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gestellt wurde. In der Verhandlung bestritt der Zeuge ein sträfliches Verhalten; die Tochter aber nachte anderslautende Bekundungen. Nach Ansicht des Gerichts konnte die Mutter annehmen, daß di« Tochter vergewalttgt worden fei, aber sie forderte das Geld für eine angeblich notwendige Operation 2% Jahre nach dem Vorfall. Wenn die Tochter eine Operation notwendig gehabt hätte, so wäre sie sicher zum Kassenarzt gegangen. Die Mutter wurde zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt und ihr eine »rehährige Bewährungsfrist^ bewilligt.

«leine Frankfurter Rundschau.

: Am Dienstag abend verschied an einem Ge- Hirnsckflag der Königlich Bulgarische Generalkonsul Paul H. Loewenthal im Alter von 56 Jahren. Der Berftorbene. der Inhaber der Fabrik Friedmann Nächst in Hanau war, hat in den Kreisen der Fabrikanten der Juwelenbranche eine führende Rolle gespielt.

In einem Hause der Mainkurstraße geriet in einem Lagerraum ein Behälter mit Benzin in Kranb. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Flammen bereits ziemliche Ausdehnung genommen und auch Oel in Brand gesetzt. Trotzdem gelang es nach kurzer Zeit, das Feuer zu lokalisieren, so daß größerer Sachschpden nicht entstand.

Freitag den 0. Januar 1928

5. Jan. Gestern mittag entgleiste vor inlich infolge der ein»

Offenbach, 5. Jan. Gestern dem Hauptbahnhof, wahrschei: getretenen Glätte der Schiene , _

wagen und lief auf das Hauptportal des Haupt- bahnhofes zu. Glücklicherweise ist niemand be- ^TB^ebab^ Jan. Als in der Silvesternacht Landesbaurat a. D. Fridolin Sauer mit seinen Familienangehörigen von einer Feier in seine Woh- m'.ng zurückkehrte, mußte er die Wahrnchmung machen, daß Diebe dieselbe heimgesucht hatten. In­folgedessen geriet der alte Herr in eine solche Er- regung, daß er einen Schlaganfall erlitt und sofort tarb. Der Verstorbene, der im 70. Lebensjahre tand, war früher bei der Wegebau-Zentralverwal- ung der hiesigen Landesverwalttmg tätig, später mürbe er Vorstand des Lanüesbauamts Wiesbaden.

Blahn, 5. Jan. Das für die Kostheimer Zellulose- Fabrik bestimmte SchiffHochfeld", mit Schwefel­kies beloben, fuhr sich auf der Fahrt zur Löschltelle ~ ' ihafemnündung dieser Fabrik fest.

lang es nicht, das Fahrzeug los-

denen, ein Straßenbahn-

Jahre alten Georg Bernhardt aus Nisder-Beerbach bei Darmstadt gelandet. Bernhardt war in Bingen bei der Oberförsterei beschäftigt und wüthe zuletzt am 15. November in Mainz gesehen. Seit dieser Zett war er verschwunden. Da dae Leiche schwere Kopfwunden und Strongulationsmerkmale aufwies, und außerdem einen Strick um den Hals hatte, ist ein Mord nicht ausgeschlossen.

Diez, 5. Jan. Einer exemplarischen Strafe dürfte ein junger Mann aus dem benachbarten Dorf Holzheim entgegensehen der von zwei Eisen­bahnfahndungsbeamten und einem Landjäger als derjenige ermitttelt wurde, der am Neujahrstog einen Stein gegen einen Triebwagen der Aarbahn

einen Stein gegen geworfen hotte, n) und ein Fahrgast im Rücken getroffen wurde.

wodurch eine Scheibe zertrümmert

Darmstadt. 5. Jan. Zwei junge Leute im Alter von etwa 20 Jahren beschlossen, da ihr Verhältnis von den Eltern des jungen Mannes nicht geduldet

