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LMkwoch des 14. März 1928
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X Nach den Feststellungen der Instituts für Konjunkturforschung ist di« Wirtschaft in einen Zustand der labilen fionjunttur eingetreten. Auch ohne die Feststellung von dieser Seite ist der Zustand unschwer zu erkennen. Denn überall sehen wir die Anzeichen dafür, daß sich die Wirtschastslag» in leicht rückläufiger Tendenz befindet. Die jetzt herausgekommenen Abschlüsse der Großbanken, die stellen» weise sehr gut, vereinzelt sogar hervorragend sind, haben damit nichts zu tun, bénn die Gewinnziffern entstehen ja gerade aus der Anspannung der Geldnehmersette. Es ergibt sich, trotz Nachlassen der Börkenkoniunktur keine Schmälerung des Reingewinnes. Beklugt wird nur das Anwachsen der allgemeinen Unkosten Auf der anderen Seite lauten die Aussichten aus der Wirtjldast nicht so günstig. Die Dividendenreduktion bei der Harpener Berg-
bau A.-G. hat allenthalben einen peinlichen Ein- kirA druck hervorgerufen. Man braucht einem übertrie- ch iit , baten Pessimismus nicht nachzuhängen, aber die ® Gefahren, die der deutfchne Wirtschaft drohen, liegen MW in der Tendenz, der die deutsche Wirtschaftspolitik
beherrschenden parlamentarischen Bürokratie. Aus dem Zwitterzustand der halb sozialistischen und halb kapitalistischen Wirtschaftsordnung kann sich der kapitalistische Mittelstand tn Deutschland nicht ent- !•< wickeln und die Folgen liegen auf der Hand, wenn
Cinklang mit Glanzstoffaktien Zellstoff Waldhof stärker angeboten und 4% schwächer. 3. G. Far- ben, die anfangs gut behauptet lagen, waren ebenfalls stärker angeboten minus 3%%.
Am Montanmarkt überwog ebenfalls das Angebot, Buderus verloren 3%%, fjarpener 2%% und Mannesmann 4%. Am Bankenmarkt war das Geschäft sehr klein. Deutsche Bank verloren 2%; während Danatbank aus dem schon erwähnten Grunde gut behauptet lagen. Am Elektromarkt lagen besonders Licht und Kraft mit minus 3%%, v.lenzens mi’ mini* 8*4% und Des'irel mit minus 2%% stärker engeboten. Auch Deutsche Erdöl lagen sehr schwach mit minus 8%. Am Bauunternehmermarkt lagen Wayß u. Freytag im Angebot und 2%% schwächer. NSU lagen ^%
Am Rentenmarkt lagen Deutsche und ausländische Renten still und vernachlässigt, während Russenwerte etwas lebhafteres Geschäft hatten. Guldenrussen 3.72%.
3m weiteren Verlaufe blieb die Tendenz unsicher, vereinzelt konnten sich jedoch auf Deckungen leichte Kurserholungen durchsetzen. I. G. Farben gewannen 1%% zurück, auch Bezüge lagen bis 9% erholt. Etwas lebhafter gefragt waren Rheinische Braunkohlen.
Am Geldmarkt wurde der Satz auf 6% ermäßigt.
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Jäger
die Daweszahlungen zu leisten sind und auf der 1 anderen Seite der Auslandskredit ins Stocken
gerät. —
Der Zustand an der Börse kennzeichnet mit aller Deutlichkeit den Marasmus, dèr die deutsche Fi- griffen hat. Selbst die überraschende der Freigabeangelegenheit hat keinen ' -druck ausüben können. Lediglich
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Erledigung _ „ nachhaltigen Eindruck
ßlistss die festverzinslichen Emmissionen der Bodenkredit- anstalten finden noch langsam Unterkunft. Das - Publikum hat sich von dem Aktiengeschäft fast völlig abgewandt. Die Börse ist in ihren Unternehmungen ganz auf sich selbst angewiesen.
