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«V. 45

Mtttwoch de«

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' 8e unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung ober Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrist u. Erscheinungstag« der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. ^Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Feraspr. 3956, 3951,3958

22. Sedrua«

1028

SttdL-feam» ÄlmrSbevmtg - mW Oeutßchlauv

Englischer Botschafterwechsel in Paris und Berlin.

Man kann sich kaum eine folgenschwerere tußenpolitische Aktion denken, als die große Umwandlung, die jetzt in der englischen Dip­lomatie vor sich geht. Nicht weniger als drei S Botschafterposten, Berlin, Paris ishington werden neu besetzt, sowie zwei : verantwortungsvolle und wichtige KeamtensteUen im Londoner Foreign Office. Eine solche Aktion, unternommen kurz vor

Ium M-nMs in der Metall

Industrie

Ve«br«drrchkettSerelSvmts des SMedSfdvttcheS

Denn Sir Ronald Lindsay wird der erste hohe Beamte des englischen Auswärtigen Amtes

ein, der vorher in Berlin tätig war. Die pev-

änlichen Beziehungen, die er während seines

Berliner

Aufenchaltes in einflußreichen

de» Wahlen, kann nicht anders gedeutet wer- ta; als eine Einleitung zu großen außenpoli- iischen Taten, deren Zeuge in aller Kürze die ganze Welt sein wird. Sie zeugt außerdem von der hervorragenden Aktivität, da das fo= Offene und sich noch

eben noch so scharf angegriff schneller erholende englische

wickelt hat.

ie Kabinett ent

Jett Anfang der Aktion bildet die Neu­besetzung des Pariser Botschafterpostens, de- unmitteibare Folge die. Abberufung des Berliner Botschafters in Paris, Marquis de Crewe, tritt der Unterstaatssekretär im Fo- reign Office, Sir William George Tyrrell, dessen Posten wiederum von dem bisherigen englischen Botschafter in Berlin, Sir Ronald Lindsay, besetzt wird. Die Berufung Tyrells nach Paris büöet zweifelsohne ein politisches iH ersten Ranges. Denn dieser Diplo- ®ü iltdit M LU den ââvstm Er-

ren

Berlin, 2L Febr. In dem Lohustrekt der mitteldeutschen Metallindustrie hat der Reichs- arbeitsmiuisler die Schiedssprüche vom 18. Februar im öffentlichen Interesse für verbindlich erklärt.

Berlin, 2L Febr. Der Gesamtverband deutscher Gesamtmdustriâr teilt mit: Die Schiedssprüche im Arbestsstreit der mitteldeutschen Metallindustrie sind gegen den Willen beider Parteien vom Reichs- arbeitsminister im öffentlichen Interesse von Amts­wegen für verbindlich erklärt worden. Die Arbeit- geberschast wird selbstverständlich alle juristischen Konsequenzen aus der Verbindlichkeitserklärung ziehen und soweit das technisch möglich ist, die Arbeitnehmer, ohne Maßreglungen vorzunehmen, wieder einstellen. Da mehrfach von Gewerkschafts­seite und in der -Arbeitnehmerpresse zum Ausdruck gekommen ist, daß möglicherweise der Kampf durch die Verbindlicherklärung noch nicht beendet würde, und infolgedessen damit zu rechnen ist, daß die Arbeit im mitteldeutschen Streikgèbiet nicht oder nicht in vollem Umfange wieder ausgenommen wird, hat der Gesamtoerband Deutscher Metall- industreller beschlossen, den Aussperrungstermin aus Mittwoch, den 29. Februar d. 3s, d. h. mit Arbeitsschluß, zu verschieben. Sollte sich die Rot-

Wendigkeit ergeben, zu diesem späteren Zeitpunkt die Aussperrung in Wirksamkeit zu setzen, so würde sie nicht die Bekämpfung der für verbindlich erklärten Schiedssprüche, sondern lediglich die Ab- wehr der rechtswidrigen Fortsetzung des Kampfes durch die Arbester zum Ziele haben. Dabei wird aber auÄ>rücklich bemerkt, daß die Aufhebung der Aussperrung sofort erfolgen wird, sobald die Arbei­ter zur Arbeit wieder zurückgekehrt sind.

