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Ke. SS

Mittwoch

de« So März

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile Ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. /Geschäftsstelle: Hammeistr.S / Fernspr. 3956,3957,3958

1928

Das Ksrrâ.

Im Reichstag setzte sich Dr. Curtius für die Reform des deutsch-englischen Handelsvertrages ein.

Die Vertreter der ständigen Ratsmächte haben beschlossen, von einer Jnvestigationshandlung gegenüber Ungarn abzusehen.

Litwinow erklärt in einem Telegramm an den Generalsekretär des Völkerbundes, daß die Ar­beiten des vorbereitenden Abrüstungsausschußes durch die Teilnahme der türkischen Regierung viel gewinnen würden.

Der König des Hedschas, Ibu Saud, soll nach einer Meldung aus Jerusalem die Striegsertlärung ausgesprochen haben.

Ohm Saud

evASvt den leiden M^

London, 7. März. Nach einer Meldung aus Jerusalem soll König Ibn Saud dem Irak und Transjordanien den Krieg erklärt haben. Eine starke Streitmacht von Wahnbllen mit modernen Massen befindet sich im Gebiet von Maan. 7 Tanks und 22 Flugzeuge seien

ZUM Schutz der Grenze in das kransjordanische Land entsandt worden. Den liegt eine amtliche Bestätigung dieser Meldung nicht vor.

ern

Sffs«t«Ä»e Ratssitzung

i Genf, 6. März. Die heutige öffentliche Sitzung des Völkerbundsrats begann mit dem Bericht des deutschen Außenministers Dr. S t r e s e m a n n über die Arbeiten des Wirtschaftskomitees in seiner 23. Sitzung. Der Bericht schlägt vor, den Generalsekretär damit zu beauftragen, den Mitgliedern des Völker­bundes den Text eines vom Wirtschaftskomitee für Beseitigung dieser Hindernisse ausgearbeiteten Pro­jektes zuzustellen, durch das man allmählich zu einer handelspolitischen und handelsrechtlichen Gleich­st-llung in allen Staaten zu gelangen hoffe. In der besonders für die europäischen Länder sehr wichtigen Frage dec Ausfuhrverbote für Häut« und Leder ist eine Zusammenkunft der Vertreter der interessier- für den 14. März vorgesehen. Der :t des beratenden Wirtschastskomitess

len Staaten

Mammentrit . . .

s Völkerbundes wurde auf den 15. Mai ds. Is.

festgesetzt. Tagungsort wird Genf fein. Eine sehr lebhafte Debatte entwickelte sich über den Halb- jayresbericht des Generalsekretariats, in dem die bisher erfolgte Ratifikation der verschiedenen Ver­träge und Konventionen aufgezählt wird. S c i a - l o ; a erklärte, er habe den Vorschlag zu machen, in Zukunft die Reserven, di« der eine- ober andere Staat

Titulescu betonte, daß es wichtig wäre zu * wissen, in welcher Form sich die verschiedenen Staa­ten durch die Ratifikation vün Vertragen bänden. Wuch Chamberlain erklärte, daß durch die in vielen Fällen nicht erfolgenden oder verknüpften Rat!» ! fikationen die Inkraftsetzung eines internationalen I Abkommens verhindert würde, weil nicht die nötige Anzahl von ratifizierenden Teilnehmern erreicht Uverde. Die Abkommen müßten von vornherein so â ausgearbeitet werden, daß die Ratifikation den 5 Staaten praktisch nicht unmöglich gemacht werde, j Titulescu erklärte in einer zweiten Bemerkung, daß Rumänien in nächster Zeit das Opiumabkom- = men ratifizieren werde, das von einer größeren An- ß-zahl von Staaten immer noch nicht angenommen und deshalb nicht in Kraft getreten sei, und daß I Rumänien bisher als einziger Staat ohne Sorbe» I halte das Washingtoner Abkommen über den Acht- I stundentag ratifiziert habe. Die beiden Beispiele rich­teten sich in erster Linie an die englische Adresse, da England bis jetzt noch keines dieser beiden Ab­kommen angenommen hat.

s Briand warnte davor, durch die Ausarbeitung von internationalen Abkommen große Hoffnungen zu erwecken, die nachher niemals' verwirklicht wür­den, weil die Staaten diese Abkommen nicht unter­zeichneten. Darin erblicke er eine schlimme Gefahr. Besondere Aufmerksamkeit verdiene seiner Ansicht nach die Ratifikation des internationalen Abkom­mens über den privaten Waffenhandel, das von Frankreich ratifiziert fei.

