Einzelbild herunterladen
 

303. ^^wmd

Gfrfünungdort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Für plahvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hamm«rstr.9 / Femspr. 3956, 3957,3958

drfdjeint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage. / Lezugspreis: Für den halben Monat RM.1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Lrei'te 8 R-Pfg.» im ReNameteil von 68 mm Äreite 25 R-Pfg. ^ Ofsertengebühr so R-Pfg.

Land

1922

22. GAsers

idk. 252

Dormevstas de«

Das Km-efLs.

Reichsfinanzminister Dr. Köhler gab gestern n Haushaltsausschuß eine Darstellung der Finanz- :ge des Reiches. Die Mitteilungen über das Memo- mdum des Reparationsagenien wurden für oer- aulich erklärt.

Der Strafrechtsausschuß des Reichstags be- häftigte sich mit der Todesstrafe im neuen Siraf- Hiesetzbuch.

Nach den neuesten Meldungen sind fast alle iassagiere derPrineipessa Mafalda" gerettet war­en.

Der Pariser Petljura-Prozeß endete mit der reisprechung des Angeklagten Schwarzbart.

rtumâuiMe SUaem- «SÄvkKte«.

Nachrichten aus Rumänien stellen den Aus­ruch innerer Unruhen als möglich oder gar ls wahrscheinlich hin. Die strenge Zensur, die i Rumänien geübt wird, und die häufige Sperrung des Telegraphendrahtes geben den vielen umlaufenden Gerüchten neue Nahrung, ste Alarmnachrichten gruppieren sich, wie zu rwarten ist, um die Person des früheren ^manischen Kronprinzen Carol, der bekanntlich ezwungen worden ist, auf seine Ansprüche als Hronfolger zu verzichten und der gegenwärtig i Paris weilt. Zwischen ihm und einigen kumänischen Parteiführern sollen neuerdings Beziehungen angeknüpft worden sein. Es wird ehauptet, daß man bei dem früheren Staats- kretär Manoilescu, der kürzlich von einer Pariser Reise nach Bukarest zurückgekehrt ist, impromittierende Schriftstücke gefunden habe, ie auf das Bestehen einer Verschwörung Hin­reisen.

Auch die Königin-Witwe Maria spielt in iefen Kombinationen eine bedeutende Rolle. Mie soll sich seit dem Tode des Königs Ferdi­and sehr stark zurückgesetzt.fühlen. Ihre Hoff- ung, in der Regentschaft das entscheidende 3ort zu sprechen, hat sie betrogen. Der rumä= ische Ministerpräsident Bratianu hat sich, wie erichtet wird, allen ihren Bemühungen ent= hieden widersetzt und mit der Königin Elena, er Mutter des zukünftigen, vorläufig noch un= lündigen Königs Michael, einen Pakt ge- hlosfen. Die Königin-Witwe Maria ist da- urch vollständig aus ihrer früheren Stellung erdrängt worden. Sie soll nun, um sich an Zratianu ebenso wie an der Königin Elena zu ächen, mit ihrem Sohne, dem früheren Kron- rinzen Carol, die Fühlung wieder aufgenom- ien haben und sehr lebhaft den Plan unter- ützen, den Prinzen Carol in seine frühere Vürde wieder einzusetzen und zum Könige uszurufen. So wird die Königin-Witwe Rarta persönlich mit den angeblichen Ver- Hwörungsabsichten in Verbindung gebracht nd es wird so dargestellt, als treffe sie mit ,en Parteiführern der Opposition auf rumä- ischem Boden die Vorbereitungen zu einem Umsturz der gegenwärtigen Regierungsver- ältnisse und zu einem triumphartigen Einzug )res Sohnes Carol in die rumänische Haupt- cadt.

