Sette 20
SamÄag den 3. März 1928
Nr. 54
Der Rundfunk
Neue Röhren
Dov Ing. G. Bernauer.
Auf her bevorstehenden Leipziger Messe werden, obgleich die Rundfunksaison sich in dieser Jahreszeit in absteigender Richtung bewegt, eine ganze Anzahl neuer Rohren zu sehen sein. Der Grund ist darin ju suchen, daß die Vorbereitung des Saisongeschäkts sich immer weiter zurückerstreckt, um der Apparate- Industrie eine rechtzeitige Einstellung auf die Neuheiten der kommenden Saison zu ermöglichen.
In ihrer wirtschaftlichen Bedeutung stehen ^wei- fellos die wechselstromgeheizten Röhren an der Spitze der Neuerscheinungen. Es darf wohl als sicher gelten, daß die Wechselstromheizung, besonders in Kombinatton mit Anoden-Netzanschluß, die ideale Betriebsart für den Rundfunkempfang darstellt, und zwar einerseits wegen der Einfachheit und der Bequemlichkeit der Bedienung, die auch dem Laien Irrtümer unmöglich macht, zum andern wegen der mühelosen Erzielung und zwangsläufigen Konstanthaltung hoher Anodenspannungen, die das einzige Mittel für eine einwandfreie Qualität der Laut- sprecher-Wiedergade sind, und an der es bei Anoden- batteriebetri«b bekanntlich sehr gefehlt hat. Der Wechselstrombetrieb bedeutet also vor allem eine entscheidende Verbesserung der Lautsprecherqualität, worauf nicht nachdrücklich genug hingewiesen werden kann.
Jntsresseant ist eine neue Widerstandtzoerstärker- röhre für Wechselstromheizung (3,5 Volt, 1,1 Ampere). Die Röhre hat zirka 3,3 Proz. Durchgriff und stimmt in ihren sonstigen Eigenschaften sehr an- nähernd mit der bekannten Wioerstandsverftärker- röhre RE 054 überein. Zu den Wechselstromröhren gehören auch Heiztransformatoren, die in zwei Typen: einer stärkeren für bis zu 5 Weck'--- röhren und einer schwächeren bis zu 2 Wei, röhren, herausgebracht werden. Es ist in jedem Falle möglich, außer der genannten Zahl von Wechselstromröhren, noch eine oder zwei normale Röhren üblicher Bauart mit dem gleichen Transformator zu heizen, was- insofern von Bedeutung ist, als man ohne weiteres beispielsweise eine normale Lautsprecherröhre mit Wechselstromröhren für die übri-
strom-
ürom-
gen Stufen kombinieren kann. Auch in den Hoch- Neguenzstufen können gegebenenfalls normale Rohren verwendet werden, ohne daß bei Lautsprecherempfang ein unzulässiges Netzgeräusch auftritt. Aus diesem Grunde ist es sehr begrüßenswert, daß es Wechselstromröhren gibt, ' die die gleiche Fadenspannung haben wie die meist gebrauchten Röhren bisheriger Art, nämlich 3,5 Volt.
Eine besondere Sensation der Leipziger Mesie wird die neue Schirmgitterröhr« von Telefunken darstellen, denn diese Röhre besitzt Eigenschaften, wie sie bisher kaum für möglich gehalten worden sind. Es handelt sich um Spezial-Doppelgitterröhren für Schutznetzschaltung, bei denen durch eine besondere Ausführung des Schutzgitters die Jnnenkapazftät auf wenige Hundertstel eines Zentimeters gedrückt worden ist. Sie ermöglicht die Anwendung geradezu phantastischer Verstärkungsziffern, ohne, wie dis bisherigen Röhren, zu unbeabsichtigter Schwin-
