungen beteilige, so geschehe das aus dem Wunsch, in aktivster Form an der Beseitigung des Militarismus und des Krieges teilzunehmen. Rußland habe aus seinen Bedenken gegen die
men. Rußland habe aus feinen Bedenken gegen Uebernahme der Verpflichtungen durch den Bä bundspakt nie ein Hehl gemacht. Darin könne aber keine Schädigung des Prestiges des Völkerbundes liegen, denn andre Staaten nähmen ja eine ähnliche Haltung ein. In sehr satirischen Worten erinnerte Litwinow daran, daß z. B. auch England nicht die von den Russen geforderte Rücksicht auf das Prestige des Völkerbundes nehme, da es ja ein ganze Reihe Wkommen nicht unterzeichnet habe, wie z. B. das Abkoimnen gegen den Giftgaskrieg, das Protokoll gegen den WaffenhandA und das englisch- arische Abkommen. Litwinow erinnerte dann weiter
das Abkoimnen gege toll gegen den Wo
ilker-
an andere Abkommen, die England mit verschie- denen Bölkerbundsmitgliedern abgeschlossen hätte, e dem Völkerbund zur Registrierung vorzu- Viele Telle der Bölkerbundsarbert würden
ohne sie dem Völkerbund
legen. !_____ , ---------------... _______
durch die Nichtratifizierung der Verträge unmöglich gemacht. Wenn England Rußland anklage, hierher zu kommen, um Propaganda zu treiben, so müsse er an die unzähligen Propagandabureaus in den europäischen Staaten erinnern, in denen russische Emigranten Dokumente fabrizierten, die, wie z. B. noch in letzter Zeit der S,nowjew»Brief eine bedeutende politische Rolle gespielt hatten. Litwinow ging den englischen Vorwürfen über die Eingriffe Ruhlands in die innere Politik anderer Länder gegenüber dann »eiter ein auf
die englische« Maßnahmen in Schanghai. Raa- fing, Persien, Aegypten, bei denen England
ohne Rücksicht auf die Souveränität dieser Gebiete sich ebenfalls in die innere Politik einge- mischt habe.
Wer, so fuhr Litwinow fort, was hat dieser russisch- englische Streit mit der Abrüstung überhaupt zu tun. Ich muß zugestchen, gar nichts. Cushendun Habe ihn jedoch zu diesen Ausführungen gezwungen.
tionsentwur
ite immer, der russische sonnen« he im Widerspruch zum Völker-
bundspakt. Der Pakt dürfe aber nicht zu einem Fetisch werden und jeden Fortschritt verhindern. Der russische Konventtonsentwurf lasse sich genau so wie das Genfer Protokoll mit einem modifizierten Pakt in Einklang bringen, und der Völkerbund habe ja schon einige Male an Modifikationen des Pakts gedacht.
Litwinow fetzte sich dann mit den technischen Einwänden auseinander, die Cushendun gegen den russischen Entwurf erhoben hatte. Die Krtttt Cushenduns hätte wohl anders gelautet, wenn er nicht überall von falschen Voraussetzungen ausgegangen sei.
Die Sowjetregieruna habe zwar selbst schon allerlei Ultimaten erhalten, aber sie denke nicht barmt, selbst solche zu stellen.
Er habe lediglich vorgeschlagen, daß der russische Entwurf als Diskussionsbasis angenommen werde und er wolle keineswegs fordern, daß der Entwurf alsdann als Ganzes und in feinen Einzelheiten schon jetzt im Augenblick angenommen werde. Man müsse aber für die Diskussion eine gewisse Grundlage haben, und deshalb komme es ihm darauf an, zu erfahren, ob die Kommission die ersten 36 Ar- tifel annehme, die das Prinzip der Totalabrüstung «inschließen. Darauf habe der englische Vertreter ausweichend geantwortet.
Wenn in Wirklichkeit die Mehrheit der anwesenden Delegierten der Ansicht sei, daß das Prinzip der vollkommenen Abrüstung für ihre Regierungen unannehmbar sei. dann würden alle weiteren Diskussionen überflüssig sein.
