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8. KovemSer
1925
Das taufte.
— Die Veröffentlichung der Denkschrift Parker ,erts brachte an der Börse scharfe Kursrück- ge.
— Auf der Reichslandbundführertagung sprach Präsident des Reichslandbundes, Hepp, über Lage der deutschen Landwirtschaft.
— Der Präfekt der Provinz Bozen hat nun die schließliche Verwendung der italienischen * im ganzen Südtirol vorgeschrieben.
— Lloyd George verlangte in einer Polemik en Chamberlain eine offene Diskussion über die imte englische Politik.
— Aus Anlaß des 10. Jahrestages der Sowjet- ablik fanden in Rußland große Revolutions- rn statt. Kalinin und Bucharin hielten Reden.
Nie spanisch -iiâMÄe Sveundschaft.
: Die kommenden Tangerverhandlungen.
Auffallend lange hat die italienische Presse er den „Panthersprung" in Tanger gefchwie- 1 oder doch nur die nackte Tatsache der Lan- ng und der Teilnahme von Vertretern der otte an den Einweihungsfeierlichkeiten in den lienischen Schule gebracht. Einmal hatten e faszistischen Blätter genug über die Ent- cklung der neuen Regierung seit fünf Jahren schreiben, sodann wollte aber Mussolini »enfalls erst die Berichte der Auslandspresse er sein unerwartetes Vorgehen abwarten. Die Aufregung in Paris, die anfangs sehr oh war, hat sich schnell wieder gelegt. Man ßt her aUjerbings völlig überraschenden An- tegenheit doch nicht allzu viel Bedeutung u Auch hat die französische Regierung lelbst raus hingewiesen, daß sich Italien selbst rch die mit Frankreich abgeschlossenen Ver- ige von 1912 und 1916 festgelegt und aus- ücklich erklärt habe, daß es in Marokko wei- r keine Interessen hätte. Allerdings ist es n Machthabern in Paris wieder einmal deut- h klar geworden, daß Frankreich völlig ifo= rt dasteht und in vielen Fragen auch keines- ;gs von seinem alten Bundesgenossen Eng- ib unterstützt wird. Man hat sich aber sofort helfen gewußt und will in den nächsten igen und zwar am Donnerstag, den schon l vorigen Jahre abgeschlossenen Vertrag mit üdslavien parafieren. Bisher hat man mit ücksicht auf Italien dies immer wieder nausgeschoben, da man hoffte, daß zwischen om und Belgrad eine dauernde Einigung rbeigeführt werden könnte. In London spitzte an natürlich die Ohren, als man von dieser bsicht hörte, doch ist man schnell dahinter ge- mmen, daß es sich um ein von den Fransen bei derartigen Gelegenheiten schon Häu- g angewendetes Mittel handelt.
Die spärlichen Aeußerungen in der italie- schen Presse lassen aber im Verein mit den egrüßungsartikeln der Spanier zum Tage IN Vittorio nur zu deutlich erkennen, daß e beiden lateinischen Schwestern völlig Hand l Hand gehen und daß Spanien sicherlich über e Landung des Fürsten von Undine in Taner vorher unterrichtet gewesen ist. Auffallend t auch, daß der italienische Oberbefehlshaber m letzten Tage seiner Anwesenheit im Auto- robil weit in die spanische Zone hineinge- lhren ist und bei der Gelegenheit die Kampf- ellung bei Larasch eingehend besichtigt hat. Sei dieser Gelegenheit traf er unterwegs eine lbteilung der spanischen Fremdenlegion und ahm deren Vorbeimarsch ab. Außerdem be- rüßte er auch 15 Italiener, die als Legionäre n der Abteilung dienen.
