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Hattswwischattürbes Der vielseitige Hering.

Die VuvreS des Hebels von ZelkaSken und Frauenhilfe.

Bon Käthe Brustat-Schnedermomr-

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;ren sind. Daß der überwiegende Test des

nicht so eingehend geregelt sind, tote bet uns. In der sozialen Arbett fängt die Frau erst an, sich ihr Gebiet zu erobern, allerdings mit gutem Erfolge Auch hier ist der Beruf der Sozialbeam-in und ihrer Durchbildung noch in der Entwicklung be-

3m unserer allgemeinen Notzeit erMht an di« Krau'besonders dringend der Ruf zur Mitarbest an dèr Gesundung unseres Volkes. Mit Recht wird immer wieder darauf hins-wiesen, daß die Der- äntwortung der Frau -^- namentlich der Mutter als der Hüterin der neuen Generation --- besonders m-ob . fei. . und es wird betont, daß bte.

mit auf ein Versagen der Frau Mren fW Daß der überwiegende T«U Des Bolksvermögens durch Frauenhand geht, und daß «s imenblich wichtig ist, wie wir damit wirt- schaftlen, lesen wir wieder und wieder. Daß bie Verhältnisse des Elternhauses in erster Linie ent­scheidend sind für die körperliche und seeliche Ent- «rcklüng.unseres Polksnachwuchses, und daß es auf die Frau ankommt, welchen Geist sie in ihrem Heim und in ihrer Ehe walten lassen will dies alles Mrd, uns eindringlich uni) oft genug klar gemacht.

Das ist, gut unÄ wirü feine Wirkung nicht ver­fehlen. Manche Frau, die sich ihrer Verantwortung im besonderen wie im allgemeinen vielleicht noch nicht ganz bewußt ist, wird durch solche AichklärunA durch solchen immer wiederholten Appell nach- dsnklich und zu zielbewußter Arbett geweckt werden, wachsende Erkenntnis und wachsendes Können der Knzelnen sei es im Haushalt, sei es in der KiMerpilege und Erziehung, sei es im außer häus­lichen Beruf oder in der Erfüllung ihrer staats- bürgerlichen Pflichten wird des Segens für bie Gesamtheit nicht ermangeln. In diesem Sinne ist auch der gemeinsame Ertüchtigungswille der ver­schiedensten Frauenorganisationm, wie er z. B. in der aus siebzehn großen Verbänden zusammengesetz« ten.Frauenarbettsgemeinschaft zum Ausdruck kommt und sich u. a. in der Forderung des Hauswirtschaft, lichen Pflichtjahres ausdrückt, nur zu begrüßen und zu unterstützen.

Ja gewiß, es ist eine Freude, zu sehen, tote die Frauen sich rühren^ wie sie chre Pflichten und die Traaweite chres Tuns und ihres Unterlassens empfinden' und mit heiligem Eifer an ihre Auf- gaben gehen. Die denkende Frau ist glücklicherweise heute io wenig Mehr eine Einzelerscheinung, wie die verantwortungsbewußte Mutter.

Aber eine Aufgabe gibt es, der auch die neue Frau von heute noch viel zu wenig Aufmerks amkett schenkt die sie vernachlässigt, obgleich ihre Lösung gerade für die Frau von der größten Bedeutung ist: Das ist die Frage der Heimstättenbeschaffung! r. Ast es nicht das Wichttgste, das Allerwichtigst« hjiftr für uns Frauen, daß wir ein Heim haben, um eine ie lMi Familie haben zu können? Kann man es der Frau nerbenfen,' daß sie Angst hat, Kinder aüfzuziehen, WM» wenn sie nicht weiß, wohin mit ihnen? Wenn der Wtz- -Wstam, der Ehen in möblierten Zimmern, in denen - ^Familienzuwachs unerwünscht ist mrd fern muß, .chronisch bleibt? Wenn kinderreiche Familien als

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Mieter scheelen Augen angesehen werden.? Wenn man seine Kinder in der Mietskaserne ein­pferchen mutz, in steter Besorgnis, daß ihr natür­liches Bewegungsbedürfnis Sie Unter-, Ueber-, ; Rebenbewohner stört?

r i Wi« soll eine Mutter immer erneute Kraft und ,, \ Frische für ihren so schönen und auch so schweren 'UM ^ Perus aufbringen, wenn sie nie Gelegenyest hat,

Wie soll eine Mutter immer erneute Kraft und

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sich zu erholen und zu sammeln, schon aus dem

«inzicen Grund«, weil sie keinen Raum hat, in dem sie einmal allein sein kann?

