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Montag den 5. März 1928
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Dis Anlass des Landw^tschaft
Die Landwirtschaftskammer Kassel nahm in ihrer 37. Vollversammlung folgende Entschließung an:
Die 37. Vollversammlung der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Kassel tritt der Entschließung des Vorstandes zur Notlage der Landwirtschaft vom 18. Januar ds. Js. in allen Stücken bei und macht sie damit zu ihrer eigenen Entfchlie- Hung.
Die Vollversammlung gibt chrer Genugtuung darüber Ausdruck, daß die Reichsregierung durch das bekannt gegebene Stotprogranrm der Landwirtschaft toleurtige Hilfe bringen will; sie möchte aber keinen Zweifel darüber lassen, daß die kundgegebenen Maßnahmen, so wertvoll sie auch an sich sind, zur Gesundung der deutschen Landwirtschaft keineswegs ausreichen, da das oberste Ziel „Herstellung der Rentabilität der Wirtschaft dadurch nicht erreicht werden kann. Hierzu wird es vielmehr nötig sein, daß die deutschen Regierungen und Parlamente dem landwirtschaftlichen Berufsstände gegenüber eine gerechtere und wohlwollendere Stellung einnehmen, als dies in den letzten Jahren der Fall war, und daß alles geschieht, um die fehlende Rentabilität wiederherzustellen.
Unter den schweren Nöten der Landwirtschaft hat sich in der letzten Zeit vor allem die Arbeiterfrage in besonderer schärfe entwickelt. Die Gefahren, die von dieser Seite, insbesondere auch den bäuerlichen Wirtschaften drohen, sind so groß, daß sie uns mit schwerster Sorge erfüllen.
Gefindeperfonen und Landarbeiter, vor allem auch weibliche Dienstboten, sind im hiesigen Bezirke nur noch außerordentlich schwer zu haben. Nach angestellten sorgfältigen Ermittelungen fehlen in einzelnen Kreisen bis zu 90 Ge- f^innführer und 90 Mädchen; aus einem Kreise wird sogar berichtet, daß 148 Gefpannführer und 74 Mädchen fehlen, wohingegen in diesem Kreise 260 erwerbslose Landarbeiter Arbeitslosen-Unter- stützung erhalten. Insgesamt kann wohl angenommen werden, daß 2—3000 männliche uäd fast dieselbe Zahl an weiblichen Arbeitskräften im ganzen Bezirke fegten. Dabei haben die Kontraktbrüche in unheimlicher Werse zugenommen, was neben dem durchaus unzureichenden Kontingente an ausländischen Wairderarbeitern mit zur Folge gehabt hat, daß die Ernte in den wenigen regenfreien Tagen des letzten Sommers nicht geborgen werden konnte, sondern zum Teil vernichtet wurde.
Die schlechten Arbeitsverhältnisie sind in erster Linie auf die besseren Arbeitsbedingungen und angenehmeren Lâiensverhältnisse in den Stuten sowie auf die höheren Löhne zurückzuführen, welche die Industrie und besonders die im hiesigen Bezirke zur Zeit sehr gut beschäftigten Steinbrüche zu zahlen in der Lage sind.
Das Arbeitsloses-Dersicherungs- gese tz hat ferner Folgen gezeitigt, die für die Landwirtschaft untragbar sind und bereits zu schweren Schädigungen geführt haben. Als schwerstes Uebel in dieser Beziehung muß empfunden werden, daß die notorischen Saisonarbeiter, wie Steinbruch- und Bauarbeiter die Arbeitslosen-Unterstützung erhalten, obwohl bei der Festsetzung der Tariflöhne von diesen Saisonarbeitern ein besonders hoher Tarif! obn gefordert und erlangt worden ist mit dem Hinweise darauf, daß der Sommerlohn auch für die arbeitslosen Wintermonate ausreichen müsse. Arbeitskräftige, die früher alljährlich im Wnter in der Landwirtschaft, vor allem in der Forstwirtschaft
gearbeitet haben, en ten, da sie Akbeitslc
erhalten.
- Die Zuweisung von Arbeitslosen in die Landwirtschaft hat sich" als kaum durchführbar erwiesen, zumal in den Fällen, in denen die Möglichkeit Mr Ablehnung einer landwirtschaftlichen Arbeit gosetz- lich nicht bestcht, sehr häufig mit Hilfe eines ärztlichen Attestes die Annahme landwirtschaftlicher Arbeiten mit Erfolg verweigert wirb.
