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Anzeiger
ry^fiöaii «Stadt und Land
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Donnerstag
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den 15. März
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Das SterssKs.
— 3m Reichstag leitete Reichswehrminifter Gröner die zweite Beratung seines Etats mit einer Rede ein, in der er feststellte, daß die Parteien von den Deutschnationalen bis zu den Sozialdemokraten einig seien in dem Bekenntnis zur Notwendigkeit des bewaffneten Landesschuhes.
— Der Reichspräsident empfing gestern Dr. Stresemann zum Vortrag über die letzte Tagung des Völkerbundrates in Genf.
— Der Kreuzer „Emden" lief gestern nachmittag in der Wilhelmshafener Werft ein, wo er von einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge jubelnd begrüßt wurde.
— Ueber die Lage der verhafteten deutschen Ingenieure im Dongebiet ist gestern keine weitere Klarheit erfolgt.
— In Genf beginnt heute die fünfte Sitzungsperiode der vorbereitenden Abrüstungskommission an der Vertreter von 24 Staaten keilnehmen.
— In Paris wurde ein italienischer Faschist aus politischen Gründen ermordet.
— Der Dammbruch in Kalifornien hat sich als eine der schwersten Naturkatastrophen der letzten Zeit herausgestellt. Bisher wurden die Leichen von 274 Opfern der Katastrophe geborgen.
Bis.AVbSeien des ssVÄeveZ tSKdSN AHMMtZSs-
Genf, 14. März. Der Ausschuß zur Vorbereitung der Abrüstungskonferenz, dessen Bildung auf eine Entschließung der Bölkerbundsversammlung vom Jahre 1925'zurückgeht und der am 18. April 1926 ferne erste Tagung begann, tritt Donnerstag vormittag unter dem Vorsitz des holländischen Ge- i sandten in Paris, Loudon, zu feiner fünften i Tagung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen i drei Punkte:
1. Stand der Arbeiten des Sicherheitskomitees,
2. Prüfung des russischen Abkommenentwurfes * für allgemeine und vollkommene Abrüstung und I 3. Stand der Arbeiten des vorbereitenden Aus- < schusfes selbst.
| Bei Behandlung des ersten Punktes werden Er- i Errungen von den Delegationen der Vereinigten 5 Staaten, Sowjetrußlands und vielleicht auch der s Türkei erwartet, denen man mit Interesse entgegen« sieht, da die Vereinigten Staaten an den Arbeiten des Sicherheitskomitees überhaupt nicht teilnehmen und Sowjetrußland nur durch einen Beobachter vertreten ist, während die Türkei vielleicht ^bereits bei Nesem Punkte zum ersten Male ihre Stimme im Nahmen der Abrüstungsarbeiten des Völkerbundes , vernehmen lassen mit^ Welchen Umfang die Aus- iprach» über die russischen Abrüstungsvorschläge an« nehmen wird, liegt noch vollkommen im unklaren, i Es darf aber in diesem Zusammenhang daran er«
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5 mnert werden, daß sie trotz ihrer radikalen Forde- * rungen seinerzeit in der Presse nicht ausschließlich ° propagandistisch bewertet wurden. In Völkerbunds- i kreisen hört man denn auch, daß diese Vorschläge l die spätere praktische Mitarbeit Sowjetrußlands bei J der Verwirklichung der Abrüstung nicht von norn« B herein ausschließen. Was schließlich den dritten E Punkt der Tagesordnung, den Stand der Arbeiten Udes vorbereitenden Ausschusses selbst, betrifft, so U sollte nach deutscher Auffassung die bevorstehende R Wogung ausführliche Verhandlur gen und damit K gleichzeitig die zweite Lesung der bisherigen Er- U gebnisss des Vorbereitungsausschusses und. wenn 1 möglich, den Ausgleich der darin noch enthaltenen »erheblichen Gegensätze bringen. Diese betreffen vor Dollem die von Deutschland und einigen anderen »Delegationen verlangte Einbeziehung der ausgc-
° ödeten Reserven und des lagernden Materials, U sm^rr ferner die Grundsätze für die Abrüstung zu U Wasser und in der Luft, in welcher Hinsicht hâupt- fc faches) England, Frankreich und Italien scharf ab»
aMb-ÄuffâWm.. rtreten. Ist, wie zu be« surrten steht, in diesen Punkten noch keine An- A ^herung möglich, so wird sich der vorbereitende -Ausschuß, dessen Mandat nicht die endgültige Auf- y Heilung eines Abkommenentwurfes sechst vorsieht, M vielleicht die Frage vorlegen müssen, ob feine ;;c$nifcl>en Vorarbeiten im Sinne des ursprüng- uchen Mandats nicht als abgeschlossen gelten können uno die Beilegung der noch bestehenden Gegensätze °iner ersten, nach den Beschlüssen von drei völker- vundsversaM'Mlungen möglichst bald einzuberufen- oen Abrüstungskonferenz überlassen werden soll.
