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tW®«ttM(*SWiöet fü(J$EV^an<m Stadt und Land
Vauau Siadt und Land
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16. Sa««av
1928
Das Neueste.
— In Berlin beginnt heute die Konferenz der Reichsregierung mit den Ministern der Länder über die Verwaltungsreform.
.— Ueber die Nachfolgeschaft Geßlers ist es bis jetzt zu keiner Einigung gelangt.
— Reichskanzler Dr. Marx empfing gestern zu seinem 65. Geburtstag die Glückwünsche des Reichspräsidenten, der Reichsminister und zahlreicher anderer Persönlichkeiten.
— Der Zentrumsabgeordnete Jmbusch wandte sich gestern in einer Versammlung in Oberhausen mit großer Schärfe gegen den Reichskanzler, dessen Beseitigung aus der Führung der Partei er als nicht unerwünscht bezeichnete.
— In Völklingen (Saargebiet) ereignete sich heute morgen eine schwere Hochofenexplosion.
— Wie aus Moskau gemeldet wird, haben die nach Sibirien und dem Kaukasus verbannten Oppositionsführer ein Protestschreiben an das Zentralkomitee der Partei gerichtet, in dem sie die Rücknahme der Verbannungsverfügung fordern.
ilm vßs KaMslseMaft GeSSevs
BkShev keinevrer Entschekduns
Berlin, 14. Jan. Wie wir erfahren, galt der heutige Besuch des Reichskanzlers Leim Reichspräsidenten der Besprechung über die Frage der Neubesetzung des Reichswehrministeriums. Die Mitteilung eines Berliner Mittagblattes, daß Ge- neral Gröner jetzt in erster Linie in Frage komme, entspricht nicht den Tatsachen. Ebenso ist von einer Kandidatur Luther nicht die Rede Herr Dr. Luther erklärt uns auf Anfrage, daß niemand an ihn bermgetreten ist und daß er auch nicht in der Lage sein würde, das Reichswehrmini- fterium zu übernehmen. W s u . von gi" •—*— richteier Seile erfahren, stehe euch nach bi
Von dem Reichswehrminister nahestehender Seite wird versichert, daß Bemühungen, ihn zum Verbleiben in seinem Amte zu bewegen, auch bann vergeblich bleiben müßten, wenn sie vom Reichspräsidenten selbst ausgingen, da Dr. Geßler sich körperlich völlig außerstande sehe, sein Amt weilerzuführen. Er habe den Vorschlag abgelehnt, einen längeren Erholungsurlaub anzu treten, da er nicht formell ig für das Wehrmimsterium tra- in Wirklichkeit nicht mehr leite.
die Verantwortun gen wolle, das er ;
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gen Vormittagsbesprechungsn durchaus noch die
von uns
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bereits gestern nachmittag angekündigte i Vordergrund, daß einer der anderen
«herttSarsdLSuWuns nW ohne Gsse«?eksiu«s
Reichsminister die provisorische bzw. kommissarische Leitung des Reichswehrministeriums übernimmt.
In politischen Kreisen wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, daß der Leiter des Reichswehrministeriums schon mit Rücksicht auf die kommende Beratung des Reichswehretats im Reichstage vor allen Dingen über die letzten Ereignisse gut informiert sein muß, die in das Ressort des Reichswehrministeriums gehören. Tatsächlich
Paul-Boncour und die Sicherheilsfrage.
Paris, .14. Jan. Die „Pari s Midi" veröffentlicht ein Interview, das der sozialistische Abgeordnete und französifhe Delegierte beim Sölter- bund, Paul-Boncour, einem Mitarbeiter diese? Blattes gewährt hat. Paul-Boncour komm . . ^.- jj ^ ijwttsin ifgHebet "am besten im Bilde,
im ersten Teil seiner ^larung au le ne j j । ^ Reichssparkommissar z. B. über die Phoe- lassun gen beim sozialistilmen son- -- - -■ • ......
greß in Paris zurück, die ihm von einem ^“^“5 Teil der deutschen Presse die Bezeichnung soM-, Din!enbe listischer Militarist" eingebracht hatten. Er erklärt, ^lngen oe ^er verteidige in Gens gleichzeitig mit dem Werke der . «erlin.
