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Rt. 241

Freilag drn 14. Dfiobsr 1927

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t Nidda, 13. Okt. Auf der Straße von Hirzen- 1 nach Lißberg stürzte ein Auto, in dem ein rkmeister der Buderus'schen Eisenwerke und sein ' jn fuhren, infolge Achsenbruchs eine Böschung -runter. Der Wagen überschlug sich und begrub ; Insassen unter sich, die mit erheblichen Ver- j f ingen nach Hirzenhain gebracht werden mußten.

f Altenstadt, 13. Okt. Am Montag, 17. Oktober- I et hier Schweine- und Krammarkt statt. Der i trieb beginnt um 8^ Uhr und muß um Uhr beendet sein. Hoffentlich trägt der Obstsegen, y cher dieses Jahr allen Obstzüchtern die Kasse as aufgefrischt hat, dazu bei den Markt zu be-

Weid GeStMasrZsu.

S )( Gelnhausen, 13. Okt. Dienstag vormittag trat

unter der Leitung von Kreispfarrer Metro- " itan Kohlenbusch-Meerholz und in Anwesenheit \ Herren Landespfarrer D. Fuchs und Präsident Landeskirchenamtes D. Bähr der Kirchen- g des Kreises Gelnhausen zusammen, der Einleitung gab Kreispfarrer Kohlenbusch »n Uebberblick über die kirchliche Lage unseres nses und wies auf den evangelischen Volkstag Landespfarrer D. Fuchs und Landeskirchen- tspräfident D. Bähr ermahnten zur eifrigen mbensarbeit. Für das StudentenheimForst- ", Marburg wurde eine Beihilfe bewilligt, für ein Eigenzimmer für Studierende aus dem "l eife Gelnhausen errichtet werden soll. Das aptreferat der TagungDie lithurgische Bewe- tg der Gegenwart", lag in den Händen von irrer Ramge-Bieber, Kr. Gelnhausen, der eine sentliche Neubelebung der gottesdienstlichen rmen forderte. Im Anschluß an den Vortrag .d eine Aussprache statt, in der besonders der ialen Nöten unserer Zeit gedacht wurde. Ein zen Bericht über die evangelische Sterbefürsorge rde weiterhin dargelegt, auch die Gefangenen- , sorge fand Erörterung. Wo ès eben möglich, [ an die Ueberwindung der sozialen Nöte in erm Volkstum herangegangen werden. Auch das chende Gespenst derKveisaufteilung in Südkurhessen irbe besprochen; man nahm eine Entschließung . die eine restlose Beibehaltung des seitherigen rchenkreises Gelnhausen fordert. An der Ta­ng beteiligten sich die berufenen und gewählten rtreter der Kirchengemeinden des Kreises voll- )lig."

)( Bad Orb, 13. Okt. Hier beginnt am 21. Ok- ier die diesjährige Tagung der Kreisjugendpfleger d -Pflegerinnen des Bezirkes Kassel, an die sich ; Lehrgang des Rhein-Mainischen Verbandes für Usbildung über Theorie und 'Praxis der länd- >en Volksbildung und ein solcher des Bühnen- cksbundes überJugend und Laienspiele" an- lie^en wird.

Aus SranSkrvt «. M.

Verwallungsakademie Frankfurt a. HL

: Der von der Verwallungsakademie Frankfurt 1! M. im Benehmen mit der hiesigen Reichsbahn- Rektion veranstaltete eisenbahnwissenschaftliche irs, der am 10. Oktober eröffnet wurde, erfreut H einer sehr starken Beteiligung. Auch bas. am . Oktober beginnende Wintersemester verspricht ten guten Besuch. Schon jetjt liegen zahlreiche Meldungen für das erste Semester des neuen Hrganges vor. Neben diesem ersten Semester rb das vierte Semester des laufenden Lehrganges !v rchgeführt, womit dieser zum Abschluß kommt.

Selbstmord in einem Restaurant.

