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L. Krovsmdes
1922
Varker Gilberts Denkschrift
artet Gilberts Kritik an der deutsche» Finanz- und ^veditvolitik. - Die Reichsvesierung teilt die NedeuSsu Varker Gilberts nicht.
Die gestern erfolgte Veröffentlichung des hriftwechsels zwischen dem Reparations- mten Parker Gilbert und der deutschen Re- rung hat endlich Klarheit gebracht über eine igelegenheit, die seit Wochen die deutsche ffentlichkeit und die des Auslandes auf das Hafteste beschäftigte. Das umfangreiche ft dieses Briefwechsels — 28 Schreib- schinenseiten umfaßt das Memorandum irker Gilberts; die Antwort der Reichsregie- ng ist noch länger, so daß wir aus beiden Hriftstücken nur einen Auszug wiedergeben inen — lieft sich wie ein spannender Wirt- aftsroman, wie eine wissenschaftliche Disser- ion über das Thema der Staats- und Fi- nzpolitik Deutschlands. Das Memorandum 5 Reparationsagenten ist von der ersten bis r letzten Zeile eine scharfe Kritik an r öffentlichen deutschen Finanz- irtschaft. Zusammengefaßt sagt es: utschland ist sich seiner Verpflichtungen als ltschädigungsschuldner nicht in vollem Maße wußt. Es treibt eine Finanz-, Wirtschafts-, Ud- und Kreditpolitik, die eine ausreichende ländische Kapitalbildung und eine Steige- ng der Warenausfuhr erschwert. Es durch- - e u 3 t damit die Bemühungen des eneralagenten, die Ueberweifung der ) auf dem Entschädigungskonto anfammeln- n Beträge vorzunehmen. Der Dawessche an soll nach dem Beschluß aller Beteiligten
1 taktisch erprobt werden. Deutscherseits ist zher stets erklärt worden, die Ueberweifung erde aus in ihr selbst liegenden Gründen imer schwieriger werden und schließlich ganz 'cken. Parker Gilbert sucht eine Mitschuld er gar Hauptschuld Deutschlands an den nftig zu erwartenden Ueberweisungsschwie- gkeiten zu konstruieren. Dabei entwicktelt arker Gilbert Gedankengänge, die von Ver- rtern der deutschen Wirtschaft selbst in der- ben Schärfe und Bestimmtheit geäußert orden sind. So bringt er zum Ausdruck, daß s vom Reich und anderen öffentlichen Or- inen ergriffenen Maßnahmen energisch in r Richtung gesteigerter Produktionskosten, steigerter Preise und gesteigerter Kosten für ebenshaltung neigen. Er ist der Ansicht, daß e Vorbedingung eines gesunden inneren irtschaftlichen Aufschwunges in der Verbilli- mg der Erzeugung liegt. Dies ist auch die rundanschauung und die Grundforderung mtscher Wirtschaftsführer, die sich darüber »klagen, daß die Belastung der deutschen Wirtschaft mit sozialen Leistungen und über- läßig hohen Steuern die Erzeugung ver- uert und dadurch den deutschen Absatz auf 2m Weltmärkte erschwert. Wenn ein sacherständiger Mann wie Parker Gilbert diese Auffassung bestätigt, so ist das ganz sicher von cheblicher Bedeutung.
Im übrigen sind die Bedenken des Repa- ationsagenten rein finanzieller Natur. Er ermißt in den Ausgaben des Reiches die ckner Auffassung nach gebotene Sparsamkeit, r vermißt dasselbe bei den Ländern und Gemeinden und ist der Ansicht, daß das Reich ier nicht die nötige Erziehungsarbeit leisten önne, weil es selbst kein gutes Beispiel gebe mb den Ländern und Gemeinden immer weder neue Ausgaben zumute. Er vermißt chließlich die notwendige Kontrolle über die ffentlichen Ausgaben und ist der Ansicht, daß Steuern und öffentliche Anleihen Mittel ver- chlingen, die für die Fortentwicklung der deut- chen Landwirtschaft und Industrie dringend )erötigt werden.