im ersten Teil 'seiner Erklärung auf feine Aus lass un gen beim
Das Echo in dev fvanr. Preise
Paris, 14. Jan. Zum Rücktritt Geßlers schreibt der „T e m p s", daß dieser Beschluß eines der wichtigsten Ereignisse in der innerdeutschen Politik der letzten Jahre sei. Geßler sei der Mann der Wiederherstellung der deutschen Militärmacht gewesen. Im Verein mit von Seeckt habe er es verstanden, aus der Reichswehr eine Offiziersarmee zu schaffen. Er habe sich solange halten können, weil er der Reaktion genehm war. Man habe nur zu oft im Auslande den Eindruck gehabt, daß neben der regulären Regierung eine zweite Regierung Geßler — von Seeckt bestehe. Geßler fei ohne Zweifel aus po- litifchen Gründen zurückgetreten, obwohl er andere Gründe vorgebe. Sein Rücktritt bedeute, daß die
„in.m bus-Angelegenheit im Kabinett berichtet und das selbst sich verschiedentlich mit diesen ____e___' stchäftigt hat.
Berlin, 15. Jan. Zu der Frage der Nachfolge Dr. Geßlers als Reichswehrminister berichten die
gegenwärtige, nach rechts orientierte Regierungskoalition im Begriffe fei, aus den Fugen zu gehen. Man habe den Eindruck, daß die nächsten Reichs- tagswahlen nach links orientiert sein werden. .Sein
gegenwärtige,
Vevwattttugsvefovm und andeve Probleme
Im Reichskanzlerhans wird heute die große Länderkonferenz zusammentreten, die in gemeinsamer Beratung mit dem Reichskabinett einen entscheidenden Schritt auf dem Wege der unentbehrlich gewordenen aroßen Verwaltungsreform tun soll. Schon seit Wochen
find in dem großen geschichtlichen Sigungs- saal, in dem seinerzeit der Berliner Kongreß tagte , die Vorbereitungen für die Konferenz getroffen worden. Es galt für die mehr als 100 Teilnehmer Platz zu schaffen, bü heute dort zusammensind
schiedenen deutschen Länder sind jedes durch vier bis fünf Minister vertreten. Dazu kommen die Reichsminister und Staatssekretäre. Eine große Schar und ein weiter Rahmen, wie es der Bedeutung der Fragen entspricht.
e sich
en. Die achtzehn ver-
I^^^^^^^n’'^ r'^T^n^br Dienst^dr^die ä^Ellu^en mit den Länder- Planen verte.dlgedann ha be e umso mehr ^^ern voll «sgesulli sind, sei damit zu rechnen, die Psl-cht, darüber zu wachen. Satz ^ß erst Mittwoch eine Entscheidung sein Land b a bet "icht ubexs Ob « über die Besetzung des Wchvministerrums erfolgen hauen werde. (!) Es genüge tom, m11 ___
der öffentlichen Meinung seines, La n-i des in Uebereinstimmung zu sein. |
Paul-Boncour fährt alsdann fort, er könne mir wiederholen, daß die deutsch-französische Fraqe von Grund aus geregelt werden muffe, i
Rücktritt schaffe eine klare Lage und bedeute vor allem,_daß die Roichsregieruno jetzt wieder die effektive Kontrolle über das Reichswehrmmisterium übernehme, so daß die Reichswehr nicht mehr einen Staat im Staate darstellen werde.
Der „I n t r a n s i g e a n t“ hält es für möglich, daß Geßler tatsächlich aus privaten Gründen zurück-
die verhandelt werden sollen.
In der großen Zahl der Teilnehmer kommt die Wichtigkeit der Konferenz zum Ausdruck. Es liegt darin aber auch ein unverkennbares Moment, das eine rasche Entscheidung erschwert. Umsomehr wird es darauf ankommen, daß die Reichsregierung mit aller Entschiedenheit auf der Erzielung eines greifbaren Ergebnisses besteht. Der Länderkonferenz ist schon vor ihrem Zusammecst^eten von dieser ober jener Seite Mißtrauen eut^eaengebracht worden. Man glaubt, daß manche Länder mil einem gewissen Widerstreben an die Verwaltungsreform herangehen und man kennt die Versicherung, daß diese Frage keineswegs akut fei. Im Reichskabinett denkt man darüber ganz anders. Man weiß dort, daß jetzt unbedingt der Anfang mit einer durchgreifenden Reform gemacht werden MM wenn nicht Deutschland die Möglichkeit, freiwillig uno unabhängig seine innere Gestaltung zu mei-
I sönne.
