Hanauer
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Srettas de«
24. Sebruav
nzeiger
Cattau Giadt und Land
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Das Steteste.
I V Der afghanische König hat gestern im Zeug. ^3 zu Ehren der Gefallenen einen Kranz nieder.
I — Am 5. März wird der afghanische König der leipziger Messe einen Besuch abstatten.
I — Reichsernährungsminister Schiele sprach ge- Lot auf der Tagung des Deutschen Landwirt. Mstsrates über die Agrarhilfe im Notprogramm.
Die französische Kammer hat gestern den deutsch- f-renzöstschen Handelsvertrag zusammen mit dem i Wirtschastsabkommcn mit der Schweiz und Italien
I ratifiziert. .
— Die französischen Neuwahlen werden am 22. l April, die Stichwahlen am 29. AprU stattfinden.
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I^uvSsebttns Wv die SeuLMen èn GüdSèvsS
I IDlen, 23. Febr.- Im Wiener Nationalrat hat Uhèute die . angekündigte Debatte über die Unter» H briktung der Deutschen in Südtirol stattgefunden. KN« wurde durch eine Rede des Tiroler Abgeord- ■ fielen Dr Kolb eingeleitet, die im Hause großen MWiderhall fand.
■ Dr. Kolb erinnerte zunächst an die feierlichen W Lersprechungen von italienischer Seite.
■ „Diese Versprechungen sind in ihr Gegenteil ver. Miehrt worden, und jetzt wird in Italien erklärt, ein W Problem des Minderheitenschutzes gäbe es in Italien M nicht. Wir wollen uns nicht in die inneren Ange- Miegenheiten Italiens einmischen. Südtirol ist aber »nicht eine innere Angelegenheit Italiens, sondern I eins tirolische, eine deutsche Sache. Südtirol ist nun ■ tine Welksrage geworden."
■ Dann zahlte Dr. Kolb die Maßnahinen der f ii Regierung zur Unterdrückung des W'Deutschwms im Südtirol auf.
■ „Wir erwarten, daß der Vatikan die große Linie
■ seiner Tradition nicht verläßt und sein historisches »non pofflimus auch einer Cäsarengewolt gegenüber ■ spricht."
■ Unter tiefer Bewegung des ganzen Hauses schloß W Dr. Kolb seine Rede .Der Präsident des National- W ratz bezeichnete diese Ausführungen als eine Mett I mingräußerung aller Parteien des Hauses. Dann ■ »ahm der Südtiroler Sozialdemokrat Adam das »Wort. Auch er erhob gegen.die Vergewaltigungen
1 Protest. Es spricht dann noch der großdeutsche Ab- ■ geordnete Dr. Strössner, worauf Bundeskanzler ■ Seipel das Wort nahm Er sagte unter anderem:
■ „Bezüglich der Anregung, die Südtiroler »FragevordenVölkerbundzubringen, I muß ich erklären, daß ich es für aussichtslos und in » bezug auf die Lage bet Deutschen in Südtirol nicht I für klug halte, mit dieser Frage vor den Völker- I bund zu treten. Man soll sich diese letzte Instanz » nach offenhalten Ich möchte nicht die Leiden der I Deutschen in Südtirol zu Demonstrationszwccken I benutzen, um eine populäre Politik zu machen. Wir I glauben an ein höheres Recht, an eine inter- I nationale Moral, die über dem internationalen I Recht steht."
Gitzrms des demoVvâchett Navtetvovstandes
Der Vorstand der Deutschen Demokratischen Par- I ist auf Dienstag, den 6. März, zu einer Sitzung I un Reichslagsgebäude einberufen worden. Auf der I Tagesordnung stehen folgende drei Punkte: 1. Wahl- I Vorbereitung, 2. Politische Lage, 3. Verschiedenes. I Da der Reichstag bis zu dem Termin der Vor- nandsstgung bereits wieder eine Woche zusammen I % wird sich bis dahin vielleicht schon erkennen lassen, ob die Durchführung des Notprogramms I wögäch ist. Der Parteivorstand tritt also, wie das i »B. T." bemerkt, in einem Augenblick zusammen, I Mr ihn nicht nur vor eine politffch hochgespannte I Situation, sondern vielleicht auch vor die Notwendig- I wichtiger Entscheidungen stellt.