Man wird zugeben müssen, daß der Reparationsagent mit dieser Kritik einen sehr charfen Maßstab an das öffentliche deutsche Finanzwesen anlegt. Die deutsche Regierung hat demgegenüber ihre Auffassung in einer umfangreichen Antwort dargelegt und darin antet Anerkennung eines Teils der vorgebrachten Bedenken die Tendenz der Kritik im Ganzen doch wirksam zurückgewiesen. Die deutsche Regierung ist wie der Reparationsagent selbst von der Notwendigkeit, sparsam zu wirtschaften, überzeugt. Sie hat auch die Absicht, noch im Hinblick auf den Etat des laufenden Finanzjahres dafür einen greif
baren Beweis zu geben. In der Berechnung des Reichsfinanzministers befindet sich ein kritischer Punkt. Es ist dies der außerordentliche Etat des Jahres 1927. Er enthält Ausgaben, die durch Anleihe gedeckt werden sollten, aber nicht gedeckt werden können, weil der deutsche Markt nicht aufnahmefähig ist. Infolgedessen hat sich die Regierung entschlossen, die Ausgabenposten im außerordentlichen Etat 1927 noch nachträglich recht erheblich zu kürzen. Im außerordentlichen Etat des nächsten Jahres soll auf jede Anleihe überhaupt verzichtet oder doch nur um die Ermächtigung zur Ausgabe einer ganz geringen Anleihe nachgesucht werden. Diese Einsparungen sind in der Tat nötig, weil sonst nicht einzusehen ist, wie der Etat im Gleichgewicht gehalten werden soll. Denn wenn man Mittel des ordentlichen Etats für den außerordentlichen Etat verwendet, so muß das notdürftig hergestellte Gleichgewicht unbedingt in Gefahr geraten.
Man wird annehmen können, daß Regierung und Parlament mit dem angekündigten Etatsprogramm wirklich ernst machen. Es gibt aber auch noch einen anderen Punkt, in dem unter allen Umständen mit praktischer Reformarbeit eingesetzt werden muß. Der Reparationsagent weist darauf hin, daß seiner Ansicht nach die Besoldungsreform mit der Verwaltungsreform hätte verbunden werden müssen. Parker Gilbert vermißt bei dem Besoldungsgesetz sowohl wie bei dem Liquidationsgesetz und Schulgesetz die Sicherheit der finanziellen Deckung. Demgegenüber verweist die deutsche Antwort auf die Gründe, die der Reichsfianzminister im Reichstage und im Haushaltsausschuß für die gegenseitige Auffassung angeführt hat. Es bleibt aber die Frage der Verwaltungsreform. Und hier hat die Regierung mit ihrer Antwort anerkannt, daß das Problem der Verwaltungsreform auch ihrer Ansicht nach unbedingt eine Lösung erfordert. Auch hier muß baldmöglichst der Beweis erbracht werden, daß der Reformwille sich nicht nur auf Worte beschränkt.
Besonders eingehend beschäftigt sich Parker Gilbert mit dem Finanzwesen der Länder und der Gemeinden. Er übt Kritik an dem Finanzausgleich und ist der Ansicht, daß das Reich den Ländern mit der Uebernahme von Garantien zu weit entgegenkomme.