Die Geld- und Kapitalmarktlage ist im Augen- 2 blick noch angespannt die Rückflüsse gehen nur lang» Uh âsam von starten Die Konjunktur ist im Wesentlichen
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auf das Inland beschränkt geblieben. Der Export .zeigt hier und da erfreuliche Ansätze. So gibt der Stahlverein bekannt, daß 20 Prozent seine Produktion auf den Export entfallen. Gegenüber der -Vorkriegszeit hoi zwar die Steinkohlenförderung -die Vorkriegsziffern überschritten und die Braun- : kohlenförderung mit rund 150 Millionen Tonnen Wat sich gegenüber der Vorkriegszeit verdoppelt. Hinzu kommen die Bestrebungen natürliche Roh- Moffe durch syntetische zu ersetzen. Die Produktion »on Anlmoniak und Rohbenzin sind stark entlastende Kifften in der Handelsbilanz. Trotz allem aber M'bleibt es dabei, daß die tiefgehende Verstimmung M weiter um fick greifen wird, wenn die Unklarheiten Min der Wirtschaftspolitik fortbestehen sollten. T.
M KvarMuvte« NVvse.
Am Devisenmarkt schritt die der Mark weiter fort Mark gegen___ _ gegen Pfunde 20.410. London-Kabel 4.8795, Paris 124.02^, Mailand 92.37, Madrid 28.95, Holland 12.12^. $
Frankfurt a. M. 13. März. An der Abendbörse konnte sich die Tendenz allgemein weiter etwas befestigen, und im Verlaufe trat eine gewisse Belebung des Geschäftes ein. Die Anregung da- zu ging wieder von der lebhaften Nachfrage nach einigen Spezialwerten aus. So waren Glanz- stoss im Freiverkehr weiter stark verlangt und bis 705—709% gesteigert. Hiervon mitgeriffen, gewannen Zellstoff Waldhof bei lebhaften Umsätzen 6% gegen den Berliner Schluß. Auch für Rheinische Braunkohle, die erneut 2% anzogen, erhielt sich das Interesse. Ferner waren Farben- werte etwas reger verlangt. 3. G. Farbenaktien gewannen 1%%, Bonds waren zu 134%, Bezugsrechte zu 9.05% gefragt. Die Spekulation schritt daraufhin auch auf den anderen Markige- bieten zu Deckungen, so daß sich überwiegend Kurserholungen von etwa 1% ergaben. Renten blieben vernachlässigt. Waldof 268,' 3. G. Farben 252%. Siemens 262%, Rheinische Braunkohlen 256, Mannesman» 140%, Scheideanstalt 197%.
lerung
1825,
X Zusammenkunft der Passage-Vertreter der Hamburg-Amerika-Linie in Hamburg. Wie alljährlich veranstaltete die Hamburg-Amerika-Linie auch in diesem Frühjahr eine Zusammenkunft ihrer Passage-Vertreter in Hamburg, zu der etwa 60 Herren erschienen waren. Auch der Vertreter der Hamburg-Amerika Linie aus unserer Stadt, Herr Valentin Holly, Krämerstraße 3, nahm daran teil. Diese Tagung fand am 7., 8. und 9. März statt und Mente dem Zweck, den Vertretern der Hamburg- Amerika Linie einen größeren Einblick in den Betrieb der größten deutschen Schiffahrtsgesellschaft zu verschaffen und ihnen damit die Erteilung von Auskünften über die Abfertigung und Einschiffung der Passagier« im Hamburger Hafen zu erleichtern. So wurde nach einleitenden Vorträgen und einer Ansprache über die verschiedenen Fragen des Passagiergeschäftes das „lleberfecheim Hapag" auf der Veddel besichtigt, das mit seinen modernen und ausgedehnten Anlagen zur Unterbringung von Passagieren vor der Einschiffung dient. Ferner wurde eine Fahrt mit dem Dampfer „Deuts djlanb', einem der auf der Route Hamburg—Newyork verkehrenden Dampfer der „Albert Bollin"-Klasse unternommen. Während des Aufenthaltes an Bord konnten die Teilnehmer nicht nur die Einrichtung und Ausstattung eines modernen Ozeandampfers tennen lernen, sondern sie gewannen auch ein anschauliches Bild vom Leben und Treiben an Bord sowie van der Art, wie die Hamburg-Amerika Lini« für das Wohl ihrer Passagiere, insbesondere auH der Auswanderer, sorgt.