Dev Mvchenseuat zum Grhettevu des KeirbSktbutseietzes
erwartet
.. Berlin, 23. Febr Der in Berlin versammelte «irchensenat der evangelischen Kirche »er alt» preußischen Umon nimmt in einer Entschließung »an dem Scheitern der Reichsschulgesetzverhandlun- M mit tiefstem Bedauern Kenntnis. Nach wie vor wrdert er in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen
Stuttgarter Kirchentages für eoanaelifdje Kin- nachdrücklich evangelische Schulen. Er erwart, zuversichtlich, daß die evangelischen Eltern, als die '"erster Linie Berufenen und Verantwortlichen, sucht Nachlassen im Kampfe um die Sicherung der surrten evanxelsthen Staatsschule durch ein Auchrschulgesetz. das der Gewissensfreiheit und der ^Uernverantwortung den ihnen gebührenden und in °» Reich-verfassung gewährleisteten Raum schafft.
Tagung des Deutschen Land- wietschastsrates
nei»6eeuä6euaa6mitit«ee ««biete übee das itoiaeoaeamm fite die Landwivtichaft
Berlin, 23. Febr. Der außerordentlichen 58. Vollversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrates, der Spitzenorganijation der halbamtlichen Berufsvertretung der deutschen Landwirtschaft, war gestern eine Sitzung des ständigen Ausschusses zur letzten internen Vorbereitung der Tagung vorausgegan- gen. Heute vormittag begannen die Beratungen zunächst in einer geschlossenen Sitzung im Schöne- berger Rathaus mit der Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten. Außer den Mit- gliedern und ständigen Tagungsteilnehmern des Deutschen Landwirtschaftsrates sind zahlreiche Vertreter der Reichs- und Landesministerien und der verschiedenen Wirtschaftsorganisationen erschienen, u. a. die Reichsminister Schiele, Dr. Koch, Gröner, Oberbürgermeister Böß, der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, die Reichsminister a. D. v. Raumer
miß Dr. Hermes.
Gegen 10.30 Uhr wurde Reichspräsident von Hindenburg, während die Anwesenden sich erhoben, durch den Präsidenten des Deutschen Landwirtschaftsrates, Dr. Brandes, in den Saal geleitet.' Nach kurzer Begrüßung der Reichsminister tznd der landwirtschaftlichen Führer durch den Reichspräsidenten wurde bte. Tagung eröffnet. Die Eröffnungsansprache hielt der Präsident des Deutschen Landwirtschaftsrates, Dr. Brandes. Er dankte zunächst dem Reichspräsi- deuten für die erneute Bekundung jeings Willens, die deuüche Larü> Wirtschaft als r'â .Grundpfeiler des Deutschen Reiches und der deutzchen Wirt- schaft zu erhalten und übermittelte dem Reichskanzler seine Wünsche auf- baldige Genesung.
Nach weiterem Dank an die Vertreter des Reiches und der Landesregierungen fuhr der Redner fort: Die Belastung der deutschen Landwirte hatte einen Umfang angenommen, der aus den Erträgen der Wirtschaften nicht gedeckt werden konnte. Auch von der Retchsregierung find entscheidende Maßnahmen notwendig, wenn nicht unäbshbares Unglück über das deutsche Volk Hereinbrechen soll. Der Schutz und die Erhaltung der heimatlichen Erzeugung sind Vor- bedingungen für eine erfolgreiche Ausfuhr. Die Rentavilitätsfrage muß bei allen betriebswirtfchaft- lichen Maßnahmen ausschlaggebend sein. Das von der Regierung vorgelegte Notprogramm kann nur über die nächste Zeit hinweghelfen. Ein umfassendes Programm zur Gesundung der deutschen Wirtschaft kann von einem sterbenden Reichstage nicht mehr erwartet werden. Besonders muß die
Ueberlaskung der Wirtschaft mit Steuern, sozialen und anderen Lasten gemildert werden. Wir wollen weder leistungsunfähige Betriebe, noch un» fähige Betriebsleiter erhalten. Wir haben immer auf dem Standpunkt gestanden, daß der Besitz der deutschen Scholle eine nationale Verpflichtung in sich birgt. We verantwortlichen Stellen in den Regie- runoen, Parlamenten usw. müssen aus dieser Be- weguna die anfallenden Gesichtspunkte für die Ge- staltung des deutschen Wirtschaftslebens heraus- holen. (Lebhafter Beifall.)
