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HanaueMnzeiger

E^G^eneral-Älnzeiger fürA^^anau «Stadt und Land

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Menstas de«

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' L« unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinungstag« der Anzeige wird kein« Gewähr geleistet., Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956, 3937,3938

10. Lermas

1928

Das «errette.

Die Hauptverwaltung der Reichsbahn feierte gestern das Svjährige Bestehen des Archivs für Eisenbahnwesen.

Der Mitbesitzer der Villa in Dahlem, in der NH am Sonntag die Explosionskatastrophe ereignete, Generalkonsul Weingärtner, ist wegen fahrlässiger Tötung verhaftet worden.

S _ Die Deutschnationale Volkspartei begrüßt in einer offiziösen Auslassung den Aufruf desBundes zur Erneuerung des Reichs" als einen weiteren Sei« trag zur Lösung dieser drängendsten aller nationalen Fragen aufs wärmste.

ß Sowjetrußland will 30 Oppositionsführer, da­runter Trotzki, Sinowjew und Rakonowski, nach Sibirien verschicken.

In einer Kohlengrube in Westfrankfort (Illi­nois) sind durch eine Explosion 100 Bergleute ein­geschlossen worden. Einzelheiten fehlen noch.

VeeuSens LandwiEcha-iseiat vor dem sSauvtausschutz

Berlin, 9 Jan. Der Hauptausschuß des Preußischen Landtags begann heute nach­mittag die Vorberatung des Haushalts für 1928 mit dem Landwirtschaftshaushalt. Der Bericht­erstatter Dr. Hoesch (Dntl.) gab zunächst ein Bild von den Veränderungen des Haushalts gegen das vorige Jahr. Danach ist die diesjährige E r - höhung von rund neun Millionen Mark in der Hauptsache entstanden durch die Ver-

herzustellen. Auf dem Gebiete des landwirtschaft- Forschungsinftitute a. Der Düngerver-

lichen Schulwesens und der s müsse vom Staate mehr geschehen, brauch müsse erheblich gesteigert werden.

brauch müsse erheblich gestrige der Verschuldung der Landwi

E-wretmtAattd «MM die SVNsWrsttsfühVsv nach

Grbèvken

)asB. T." meldet aus Moskau: Die Staals- id ist zur Verschickung zahlreicher führender önlichkeiten übergegangen. 30 ihrer hervor­ragendsten Mitglieder haben bereits Befehl zur Ab­reise erhalten, ohne genaue Angaben ihres Bestim­mungsortes. Jedoch ist das ganze unwirtliche euro- Msche und asiatische Ruhland in Anspruch genom­men worden, von Archangelsk bis Mittelasien und Sibirien. Ein Teil der Verurteilten ist bereits de- portiert. Es besieht nicht mehr der mindeste Zweifel, d Trotzki, Radek, Kato tue amene w und Sinowjew usw. verbannt »erden sollen. Rakowski soll im Gouvernement jatka, 500 Kilometer entfernt von der nächsten ahnstation, untergebracht werden.

DettöiÄrttaièottalett« den Vund zuV GvttSttevttng des

1 KeiGes"

Mehrung der Beamten und die Erhöhung tengehälter. Für landwirtschaftliche Kult beachtliche Erhöhung nicht vorhanden. Veterinärwesen seien etwa 900 000 Mark mehr ein­gesetzt. Die Lage der Landwirtschaft in Preußen sei katastrophal, und zwar nicht nur beim Groß­grundbesitz, sondern besonders auch beim kleineren und mittleren Besitz. Am schwersten in Not feien die Betriebe zwischen 520 Hektar. Die Not fei verur- facht durch die verkehrte, zu spät durchgesührte Zoll- und Handelspolitik der Nachkriegszeit.