n, zu unbeabsichtigter Schwin- infolge kapazitiver Kopplungen zwischen den Hochfrequenzkreisen zu neigen. Gleichzeitig erspart man infolge der Abwesenheit einer Kopplungskapazität die Notwendigkeit der Neutralisation einer solchen Kapazität. Endlich wird zufolge des hohen inneren Widerstandes der Röhren eine Hochfrequenztransformation zwischen den einzelnen Kreisen überflüssig. Es wird also der Aufbau des Hochfrequenzverstärkers wesentlich vereinfacht, was besonders für den Bastler von großem Interesse sein dürfte. Die erwähnte Schirmgitterröhre ist die erste auf dem europäischen Markt erscheinende Röhre dieser Art, die den theoretischen Forderungen nach hohem Jnnenwiderstand bei kleinstem Durchgriff in befriebigenbem Maße Rechnung trägt. Es mag ausdrücklich festgestellt werden, daß diese Bedingungen von Prof. Schottky, dem die Erfindung der Schirmgitterröhr« zu danken ist, bereits während des Krieges genau formuliert und auch in der Hauptsache
gungserzeugung
experimentell verwirklicht worden sind. Die in den letzten Monaten in Europa sonst erschienenen Schirmgitterröhren, deren Konstruktion auf eine neuere in Amerika ausgearbeitete Modifikation der Schottkyschen Anordnung zurückgeht, lassen gerade im entscheidenden Punkte, dem hohen Jnnenwider- stand und geringen Durchgriff, sehr viel zu wünschen übrig. Während die genannten Röhren Jnnen- widerstände von zirka 150 000 Ohm und Verstärkungsfaktoren von höchstens 150, also einen Durchgriff von etwa 0,6 Prozent besitzen, hat die neue Röhre einen Jnnenwiderstand von 0,7 Megohm und einen Verstärkungsfaktor von 500, also einen Durchgriff von 0,2 Prozent. Mit diesem Werte läßt sich pro Verstärkungsstufe eine 125fache Verstärkung erzielen gegenüber einer etwa acht-, höchstens zehnfachen bei normalen neutralisierten Hochfrequenz- verstärkern. Eine der neuen Röhren entspricht also zret und gern einem zweistufigen Hochfrequenzver- stärker bisheriger Art, dessen Derstärkungsziffer meist erheblich unter 100 liegt. Wenn auch mit den neuen Röhren die Selektivität des Hochfrequenz- kreises infolge des hohen Jnnenwiderstandes der
Rundfunk- Vortragsfolge
Samstag den 3. März:
1—2: Don Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. 3.30—4: Die Stunde der Jugend: Rö- delheimer Realschule, Liedervorträge. 4—6.30: Vom Großen Schauspielhaus Berlin: Achte Sinfonie von Gustav Mcchler. 6.30—6.45: Der Briefkasten. 6.45 —7.15; Funkhochschule (Abtlg. Literaturgeschichte): „Das deutsche Drama und Theater vom siebzehnten Jahrhundert bis zur Gegenwart", Vortrag. 7.15— 7.45: Stenographischer Fortbildungkursus für Anfänger und Fortgeschrittene. 7.45—8.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Der Sternhimmel im März — Die Sternbilder des Tierkreises", Vortrag. 8.15—9.15: Gastspiel Peter von der Osten. 9.15—10.15: Bunter Abend. 10.30—11: Von Berlin: Tanzkursus. Anschließend bis 12.30: Von Berlin: Tanzmusik.
Sonntag, 4. März:
8.30—9.30 Uhr: Don Kastel: Morgenfeier. 11 bis 11.30 Uhr: Die Elternstunde. Dortrag: „Wie den Kindern das Lügen beigebracht werden kann." 11.30 bis 12.00: Richard Huelsenbeck, Vortrag aus eigenen Werken. 12—1.00: Vom Plenarsitzungssoal des Reichstags, Berlin: Volkstrauertag-Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. 1 bis 1.30: „Zum deutschen Dolkstrauertaa", Vortrag. 2.30—3.30: Die Stunde der Jugend: „Rotkäppchen", ein Märchenspiel. 3.30—5.00: Konzert des Rundfunkorchesters. 5—6.00: Stunde des Rhein-Main. Verbandes für Volksbildung: „Kärnten", Dortrag. 6—7.00: Vortragszyklus „Gedanken zur Zeit", 3. Reihe: „Technik als Kulturproblem". 6—6.30: „Kunst und Technik", Dortrag. 6.30—7.00: Don Berlin: „Technik und Unnatur, Dortran 7—8.00: Studien-Musik. 8—8.30: Stunde der Frankfurter Zeitung. 8.30—10.30: Gedächtnisfeier. Anschließ.: Sportnachrichten.