Ganz ohne Hintergrund scheinen die rumä- ischen Alarmnachrichten nicht zu sein. Es ürd zwar von offizieller rumänischer Seite mit llem Nachdruck dementiert, daß die Königin- üitwe Maria sich irgendwie um Politik füm= iere und mit ihrer gegenwärtigen Stellung mzufrieden sei. Aber es wird doch wohl nicht u bestreiten sein, daß der frühere Konprinz larol Rückkehrpläne schmiedet und daß in Ru- nänien selbst die Parteiführer der Opposition ie Hoffnung hegen und wohl auch darauf hin- rbeiten, mit Hilfe einer Volksbewegung für en verbannten Königssohn ans Ruder zu ge- angen. Daß die Königin-Witwe Maria mit hren Sympathien auf der Seite dieser Be- rrebungen steht, ist wohl auch nicht zu be- weifeln. Trotzdem ist sicher damit zu rechnen, die Ruhe und die gegenwärtige Regie- ungsverhältnisse in Rumänien aufrecht er- lalten werden. Nach der Versicherung unpar- eiischer Gewährsmänner, die erst kürzlich in Rumänien geweilt haben und die dortigen Ver­hältnisse genau kennen, ist von irgend einer Jolksbewegung zugunsten des früheren Kron- irinzen Carol nichts zu merken. Die Oppo- ichtion gibt sich zwar Mühe, Beunruhigung mter das Volk zu tragen und es ist auch weifellos eine gewisse politische Spannung vor- »anden. Der Ministerpräsident Bratianu hat »der die RegierungsaewalL ganz fest in feiner

Mae Gifsnhahnkaiafirophe in SeVvien.

Die evfte LNeldnns svvichi von MC Toten. Nach anderen Meldungen soll die Lahl der Todesopfer nur gering fein.

Paris, 27. Oft Einer Agenturmeldung zu- folge soll sich in der Rahe von Serajewo ein Eisen­bahnunglück ereignet haben, bei dem über 200 Per­sonen ums Leben gekommen seien.

Budapest, 20. Okt. Die Pariser Meldung von dem Eisenbahnunglück bei Serajewo bestätigt sich. Die Lisenbahnbrücke der Strecke SerajewoMostar stürzte in dem Augenblick zusammen, als ein Zug über sie hinweg fuhr. Der Zug stürzte in eine 50

Zum MWèessang der ^Oeittcipeßka- MaßaSda^.

Saft alle Paffasieve gerettet.

Rio de Janeiro, 26. Okt. Ueber den Untergang des DampfersPrineipessa Mafalda" werden fol­gende DinzelhMen bekannt: Die Katastrophe ereig­nete sich gegen 7 Uhr abends, als die Passagiere beim Abendessen versammelt waren. Das Schiff hielt sich nach einer neueren Meldung nach vier Stunden. Um die Rettungsboote entspann sich zmi- 'chen den Passagieren ein wilder Kampf. Eine ganze Anzahl Passagiere sprang, mit Schmimmgürteln versehen, über Bord. Der Bordfunker sandte Hilfe­rufe nach allen Seiten aus, die auch von zahlreichen Schiffen aufgefangen wurden. Alle Geretteten sind nach Rio de.Janeiro gebracht worden.

Nach einem Funstpruch eines der bei den Bergungsarbeiten beteiligten Dampfers ist der Untergang derPrineipessa Mafalda" auf eine Kesselexplosion zurückzuführen. Andere in Rio de Janeiro vingetroffene Nachrichten scheinen die zu­erst geäußerte Vermutung zu bestätigen, daß der DampferMafalda" an einem Riff geschei­tert ist. An der Unglücksstelle bilden die unmar­kierten, bis an die Oberfläche des Wassers reichen­den Felsen eine Gefahr für die Schiffahrt. Im ver­gangenen Frühjahr stieß der amerikanische Dampfer Western World" auf der Fahrt von Buenos Aires nach Newyork auf einen dieser Felsen und konnte nur mit großer Mühe geborgen werden. Nach Mel­dungen, die beim brasilianischen Marineministerium eingelaufen sind, liegt der Schauplatz des Unglücks bei dem unweit der Küste gelegenen Abrolhos- Archipel, einer Gruppe niedriger Felseneilande in der Nähe von Porto-Alegro, Halbwegs zwischen Bahia und Rio de Janeiro.