Dem „B. T." zufolge ist für Montag eine weitere 1 Besprechung zwischen dem Reichspräsidenten und dem Reichskanzler in Aussicht genommen. Wie die i Blätter wissen wollen »spricht die größte Wahrschein- U ‘ -» - "— — “"“ ! leichkeit dafür, daß der Reichskanzler die Vertretung
und daß rede mirs id)e 2lnnaberung firniß werde. Es fei nicht anzunehmen, daß
roirft tinh Denttolanb unmoaliü sei. I fl Bestrebungen aus eine sofortige Neubesetzung des
reich und Deutschland unmöglich sei, solange -- Truppen des einen Landes das Gebiet des anderen besetzt hielten. Jeder Fortschritt werde durch diese Umstände erheblich verzögert.
Man müsse den Rhein sobald als möglich räumen, aber — und das gäben die deutschen Rationalisten nicht zu und sogar andere Kreise bezeigten ihnen gegenüber Beistand, der ihn, Paul-Boncour, in Besorgnis versetze. — nicht ohne eine Gegenleistung, die die Sicherheit Frankreichs gewährleistet.
Postsns Erfolg haben werden.
Der „T ä g l. R u n d f ch „ . _ man gegenwärtig allgemein an, daß die Betrauung eines Mitgliodes des jetzigen Kabinetts die voraus-
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zufolge nintmt
getreten sei. Die
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erst nach den Wahlen wieder neu besetzt werden wird, und bis dahin einer der gegenwärtigen Minister die vorläufige Vertretung Geßlers überneh
men werde.
Auch der „Paris Midi" ist der gleichen An- naubt, daß der nächste Reichswehrminister eine nach links orientierte Persönlichkeit sein werde.
Die „E r e N o u v e l l e" meint, der deutsche Nationalismus ist besiegt in der Person des Reichswehrministers. Ein Diener der Revanche-Idee zieht
ftern, zugunsten einer zwangsläufigen Entwicklung aus der Hand geben soll. Deshalb hält man auch die Verwaltungsreform für außerordentlich akut und wünscht, alsbald von den Reden zu Taten übergehen zu können. Dabei ist es unstreitbar, daß man eine neue, mehr finngemäße Abgrenzung zwischen den Befugnissen des Reiches und der Länder nicht übers Knie brechen darf. Aber es wird auf der Länderkonferenz doch der Weg zur Neugestaltung angebahnt und der erste Schritt getan werden müssen, der bekanntlich immer dir schwerste ist. Aller Voraussicht nach wird dieser Schritt darin bestehen, daß man den leistungsschwachen Ländern, wie z. B. ■Resser, und Braunschweig, auf deren eigenen Wunsch den Zugang zum Reiche frei macht. Dieser Vorgang wäre taktisch gesehen schon ein Vorläufer für die Neugestaltung b^ Beziehungen imiMioH und dem Reich, d. h. für die
Tätigkeit der n Ordnung der
ich zurück dank der Männer, die der neuen
sichtliche Lösung sein wird. Das Blatt glaubt im Gegensatz zum Tageblatt jedoch, daß Reichskanzler Dr. Marx die Stellvertretung im Hinblick auf seine Doppel täitiigteit als Reichskanzler und als Minister besetzten Gebiete ab lehnen werde. Es stehe aber noch keineswegs fest, ob nicht eine definitive Frage komme. Für die Stellvertre- j, daß es so kur; vor den ein werde, eine definitive
für die
ein Privatvertrag ohne Exekutiv- Neubesetzung in Fi „ ine, ebensowenig könne dies auch tung spreche die Erwägung, chung. Jede Abrüstungs- i Neuwahlen kaum möglich je Kontrolle. Diese Wahl zu treffen.
