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— Das Reichskabinett wird sich heute mit der lntwort auf die Denkschrift des Reparations- lgenten befassen.
— Nach einer Meldung des „B. T." haben mnmehr sämtliche Länder zu den neuen Richt- inien über die Aufnahme von Ausländsanleihen hre Zustimmung gegeben.
— In'französischen Rechtskreisen begegnet man «er Teilnahme Rußlands an der Genfer Abrüstungskonferenz mit großem Mißtrauen, weil nan darin eine Stärkung der deutschen Position ieht. /
— Die Gemeindewahlen in England brachten ür die Arbeiterpartei einen Reingewinn von 93 Sitzen. Konservative und Liberale haben erhebliche Verluste zu verzeichnen.
— Die türkische Nationalversammlung hat Mustapha Kemal wieder zum Staatspräsidenten gewählt.
Dev ttaUeMO-fvamSKWe Gegensatz in Marokko.
Der Duce hat den fünften Gedenktag des Vormarsches seiner Schwarzhemden auf Rom nicht nur zu den üblichen lauten Manifesten benutzt, sondern gerade an diesem Jubeltage den übrigen Mittelmeermächten einen Wink gegeben, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Das Einlaufen des italienifchen Geschwaders in den Hafen von Tanger hat die wichtige marokkanische Frage wieder in den Vordergrund des allgemeinen Interesses gebracht. Da in diesen Tagen die bereits seit l^ Jahren geplanten Verhandlungen zwischen Spanien und Frankreich über Tanger endlich beginnen sollen, so will Mussolini daran erinnern, daß Italien auf der Konferenz ein Wort mitsprechen will. Die Begleitumstände bei den Schuleinweihungsfeiern, das Heranziehen der sämtlichen ausländischen Vertreter und nicht zuletzt das völlige Ueberfehen der internationalen Stadtverwaltung haben erneut bewiesen, daß Italien sich auch heute noch nicht mit dem von England, Frankreich und Spanien im Jahre 1923 beschlossenen Tangerstatut einverstanden erklärt, das ohne seine Mitwirkung ins Leben getreten ist.
Die damaligen Verhandlungen knüpften an die bekannte Algeciras-Konferenz vom Frühjahr 1906 an, in der zwar die Unabhängigkeit Marokkos grundsätzlich anerkannt wurde, trotzdem aber die französisch-englische Politik einen großen Sieg errang. Denn diese wichtige Frage war bereits durch die vorhergehenden Verträge Frankreichs mit England und Spanien in Frage gestellt, das Ergebnis der Konferenz war ein kaum verschleiertes Protektorat Frankreichs über Marokko, das seither von Paris aus „friedlich durchdrungen wurde". Italien war damals nicht mächtig ge= nug, um ein gewichtiges Wort mitreden zu können und mußte sich der Mehrheit fügen. Seine Lage hat sich jedoch durch den Weltkrieg wesentlich verbessert und als Mittelmeermacht hätte es erwarten können, daß es zu den Besprechungen im Jahre 1923 hinzugezogen werden würde, besonders da es die Konferenzakte mit unterzeichnet hatte. Da dieses nicht geschehen war, besetzte Italien bald darauf mit einer starken Wache Karabinier! seine Gesandtschaft in Tanger und gab schon dadurch zu verstehen, daß es in Zukunft in allen die Stadt betreffenden Fragen ein Wort mitreden wollte.
Das Verhältnis zwischen Spanien und Italien ist in den letzten Jahren, besonders durch den Freundschaftsvertrag des Jahres 1925 immer besser geworden, niemals ist es zu unfreundlichen Handlungen zwischen beiden Staaten gekommen, Spanien hat sogar die italienischen Arbeiter in dem Rifgebiet genau in derselben Weise behandelt wie seine eigenen. Der deutlichste Beweis, daß die Feierlichkeiten in Tanger unter Mitwissenschaft Spaniens abgehalten wurden, ist die Teilnahme des Generalstabchefs aus Tetuan an ihnen. Italien wäre schließlich auch damit einverstanden, daß Spanien allein in den Besitz von Tanger gelangt, da die italienischen Arbeiter von dieser Lösung nur Vorteile haben können.
