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scheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben »ionat KM. 1.-, für den ganzen Monat KM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, zamStag 12 K-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm breite JUpfg., im KeNameteil von 68 mm Breite 25 K-Pfg. / Osfertengebühr 50 K-Pfg.

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DaS KsWsKs.

Im Bildungsausschuß des Reichstages begann km die Beratung der Reichsschulgesetzoorlage.

Der Reichsfinanzminister hat gestern die iktionssührer des Reichstages über das Memo- idum des Reparationsagenten informiert. Aus ser Information geht hervor, daß Dr. Köhler ist die Anregung zu dem Memorandum gegeben

Der Gewerkschaftsring macht in einer Ein- Ine an die Reichsregierung auf die steigende uerung aufmerksam.

Die vorbereitende Abrüstungskommission ist f den 30. November einberufen worden.

Der italienische PassagievdampferPrinci- ssa Mafalda" ist gesunken. Von 1300 Passagieren d 720 gerettet. Ueber das Schicksal der anderen ihrgäste ist bis jetzt noch nichts bekannt.

IIDie WkvtsKaftsvevhand- luuse« mit Vosen.

Das Kabinett wird sich am Donnerstag mit r Frage der deutsch-polnischen Wirtschafts- rhandlungen beschäftigen. Man hat ke­nntlich in der Frage des Niederlassungs- chtes ein vorläufiges Abkommen erzielt, das r die eigentlichen Handelsvertragsverhand- ngen den Weg ebnet. Die unbegründeten usweisungen von Reichsdeutschen, namentlich rs dem polnischen Oberschlesien, wirkten in :m früheren Stadium der Verhandlungen so wend, daß Deutschland eine Fortsetzung der s-ha-ndinngen ablehnen mußte. Nachdem -nlichen Zwischenfällen eine gewisse Schranke ?3ogen ist, steht den Wirtschaftsverhandlustgen n politisches Hindernis nicht mehr im Wegs, rotzdem wollen die Verhandlungen nicht in ang kommen. Vielmehr haben sich die chwierigkeiten in den Handelsbeziehungen eutschlands zu Polen durch den Erlaß einer Rutschen Verordnung über die Einführung on Maximalzöllen noch verschärft. Sollte die Verordnung durchgeführt werden, so mühten ie deutschen Waren im polnischen Zollgebiet en doppelten Betrag des normalen Zolles 'agen. Wie erinnerlich, hat Deutschland den irlaß dieser Verordnung mit einem Protest eantwortet, da man unbedingt der Auffassung nn mußte, daß Polen die Verordnung nur rlassen hatte, um damit einen Druck auf die eutschen Entschließungen auszuüben. Die Voraussetzungen für erfolgreiche Handelsver- ragsverhandlungen find also in der letzten Zeit ächt gerade günstiger geworden, obgleich man nzwischen politische Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt hat.

Unter diesen Umständen kommt den b e- >orst ehenden Kabinettsberatun- ;en eine ganz besondere Bedeu- ung zu. Es ist bekannt, daß die wirtschaft- ichen Hindernisse, die dem Abschluß eines leutsch-polnischen Handelsvertrages bisher im Wege gestanden haben, auf dem Gebiete der Kohlen- und der landwirtschaftlichen Produk­tion liegen. Polen verlangt für die Einfuhr iberschlesischer Kohle eine Erhöhung seines Kontingents und besteht nicht minder auf der Zulassung einer beträchtlichen Menge polnischer Landwirtschaftserzeugnisse. Dabei spielt na­mentlich die Einfuhr polnischer Schweine eine große Rolle. Im Kabinett wird man sich am Donnerstag wohl mit der Frage beschäftigen, inwieweit man überhaupt den polnischen Wünschen entgegenkommen kann. Dabei wird ein Ausgleich zwischen der Auffassung der deutschen Landwirtschaft und der deutschen In­dustrie gefunden werden müssen. Wie bei allen anderen Handelsverträgen wird es auch hier nicht zu umgehen sein, daß wir die Einfuhr deutscher Jndustrieerzeugnisse nach Polen mit der Zulassung polnischer Landwirtschafts­erzeugnisse erkaufen. Es wird sich nun darum handeln, wie im Einzelnen der Ausgleich ge­schaffen werden kann. Wird im Kabinett da­rüber ein Einverständnis erzielt, so werden wohl auch die Handelsvertragsverhandlungen mit Polen wieder ausgenommen werden kön­nen. Ob man damit eine erfolgversprechende Verhandlungsbasis schafft, wird allerdings dann immer noch von den Polen abhängen, die bisher immer noch ihre wirtschaftlichen Ge­sichtspunkte ihren politischen Bestrebungen untergeordnet haben.