Mussolinis Ziel ist bekanntlich die Teilahme Italiens an der Tanger-Konferenz, die unmehr endgültig auf den 20. November nach i Saris einberufen ist. Spanien sieht es gern, ienn Italien von vorneherein an den Be- prechungen teilnimmt. Auf der anderen Seite <Qt sich aber England dahin entschieden, daß unächst nur Frankreich und Spanien über die sichtigsten Punkte sich einigen und dann fest- rmrissene Vorschläge machen sollen, zu denen >ie englischen Vertreter Stellung nehmen bzw. Zegenvorschläge machen sollen. Mussolini ba= fegen sähe es lieber, wenn die italienischen Abgeordneten von vornherein an den Sitzungen teilnähmen, doch dürfte er das unter den etzigen Verhältnissen nicht ohne weiteres erreichen. Frankreich behauptet nach wie vor, >aß Italien durch die Verträge von 1912 und 1916 gebunden wäre und heute ebensowenig Die im Jahre 1923 das Recht hätte, als be
Ltovd Georges Antwort an EhamdesSain.
Auf dev eilten Sekte 2-366 060 schlecht ausgevüftete Soldaten, aus dev andeveu Sekte noch 16 ZASMonen. - ^Es hat keinen LweB, am Lago Maggkove zu stehe« wie ein Stovch aus einem Neknz ev möge skch aus feine Vklgevsahvt nach dem Stieben machen."
London, 7. Nov. Lloyd George setzte sich heute in einer Diebe mit den jüngsten Erklärungen Chamberlains zur Frage des Völkerbundes und des Friedens ouseinarhtr. Er erkürte, es wäre ein Unglück für den Frieden, wenn der Völkerbund zu einer Parteitage gemacht würde. Gegenüber den Erklärungen Chamberlains, daß die Zusammenkunft von Locarno die erste war, wo Sieger und Besiegte auf dem Fuße der Gleichberechtigung zu- sammentrasen, hob Lloyd George die Bedeutung der Konferenz von Genua hervor. Man habe dort einen Nichtangriffspakt erzielt, der feierlich von allen Nationen Europas einschließlich Rußland unterzeichnet worden sei. Der Nichtangriffspakt von Genua sei in Locarno lediglich ohne die Beteiligung Rußlands erneuert worden. Es fei sehr wichtig, wenn Friede in der Welt herrschen solle, daß Locarno als ein Schritt in einer Reihe von Schritten behandelt werde und daß man weitergehe. Es sei wesentlich, daß Locarno als die Grundlage für Abrüstung und Schiedsgerichtsbarkeit behandelt werde Wenn dies nicht geschehe, so habe es nur den Wert einer Rührszene. Lloyd George wandte sich hierauf gegen die Erklärung Chamberlains, daß er die Friedensverträge, die er zu entwerfen half, nicht kenne und daß er falsche Hoffnungen erregt habe, die nicht erfüllt werden könnten. Er erklärte: „Die erste dieser Hoffnungen war, daß die Siegerstaalen die feierlichen Zusagen erfüllen würden, die sie in Versailles gaben, daß auf die deutsche, österreichische und bulgarische Abrüstung die eigene Abrüstung folgen werde. Heißt dies eine falsche Hoffnung erregen? Wenn ja, so ist dies nicht eine Hoffnung von mir, die in einer kleinen Rede auf der Völkerbundsversammlung erregt wurde, sondern eine Hoffnung, die erregt wurde von den größten Nationen der Welt durch ihre Vertreter unterzeichnet, besiegelt und Deutschland überreicht. Wird dies geleugnet? Die nächste Hoffnung, die ich erregte und die „nicht erfüllt werden kann", ist, daß Streitigkeiten zwischen Nationen, wenn die Verhandlungen fehlschlagen, zur Regelung überwiesen werden nicht an Maschinengewehre, Kanonen, Bomben und Giftgase, sondern an friedliche Schiedsgerichtsbarkeit, die gegründet auf Recht, Vernunft und Urteilskraft. Ist dies eine falsche Hoffnung? Wenn ja, so helfe Gott der Welt. Die dritte Hoffnung war, daß unausgeglichene Bestimmungen des Vertrages, die Erregung verursachen und den Frieden der Nationen stören, durch die Vermittelung des Völkerbundes in Ordnung gebracht würden. Diese Hoffnung dürfte man hegen nach dem Briefe, den Clemenceau im Namen des Präsidenten Wilson des Herrn Orlando und in meinem Namen an die deutschen Delegierten richtete, bevor sie das Dokument unterzeichneten. Ich habe gesagt, daß die Siegerstaaten im gegenwärtigen Augenblick über rund 10 Millionen ausgebildete Männer verfügen, die besser für den Krieg
stimmendes Mitglied an der Konferenz teilzunehmen. Dies will Mussolini jedoch nicht gelten lassen, nach seiner Ansicht, die in den letzten Tagen fast alle italienischen Blätter gebracht haben, hat Frankreich hierbei ganz vergessen, daß der Weltkrieg, aus dem Italien ebenso wie Frankreich siegreich hervorgegangen ist, nicht allein die Marokkofrage, sondern das ganze Mittelmeerproblem und die Frage der Mandate erneut aufs Tapet gebracht hat. Auch dürfe man nicht vergessen, daß das, wenn auch nur vorübergehende Verschwinden Deutschlands aus der Kolonialpolitik, die Rechte und Ansprüche Italiens verstärkt hätte.