Peters-Hochdonn (Soz.) bemängelte u. a. die Geschäftsgebarung der Preußi chen Zentralgenosien- schaftskasse. Diese habe den Großgrundbesitz bevor­zugt. Hier müsse nötigenfalls eine Aenderung in der Leitung eintreten. Die Preise für Stickstoff müßten herabgesetzt werden, damit der Verbrauch zunehme. Die Wirtschaft dürfe mit sozialen Lasten nicht über- bürdet werden. Abbau der Realsteuern und Ein­führung von Gemeindezuschlägen zur Einkommen­steuer seien notwendig. Der Landwirtschaft müsse aus staatspolitischen Gründen geholfen werden. Ohne staatliche Entschuldungsaktion sei die Land-

I der Beam- itur sei eine Nur beim

bevor-

I gleichfalls auf die drin­gende Notwendigkeit, im Interesse der deutschen Wirtschaft die Rentabilität der Landwirtschaft wieder

ndwlrtschaft, die 13,9 Mil­liarden im ganzen betrage, sei eine Regelung im Sinne der Fundierung durch Dauerkredite notwendig. Der Redner befürworte einen Antrag seiner Partei, daß während der Erntezeit Zwangs­versteigerungen verboten würden, damit die Land­wirtschaft ruhig wirtschaften könne. Das Wasser­bauprogramm, fifr das eine große Zahl von Plänen vorläge, müsse endlich in Angriff genommen werden. Der Großgrundbesitz, der sich nicht halten könne,

müsse enteignet werden.

Milberg (Dntl.) führt« aus, die Not der Landwirtschaft habe schon zur Extensivierung ge­führt. Notwendig sei insbesondere die Förderung des landwirtschaftlichen Meliorotionswesens. Erfor­derlich sei ferner der Abbau der Schullasten. Anfecht­bar fei auch das Programm des neuen sozialdemo­kratischen Staatssekretärs. Danach sei nur Siedlung und Pachtfchutz in der Landwirtschaft notwendig. Demgegenüber müsse festgestellt werden, daß die erste und unerläßliche Voraussetzung für eine Besse­rung sei, daß die Landwirtschaft wieder rentabel gemacht werde.

Roeingh (Ztr.) schilderte die katastrophale Lage der Landwirtschaft, die in stetig wachsender Verschuldung begriffen sei. 12,9 Milliar- d« n Mark! Eineinhalb Milliarde Mark in einem einzigen Jahr mehrl Seit 1924 eine Neuverschul- bung von acht Mistiardenl Für dar, MolkereiivLfen müsse vom Staat mehr getan werden.

Die Beratungen werden morgen fortgesetzt.

Die deutschnationale Pressestelle schreibt zur Gründung des Bundes zur Erneuerung des Reiches: Die deutschnationale Volkspartei begrüßt den Aufruf desBundes zur Erneuerung des Reiches" als einen weiteren Beitrag zur Lösung dieser drängendsten aller nationalen Fragen auf Idas wärmste. Das Kernstück der Erläuterungen Dr. Luthers zu dem Bundesprogramm bildet die Be­seitigung des unorganischen Nebeneinanders der Zentralgewalten des Reiches und Preußens. Als Ausweg aus diesem Dualismus hat die deutsch­nationale Volkspartei die Personalunion zwischen Reichspräsidenten und preuß. Ministerpräsidenten Dowie die Aemter des preußischen Ministerpräsiden­ten und des Reichskanzlers vorgeschlagen. Die deurschnationale Partei wird bei der bevorstehenden Konferenz der Ministerpräsidenten allen Vor­schlägen ihre Unterstützung leihen, die als Wegbe­reiter für das große Programm desdritten Reiches" gelten dürfen. Sie wird sich keinem Vor- Mcge vec'^.en, der g»:grei erlahm Volk und , Staat enger zu verbinden und die von der Ge­schichte geprägte deutsche Staatsform sich lebend ss Entwickeln zu lassen.

ieitrag zur Lösung malen Fragen auf

GsstoKon in einem ameriS KeMnSevsiveve

ICC Vevglente elttseßGlofsett

Das Tbevmometev dev deutsch - svamdMcheu Nezsehuttsett

Bon Dr. Karl Alehrmann, Koblenz.

