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JZonfag den 2. Januar iszb
Seile 11
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Aus flOtt Welt.
film — die künftige Domäne der atonalen
611 Es gibt Menschen, die für Musik durchaus un- “ ° - »mviindlich sind; wenn aber wahrend des Ab- 8ns eines Films die Musik plötzlich aufhört, " " Jruriadjt ihnen das ein Gefühl unerklärlicher (,„re Andererseits kann die spannende Handlung eines Kino-Dramas selbst den feinhörigsten Fach. 3 b* Estker im Augenblick derart fesseln, daß er die 1 q gleitende Musik gar nicht mehr beachtet. Auch »k wird, setzt die Musik aus einmal aus, diese ein- eiln getretene Stille mit Unbehagen erfüllen. Beiner- ■ tehsmerte Beobachtungen machte in dieser Be» ;; UMN§ der vielseitige Komponist Walter Harbur. bi* u. er ist überzeugt, daß ein großer Test der Arkungsstärke eines Films überhaupt auf die » begleitende Musik zurückgeführt werden muß. Die Wit Filmmusik darf nach seiner Ansicht die Handlung >n «icht „illustrieren" trollen; ihre Aufgabe liegt M Kirin, den Rhythmus der Bilderaufeinanderfolge nicht zu stören, ihn sinngemäß und sinnsteigernd Kni tu unterstützen, vor allem aber die geradezu be- m drückende Totenstille zu überbrücken, mit der ein , % piusiklos ablaufender Film auf den Zuschauer wirkt Gewissen Stellen fresiich gibt das zeit- ' « »eilige Schweigen der Musik einen besonderen w Nachdruck. Ganz abgesehen davon, daß sich die Ä klassische Musik mit ihren unserem Ohr angenehmen M Übergängen und Tonschlüffen auch nicht immer G leiem Vorgang und jedem Bildwechsel im Film A Wilkommen anpaßt, eignet sie sich auch nicht mehr Sir die allerneuesten Darstellung«» aus dem J heben unseres Maschinenzeitalters; hierfür ist eben )die „musikalische Prosa", wie Harburger die ato- . nale Musik nennt, die richtigste Begleitung. Zum
1 Semeis, wie sich die in den allermodernsten Vor- 3 siihmngen gebrachten kinematographischen Folgen ton bloß geometrischen Formen und anderen, ohne «edanklich-handlungsmäßigen Zusammenhang ste- lenden Formgebilde musikalisch begleiten lassen, >at der Komponist selbst eine „Musik in Prosa" ? B geschrieben, deren Rhythmus allein durch Schlag- ; Instrumente ausgedrückt ist, und die — die neueste —I toee auf diesem Gebiete! — durch von Menschen- I stimmen ausgesprochene Vokale und Diphtongen A nne originelle Färbung erzielt.
1 Poligamie nur mit Erlaubnis der ersten Frau.
Der bekannte amerikanische Ethnologe Dr. W Linton, Leiter des naturhistorischen Museums in Chicago, hat sich zwei Jahre auf Madagaskar auf» ’^KÄlten, um dort die wenig bekannten Sitten der eingeborenen zu studieren. Er hat dabei sehr wich- M tige Beobachtungen gemacht. Bei den Einwohnern M Mn Madagaskar gibt es noch Vielweiberei, die ^MUber durch ganz eigenartige Sitten geregelt ist. Die .'MMe Frau behält während ihres ganzen Lebens eine Vorrangstellung. Sie hat den größten Einfluß ihren Mann, der sich nur mit ihrer Einwilli- ■iKiW eine andere Frau nehmen darf. Diese Er-
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laubnis wird gewöhnlich durch kostbare Geschenke erkauft. Will sich der Mann noch weitere Frauen nehmen, muß die Erlaubnis sämtlicher übrigen Ehefrauen erhalten, was bei einem großen Harem eine kostspielige Sache werden kann. Jede Frau ist berechtigt, ein eigenes Grundstück zu besitzen, und der Mann hat es zu bearbeiten, während er bei der betroffenen Gattin weilt. Der Ertrag des Grundstückes wird zwischen den Eheleuten geteilt. Die religiösen Anschauungen der Eingeborenen von Madagaskar wurzeln in einem Ahnenkult. Götter kennen die Eingeborenen nicht. Im nördlichen Teil der Insel hat jede Familie ein Grab- Haus, dos auf einer Anhöhe gelegen ist Die Luft
jhandelsteil
LDeirreède- «uv Nrw-urseumSvAe.