Berlin, 22. Febr. Von der Hallenser Bezirkslei- tung des Deutzchen Metallarbeiterverbandes wird mitgeteilt, daß Vorau^agen über die Konsequenzen der Verbindllchkeitserklärungen der Berliner Schiedssprüche sich heute nicht machen ließen, da erst der Bericht der nach Berlin entsandten Dele- gierten abgewartet werden müsse. Zur Berüind- lichkeitserklärung wird erst heute vormittag in einer Bezirkskonferenz Stellung genommen wer­den. Gegenüber der Erklärung des Gesamtverban­des Deutscher Metallindustreller wird darauf hin­gewiesen, daß die Frage noch durchaus umstritten sei, ob eine Nichtwiederaufnahme der Arbest als eine rechtswidrige Fortsetzung des Kampfes zu be­trachten sei, da das ArbeUsverhältnis durch die Aussperrung unterbrochen sei und sämtlichen Arbestnehmern die Papiere zugestellt worden seien.

am Londonerpolitstchen Hort- zmt; er ist außerdem zur Genüge bekannt als einer der wirkungsvollsten und energischsten Förderer der englisch-französischen Freund­schaft, derEntente Cordiale^.

Sir William Tyrrell, her. der nächste Mit­arbeiter Lord Greys vor dem Ausbruch des Weltkrieges war, und der die letzten drei Fahre als ständiger Unterftaatsfeiretür in London alle Wandlungen der für die Welt­lage so entscheidenden englisch-französischen Beziehungen aus nächster Nähe beobachtete, wird tn Paris die Aufgabe haben, eine neue Aera der englisch-französischen Politik einzu- leitefl. Es ist ein offenes Geheimnis, daß die Mglisch-französische Freundschaft gerade in den letzten Jahren stark erkaltet ist Tief­greifende Gegensätze auf der gesamten außen­politischen Linie haben die Bande gelockert, dle vor dem Krieg mit solcher Zähigkeit ge» raupft wurden und die während des Krieges ihre Weihe durch die Waffenbrüderschaft er» galten haben Aber der Krieg ist schon seit Wren zu Ende, und inzwischen ist allerlei ge­sehen, was den englisch-französischen Bezie- zs zugute kam. Denn gerade oren ist eine Umgruppierung

gäbe haben, eine neue

iungen teinesmei ben setzten 3aL. ... ..... w..ö.^ .

M dem europäischen Kontinent vor sich ge» Sannen, die fast sämtliche europäischen Staa- M in zwei große Lager teilen. Auf der einen strht bk Kleine Entente mit einer Reihe Öderer Staaten, die zu Frankreich neigen, W der anderen Seite die englisch- uanemsche Gruppierung, die immer mehr und «W an Einfluß gewinnt und dadurch die ^Apolitische Position Frankreichs in im» : steigendem Maße gefährdet.

^.^sterdem ist ein äußerst wichtiges, aber »Xx ^ch nicht endgültig gelöstes Problem J^ höchst akut geworden, das Problem ,er Beziehungen zu Rußland. Während Eng- den Bruch mit d. Spwjetreich vollzogen, ^^"kt die französische Regierung immer s.:Ä,,.öwljchen sowjetfreundlichen und sowjet- südlichen Stimmungen. Noch vor kurzem H? ®nen die letzteren die Ueberhand bekom- temkp^ haben, nämlich zu der Zeit der Ra- kw-n ^^', als die englische Politik schon kommst 3« feiern glaubte. Aber die Ra- sÄh-r' als die englische Politik schon Atonal tDmaten und mit der Ernennung

"^rer Staaten, die zu M der anderen Serie

ßetrn» °^en ist Dowgalewsky in Paris ein» " und die französisch-russischen Ver- «ekam^^"^.ud mit neuer Energie in Gang vorn-» ^l Diese Tatsache hat in London alte ein hnL^Er aufleben lassen. Man sah dort, eurovn^ i>le Verschärfung der Lage in West- «oliemU ° U d'E Zuspitzung des französisch- 'Naß" - ^u Gegensatzes, Frankreich gewisser- ^eniâ'" ^ &rme Rußlands treibt, oder tzgxj^?us die sowjetfreundliche Tendenz in ^ir Mm^st'gt- Detzt muß kein anderer als e^nen J^ diese zerfahrene Lage in ^""^.den englischen Einfluß in Paris ^iederov»^?^ einer englisch-französischen

verannaberuna zur Geltung bringen.