AüME Ädmwal JettZevs?
Berlin, 14. März. Von mehreren Blättern wird ^.gestrige Aeußerung des Reichswehrministers „ ''f Zur Lohmann-Angelegenheit, er könne es "cht billigen, daß irgend ein Vorgesetzter einem Untergebenen eine so weitgehende Vollmacht gibt, 8r erwarte, daß ein Vorgesetzter die Verant- wortuNg nicht ablehnt, mit dem Bcvorstehen weite» e??- Personalveränderungen in der Marine in Zu- Wmmeirhang gebracht. 2» den Blättern wird da
die gcstr öroener Ilirhl Giri
Der Wehretal vor dem Retchslas
GeSnevs Nvosvamm
Berlin. 14. März. Der Reichstag begann Heuke die zweite Lesung des Reichswehretats. Nach Entgegennahme des Ausschußberichls ergriff das Wort Reichswehr- minister Gröner zu einer etwa halbstündigen Rede. Wie zu erwarten war, legte General Gröner besonderen Rachdruck auf die Forderung des Panzerschiffes A. Weiter betonte er, daß er die militärischen Gesichtspunkte unter allen Umständen den politischen unlerordnen werde, und er legte sich dann darauf fest, daß die Reichswehr als Organ des Staates aus der ganzen Politik draußen bleiben müsse. Die folgende Aussprache verlief im großen und ganzen befriedigend.
Berlin, 14. März. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Haushalts des Reichs- wehrministerium.. Die Beratung beschränkte sich zunächst auf das Landheer. Der Haushaltsausschuß ersucht in einer Entschließung die Regierung um eine alljährliche Uebersicht darüber, wie sich die Unterbringung der Versorgungsberechtigten gestaltet hat. Der Ausschuß ersucht ferner, eine umfassende Prüfung aller Möglichkeiten zu erheblichen Ersparnissen im Haushalte des Reichswehrministeriums vorzunehmen. Eine weitere Entschließung verlangt eine Prüfung der Frage, ob nicht für viele Heereslieferungen zu hohe Preise verlangt werden. Schließlich fordert der Ausschuß in einer'Entschließung eine Umgestaltung der Reichsbürgschaft, damit sie wieder für die Versorgungsmöglichkeit von Reichswehrangehörigen anwendbar werde.
Relchswehrminister Gröner.
Im HullshaUsousjchuö habe ra zu dc- meijten Fragen mich äußern können. Heute will ich nur grundsätzliche Stellung zu den Hauptproblemen der Reichswehr nehmen. Diese Probleme sind ein« mal die Wehrpolitik und die sich daraus ergebenden Folgerungen und zweitens die politische Haltung der Reichswehr an sich. Im Ausschuß waren die Parteien
von den Deutschnationalen bis zu den So- zlaldemokralen einig in dem Bekenntnis zur Notwendigkeit des bewaffneten Landesschuhes.