Mannheim, 30. Dez. Die abgelaufene Berichtswoche, die letzte im Jahre, umfaßt diesmal eigentlich nur zwei GeschäftNage, da in England auch noch am Dienstag die Börsen vollkommen geschlossen waren. Ueber eine große Geschäftstätigkeit ist daher nicht zu berichten und die Preise sind nur eine Kleinigkeit höher als in der Vorwoche. Am gestrigen Donnerstag meldete Liverpool bei fester Tendenz eine starke Erhöhung der Terminkurse und veranlaßte dadurch nach mehrwöchiger Pause eine etwas lebhaftere Geschäftstätigkeit. Im W e i z e n - Cifgeschäft handelte man 79 Kg. Varusso per Januar zu 13.20, 79 Kg. Rosafe per Januar und Februar zu 13.25—13.27%, Manitoba 3, in Rotterdam disponibel, zu 13,60 bis 13.65, Manitoba 4 Pacific, seeschwimmend, Januar» und Februar-Abladung zu 12.92%—12.97% und verlangt ferner für Manitoba 3 seeschwimmend und Januar-Abladung 13.75, für Manitoba 3 Pacific seeschwimmenü und Januar-Abladung 13.70, Manitoba 3 tough, Januar, 13.50, desgl. 4 tough 12.50 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam. In Roggen war einiges Geschäft in Western-Rye 2 per Dezember- Abladung zu 12.35 und von Golfhäfen per Januar- Februar-Abladung zu 12.45 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam. La-Plata-Roggen 73 Kg. per Januar-Febr. und Fsbruar-März-Abladung ist zu 12.45 hfl. cif Rotterdam angeboten. Gerste liegt sehr ruhig. Nr. 2 Canada-Barley, per Dezember-Januar-Ver- schiffung, wird zu 12, Donaugerste 60)61 Kg. 3% seeschwimmend, zu 12.10 und La-Platagersts 61/62 Kg. per Januar-Februar-Abladung zu 12, desgl, 65 Kg. zu 12.15 und desgl. 67 Kg. zu 12.30 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam angeboten. Auch Hafer hatte ruhigen Markt. Man verlangte für plata-faq- Hafer 46—47 Kg, feeschwimmend, 10.25, desgl. Januar-Februar-Abladung 10.05 hfl. cif Rotterdam. In Mais bestand lebhaftes Geschäft in Laplata- Mais und besonders nahe und seejchwimmsnde Ware blieb gesucht. Gehandelt wurde seeschwimmende und an den Seehäfen fällige Partie zu 9.65
ist in dieser Gegend so trocken, daß die Zeichens Mehl. Im Mèhlhand herrschte ziâlich Ruhe nicht verwesen, sondern zujammenschrumpfen und nd die Umsätze nahmen fr inen größeren Umfang vertrocknen. Einmal im Jahre werden die Leichen' an. Für süddeutsches Weizenmehl, Spezial Null, ver umgedreht und auf die andere Seite gelegt, da- lang.è man heute 37.50—37.75, für süddeutsches mit sie, wie die Eingeborenen sagen, nicht müde j Roggen-nchl 34.75—36.50 u$b für süddeutsches Weiwerden, weil sie immer auf derselben Seite liegen । zenbrotmehl 27.50—29.50 RM pe- 100 Kg. waagon- müssen. Vor jedem Unternehmen von Bedeutung rrei Mühle.
begibt sich der Eingeborene in das Grabhaus seiner Familie und betet die Leichen seiner Ahnen an. Die Kleidung ist nach europäischen Ansichten luxe-
riös. Auf Madagaskar wird i viel Seide produziert und bemalt Beinahe alle Einwohner tragen daher Kleidung aus Seide.
von den Eingeborenen yaoen sich mit schönen Mustern : ^chneiüeau^ Dobner traoen daher < "â. An
bis 9.70, ferner per Dezember-Januar- und Febr.- Abladung zu 9.65, per März-April zu 9, per April- Mai zu 8.65 und er Mai-Juni zu 8.70 hfl. cif Rotterdam.