Montag, 5. März:
12.30—1.30: Von Kassel: Mittaasständchen der Kasseler Hauskapelle. 3.30—4.00: Die Stunde der Jugend: „Eisbärenjagd in Spitzbergen", Vortrag. 4.30—5.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Die Oper der Woche. 5.45—6.05: Vortragsstunde Gerd Fricke: „Die Augen des ewigen Bruders". 6.15 bis 6.30: Vereinsnachrichten und andere Mitteilungen. 6.45—7.15: Vortragszyklus des Handwerks- und Gewerbeamts Hanau: „Die Bedeutung der Sozialversicherung für das Handwerk", Dortrag. 7.15 bis 7.30: Englische Literaturproben. 7.30—8.00: Englischer Sprachunterricht. 8.00: Vom Neuen Ope- retten-Theater: „Liede und Trompetenblasen", Operette in 3 Akten.
Mittwoch. 7. März:
1.30—2.30: Von Kassel: Mittaasständchen der Kasseler Hauskapelle. 3.30—4.00: Die Stunde der Jugend: „Vom Leben und Treiben der Landsknechte". Vortrag. 4.30—5.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Neue Operetten. 5.45—6.05: Die Bücherstunde. 6.15—6.30: Vereinsnachrichten und andere Mitteilungen. 6.45—7.15: Vortrag von Pfarrer Taesler. 7.15—7.45: Französischer Sprachunterricht. 7.45—8.00: Senckenb erg-Viertelstunüe: „Ein zoologischer Ausflug in die Umgebung von Colombo auf Ceylon", Dortrag. 8.00: Von Stuttgart: Sinfonie-Konzert. Anschließend: Von Kassel: Kammermusik.
Donnerstag, 8. März:
1.30—2.30: Don Kassel: Mittaasständchen der Kasseler Hauskapelle. 3.30—4.00: Die Stunde der Jugend: Aus den Kindheitstagen großer Erfindungen, Dortrag. 4.30—5.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Leoncavallo (geb. 8. März 1858). 5.45—6.05: Die Lesestunde — “ ~
Nicolai Gogol. 6.15—6.30: Vereinsnachrichten und andere Mitteilungen. 6.30—6.45: Von Kassel: Die „Stunde Haus und Garten": „Sommerblumen",
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6.45—7.15: Don Kassel: „Leonard Nelson, oph als Erzieher", Vortrag. 7.15—7.45:
Vortrag. 6.45—7.15: Von Kassel: „Leonard Nelson, der Philosoph als Erzieher", Vortrag. 7.15—7.45: Bortragszyklus des Gewerkschaftsbundes der Angestellten: „Der Angestellte und feine Organisation in Staat und Wirtschaft", Vortrag. 7.45—8.15: Stunde der Frankfurter Zeitung. 8.15—9.15: Nach Stuttgart: Violin-Konzert. 9.15—10.15: Noch Stuttgart: Roda Roda, Vortrag aus eigenen Werken. 10.30—11.00: Von Berlin (nach Stuttgart): Tanzkursus. Anschließend bis 12.30: Von Berlin (nach Stuttgart): Tanzmusik.
Für den Kasten verwenden wir ein leichtes Holz, das vorteilhafter abgesperrt ist, um ein Werfen uni ~ ' " ' Die Größe muß den An-
nglichkeit des Bastler- Membrane groß, st
Ziehen zu verhindern.
sprächen an Schönheit und Klanglichkeit des Bastlers überlasten bleiben. Ist die Membrane groß, so ergibt sich ein weicher Ton, der auch die niedriger Frequenzen gut wiedergibt. Natürlich kann diese: Tonwiedergabe nicht in zu weitem Maße statt, gegeben werden, weil sich sonst unschöne Simen (tonen ergeben würden. Ueber eine Ausmessung vor 50 mal 40 Zentimetern Frontplattengröße sollte man im allgemeinen nicht hinausgehen. Wird der Kasten zu klein gewählt, so werden die niedriger Frequenzen vernachlässigt, was die Natürlichkeit der Musikwiedergabe sehr beeinträchtigt, für die Sprach jedoch von Vorteil ist. Wer es sich leisten tonn, wird also — schon der Versuch, die Beschäftigung ist anregend — zwei Lautsprecher bauen, sofern seir Geldbeutel es ihm gestattet, und wahlweise der einen oder den anderen benutzen.