Aus einzelnen Bemerkungen des preußischen Ministerpräsidenten in seiner Rede könnte geschlossen werden, daß ich die Ansicht vertrete, die militärischen Gesichtspunkte müßten den politischen vorangehen. Das ist nicht der Fall. Nicht die militärischen Sachverständigen haben über unser Heereswesen zu entscheiden, sondern Regierung, Reichstag und Reichsrat. Der Soldat ist dabei nur Berater und Anreger. Ich gehe in dieser Auffassung konform mit dem preußischen Ministerpräsid
lenten; aber
für mich kann in der Frage des Panzerschiffes nicht die preußische Regierung maßgebend sein, sondern die Reichsregierung,
die in ihrer Gesamtheit den ablehnenden Beschluß des Reichsrates gegenüber der Forderung des Panzerkreuzers in einer Doppelvorlage aufrecht erhalten hat. In den letzten Jahren hat sich die Technik jo vervollkommnet, daß ein modernes Panzerschiff von 10 000 Tonnen sehr wohl seine Aufgaben er« füllen kann. Die Marineleitung will nicht etwa bauen, nur um den Versailler Vertrag auszuschöpfen, aber sie geht mit mir davon aus, daß
eine modernisierte Flotte für den Schuh unserer Grenzen von größter Bedeutung ist.
Wenn Ostpreußen und Oberschlesien gleichzeitig überfallen werden sollten, dann würde das Panzerschiff eine sehr wesentliche Ergänzung unserer Landstreitkräfte sein. Wenn es uns nur gelingt, die Grenzen zu schützen, bis die internationalen Instanzen eingreifen oder bis das sogenannte Weltgewissen sich regt, dann würden Landheer und Marine ihren Zweck voll erfüllt haben. Ist erst deutsches Gebiet verloren gegangen, dann ist es sehr schwer, es wieder zu erringen. (Beifall.) Die Schutzlosigkeit der Grenzen ist ein Anreiz für unruhige Geister. Durch wirtschaftliche Maßnahmen kann wohl der wirtschaftliche Druck, der auf Ostpreußen lastet, gemildert werden; ich vermag aber nicht ein« zusehen, wie die Sicherheit Ostpreußens dadurch irgendwie gewinnen könnte. Mit Militarismus hat der von mir vertretene Standpunkt nichts zu tun.
f Ich bekenne mich, wie wohl die Mehrheit der * Kriegsteilnehmer, zu einem gefunden, vernünftigen • Pazifismus, allerdings nicht zu dem, der einer • knechtischen Gesinnung entspringt.
l Die Wehrpolitik ist die Dienerin der Außenpolitik. ’ Ich kann aber nicht eine ungünstige außenpolitische ; Wirkung aus der Bewilligung des Panzerkreuzers ; erwarten. Ich kann mir nicht denken, daß die kleine ' deutsche Wehrmacht irgendwo als Druck empfunden wird. Eine so kleine Wehrmacht erfordert aber das . Beste vom Besten in Bezug auf Menschen, Ausbildung und Bewaffnung.
Bei den Reichswehrangehörigen muß der größte Wert gelegt werden auf gute Auswahl, Ausbildung und Erziehung. Meinem Amtsvorgänger und dem ersten Chef der Heeresleitung gebührt Dank für die vortreffliche Arbeit in dieser Beziehung. Die Vorkommnisse der letzten Jahre konnten nicht gerade anregend auf die Bewilligungs- . sterchigkeit des ^Parlaments wirken. Nach Lage der Dinge sind aber die Auslagen auf die äußerste Notwendigkeit beschränkt. Gegenüber dem Reichstag werde ich stets Wahrheit und Klarheit in Reichswehrangelegenheiten an den Tag legen. Kürzlich wurde an den Forderungen des amerikanischen Chefs des Generalstabes für feine Wehrmacht in ganz ähnlicher Weise Kritik geübt, wie es unserem Wehretat gegenüber geschehen ist. Nun ist natürlich ein sehr großer Unterschied zwischen Amerika und Deutschland. Aber es gibt doch gewisse Grundsätze für jede Wehrmacht, ob sie groß oder klein.
Die Erhalkung unserer kleinen Wehrmacht gehört zweifellos zu den absoluten Lebensnot- wendigkeiten unseres Staates.
Deshalb bitte ich, den Wehretat in der geforderten Höhe anzunehmen. Von der politischen Haltung der Reichswehr hängt die.Einstellung des Parlaments zur Reichswehr und ihr Ansehen in der Bevölkerung ab.
Dechalb wird meine größte Sorge sein, die An- gehörigen der Reichswehr zum Staatsgedanken zu erziehen und zur Treue gegen die verfassungsmäßige Reichsregierung.