H D r. Stresemann stellte die Unterzeichnung des Opiumabkommens durch Deutschland für die nächste Zeit in Aussicht, wenn der Forderung Deutschlands nach einer Vertretung in einem Zen- tralausschuß entsprochen worden sei.

K Scialoja machte sodann den Vorschlag, auf die Tagesordnung einer der ächsten Ratstagungen die Beratung der Ratifikationen im allgemeinen zu xusetzen. Der Rat entschied im Sinne des Antrages

6 c i a 10 j a s. '

Englands Svrentpolttkk in Gefabv

London, 6. März. Die Nachrichten aus Arabien werden mit einiger Beunruhigung in London ausgenommen, da, wie sich bei den bereits feit Wochen im Gange befindlichen Grenzkämpfen, den Strafexpeditionen an der südlichen Irakgrenze und an dem für die Perlenfischerei mistigen Küstenstrich von Koweit am Persischen Golf herausgestellt hat, die britischen Fliegertruppen allein keinen genügen­den Schutz für die Einfälle der Wahabiten abgeben. Wie die Abendblätter melden, sind in AegyHen, Palästina und Transjordanien Verstärkungen bereitgestellt worden. Die Operationen gegen die unter dem Zeichen des Heiligen Krieges gegen die Abtrünnigen heranrückenden Araberstämme werden vorläufig weiterhin von dem Kommandeur der Fliegerformationen, Sir Edward Ellington, geleitet werden. Ibn Saud, der früher eine jährliche Subsiedie von ca. 60 000 Pfund Sterling von England erhielt und im ganzen eine halbe Mil­lion Pfund auf diese Weise ausgezahlt erhalten hat, nimmt seit einiger Zeit wieder eine feindliche Hal­tung gegenüber den Engländern ein, besonders nach­dem die Grenzregulierung im südlichen Trans­jordanien zu seinen Ungunsten vorgenommen wurde. Sollte es,sich bestätigen, daß eine große,Revolte der Stämme des Araberreichs Neschdsch gegen die Nord­grenzstaaten im Gange ist, dürften umfangreichere

militärische Operationen notwendig sein, wenn es nicht gelingt, mit Geld und Unterhandlungen sich wieder Ibn Sauds Freundschaft zu versichern.

London, 6. März. Die Nachricht, daß der König des Hedschas, Ibn Saud, den Heiligen Krieg gegen die in den britischen Mandatsgebieten Irak und Transjordanien ansässigen Mohammedaner ausge- rufen habe, hat in England große Bestürzung her­vorgerufen. Der englische Luftschiffahrtsminifter, Sir Samuel Hoare, teilte in einer schriftlichen Ant­wort auf eine Anfrage mit, die englischen âftstreit- kräfte, die gegen die plündernden Akwhans an der Jrakgrenze eingesetzt worden seien, umfaßten 40 Bombenflugzeuge und 12 Jagdflugzeuge. Trotz der Luftexpedition hätten die Plünderungen zugenom­men. Eine ganze Anzahl von Stämmen habe sich den Plünderern angefchlofsen, und ihre Führer hätten einen Druck auf Ibn Saud ausgeübt, damit dieser die Plünderungen unterstütze. In englischen offiziellen Streifen fragt man sich noch, ob die Er­klärung des Heiligen Krieges nur ein Mittel Ibn Sauds sei, um seine Stellung und seinen Thron zu festigen, oder ob er wirklich die Absicht habe, sämt­liche Streitkräfte des Nedschd und des Hedschas in einem Krieg gegen die englischen Streitträfte einzu­setzen. Die englische Regierung hat Maßnahmen getroffen, um im Notfall englische Luftstreitkräfte aus Aegypten, Palästina und selbst aus Indien hcr- anzuziehen.