Die Stelle, an der der PassagierdampferPrinci- pessa Mafalda" untergegangen ist, biegt etwa 130 Seemeilen südlich von Bahia. Unter den Fahrgästen des Dampfers befanden sich viele, die nach Argentinien wuswandevn wollten. Hunderte wurden in heldenmütiger, aufopferungsvoller Tä­tigkeit von der Besatzung der vier Schiffe, die auf die drahtlosen Hilferufe derPrineipessa Mafalda" an die Unglücksstätte geeilt waren, gerettet. Viele Fahrgäste derPrineipessa Mafalda" retteten sich in die Boote oder auf Planken, andere sprangen mit Schwimmwesten über Bord. Der brasilianische

Hand und kan sich auf das Heer sicher ver­lassen.

09« eZnssr AMon der Ekavollften?

Belgrad, 26. Oft Rach den hier über die Lage in Rumänien vorliegenden Meldun- gen hat die Verhaftung des früheren Unter­staalssekretärs Manoilescu in ganz Ru­mänien große Aufregung hervorgerufen. Die Regierung betrachtet die Lage als sehr ernst und das offiziöse Regierungsorgan Viitorul" kündigt scharfe Maßnahmen zum Schutze der Verfassung und der konstitutionellen Ordnung an. Die rumänischen Blätter dürfen über die Verhaftung Manoiles- cus nicht berichten. Demgemäß erschien das BlattAdeverul" gestern mit großen Zensur­lücken. Der gesamte Telephonver- kehrmit dem Auslande ist seit gestern abend 20.30 Uhr unterbrochen, während der Telegraphen- und Postverkehr unter strengste Zensur gestellt worden ist Der Ver­haftung Manoilescus folgte gestern auch die des Journalisten Rikolal âocea. Auch dessen Schwester, eine Anhängerin des Prinzen Carols, wurde verhaftet. Rach weiteren Mel­dungen aus Bukarest soll sich die Lage in Ru­mänien inzwischen kritisch gestaltet haben. Man befürchtet eine ernstere Aktion der Carol- Freunde. Die Regierung unternimmt daher Schritte, diese Aktion bereits rm Äeime zu er­

Meter liefe Schlucht. Einzelheiten über den Unfall fehlen noch. Rach bisherigen Feststellungen find 200 Personen getötet Der Materialschaden ist sehr groß.

Berlin, 27. Oft Bisher liegt eine Bestätigung der Budapester Blällermeldung über das Eisen­bahnunglück bei Serajewo noch nicht vor. Die Meldung wurde vompeffi Hirlap" verbreitet. Rachrichten aus anderen Quellen besagen, daß die Zahl der Todesopfer nur gering ist.

KreuzerRio Grande do Suk" ist ausgelaufen, um bei dem Retdungswerk sich zu beteiligen. Usbrigens war vor einer Reihe von Jahren über die Vor­gängerin derPrineipessa Mafalda", die sich da­mals auf der Fahrt von Buenos Aires nach Italien befand, ebenfalls eine Unglücksnachricht verbreitet worden. Es war damals gemeldet worden, daß das Schiff auf eine Mine aufgelaufen und gesunken sei, wobei 700 Menschen ums - Leben gekommen sein sollten. Dieser Bericht hatte sich indessen als unrich­tig herausgestellt.

Der DampferMafalda" wurde gestern hier und für Samstag in Buenos Aires erwartet. Er stand unter dem Befehl des Kapitäns Simone Guli. DiePrinoipesfa Mafalda" der Navigazione Gene- rale Jtaliana war eines der schönsten und modern- sten Schiffe im italienischen Pasfagierverkehr. Sie verkehrte auf der Luxus-Eillinie von Genua und Barcelona nach Rio de Janeiro und anderen süd- amrikanlschen Hauptstädten. Der Dampfer war 150 Meter lang, 17 Meter breit, umfaßte 12 000 Tonnen und hatte eine FahrtgefchwiNdiakeit von 18 Meilen in der Stunde. Gerade angesichts der Katastrophe ist es von Interesse, daß das Schiff in zehn wasser­dichte Abteilungen geteilt und in feiner ganzen Länge mit doppeltem Boden versehen war. Der Prospekt der Gesellschaft zeigt in seinen Abbildun­gen die außerordentlich luxuriöse und elegante Aus- stattung der Säle und der Kabinen.

