ln dch ^ Kvps ; mst ^
Hocheil hast x
M Ui tdniè {
am m N tot» 5.
0rf(6«int täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Sezugspreis: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat AM. r.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag ick, Hâstag 12 A-Psg. / Anzeigenpreise! Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm »reife 8 R-Pfg.. im Reklameteil von 68 mm »reite 28 N-Pfg. / Offerte «gebühr so R-Pfg.
Â
Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder mis Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. / Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956,3951,3958
8 5 Kv- 61
iN oh ^^iMaMMMMMmMMMWM
9 Das Ste»eM
M — Der Schlichter hat in dem Streit der Berliner 2 Metallindustrie am Samstag einen neuen Schieds- nb , ' sprach gefällt. Die Arbeitnehmer haben diesen unte 1 Spruch abgelehnt. Wahrscheinlich erfolgt heute die riß $ Verbindlichkeliserklärung.
Jen St „ Ueber das bevorstehende diplomatische Revl- ^ rement werden jetzt nähere Einzelheiten bekannt, chmal! — 3n Hanau fand gestern eine Bauern- ienfett kundgebung statt, die einen Massenbesuch aufzu- reslhI weisen halte.
stenst« - _ Die 49. Tagung des Völkerbundsrakes wurde er 6m Samstag abgeschlossen.
weite — Präsident Loolidge Hal am Samstag das beide Aebergabegefeh unterzeichnet.
nV' — In Santos (Brasilien) hat sich eine furchk- bare Lrdrutschkalasirophe ereignet. Ueber 200 y ^ Menschen sollen ums Leben gekommen fein.
tsfjaii! — 3m Donez-Geblel in der Ukraine wurden er ur deutsche Ingenieure und technische Angestellte, die mm im Verdacht der Teilnahme an einer anti-
Montas
de« 12. MLez
1028
Otte Bevseuischraiafteophe
«ebev 2GS LttenMen seiStet und 16 Sâusev zevstSsri
Nach einer Meldung aus der brasilianischen Hafenstadt Santos hat sich rutsch am Samstag früh gegen 5^ ereignet. Obgleich die Bevölkerung auf die Möglichkeit eines Bergrutsches hingewiesen worden war, war doch kein Anzeichen dafür vorhanden, daß eine solche Gefahr unmittelbar drohe. Viele Bewohner der von dem Unglück betroffenen Gegend find zweifellos im Schlafe in ihren Betten von der Katastrophe überrascht worden. Unter den fast gänzlich zerstörten Gebäuden soll sich auch das Krankenhaus befinden, und man vermutet, daß viele Kranke getötet worden sind. In Rio de Janeiro hat die Nachricht von dem Unglück
dort ein Berg-
werden, daß ein Hauptverdienst am Zustandekommen des Gesetzes auf deutscher Seite dem General- konsul von Lewinski gebührt, der in jahrelanger schwerer Arbeit die Verhandlungen für Deutschland führte. Besonders von den Amerikanern wurden der Takt und die Sachkenntnis Lewinskis bei den Verhandlungen hervorgehoben.
in
•au ;en
ich eil
ten n!" h?
sowZelistischen Verschwörung stehen, verhaftet.
OmO GnMMZMsms füv SWLèBSß
Berlin, 11. März. In seiner heutigen Hauptaus- Huhsitzung faßte der Verein für das Deutsch- iii im Auslande nach Erstattung des Ee- äftsberichtes durch den geschäftsführenden Vorenden, Admiral L- e e b o h m, auf Antrag des ndesverbandes Bayern folgende vom Reichs- Minister a. D. Dr. Külz vorgelegte Entschließung für Südtirol:
ungeheure Bestürzung hervorgerufen.