Wie soll das Familienleben gepflegt und auf- . rechterhalten, innig und schon gestaltet werden, 'st? wenn da kein Raum ist, in dem die Familie sich f^ .versammeln und wohlfühlen kann. Raum, der mehr ' bietet als bloße, notdürftige Schlafgelegenheit?

D Wie soll die Mutter ihre Tochter zur tüchtigen Qetrf- t*

Das neue Volsvo-ModelL

Das hier abgebildete Belerokleid ist aus mauve Reps-Traver mit einer Blusenweste aus mastrosa Georgette. Der Rock zeigt vorn in der Mitte eine Quetschfalte und an den Seiten, rechts und links,

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' ouch f« eine. Ein kleiner Kragen, der an den Dor» Oberteilen angeschnitten ist, endigt in zwei lange, K-schmale Streifen, die unter dem Kinn zu einer MkHleife zusamengebunden werden. Ein bestickter Gürtel verleiht diesem Kleide ein munteres Aus­sehen.

Ein fesches Schneiderkostüm

m« fjanbels

In den übrigen Berufe'., »t» Handels- und Büroangestellte, Archi ekttnnen, Zahnärztinnen, In. genieurinnen, Geschäftsfrauen etc ist das Bild z'cm- lich das gleiche: Die Aussichten sind gut, doch der Erfolg ist eine Frage der Qualität. Das Hauptpro­blem der Frauenbewegung ist also die Heranbildung eines guten Nachwuchses; -eider stößt diese noch viel­fach auf Schwierigkeiten und zwar wie auch bet uns durch die Interesselosigkeit und Gleichgülttg- kest der großen Masse der Frauen. Unter diesen be­finden sich auch, wie Miß Carrol sich treffend aus­drückt, dieParasiten", d. h. jene Frauen, die ohne wirkliche und ernste Pflichten ihre Tage mit Nich tigkeiten und Aeußerlichkeiten verbringen und sich ohne Gegenleistungen cryasten lassen. Dieser Typ, der auch ims nicht fremd ist, dessen Hauptwerkzeug Lippenstift und Puderdose und dessen Lebensinhalt Modefragen sind, wird leider so oft als die Ameri­kanerin angesehen. Ein weiterer Erschwerungrarund für die Heranziehung guten Nachwuchses ist die Tatsache, daß noch vielfach die jungen Mädchen sich erst spät und zögernd (oft erst zwischen dem 22. und 27. Lebensjahre) überhaupt für einen Beruf ent­scheiden und chn auch dann vielfach noch nur als einen Notbchelf betrachten. Mehrere große Frauen- Organisationen, so die Staatsbürgerinnenverbände uno die große soziale Hall-House Organisation, die Wählerinnen-Liga und andere bemühen sich hier mit wachsendem Erfolge um die Aufklärung, Schu­lung und Disziplin der Menge der Frauen. Aber auch in Amerika wie bei uns, ist dieser Teil der Frauenaufgabe nur zu lösen durch nintmerntübe Kleinarbeit und unendliche Geduld.

Ein Schneiderkostüm ist für viele Frauen etw is, von dem sie nie abgehen weichen, auch in der kommenden Saison nicht. Deshalb geben wir hier die Abbildung eines Kostüms, das aus Tweed in Beige und Braun angefertigt ist Die wichtigenKleinigkeiten", wie Hut, Handschuh«, Täschchen, Schuhe und Strümpfe, müssen natürlich in demselben Farbton ge­halten werden.

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Hausfrau erziehen, wenn von

abgesehen es mangelt an der Lehrwerkstätte, wenn keine rechte Küche, kein Keller, keine brauch, bare Vorratskammer da ist, wenn kein regelrechter Haushalt betrieben werden kann, weil der Platz dafür fehlt? Warum gehen so viele Ehen in die Brüche, warum ist so oft Unfrieden in den Familien'? Weil man zu dicht zusammenhockt, sich, bildlich gesprochen, beständig auf die Zehen tritt! Warum sind Kinder so oft vor ihrer Zeit mistend oder respektlos" oderverderbt"? Well in unseren Heimstätten oder der Karikatur unserer Heimstätten kein Platz mehr ist für Geheimnis und fromme Scheu ----!

Wenn man so oft Kinderverwahrlosung aus Mutterversäumnis zurückführen kann, so kann man ebenso oft feststellen, daß die Mutter- und Haus- frauenarbeit sabotiert wird durch unsere kultur- unwürdigen . Wohnungsverhälttnsse!