- -- 'l »»^y«^^ "111

Htzmans über die belgfsrÄe ÄußenpottttK NeMschSaud so« neue Garantteu vovsOlase«

Brüssel, 21. Febr. In einer Rede im Senat zum Budget des Wißenministers bezeichnete Außen­minister Hymans die Außpolitik Belgiens als eine Politik des Friedens, die von der Sorge um die Sicherhest geleitet werde. Zur Frage der Räumung oes Rheinlandes übergehend, betonte Hymans zunächst, daß in der Frage der vorzeitigen Räumung von keiner Seite unmittelbar oder mittelbar ein Schritt bei der belgischen Re- gierung unternommen worden fei. Auf die Er- klärungen Stresemanns, habe Briand geantwortet, daß man über eine vorzeitige Räumung nur im Benehmen mit den Besatzungsmächten, also auch mit Belgien, verhandeln könne. Briand habe hinzu- gefügt, daß Frankreich gegen die vorzeitige Zurück- Ziehung der Truppen nichts einzuwenden hätte, wenn es alle notwendigen Zusicherungen hinsichtlich der Sicherhest und der Reparationen erhalte. Aus diesen so maßvollen Reden spreche der Wunsch nach einer Annäherung zwischen Deutschland und Ornnfreid:.

Belgien kann nur mit Sympathie jede Be­mühung zu einer Annäherung ins Auge fassen, die aus Versöhnung und auf ein Regime inter­nationaler Eintracht und politischer Stabilisa­tion gerichtet ist.

Aber man. Wird verstehest müssen, daß es sich nur mit Vorsicht auf einen Boden begibt, auf dem seine wesentlichen Interessen, nämlich diejenigen der Sicherhest und der Reparationen, berührt werden. Diese

Diese beiden so heiklen und verwickelten Fragen wurden durch den Vertrag von Versailles und eine Reihe späterer Abkommen geregelt. Man kann in ihr Räderwerk nicht eingreifen, ohne Gefahr

ihr Räderwerk nicht eingreifen, ohne Gefahr zu laufen, den ganzen Mechanismus zu stören. Jede Improvisation würde gefährlich sein. Dr. Strese- mann verlangt, daß die Besatzungsmächte den Ver­trag von Versailles gemäß dem Geist von Locarno auslegen. Von diesem Geist hat sich Belgien in seinen Beziehungen zu Deutschland leiten lassen, trotz der Erinnerungen an die Okkupation. Seit Lo- carno hat die belgische Regierung eine Reihe von

Maßnahmen angenommen, die zur Milderung der unvermeidlichen Unbequemlichkeiten der Anwesen- Heil fremder Truppen auf deutschem Boden bestimmt sind. Belgien ist bereit, diese Politik der Loyalität und Versöhnung fortzusetzen. Die Besetzung der Rheinlands wurde durch den Versailler Vertrag fest­gesetzt, um die Durchführung der Vertragsbedingun- gen, Sicherhest und Bezahlung der Reparationen zu gewährleisten. Die Bürgschaft, die durch die Ab- kommen von Locarno weder aufgehoben noch abKe- schwächt wurde, sichert die Durchführung des Ver­sailler Vertrages mit einer Wirksamkeit, die man nicht unterschätzen darf. Ist es möglich, diese Ga- rantie durch andere Mittel zu ersetzen, die uns die gleichen Ziele mit gleicher Gewißheit erreichen las­sen? Es ist Sache Deutschlands, daß in dringender Form die Räumung fordert, in dieser Hinsicht An- regungen vorzubringen.

Sobald Deukschland greifbare Vorschläge über die Sicherheik und die Reparationen machen würde, wurden wir sie im Benehmen mit unseren ehemaligen Alliierten objektiv und ge­recht prüfen.