Wenn nicht mit einer Gefährdung der landwirt- schaftüchen Produktion und einer starten Rückkehr zur arbeitsextensiven Wirtschaftsführung gerechnet werden soll, erscheint es nötig:
1. Kontraktbrüche wieder zu bestrafen,
2. Saisonarbeitern, die mit Rücksicht auf die Saisonarbeit hohe Tariflöhne erhalten, während der arbeitsftiUen Zeit überhaupt keine Arbests- losen-Unterstützung M gewähren;
tüchtig ist. Er sollte mir erst noch etwas Tüchtiges leisten- und ich kann dir versichern, daß er es getan hat. Jetzt ist natürlich seine Zest um."
Karma starrte ihn an wie ein Wunder.
Karner wandte sich wieder Hallendach zu.
„Er muß noch heute Nacht abgeschoben werden. Sie fahren mit ihm per Auto nach Berlin. Inspektor Raschke soll Sie begleiten. Von Berlin aus lassen Sie chn per Flugzeug nach England bringen. Es wird bei dieser Witterung möglich sein."
„3d) werde dafür sorgen, Herr Karner!"
„Es ist gut, Herr Hallendach. Jetzt wollen wir wieder zu Fräulein Walthaus und Herrn Cramer gehen. Sie langweilen sich sonst, und zu diesem Zwecke habe ich sie nicht eingeladen."
„Und Klingler . . .?"
„Der pflichtgetreue Werkmeister Klingler kontrolliert sicher heute Nacht wieder die Hallen, und ich müßte mich sehr täuschen, wenn er nicht punkt zwölf Uhr kommt, um uns ein glückliches neues Jahr zu wünschen. Wir sind nicht unhöflich und werden es ihm ebenfalls wünschen/
Sie saßen zusammen und erwarteten das neue Jahr.
Anne fühlte sich bedrückt. Die AnwesenheU des ernsten Inders nahm ihr die beschwingte Fröhlichkeit des Herzens. Alle herzlichen und freundlichen Worte Karners vermochten das Gefühl der Beklemmung nicht zu bannen.
Zwölf wuchtige Schläge der prachtvollen Stand- L-r beschlossen das alte Jahr.
Und während sie einander herzliche Wünsche für das kommende Jahr aussprachen, erklang eine wohllaute Männerstimme.
„Gesundes neues Jahr, Herr Karner!"
Es war Werkmeister Klingler, der zusammen mit Frau Heyse eintrat. Bescheiden blieb er an der Türe stehen. Doch Korner winkte ihm in seiner gewinnenden Art, doch näher zu treten.
Der Werkmeister verbeugte sich und trat an den ^tsch, seine Neujahrsgrüße wiederholend. Auch die anderen Anwesenden beglückwünschte er. Dann nahm er bescheiden Platz und ließ Frau Heyse ihre Neujahrswünsche auskramen.
(Fortsetzung folgt.)
3. Arbeitslosen, welche Landarbeit ablehnen, sofort die Arbeitslosenunterstützung zu entziehen;
4. Arbeitslose, die eine ihnen zugewiesene Arbeit unter Berufung auf Erkrankung ablehnen durch einen beamteten Kreisarzt oder die Kreis- ärztekommission untersuchen zu lassen;
5. eine Verordnung im Sinne der Verordnung zur Aufhebung des Arbeitevmangels in der Landwirtschaft vom 16. 3. 1919 zu erlassen;
6. gasetzliche Maßnahmen zu erwägen, die unter Wahrung aller berechtigten Interessen der Arbeitnehmer das Verhältnis der in die Hausgemeinschaft aufgenommenen jugendlichen Per- jonen in angemessener Weise regeln.
SovbebaUe dev AeGte bei der Äukwevittttg
Diele Geldzahlungen sind in der Inflationszeit bewirkt worden, bei denen sich der Gläubiger seine Rechte vorbehalten hat, d. H., die er nicht als endgültige Leistung des Schuldners anerkennen wollte. Die daraus entstandenen Streitfragen sind noch längst mchr alle geklärt, die Gerichte müssen sich immer wieder mit diesen Fällen beschäftigen. Eine große Zahl von Prozessen, viel Kosten und Aerger der Parteien, würde oermieben werden, wenn diese sich dabei über Lie Rechtslage klar wären.