Vvok. Sattel übev die Änduvrb- fMvbavkett des TsanssseV.

London, 25. Okt. Das bekannte City-Blatt Financial Times" nimmt heute morgen. Stellung zur Reparations- und Anleihefrage und lagt: Die Privatgläubiger Deutschlands suchen Trost |

Die Denkschrift des rrevarations- asenten.

Die Dovseschichte des Memorandums. - Varker Gilberts Schritt von âdblev selbst veranlaßt.

V e r l i n, 25. Ott Wie das Wolffbüro von unter­richteter parlamentarischer Seite erfährt, steht so­wohl der Reparationsagent, als auch die Reichs­regierung den Indiskretionen, durch die das Memo­randum des Reparalionsagenlen bekannt wurde, vollkommen fern. Das Memorandum ist keine isolierte Aktion gewesen, dem Reichsfinanz­minister vielmehr, wie es auch in dem Begleitbrief Parker Gilberts zum Ausdruck kommt, aufgrund gegenseitiger Vereinbarung übermit­telt worden. Es gehl zurück auf den Zwischenbericht des Reparalionsagenlen vom 10. Juni ds. Js der sich sehr eingehend mit dem öffentlichen Finanz­wesen des Reiches, der Länder und der Gemeinden und mit der Währungs- und Kreditpolitik beschäf­tigte. Dieser Zwischenbericht ist Gegenstand zahlrei­cher Aussprachen zwischen dem Reichsfinanzmini­sterium und dem Reparationsagenten gewesen. Sie wurden während der Ferienzeit unterbrochen, aber gleich nach der Rückkehr Parker Gilberts von seiner Amerikareise wieder ausgenommen. Es ist anzuneh­men, daß sich diese Unterhaltungen auch im Reichs­etat für 1928 auswirken werden, der in den näch­sten Wochen dem Reichstag zugehl. Bei all diesen Besprechungen wurden natürlich auch die schweben­den Gesetzentwürfe behandelt. Dabei wurde auf Wunsch des Reichsfinanzminislers vereinbart, daß der Reparalionsagcnt feine Auffassungen einmal schriftlich zusammenstellen sollte und daß diese Auf­zeichnungen dann als Unterlage für die weiteren Besprechungen und Maßnahmen dienen sollten. Schon aus diesen Zusamme hängen ergibt sich, daß die Angriffe, die in der Presse gegen den Reparationsagenten laut wurden, nicht am Platze sind. Reichsregierung und Reparationsagent be­dauern die Indiskretionen gleichermaßen, umsomehr, als die Vorgeschichte der Denkschrift ja ein Beweis für das fachliche Zusammenarbeiten des Repara­tionsagenten mit dem Reichsfinanzministerium ist. Bedenken gegen eine Politik steigender Ausgaben hat der Reparationsagent bekanntlich schon in seinem Junibericht zum Ausdruck gebracht. Sie setzen in dem Augenblick ein, wo der Nachtragselat für 1926 eingebrachi wurde und wurden dann verstärkt durch die Regelung des Finanzausgleiches. In parlamen­tarischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß in diesem Jahre tatsächlich mehr Gesetzesvorlagen zu verzeichnen sind, als im Vorjahr, und daß diese Ent­würfe naturgemäß eine Auswirkung auf die Fi- nanzgcbahrunq haben. Diese Vermehrung der Vor­lagen hat ihren Grund darin, daß die Notwendigkeit für sie mit der Zeit immer dringlicher wurde und daß man in Kreisen der Reichsregierung ihre Er­ledigung für wünschenswert hielt, bevor der Repa- ralionsplan beim Eintritt seiner stärkeren Auswir­kung alle Kräfte in Anspruch nahm. Die Be­sprechungen, die der Reichsfinanzminister mit dem Reparalionsagenlen halte, dürften all diese Fragen mitbehandelt haben. Die letzte Besprechung fand am heutigen Dienstag statt. Es ist anzunehmen, daß die nächste Unterhaltung noch im Laufe dieser Woche siatlfinden wird und dâß namentlich bis zur Fertig­stellung des Jahresberichtes des Reparalionsagenlen, der im November erscheint, eine Anzahl weiterer folgen wird.