Nach Berichten von Augenzeugen ist der Erdrutsch ganz unverhofft eingetreten. Es hatte den Anschein, als ob der in der Nähe von Santos gelegene Berg Montserrat plötzlich sich vorwärts bewegte. Kurz darauf rollten unzählige Felsblöcke unter donnerähnlichem Getöse auf die Stadt hernieder. Man glaubte einen Augenblick, daß der ganze Berg die Stadt verschütten werde. Tatsäâich gab aber nur der Fuß des Berges nach. Man fürchtet noch weitere Erdbewegungen, da durch den Erdrutsch ein Teil des Berges ganz unterhöhlt wurde. Das Krankenhaus Santa Lasa della Miseri- corbia, das etwas außerhalb der Stadt liegt und von den Felsmassen zuerst erfasst wurde, ist zerstört worden. Sämtliche Kranke wurden getötet. Bis jetzt wurden allein unter den Trümmern des Krankenhauses 42 Leichen geborgen. Eine Familienpension, die in der Nähe des Krankenhauses lag, wurde ebenfalls vollständig zerstört und die 20 Bewohner getötet. Die Aufräumungsarbeiken dürften mehrere Wochen in Anspruch nehmen, da das Ge-
Die Ursache der KaMstrophe dürfte in den borausgegangenen lang andauernden Regenfällen zu suchen sein, wodurch im Innern des Berges geologische Veränderungen hervorgerufen wurden.
Rio de Janeiro, 1L Mârz. Ueber den großen Bergrutsch wird aus Santos weiter gemeldet: Der Abhang des Monl-Serrate-Berges setzte sich gestern, ohne daß vorher ein Anzeichen zu bemerken gewesen wäre, plötzlich in Bewegung. Ungeheure Erbmassen und herabrollenden Steine drangen bis in die Straßen von Santos und nötigten die Bewohner zur Flucht. Nach den bisherigen Schätzungen wurden über 200 Menschen getötet und /1S Häuser zerstört.
Rio de Janeiro, 1L März. Nach einem Telegramm aus Santos von gestern wurden bisher 150 Leichen geborgen. Die Bergungsarbeiten werden fortgesetzt.
füv das Sthltthtuttgsweseu
Berlin, 11. März. Die .Germania" veröffentlicht eine Unterredung mit Reichsarbeitsminister Dr. Brauns, in der sich der Minister eingehend über die Probleme des Schlichtungswesens äußert. Das Schlichtungswesen, so führte Dr. Brauns aus, hat sich im allgemeinen bewährt und der Erhaltung des Aweitsfriedens und Bolksoermögens mehr genutzt, als die meisten ahnen. Die Kritikpresse spricht fast ausschließlich gegen die Verbindlichkeitserklärung von Schiedssprüchen, durch die angeblich die an sich gute und gesunde Wirkung des Schlichtungswesens in ihr Gegenteil verkehrt werde. Allerdings kann die Möglichkeit der VerbinLlichkeitserklärung zu einer Verminderung des Verantwortungsgefühls der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänoe führen. Eine Abhilfe fei dadurch möglich, daß die Verbindlichkeitserklärung auf das äußerste Maß beschränkt werde und tatsächlich nur in Fällen erfolgt, in denen schwerwiegende Interessen der Allgemeinheit sie verlangen. Wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnch- mer mehr als bisher in einem Geiste wirklicher Arbeitsgemeinschaft zusammenfänden, so würde auch die Zahl der Verbindlichkeit-erklärungen immer geringer werden.
„Mit beutf&e
ühen, rt der
tiefer innerer Antilnahme verfolgt das Volk im Deut en Reiche das Schicksal der
^elttztziiM
die kulturelle und volkstummäßige 'E'igen- in ihrem Gebiete wohnenden deutschen
One DeesOwSeuns im
Donersesiet
Berlin, 11. März. Wie die „Doff.Ztg." meldet, hat der Enquete-Ausschuß des Reichswirtschafts- rotes, der im Januar im Reichstag ersucht worden war, die Verschuldungsverhältnisse der deutschen Landwirtschaft zu prüfen und Vorschläge für ein
geleitet.
Ergebnis mag zu-
Minderheiten zu achten, sieht sich in anderen Staatsgebieten das Deutschtum den schwersten Be- ückungen ausgesetzt. Insbesondere kann kein Weisel mehr darüber bestehen, daß das den Deuten in Südtirol bei iy rem Uebergang in den taatsverband des Königreichs Italien verpfändete önigswort auf Schutz ihrer Kultur und ihrer deut- )én Eigenart nicht eingehalten, sondern daß plan« läßig auf die Vernichtung dieser Eigenart hinge- cbeitet wird.
* W Das Recht des Menschen auf sein Volkstum und - feine Kultur ist genau so ein Menschenrecht wie das Mecht auf persönliche Freiheit. Der Staat, der hier- gegen verstößt, versündigt sich an den ursprünglichen -Menschheitsrechten und Kulturgeboten.