Ist eine Annahme der Leistung des Schuldners überhaupt nicht erfolgt, jo kann die Aufwertung des Schuldbetrages verlangt werden, ist dagegen die Annahme erfolgt, das aber unter Vorbehalt, so hätte die Durchsetzung Les Aufwertungsanspruches bei einer Aufwertungsftelle erfolgen müssen.
Wann liegt aber eine „Annahme" der Leistung vor? Für den Laien, ja, selbst für manche Juristen, geben nur Beispiele ein klares Bild, da so die Möglichkeit des Vergleichs mit ähnlich gelagerten Fällen geboten wird.
Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, gewinnt ein neues Rsichsgevichtsurteil. Wert für weitere Kveife. (Jur. Wochenschrift 2.28.)
Es hatte eine. Kasse ein Hypothek gegeben, die chr zum Nennwert im Dezenter 1923 zurückbezahlt wurde. Die Kasse nahm das GeD, schrieb aber an den Schuldner folgenden Brief: „Wir bestätigen Ihnen hiermit den Empfang der uns übersandten . . Mark, die wir als Abschlagszahlung auf das Ihnen von uns gewährte Hypothekendarlehen verbucht haben. Als eine Tilgung der Schuld können wir die Zahlung dieses Betrages an uns nicht ansehen und können Ihnen deshalb die Hypochekenscheine mit Ad- tretungserklärung nicht hrrausgÄben. Wir bitten Sie. eine Aufwertung vorzunehmen und uns entsprechende Vorschläge zu unterbreiten, oder stellen Ihnen anheim, mit der Regelung der Angel-ogenheit zu warten, bis durch das Gesetz enbgültig Klarheit über die Frage der Aufwertung geschaffen ist."
Die Raffe hat die Hypothek nicht zur Aufwertung angemeldet, da ihrer Ansicht nach überhaupt keine Annahme der Schuldsumme geschehen ist. Die Kasse verlangte deshalb freie Aufwertung. Das Reichsgericht hat die Klage angewiesen, die Entgegennahme der Papiermlirksumme als Abschlagszahlung muß als Annahme Ler Leistung, wenn auch unter Vorbehalt gelten, danach hätte der Aufwertungsan- fpruch angemeldet werden müssen, sollte er Berücksichtigung finden.
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Stadttheatee ^mtan.
„Eine Frau ohne Bedeutung"
Von Oskar Wilde.
Wildes „Frau ohne Bedeutung" ist kein Schauspiel (so stand auf dem Programm), sondern eine triviale Komödie. Ein ganz abgegriffenes, veraltetes, verlogenes, schiefes und falsches Thema suchte sich Oskar aus und goß nun darüber den ganzen Vorrat seiner paradoxen Thesen und Antithesen, die wir zum größten Teil schon aus seinem Roman „Dorian Gray" kennen. Wie ein moderner Regisseur aus einem Schmarren durch Ausstattung einen Erfolg zu schustern versucht, so macht es Wilde mit seiner trivialen Komödie. Er klebt und pfropft noch Beiwerk auf den hohlen Kuchen, um ihm ein gutes Aussehen zu geben. Aber es bleibt bei Worten. Die Figuren — es sind keine Menschen — bekommen alle nette, reizende Aphorismen in den Mund gelegt. Alle jene frechen Verkehrtheiten, die nur er mit solch entzückender Leichtigkeit schaffen konnte. Das Nebenbei ist also die Hauptsache. Das Drum und Dran das einzige, weshalb man diese Komödie heute noch spielen kann — alles übrige ist zum Davonlaufen.
Ein Lord, gerade kein feiner Mann, findet die Frau wieder, die er vor 20 Jahren mit einem kleinen Anhang sitzen ließ. Der Anhang ist nun ein junger Mann von 20 Jahren geworden. In den vier Akten darf der Zuschauer nun erleben, wie die Mutter den Sohn vor dem Vater — dem ach so bösen schwarzen Mann — „rettet". Der Zuschauer wird es nicht erleben, sondern höchstens mitleidig lächeln über die triviale Komödie. Spaß hat er höchstens an dem Feuerwerk des Wildeschen Wortes. Es kommt also nicht auf das Schicksal an, das hier aufgerollt wird, sondern auf den Malog, auf das Spritzige und Leuchtende der Worte.