X Beendigung der Westindienreise des 7koro- deutschen Lloyddampfer» „Columbus“. Der Norddeutsche Lloyddampfer „Columbus", mit dem oas amerikanische Reisebüro Raymond u. Mthcomb eine Gesellschaftsreise nach Westindien unternahm, beendete diese in allen Teilen glücklich und programmmäßig verlaufene Fahrt am 6. März in Newyork. Bekanntlich hat der „Columbus“ auf dieser Reise ein Flugzeug an Bord geführt, das über den Anlaufplätzen des Dampfers, unter großer Beteiligung der amerikanischen Passagiere, Rundflüge ausführte. Diese auch für Amerika völlig neue Einrichtung der unmittelbaren Verbindung des Seeschiffs mit dem Flugzeug hat in Amerika allgemeine Beachtung gefunden. Am 10. März tritt der „Columbus" feine Heimreise von Newyork aus nach Bremen an, um alsdann wieder im regelmäßigen Dienst des Norddeutschen Lloyd zwischen Bremen und Newyork beschäftigt zu werden. Bemerkenswert erscheint, daß der „Columbus" für di« bevorstehende Reisezeit Einrichtungen für Die Aufnahme von Passagieren in der dritten Kajüte für Touristen erhalten wird, sowie daß in den Hauptreisemonaten, jeweils nach An-
tunst des Dampfers in Bremerhaven, bretmotorige Iunkersflugzeuge bereitstehen werden, die eilige Passagiere auf schnellstem Wege nach innerdeutschen und mitteleuropäischen Plätzen befördern sollen.
Je Weizen
Frankfurter Getreidebörse vom 13. März iAnitlich).
100 kg in Goldmark
1. Qualität 26.25—26.50 Gm
2. . —
3. „
Roggen (inländisch.), fester . . 26.25
Sommergerste für Brauzwecke 29.0(>—31.50
Hafer 'inlrinti eher) . . . 25.75— 26.50
Mais (gelb) für -Iutterzwecke . Ma»? igelv» für andere Zwecke . Weizenmehl tiüdd- Spezial) . Noggenmehl, fester ....
Weizenkleie . . . .
Roqgcnkleie.....
Erbikii, je nach Qual. f. Speisezw.
Linien - do.
23.50
24.25
37.75 - 38 00 .
35.50 -37 75 .
14.35—14.5) , 15.25-15.50 .
Heu. lndd., gut, ges. trocken . . —
Wnzen-u. Roggennr drahtgepr. . —
Treber, getrocknet...... —
Tendenz: fest.
Berliner Metallmartt. (Dom 13. Märzl
Kupfer
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Amtliche Sinfteitskurse Berlin Frankfurt a. M. (Bom 13. März.
Frankfurter Kursbericht '13 März).
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Frankfurt a. 217., 13. März. Tendenz schwach. Nachdem im vorbörslichep Verkehr die Tendenz allgemein freundlicher war Und eine gewisse Be- ruOigung zu Tage trat, war der Beginnn des offiziellen Verkehrs allg-ine'n schwächer. Obwohl der Medio glatt überwunden ist und die Verbindlich- keitserklärung des Schiedsspruches in der Metallindustrie, wonach die Arbeit bald wieder aufge- nommen wird, bekannt waren, war eine Unsicherheit der Marktlage nicht zu erkennen. Die Spekulation schritt in größerem Ausmaße zu Abgaben, dem keine Aufnahme gegenüber stand. Der Börse fehlt hauptsächlich immer noch die zweite Hand, o daß geringe Abgaben genügten um Kursab- chwächungen yervorzurufen. Auch blieb der günstige Abschluß der Darmstädter und Nationalbank
^hne Einfluß. Trotzdem Tagesgeld reichlich ongi boten und billiger 34 haben ist, hegt man hier 81
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'boten und billiger Zu haben ist, hegt man hier Be- Oorgniffe infolge des bevorstehenden Zahltages, gegenüber der gestrigen Abendbörse betrugen die Kursverluste durchschnittlich 1 bis 3%. Spezial- Werte waren besonders stark angeboten und hatten noch größere Verluste aufzuweisen. So waren im
6% Reichsanleibe v 1927 Ablösungs'chuld o. O.
do. M. O. .
