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LMèV

Avâg den IS. ^èvruar 1928

Kr. 39

GesangvereinLiederlust" im GasthauseZur guten I Quelle" (Otto Müller) sein Konzert ab. Der Ver­ein steht unter Leitung seines langjährigen Diri­genten, Herrn Georg Klehm. Zum Vortrage kom­men Chöre von Schubert, Heinze, Rietz und Uth­mann, sowie Volkslieder von Böhme und Silcher. Zur Mitwirkung wurde für diesen Abend das Soio- quartett vom VolkschorUnion", Frankfurt a. M. verpflichtet. Der Eintrittspreis beträgt 60 Pfg.

Niederrodenbach, 8. Febr. In ihrem Vereins­lokalZur goldnen Krone" (Jakob Haupt) hält am kommenden Samstag abend dieSängerlust" ihren diesjährigen Maskenball ab.

tVettevbeviâ

Die rege Wirbeltätigkeit über Nordeuropa hat angehalten. Auch in den nächsten Tagen werden die Ausläufer der im Norden vorüberziehenden Tiefdruckgebiete die Witterung Mitteleuropas wei- terhin beeinflussen, so daß der Wechsel zwischen zeit­weiser Aufheiterung und starker Bewölkung mit einzelnen Regenfällen sehr wahrscheinlich fortdauert.

Vorhersage bis Freitag abend: Bewölkung wech­selnd, zeitweise kurze Regenfälle, mild südwestliche Winde.

Witterunasaussichten bis Samstag: Fortdauer der milden Witterung mit zeitweisen Regenfällen.

Atetö Nüdwsen.

Bekanntmachung, die Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebiets­teilen betreffend. Dom 27. Januar 1928.

Die preußische Regierungsbezirke Schleswig^olstein, Hannover und Stade, sowie der Landesteil Oldenburg gelten bis auf weiteres als stark verseucht im Sinne meiner Anordnung vom 13. Januar 1928.

Alles aus diesen Gebietsteilen nach Hessen ein­geführte Rutz- und Zuchtvieh (Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen) unterliegt demnach der fünftägigen Ab­sonderung nach Maßgabe der in der genannten An­ordnung gegebenen Vorschriften.

Darmstadt, den 27. Januar 1928.

Der Minister des Innern. I. V.: Spamer.

Detr.: Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins für den Kreis Büdingen.

Einladung.

Die Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Be- girksvereins Büdingen findet Samstag, den 25. Febr. 1928, nachmittags 3 Uhr, im Saale des Gastwirts Weitzel in Stockheim statt.

Tagesordnung: 1. Rechnungsablage für 1926 Rj.; 2. Voranschlag für 1927 Rj.; 3. Vorführung des FilmsDie bayerische Tierzucht" mit erläuterndem Vortrage des Landwirtschaftsdirektors Grimm-Bü­dingen: 4. Wahl von zwei Ausschußmitgliedern; 5. Wahl eines Rechners; 6. Verschiedenes.

Wir laden unsere Mitglieder zu einem recht zahl­reichen Besuche der Versammlung ein. Zu dem Film­vortrag sind auch Nichtmitglieder höflichst eingeladen. Der Ausschuß des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Dr. Gaßner, Kreisdirektor.

T Nidda, 8. Febr. In dem benachbarten Walkern­hausen ereignete sich heute ein schwerer Unglücksfall Beim Füttern seines Viehes wurde der 50 Jahre alte Landwirt Heinrich Lust II. von einer Klch so heftig gegen den Unterleib getreten, daß sofort ärzt­liche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. _ Der Arzt stellte innere Verletzung^ Test und ordnete -'"sieUeberführung des Verunglückten nach der chirur­gischen Klinik in Gießen an. Auf telephonischen 2lnruf war die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen mit ihrem Sanitätsauto rasch zur Stelle uni) brachte den Mann zur Klinik, wo sofort eine Operation vorgenommen werden mußte.

Aus Sva«Sk«vt a. UL

Aufklärung eines mysteriösen Todesfalls.