. ■ Wie das deutsche Volk, getreu des von ihm ge- wollten Prinzips des Friedens und der Versöhnung, I die Eigenart der im Staatsgebiete des Deutschen Reiches wohnenden nationalen Minderheiten stets Hechten wird, so verlangt es die gleiche Achtung auch g M der deutschen Minderheiten in fremden Staatsge- itmo! bieten. Erhaltung der deutschen Muttersprache in Frei' Haus, Kirche und Schule, Erhaltung deutschen : ein» Volkstums und deutscher Volkssitte I bis recht des Deutschen, gleichvi.. .
aus Staatsgebiet er wohnt. Auch im nichtdeutschen länn- Staatsgebiet soll der deutschstämmige Bewohner : ge>: loyaler Staatsbürger dieses Staates sein, aber das sott kann er nur fein, wenn man in ihm den deutschen buch- Menschen achtet.
icfjeif' Den Deutschen im deutschen Menschen wird kein Gewaltakt vernichten können. Der Staatsmann wäre ein schlechter Kenner seiner Mission und der in ihm liegenden Kulturtraft, der da glauben wollte, durch Bedrückung des Deu. chtums etwas anderes zu erreichen als den doppelten zähen Willen zur Erhaltung der deutschen Art und die mil- lionenfältige Anteilnahme des deutschen Volkes an Schicksal der bedrückten Volksgenossen. Das geschriebene Recht des Völkerbundspaktes und der nachfolgenden Verträge kennt nur im be» - schrankten Umfange einen Schutz der Minderheiten.
Aber dem ungeschriebenen <Recht der Menschheit ist Eser Schutz ein selbstverständliches Gebot, und der Völkerbund, der si chmit wachsendem Erfolg be- «W, die materielle und soziale Not der Menschheu zu lindern, würde sich selbst verleugnen, wenn er verständnislos bliebe gegenüber der lelischen Not ?^kr, denen das Menschheitsrecht auf Erhaltung "Verspräche, ihrer Sitte und das Recht auf Erhaltung der Heiligtümer ihres Volkstums ge» WUbt werden soll. Es gibt kein zivilisiertes Volk " Ln °er Welt, das den Raub an materiellem Eigen- , m "'cht verdammte. Es darf auf der Welt auch geben, der, ohne von der Welt ge« . , ungehindert Raub be
darf am seelischen Gehalt und am Volkstum nationalen Minderheiten."
uuy utwi|u/t xjuuj yvin-u vv^ wh i»/u» öv Prinzips des Friedens und der Versöhnung, ;enart der im Staatsgebiete des Deutschen
ein Natur
gleichviel in welchem
ige
brandmarkt zu werden, gehen darf am seiner national
lt«
WWWMtttttts des ^ver- sadesesetzeS
e w y o r k, 11. März. Präsident Loolidge hat
Samstag nachmittag die Ligenlumsvorlage et. die somit Gesetzeskraft erhAt.
eil
ten
Moskau 10. März. Auf Veranlaflung der Staatsanwaltschaft wurden heute im Schachll-Distrikt im Donezgebiet 20 Bergwerk singenieure, Techniker und Beamte der dortigen Kohlengruben vechaftel. Unter den Verhafteten f ollen sich auch Deutsche befinden. Sie werden gegenrevol ationärer Umtriebe so wie der Sabotage der Sowjetkohlenindustrie im Donbecken beschuldigt. Nach einem von dem Generalstaatsanwalt herausgegebenen Kommunique sollen die früheren ausländischen Besitzer der Bergwerke »zusammen mit den deutschen Industriellen und dem polnischen Geheimdienst" eine Verschwörung angezettelt und Agenten angeworben haben, die in den Gruben Schadenfeuer, Explosionen und Ueberschwemmungen verursacht hätten. Dan eben seien Streiks inszeniert worden, mit dem Ziele, die Bergwerke mit Verlust arbeiten zu lassen. Wie Rykow mitteilt, wurde die Sabotagetätigkeit bereits seit fünf Jahren ausgeübt, ohne daß die Sowjetbehörden den Saboteuren auf die Spur kommen konnten. Man rechnet damit, daß in kürzer Zeit im Donbecken weitere Massenverhaftungen vorgenommen werden.