Die beste Probe auf das innerliche Verhält­nis zweier Menschen zueinander ist die Pflicht, die der eine dem andern gegenüber zu erfüllen hat. Es ist deshalb nicht das Locarnoabkom­men, an dem man den Grad der Wärme in den Beziehungen Frankreichs zu Deutschland ablesen kann. Es sind nicht die Reden im Genfer Völkerbundssaal, die die Höhe der Quecksilbersäule bezeichnen. Man muß das Meßinstrument dahin stellen, wo sich die deutsch-französischen Interessengegensätze am nachbarlichsten berühren. Weder Locarno noch Genf erinnern die Franzosen sonderlich -an Pflichten, die sie dem Deutschen Reiche gegen­über eingegangen sind. Erst wenn man die Franzosen an unser Recht auf völlige Räu­mung erinnert, wie es durch die gänzliche Ent­waffnung, das Locarnoabkommen und den Dawespakt begründet ist erst dann sinkt das Thermometer bps französischen Wohl­wollens im Sturze. Nach wie vor orientiert sich die französische Politik nach der Rhein­grenze. In der Tat und nach dem Wortlaut des Versailler Diktates ist die Besetzung am Rhein nur ein Pfand für die Durchführung der Friedensbedingungen. Und dieses Pfand muß zurückaegeben werden, sobald das Deutsche Reich tm Erfüllen der Bedingungen begriffen ist. Für die französische Politik hin­gegen ist die Fortdauer der Rheinbesetzung ein Mittel, um die französische Vorherrschaft auf dem europäischen Festlande zu begründen. Sie wird chr zum Instrument, um Polen gegen die friedlichen und nach der Bölker- bundssatzung zulässigen Revisionswünsche Deutschlands zuschützen", und sie wird ihr zur Waffe gegen das österreichische Selbst­bestimmungsrecht auf Anschluß an das Deutsche Reich, ja, sie wird zum diplomatischen Handwerkszeug bei den weltpolitischen Rei­bungen mit England und Italien am und im Mittelmeer.

Ablehnung in bavvisshen Keglevunsskvelien

München, 9 Jan. In einem Kommentar zu der Meldung von der Konstituierung des Bundes zur Erneuerung des Reiches bemerkt dieBayrische Staatszeitung" u. a., daß man, soviel sie unterrich- M sei, in den maßgebenden bayrischen politischen Kreisen dem neuen Bunde als überflüssig ablehnend Megenüberstehe.

Dv. Luthev bei Dv. Bvaun

Berlin, 9. Jan. Der Vorsitzende des neuen Hundes zur Erneuerung des Reiches Dr. Luther Nt heute dem Ministerpräsidenten Braun einen Much gemacht, um den Chef der preußischen «toat-regierung über die Ziele der Arbeitsgemein- Mft zu unterrichten. Nach der Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin wird eine solche Vor- s^uche auch bei Dr. Marx erfolgen. Hierzu bemerkt , 3 " noch, daß die Reichsregierung schon Jochen über dir Vorarbeiten zur Gründung oes Bundes laufend unterrichtet wurde.

& "£ A. Z." no

Siebe« das «GtBlal des SteèGs- sGulsefedeS

hn« 2an. Das VDZ.-Büro teilt mit: Ueber Schicksal des Reichsschulgesetzes hatte Reichs- ?"Ä^r von Keudell heute im Reichstage eine yJDQl* Besprechung mit einzelnen Abgeordneten. fAn« âschcmdlungen des interfraktionellen Aus- über diese Fragen beginnen am Dienstag tn^cun& werden in den folgenden Tagen ' lgesetzt werden. In den Kreisen der Regierungs­parteien beurteilt man die Aussichten über die Ntgung über die Streitfragen des Schulgesetzes

West-Frankfort (Illinois), 9. Jan. In einem Kohlenbergwerk der Industrial Lool-Lompany er­eignete sich in einer Tiefe von 600 Fuß eine schwere Explosion. Von der 700 Mann starken Belegschaft konnte sich der größere Teil retten. 93 Arbeiter wurden jedoch durch Rauch und Kohlenstaub abge- schnitten. Man befürchtet, daß eine Anzahl von ihnen getötet oder verletzt worden ist.