-: Die Gäste eines Restaurants auf der Zeil aren am Donnerstag mittag gegen halb zwei Uhr rügen eines aufregenden Vorfalls. Kam da ein rrr ins Lokal, setzte sich an einen Tisch, bestellte ne Flasche Wein und als sich der Kellner eben rtbegeben hatte, um den Wein zu holen, kramte 't Gast feine Brieftasche und seine Papiere aus n Rocktaschen, legte sie vor sich auf den Tisch hin, e o er vorher schon einen Revolver medergelegt itt. Plötzlich ergriff er die Waffe und schoß sich den Mund. Nach wenigen Augenblicken war r Gast tot. Der Lebensmüde ist ein Zigarren- brikant Grosch aus Kelsterbach. Was den Mann t den Tod trieb, ist unbekannt.

legen Totschlags vor dem Frankfurter Schwur­gericht.

: Unter der schweren Anklage des Totschlags, s Totschlagsversuchs und des unbefugten Waf- nbefitzes befindet sich jetzt der 56jährige Kellner ohann Kuhn vor dem Schwurgericht, der in der acht zum 13. März b. Js. in einem Hause der ühenstraße den Weißbinder Englert erschossen nb den Arbeiter Friedrich Gansert an der Hand nletzt hat. Die Tat bildete den Höhepunkt zahl- fer kleinerer und größerer Reibereien zwischen m einzelnen, fast ständig im Hader mit einander benben Mietsparteien des betreffenden Hauses, «lad) den Angaben des Angeklagten sollen die treitigkeiten begonnen haben, als man ihn zwin- m wollte, dem Mieterrat beizutreten und als die teparaturenfroge aufgerollt wurde. Das Haus ibe geradezu eine unerschöpfliche Quelle für Ge- chtsprozesse aller Art gebildet. Wiederholt er- hien Kuhn bei der Polizei und bat um Schutz, enn er befürchtete, abends in der Dunkelheit ttacfiert zu werden. Mehrfach tat er Aeußerun- en, die darauf deuteten, daß er, falls ihm keine Ulfe gewährt werde, eine Selbstaktion in die Wege ziten würde. Der getötete Weißbinder wohnte GÄHeseBHZezeeeHeBHDDÄÄMieseeeewBe

im Manfardensteck und lebte mit einer Frau in s folgendes: Das dem Mann der Gefallenen gewld- i w.lder Ehe. Kuhn hatte das herausgebraLt, als er mete Ehrenmal soll wohl der Mittelpunkt aber nicht -' «s-:«cvh.h^ h sm ^ w-, hie Hauptsache sein, sondern der ganze langgestreckte!

Ehrenbreitstein wird eine Gedenkstätte für alle Kriegsopfer, also gleichsam ein soziales Denkmal Kriege

zufällig von einem Brief erfuhr, den die von Eng­lert getrennt lebende Ehefrau aus Wiesbaden an den Hausherrn geschrieben hatte. Der Angeklagte war dann auch der Urheber, daß eine Firma er­fuhr, daß sie von Englert bestohlen wurde. All das machte ihn Englert zum Feind. Als der Ange­klagte am 13. März nachts den Schulfreund feiner Tochter in die Wohnung mit heraufnahm, weil der junge Mann dort sicherheitshalber schlafen sollte, erschien Englert in der offen gelassenen Ab­schlußtür und soll mit einem Knüppel in der Hand Drohungen gegen Kuhn ausgestoßen haben. Hin­ter Englert standen ©oiifert und eine dritte Per­son. Der Angeklagte will dem Englert zugerufen haben, er solle ihn zufrieden lassen. Als das aber nicht geschehen sei, habe er seine Mauserpistole, die er sich einige Tage zuvor von unbekannter Seite verschafft habe, entsichert und mehrmals ge­schossen. Er habe nur Schreckschüsse abgeben wollen und behauptet den Vorfall zu bedauern. Im gan- zen fielen vier bis fünf Schüsse, von denen Englert den tödtlichen Bauchschuß und Gansert einen Schuß in die Hand bekam. Dem Angeklagten wird vorgehalten, daß er einmal äußerte:Wenn ich mal schieße, danr schieße ich nach unten, dann kann mich der Staatsanwalt nicht bestrafen: aber oben, da ist es Mord." Aus der weiteren Vernehmung Kuhns ergibt sich, daß die Frau, die mit Englert zusammenwohnte, sich einige Tage nach der Tat das Leben nahm, daß gegen Kuhn einmal ein Der-