Aehnlich liegen die Verhältnisse mit England. England hat bereits durch den Vertrag mit Frankreich vom Jahre 1904 zu verstehen gegeben, daß es auf seine bisherigen Ansprüche in Marokko vollkommen! verzichtet
Somit richtet sich der Schritt Italiens in erster Linie gegen Frankreich; man hat in der ersten Aufregung auch richtig erkannt, daß dies der unfreundlichste Schritt gewesen ist, den Mussolini bisher jemals gegen Frankreich »unternommen hat. Man hat die Absichten und die wahren Ziele Italiens sofort richtig erkannt und eingesehen, daß Frankreich durch diesen Schritt augenblicklich völlig isoliert ist. Man hat sich aber, wie immer, sehr schnell wieder gefaßt und sucht zunächst zu beweisen, daß auf Grund der früheren Verträge zwischen Italien und Frankreich in den nordafrikanischen Fragen alle Unstimmigkeiten ausgeschlossen sind. Man weist darauf hin, daß durch den Vertrag von Fez vom 30. März 1912 die römische Regierung das französische Protektorat über das scherififche Reich anerkannt hat, daß ferner Frankreich im Vertrage von Lausanne vom 18. Oktober 1912 sich mit der Besetzung Libyens durch Italien einverstanden erklärt hat und daß schließlich beide Regierungen in Paris am 28. Oktober 1912 sich verpflichtet haben, in Nordafrika einander keine Hindernisse in den Weg zu legen.
Man hat aber anscheinend völlig vergessen, was sich in der Zwischenzeit ereignet hat. Die Tripolisreise Mussolinis im Frühjahr 1926 und die dort gehaltenen Reden, der Flug Italo Balbis nach Tunis und feine Unterredungen mit dem von allen Seiten herbeigeströmten italienischen Kolonisten, sowie die Md sich dadurch in Aegypten schadlos gehal- letzten italienischen Flottenmanöver zwischen
Mabinettsberaiungen über die RevaraiisnSkvase.
Berlin, 1. Nov. In parlamentarisch kreisen verlautet, daß das Reichskabinett nach der Rückkehr des Reichskanzlers voraussichtlich schon am morgigen Mittwoch nachmittags eine Sitzung abhalten wird. Die Tagesordnung umfaßt die mit dem Reparationsproblem zusammenhängenden, augenblicklich aktuel- len Fragen. Dabei ist anzunehmen, daß außer den sachlichen Problemen, die durch die Denkschrift Parker Gilberts aufgeworfen worden sind, auch die Einsetzung eines Reichskommissars für Reparationsfragen zur Erörterung steht. Wenn in der presse auch bereits der Rame des früheren Staatssekretärs Bergmann genannt wird, der bekanntlich vor einiger Zeil im Zusammenhang mit der Reparationsfrage durch fein Buch »Der Weg der Reparationen“ in die Öffentlichkeit getreten ist, so dürften solche bestimmten Angaben den Tatsachen doch noch vorauseilen. Die Personenfrage kann überhaupt erst eine
Rolle spielen, wenn eine Entscheidung über die Ein- richlung dieses Postens getroffen worden ist. 3m Augenblick aber befindet sich di
diese Frage noch durch-
aus im Stadium der Erwägungen der zuständigen Stellen. 3n unterrichteten Kreisen weist man allerdings darauf hin, daß die Einsetzung eines solchen Kommissars insofern von Vorteil sein würde, als die fachliche Bearbeitung der Reparationsfragen, namentlich was die Verhandlungen mit dem Reparationsagenten anlangt, von dem wechsel der parlamentarischen Kabinette im größeren Maße als bisher unabhängig gemacht und eine solche Persönlichkeit für die deutschen Interessen von Nutzen sein würde. Unter diesem Gesichtspunkt gilt es auch nicht als ausgeschlossen, daß das Kabinett morgen bereits zu einer grundsätzlichen Entscheidung kommt.