Ich werde rücksichtslos einschreiten gegen jede Entgleisung und gegen jede Uebertretung dieses Prinzips Die deutsche Reichswehr soll bei der ganzen Bevölkerung in höchstem Ansehen stehen, nicht weil sie etwa kriegerische Lorbeeren ernten möchte, fon« dern, weil wir den dringenden Wunsch haben, daß sie nur dem Frieden diene. Ich bedarf dazu auch der Mitwirkung des Parlaments. Ich werde stets bereit fein, auf vernünftige Vorschläge einzugehen und berechtigten Klagen nachzugehen. Das Zeitalter der Sensation muß aber für die Reichswehr vorüber sein. (Zurufe links.) Kein Angehöriger der Reichswehr darf Anlaß geben zu einer sensationellen öffentlichen Kritik, wie dies in der Vergangenheit häufiger der Fall gewesen ist. Ein Reichswehrangehöriger, der zu solchen Kritiken Veranlassung gibt, versündigt sich an der Reichswehr schwer, versündigt sich am ganzen Volke Mein Wunsch ist ein einmütiges Zusammenwirken von Parlament und
Pre se mit der Reichswehr. Scharfe Kritik ist am Platze, um vorwärts zu kommen, aber keine Kritik, die charf macht. Die Bevölkerung soll freudigen Anteil nehmen und nehmen können an ihrer Wehrmacht und. so klein sie ist, stolz auf sie sein. Im Auslande spricht man über unsere Wehrmacht und namentlich auch von dem ganz ausgezeichneten Auf- treten unserer Marineangehörigen auf den Auslandsschiffen nur im Tone höchster Anerkennung, und so soll es bleiben. (Beifall). \
Ium DZuisch-vuMchen LwtMenfatt
Was geschieht mit den verhafteten Deutschen in Rußland?
Ueber das Schicksal der deutschen Ingenieure und Techniker, die in der Ukraine wegen angeblicher Lahmlegung des Betriebes in den Donez-Bergwerken von der Sowjetregierung verhaftet worden sind, besteht immer noch vollständige Ungewißheit. Der Bericht, den der deutsche Botschafter in Moskau nach Berlin übermittelt hat, bringt keine Klarheit. Man kennt nur die Anklagen, die von der russischen Regierung gegen die Deutschen erhoben werden. Ueber diese vollkommen einseitige Orientierung hinaus hat man bisher nicht Vordringen können. Auch der deutsche Generalkonsul in Charkow, in dessen Bezirk die Verhaftungen erfolgt sind, hat bisher nichts zu einer weiteren Aufklärung der Angelegenheit beitragen können.
Die Ungewißheit ist deshalb so groß, weil die russische Legierung die Verhafteten offenbar bereits als überführt betrachtet und als Schuldige behandelt. Der deutsche Botschafter in Moskau hat sich bisher vergebens bemüht, mit den Verhafteten selbst persönlich in Verbindung zu treten. Erst wenn diese Verbindung hergestellt ist, kann man den Dingen von unserer Seite aus auf den Grund gehen und feststellen, inwieweit die russischen Anklagen überhaupt stichhaltig sind. Die russische Regierung scheint nicht das Bedürfnis nach einer Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft zu fühlen, da sie den Ort, an den die verhafteten sechs Deutschen gebracht, worden sind, ängstlich geheim hält. Wenn dieses Verfahren weiter ungestört aufrecht erhalten wird, lö' muß man unter Umständen mit der Möglichkeit rechnen, daß die verhafteten Deutschen auf Grund einseitiger Beschuldigungen verurteilt werden, ohne daß es möglich ist, von unserer Seite zu ihren Gunsten einzugreifen.