: Vor einiger Zeit wurde. wie berichtet, in einem kleinen Hotel in der Taunusstraße drc Leiche eines Mädchens aufgefunden, das an den Folgen eines Eingriffs gestorben war. Die polizeilichen Er­mittlungen führten zunächst zu der Verhaftung des Liebhabers des Mädchens. Jetzt lenkte sich der Ver­dacht auf dessen Vater, dem es jedoch gelang sein Alibi nachzuweisen. Er mußte wieder entlassen werden. Bald darauf teilte der Vater telephonisch mit, daß er der einzige Schuldige fei und daß er sich das Leben nehmen werde. 2lls Kriminalbeamte in seiner Wohnung erschienen, fanden sie den Mann erschossen auf.

Die deutschen Olympia-Ladidalen im Frankfurter Stadion.

: In einer Sitzung am 5. Februar, die die Deutsche Sportbehörde für Athletik nach Berlin unter dem Vorsitz Dr. o. Halts einberufen hatte, ist beschlossen worden, die deutschen Olympia-Kan­didaten Ende April und Anfang Mai zu Kursen im Frankfurter Stadion und in Ettlingen zusam­menzuziehen. Von den Aktiven wurde vollständiges Einverständnis mit den bisher von der Deutschen Sportbehörde getroffenen Olympia-Maßnahmen erklärt. Ein Vorschlag des bekannten Hürden­läufers Troßbach, bie obigen Kurse ausfallen zu lassen und die Olympia-Kämpfer im Anschluß an die deutschen Meisterschaften in.einem westdeutschen Stadion bis zur Abfahrt nach Amsterdam zusammen­zuhalten, fand besonders bei den Aktiven keine Gegenliebe.

Müller-Dieland aus freien Fuß gesetzt.

: Der frühere Verwaltungsdirektor der Städti- chen Bühnen, Müller-Wieland, gegen den ein Ver- ahren wegen verschiedener während der Amts- ührung begangener Verfehlungen schwebt und der Mitte voriger Woche in Leipzig verhaftet und nach Frankfurt verbracht wurde, ist heute aus der Haft entlassen worden Der Haftbefehl wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft aufgehoben, da weder Flucht­verdacht noch Verdunkelungsgefahr besteht. Inwie­weit die ihm zur Last gelegten Verfehlungen zur Strafverfogung führen, wird die weitere Unter- suchung ergeben.

Kleine Frankfurter Rundschau.

: Auf Sportplätzen verteilt ein Schwindler gelbe Reklamezettel, tn denen er zum Kauf eines Sport­kalenders zum Preise von 1.50 Mk. aufforderte und jedem Besteller eineGratis-Olympiade-Reise" nach bzw. von Amsterdam in Aussicht stellt. Die Zettel tragen die AnschriftHeinrich Weber, Mann­heim, Contardstraße 46". Der Schwindler konnte noch nicht festgenommen werden. Vorgestern ist der bekonmc granhurter Chirurg Gch-i ue» So- nitätsrat Dr. med. Oskar Pinner im Alter von 78 Jahren gestorben. Er genoß den Ruf eines beson- d re si n- r -n und zu-e"'^- gen Operateurs. - Der bis jetzt noch nicht gefaßte 30 000 Mk.-Dieb Birx hat jetzt wieder von sich reden gemacht. Auf dem Schlachthofgelärrde trat ein elegant gekleideter Herr auf einen Arbeitslosen zu und bat ihn, gegen gute Bezahlung einen Brief an eine im Jägergäßchen wohnende Frau zu besorgen. Später stellte sich heraus, das die Empfängerin die Ehefrau des Birx war. Als die Polizei eintraf, hatte sie den Brief b--r.its Demo- 't Es bestehtein Zneifel, daß brr Auftraggeber dec Defrar^-nt Birx war, der unter den Augen der Frankfurter Polizei das unter­schlagene Geld zu verzehren scheint.

Aus «ab und Ke««.