West-Frankfort, 9. Jan. Die bereits gemeldete Bergwerksexploston erfolgte in einer Entfernung von etwa einer Weile vom unteren Ende des

L.

diesmal optimistischer und erwartet, daß diese Cini- Sin wenigen Tm ihme, daß berei

igen fertig vorliegen wird. Die _____________ ...>its formulierte Vorschläge der Regierung vorlägen, die morgen dem interfraktio netten Ausschuß unterbreitet werden würden, ist allerdings nach unseren Informationen nicht richtig. Diese Formulierung soll erst im interfraktionellen Ausschuß gesucht werden.

Das Lentvum Mi wesen der SchnlauMtht

Neustadt a. d. 6., tumspartei veranstalte! welchem der güb

9. Jan. Die

___jte ihren vierten Parteitag, an -rer der Reichstagsfraktion, vvn Guèrmvd und der Reichsl-agsebgeovdnete Esser teil« nahmen, von Gurèvavd betonte, daß die Zest- trumspartei an der Frage der kirchlichen Beauf­sichtiguna des Retigivnsunterrichts selbst auf die Gefahr hin fefthalte, daß die RLgierungskoalition in die Brüche gehe.

Den breitesten Raum in den Verhandlungen nahmen die Beratungen über das Regensburger Abkommen zwischen Zentrum und Bayerischer Volkspartei ein. Bekanntlich war von Gusmrd an dem Zustandekommen der R^ensburger Verein­barungen in hervorragender Weise beteiligt. Eine einstimmig angenommene Entschießung erklärte, das pfälzische Zentrum bedauere, daß seine Mindestfor­derungen bei den Regensburger Vereinbarungen nicht angenommen werben konnten, versichert aber eine loyal« Mitarbeit an der Durchführung dieser Beschlüsse im Hinblick auf eine künftige Einigung des deutschen Katholizismus in der alten deutschen Zentrumspartsi.

von Guerard erklärte, das Zentrum sei eine republikanische Partei und eine dauernde Zusam­menarbeit mit der Bayerischen Volkspartei sei nur möglich, wenn sich diese ehrlich auf den Baden der Weimarer Verfassung stellt.

Schachte«, kurz nachdem bie Tagesschicht um 7.30 Uhr die Arbeit begonnen hatte. Man versucht, die Ventilation der Grube wieder In Gang zu sehen, um die Lage der Verschütteten zu erleichtern. Am Grubeneingang warten etwa 1500 Personen, meistens Angehörige der Verschütteten, auf weitere Nachrichten.

West-Frankfort, 9. Jan. Ein Mitglied der Rettungsmannschaft berichtet, daß es in dem Berg­werk, in dem sich die Explosion ereignete, 21 Leichen gezählt habe.

Die E«teig«uttS von Narnücken

Berlin, 9. Dez. Das LDZ.-Büro teilt mit: Der Städtsbauausfchuß des Preußischen Landtages fetzte die Arbeit am Städtebaugsfetz bei den Bestimmungen über die Ent­eignung von Baulücken fort. Ein Antrag der Deutschen Volkspartei, Der nur die Zulassung von Ortssatzungen wünscht und im Einzelfall die Ent­scheidung dem Bezirksausschuß übertragen will, wurde abgelehnt. Nur ein Zusatz der Deutschen Volkspartei wurde b schlossen, wonach die Enteig­nungsvorschriften des Geier,es auch auf Eckgrund- stücke Anwendung finden sollen, trenn die Straßen- front an beiden Straßen zusammen nicht mehr als 80 Meter beträgt. Dagegen wurde ein Antrag der Deutschnationalen, die Größe der Baulücke, für die die Enteignung zulässig ist, von 50 auf 30 Meter herabzusetzen, 'obgelehnt. Am Dienstag soll die Be­ratung über die Enteignung von Fabriken fortge­setzt werden.