Es kann als ein glücklicher Zufall für Italien wie für Spanien angesehen werden, daß König Alfons auf mehrere Tage zu den Hochzeitsfeierlichkeiten des Prinzen Ferdinand von Apuleau nach Neapel gekommen ist und bet der Gelegenheit längere Zeit mit Mussolini über die Tangerfrage sprechen wird. Auf lange Jahre hat Spanien sich jeder Einmischung in die große europäische Politik enthalten. Der Diktator Primo de Rivera hat aber mit Recht eingesehen, daß ein so großer Staat nicht nur Zuschauer sein kann, sondern sich aktiv betätigen muß, wenn er seinen früheren Einfluß wiedergewinnen will. Der Diktator weiß auch, daß er in diesen Plänen die beste Unterstützung bei Italien und außerdem bei England findet. Er hat daher mit dem englischen Außenminister vor kurzem über die Mittelmeerfrage eingehend gesprochen, jetzt soll diese Unterhaltung über
ausgerüstet sind, als es 1914 der Fall war. Die Maschinerie ist furchtbarer als alles, was die Welt im Weltkriege gesehen hat. Sie wird von Jahr zu Jahr furchtbarer. Die besten Kräfte befassen sich damit, eine Maschinerie auszudenken, nicht nur um Heere sondern um wehrlose Bürger anzugreifen. Ich habe gesagt: 10 Millionen. Ich habe diese Zahl unterschätzt.
Wir haben Deutschland, Oesterreich, Ungarn und Bulgarien eutwaffn-l und haben gesagt: Sobald Ihr abrüstet, werden wir Eurem Beispiele folgen. Sie haben rund etwa 2—300 000 Soldaten, die nicht gut ausgerüstet sind und die anderen Länder haben immer noch 10 Millionen. Sie haben diese Millionen nicht um eine einzige Division, nicht um ein einziges Flugzeuggeschwader oder um eine einzige Batterie vermindert.
Loyd George bezeichnete es als eine andere tadelnswerte Tatsache, daß Gebiete durch Gewalt in Europa annektiert wurden ohne Zustimmung des P'-lk^oundes oder des D :r'tm Ri es. Er gab Wilna und Galizien als Beispiele an.
Er fuhr fort: Wir setzten in den Vertrag von Versailles Bestimmungen für den Schutz der Minderheiten in den neuen und wieder geschaffenen Staaten. Diese Bestimmungen sind mit Füßen getreten worden." Lloyd George schloß: „Chamberlain hat nicht ein Wort über Schiedsgerichtsbarkeit gesagt und nicht viel über Abrüstung. Die ©ann i'eiurg einer Ostgrenze Frankem kann gmr Kr'-'g: kühlen: Schiedsgerichts «artest kann zu nichts anderem führen als zum Frieden. Schiedsgerichtsbarkeit ist die einzige Grundlage für die Abrüstung. Abrüstung ist die einzige Garantie für Schieosgerichtsbarkeit und Schiedsgerichtsbarkeit und Abrüstung zusammen sind die einzige Sicherheit für den Frieden. Er soll diesem Problem gegenübertreten.