Durch phantastische amerikanische Berichte ist in der deutschen Oeffentlichkeit der Eindruck entstanden, als habe der Reparationsagent plötzlich einen Vorstoß unternommen, um in die Interna der deutschen Finanzverwaltung einzugreifen. Aus der vorstehenden Schilderung ergibt sich schon, daß diese Auffassung in keiner Weise das Richtige trifft. Tatsächlich hat nicht der Reparationsagent einen Vorstoß unter­nommen, sondern er ist von deutscher Seite er­sucht worden, alle die Erwägungen, die im Laufe der mündlichen Besprechung berührt worden sind, schriftlich niederzulegen und in dieser Form der Regierung zugänglich zu machen. Diesem Wunsche hat der Reparations­agent entsprochen. Rie wäre darüber etwas in die Oeffentlichkeit gedrungen, wenn nicht amerikanische Zeitungen eine Indiskretion be­gangen hätten, die sicher nicht dem Repara­tionsagenten persönlich zur Last fällt. Wie schon in der amtlichen Mitteilung erwähnt

in der Annahme, daß die Reparationsverpflichtun­gen hinterüen neuenAnleihen rangierten. Aber der SReparationsagent habe sich nie­mals auf diesen Standpunkt gestellt, und wenn man das einmal zugebe, müßte es zu bedenklichen in­ternationalen Konflikten führen. Deutsch­land selbst aber würde einen gewaltigen Fehler begehen, wenn es dieses Standpunkt einnehmen wollte. Verantwortliche deutsche Kreise sehen dies auch ein und warnten daher vor Aufnahme zu vieler Anleihen.

Financial News" veröffentlichen den an­gekündigten Artikel von Prof. Cassel über die

wurde, wird die Denkschrift des Reparations­agenten Gegenstand weiterer Verhandlungen fein. Die Reichsregierung wird sie beantworten und ihrerseits den Reparationsagenten die Auffassung darlegen, die sie zur Geltung brin­gen möchte. Es ergibt sich auf diese Weise die Möglichkeit, den Jahresbericht Parker Gilberts, der im November erscheinen wird, doch viel­leicht noch etwas zu beeinflussen, nachdem bis­her alle diese Berichte ohne vorherige Füh­lungnahme mit der deutschen Regierung er­stattet worden sind. Wie man aus dieser Dar­stellung ersehen kann, ist das Reichsbesoldungs­gesetz keineswegs der Kernpunkt des viel zi­tierten Memorandums und es besteht keine Veranlassung, in diesem Schriftstück ein Hinder­nis zu sehen, vor dem der Reichstag oder die Regierung bei der Regelung der Beamtenbe­soldung Halt machen müßten.

4tntevved«ns d. Srnanzminlsievs mit den VavteLfühvevn.

Berlin. 25. Okt. Reichsfinanzminister D r. Köhler empfing Dirnstag vormittag gemeinsam mit dem Reichskanzler Dr. Marx die Führer der Regierungsparteien, um ihnen Mitteilungen über die Besprechungen mit dem Reparationsagen­ten zu machen. Für die Deutschnationalen war Graf W e st a r p , für die Bayerische Volkspartei der Ab­geordnete Leicht, für das Zentrum der Abge­ordnete Brüning und für die Deutsche Volks. Sartei der Abgeordnete Dr. Scholz erschienen. Im nschluß an den Empfang der Regierungsparteien wurden um 11 Uhr die Führer der Oppositions­parteien nacheinander empfanden. Für die Sozial­demokraten waren die Abgeordneten Wels, Ditt­mann und Dr. Hilferding, für die Demokra­ten die Abgeordneten Koch-Weser und Di et - r i ch-Vaden und für die Wirtschaftliche Vereinigung der Abgeordnete Drewitz erschienen. Nach dem Empfang der Vertreter der Oppositionsparteien war eine Besprechung mit Vertretern der drei Gewerk­schaftsgruppen.

Wie das Nachrichtenbüro des VDZ. hört, unter­richtete der Reichsfinanzminister die Parteiführer über den Inhalt der Denkschrift des Reparations- agenlen, verpflichtete sie jedoch zu strengstem Still­schweigen. Da diese Denkschrift noch die Grundlage von Verhandlungen des Finanzministers mit dem Reparationsagenten bildet, dürfte Dr. Köhler im Hauptausschuß des Reichstages keine weiteren Er­klärungen zu bi eifer Angelegenheit abgeb e-n.