An dem Tag, an dem die Besetzung des Rheinlandes überflüssig sein wird, hätten wir keinen Grund, mit ihrer Beendigung zu zögern. Aber wir müssen dar- auf Hinweisen, daß nicht nur für Belgien, sondern für ganz Europa die Notwendigkeit besteht, die Innehaltung der Bestimmungen über die Entmili­tarisierung der Rheinlande zu sichern. Es erscheint unerläßlich, ihre Durchführung zu überwachen. Es wird Sache der interessierten Mächte sein, die zweckmäßige Art der Ueberwachung zu erörtern.

Hymans hob sodann hervor, daß für Belgien die Bezahlung der Reparationen von Wichtigkeit sei. Belgien, so erklärte er, zweifelt nicht an der Ab­sicht der gegenwärtigen Reichrregierung, die Ver­pflichtungen zu erfüllen, die sie übernommen hat. Wenn Deutschland die Aufhebung der Besetzung fordert, die eine der Hauptgarantien für die Be­zahlung der Reparationen bildet, so erwarten wir, was es dafür für neue Garantien vorschlägt.

Eine äußerst schwerwiegende Frage ist auf» getaucht, eine Frage, die für Deutschland zur Schicksalsfrage werden kann. Welche Folgen hat nun die durch die Ernennung Tyrrells nach Paris nunmehr in vollem Gange sich be­findende englisch-französische Annäherung für uns Deutsche? Die Antwort auf diese Frage ist nicht leicht zu finden. Eines steht zunächst fest: die deutsche auswärtige Politik wird nicht umhin können, die Tatsache der englisch­französischen Annäherung oder besser gesagt, die Tatsache der Verstärkung des englischen Einflußes in Paris a s Warnungszeichen zu deuten. Die Wilhelm traße wird scharf auf-

zu finden. Eines steht zunächst sche auswärtige Politik wird

ie gegenseitigen Zuge- Basis der erneuten

passen müssen, damit die ständnisse,. die zur B .

Freundschaft zwischen Paris und London die­nen werden, nicht auf Kosten Deutschlands ge« schehen. In diesem Lichte muß auch die Ab­berufung des englischen Botschafters h Ber-

lin und die Frage der Neubesetzung dieses äußerst wichtigen diplomatischen Postens be­trachtet werden. Wie können wir die Tätig­keit Sir Ronald Lindsays in Berlin und seine Ernennung zum Unterstaatssekretär in Lon­don würdigen? Wer wird sein Nachfolger sein?

Sir Lindsay ist im November 1926 als Nachfolger Viscount D'Abernons in Berlin allgemein bedauert wurde. Denn D'Abernon allgemein bedauert wurde. Denn D'Abernou hat in 6K Jahren, die er in Berlin verbrachte,

deutschen Kreisen angeknüpft hat, werden zweifelsohne sich in der weiteren Tätigkeit Lindsays auswirken. Was seinen Nachfolger in Berlin betrifft, so wird in erster Linie der englische Botschafter in Washington, Sir Esme Howard genannt Seine Versetzung nach Ber­lin wird von symptomatischer Bedeutung sein, besonders wenn man in Betracht zieht, welche Rolle die Vereinigten Staaten im Leben Europas, und nicht in letzter Linie in Deutsch­land spielen. Ein englischer Botschafter in Ber­lin, der vorher fast vier Jahre das britische Reich in Washington vertrat, verkörpert in äußerst prägnanter Weise in einer Person die nicht immer gleichen Tendenzen beider angel-sächsischer Nationen. Er wird jedenfalls imstande sein, nicht nur bei Gestaltung der deutsch-englischen, sondern auch bei der Ge­staltung der deutsch-amerikanischen Beziehun­gen aktiv und wissend mitzuwirken.