Er hat lange genug auf Locarno ausgeruht. Es hat keinen Zweck an den Ufern des Lago Maggiore zu flehen wie ein Storch auf einem Bein. Er möge seine Flügel erheben und sich auf seine Pilgerfahrt nach dem Frieden machen.
Briand hat dies getan. Er sendet jetzt die Friedenstaube nach Washington, um einen Vertrag zwischen Frankreich und Amerika zustande zu bringen. Chamberlain möge diesem guten Beispiel folgen.
Lov- Vavmoov übet bie Noi- wendrsrett bet Avvüftu«s.
London, 7. Nov. Lord Parmoor erklärte in einer Rede, alle Friedensfreunde seien vereint in der Anerkennung der Notwendigkeit der Abrüstung min- )estens bis zum Stand der in der Völkerbundsatzung angegebenen Verpflichtung, die Deutschland eierlich bei der Unterzeichnung des Versailler Ver- rages gegeben wurde.
das wichtige Problem in Neapel fortgesetzt werden. Es handelt sich nicht um ein Schutz- und Trutzbündnis zwischen Italien und Spanien, sondern nur um kleinere Abkommen, die jedoch deshalb von nicht geringer Wichtigkeit sind, weil sie ihre gemeinsame Spitze gegen Frankreich haben. Sicherlich wird Spanien alles tun, um den Wunsch Mussolinis zu erfüllen. Dieser hat übrigens im seinem Organ, dem „Popolo d'Jtalia" einen bemerkenswerten Aufsatz über die Tangejrsrage veröffentlicht und, wie immer, darauf hingewlesen, daß Italien schon heute ein Volk von 42 Millionen Bürgern wäre und in einiger Zeit 50 Millionen zählen würde. „Das ist, so schließt der Duce, eine Macht, die man nicht vernachlässigen oder ignorieren darf, umsoweniger, als sie den Nachweis erbracht hat, daß sie bei großen und wichtigen Auseinandersetzungen die Entscheidung bringen kann". Die nächsten Tage schon werden Klarheit darüber bringen, ob die Flottendemonstration von Tanger den gewünschten Erfolg gehabt hat, d. h. ob Italien noch zu der in 14 Tagen beginnenden Konferenz in Paris hinzugezogen wird, oder ob es nur ebenso wie England zur Begutachtung und eventuellen Veränderung der zwischen Frankreich und Spanien getroffenen Abmachungen herangezogen werden soll.
Dev ftantöüftMübftawifibe Nündntsvevtvag.
Belgrad, 7. Nov. Der französisch-südslawische Bündnisvertrag soll am Donnerstag in Paris unter
zeichnet werden. Wie heute amtlich bekanntgegeben wird, reist der Minister des Aeußern Marinko- witsch zu diesem Zweck morgen nach Paris ab. Die Annahme hiesiger politischer Kreise, Frankreich werde den Vertrag zwar unterschreiben, die Ratifikation aber hinausschieben, um so eine Waffe gegen die italienische Mittelmeerpolitik in der Hand zu haben, bezeichnete Marinkowitsch mittelbar als unrichtig, indem er nämlich erklärte, der Vertrag werde durch die Unterzeichnung voll- inhaltlich in Kraft gesetzt; eine Ratifikation sei unnötig.
Der Abschluß des Vertrags gerade in diesem Augenblick wird als eine Rückwirkung der französischen Politik auf die Ansprüche Italiens in Tanger ausgelegt. Man neigt hier allgemein, trotz der Ableugnung in der Pariser und Belgrader Presse, zu der Annahme, daß Frankreich jetzt entschlossen sei, hinsichtlich der Ba l k a n p o lit i k sich hinter Südslawien, das heißt also gegen Italien zu stellen. Das bedeutet gerade im jetzigen Augenblick, wo Südslawien außenpolitisch vereinzelt ist, natürlich eine Prestigevermehrung für Belgrad, anderseits aber auch eine Verschärfung des Gegensatzes zu Italien und ebenso eine Derschär- funa des französisch-italienischen Gegensatzes.
In Italien verheimlicht man keineswegs den Grimm über den Abschluß des Vertrags. Daß Italien ihm große Tragweite beimißt, geht daraus her- vor, daß der italienische Gesandte in Belgrad, General Bodrero, nach Rom berufen worden ist.