Die Gotthard-Affäre

Oie Vevbandrnnsen dev Gtaa-smünnev &ein SnvsMsaikons- vevsabveu ssse« Änsavn

Genf, 6. März. Heute nachmittag besprachen die Vertreter der fünf ständigen Rals- mächte den Antrag des Kleinen Verbandes auf Völkerbunduntersuchung in Ungarn. Es ergab sich, daß Einstimmigkeit besteht, dem Zwischenfall von St.-Gotthard keine größere Bedeutung zu geben, als sie sich aus dem tatsächlichen Sachverhalt rechtfertigt. Einmütig kam zum Aus­druck, daß der Zwischenfall nicht das Inkrafttreten des in der Nachforschungsordnung vor­gesehenen Verfahrens rechtfertigt, daß also keine Völkerbunduntersuchung im engern militärischen Sinn vorgenommen werden soll. Dafür sei der Fall nicht wichtig genug.

-*5» Als letzten Punkt nahm der Rat den Bericht Gespedes über den Neubau des Volkerbundspalastes entgegen. Der Bericht behandelt eingehend die Be­ratungen des Fünferkomitees und zählt alle Ab- Änderungen auf, die das Komitee zu dem Nennon- DuHI" Flegenheimerschen Entwurf beschlossen hat. Briand ? stellte einen großen Fortschritt in der Frage fest. Der Bericht wurde angenommen. Die noch zu I kegelnden Fragen bleiben der Entscheidung des el leW Generalsekretärs überlassen.

3878^ . 2>er Rat beraumte feine nächste Beratung auf

$ft,gt Mittwoch nachmitag an.

M LuvüEeUuug von Teile« ^Z des Aül'eitSvvogvamms

der Vorbereitung des Arbeitsproaramms im litt RUchsrat haben sich, wie die DAZ. meldet, gewisse 32II ^Mierlgkeiten herausgeslelll. Die Vorlage über ^ Gefrierfleischs und über die Renten- läili« bannrebife sind zurückgeslcllt worden. was die in 1 Verteilung der landwirtschaftlichen Mittel anlangt, liefe m waren bereits Bedenken des Zentrums gegen Hga<l eine Benachteiligung der Preuhenklaffe durch Be- 8. W "orzugung der Nentenbankkreditanstall gellend ge- SieS«1 IN' "orden. Bedenken der Länder, und zwar

Sicht nur Preußens, fiesen Me Zentralisierung der

Genf, 6. März. Die Besprechung der Ver­treter der f ü n f stä n d i g « n R a t s m ä ch t e, d. h. Deutschlands, Englands, Frankreichs, Italiens und Japans, die über 1% Stunden dauerte, galt fast ausschließlich dem Zwischenfall von St. Gotthard. Wie zuverlässig verlautet, ließ sich dabei das allgemeine Bestreben erkennen, den Zwi­schenfall nicht zum Gegenstand einer eigentlichen Investigation zu machen. Nach dem jetzigen Stand dürfte sich die Behandlung dieser Frage vor dem Rat nunmehr derart ent­wickeln, daß in der für morgen vormittag angesetzten vertraulichen Sitzung die beiden Parteien, die durch den rumänischen Minister des Aeußern Titulescu und durch den ungarischen General Tanczos ver­treten sind, Erklärungen abgeben, worauf evtl, nach weiterer Diskussion ein Dreierkomite« aus drei unbeteiligten Ratsmitgliedern eingesetzt werden wird, das dem Rat noch in dieser Tagung einen Bericht mit bestimmten Vor­schlägen vorlegen soll.

Während von den Delegationen größtes Still­schweigen beobachtet wird, kursieren Gerüchte, daß ein Kompromiß gesucht werde. Und Zwar soll dieses Kompromiß darin bestehen, daß unter Der- Sicht auf die eigentliche Anwendung des Investi­gationsverfahrens eine Untersuchung vorgesehen würde, die technisch nicht den Charakter einer In­vestigation hätte und nicht von Militär-, sondern von Zollsachverständigen durchgeführt werden würde.