Man kann es nur begrüßen, daß der Schriftwechsel zwischen dem Reparationsagenten und der Regierung veröffentlicht worden ist. Ein ganzer Wust von Vermutungen und falschen Gerüchten ist damit weggeräumt. Wie erwarten als nächste Wirkung, daß das Mißtrauen beseitigt wird, das unter den Einträuflungen dieser Gerüchte gegen die Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Entstehen begriffen war und uns den ausländischen Kapitalmarkt zu verknappen drohte. Wir erwarten aber auch, daß die Reichsregierung jetzt den Stier bei den Hörnern packt und ihren ganzen Einfluß einsetzt, um ausgabefreudige Parlamente, wo immer sie in Deutschland sein mögen, zurückzuhalten. Der Nachweis, daß der Dawesplan überhaupt brauchbar ist, soll erst noch erbracht werden. Wir Deutsche sind wohl alle der Meinung, daß die uns aufgebürdeten Riesensummen vielleicht aus den deutschen Steuerzahlern herausgeholt, aber nicht transferiert werden können, und daß daran das System zusammenbrechen muß. Um so notwendiger ist es jedoch, daß wir als Staat alles vermeiden, was uns als böser Wille ausgelegt werden könnte; denn desto rascher werden wir zu einem Umbau des Dawesplanes kommen, der nicht nur die Jahreszahlungen auf ein vernünftiges Maß zurückschraubt, sondern auch die Endsumme der deutschen Kriegsentschädigung festsetzt.
Das Memorandum des Generalagenten.
Sehr geehrter Herr Ministerl Anbei übersende ich Ihnen in Gemäßheit unserer Vereinbarung ein Memorandum vom heutigen Tage, welches ich für die deutsche Regierung zu dem Zwecke ausgearbeitet
habe, die Aufmerksamkeit auf die derzeitigen Tendenzen des öffentlichen Finanzwesens und der Kreditpolitik und auf die Gefahren, welche diese für die deutsche Wirtschaft sowohl wie für die Durchführung des Sachverständigenplanes zu implizieren scheinen, zu übersenden. Selbstverständlich werde ich mich, falls Sie nach der Lektüre des Memorandums es mit mir persönlich durchzusprechen wünschen sollten, für weitere Besprechungen zu ihrer Verfügung halten.
Der Generalagent für Reparationszahlungen, gez. Gilbert.
Zum Ausgangspunkt seiner Kritik nimmt der Agent den Satz aus seinem letzten Zwischenbericht daß das, was im Interesse der deutschen Wirtschaft liege, auch im Interesse der Ausführung des S a ch - verständigenplanes liege. Er erkennt an, daß das Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik die sorlaufende Entwicklung aller Kräfte und die Hebung des Lebensstandards der Bevölkerung sein muß. Voraussetzung dafür sei die ständige Verbilligung der Erzeugung, verbunden mit einer Lohnsteigerung, die diese Verbilligung gestatte und die weder die Preise noch die Kosten der Lebenshaltung in die Höhe treibe. Außerdem sei notwendig ein gleichmäßiger Zustrom neuen Kapitals durch heimische Ersparnisse oder Kre- dit im Ausland. In Deutschland bestünden aus allen diesen Gründen Gefahren, und deshalb sei ein gesundes und geordnetes öffentliches Finanzwesen von der äußersten Wichtigkeit. Die Zusicherung der deutschen Regierung, daß sie zur Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen alles mögliche tun wolle, nimmt der Agent zu vollem Werte an. Von der Reichsregierung verlangt er, daß sie durch ihre Politik eine
faire Erprobung des Dawesplanes
jeftattete und, während diese Probe vor sich gehe, elbst in der Führung ihrer Angelegenheiten Dor- icht walten lasse. „Run scheinen aber", so fährt er ort, „Entwicklungen, wie sie auf dem Gebiete des öffentlichen Finanzwesens letzthin vor sich gegangen sind, weder im Interesse des deutschen Wirtschaftslebens noch in dem der Durchführung des Sachverständigenplanes zu liegen. Tatsächlich häufen sich auf allen Seiten die Zeugnisse dafür, daß die deutschen Behörden sich ständig erweiternde Programme für Ausgoben und Anleihen unter nur geringer Berücksichtigung der finanziellen Auswirkungen ihrer Handlungs- weilse zur Entwicklung und Durchführung bringen.
Das steigende Niveau der öffentlichen Ausgaben aibt dem Wirtschaftsleben bereits jetzt einen künstlichen Antrieb und droht die Stabilität des öffentlichen Finanzwesens zu untergraben.