Anatolier 1......
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do. U ..... . SoKfürfen. . . . , . Schantunababn .... Barmer Bank .... b erliner Handelsaesellsch. Commerz- n. Privatbank Darmstadt, u. Nationalb. Deutsche Bank ... Deutsche Vereinsbank. . D swnto-Gesellschaft . . Dresdner Bank. . . Metallbank..... Mitteldeutsche Creditbank Reichsbank..... Oesterr. Creditanstalt , . Westbank . . . . . . Hapag....... Nordd. Lloyd . , . . Buderus ..... Geilenkirchen .... Harpener ....
87.50
14.20
51.80
16 50
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12.50
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221.50 159.50
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15 .50 122.50 212— 195.75
37.50 100— 148- 148.50
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Ille Bergbau . . Mannesman« . . '»ansfeloer Bergbau Oberbedark . . . Otavi Minen . . Klöckner .... ^auradütte . . .
Bbönix
Rhein. Braunkohlen Mtinftabl. . . .
Riebeck Montan
. 235— . 139.50
95—
112.50
69— 97.25 252—
150.75
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S rl>, immer großer, wenn Sie ein schlechtsttzendes und lästiges -oru^banb tragen. Durch solche Bänder verichlimmert sich das leiten und kann zur Todesursache werden. (Es entsteht Brucheinklemmung, die operiert werden muß und den Tod zur Folge yaven kann). Deshalb liegt es in Ihrem Interesse, sich meine äußerst
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vequeme, unverwüstliche Spezial-Bandage anierltgen zu lassen. Durch Nacht Tragen meiner Bandagen haben sich nachweislich
Bruchleidende selbst geheilt. ......
Werlmstr. A. B. schreibt u.a. „mein schwerer Letstenbruch ist geheilt. Ich mn wieder in meinem 66ten Ledensiahre ein ganzer und glücklicher wsenich.» Landwirt Fr. St. schreibt u. a. „Ich sehe mich genötigt, ^bnen nach zwei Jahren meinen innigen Dank auszusprechen . . .
aanz befreit von meinem Leiden." Bandagen von Mk. 15— on- ^br Bruch- und Vorfall-Leidende kostenlos zu sprechen in:
Hanau, Freitag, 16. März von 3-5 Uhr „Hotel z. Adler"
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Danksagung.
Für die überaus zahlreichen Beweis« der Teilnahme bet dem Hinscheiden meiner lieben Frau und Mutter
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sowie für die Kranz und Llumenjpenden sage ich meinen herzlichsten Dank.
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Fr. Frank «. Kinder
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Großauheim, März 1928
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166.50
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69.50 75—
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130— 119.51
New Aork . . Holland . . , Buenos-AireS . Brüssel . . . Christi ania .
Kopenhagen. . Stockholm . . Helsingjor . . Italien . . . London . . . Laris / . . . Schweiz . .
Spanien . . . ^.-Oesterreich , P ag . .
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In der Nacht zum 13 verschied nach kurzem schweren Leiden unser guter Vater, Großvater und Schwiegervater
im 66. Lebensjahre.
HANAU (Altstr. 15) den 14. März W2&
Herr Richard Laue
Meister a. D. (Pulverfabrik)
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie August Laue
Familie Chdstlan Brünkers
Familie Konrad Laue (Newark)
Fritz Laue, Langensalza Frau Jost
Die Beerdigung findet am Freitag den 16. März, nachmittags
2 Uhr, von aer Fi ednoLkapelle aus statt. 5 -61