KeNavaironsn und AnSerbekchuld.
Anleihepläne der Reichsbahn?
Berlin, 1. Nov. Die Mitteilung des Newyorker „Journal of commerce", daß in der nächsten Zeit eine Konferenz zwischen den Reparationsgläubigern und Vertretern der Besitzer deutscher in Newyork aufgenommener Anleihen stattfinden werde, um eine Endabmachung über die Priorität der Devisen- Transferierung zu erreichen, hat in politischen Kreisen Berlins einige Verwunderung erregt. Man ist bisher — und nicht nur in Deutschland — stets der Auffassung gewesen, daß eine Verquickung der Fragen des Transfers und der Amortisationen der deutschen Ausländsanleihen zunächst nur akademischer Natur sei und daß Befürchtungen doch nur dann am Platze seien, wenn der Dawesplan angesichts der Transferschwierigkeiten überhaupt in Frage gestellt würde. Das ist aber bekanntlich zur Zeit nicht der Fall. Die vom „Journal of commerce" sondier-
Newyorker Kreise müssen schlecht beraten sein,
jumberung erregt. Man ist in Deutschland — stets der
ten Newyorker Kreise müssen schlecht beraten sein, wenn sie glauben, daß das Problem der Priorität der verschiedenen deutschen Auslandsverpflichtun-
ten hat. Die Besprechungen zwischen Chamberlain und Mussolini haben sicherlich auch diese Frage berührt und von London aus hat die Mittelrsteerpolitik Italiens - niemals Schwierigkeiten gefunden, umsoweniger, da die Interessen beider Staaten sich ja nicht entgegenlaufen.
gen sich schon jetzt durch eine Konferenz zwischen Reparationsgläubigern und Besitzern deutscher Ausländsanleihen lösen ließe. Die deutschen Ausländsanleihen sind getätigt worden in der bestimmten Voraussetzung der Anleihegläubiger, daß das Geld auch trotz der Reparationsverpflichtungen Deutschlands gut angelegt ist. Diese Reparationsverpflichtungen aber — und das hat man vorher zur Genüge gewußt — find in ihrer endgültigen Höhe im Dawesplan nicht festgesetzt worden. Ehe eine solche Festsetzung nicht erfolgt ist, hängt auch jede Erörterung über die Sicherheit der Pfänder in der Luft. Man glaubt daher hier, daß man die Informationen des genannten Newyorker Blattes nur mit größtem Vorbehalt aufnehmen muß.
Im Zusammenhang hiermit dürfte man auch die Meldung amerikanischer Blätter über angebliche Verhan'dlungen zwischen der deutschen Reichsbahn und einer Gruppe Newyorker Banken betrachten können. Wenn derartige Verhandlungen über die Unterbringung deutscher Reichsbahn- Vorzugsaktien in Höhe von angeblich 300 Millionen RMk. möglich sind, dann dürfte dies gegen die Nervosität sprechen, die aus den Informationen des „Journal of commerce" herausklingt. Wie wir hören, trägt man sich tatsächlich in der Hauptverwaltung der Reichsbahn nach wie vor mit dem Plan, eine derartige Transaktion vorzunehmen, und zwar bestehen Anzeichen dafür, daß auch die Bedenken des Reparationsagenten gegen die Verwendung von Relchsbcchnobligationen für die
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Liquidationsgeschädigten beseitigt werden. 2 glaubt jedoch nicht, daß die Reichsbahn s ch jetzt auf den Anleihemarkt treten wird, vor allem
deshalb nicht, weil man Diskussionen, wie sie anläßlich der Preußenanleihe aufgetaucht sind, vermeiden will. Zur Zeit wird unverbindlich als Termin das kommende Frühjahr genannt.
Ernrsuns SchmSt-rrsrnhold.