Ruhe. Die
An unseren süddeutschen Produktenmärkten herrschte ebenfalls, beeinflußt durch die Feiertage, Rheinschiffahrt wurde sofort noch den Feiertagen wieder eröffnet, so daß keinerlei Warenverknappung eintrat. In Mannheim disponibler Auslandsweizen wurde zu 28.50—31 and Jnlands-
weizen zu 25.75—26 RM per 100 Kg. waggonfrei Mannheim umgefetzt. In Roggen blieb das Geschäft klein, zumal auch das Mehlgeschäft, wie
meistens zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr keinen großen Umfang annahm. Auslands- roggen ist zu 26.25—26.50 und Inlandsroggen zu
25.50—25.75 RM waggonfrei Mannheim offeriert. Hafer lag weiter ruhig und die Preisforderungen für Inlandsware bewegten sich, je nach Qualität, zwischen 22.25—24 RM per 100 Kg. Gerste blieb in Brauware in guten Sorten gesucht. Für badische, hessische und württembergische Braugerste verlangte man 28.50—29, für pfälzische Herkunft 29—30.50 und für Futtergerste 22.50—23.50 RM per lOO Kg. waggonfrei Mannheim. Mais war stärker gefragt und man forderte zuletzt auf Plata-Mais auf Bezugsschein 21 RM per 100 Kg. Brutto für Netto, einschließlich Säcken, waggonfrei Mannheim.
Futtermittel halten auch in dieser Woche wieder festen Markt bei guter Nachfrage. Die Preise sind etwas höher und stellen sich per 100 Kg. waggonfrei Mannheim: Biertreber 18—18.50, Malzkeime 17.50—18.25, Rapskuchen 17.75—18.25, Palmkernkuchen 19.20—19.30, Erdnußkuchen 24.25 bis 24.75, Trockenschnitzel 11.25—11.50, Sojaschrot 22 bis 22.25, Weizenkleie, feine, 13.75—14 und grobe 14.50—14.75.
Hopfen. Von den Hopfenmärkten ist nichts neues zu berichten. Die Stimmung am Nürnberger Markte war in den letzen Tagen etwas freundlicher, doch nahm das Geschäft nur kleinen Umfang an.
Tabak. Trotzdem der Einkauf der Reste der 1927er Erme in langsamen Tempo weitergehtt
haben sich die bisher bejahten hohen Preise für
u sowohl, wie für Zigarrenmaterial ge-
einigen Plätzen in der Oberpfalz wurden 55—58 RM per Zentner mit Zuschlag bezahlt. Am Bruhrain und Württemberg erzielten die Pflanzer 53—54 RM per Zentner. Die Einwiegungen sind flott. im Gange und die Ablieferungen fallen im allgemeinen befriedigend aus. Schätzungsweise dürfte heute noch ein Quantum von ungefähr 25 00C Zentner bei den Pflanzer liegen.
X Herabsetzung des Büechseldiskontes der schwedischen Reichsbank. Die schwedische Reichsbank hat Den Wechseldiskont von 4 Prozent auf 3% Prozent herabgesetzt.
X Die Zigarren-Mckelformensabrik H. C. Deiner ist jetzt wieder der Finna Conrad Deines junior L-G. angegliedert worden.