Alein-âroheuburg, 4. Januar. Am Sonntag, 8. ötrniirar, nachmitt^s 3 Uhr, veranstaltet der Steno- gpaphenverern .Gabelsberger" Klein-Krotzenburg, im Saalezum weißen Röß" eine Theatenauffüh vung. Zur Aufführung gelangt das einaktige schau, spielGeächtet sowie ein Lustspiel in 3 Auszügen Die überraschten Ausflügler, oder bde Stenographie als Ehestste rin". Das Lustspiel wurde von dem Borsitzeân des Vereins Herrn Heinrich Klein, ver­faßt und in Szene gesetzt. Der Verein bietet alles auf mn die Besttcher zufrieden zu stellen.

kurz vor der Mainhofenmündung dieser Fabrik fest. Zwei Dampfern gelang es nicht, das Fahrzeug los­zubekommen. Das SHff muß jetzt mittels eines Schwimmkranes aufgeleichtert werden Ein fran­zösischer Soldat hatte in einer Wirtschaft in Mainz ein deutsches Mädchen, das feiner Einladung zu einem Stelldichein keine Folge leistete, mehrmals ins Gesicht geschlagen. Ein französischer Unter- dazwischen und mehrte weitere Miß­handlungen ab. Nun wandte sich der Soldat gegen den Unteroffizier, beleidigte ihn und schlug noch ihm. Das Kriegsgericht verurteilte den Soldaten dafür zu einem Jahr Gefängnis.

Bingen, 5. Jan. In dem benachbarten Drom- mersheim wollte gestern vormittag die 7 Jahre alte Margarete Dickerscheidt, während die Mutter zum Markt nach Bingen gefahren war und der Vater Nachbarn beim Dreschen Hilfe leistete, den Christ­baum anzünden. Hierbei gerieten die Kleider des Kindes in Brand. An den erlittenen Brandwunden ist das Kind in der vergangenen Nacht gestorben.

Bingen, 5. Jan. Im Rhein bei Boppard wurde die Leiche des seit 15 .November vermißten 30

ins Gesicht geschlagen, offizier sprang dozwrsche

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i, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Sie sich in der Nähe des Hauptbahnhofs an Stellwerk auf die Schienen, um sich von dem

aus Fmnkfurt kommenden Zug überfahren zu lassen. Der aus Worfelden stammende junge Mann wurde von dem Zuge erfaßt und sofort getötet, während das aus Darmstadt gebürtige Mädchen chrscheinlich durch den Körper des jungen Mannes zur Seite geschleudert wurde. Sie wurde noch bei Bewußtsein mit inneren Verletzungen in das Darmstädter Krankenhaus gebracht. Ob die Ver­letzungen lebensgefährlich sind, steht noch nicht fest. Die Leiche des jungen Mannes wurde nach der

wa

Leichenhalle auf dem Waldfriedhof verbracht.

Raubüberfall bei ^mpinflL

Berlin, 5» Jan. Der Arbeiter Ranau bedrohte heute abend den Pagen am Eingang des Wein­restaurants Kempinski am Kurfürstendamm mit einer Pistole. Als die Kellner ihm die Waffe ent­reißen wollten, lößte sich ein Schuß und die Kugel drang dem Oberkellner in die rechte Hand. Der

Nr. 5

, ....................---

Täter wurde schließlich kampfunfähig gemacht uy> zur Polizei gebracht.

Wie das B. T. meldet, handelt es sich bei dl, aufregenden Szene, die sich gestern in dem>x, lokal von Kempinski am Kurfürstendamm abspiel^ um einen Raubüverfall. Die Gäste wurden v», einem jungen Burson, der mit vorgehaltenei, Revolver in das Lokal eindrang, zur Hergabe ihr« Wertsachen aufgefordert. Der Geschäftsführer Leer hard Fürst stürzte sich auf den Täter. Er versuch ihn zu Boden zu schlagen, doch in diesem Augenblit gab der Bursche drei scharfe Schüsie auf den Ax greiser ab, und brachte ihm eine Schußverletzu^ an der Hand bei. Fürst und den hinzuspringende- Gästen gelang es dann, den Räuber zu übs wältigen und ihn der Polizei zu übergeben.

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