Gestern fand eine Besprechung des früheren Reichsfinanzministers Dr. Reinhold mit dem Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht über die Frage statt, wieweit die Reichsbank bei der Auflegung der 500 Millionen-Anleihe des Reiches hinzugezogen und über die Einzecheiten der Anleihe unterrichtet worden ist. Wie die „Voss. Ztg." hört, hat sich bei der Besprechung bestätigt, daß die Reichsbank tatsächlich von dem Bevorstohen der Anleihe unterrichtet gewesen ist, wie sie ja dann auch bei der Auflegung der Anleihe die Führung des Anleihekonsortiums übernommen hat. Der Tatbestand über die damaligen Verhandlungen zwischen Reichsbank und Reichsfinanzministerium wurde in einem Kommu- niqé festgelegt und von Dr. Schacht und Dr. Reinhold gezeichnet, das alsbald der Öffentlichkeit übergeben werden soll.
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Sardinien und Sizilien reden eine ernste Sprache und sollten den Franzosen doch zu denken geben. Ebenso die verschiedenen Aeußerungen Mussolinis über das „Mare Romanum" und feine Drohung, daß in Zukunft kein weiterer Platz an einer der gangsstraßen zum Mittelländischen Meer^in die Hand einer fremden Großmacht kommen dürfe. f
Zwei Zwecke verfolgt Mussolini mit seiner Flottendemostration. Einmal will er bei der jetzt beginnenden Tangerkonferenz beteiligt sein, aus der Konferenz zu zweien, zu der später England Stellung nehmen wollte, soll eine Vierer-Konferenz werden. Sodann sollen auf dieser Konferenz nicht nur die marokkanische Fragen besprochen, sondern die sämtlichen Mittelmeerprobleme aufgerollt werden. Mussolini hofft hierbei große Erfolge dadurch erringen zu können, daß er durch geschicktes Nachgeben in der langerfrage andere Kom-
pensationen zu erreichen hofft.
»SMe ttalieniftMfranifc&e Ittittel- nreevsoltdavttÄt".
Madrid, 1. Nov. Das häufig offiziöse Blatt „El Debate" veröffentlicht einen Artikel über die „Mittelmeersolidarität" und brlnu gleichzeitig ein Bild Mussolinis mit einer Widmung, in der der Duce Spanien im Namen dieser Solidarität begrüßt. Die Zeitung hebt die gerichtlichen Gründe für eine Annäherung zwischen Sp nien und Italien hervor und weist auf die gleichartigen Regierungsformen hin. Noch stärker sei diese Solidarität durch außenpolitische Gründe gerechtfertigt. Die gegenseitigen Besuche der Könige beider Länder gäben Gelegenheit, die Mittelmeersolidarität beider
Die „prawda" vermutet, daß das Attentat von makedonischen Föderalisten verübt worden sei. Der makedonische Autonomistenführer Michailow Wantschew, dessen Vater und Bruder gestern dem Revolverattentat zum Opfer fielen, ist der Gatte von Mencia Earniciu, die vor drei Jahren im Wiener Vurgtheater den Führer der makedonischen Föde- ________ _ _________________ ralisten, Todor Panizza, erschossen halte. Das gest- meerloltdarität müsse in der Zukunft zu einer Ber- rige Attentat in Slip fei offenbar ein Racheakt der
Mächte zu betonen. Spanien, das seine Mittel- meerposition stärken wolle, beabsichtige, seine europäische Politik auf die Freundschaft Portugal und Italien zu stützen. Die italienisch-spanische Mittel-
einigung der Geschicke Spaniens und Italiens in irgendeiner Form führen.
Englands Gtzmvaihlen für Statten*
Paris, 1. Nov. Eine Havasmeldung aus London fügt der Nachricht über die Abfahrt des italienischen Geschwaders aus Tanger ein Kommentar bei, in dem es heißt: Der Besuch des italienischen Geschwaders in Tanger werde in englischen diplomatischen Kreisen als wichtiges Ereignis betrachtet, dessen Tragweite man aber nicht übertreiben dürfe. Der Besuch könne keineswegs zu Beunruhigung Anlaß geben. Wie man wisse, feien die Engländer der Auffassung, daß vor Beendigung der englischfranzösischen Verhandlungen von Beratungen zu vieren keine Rede sein könne. Die Einberufung einer internationalen Konferenz werde zurzeit von der englischen Regierung nicht erwogen. Der „Daily Telegraph" bringt einen Artikel, der die starken Sympathien Englands für die italienische Handlungsweise und die italienischen Ziele in Tanger zum Ausdruck bringt. Der Vergleich mit einem sogenannten Panthersprung sei höchst oberflächlich. Es sei zu begrüßen, daß die italienische Regierung endlich den schleppenden Gang der Verhandlung zwischen Frankreich und Spanien beschleunigen wolle.