Moskau, 11. März. (Telegraphenagentur der Sowjetunion). Die Meldung von einer Verschwörung im Donezbecken hat in Wirtschafts- und Jn- ieurtreifen der Sowjetunion schärfste Entrüstung hervorgerufen. Der Vorstand des Zentralrats der Sowjetgewerkschaften wählte einen Ausschuß zur eingehenden Untersuchung der Begleitumstände der Verschwörung und zur Festlegung entsprechender Gewerkschaftsmaßnahmen. Der Vorstand des Ingenieur- und Technikerverbandes der Sowjetunion und die Sektion der Jngnieure und Techniker beim Bergarbeiterverband nahmen in außerordentlichen Versammlungen Entschließungen an, die die an der Verschwörung Beteiligten scharf verurteilen und ihre strenge Bestrafung verlangen/ Sie sprechen gleichzeitig ihre vollste Loyalität gegenüber der Sowjetregierung und ihre Bereitschaft aus, den Kampf gegen die wirtschaftliche Gegenrevolution mit allen Kräften zu unterstützen.
;en:
Moskau, 11. März. (Telegraphenagentur der Sowjetunion). In seinem in der Vollversammlung des Moskauer Sowjets erstatteten Bericht erklärte R y k o w: Die Schwierigkeiten bei den Getreideeinkäufen sind überwunden. Die für das erste Quartal veranschlagten vier Millionen Tonnen Getreide werden restlos bereitgestellt. Unter Hinweis auf die steigende Nachfrage nach Industriewaren führte Rykow aus: In die Industrie wurden im laufenden Jahre 1200 Millionen Rubel investiert. Die Produktion wird gegen das Vorjahr um 20 Prozent steigen. — hinsichtlich des gegenrevolutionären Komplotts im Kohlengebiet des Donezbeckens tadelte Rykow die mangelnde Wachsamkeit der Wirtschaftsorgane und anderer Stellen, unter deren Augen «ine Gruppe von zwölf gegenrevolutionären Fachmännern die Kohlenindustrie dieses Bezirks planmäßig desorganisiert hätte. Ein In- aenieur, der zu den Leitern dieser Gruppe gehöre, habe in der Untersuchung erklärt, daß die Gruppe
Sofort nach Unterzeichnung der Freigab«-Bill durch den Prasidente« Eoolftrg« traten im Schatzamt die zuständigen Beamten zu einer Konferenz zu. ammen, um die technischen Einzelheiten ür die Durchführung des Gesetze» zu besprechen. Die S^chricht, daß Präsident Evo. lidge das Eigentumegesetz unterzeichnet hat, hat all- gemein überrascht, da es am Freitag durchaus den Anschein hatte, als ob der Präsident, der bestimmte
ein Konglomerat von monarchistischen Mitgliedern
der Kadettenpartei u nârer Parteien barst Sowjetmacht und die
irtei und anderer gegenrevolutio-
närer Parteien darftellt«, die sich den Sturz der Sowjetmacht und die Wiederherstellung der kapi- talist^chen Ordnung zum Ziel« setzt«. Ryckow erklärt weiter: „Ich will nicht den Gedanken zulassen, daß deutsche oder englische Firmen, also Firmen, die mit uns arbeiten, sich selbst mit solchen Dingen be- Es ist jedoch festgestellt, daß unter den Aniten und Agenten einiger Auslandsfirmen sich direkte Teilnehmer an dieser gegenrevolutionären Verschwörung befinden. Einige dieser ausländischen Fachmänner sind verhaftet worden und werden dem Gerichte übergeben werden." Zum Schluß betonte Rykow, daß die weitaus größte Zahl der Fach, leute sich gegenüber der Sowjetmacht loyal verhalten hatte.
eine Gvkrsvttng dev A. <8. G.
Zu der Verhaftung dreier Ingenieure der A. E. G. im Donez-Gebiet wird von der Direktion der A. E. G. dem „Montag" mitgeteilt: Di« Verhafteten sind der Oberingenieur Ernst Goldstein, der bisher in der Turbinenfabrik angestellt war, Ingenieur Otto und Monteur Meyer. Alle drei stehen seit einer Reihe von Jahren in den Diensten der A. E. G. und sind unbedingt zuverlässige Leute, bei denen es vollkommen ausgeschlossen ist, daß sie sich irgendetwas hätten zuschulden kommen lassen.