Will man ItvischenfSUe bevaus- fovdevn ?

Schärferer Ton bei der Besatzung?

Einer Korrespondenz-Meldung aus Worms zufolge ist vor einiger Zeit von der Armesleitung der Besatzung an die einzelnen Truppenteile eine Verfügung ergangen, in der gefordert wird, daß das Verhältnis zwischen Besatzung und Zivilbevöl­kerung militärisch straffer gehalten werden müßte. Alle Vertraulichkeiten und Nach­sichtigkeiten hätten zu unterbleiben und das Prestige der Besatzung müsse im äußeren Verhalten der Offiziere deutlich gewahrt werden. Vor allem wird beanstandet daß der Geist der Trup­pen durch den freundschaftl. Verkehr mit der Zivil­bevölkerung gelitten habe und gefordert, daß eine größere Distanz einzunehmen sei.

der

Am 5. Januar 1927 begann die französische Generalität den Pressefeldzug gegen den vor­zeitigen Abmarsch vom Rhein. Es bedurfte monatelanger deutscher Bemühungen, um die französische Pressepolemik zur Anerkennung der juristischen Verbindlichkeiten der Versail­ler Bestimmungen auch für Frankreich zurück­zuführen. Heute, im Januar 1928, ist die Pa­riser Rechtspresse wieder zu dem Bestreben zurückgekehrt', das Rhein-Interesse Frankreichs frei von jeder Versailler Vertragsverpflich­tung zur Schranke des deutschen Rechtes auf

tung zur Schranke des deutschen Rechtes auf Räumung zu machen. Wie ging diese Rück- wärtsbewegung vor sich? Man weiß, daß die deutsche Reichspolitik in der September- wie in der Dezembertagung in Genf darauf ver­zichtet hat, die Räumungsforderung vor der Oeffentlichkeit mit demjenigen Nachdruck zu erheben, der aus dem deutschen Rechte heraus- zuholen war. Es ist ebenfalls bekannt, daß die

zuholen war. Es ist ebenfalls deutsche Reichspolitik bei b kommen durch die Absicht bestimmt wurde, die französische Wahlbewegung nicht durch eine offizielle diplomatische Räumungserörterung zu erschweren. Man muß diese deutsche Zweck­politik im Äuge behalten, wenn man die mit dem Jahresbeginn in Paris einsetzende Be­wegung der dortigen Rechtspresse richtig wür- d'gen will.

In seiner Neujahrsansprache hat der Reichs­präsident v. Hindenburg auf die Unhaltbar­keit der weiteren Besetzung deutschen Gebietes ' ' [te damit dem Beispiel,

diesem Entgegen-

hingewiesen. Er folgt das Reichskanzler Ml schuß für die besetzten Gebiete am 9. Dezem­ber vorigen Jahres gegeben hatte. Am 2. Ja­nuar ging Hervë in derVictoire" auf das deutsche Räumungsverlangen ein. Er verweist auf das kürzlich erschienene BuchFrieden oder Krieg?" des Generals Denvingtes, der in der Ruhrkampfzeit Helfershelfer des franzö­sischen Oberkommandierenden am Rheine war. Es scheint, als ob Denvingtes und sein Buch, das damit auch der deutschen.Beachtung wert wird, zu Kronzeugen für die Vertragsbrüchige Opposition der räumungsgegnerischen Rechts- preffe Frankreichs erhoben werden sollen. Herve setzt seine Hoffnung auf Wahlerfolge der deutschen Kommunisten, Sozialdemokraten und Demokraten. Er hütet sich sehr wohl, die Räumung des noch besetzten Gebietes für die­sen Fall auch nur mit einem Worte zu ver­sprechen. Bei einem etwaigen Wahlsieg der deutschen Linksvarteien faßt er nur folgendes

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