Klein-Auheim, 9. Febr. Die Holzfällung in un­serem Gemeindewald nimmt dieses Jahr längere Zeit in Anspruch. Es fehlte, obwohl die Zahl der Arbeitslosen zurzeit des Beginns der Fällungen hier sehr erheblich war, an solchen, die zu dieser Arbeit willig waren. Es mußten Holzfäller aus dem benachbarten Weißkirchen eingestellt werden, um überhaupt die Arbeit zu Ende bringen können, bevor der Saft in den Bäumen wieder steigt Die Holzversteigerungen sind jetzt im vollen Gange. Für den Raummeter gutes Brennholz (Kiefern) sind bis jetzt im Durchschnitt 1516 Mk. gelöst wor­den. Die Ortsbürger erhallen auch dieses Jahr wieder einen Bürgernutzen von 1 Raummeter Kie­fernholz und einen Stoß Wellen gegen Erstattung Des Hauerlohns. Wie lang noch drefe alle Einrich­tung, die von vielen als sehr bequem empfunden wird, beibehallen werden kann, ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Zahl der Ortsbürger ist in den Jahren nach dem Kriege ganz erheblich ge­stiegen. Die Schwierigkeiten,. die damals die Be­schaffung von Brennstoffen v-rursachtè, und das durch die Markentwertuna für jeden leid)t zu er­schwingende Einkaussgeld haben damals die meisten Familienväter bestimmt, sich den Charakter als Ortsbürger zu erwerben. Dadurch ist die Holz­nutzung an Scheitholz, die früher bedeutend höher war, bereits unter einen Raummeter gesunken, nämlich auf 0,8 Raummeter. Eine große Erleich­terung für die Holzabfuhr bildet jetzt . die neue Waldchaussee, die im Sommer vollendet wurde. Leider wird ihr guter Zustand durch die Bequem­lichkeit mancher Fuhrleute bedroht, die ohne Bremse den Abhang am Walde herunterfahren und dabei die Räder teilweise außerhalb der Randsteine im Sande laufen lassen. Dadurch verlieren die Rand­steine ihren Halt und die Decke beginnt abzu­bröckeln.

Friedberg i. H., 10. Febr. Auch an dieser Stelle sei nochmals auf den am Dienstag, 21. Februar (Fastnacht-Dienstag) in Friedberg (Hessen) statt- findsnden Frühjahrs-Pferdemarkt hingewiesen. Mit dem Markt wird eine Pferdevrämiierung und eine Lotterie verbunden werden. Zur Prämiierung sind nennenswerte Preise bereitgeftent. Anmeldungen können bis 15. Februar an das Bürgermeisteramt Friedberg (Hessen) vorgenommen werden.

Würzburg. 9. Febr. Vergangene Nacht wurde in der Büttnergasse der 31 Jahre alle Händler Jo­hann Georg Schmitt aus Bamberg tot auf der traße aufgefunden. Die Leiche wies mehrere Stich­wunden im Rücken auf. Als Täter wurden der 22jährige Arbeiter Josef Obermeier aus Regens­burg und der 26jährige Dienstknecht Josef Baumer aus Augsburg verhaftet. Die drei hatten in einer Wirtschaft miteinander Streit bekommen, der sich auf der Straße fortpflanzte und mit der traurigen Bluttat endete.___________________________________

GNEÄachEte«.

Dr. Peltzers vierter Amerikastart genehmigt.

Nach seinem Sieg beim Hallensportfest des Mil­rose AC. hatte Dr. Peltzer bei der DSD. die Bitte ausgesprochen, ihm einen Start bei den amerikani­schen Hällenmeistcrjchaften am 29. Februar in Newyork zu gestalten. Die DSB., der ihre Stel­lungnahme durch die internationalen Bestimmungen MM"vörgkschrieben 'ist, ' da diese die DusenMsts- dauer auf 21 Tage beschränken, hat im Prinzip gegen den Start Dr. Peltzers nichts einzuwenden. Sie verlangt aber, daß der amerikanische Verband die Haftung übernimmt, daß Peltzer für nicht mehr als 21 Tage wie in den Bestimmungen vor­geschrieben Spesen erhält, obwohl der Start be­reits in die vierte Woche seines Aufenthaltes fällt. Der Start kann also nur dann erfolgen, wenn die

Amerikaner für strikte Einhaltung der Amat^r, beftimmungen garantieren.