Wenn man die derzeitigen Tendenzen ungehemmt fortgewähren läßt, ist es so gut wie sicher, daß die Folgen im ernsthaften wirtschaftlichem Rückschlag und Depression und einer heftigen Erschütterung des deutschen Kredits im In- und Auslande bestehen tonnen."
Die Möglichkeit der Abhilfe sieht das Memorandum in erster Linie darin, daß man die gegenwärtigen Tendenzen auf übermäßiges Geldausgeben und übermäßiger Kreditbeanspruchung in ihr Gegenteil verkehre, d. h.
ein Regime strikter Sparsamkeit und geordneter öffentlicher Finanzen
anwende. Dieses Mittel liege zum Teil in der Hand der deutschen Regierung; falls es schnell und wirksam einsetze, hätten es das Reich und die übrigen öffentlichen Stellen durchaus noch in der Hand eine Krise zu verhindern. Obwohl die Wirtschaftslage Symptome einer gewissen Spannung aufweise, schienen sich bis jetzt die Stellen, wo un- mittelsbare Gefahr drohe, noch nicht herausgebildet zu haben. Ueberdies befänden sich einige der neuen Ausgabepläne erst im Stadium der Erörterung und hätten noch keine Gesetzeskraft erlangt. In seiner Kritik an der Finanzpolitik des Reiches erinnert der Agent an feine früheren Bemerkungen über die Tendenz zur fortlaufenden Ausgabensteigerung, die die Reichksetats kennzeichne, und zitiert die Reichs- tagsrede des Finanzmini fters Köhler vom 16. Februar, worin der Minister selbst die Notwendigkeit der Sparsamkeit verkündete, allerdings auch auf die schwierige Belastung durch die steigenden Daweslasten hinwies. Hierbei zitiert das Memorandum aus der Rede des Ministers, jedoch ungenau in der Form, daß der Minister gesagt habe: „Im gegenwärtigen Augenblick sehe ich trotz des allerbesten Willens keine Möglichkeit dazu, diese Summen (die Daweslasten im kommenden Jayre) bereitzustellen, zu denen von 1929 an noch zusätzliche Zahlungen nach der Wohlstandsindex treten werden." Die Antwort der Reichsregierung bemerkt hierzu, was hier vorweggenommen sei, daß Dr. Köhler tatsächlich etwas anderes gesagt habe, nämlich daß er im gegenwärtigen Augenblick
noch keine Möglichkeit erkenne, ®ie diese Beträge auszubringen seien, so daß also der Wegfall des einschränkenden Wortes „noch" in dem Zitat des Agenten den Sinn wesentlich verschiebt. Das Memorandum des Agenten bemängelt vor allem die
steigenden Zahlen des Reichretats:
1925 : 7.4 Milliarden, 1926: 8.5 Milliarden, 1927: 9.1 Milliarden und weiter vor allem das Anschwellen der Fehlbeträge des außerordentlichen Haushalts, zu deren Deckung in steigendem Maße Anleihebewilligungen gegeben werden mußten, so daß jetzt noch eine An- leihebewilligung von über 900 Millionen Mark besteht. Ausführlich beschäftigt sich das Memorandum dann mit dem Provisorium zum Finanzausgleich vom Frühjahr dieses Jahres. Der Agent hat sich schon am 17. März in einem Briefe an den Reichsfinanzminister daran Kritik geübt und diese in einem Zwischenbericht vom 10. Juni wiederholt.
„Der gegenwärtige Finanzausgleich", so sagt er nunmehr in dem Memorandum, „sann nicht als eine vorausschauende Regelung für das Reich angesehen werden; er bietet zu prinzipiellen Einwendungen fundamentaler Art Anlaß.