Dev ZtssawmettsMttS dev KaLwnaMbevaSen und v. Deutsch- uutSsuÄZeu in Vasevu.
Nürnberg, 2. Nov. Die Nationalliberale Landespartei teilt mit: Ein Teil der Presse hat in der Berichterstattung über den Würzburger Parteitag der Deutschnationalen den Ereignissen insofern vorausgegriffen, als er den geplanten Zusammenschluß der Nationalliberalen Partei und der Deutschnationalen bereits als vollzogen meldete. Der Deutschnationale Parteitag hat lediglich den Entwurf des Abkommens gebilligt, der am 26. Oktober zwischen den Führern der beiden Parteien beschlossen wurde. Landesvorstand und Vertretertag der Nationalliberalen Landespartei werden am 19. und 20. November über den Entwurf zu entscheidens haben. Es ist nach Lage der Sache allerdings zu hoffen, daß Zustimmung erfolgt.
NavSameuèavrsruus ^ovgauMeviev LNützissaus^.
Berlin, 1. Nov. Die „Voff. Zeitung" meldet aus Dresden, der national-sozialistische Abgeordnete Kapitänleutnant v. Mücke habe sein Landtagsmandat niedergelegt. In der Begründung erklärt Mücke, daß Parlamentarismus „organisierter Müßiggang" sei. Demgegenüber stellt der Präsident fest, daß Mücke in 19 von 47 Sitzungen über. Haupt gefehlt habe. In den übrigen Sitzungen sei er meist nur kurze Zeit gewesen und in den Ausschußsitzungen nicht ein einziges Mal.
Regelung des Maln- und SWein- fvasen.
München, 1. Nov. Der in den vergangenen Tagen erfolgte Besuch des Reichsverkehrsministers Dr. Koch gab, wie amtlich mitgeteilt wird, Gelegenheit zu eingehenden Besprechungen zwischen dem zuständigen Innenminister und dem Reichsverkehrsminister über die Frage des Ausbaues der Kraftwerke am Main und über die Fortführung der Mainkanalisation. Als vorläufiges Ergebnis dieser Verhandlungen wird mitgeteilt, daß vom Reichsverkehrsminister noch vor seiner Abreise die Genehmigung zur Erteilung des Zuschlags für die Bauarbeiten an der dritten Stufe bei Klingenberg erteilt worden ist. Außerdem wurden gewisse Abmachungen getroffen, welche die endgültige Lösung der Frage, ob bei der Mainkanalisation die vorgesehenen Kraftwerke ausgebaut werden, sicherstellen. Zugleich wurde auch die Frage der Rheinbrücken zum Abschluß gebracht und festgestellt, daß Uebereinstimmung darin besteht, daß die drei Rheinbrückenprojekte unter allen Umständen so schnell wie möglich zur Ausführung gebracht werden müssen.
^i« neues Attentat in Makedonien.
Belgrad, 1. Nov. In der südserbischen Stadt Slip, wo vor einigen Wochen der Drigadegeneral Kowatschewitsch von makedonischen Konntadschis ermordet wurde, hat sich gestern abend neundlngs ein politisches Attentat abgespielt. Auf der Bregal- nitza-Brücke gaben gegen 21 Uhr unbekannte Täter mehrere Revolverschüsse auf den Vater und den Bruder des bekannten Führers der Makedonischen Autonomislen. Michailow Wantschow, ab, die gerade die Brücke passierten. Be.de Männer wurden tödlich getroffen und starben innerhalb weniger Minuten Die Täter entkamen in der Dunkelheit und in der allgemeinen Panik unter den Passan-