Der Wechsel im englischen Diplomat«!- dienst ist noch nicht beendet. Man weiß noch nicht, mit welchen Personen endgültig der freie Posten in Washington (falls Sir Esme Howard nach Berlin kommt), sowie der Posten des stellvertretenden Unterstaatssekre- tärs des Forreign Office, der durch die Kom­promittierung des in Spekulationsgeschäfte verwickelten Mr. Grecory höchstwahrscheinlich frei werden wird neu besetzt werden. Aber schon jetzt kann gesagt werden, daß die Wir­kungen dieses Wechsels auch für Deutschland von größter Wichtigkeit sein werden. Mer- dings wird dies erst nach den Neuwahlen in Frankreich, Deutschland und England klar zutage treten. Die Neuwahlen bilden nach wie vor den entscheidenden Wendepunkt in der europäischen Politik der nächsten Jahre.

WVtiLurLS Z«I«MtAL NLLLiskS»

GiveemannS mH Tiiulsfeu

Nizza, 21. Febr. Dr. Stresemann und der tu« manische Minister des Aeußeren, Titulescu. nahmen heute in dem Hotel in Cap Martin, in dem Dr. Stresemann wohnt, gemeinschaftlich das Frühstück ein. Der ehemalige englische Botschafter in Berlin. Lord d'Abernon, sowie die Gemahlinnen der bei­den Minister des Aeußeren nahmen an dem Früh­stück teil.

Die ResZsrmtrgsMdttrrg itt Hamburg

Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei in Hamburg, Leuteritz, erklärte, daß die Sazialdevto-

in Hamburg, kratie im Gegensatz "zu der Entwicklung nach bett Wahlen vom 9. Oktober 1927 nach den damals ge­machten Erfahrungen keinen Antrag an die Kom­munisten zur Mitarbeit an der Regierung stellen werden und daß sie sich auch auf eine etwaige Ein-

ladung der Kommunisten nicht zu einer neuen Der- handlüngskomödi« hergeben würden.

Die Seeiiöieefiaiieettd im ârantz PvorsO

Erklärung des Reichsverbandes der Deutschen Presse.

Berlin, 21. Febr. Der Reichsverband der Deut- chen Presse (Beztrksverband Berlin) hat sich am Nontag abend in einer Mitgliederversammlung mit der Berichterstattung der Presse über den Krantz

chlesinger (Siing) ex und Dr. Emü

Über dieRechtslage', Paul «< über dieIournaüstiiche Aufgabe _.. Dovifat über dieIvurnalistijche Verantwortung? Einstimmig wurde bann die nachfolgende Entlchilk. ßung angenommen:

Der Bezirksverband Berlin im Reichsverbaod der Deutschen Preise wendet sich gegen alle Bestrebungen, die aus Anlaß der Gerichts- berlchlserstallung im Falle Sranh ein A u «- «abmegese-h gegen die Presse schaffen wollen. Es wird Sache der Relchsarbeitsgemein-

_ 'ss« schaffen

I. Es wird Sache der Relchsarbellsgemein- fchaft der Deutschen Presse fein, auf Grund der in diesem Fall gemachten Erfahrungen die Garantien dafür ju schaffen, daß nicht durch neue Strafgesetze, sondern durch das eigene Veraukwortungs-

bewußl f ein bet presse eine schädliche Ge- richlrberichlserstaltung ausgeschlossen wird."

GvoSadmlval v. -KSsiev t

Berlin, 21. Febr. v Der frühere Großadmiral Hans v. Köster ist heute vormittag im Alter von 84 Jahren in seiner Wohnung in Kiel gestorben.

Hans v. Köster wurde am 29. April 1844 in Schwerin als Sohn eines Rittergutsbesitzers ge­boren. Er besuchte das Werdersche Gymnasiium in Berlin und trat am 26. Juni 1859 als Kadett­

viel zur Besserung der außenpolitischen und wirtschaftlichen Lage Deutschlands beigetra­gen. Sir Lindsay hat sich als sein würdiger Nachfolger erwiesen. Er geht jetzt nach dem Foreign Office, nachdem er mit der Lage Deutschlands sich vertraut gemacht hat. Wir fördert. Er hatte diè'übliche Laufbahn des Seeoffizier- wollen hoffen, daß die« uns zugute kommt, ihinter lich. als er im Oktober 1584 Ebel des Stabes dex

aspirant in die damals preußische Marine ein. Am 19 Juli 1864 wurde er zum Leutnant der See be«