Die denkende Frau von heute muß den Willen haben, ihre Pflichten zu erfüllen. Sie muß aber auch laut und nachdrücklich und immer wieder fordern:Gebt mir vor allen Dingen Raum für meine Tätigkeit, Möglichkeit für Ausübung meines Amtes! Dann will ich euch ein gesundes Volk schenken und aufziehen!"

Wir Frauen kümmern uns noch viel zu wenig gerade um diese Fragen, und doch sind mir die Berufensten dazu. Die Wurzel alles Uebels ist, wenn man den Dingen nachgeht, fast immer das Fehlen der Heimstätte für die Familie und alle Reformen, so gut und wirksam sie sein mögen, müssen Stückwerk bleiben, ehe diese Grundvoraus- setzunA nicht erfüllt ist.

Schafft Heimstätten für die deutsche Famllie!" Das muß eine Hauptforderung der deutschen Frau feinl

MeiMibe Svauenvtrovleme

Die Frage derQualitâlsnachfolge".

Es ist sehr interessant und lehrreich, die Fragen der amerikanischen Frauenbewegung mit den unseren zu vergleichen. Es gibt in Amerika hart um ihre Rechte kämpfende Frauen so gut wie bei uns, wenn auch dieser Kampf sich dort längst nicht mehr um die Erlangung dieser Rechte handelt. Das Kernproblem der amerikanischen Frauenbewegung, ist zur Zett vielmehr das derQualitätsnachfolge", nämlich die Notwendigkeit, der Vorhut und Pionie- rinnen auf allen errungenen Gebieten gleichwertige Nachfolgerinnen und Mitkämpferinnen zu geben und'zu erziehen.

Wie eine gründlich'' Kennerin der Verhältnisse. Miß Molly Carrol, Professorin der Nationalöko» nomie am Goucher College in Baltimore, kürzlich in einem Vortrage im Allgemeinen Deutschen Frauen» verein schildert, stehen den Frauen in Amerika nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch alle Berufe offen. Auch die Chancen sind gleich insofern, als es tatsächlich jeder Frau in jeder von ihr erwählten Berufsart möglich ist, darin zu leitenden. ja den

allem anderen i hohen und höchsten Stellungen aufzusteigen. Es ist Lehrwerkstätte, tatsächlich so, daß die Leistung entscheidend ist, und , keine brauch, nicht die Zufälligkeit des Geschlechtes, ein Zustand,

von dem wir hier noch sehr weit entfernt sind. Eine Einschränkung muß hierbei allerdings gemacht wer­den; auch in Amerika, trotz der.-*,..«....

den; auch in Amerika, tro^ der grundsätzlichen Gleichberechtigung, wird die Frau bei gleicher Lei­stung schlechter bezahlt, als der Mann, fa, die Miß Carrol erklärte, muß sie häufig doppelt so hart arbeiten, wie dieser und bekommt die Hälfte oder

weniger seines Lohnes.

Besonders erfolgreich sind Frauen in Amerika u. a. als Juristinnen und zwar bis jetzt mehr in der gesetzgeberischen und Perwaltungsarbest, als in der Privatpraris, die sich den Frauen zwar auch im stet« geirdcm Maße, aber doch langsamer öffnet, Frauen konnten führende Stellungen bei den Gerichtshöfen, bei den Regierungen, in der sozialen Arbeit etc. be­setzen und so beträchttichen Einfluß auf das Zu- standekommen vieler gesetzgeberischer, volkswirt­schaftlicher und Wohlsahrtsreformen erreichen. Für die jüngere Generation sind hierbei bie Aussichten noch besser, aber auch hier macht sich wieder das Qualitätsproblem bemerkbar. Da auch die höchsten und verantwortlichsten Poften den Frauen offen­stehen, ist es von umso größerer« Bedeutung, daß sie von wirklich ersten Sräften ausgefüllt werden, weil immer die Gefahr vorliegt, daß ein etwaiges Versagen Einzelner als Gattungseigenschast gewertet oder jend-nziös aufgebauscht wird.