Dann führte der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft,
Schiele
u. a. aus: Die Grundtatsache, durch die die heutige Lage oekeunnzeichnet wird, ist
Sassen vier Jahren befteijenbe BetriebsdefizU
von etwa Milliarden Reichsmark.
Die Hauptursachen des starken Betriebsverlustes der letzten Jahre liegen in der Preis- und Markttage. Allein die Roggenpreise vom Jahre 1925 bis 1926 fügten der Landwirtschaft einen Verlust von rund 400 Millionen Mark zu, die Kartoffelpreise dieses Wirtschaftsjahres von rund 200 Mill. Mark und die Schweinepreise im Jahr 1927 von rund 300—400 Mill. Mark. Hinzu kamen die Unwetterschädew .
Die erste und dringendste Ausgabe besteht dann, daß in der deutschen Landwirtschaft, insbesondere die gefährdeten Betriebe sich bis zur kommenden Ernte hindurchbringen. Ich nehme die Gelegenheit wahr, dem gegenwärtigen amtierenden Reichs- kabinett dafür zu danken, daß es bereit ist, «mit ftar- fer Hand aus Mitteln des Reiches zuzufassen und dem bedrohten Berufsstand zunächst über dieses Jahr hinwegzuhelfen. Außer den bereits eingeleite, ten Maßnahmen hält die Reichsregierung eine weitere Reihe Sofortmaßnahmen für unabweisbar.
Der Minister geht dann im einzelnen auf die im Notprogramm vorgesehenen Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft ein und fügt hinzu, die Reichsre- gierung fei fest entschlossen, diese Maßnahmen so rasch wie möglich in die Tat umzu setzen. Die grundsätzliche Einstellung der Reichsregierung geht dahin, daß für die Maßnahmen der deutschen Handelspolt- tik die Hebung der Landwirtschaft ein wesentliches ^iel darstelle. Unsere zukünftige Wirtschafts- und Handelspolitik müsse ausgehen von dem Prinzip der
(Erhaltung und Stärkung al'er produktiver Kräfte der Ration.
Der Minister schloß mit den Worten: Deutschland muß sich wieder eine eigene agrarische Grundlage schaffen, auf der seine Volkswirtschaft sicher ruhen kann, und das wird auf keinem anderen Wege ge- schehen können, als durch bessere Pflege des deut- schen Bauerntums.
Hierauf ergriff namens der preußischen Staats- regierung Ministerialdirektor Burckhard vom preuß. Landwirtschaftsministerium das Wort. Er über» mittelte das Bedauern des preußischen Landwirt, jchastsministers über feine dienstliche Verhinderung an Der Tellnahme und erklärte, daß sich die preu- ßische Staatsregierung der Nottage der Landwirtschaft durchaus bewutzt und Preußen gewillt sei, im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit und in ständiger Fühlungnahme mit den zuständigen Reichsressorts alles zur Linderung dieser Notlage zu tun.
Es folgten nunmehr eine Reihe von Vorträgen über die Notforderungen der deutschen Landwirt- schaft, über Kreditfragc« und über Schutz und Steigerung der deutschen Erzeugung als Grundlage der deutschen Wirtschaftspolstik.