Nach einer weiteren Meldung wird die Denk­schrift des Reparationsagenten nicht veröffentlicht werden. Der Reichsfinanzminister wird am Mitt­woch im Ausschuß, dessen Verhandlungen öffentlich sind, darauf hinweisen, daß diese Denkschrift des Re­parationsagenten vorher in der amerikanischen Presse in sehr auffälliger Weise bekannt worden ist und daß künftig die Verhandlungen zwischen ihm und dem Reparationsagenten vertraulich bleiben müssen. Die Regierungsparteien wünschen, daß in den Verhandlungen des Hauptausschusses die Fi­nanzlage des Reiches ganz eingehend erörtert und erst auf dieser Grundlage dann die Besoldungsvor­lage der Reichs'-egierung behandelt wird.

Wie von zuständiger Stelle bestätigt wird, ge­denkt die Regierung

an der Desoldungsordnung festzuhalten.

Es wird keine Lösung angestrebt, die eine geringere finanzielle Belastung darstellen würde. Natürlich aber ist die Vorlage der Regierung nicht unantast­bar, vielmehr besteht die Möglichkeit, daß durch den Beschluß der Parteien noch Aenderungen vorgenom­men werden.

^avruettSftftuns übev die Stede des rteichsftnanrmrnrftevs.

Berlin, 25. Okt. Wie das Wolffbüro aus parla­mentarischen Kreisen erfährt, hielt das Reichskabinett heute abend eine Sitzung ab, die der Vorbereitung des Exposes galt, in dem der Reichsfinanzminister in der morgigen Sitzung des Hauptausschusses des Reichstages über die großen, mit dem Memorandum des Repakationsagenten zusammenhängenden Fi­nanzfragen berichten wird.

Undurchführbarkeit des Dawesplanes, und schicken voraus: Was man in Deutschland darüber denke, spiele keine Rolle, weil es sich um ein nicht beein- flußtes Urteil handle. Wenn aber ein hervorragen­der Sachverständiger des neutralen Auslandes das gleiche Urteil fälle, so verdiene das größte Auf­merksamkeit.

Pros Cassel führt aus: Die Politiker, die den Dawesplan durchgeführt hätten, wünschten einen Strom von Kapital von Deutschland nach dem Auslande zu leiten. Aber die wirtschaft­liche Notwendigkeit habe sich als st ä r k e r erwiesen, und habe den Strom genau in die gegenteilige Rich-

mit

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tung geleitet, vom Auslande nach Deutsch­land. Die internationalen Kapitalsbewegungen hätten in den letzten Jahren einen solchen Umfang angenommen, daß sie den ganzen Dawesplan über­schatteten. Die Frage sei, ob es in der ungeschlage­nen Richtung weitergehen könne. Es handle sich weniger darum, ob Deutschland das Geld aufbrin- gen könnte, als vielmehr um das Transfer- Problem. Davon allein hänge das Schicksal des ganzen Dawesplanes ab. Vorläufig sei es mit den vorgefchlagenen Arrangements gegangen, aber eines Tages müßten diese zusammenbrechen. Die Fähigkett Deutschlands, Ausländsanleihen aufzu­nehmen, sei begrenzt durch die dafür notwendigen Sicherheiten. Sobald aber die Anleihen auf- hörten, würden die Transfer-Schwierig­keiten entsprechend größer. Darauf müsse diq Welt beizeiten aufmerksam gemacht werden. Matt dürfe sich nicht auf das Sicherheitventil verlassen, das die Schöpfer des Dawesplanes für genügend hielten, in Wahrheit fei dies überhaupt kein Sicherheitsventil. Es gäbe nur es«« Ausweg aus all diesen Schwierigkeiten:

Die höhe der Reparationszahlungen allein doq dem Grade der Fähigkeit Deutschlands abhängig zu machen, einen Ueberschuß von Ausfuhr über Einfuhr zu erreichen, sodann von dex Bereitwilligkeit seiner Gläubiger, diesen Aeberfchuâ an Ausfuhr mit Grazie aufzun^meu.