Ebensowenig wie i mittel bestehen könne, eben eine internationale Abmach ., abmachung benötige also eine Kontrolle, internationale Kontrolle, das beteuerte er im Namen Frankreichs in Genf, wurde Frankreich annehmen, sobald eine internationale Abma chung zur Herabsetzung der Rüstungen, an deren Fertigstellung er arbeite, unterzeichnet sein werde. Von Deutschland müsse man mindestens verlangen, daß es eine solche Kontrolle ebenfalls übernehme im Hinblick auf die bereits bestehenden Abrüstungsabmachungen in Bezug auf die entmilitarisierte Rheinlandzone, wie sie in Versailles festgelegt und in Locarno bestätigt worden seien. Es handele sich aber nicht um eine internationale Militärkontrolle, sondern um einen von einem internationalen Organ, dem Deutschland an- gehöre, dem Völkerbund, ausgehende Kontrolle.
Deutschland werde zweifellos nun einwenden: „Aber die Entmilitarisierungszone gibt es ja nur auf einem Gebiet". Allerdings. Aber sie fei doch
Nach einer Meldung der „Voss. Ztg." hat der Reichspräsident den Wunsch geäußert, vor feiner Entscheidung noch einmal Dr. Geßler zu empfangen.
Dinge ergeben sind.
Aehnlich urteilt der „Quotidien", der in der Demission Dr. Geßlers ein Unterpfand des guten Willens Deutschlands erblickt.
„Echo d e P a r i s" und der „A v e n i r" warnen hingegen vor dem übereilten Optimismus und meinen, daß der Nachfolger des Reichswehrmi- nisters, wer es auch sein möge, genau die gleiche Politik betreiben werde wie seine zwei Vorgänger, der Sozialdemokrat Noske und der Demokrat Geßler.
vorhanden.
Selbst wenn man zugebe, daß dies Deutschland in Versailles nur geduldet habe, so habe es das doch in Locarno angenommen, und das sei der sicherste Gewinn der französischerseils gebrachten Opfer, das wirksamste Friedens- unterpfand der beiden Länder und sei geheiligt.
Ein Avtiker Dv. Givelemanns
London. 15, Jan. „Sunday Chronicle beröffentlidyt einen Artikel Dr. Stresemanns, worin es unter anderem heißt: Niemand im heutigen Deutschland kämpft für die Wiederherstellung der alten Ordnung der Dinge. Die Irrtümer und Schwächen dieser alten Ordnung liegen offen zu Tage. Was aber große Teile des Volkes im neuen Deutschland verlangen, ist, daß das, was groß und ehrwürdig im alten Deutschland war, Achtung genieße. Weiter heißt es in dem Aufsatz: Für mich bedeutet Locarno ein Zustand dauernden Friedens am Rhein, der begründet ist auf der feierlichen Verpflichtung der beiden großen benachbarten Nario- Men, aus dem Gebrauch von Gewalt zu verzichten, eine Verpflichtung, die von anderen Nationen verbürgt wird durch das Versprechen, derjenigen von
ng«. Die Irrtümer und
Ordnung liegen offen zu
beiden Nationen, die trotzdem Opfer seiner Gewalttat werden sollte, mit den Waffen zu Hilfe zu kommen. Dieser Gottesfriede der für ein Gebiet geschlossen wurde, das während Jahrhunderten von Krieges verwüstet wurde, kann und sollte zum Grundstein der Zusammenarbeii zwischen diesen beiden beim Werk -er Förderung des Friedens werden. Aber eines muß gejagt werden: Die Vorkämpfer dieser Ideale werden schließlich nicht siegreich sein, wenn Jahr für Jahr fremde Bajonette auf dem Boden des Landes verbleiben, das, trotzdem es unterlegen ist, jeden Gedanken an Rache preisgegeben hat und sich dem Werke des Friedens widmet.
Die deutktb-polttttche« tMvt- itbaftSvevbandlunsen
Marschau, 15. Jan. Die polnische Telegraphenagentur verbreitet folgende Mitteilung: In der Presse sind Nachrichten erschienen über angebliche neue Schwierigkeiten bei den Wirtschastsverhand- lungen mit den deutschen Vertretern. Demgegenüber stellt die polnische Abordnung fest, daß die Verhandlungen einen normalen Verlaus nehmen, ohne daß vonseiten der deutschen Delegation irgendwelche besonderen Schwierigkeiten hineingetragen werden. Es müsse aufgrund des bisherigen Verhandlungsverlaufes festgestellt werden, daß beide Teile von vollem Verständnis für die bestehende Lage und von dem besten Willen erfüllt sind, die Folgen des Wirtschaftskrieges in der allerkürzesten Zeit zu beseitigen.