EttiM^etzunse« des Veuische« Laudwivtschaktsvates
Berlin, 23. Febr. Am Schluß der Tagung des Deutschen Landwirtschaftsrares wurde eine Ent- schlleßung einstimmig angenommen, die die NotMaZnahmen für die Sanbmirt» | dj a h niemals zufammeafaLt. In der Ent- 11 schtießung heißt es, daß die Ordnung der landwirt, schaftlichen Produktionsverhältnisse endgültig nur durch ein geschlossenes System einer jährlich auf- einander abgestimmten Steuer-, Handels-, Sozial-, Verkehrs- und KredUvolitik erreicht werden kann. Der Deutsche Landwlrtschaftsrat bedauert, daß seinen am 7. Moi 1926 bereits unter der damaligen Regierung in einer zusammengefaßten Enschlie- ßung erhobenen Forderungen nicht entsprochen worden ist, so daß die Not Der Landwirtschaft nicht behoben, sondern wesentlich verschlimmert wurde. Die jahrelange Unrentabilität der landwirtschafttichen Betriebe habe sich seit der Stabilisierung in einer erschreckenden neuen Verschuldung ausgewirkt, deren Zinsenlast erheblich über die der Vorkriegszeit hinausgebe. Es müsse daher als sofortige lltotmaß- nähme bte Umwandlung der zwangsläufig eingefrorenen kurzfristig gegebenen Kredite in langfristige erfolgen. Dazu feien geboten: Gesetzliche Einwirkung aus alle öffentlich-rechttichcn Kapital- sammelstcllen, einen erheblichen Anteil ihrer verfügbaren MUtel in landwirtsckoftlichen Hpvotheken anzulegen; erhebliche Verstärkung der Eigenmittel des landwirffchaftlichen genossenschafllichen Kreditsystems unter maßgebender Beteiligung des Reiches, Auflegung einer Umschuldungsanleihe unter Siche- rung durch angemessene Ausfallbürgschaften der öffentlichen Verbände ober sonst geeigneter Stellen; bte sachgemäße Verwendung der Umschuldungskredits sei unter maßgeblicher Beteiligung der land- wirtschaftlichen Selbstoermaltungskörper zu gewähr- leisten. Den Verbänden für gemeinnützige'Siedlung seien ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen, um Betriebe, welche tot Rohmen der bisher getroffenen Maßnahmen nicht mehr zu halten sind, gairz oder teilweise einer sachgemäßen Siedlung zuzuführen. Das Ziel sachgemäßer Finanzpolitik muffe eine allgemeine Zinsensenkung zwecks Annäherung an die Ertragsernte der landwirtschaft- lichen Betriebe sein. Mit außerordentlichen Maßnahmen sei hierbei den Pachtbetrieben zu Hilfe zu
kommen.
Eigene VauevnschaftstvahMste 1« Kassau
Den „Frankf. Nachrichten" wird aus Limburg
gemeldet: Hier fand heute eine stark besuchte Dertreterversammlung der Bezirksbauernschaft statt, wie sich die
die Stellung nahm zu der Frage, wie sich die nassauische Bauernschaft bei den kommenden Reichstags- und Landtagswahlen zu verhalten habe. Die Leitung hatte der Vorsitzende der Bezirksbauernschaft, Reichstagsabgeordneter Karl Hepp, der in längeren Ausführungen ein Bild der wirtschafts- politischen Lage zeichnete. Insbesondere schilderte er die Einzelheiten des Notprogramms, das der Reichstag vor seiner Auflösung annehmen müsse. Dieses Notprogramm gebe der Landwirtschaft nicht allzu viel und dieses Wenige werde zum Teil aufgehoben durch neue soziale Lasten desselben Programms. Der Redner ging darauf ausführlich auf die Frage ein, wie sich die Bauernschaft bei den kommenden Wahlen zu verhalten habe. Der Vorstand habe sich in zwei Sitzungen eingehend unter Erörterung jedes Für und Wider mit der Frage beschäftigt und beschlossen.
eigene Listen aufzustellen und gleichzeitig die Gründung der Lhrlstlich-nationale« Bauernpartei zu begrüßen.
Es wurde der Versammlung folgende Entschließung vom Vorstand vorg-legt:
„Die Berlreterversammlung der Bezirksbaueruschast für hessen-Rassau unb den Kreis Wetzlar beschließt in voller Uebereinstimmung mit der Auf- fassung ihrer Bauernschaslsmitglieder, bei den kommenden Wahlen zum Reichstag und zum Preußt- scheu Landtag eigene Baueraschasts- listen auszustellen. Sie begrüßt darum die Grün- düng der Christlich-Ratlonalen Bauernpartei. Der Vorstand der Bezirksbaueruschast wird beauftragt, sofort die Verbindung mit dieser herzustellev."