Die Länder und Gemeinden erhalten zurzeit vom Reiche größere Zahlungen als je zuvor uni) werden aus allen erhöhten Einkünften, die dem Reiche aus den Ueberweisungsstellen über den zur Einhaltung der bereits zugestandenen Garantieleistung erforderlichen Betrag hinaus etwa zuflietzen sollten, den Hauptnutzen ziehen. Gleichzeitig scheint die Verantwortung einerseits für die Steuererhebung und andererseits für die öffentlichen Ausgaben immer unklarer zu werden. Unerachtet der erhöhten Ueberroeisungen des Reiches an die Länder und Gemeinden treten diese mit neuen Forderungen auf noch größere Zahlungen zur Bestreitung der ständig wachsenden Ausgaben hervor, und das Reich selbst hat die Verwirrung noch erhöht, indem es neue Vorschläge auf Ausgaben veranlaßt hat, die die Etats der Länder und Gemeinden noch weiter belasten".
Ziemlich ausführlich beschäftigt sich die Dent* schrift in diesem Zusammenhänge mit der neuen Besoldungsvorlage, dem Krieg sschä- denschlußgesetz und dem Schulgesetz.
Die Kosten der Besoldungsvorlage bei allen öffentlichen Stellen und Betriebsverwaltungen schätzt der Agent auf 1200 bis 1500 Millionen Mark.
Er bemerkt, daß nach der Ansicht des Reichsfinanz- Ministeriums selbst das Reich zur Bestreitung der Kosten innerhalb seines Ressorts während des kommenden Jahres nur dann in der Lage sein werde, wenn sich seine Hoffnungen auf eine Steigerung des Steueraufkommens verwirklichen. Don dem Umfange und der Form der vorgeschlagenen Besoldungserhöhung befürchtet die Denkschrift mit hoher Wahrscheinlichkeit ermsthaft eFobg eens cheinungen für öde allgemeine Wirtschaft im Reich. Der Agent lehnt ausdrücklich ab, sich über das Für und Wider der Vorschläge auf Gehaltserhöhungen zu äußern, er hebt aber hervor, daß nach seiner Meinung die Reichsregierung ihren eigenen Interessen besser hätte dienen können, wenn sie eine so wesentliche Erhöhung als Werkzeug für die Verwaltungsreform benutzt hätte, die in den letzten Jahren immer wieder angekündigt worden ist: „Sogar jetzt ist es möglicherweise noch nicht zu spät, um die Gehaltserhöhungen diesem Zwecke dienstbar zu machen. Wie aber die Dinge jetzt liegen, scheint größere Wahrscheinlichkeit dafür zu bestehen, daß besagte Erhöhungen der Sache der Derwaltungsreform hinderlich, als dafür, daß sie ihr förderlich sein werden, und es scheint viel dafür zu sprechen, daß sie auf die bereits schwer belasteten Etats des Reiches und der anderen öffentlichen Organe neue und dauernde Lasten häufen werden."
Bezüglich des Kriegsschädenschlußgesetzes erinnert die Denkschrift an den von uns wiederholt erwähnten Brief Parker Gilberts vom 29. August 1927, der vor der Verwertung von Reichsbahnvorzugsaktien auf ausländischen Märkten ernst warnte; dieselben Erwägungen würden so heißt es hier, selbstverständlich für andere auswärtige Anleihen des Reiches gelten, die für diese Zwecke etwa vorgeschlagen würden. Wegen der Kosten des Schulgesetzes verweist das Memorandum auf die Forderung der Länder, daß das Reich den Mehraufwand übernehmen müsse, und zitiert mit leiser Kritik die auch innerhalb Deutschlands viel beanstandete Aeußening des Herrn v. Keudell, daß die Last auf jeden Fall von der Wirtschaft getragen werden müsse. Irgend ein Urteil über die Politik des Reiches die diesen neuen Gesetzesvorlagen zugrunde liegt, will der Agent unter keinen Umständen fällen, weil dies, wie er ausdrücklich sagt, nicht zu seinen Obliegenheiten gehört. Der Reichsregierung bleibe es auf Grund des Dawesplanes unbenommen ihren eigenen Staatshaushalt auszustellen und zu handhaben und sie handele durchgehend auf eigene Dev