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Areikag den 10. Februar 1928
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1 Cd Sahve GchveLbmaiEitts
Bott der römischen Bronzefeder zur Schnellschreib, moschioe. — Die „Schrelbkuael". — Die erste Schreib- „.(Tfctine nur ein Notbehelf für Blinde. — Deutsche als Erfinder der Schreibmaschine.
In diesem Jahr kann die moderne Schreib - ^ Jubiläum ihres Lere 1828 hat der Ameri-
Mschine das hundertjährig, Mens feiern, denn im Jah- , .
fanKr A. Burt die erste Schreibmaschine tatsächlich hergestellt. Wie es bei derartigen Erfindungen stets wt Fall ist, so tauchen meist mehrere Konstruktionen zu gleicher Zeit in verschiedenen Ländern auf, da die Gedanken, ine der Erfindung zugrunde liegen, schon seit Jahren oder Jahrzehnten von den Erfin- torn bearbeitet werden, die sich meist auf Theorien ustler Vorgänger stützen. Derartige Erfindungen W demgemäß nicht Erfindungen Einzelner, son- dem gewissermaßen Ausflüsie einer bestimmten aeiftiaen Vorstellung, und die Erfindungen selbst
rnur vollendete und brauchbare Darstellungen die- die ganze Menschheit beschäftigenden Gedanken. So ging es mit dem Luftschiff, mit dem Flugzeug, mit der Dampfmaschine, und so kamen auch die größten astronomischen Darstellungen zustande, wie f B. die Gedanken, daß die Erde sich um sich selbst Megt, und daß sie sich um die Sonne dreht. Gedenken, die schon vor vielen tausend Jahren von alten griechischen Philosophen wie z. & Aristarch non Samos, gedacht worden sind. Der Gedanke der Melkmaschine ist jo alt, wie das Schreiben selbst. Schon die altr maische Bronzefeder, die den Strlus äfchte- lvâr eine Art kleiner Maschine, um die G«- iMken schneller niederschreiben zu können, denn ter Strlus wurde dazu benutzt, um die Schrift in Mchsflüchen einzudrücken, eine Arbeit, die sehr imgwierig war, während die Bronzefeder, die von den Römern ungefähr 100 n. Chr. erfunden war, mit größter Leichtigkeit über das Pergament fuhr. Äs Mittelalter war den Erfindungen nicht günstig, das Leben ging gemächlich vor sich und Schnelligkeit war nicht erforderlich, so daß keinerlei Notwen- -igkeiten vorlagen für neue Erfindungen. Erst um 1700 herum kam der Gedanke auf, eine Schreib
maschine herzustellen, und zwar war es der Engländer Mill, der angeblich zum erstenmal eine Patentschrift über die Herstellung einer Schreibmaschine im Jahre 1714 ausgearbeitet haben soll. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Gedanke erörtert, ohne daß es zu einer wirklichen Tat gekommen wäre. Jedenfalls lagen bereits in theoretischer Form sicherlich allerlei Systeme vor, als der Amerikaner Ä. Burt im Jahre 1828 die erste Schreibmaschine herstellte, die allerdings noch ein sehr schwerfälliges Instrument war. Zur gleichen Zeit wie die Amerikaner verfertigte der Italiener Conti eine Schreibmaschine, die schon im großen und ganzen das heutige System der Schreibmaschinen vorweg genommen hatte. Damit war natürlich noch nicht ein brauchbarer Xi
1833 brachte der Franzc
ichasfen. Im Jahr vag rin eine neue
Schreibmaschine heraus, die gewisse Vorzüge gegen- über den bisherigen Systemen hatte und im Jahr 1843 bauten der Ingenieur Foucault und der Amerikaner Thurber zwei neue Systeme, die Haupt- lächllch für Blinde erdacht waren, um auch den Blinden die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken schriftlich zum Ausdruck zu bringen. Einen gewissen Fortschritt zeigte die »Schreibkugel" des Dänen Malling Hansen. Aber auch diese Maschine hatte noch die hauptsächlichen Fehler aller bisherigen Systeme, nämlich den Mangel an selbständiger Blattführung, den Mangel an Keinen Buchstaben und den Mangel eines Farbbandes. Ihn die Buchstaben sichtbar zu machen, mußte Blaupapier zu Hilfe genommen werden. In den 70er Jahren gelang es Hansen, zum erstenmal ein Farbband ein« Zufuhren und die automatische Blattfuhruna anzu- bringen. Im Jahr« 1873 übernahm die Waffenfabrik Remington and Sons in Ilion (Rewyork) die Erfindung der amerikanischen Buchdrucker Thöles und Soule, die in Gemeinschaft mit dem Mechaniker Glidden im Jahre 1867 eine brauchbare Schreibmaschine konstruiert hatten. Die Wassenfabrik Reminatan befaßte sich später fast aus'chl-etz- B4 mit der Herstellung von Schreibmaschinen, aber es bedurfte einer langen Arbeit, bis endlich das heutige System gefunden wurde. Auch in Deutsch-
land war der Gedanke der Schreibmaschine lebendig. Schon dem Freiherrn v. Drais, dem Erfinder des Fahrrades der zeit seines Lebens verkannt war, war es gelungen, eine Schreibmaschine zu bauen, und ein deutscher Ingenieur namens Schwalbach erfand das Typenhebels ystem, das Heu» in keiner Schreibmaschine fehlt. Damit wurde oer Grund gelegt, Schnell>chreiümajchmen in des Wortes wahrster Bedeutung zu erbauen.