Nach einer Meldung des „Montag" aus Bochum hält es die Firma Koppers, die im Donezgebiet zehn Personen beschäftigt hat, für ausge- I(blossen, daß diese sorgfältig ausgewählten Angestellten sich in Rußland politisch betätigt haben. Die psirma Karl Still in Recklinghausen, bte im Donez- Gebiet Kohlen-Venttlationsanlageu baut, hat keinerlei Nachrichten über die Verhaftung von ihren Ingenieuren.
Nevgavvettevirverr km Saav- gebiet
Saarbrücken, 12. März. Aus Neuenkirchen wird gemeldet: Auf den Schächten der Sektion 8 traten die Bergarbeiter in den Streik. Der Streik richtet sich gegen die schlechte Behandlung der Bergleute. Die von den Dergarbeikersührern der Gruben- Verwaltung geführten Verhandlungen hatten keiner Erfolg.
wähle«
Beuthen (O.-S.), 11. März. Die heutigen Senatswahlen strü) in Polnisch-Oberschlesien allgemein ruhig verlaufen, obwohl es nicht an den üblichen Reibereien und Ueberfällen mangelte, denen deutsche Zetbelverteiler ausgesetzt waren. Zahlreicher waren heute die Uebergri ffe der Wahlleiter in ländlichen Bezirken. Im Kreise Lubliiritz wurden als Deutsche bekannte WahlberechKgte zur Wahl einfach nicht zugelassen. Abziehen davon, daß auch bei den heutigen Wahlen Wahlzellen fehlten, wur-. den in vielen Dorfgemeinden keine Wahlurne aufgestellt, so daß, nachdem man die deutschen Wahlbeisitzer entfernt hatte, die Polen die Kontrolle über die abgegebenen Stimmen hatten. In zahlreichen Fällen mußte von deutscher Seite bej der Haupt- wahlkommission in Kattowitz interveniert werden, daß diese Uebelstände beseitigt würden. Nicht ohne Einfluß auf die Wahl dürften die Drohungen der Regierungspresse bleiben, die noch heute morgen ankündigte, daß Gemeinden, in denen die deutsche Liste gewählt würde, bei Krediterteilung und Parzellierung überhaupt nicht berücksichtigt werden.
Warschau, 12. März. 2 Uhr morgens. Zur Stunde sind die Ergebnisse aus 160 Warschauer Wahlbezirken bekannt. Nach diesem vorläufigen Teilergebnis ist anzunehmen, daß von den vier Senatssitzen, die auf Warschau entfallen, der Regierungsblock zwei, der Mind^heiten- und der Katholisch-Nationale Block je ein Mandat erhalten werden. Vom Regierungsblock gelten in Warschau
für Deutschland unwesentliche Einzelheiten bemängelte, die Unterzeichnung umgehen wolle, ohne die ba» Gesetz sowieso einige Tage später automatisch in Kraft getreten wäre. Die Tatsache, daß Präsident Coolidge dennoch feine Unterschrift unter die iage gesetzt hat, beweist, wie ihm daran liegt, der Rückgabe keinen Mißto« aufs men zu lassen.
Bei biefer Gelegscheit muß darauf Hmm0
Vor- bei om-
Lubomirski als gewählt, während beim Minderheitsblock der ehemalige jüdische Senator Koerner den Senatssitz erhalten dürfte. Die Teilergebnisse, die aus Lodz von 100 Wahlbezirken vorliegen, bekunden einen starken Erfolg der Sozialisten. Im Pomerellen, d. h. in den Kreisen Dirschau, Grau- denz und Thorn, werden sich die vier Senats- Mandate wahrscheinlich so verteilen, daß die Nationale Arbeiterpartei, der Katholisch-National« Block und der Miyderheitenblock je ein Mandat erhalten, während das vierte Mandat noch umstritten ist.
Warschau, 12. März. Aus dem Wahlkreis Warschau liegt folgendes zuverlässiges Gesamt- ergebnis vor: Wahlberechtigt: 455 862, Wahlbeteiligung: 265 221. Davon'entfallen auf die Regierungsliste 96 405, Poln. Sozialisten 25 084, Kommunisten 27 334, Minderheits-Block 36 435, Nat. Katholiken 65159, Jüdische regierungsfreundliche Liste 14 289. Demnach erhält im Warschauer Wahlkreis der Regierungsblock 2, die Nationalkatholike» «ud d« Mnderheitèp Block je 1 Sitz.