Rom, 26. Okt. Nach den letzten hier eingegan­genen Meldungen" hat sich die Zahl der Geretteten des DampfersMafalda^ auf etwa 1200 erhöht. Im ganzen waren auf dem Schiff 968 Passagiere und 240 Mann Besatzung. Die Zahl der Opfer ist also wesentlich geringer als man zunächst fürchtete. Man hofft, daß sie sich noch weiter verringern wird.

Der Direktor des Zirkus Hagenbeck in Hamburg, Vollrath, befiibet sich nach Mitteilung der Blätter unter den Geretteten auf dem holländischen DampferElhena". Er hat bereits an seine Mutter einen Funkspruch gelangen lassen.

Paris, 27. Oft havas meldet aus Rio de Janeiro, ein Junffprud) des DampfersFormosa" berichtet, daß beinah alle Passagiere des Dampfers Prineipessa Mafalda" gerettet worden seien.

sticken. Sämtliche staatlichen und öffentlichen Gebäude stehen seit gestern unter militä­rischer Bewachung. Die Regierung hat den Führern der Opposition mit Verhaftung gedroht, falls sich ein ähnlicher versuch zur Trübung der Staatsordnung wiederholen sollte. Auch soll in diesem Fall der B e l a g e - rungszustand in ganz Rumänien ver­hängt werden. Die Reise der Prinzessin Helene nach Italien ist auf unbestimmte Zett ver­schoben worden.

Wie weiter gemeldet wird, hat General Averescu die Führer der Oppositionspar­teien zu einer Besprechung über die politische Lage zusammengerufen. Wie verlautet, beab­sichtigt die Opposition am Donnerstag eine Interpellation wegen der Verhaftung Manoi­lescus einzubringen. Sämtliche führenden Persönlichkeiten der Opposition haben gegen die Verhaftung Manoilescus Einspruch erhoben.

Rach bisher unbestätigten Gerüchten, die aus Bukarest in Temesvar eingetroffen sind, hat die Regierung den bekannten Abgeordneten Dr. Julius Manin, den Führer der natio­nalen Bauernpartei, unter Polizeiauf­sicht g e st e l l t. Es verlautet jedoch, daß es Manin gelungen sei, zu f l i e h e n, und sich an einem den Behörden unbekannten Orte zu ver- bergen. Eine Version besagt, daß Manin im königlichen Schlosse Zuflucht gefunden habe.

Wegen der unerbittlich strengen Zensur darf über diese Angelegenheit nichts berichtet werden.

Wie derLokalanzeiger" berichtet, beur­teilen Berliner rumänische Kreise die Lage in Rumänien optimistisch. Mit einer Aenderung der jetzt verfasiungsmäßig festgelegten Thron­folge sei unter keinen Umständen zu rechnen, und eine Parteinahme einzelner Kreise in Ru­mänien für den früheren Kronprinzen Carol könne die Regierung oder die innere Ruhe des Landes niemals ernstlich er­schüttern.

Deins tfawl sm? Verhaftung Manollefens.