Opevievte Muithel«
Die Erzeugung küustllcher Perlen, eine gewinnbringende Industrie.
Das Haus- und Menagerietiere wegen irgend- welcher Krankheiten operiert werden, kommt täglich vor, daß aber Tiere niedrigster Art, wie dte Muscheln, aus der Tiefe des Meeres geholt werden, damit man an ihnen ein zwar schwierige, aber sehr lohnende Operation vornehme, klingt ungewöhnlich. Der Mann, der an ihrer Erfindung schwer reich wurde, ist der Japaner Mikimoto, im Golf von Owart in der Provinz Shima liegt der Stadt Toba, bi» seit altersher dadurch berühmt war, daß in dem dort besonders reinen Mserwasser die Perlmuscheln besonder» gut gediehen. Dort kam, wie Prof. D. S. Jordan erzählt, vor 69 Jahren Kochichi Mikimoto zur Welt, der sich in seiner Jugend vom Straßen- Handel ernährte, es bald aber durch seine geistige Regsamkeit zum Stabtrat ^brachte. Es war nun unter der perlet.....
perlensischenden Bevölkerung schon lange daß die Perlmuscheln durch den Reiz eines Fremdkörpers (Sandkorn, Parasit) ober eine Krankheit zur Perlbildung veranlaßt werde. Miki- moto, der schon 1892 auf einer Provinzausstellung einen Preis für natürliche Perlen -bekommen hatte, wählte auf einer schmalen Felsinsel, südlich von Toba in der Agobucht seinen Standort, und nach unzähligen mißlungenen Versuchen hatte er mit der 17. Patentanmeldung 1913 sein Ziel erreicht. Die Bildung der Perle kn der Muschel durch einen künstlichen Reiz hervorzurufen. Die Forschungen hatten gezeigt, daß nicht der Fremdkörper, der auch
bekannt.
ganz schien kann, für die Perlenerzeugung so wichtig ist wie der Perlsack, der von der Epidermis des Mantelparenchyms gebildet wird, und die Perlsubstanz abscheideh gleichgiltig ob er auf natürliche Weise durch Fremdkörperreiz ober künstlich gebll- det wird Die Operation, die zwangsweise zur Perlenbildung führt, geht folgendermaßen vor sich: von einer lebenden Auster wird das Mantelpar«' chym entfernt und zu einem Sack geformt, in dem als Kern ein Perlmutt er fragment einer Muschel gelegt wird, worauf die Oefsnung be» Sackes durch einen Faden verschlossen wird. Man macht nun einen EinschniU in eine ander« Muschel, führt den Sack in das Epidermisgewebe ein, entfernt, den Faden, sterilisiert die Oeffnung und wirft die Muschel ins Meer zurück. Die Operation erfordert größte Geschicklichkeit.
Man zweifelte anfangs an ihrer Durchführbarkeit, beherrscht aber heute ihre Technik vollkommLt. Drei Jahre blieben nun die Muscheln im Meer und bezahlen in dieser Zeit das ärzlliche Honorar für die Operation, in dem sie in ihrem Innern durch Einhüllen des Perlsackes in unzählige dünnste Perlmutterschichten die Perle bilden. Die ausgeworfenen Perlen wachsen bald durch Dyffusfäden am Boden fest, doch werden sie auch, um schädliche Einflüsse wie den „roten Strom* (riesige Mengen kleiner 3n« fusorien), fernzuhalten, in beweglichen Kästen gezüchtet. Sie werden am Ende ihrer Rekonvaleszenz dann durch Taucherinnen, Frauen von 18 bis 35 Jahren, die mit Kattunkleidern, Sonffappen und Augengläsern ausgerüstet sind, an die Oberfläche geholt. Heute besitzt Mikimoto Wafferfarmen von 40 380 acres, in denen 1000 Menschen in 80 Gebäuden tätig sind. Hier werden jährlich 8 Millionen operierte Perlen ausgesât und eine Million Perlen gewonnen, von denen die unvollkommeneren vernichtet werden und nur jene in den Handel gelangen, die äußerlich ganz den natürlichen gleichen, daher kann der Preis einer Perle bis 200 Dollar ansteigen. So ist es kein Wunder, daß man heute auch gern die künstllchen Perlen trägt und der Preis der natürlichst stark gefallen ist.
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Im Auftrag des Finanzamts Hanau fallen am Samstag. 11. Februar 1928, vormittags 11 Uhr, folgende Gegenstände:
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