Die Genugtuung über den Vertragsabschluß ist in Belgrad allg e mein. Es verlautet, der der Vertrag enthalte gewisse Anhänge, die aber erst bei einem Besuch des südslawischen Königspaares in Paris unterschrieben werden sollen; doch ist diese Angabe noch unbestätigt. Der Vertrag soll sofort beim Völkerbund eingetragen werden.
AmevrSanrstbe GLimms« zum Gißbevt-Memovandum.
Washington, 8. Nov. Das „Journal of Com- merce", das dem Memorandum Parker Gilberts mehrere Artikel widmet, führt aus, in hiesigen Finanzkreisen erblicke man in der ständigen Erörterung der deutschen Schwierigkeiten die Gefahr einer Krise, die entweder zur Wiederaufrollung der Frage des Dawesplanes oder zur Unterbindung weiterer deutscher Anleihen in Amerika führen könne.
„New Dock Times" schreibt, die deutsche Regierung bestreite allerdings einige Zahlen und Folgerungen in Gilberts Memorandum. Im übrigen sei es anzuerkennen, daß die deutsche Regierung ihre Bereitwilligkeit zur Ermöglichung der Transferoperationen erneut betonte. Dies fei ein Erfolg, mit dem alle zufrieden sein könnten.
„New 2/ort World" ist der Ansicht, daß es selbst bei größter Sparsamkeit für die deutsche Regierung keine leichte Aufgabe sein werde, die Maximalzahlungen zu leisten. Unter diesen Umständen sei es nur zu verständlich, daß die großen Posten für die Entschädigung der durch den Krieg geschädigten Deutschen und für die Erhöhung der Beamrenze- Hälter die Kritik Gilberts herausforderten.
„Baltimore Sun" schreibt: Es war vorauszusehen, daß gewisse deutsche Kreise ihren Unwillen über diese Kritik der deutschen Finanzpolitik äußern würden. Dies ist aber unwichtig gegenüber den 'Bemühungen Schacbts und der deutschen Regierung, den taktvollen Hinweisen des Reparalionsagentcn auf halbem Wege entgegenzukommen.
„Journal of" Ccmmerce" behauptet, daß die Ausführungen G'lberts mit der Ansicht des Staatsdepartements übereinstimmten, die sich bereits kürzlich. in der Verzögerung der Preußenanleihe kund- geian hätte.
Mellon übet das Memovandum AavSsv Gißbevts.
Washington, 7. Nov. Schatzsekretär Mellon erklärte in einer Pressekonferenz über das Memorandum des Reparationsagenten: Das Memorandum spricht für sich selbst. Die Kritik Parker Gilberts i t in erster Linie gegen statliche und kommunale Anleihen zu unproduktiven Zwecken gerichtet. Es l egt in Deutschlands eigenstem Interesse, so sparsam wie möglich zu wirtschaften, damit es sich gegen den Vorwurf schützen kann, nicht alle erforderlichen und möglichen Anstrengungen zur Erfüllung seiner Verpflichtungen gemacht zu haben.
Einignns bet rrearevuKSsKavteke« in bet Wesowunssve-ovm.
Berlin, 7. Nov. In einer von dem Gauverband Stettin der Deutschen Volkspartei einberufenen öffentlichen Beamtenversammlung teilte, wie die „Tägliche Rundschau" meldet, Reichstagsabgeordneter Mm rath mit, daß es zwischen den Regierungsparteien am Freitag hinsichtlich Beamtenbesoldungsreform zu stellenden Anträge zu einer Einigung gekommen sei. In der Frage der Wohnungsgeldzuschüsse werde man unter anderem fordern, daß diese an alle ledigen Beamten über 45 Jahre in voller Höhe gezahlt werden. Bezüglich der unehelichen Kinder werde man für Beibehaltung des bisherigen Zustandes eintreten. Man werde ferner beantragen, daß in das Gesetz eine Bestimmung äin= gefügt wird, die die Einbeziehung der Bezüge aller Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen in etwa künftige Besoldungserhöhungeu garantiere, UetM