Frankreichs Bestreben geht jedoch web ter. Es heißt, von französischer Seite sei der Vorschlag gemacht worden, eine Untersuchungs­kommission aus Militär- und Zivilsachverständigen einzusetzen und zu ihrem Vorsitzenden den englischen General Clive zu ernennen. General Clive ist der vom Dölkerbundsrat ernannte Präsident der ständigen Invostigationskommission des Völkerbundes für Ungarn. Man will von fran­zösischer Seite der Untersuchungskommission, die zwar offiziell nicht eine Investigattonskommission des Völkerbundes wär«, durch die Ernennung des Generals Clive den Charakter eines offi­ziellen Investigations-Verfahrens geben. Die Entscheidung über die Art der Unter­suchung wird jedoch frühestens für morgen vormittag erwartet.

In der heutigen Fünf-Großmächte-Vesprechung wurde ferner der ungarisch-rumänische O p t a n t e n st r e i t f a l l, der auf der Tagesord­nung der für morgen nachmittag angesetzten öffent-

bchen Sitzung steht, für den sich aber noch feine Einigung abzeichnet, verhandelt. Ueber den polni sch - l !^a ui schen Streitfall, der ebenfalls zur Sprache kam, verlautet, daß der hol­ländische Minister des Aeußern, Beelaerts van Blookland, beiden Parteien seine guten Dienste zur Verfügung gestellt hat. Die durch die Note des ame­rikanischen Staatssekretärs Kellogg aufgeworfene ~ e eines allgemeinen Antikrieaspak-

wurde dagegen bei der heutigen Zusamm«n-

Frage eines allgemeinen

t e s

tunst nicht besprochen.

Agrarkredite sind hinzugetreten. Man wandle sich gegen die Erweiterung der Kompetenzen der Ren­tenbankkreditanstalt, die sich bisher auf langfristige Realkredite beschränkt hat und jetzt auch die Auf­gabe von kurzfristigen Personalkrediten erhalten soll Auch in der Frage des Personalienetats be­stehen Schwierigkeiten. Die Bedenken des Zen- trums sollen zwar, wie gemeldet, durch direkte Der- Handlungen zwischen Deutsch-Nationalen und Zen- trum ausgeräumt sein: das würde aber ein Absells- bleiben »er Deutschen Volkpartei nach sich ziehen.

Der Personalienckal unterliegt gegenwärtig der Nachprüfung des Sparausschusses.

Svitz Thyssen Soesihendev dev Rohsiahlgemernsihast

Köln, 6. März. Nach einer Meldung aus Paris soll anstelle des tödlich verunglückten Präsidenten Mayrisch einstweilen Fritz Thyssen mit der Führung der Geschäfte der Ronstahlgemeinschaft bis zum Zusammentritt des Präsidiums und bis zur Neuwahl beauftragt ««rde».

«sin ewigev ârMkt

Jede Geschichtsperiode kennt sogenannte ewige Konflikte", das sind gewöhnlich höchst verfahrene politisch« Angelegenheiten, bei denen jede Partei sich in ihren Standpunkt so verkrampft hat, daß eine Lösung sozusagen naürlicher, friedlicher Art ganz undenkbar ist Die Gegenfätze zwischen den streitenden Par­teien sind dabei keineswegs Produkte irgend­welcher politischer Willkür, sondern sie bilden das Resullat einer unabwendbaren, innerlich notwendigen Entwicklung der geschichtlichen Ereignisse. So wurzeln diese Gegensätze tief im Wesen der streitenden Parteien und sind stärker als der Wille der gute oder der böse Wille einzelner Persönlichkeiten, die das Schicksalhafte korrigieren möchten. Die Not­wendigkeiten und die Gesetze des geschichtlichen Lebens sind stärker.