Don hier aus muß eine Wilde-Aufführung angepackt werden. Das tat man nicht. Grund? Weil man ein ja wohl ein recht gutes Schauspielensemble zusammen hat, aber keines, das für Wllde die nötige „Sprachkultur" mitbringt. Da haperte es noch ziem, lich. Warum diese Konoeriation-Komödien, die eine
Dev Subelsautas des 0. O. V.
Der 25. Gautag des Deutschnationalen Hand- lungsgchilfen-Verbcmdes wurde in Anwesenheit von 350 Stimmführern und Ortsgruppenorrtretern, sowie zahlreicher Ehrengäste am Samstag in Frankfurt a. M. vom Gauvorsteher Auerbach
eröffnet. In einer längeren Eröffnungsansprache schilderte der Redner das Werden desMain - Weser-Gaues im D. H. V., um dann auf die gegenwärtigen Verhältnisse sowohl des Verbandes, als auch auf die feiner Arbeitsgebiete einzugehen. Von den vertretenen Ortsgruppen wurde eine große Anzahl Beitrittserklärungen, die in den letzten Tagen bei ihnen eingegangen waren, unter lebhaftem Beifall überreicht. Eine starke Debatte entwickelte sich bei dem Bericht über die gewerkschaftlichen Arbeiten. Von vielen Seiten wurde darauf hingewiesen, daß das heutige Realeinkommen der Angestellten durchaus ungenügend sei und bei den jetzt bevorstehenden Tavisoerhandlungen unbedingt ein Ausgleich, insbesondere auch gegenüber der Beamtenbesoldung, geschaffen werden müßte. Eine entsprechende Entschließung hierzu wurde einstimmig angenommen. Bei der Besprechung der sozialpolitischen Arbeiten wurde viel über die ungenügende Durchführung der Sonntagsruhe- und Ladenschlußbestimmungen geklagt. In einer Entschließung wird daher sowohl von den oberen Verwaltungsbehör-
den, insbesondere von den zuständigen preußischen, âden und daß hierdurch besondere Kosten ent und hessischen Ministerien schärfste Anweisung an stehen, die aus dem Einkommen der Wmsen uns die Polizeiorgane verlangt, die zahlreichen Ueber- ^^. unterhaltspflichtigen Ange hortgen nicht oh« tretungssälle "unnachsichtlich zur Anzeige und Be- Gefährdung chrer wirhchaftlichen Verhältniße bi strasung zu bringen, damit dem Gesetz auch in dieser 2™ÄS1 S'rSfÄ
Beziehung endlich Genüge wird. Dem Gauvorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt und seine durch Amtsablauf ausgsschiedenen Mitglieder wieder- gewählt. Der Voranschlag für 1928 wurde genehmigt. Auch über die Delegierten zum diesjährigen Verbandstag herrschte aus dem Gautag Einmütigkeit, sodaß die von den Kreisen vorgeschlagenen Abgeordneten bestätigt wurden. Zum nächstjährigen Tagungsort wurde nach kurzer Aussprache Bad Kreuznach gewählt.
Die Fortsetzung des Gautages folgte am Sonntag vormittag 10 Uhr. Aus Anlaß des Volkstrauertages wurde mit einem Orgelfpiel „Toten- klage " durch den Organisten Sauer-Cronberg die Tagung eröffnet. In seiner Ansprache gedachte Gauvorsteher Auerbach der im Weltkrieg Gefallenen, insbesondere der vielen gefallenen Mitglieder des Verbandes.
Nach einem weiteren Orgelspiel folgte sodann der Vortrag des Schulrats Hassinger-Darmstadt, Direktor der Zentralstelle zur Forderung der Volksbildung und Jugendpflege in Hessen, „Wege von Stand und Beru
über
zur Bildung von
Mensch und Volk". Die klaren, tiefgründigen Ausführungen des Schulrats Hassinger" fanden außerordentlich starken Widerhall. Die anschließenden Ausführungen des Kreisgeschäftsführers Klaue- Frankfurt a. M. .über „Die Durchführung der Bildungsaufgaben in den Ortsgruppen des D. H. V."
lösten dann eine wert- und gehaltsvolle Aussprache aus, und ein packendes Schlußwort des Verwal-
gepflegte Sprachtechnik, ein bis ins kleinste aus- gefeiltes Milieu bedingen?
Warum nicht Shakespeare oder Molière? (Man hat doch bewiesen, daß man das viel besser spielen kann.) Und wenn schon Wilde, warum die „Frau ohne Bedeutung"?