Für die Membrane kann jeder feste Kartor genommen werden. Haltbarer und gegen Feuchtig, keitseinflüste weniger empfindlich ist Pertinax, das wir in einer Stärke von 0,2 bis 0,3 Millimeter
wählen. Pertinax läßt sich schlecht haltbar kleben. Da wir aber eine feste Verbindung der beiden Membranblätter erzielen müssen, deren Anbringung im Kasten sich aus der Abbildung ergibt, vernähen wir mit festen Stichen die beiden Blätter. Die Maß-
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Dienstag, 6. März:
12.30—1.30: Von Kassel: Mittagsstandchen der Kasseler Hauskapelle. 3—4.00: Die Stunde der Jugend: Bunte Bilder und Geschichten, Vortrag. 4.30 bis 5.45: Konzert des Rundfunkorchesters. 5.45 bis
bis 5.45: Konzert des Rundfunkorchesters. 5.45 bis 6.05: Die Lesestunde — Aus der „Geschichte der Abderiten", von Chr. M. Wieland. 6.15—6.30: Der-
einsnachrichten und andere Mitteilungen. 6.30 bis 7.15: Von Kassel: Dr. phil. Fritz Michel, Schleswig: Dichtungen. 7.15—7.45: Die
Vorlesung aus eigenen Dichtungen. — -----—
Schachstunde. 7.45—8.15: „Bei den ,wilden'-Tscha- makoko-Jndianern im Gran Chaco", Vortrag. 8.15: „Nju", Drama von Ossip Dymow. Anschließend: Schallplatten-Konzert.
den ,wilden' .Tscha-
Freilag. S. März:
1—2.00: Schallplatten-Konzert. 3.30—4.00: Die Stunde der Jugend: „Junge Mädchen im Fabriksaal", Vortrag. 4.30—5.45: Hausfrauen-Nachmittag. 5.45—6.05: Die Lesestunde — Aus den „Briefen der Frau Rat Goethe". 6.15—6.30: Vereinsnachrichten und andere Mitteilungen. 6.30—7.00: Stunde des Südwestdeutschen Radio-Clubs. 7—7.30: „Zur Verminderung der Autounfälle", Vortrag. 7.30—7.50: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik: Die Frau in Siam. — Zweckmäßige Verpackung. 8.00: Vom großen Saal des Saalbaues (nach Stuttgart): Konzert der Museumsgesellschaft Anschließend: Don Kassel: „Heitere Kleinigkeiten". Darauf: Von Kassel: Spätkonzert.
Samstag, 10. März:
1—2.00: Don Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. 320—4.00: Die Stunde der Jugend: Susanne Horn-Stoll, Darmstadt, singt Lieder. 4.30—5.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Neue Tanzmusik. 5.45—6.05: Die Lesestunde — Aus dem Roman „Der Oberhof" von Jmmermann. 6.15 bis 6.30: Vereinsnachrichten und andere Mitteilungen. 6.30—6.45: Der Briefkasten. 6.45—7.15: Funkhochschule (Abt. Literaturwissenschaft): „Deutsche Dichtung um 1100", Dartrag. 7.15—7.45: Stenogr. Fortbildungskursus. 7.45—8.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Recht und Sittlichkeit", Vortrag. 8.15—10.15: Bunter Abend. 10.30—1100: Von Berlin (nach Stuttgart): Tanz- kursus. Anschließend bis 12.30: Von Berlin (nach
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Röhre merklich steigt, so wird sie gleichwohl der eines zweistufigen Hochfrequenzverstärkers bisheriger Bauart nicht entsprechen können. Man wird also bei gleichen Selektionsansprüchen dazu kommen, mehr Abstimmkreise als Hochfrequenzröhren zu verwenden.
Man hat auch versucht, Mehrgitterröhren als Lautsprecherröhren zu verwenden. Dieses Experiment beruht auf einer Verkennung der praktischen Verhältnisse im Empfänger. Mehrgitter-Lauts precher- röhren geben erstens kaum eine höhere Leistung ab als normale Eingitterröhren, die natürlich erheblich billiger sind. Vor allem aber haben sie den Fehler — wiederum infolge ihres erhöhten Jnnenwider- standes —, nur die hohen Töne gut zu verstärken, während sie für die tiefen Töne eine Art .Filler darstellen.
Die Schirmgitterröhre wird außer für Batterieheizung auch in Form einer indirekt geheizten Wechselstromröhre mit fast identischen Daten zu haben sein. Dadurch ist von vornherein die Möglichkeit geboten, Empfänger nach dem neuen Prinzip der Hochfrequenzverstärkung auch für Wechselstrom-
Bastler-Ecke.