Die russische Delegation messe diesem Prinzip so große Bedeutung bei, daß sie auch fernerhin zu jeder weiteren Aufklärung bereit sei Eine solche Diskussion sei wünschenswert und sie erfordere nur die Uebereinstimmung der Kommission mit dem Totalabrüstungsprinzip. Es fei jetzt an der Komission, zu entscheiden, ob man diese Entschlie-
ßung fassen werde oder nicht.
eine
gesellschgst im Set»«,«!
Lerka, 22. März. Im Güterverkehr mürben im Februar 1928 3 584 009 Wagen gegen 3 540 513 im Januar gestellt. Die Zunahme^ der im Februar arbeitstäglich gestellten Wagen betrögt etwa 5 Prozent. Der Kohlenverkehr ist der Jahreszeit entsprechend im allgemeinen schwächer geworben. Im Ruhrkohlengebiet war auch eine gewisse Zurückhaltung der Käufer bemerkbar, die offenbar schon auf die in Aussicht stehenden Somme rpreife rechnen. Zur Beförderung von künsUichsn Düngemitteln wurden 113 676 Wagen gestellt, d. h. 24 234 (27 Prozent) mehr als im Januar 1928 und 9 731 (9 Prozent) mehr als im Februar 1927.
Der Personenverkehr'hielt sich im allgemeinen in den der Jahreszeit entsprechenden Grenzen. Insgesamt wurden im Februar 1 249 überplanmäßige Zug« gefahren (Januar 1928 1 143, Februar 1927 949 Züge).
Die Betriebseinnahmen im Januar 1928 betrugen: aus dem Personen- und Güter- gepäetoerfebr 97.31, aus dem Güterverkehr 260.57 und aus sonstigen Einnahmen 24.11 Mill. RM, zusammen 398.82 Mill. RM. Davon entfallen für Betrieb und Unterhaltung 292.08 Ttiü, für Erneuerung der Reichsbahnanlagen 37.65 Mill., für Dienst und Reparationsschuldverschreibungen 55.05 Mill., für Rückstellung für die gesetzliche Ausgleichs- rücklag« 7.64 Mill. und für Rückstellung zur Vorzugsdividende 6.40 Mill. RM. Die Einnahmen entwickelten sich im Januar 1928 weiterhin zufriedenstellend Der Rückgang gegenüber Dezember 1927 entspricht der normalen Verkehrsgestaltung.
Aus der Ausgabenseitr entstehen vermehrte Aufwendungen infolge Erhöhung der Gehälter und Ruhègehätter. Dazu tarnen im Januar die Kosten der einmaligen Abfindung der Beamten des besetzten Gebietes aus Anlaß der Herabsetzung des Sonder- zufchlages. Gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 1927 ist auch die Höhe der Reparations- Zahlung planmäßig gestiegen. Zum Ausgleich für Mehraufwendungen war es erforderlich, für bas Suchprogramm starke Einschränkungen durchzuführen. Bauten und Beschaffungen mußten zum Teil völlig eingestellt, zum Teil gestreckt werden.
Der Personalbestand betrug 658 649 Köpfe gegen 698 857 im Dezember 1927.
Neue Besuche ovientaUschee StaaisobevbSuviov
Die DAZ teilt im Zusammenhang mit ber Europareise des Königs Aman Allah mit, daß voraussichtlich noch in diesem Jahr anbete Verionlich- keiken, die an der Spitze orientalischer Staaten stehen, ebenfalls einen offiziellen Besuch an den Regierungssitzen der größeren europäischen Staaten abstatten werden. So verlautet, daß bereits im Kerbst König Fuad von Aegypten eine Kuropareife antritt Auch bet Präsident der türkischen Repnbllk, Mustafa Kemal Pascha, sowie Schah Riza Khan von Persien sollen die Absicht haben, noch vor Ende dieses Jahres die wichtigsten Staaten Europas z« besuchen.