Die Frau als Medizinerin erfreut sich ebenfalls in Amerika steigender Beliebtheit und Erfolge, und zwar vorwiegend auf dem Gebiete der meöizmischen Forschung, der inneren Medizin, der Nerven«. Frauen- und Kinderheilkunde, weniger in der Chirurgie, von der auch bie Frauen selber wohl wegen der größeren körperlichen Anforderungen sich noch ziemlich zurückhalten. Erfreulich ist auch die wachsende Inanspruchnahme der Frauen als praktische Aerztinnen, namentlich durch Frauen und Kinder. Das ist symptomatisch, denn die Durch- fdjnittsamerifânerin ist eine äußerst konservative und empfindliche Patientin. Auch hier ist die Frage der Qualität entscheidend, durchsetzen kann sich nur bie Frau, die mehr und Besseres leistet, als der Mann.

Erwähnt sei in diesem Zusammenhang« die gün- stige Stellung der Frau in der amerikanischen Kran» fenpflege. Hier spielt sie eine unbestritten führend« Rolle, was natürlich auch auf die Tatsache zurück- zuführen ist, daß die amerikanischen Srantenpflege. rinnen eine besonders nute Ausbildung erhalten und fast durchweg aus gebildeten Kreisen stammen. Die amerikanische Krankenpflegerin wird gut be­zahlt, und sie hat gute Aufstiegsmöglichkeiten als Leiterin von Krankenanstalten etc.

Im Unterricht und Erziehung sind in den ge­hobenen Stellungen die Aussichten und Verhältnisse aut, die einfacheren Lehrkräfte leiden vielfach unter Mißständen ungenügender Ausbildung und niedriger Bezahlung, oft fehlt auch hier der nötige Berufs­ernst. Das hängt auch damit zusammen, daß die Ausbildungs- und Anstellungsbevingunge» noch

ng etwas öhnliches"

Mir Unrecht betrachtet die Hausfrau den jetzt in Massen erscheinendengrünen* Herma etwas geringschätzig als ein sogenanntesgewöhnliches" Gericht, und es ist auch verfehlt, ihn immer nur in derklastischen" Zubereitungsweise als Brot- Hering auf den Tisch zu bringen. Der grüne, d- h- frische Hering ist, richtig zubereitet, eine Delikatesse und den feinsten Süßwasserfischen ebenbürtig. Er hat vor diesen noch voraus die Billigtest und die

vielseitige Verwendbarkeit.

Um dem Hering den ihm bisweilen anhaften­den strengen Geschmack, mehr noch den charakteristi­schen Geruch zu nehmen, wäscht man chn am besten in Wasser, dem man etwas übermangansaures Safi zugesetzt hat und taucht chn kurz vor dem Zubersi- ten rasch in heißen Essig. Oft genügt es aber auch ihn nur einige Stunden lang in eine Lösung von Zttronensaft und Salz zu legen. Man kann dann den Hering in Salzwasser kochen und mit frischer ober geschmolzener Butter und Petersilie, aber auch mit Sahne-Meerrettich reichen; in bethen Fälle« ist er äußerst wohlschmeckend. Soll der Hering Sebacken werden, so empfiehll es sich, ihn abwechk ingshalber zu füllen. Man fertigt zu diesem Zweck aus 50100 Gramm geschmolzener Butter, geriebe­nem Roggenbrot (auch Pumpernickel), 2 gekochten und fein gehackten Eiern, 2 gehackien Zw.ebÄn, Pfeffer und Salz und einem rohen Eiweiß als Bindemittel eine Farce. Die so gefüllten Fische werden zugenäht bzw. umwickell und, mit Ei und Zwieback paniert, in steigendem Fett gebraten.

Sehr wohlschmeckend ist auch Heringsfrikasire. Man zieht die Fische ab, wie Salzheringe und teilt sie in haldfmoerlange Stücke. In einem flachen lkochgeschirr mit gut schließendem Deckel läßt man würslia geschnittenen Speck und Zwiebelscheibchen hellgelb werden und legt die in Mehl gewälzten Stückchen hinein. Nach einer Welle gießt man soviel Fleischbrühe (Brühwürfel hinzu, daß der Fisch dteioiertel, nicht völlig bedeckt ist. Das Gericht darf nicht scharf kochen, sondern nur ziehen, etwa 20 Minuten. Man rührt die Tunke mit saurer Sahne, einer Kleinigkeit Pfeffer, Zitronensaft und einigen Tropfen Maggi ab.

Mn schickes Stvatzenkleid

Hier ist ein schickes Straßenkleid abgebilbet, das aus einer netten Kombination non einfarbigem, grü«

nem Sammet mit tarierter Seid« in demselben Farbton besteht. Die Blus«, in der Form eines kur­zen Mäntelchens, ist mit goldfarbiger Litz« besetzt.