X Die amtliche Großhandelsindexziffer vom 28. Dezember 1927. Die auf den Stichtag des 28. Dezember berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber der Vor- woche von 140.0 auf 139.2 um 0.6 o. H. zurück» gegangen. Von den Hauptgruppen ist die Index- Ziffer der Agrarstoffe um 1.9 v. H. auf 134.1 (136.7 in der Vorwoche) gesunken. Die Indexziffer für Kolonialwaren hat um 0.2 v. H. auf 130.2 (129.9) und diejenige für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0.3 v. H auf 134.2 (133.8) ängezogen. Die Indexziffern der industriellen Fertigwaren war mit 155.7 (155.6) nahezu unverändert.
kleine KaGvichteu aus dev SvauenwetL.
Die Frau als Diplomatin. Die chinesische Re- gierung von Nanking hat eine Frau, Fräulein Dr. Sumet ~'
Scheng mit wichtigen d «traut, deren Erledigung
omatischen Auf- ; in die europâ- Doktor Sumet
gaben betraut, deren Erle sichen Hauptstädte führen wird' ______ _____
Scheng studierte in Paris Rechts- und Staats- Wissenschaft und erwarb den Doktorhut. Sie mutt)#
vor dem Kriege ausgewiesen, weil sie sich an eins Verschwörung gegen den damaligen Präsidenten der chinesischen Republik, Iuanschiksi, beteiligt haben sollte. Nach dem Einzuge der Südarmee in Schanghai war sie kurze Zeit oberster Richter für das gesamte Stadtgebiet.
D Zwangsversteigerung.
Zwecke der Aufhebung der Gemein- foll am 16. März 1928, vormittags der Gerichtsstelle Zimmer Nr. 1
merben das im GrrrndtruÄe ou Band 23 Statt 872 (eingefragene Eihentümer am 19. September 1927, dem Tage der Eintragung des Versteigerung- vermerkes:
a) Schuhmacher Heinrich Fried» ch Brandl, Frieorichs Wilhelms Sohn,
b) Marie Christine DranÄ, Friedrich Wilhelms Tochter in Marköbel)
je zur ideellen Hälfte eingetragene Grundstück Gemarkung Marköbel Karteirblatt 27 Parzelle 43 Acker, im Selbolder Grund 9,06 Ar groß, Reinertrag 1.92 Mk. Grundsteuermutterrolle Art. 29.
Windecken, den 17. Dezember 1927.
Amtsgericht.
Zwangsverfteiqerung
. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen - am 16. März 1928, vormittags 10 Uhr an der
Gerichtsstelle Zimmer Nr. 1 Di 7
den die im Grundbuchs von Marköbel Band ■23 Blatt 871 und 872 (eingetragene Eigentümer am 12. September 1926, dem Tags der Eintragung des Dersteigerungsoermerks Blatt 871: Feia2üMß(ae6
ert mer-
a) in Blatt 871: Schuhmacher Heinrich Friedrich Brandt, Friedrich Wilhelms Sohn, w Marköbel;
b) in Blatt 872: 1. Schuhmacher Heinrich Friedrich Brandt, 2. Marie Christine Brandt von Marköbel
je zur ideellen Hälfte eingetragenen Grundstücke Band 23 Blatt 871, Abtlg. L Nr. 1, 2 3: 1. u. 2.: Gemarkung Marköbel Karten- I blatt 18 Parzelle 590/220 u. 613/220 Be- E bauten Hofraum, Ringstr. Nr. 31 2,56 Ar ■ und 0,14 Ar groß, Grundsteuermutterrolle ? Art. 28, Nutzungswert 60 Mk. Gebäudesteuer, i rolle Nr. 183 a) b) c) 3. Ktbl. 14 Nr. 34 I ^^or der Hinterberg 3,59 Ar groß, Rein- J ^trag 0,21 Mk. b) Blatt 872 Marköbel Abt. I H Zr. 1 Krtbl. 27 Nr. 43 Acker im Selbolder I Grund 9,06 Ar groß 1,92 Mk. Reinertrag, 4 Grundsteuermutterrolle Art. 29 und zwar zu zur ideellen Hälfte des Schuhmacher Heinrich Friedrich Brandt.
Windecken, den 17. Dezember 1927.
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sagen wir an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank.
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