Selbstbau eines Falzlautsprechers
Der Lautsprecher setzt sich trotz seiner Mängel, die er gegenüber dem Kopfhörer hat, immer mehr durch, befreit er doch von der Ortsgebundenheit des Empfanges mit dem Kopfhörer. Jeder Bastler schafft sich, wenn sein Gerät nur die notwendige Laut-
des Kastens. Es empfiehlt sich^ ehe man die Pè'- naxblätter zuschneidet, ein Modell aus Pappe oder starkem Papier zu schneiden, um die Größe genau festzustellen. Die Membrane wird dann so ein gehängt, daß sie nirgends mit dem Holz in Berührung kommt. Als Zwischenschicht verwenden mit dicken Filz. Auch die Schrauben, die zur Befestigung im Filz dienen, dürfen nicht mit der Mem- brame in Berührung kommen. Zu diesem Zweck schneiden wir entsprechende Löcher aus der Membrane aus. Diese vorsichtige Befestigungsart %• . notwendig, um jegliches Klirren zu vermeiden. Nach. $ dem die Membrane eingehängt worden ist, bringet . wir sie mit dem Magnetsystem in Verbindung.
den meisten käuflichen Systemen finden wir bereit» dazu geeignete Vorrichtungen (Schrauben und Mut- 8 £ fern); wo sie nicht vorhanden sind, befestigen wil auf dem Uebertragungsstift entweder eine Scheib! ^ mit zwei Schrauben, die der Scheibe gleichzeitig Halt auf dem Stift verleihen und auch die Verbindung» schiene mit dem Stift. In diesem Falle müssen wu A r die Derbindungsschiene mit einem Schlitz versehen, um die Schraube mit der Mutter, die die Mem-. > ।
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stärke aufweist, einen Lautsprecher an.
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Eine weitere Röhre, die zum ersten Male auf der Leipziger Messe gezeigt werden wird, ist eine Doppelröhre, die zunächst nur für Batterieheizung gedacht ist. Sie bestes bis 4 Volt, eine Steil
gedacht ist. Sie besitzt eine Fadenspannung von 3,5 bis 4 Volt, eine Steilheit von 1,2 mA/V und einen Durchgriff von 10 Prozent. Der Stromverbrauch beträgt pro System 0,2 Amper«.
guter Lautsprecher kostet immerhin noch ziemlich viel, so daß der sparsame Hörer gezwungen ist, mit einem weniger guten Gerät vorlieb zu nehmen oder ober, was noch seine besonderen Reize bietet, zum Selbstbau zu schreiten.
Wir bringen heute eine Bauanleitung, die sich durch eine große Billigkeit, durch Zuverlässigkeit des Erfolges und — was bei vielen ausschlaggebend sein dürfte, durch leichte Baubarkeit auszeichnet. Wir kaufen nämlich das Magnetsystem fertig, so daß sich hier Experimente und Versuche, die außerdem durch die Empfindlichkeit des Materials viel Lehrgeld beanspruchen, als überflüssig erweisen. Die Funkindustrie bringt brauchbare Systeme schon für wenige Mark in den Handel, so daß sich der Selbstbau als nicht teuer und auch leicht herausstellt, denn die Bastelarbeit beschränkt sich eigentlich nur auf den Bau des Kastens, die Einbringung der Falzmembrane und der Ausgleichung.
brane an der Schiene festhält, verstellbar zu gestal ^ ten. Bei der Einstellung des Lautsprechers ist e! a nämlich durchaus notwendig, daß die Membran! , $ völlig locker hängt, also keinerlei Druck oder M fg auf die Magnetzunge ausübt. Diese lockere Ein- J .- stellung ist von größter Wichtigkeit. Wenn durch ' $ die Befestigung der Membrane an dem Magnet , 6 system diese völlig indifferente Einstellung nicht mH' j, lich ist, so müssen wir sie durch Veränderung bei ß Lage des Magnstsystems herbeiführen. Entweder
müssen wir zwischen Rückwand und System no^- einige Brettchen einfügen oder aber die RückwanW aussparen und das Magnetsystem einfügen. SinM diese Arbeiten getan, so sind nur noch SchönheitM fehler zu beseitigen. Man wird nach Geschmack bi® Membrane frei sichtbar liegen lassen oder aber notpi
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den Kasten eine Seidenbespannung andringen. B«' . sonders Geschickte werden vielleicht auch noch zierM h liche Stäbchen anbringen, um so die tote Fläche ixM z Seidenbespannung zu beleben. Natürlich kann di«lW f Bespannung auch bestickt oder bemalt werden. I«
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