rterchsgvüttdungssekev d. Deveitts Deutiebev Studenten in Vevlin
Berlin, 15. Jan. Heute vormittag fand in der Sing-Akademie eine Reichsgründungsfeier des
Vereins Deutscher Studenten in Berlin statt, an der zahlreiche Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, sowie der Professorenschast der Universität teilnahmen. Die Festrede hielt Ober- studienrat Dr. Gotthard O st. Er betonte, daß das deutsche Volk aus der Vergangenheit den Glauben
an sich selbst entnehmen müsse. Wir bedürfen der Ehrfurcht vor der Vergangenheit. Der 18. Januar lei eine eindringliche Mahnung daran, daß die deutsche Einheitsbewegung die schwerste und die opferreichste war. Bei dieser Bewegung müsse man insbesondere Preußens gedenken, ohne dessen eisernen Willen zur Staatenbildung sich das Reich nicht denken lasse. Nach der Festrede ergriff Prof. Dr. Herrmann Csaki aus Herrmannstadt, der Leiter des
gung müsse man ohne dessen eiser-
Kulturamtes der Deutschen in Großrumänien, das Wort, um die Stammes- und Volkskultur der Ausländsdeutschen zu schildern, die überall unter fremden Völkern im Kampfe stünden.
weltkviedenstas dev âviess- teiinebmer
Paris, 14. Jan. Der Vorstand der Jnternario- nalen Konferenz der Kriegsbeschädigten und ehemaligen Frontkämpfer, in der 20 Verbände aus zehn verschiedenen Ländern zusammengeschlossen sind, hat heute nachmittag beschlossen, für den 2. Septeniber 1928, also eine Woche vor dem Zusammentritt des Völkerbundes, einen internationalen Friedenstag zu veranstalten. Der Vertreter der Nationalen Versim- gung der deutschen Kriegsbeschädigten und ehemaligen Frontkämpfer, Marcke, hat den französischen
Verbänden für die zuteil gewordene herzliche Aufnahme gedankt. Er stellte fest, daß vollständige Uebereinstimmung unter allen Delegationen über die Bestrebungen der internationalen Konferenz der Kriegsbeschädigten und ehemaligen Fronkkämfer zu» Oraanisieruna des Friedens bestehe.
gunsten einer
läufer für die Neugestaltung b^ -bezieh zwischen Pkeußen und dem Reich, d. h. für ote Kernfrage des 'Sangen, deren Lösung au, der Konferenz natürlich noch nicht gesunden wer den kann. Die Konferenz wird ferner Ge leaenbeit bieten, den Landern, ute Pfsicht, zu sparsamster Wirtscha.t n ich Einmal mit j m Nachdruck emzuschärsen. ^n diesem P.niTe scheint die Konferenz schon eine gewisse Vm Wirkung gehabt zu habest, denn Dayern ha bereits die Emschr u-tung - nec Verhüllung-- ausgaben in recht onsehnl '.cm Umfang: in
-Angriff genommen
Neben der Verwaltungsreform reifen auch andere Probleme zur Entscheidung heran. Reickstag wird am Donnerstag wieder zuja. - mentreten und es ist gar nicht zu verkennen. ^aß e7ne gewisse innerpolitische Spannung .m Werden begriffen ist die sich im Laufe der nächsten Zeit wohl noch steigern und die sachlichen Arbeiten des Reichstages nicht gerade günstig beeinflussen wird. Man ist mnechalb der Koalition über den Paragraph 16 des Reichsschulgesetzes hinweggekommen und man wird die Bestimmungen über die kirchlichen Rechte inbezug auf den Religionsunterricht der Bekenntnisschule in den nächsten Tagen un Bildungsausschuß des Reichstages verabschieden und damit abermals einen Siem des Anstoßes aus dem Wege räumen. Aber es bleibt der Paragraph 20 des Reichsschulgesetzes und es bleibt mit ihm die allem Anschein nach unlösbare Frage, wie sich das Zentrum und die Deutsche Volkspartei über die Behandlung der Simultanschule in den eigentlichen Simultanschulländern einigen sollen. Wenn daran auch keineswegs die Koalition zu scheitern braucht, wenn zwar nicht die Einigung, wohl aber ein Ausweichen vor dem Bruch immer noch im Bereiche der Möglichkeit liegt, so weiß doch heute nock niemand, wie das Schiff der,