Von Bernd Hofmanns Regie merkte man nicht viel. Seine Bilder waren geschmackvoll, aber wo blieb die Wortregie? Die Hauptrolle gab A l i d e Ballin. Sie bewahrt sich immer eine gewisse Vornehmheit. So gab sie auch diesmal die Rolle. Nur paßte sie nicht recht zu Curt Wahl, dem Lord Jllingworth, der in einer Wilde-Maske den Elegant spielte. Bei ihm zuckte noch am meisten vom Geiste Wildes auf. Hermann Baur- meister gab den Sohn. Ein junger feuriger Liebhaber, der am Schluß seine Braut umarmen darf. Diese Braut gab Beata I n a y a. Man hatte ihr die Rolle gegeben, weil sie ausländischen Akzent spricht und die Hester eine Amerikanerin ist. Sonderbare Gründe sind das. Beata Inaya ist eine sehr begabte Schauspielerin, und es ist schade, daß man sie nicht einmal in einem französischen Lustspiel sah, aber das, was die Hester erfordert, gerade das hat sie nicht, das Schlichte, Einfache, Gütige. Falsche Besetzung! Den Figuren besser entgegen kamen die Damen Wirth, Müller, Fiechtner und Bender. Bei den Herren waren noch beschäftigt: Neumann, Heinz, Weiß und Fontaine.
Es geht gegen das Ende der Spielzeit, da gibt es sonst immer noch ein paar besonders gute Schauspielaufführungen. Wir warten auch in diesem Jahre. Rix.
uns
Er-
von
o Sladttheaker. Aus dem Theaterbüro wird geschrieben: Morgen Dienstag, abends 7% Uhr trirb zum ersten Male die hier mit größtem C. folge gegebene Operette „Die Bajadere" Emmerich Kalman wiederholt. — Am Mittwoch, abends 8 Uhr gelangt erstmalig „Heimat" Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann zur Aufführung.
Theaker-SpielplSne.
O 5labt-Theater Hanau. Dienstag, 6. März, abends 7% Uhr: „Die Bajadere";
1 Mittwoch, 7. März, abends 8 Uhr:
tungsmitgliedes Max Habermann-Hamburg gab d« Tagung einen würdigen Ausklung.
Ein Festabend in beiden Sälen des Saalbaue; : anläßlich der 30-Jahrfeier des Gaues Main-Wch, im D. H. 83. vereinigte etwa 2000 Personen. An, sprachen, Musik, Gesang und Vorführungen bei Gesamtballetts des Opernhauses verhalfen de« Abend zu einem vollen Erfolg.
* Lrziehungsbeihilfen für Kriegerwaisen. Sei Reichsarbeitsminister hat nunmehr im Einvernch men mit dem Reichsfinanzminister Richtlinien st die Verteilung der von der Reichsregierung jährst zur Verfügung gestellten und vom Reichstage bt willigten 20 Millionen Reichsmark für Beihllj« zur Erziehung und Berufsausbildung von Krieger waisen erlassen. Der Verband der Kriegsbesrhädig ten und Kriegshinterbliebenen des Seutfdje Reichskriegerbundes „Kyffhäuser", Berlin W. 36, Geisbergstraße 2, teilt hierüber folgendes mit; H Erziehungsbeihilfe betragt 10 RM monatlich. Ti kann, wenn das Kind das 15. Lebensjahr vollende hat, bis auf 25 RM und in ganz besonders gelagerten Einzelfällen bis auf 35 RM monatlich erhöht werden. Hinterbliebenenbezüge aus andere
Quellen werden angerechnet. Die Beihilfe kann bii zum 24. Lebensjahre gewährt werden. Voraus setzung ist, daß die Waisen, die als Kriegswais« anerkannt sein müssen sich in der Schulausbildun; oder in der Ausbildung für einen Lebensberuf bt
Die Anträge sind an di
amtlichen Fürsorgestellen zu richten. Die Beihilfe werden frühestens vom Antragsmonat an gewährt Bei Anträgen, die bis zum 1. 5. 1928 gestellt Mr den, kann die Beihilfe rückwirkend vom 1. 10. 2!
ab gewährt werden.
* KIBB. Den Mitgliedern der Theatergemeinh des Bühnenoolksbundes wird hiermit bekannt^ geben, daß eine weitere Vorverkaufsstelle eingerich tet worden ist. Eintrittskarten für den Kinziatal«! Bühnenball sind zum Vorverkaufspreife von 3 M bei der Obmannschaft der Theatergemeinde b« Bühnenvolksb und es zu haben. Für die LlW-Tow bpla sind von der hiesigen Geschäftswelt bereits eim große Menge Gewinnspenden eingegangen. Näher« wird noch bekannt gegeben.