Es versteht sich von selbst, daß Deutschland sich eine derartige Behandlung dieser Angelegenheit nicht gefallen lassen kann. Die verhafteten Deutschen sind nicht aus eigenem Antrieb nach Rußland gelangt, sondern sie haben von ihren Firmen den Auftrag erhalten, den Grubenbetrieben technischen Beistand zu leisten. Wir werden zum mindesten verlangen muffen, daß es der deutschen Regierung ermöglicht wird, in das Verfahren Einblick zu erhalten und mit den Verhafteten persönlich in Verbindung zu treten, damit verhindert werden kann, daß unseren Landsleuten aus politischen Gründen schreiendes Unrecht geschieht. Wird diese Sicherheit nicht gegeben, so ist es ganz unmöglich, mit Rußland geschäftliche Beziehungen zu unterhalten, und es wäre dann auch ganz zwecklos, mit den rusiischen Delegierten in Berlin weiter über die Ausgestaltung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen zu verhandeln, wenn den Russen dieser Standpunkt mit Entschiedenheit klar gemacht wird, so wird man sich in Moskau wohl zu einer besseren Einsicht bequemen.
«ene Vevha^ttnse« im Donez- N-etSsn
K o w N o, 14. März. Wie aus Moskau gemeldet wird, sind auf Anordnung Bubnows im Donezbecken neue Verhaftungen vorgenommen worden. Unter den Verhafteten befindet sich der Leiter des chemischen Trusts im Donez- recken. Die Verhaftung wird damit begründet, taß die Trustverwaltung die Werke wissentlich alsch geleitet habe.
Gerücht verzeichnet, daß der Rücktritt des Chefs der Marineleitung, Admiral Zenker, zu dessen Verfügung Kapitän Lohmann nach seiner Enthebung vom Dienste gestanden hat, bevorstehe. Im „Börsen- courier" heißt es, daß diese Gerüchte nicht einer gewissen Begründung entbehrten. Praktisch sei jedoch nichts geschehen, um den sofortigen Rücktritt zu veranlassen. Die „D. A. Z." berichtet übrigens aus Wilhelmshaven, daß Admiral Zenker entgegen seiner ursprünglichen Absicht nicht an dem Empfang der „Emden" teilnimmt, ebensowenig an der Taufe der vier neuen Torpedoboote am nächsten Tage. Das „Achtuhrabendblatt" will allerdings wissen, daß man nicht mit dem Rücktritt des Admirals Zenker für absehbare Zeit rechnet. Es sei aber nicht ausgeschlossen, daß Admiral Zenker nach einer Zeit den Wunsch äußern dürfte, von seinem Posten zu scheiden, wobei villeicht auch der Umstand mitspielt.
das Admiral Zenker nicht mehr allzuweit von der Altersgrenze entfernt ist.
LwischenkStte an d. GowZei- vumäniMstt Oveme
Moskau, 14. März. Telegraphenagentur der Sowjetunion. — An der Sowjet-rumänischen Grenze ist eine große Bande ermittelt worden, die im Auftrage des rumänischen Spionagedienstes 15 Ueberfälle auf das Sowjetgebiet verübte, wobei in den meisten Fällen Sowietangestellte ermordet wur- den. Der größte Teil der Banditen wurde bei der entstandenen Schießerei getötet; außerdem sind 41 Banditen und Personen, die mit der Bande ständig in Verbindung standen, verhaftet worden. Die Verhafteten gestanden die Mittäterschaft und die Beziehung«, zur Bande.
Gefängnis füe deutsche Pfadfinder
Gestern standen in Trier fünf Bitburger Pfad- sinder vor dem französischen Militär-Polizeigericht. Die Pfadfindergruppe Litburg hatte am Allerhci- ligentag nach einer Wanderung in die Eifel am Kriegerdenkmal einen Kranz in den Farben des alten Deutschland niedergelegt. Daraus konstruierte die Desatzungsbehörde, nachdem sie sofort etwa 50 Pfadfinder verhaftet und vernommen hatte, eine „Verletzung der Ordonanzen" und erhob Anklage. Der Staatsanwalt beantragte Gesmignisstrasen bis zu zwei Jahhren, da nach seiner Ansicht Pfadfinder- gruppen vom alten Militärregime organisiert seien. Das Urteil lautete für einen der Pfadfinder aus sechs Monate Gefängnis und 200 Mark Geldstrafe, für den Schriftführer des Pfadfinderbundes Bilburg auf zwei Monate Gefängnis, für die übrigen Angeklagten auf je einen Monat Gefängnis, in allen Fällen unter Zubilligung einer Bewährungsfrist.