Die Kosten des SthnSgekett-

Das Reichsinnenministerium begriffen, wie sich das Reichss auswirken würde. Von unterrichteter Seite wird D. A. Z." die vielfach genannte Zahl von 600 Millionen für die Kosten des SchÄgesetzes schon jetzt als phantastisch bezeichnet.

Die AaEEslge KraSttanS.

Berlin, 25. Okt. Wie in unterrichteten parlamea- tarischen Kreisen verlautet, steht, nachdem es sich« ist, daß Staatssekretär o. Schubert auf seinem Posten verbleiben wird, unter den Ka âten für ine Neubesetzung des Botschafterpostens in Washing­ton der Name des derzeitigen Botschafters in Madrid, des Grafen We-lczek, im Vordergrund.

Wird der Sattsbtrau- MeM Weeden 7

Tagung des Reichskohleurats am 3L Oftober.

In den letzten Tagen haben in Mitteldeutschland Erhebungen der Grubenverwaltungen über die Aus­wirkung der letzten Lohnerhöhung stattgefunden. Am Mittwochvormittag werden nunmehr die Syndrkè im Braunkohlenhaus in Berlin zusammentreten, um auf Grund der gesammelten Unterlagen die For­derungen zu formulieren, die dem Großen Aussâpch des Reichskohleurats am 31. Oktober unterbreitet werden.

Wie uns aus Halle gemeldet wird, besteht noch keine Einheillichkeit innerhalb der Zechenverwaltun­gen und der Syndikate über die Erhöhungen, die vom Reichskohlenrat gefordert werden. Es verlautet jedoch, daß entsprechend den tariflichen Abstuftw­gen Erhöhungen bis zu 10 v. H. gefordert werden. Ob für den Verbraucher eine Erhöhung der Kohlen­preise Tatsache werden wird, hängt- allerdings letzten Endes vom Reichswirtschaftsminister ab, der den Beschlüssen des Reichskohlenrats die Zustimmung erteilen muß. Möglicherweise wird jedoch in dieser so wichtigen Frage eine Einigung dahin zustande kommen, daß die Verdienstspanne der Zechen und auch des Kohlenhandels gekürzt werden, um die Konsumenten nicht weiter zu belasten. Ueber diesen Punkt werden jedoch in nächster Zeit noch zwischen den Syndikaten und dem Reichswirtschafts­ministerium, ebenso wie mit den Vertretern des Kohlengroßhandels Besprechungen gepflogen wer­den.

Die Kovdevurrgsn des GrserrSahn- avbeiLev.

Berlin, 25. Okt. Heute fanden zwischen den Gewerkschaften und der Hauptverwaltung der Deut­schen Reichsbahngesellschaft erneut Verhandlungen über die geforderte zwischentarifliche Lohnerhöhung für die Eisenbahnarbeiter statt. Einer Berliner Korrespondenz zufolge erklärten die Gewerkschafts­vertreter, daß sie trotz der ablehnenden Haltung der Reichsbahn unbedingt an der Forderung, die Löhne im allgemeinen zu erhöhen, festhalten müßten. Da jedoch zurzeit dies nicht zu erreichen sei, verlangten sie (Einführung der Dienstalterszulage nach dem Muster der Reichspost und Gleichstellung des Wirt­schaftsgebiets 2 mit dem Wirtschaftsgebiet 1. Die Vertreter der Hauptverwaltung der Reichsbahn lehnten diese Forderungen entschieden ab. Die Ge­werkschaftsvertreter haben der Hauptverwaltung der Reichsbahn dann eine Erklärung übermitteln lassen, in der sie zur Kenntnis nehmen, daß die Haupt­verwaltung nur bereit ist, über die Ortslohnzulagen zu verhandeln. Sie sprechen darüber ihr tiefes Be­dauern aus, da die Ortslohnzulagenregelung nur eine unzulängliche Maßnahme zur Behebung des Notstandes fei, erklären sich aber bereit, daran mit­zuarbeiten.

GewevSWaftSkavtett und Teuevuns.

Berlin, 25. Okt. Angesichts der Preisbewegungen hat der Vorstand des Gewerkschaftsringes an den Reichskanzler heute vormittag eine Eingabe gerich­tet, in der auf die bedrohliche Teuerungsbewegung hingewiesen wird. Die Eingabe stellt fest, daß namentlich Nahrungsmittel seit Beginn des Jahres zusammen um 20 bis 25 Prozent gestiegen sind. Es