Veveirrs, Veviamm^Msen.

1. H. F. C. 93 (Jugend-Ausschuß). Heute abend werden sämtliche Spieler der B 1 Jugend zu einer dringenden Besprechung mit dem Jugend-Ausschni im Training erwartet. Die Spiele der A1 u. Cf Jugend sind vom Gegner abgesagt.

Spessart-Touristen Verein. Wir machen nachmeß auf die am Sonntag, 12. Febr., abends 7 Uhr M Ga thaus zu den drei... Rindern stattfindende Hauyj, Versammlung aufmerksam und bitten dringend vollzähliges Erscheinen.

Han. Schützen Verein (Jungschützen-AbteiluM Heute abend 8.30 Uhr Monatsversammlung & Rest. Mohr, Krämerstr.

RJ. ClubAdler" 1898 Hanau-S. Allen M gliedern zur Kenntnis, daß Sonntag, 12. ds. Litz ein Katerbummel in Form eines Ausfluges noch Dörnigheim geplant ist Abmarsch nachmittag« 2 Uhr ab Klublokal. Wir hoffen auf zahlreichste Ä teiligung.

Fachgewerkschaft deutscher Fahrbeamlen. Sonn, tag den 12. 2. Versammlung in derBürgerbräu'

Mittelrheinkreis. Nächsten Sonntag, Dormittagi 8 Uhr beginnend, findet in der Turnhalle der Ober, realschule unter Leitung der beiden Gauturnwach Emmerich und Steigler, Offenbach, eine Gauvor. turnerstunde des Gauverbandes Offtnbach-Hänei mit reichhaltiger Uebungsfolge für Männer stab deren Durchnahme mehrstündige Arbeit erfordert Den Uebungen folgt in der Turnhalle der Tuw gemeinde eine Besprechung der Männerturnwarte Es wird erwartet, daß alle Turnwarte pünktlich und vollzählig erscheinen.

Verein ehemal. 97er. Auf die heute abend in Lindenhof stattfindende Monatsversammlung wiri nochmals hingewiesen.

«StädtiMe NeißanutmaGu««««.

Bekanntmachung.

Die Arbeitgeber in Stadt- und Landkreis Hanae, die Arbsitslosen-Unterstützungs-Empfänger als Gelegenheitsarbeiter" beschäftigen, oder eiG stellen beabsichtigen, werden gebeten, dies dem Ak beitsamt sofort mitzuteilen. Nur so ist das Arbeit» amt in der Lage, den Gelegenheitsoerdienst ew sprechend den gesetzlichen Bestimmungen auf di« Unterstützung in Anrechnung zu bringen und n$ bräuchliche Inanspruchnahme der Arbeitslosen^ sicherung zu verhindern.

Da die Beiträge zur Arbeüslosenversichench ausschließlich von Arbeitgebern und Arbeitnehnim aufgebracht werden, liegt es im Interesse beide Teile, ihnen bekannt werdende Fälle von unonK meldeter Gelegenheitsarbeit oder Nichtannnoh« von Beschäftigung der Arbeitslosen, sofort zur 2» zeige zu bringen, und zwar für

Hanau-Stadt beim Arbeitsamt, Schirnstraße 8' Hanau-Land beim Kreisarbeitsamt, HainstraHr ik (Kreishaus). d Hanau den 5. Januar 1928. \

Oeffentlichee Arbeitsamt Hanau. y Arbeitsnachweis für Stadt- und Landkreis M und Kreise Gelnhausen und Schlüchtern.

I. V.: D r. Müller, Bürgermeister,

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