* Rundfunkvortrag. Im Rahmen des Vortrags Zyklus der Handwerkskammer-Nebenstelle Hans» spricht heute abend von 18.45 bis 19.15 Uhr btt stellvertretende Syndikus W. Ulrich über du Thema: „Die Bedeutung der Sozialversicherung st das Handwerk."
LamdSvsßs K<ma«.
Langenselbold, 5. März. Einführung del
neuen Pfarrers. Im gestrigen Vormittag gottesdienst wurde der neue Seelsorger der Hiesiza evangelischen Gemeinde, Herr Pfarrer B i l l aus Königssee (Thüringen), vor überfülltem Gotteshause durch Herrn Landespfarrer D. Fuchs feierlichst in fein neues Amt eingeführt und durch Hand- schlag verpflichtet. Die erhebende Feier, zu der gangs Kreispfarrer Bär aus Hanau die Liturgi«! las, war von Choralvorträgen des Posaunender! Langenselbold umrahmt, Als Text seiner Aistritt?
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Vers 11 „Einen anderen Grund kann nieman!
legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jehu 1 Christ" gewählt. Die zu Herzen gehende Predix ■
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OBH-SWW bürgt ihnen beim Einkauf von Früchten absolut 18
Qualität.
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„Heimat"; Freitag, 9. März, abends 7^ Uhr „Die Bajadere"; Samstag, 10. März, abends 8 Uhr „Spiel im Schloß"; Sonntag, 11. März, noch mittags 3 Uhr: „Hurra — ein Junge!", abends 7!p Uhr: „Die Bajadere".
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Frankfurter Theater.
o Opernhaus. Montag, 5. März, 19 Uhr: „Sow- spielt auf"; Dienstag, 6. März, 19 Uhr: „Carmen Mittwoch, 7. März, 19% Uhr: „Rigoletto Donnerstag, 8. März, 19 Uhr: „Der Zigeune: baron"; Freitag, 9. März, 20 Uhr: einmalige Tanz-Gastspiel Valeska Gert; Samstag, 10. Ma: 19 Uhr: „Die Macht des Schicksals"; Sonntag, 1! März, 19% Uhr: „Der Zigeunerbaron"; Mont«! 12., März, 18 Uhr: „Lohengrin".
o Schauspielhaus. Montag, 5. März, 19 Uhr „Quintett", 22 Uhr: Gastspiel Nelson-Re^ „Madame Revue"; Dienstag, 6. März, 19 Ulf „Schinderhannes", 22 Uhr: Gastspiel Nelson-Reo» „Madame Revue"; NUttwoch, 7. März, 19 Uhr „Max der Prominente", 22 Uhr: Gastspiel Nelsh» Revue „Madame Revue"; Donnerstag, 8. Mars 19 Uhr: „Schinderhannes", 22 Uhr: Gastspiel W son-Revue „Ada-dame Revue"; Freitag, 9. Mar
19 Uhr: „Quintett", 22 Uhr: Gastspiel Nelson-Rev« „Madame Revue"; Samstag, 10. März, 19 Uhr „Eelestina", 22 Uhr: Gastspiel Nelson-Revue „M« Lame Revue"; Sonntag, 11. März, 15% Uhr: W spiel Nelson-Revue „Madame Revue", 19 Ufr / „Max der Prominente", 22 Uhr: Gastshiel NelsoW Revue „Madame Revue"; Montag, 12. März, - Uhr: „Max der Prominente".
o Neues Theater. Montag, 5. März, 8 Ufr | Baumeister Solneß. — Dienstag, 6., Mittwoch 1 und Donnerstag, 8., 8 Uhr: Abgemacht — Kuß!' Freitag, 9., 8 Uhr: Baumeister Solneß. — Sanri tag, 10., 8 Uhr: Marquis von Keith. — Sonnte; 11.. 11 Uhr: Peer Gynt. 3% Uhr: Spiel im Schl"-
8 Uhr: Premiere.
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Unsren aeistigèn Kindern sind wir schlechte Datt und UWick — wir setzen sie wohl in die Welti^ sorgen um ihre schöne Gestalt. Aber — von W Geburt aa Jollen sie uns ernährens
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