Einen solchen ewigen Streit bildet unter vielen anderen, unter den Europa und die übrige Welt heute leiden müssen, der Gegen­satz zwischen England und Aegyp­ten. In diesem Gegensatz befindet sich Eng­land zur Zeit in einer Berteidigungsstellung, 1 während Aegypten aggressiv gegen England vorgeht mit dem Bestreben, seine durch Eng­länder zerstörte Freiheit wieder $u erlangen. Die ' Geschichte der englisch-ägyptischen Be­ziehungen ist instruktiv. Denn sie spiegelt einer­seits den Drang des britischen Weltreiches nach Befestigung seiner Seewege nach Osten und seine Sehnsucht nach sämtlichen reichen Roh­stoffquellen der Well wider, andererseits den in ständigem Steigen begriffenen Befreiungs­willen der Kolonial- und Halbkolonial­völker Astens und Afrikas. Seit 1904 hält England das Protektorat über Aegypten, seit 1904 beutet England die reichen Baumwoll­felder der ägyptischen Fellachen aus und sichert von Aegypten aus seine Machtstellung im Sudan und Suez. Als der Krieg ausbrach, begnügte sich England nicht mehr mit der halb­kolonialen Unterwerfung Aegyptens, sondern verwandelte das alte Pharaonenreich in eine regelrechte" britische Kolonie. Aber gleich nach dem Friedensschluß änderten sich die Der- Hälnisse in Asien und Afrika. In sämtNchen britischen Unterwerfungsgebieten gewannen die freiheitlich nationalen Kreise unter den Eingeborenen Oberhand. So auch in Aegyp­ten. Eine mächtige national-revoluionäre Par- tei, der Wafd, hatte sich dort unter der Leitung des vor kurzem verstorbenen großen ägypti­schen Staatsmannes Zaghlul gebildet. Nach einem harten, aber ergebnislosen Kampf müße England zurückweichen, oder, genau gesagt, seine Methoden an Aegypten ändern: anstatt grober Gewalt wurde von nun ab List angewandt, in gutem, altbewährten engllschen Stil: Im Jahre 1922 hat England in einem feierlichen Akt die Unabhängigkeit Aegyptens anerkannt. Seit diesem Augenblick ist Aegyp­ten Königreich geworden. Der Triumph der Aegypter war aber kurz: sie schienen ihre Geg­ner unterschätzt zu haben. Denn in dem edel­mütigen Akt der Anerkennung der ägyptischen Unabhängigkeit" haben die Engländer vier kleine unmerkliche Punkte eingeführt, die die Bedingungen zur Wahrung der englischen In­teressen in Aegypten enthielten und die Hoheitsrechte Aegyptens beschränkten. Diese berühmten vier Punkte beziehen sich auf fol­gende Momente: 1. Auf die Wahrung der Sicherheit" xiuf dem ägyptischen Eisenbahn­netz, 2. auf die Wehrmacht, 3. auf die Aner­kennung englischer Rechte auf Sudan und 4. auf den Schutz der englischen Jntereffen im Niltal, d. h. auf die englische Vorherrschaft auf dem ägyptischen Baumwollmarkt. Im übrigen" ist Aegypten unabhängig! . . .

Der ganze Kampf zwischen England und Aegypten ist auf die verschiedene Deutung der berüchtigten vier Punkte zurückzuführen. Die Aegypter legen den Hauptwert auf die Aner- kennung ihrer Unabhängigkeit durch Enchand, während die Engländer sich in erster Linie um die Einschränkung dieser Unabhäirgigkeit bemühen. Sechs Jahre lang dauert schon der ägyptisch-englische Streit um die vier Punkte. Sämtliche Regierungen des unabhängigen Aegpten, -ie Regierung Zaghlul Paschas, oi* wer Paschas und Sarwat Paschas haben nach­einander versucht, eine Einigung mit England herbeizuführen vergebens. Drei verschie­dene englische Regierungen, die Regierung der Koalition, der Arbeiter-Partei, der Konser- vativen, haben sich auf der anderen Sekte mit derselben Aufgabe befaßt, und alle diese Re­gierung« waren außerstande, dem Wünich«