Paris, 26. Okt. Ein Vertreter der Agent«! Havas hatte mit dem Prinzen Carol eine Uw terredung über die Verhaftung Manoile cus und die Rückwirkungen dieses Ereignisses^ Carol gibt zu, daß Manoilescu der Uebermi tler von Briefen gewesen sei, die er an die Führer der politischen rumänischen Parteien, ebenso wie an den rumänischen Ministerpräsidenten gerichtet habe. Er halte es für ein elementares Recht zu fordern, daß feine Erklärungen zur Kenntnis des Landes gebracht würden, um dem Volk die gesetzliche Möglichkeit zu geben, in voller Kenntnis der Sachlage ein freies Ur* teil zu fällen. Auf die Frage, welche Wirkung die Verhaftung Manoilsecus in Rumänien haben würde, erklärte Carol: Wenn die Regie­rung sich nicht fürchten würde, hätte sie sicher­lich nicht derart ernste Maßnahmen getrostem Ich lege Wert darauf zu erklären, daß die Regierung selbst, indem sie jede Erörterung über die dynastische Frage untersagt, diese fort­gesetzt durch ihre Provozierungen aufwirft. Ich betrachte das, was sich ereignet hat als eine direkte Provozierung und eine Verletzung der freien Meinungsäußerung meines Landes, welches allein das Recht hat, sich über diese Frage auszusprechen. Durch derartige Hand­lungen, wie die Verhaftung Manoilescus, hat die gegenwärtige Regierung eine schwere Ver­antwortung übernommen, deren Folgen auf sie allein zurückfallen werden.

Bukarest, 26. Okt. Heute fand von 11 bts 13 Uhr ein Ministerrat statt, in dem die Frage der Verhaftung Manoilescus behandelt wurden Die Untersuchung gegen Manoilescu ist noch nicht beendet. Außerdem wurde noch die Tagesordnung für die morgige Parlaments^ debatte, die um 3 Uhr beginnt, festgesetzt. Sämtliche Nachrichten über bevorstehende sen­sationelle Verhaftungen gehören in das Reich der Phantasie. Die Blätter berichten, daß ein Brief der Frau Lupescu an ihre Mutter gefunden worden ist, in dem diese schreibt, daß ihre Trennung von ihrem Freund Carol nur eine formale sei mit Rücksicht auf bestimmte politische Zwecke, die von Carol verfolgt wer­den. Der Chiffreschlüssel, der bei der Durch­suchung Manoilescus gefunden wurde, ist jetzt in den Händen der militärischen Gerichtsbehör­den. Es wird versichert, daß Frau Manoilescu ebenfalls einen anderen Chiffreschlüsiel hatte, den sie jedoch vor den Durchsuchungen ver­brannt haben soll. Die Regierungspresse betont, daß die Regierung fest entschlossen ist, mit aller nötigen Energie die verfassungsmäßige Ord­nung zu verteidigen. Es wird von der Bildung eines Oppositionsblocks gesprochen, für den General Averescu die" Jnitiattve ergreifen würde. Professor Iorga habe an Manin einen Brief geschickt, in dem eine gemeinsame Aktton vorgeschlagen wird. All diese Versionen sind nicht nachprüfbar. Im ganzen Lande herrscht vollkommene Ruhe, es wurden keinerlei Son­dermaßnahmen getroffen mit Ausnahme sol­cher, die den Zweck haben, die Verbreitung fal­scher Meldungen oder tendenziöser Berichte zu verhindern.

Sambuvsev KesrevtmsSbttdtms ohne â. p.

Die Verhandlungen zwischen Vertretern der $. p. D. und der st P. D. sowie der Hamburger Ortsausschusses der Gewerkschaften, die gestern nach­mittag im Hamburger Gewerkschaftshaus stattfan­den, sind, wie dervorwärts" meldet, an den un­erfüllbaren Forderungen der K. P. D. gescheitert. Der Vertreter der Sozialdemokratie erklärte im Ver­lauf der verhandlungeu, daß das Verhalten der Kommunisten die Sozialdemokratie zwinge, eine Koalition mit anderen Parteien zu bilden. Der den Vorsitz führende Gewerkschaftsführer Ehrenteil stellte am Schluß der Sitzung fest, daß die Be­mühungen des Ortsausschusses der Gewerkschaften, eine gemeinsame Basis für eine Zusammenarbeit in der neuen Bürgerschaft zu finden, bei der sozial­demokratischen Partei unbedingtes Entgegenkom­men gefunden hätten, während die K. P. D. keiner­lei positive Grundlage für solche ZnjammeWrbeü gegeben Hai,