Der Vorsitzende führte zur Begründung der Entschließung noch aus, daß von seiner Seite nichts erfolgt sei, um die Stimmung in dieser Frage zu beeinflussen. Er habe seinerzeit zum Ausdruck gebracht, daß die Mitglieder Vertrauen haben sollten zur Organisation, daß sie sich von keiner Seite den Weg, der sie bei der Wahl beschreiten wollten, vorschreiben lassen dürsten. Die Bewegung die in Nassau vorhanden sei, bleibe nichts aus Nassau beschränkt. Sie werde sich nicht abschwächen lassen. Er hoffe, daß diese Stellungnahme der Äe- zirksbauernschaft auch in anderen Organisationen Klarheit bringen werde. Die Dertreterversammlung solle sich äußern, um damit aus eigener Kraft den zu beschreitenden Weg au beschließen. Es entspann sich eine ausgedehnte Aussprache, in der man sich eingehend zur Frage eigener Listen äußerte. Dann wurde einstimmig die Entschließung des Vorstandes gutgeheißen und damit die Aufstellung eigener Kandidatenlisten beschlossen und dem Vorstand die Vollmacht für alle notwendigen weiteren Maßnahmen gegeben. Der Vorstand und der Wahlausschuß wurden beauftragt, die Aufstellung der Wahl listen zu besorgen.
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Berlin, 23. Febr. Der König von Afghanistan, der in Paris am Grabe des unbekannten Soldaten einen Kranz niedergelegt hatte, -hatte den Wünsch Ä&. Ä?Ä M® Anregung der Reichsregierung hat deshalb der Mische Ministerpräsident Dr. Braun den König ____Afghanistan in das Zeughaus geladen. Wenige Minuten vor der Ankunft des Königs traf der Reichspräsident von Hindenburg ein. Der König wurde in der unteren Halle des Zeughauses sodann Mvm Herrn Reichspräsidenten und dem preußischen Ministerpräsidenten, der sich in Begleitung von Staatssekretär Dr. Weißmann befand, begrüßt. Der Ministerpräsident führte sodann seinen Gast und den Herrn Reichspräsidenten in die Gedenkhalle,^die der Erinnerung an die gefallenen deutschen Soldaten geweiht ist. Der König von Afghanistan legte dort einen Kranz nieder, der Schleifen in den afghanischen und in den deutschen Reichsfarben trug. Auf der Rückseite der in den afghanischen Farben ausgeführten Schleife standen die Worte: Aman Ullah, König von Afghanistan. An die Kranzniederlegung schloß sich ein kurzer Rundgang diirch die Räume des Zeughauses an. An dem feierlichen Akt nahmen u. a. die Reichsminister und Staatssekretäre der Reichsministerien, die preußischen Staatsminister mit ihren Staatssekretären, die Mitglieder des Reichsrates, dis Präsidenten des Reichstags, des Landtags und des preußischen Staatsrats, der apostolische Nuntius Pacelli, der Chef der Heeresleitung, General Heye, der Chef der Marineleitung, Admiral Zenker und zahlreiche andere Herren teil.
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3m Anschluß an die Besichtigung der Anlagen des Zentralflughafens wurde König Aman Ullah von den Vertretern der Reichsregisruna zu einem Großverkehrsflugzeug geleitet, das die Reichsregierung dem afghanischen König schenkte. In einer kurzen Ansprache wurde von den Venre- tern der Reichsregierung ausgeführt, daß dieses Geschenk ein Symbol der friedlichen Beziehungen zwischen Staaten auf große Strecken sein solle. Das Verkehrsflugzeug sei ein Mittel, ständig mit- einander in Verbindung zu bleiben. Bei dem dem König geschenkten Flugzeuge handelt es sich um ein dreimotoriges Junkers-Verkehrsflugzeug vom Typ G 24. Der König äußerte, daß ihm keine größere Freude hätte bereitet werden können als mit diesem Geschenk, das die hochentwickelte deutsche Flug- zeugtechnik verkörpere.
Das afghanische âSnrssvaae beim ReèchsiagssvSKdettte«
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Berlin, 23. Febr. Heute mittag hatten Reichstagspräsident Löbe und Gemahlin das afghanische Königspaar zu einem Frühstück geladen, an dem neben dem Gefolge und der Ehr^nbegleitung Mit- glieder verschiedener Reichstagsfraktionen, Vizekanzler Exz. Hergt, die Reichsminister Koch und Schätzel, die Staatssekretäre Dr. Mahner, Dr. Pünder und Dr. v. Schubert, Oberbürgermeister Böß und der Direktor des Reichstages, Geheimrat Galle, sowie der Präsident der Industrie- und Handelskammer, D. Mendelssohn, Geheimer Kommerzienrat Deutsch und Intendant Ießner teilnahmen.
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Berlin, 23. Febr. Reichskanzler Dr. Marx u^ Gemahlin hatten für heute abend das afghanische