fahren wegen Körperverletzung anhängig war, aber eingestellt wurde, weil dem Angklagten der Schutz des Paragraphen 51 zugebilligt wurde. (Die Verhandlung dauert fort)

Das Münchener Okloberfesi in Frankfurt a. M. naht feinem Ende. Zirka 90 000 Besucher waren in 8 Tagen zu verzeichnen. Samstag findet ein großes Brillantfeuerwerk statt, wozu pyrotechnische Neu­heiten gezeigt werden. Sonntag ist Hauptbetrieb. Die tollkühne Luftschifferin Elvira Wilson steigt an diesem Tage letztmalig auf. An dem Ballon ist eine Strickleiter befestigt, an welcher Frl. Wilson mit dem Kopf nach unten hängend aufsteigt. Montag ist die große Schlußfeier. Der herrliche Vergnü­gungspark weist 50 der ersten Schau-, Fahr- und Attrattionsgeschäste auf und bildet allein eine Sehenswürdigkeit.

Das renovierte Raubkierhaus und die Dressur- Schule junger Raubtiere im Zoologischen Garten.

: Die durchgreifende Renovierung des Raub- tierhauses ist vollendet worden. Zunächst wurden die Eingänge von der Rückseite des Hauses nach den Schmalseiten verlegt, so daß eine bedeutend bessere Durchlüftung gewährleistet ist. Die äußerst ungünstig wirkenden Oberlichter über den Jnnen- täfigen wurden zugebaut, dafür wurde eine Reihe großer Oberlichtfenster über dem Zuschauerraum angebracht, so daß sich die Tiere den Besuchern in bester Beleuchtung zeigen. Die bisher in dem Musikpavillon an der Bierhalle untergebrachten jungen Raubtiere sind nunmehr nach dem großen Käfig an der Ostseite des Raubtierhauses umge­zogen, wo sie sich in der Dressurschule des Elèoen Sembach befinden. Die Leistungen dieser jungen Raubtiere sind erstaunlich. Direktor Krone äußerte sich bei einem Besuch während seines Frankfurter Aufenthalts, daß er noch nie so junge Raubtier- Babys so relativ schwere Produktionen habe aus­führen sehen. Man sieht drei verschiedene von den jungen Raubtieren gestellte Pyramiden neben an­deren sehenswerten Darbietungen. Der in Frank­furt berüchtigte Biegwald-ElefantKätschi", der am Mittwoch feinen Einzug im Zoologischen Garten hielt, hat sich inzwischen an den seit langen Jahren im Garten befindlichen großen indischen ElefantenVenita", dessen Käfiggenosse er gewor­den ist, gut gewöhnt.

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Aus Gteinbeim.

Klein-Sleinheim, 14. Okt. Das diesjährige Haupt­konzert des GesangvereinsLiederkranz" findet am Sonntag, 16. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Herr­schen Saale zu Klein-Steinheim statt. Wie in frühe­ren Jahren, so wird der Verein auch in diesem Jahre, und zwar im Hinblick auf die Mitwirkung bei der Internationalen Musikausstellung in Frank­furt a. M. mit einem ganz vorzüglichen Programm auftreten und die Besucher in jeder Weise zu be­friedigen suchen. Für den solistischen Teil wurde der bestbekannte Heldentenor des Frankfurter Opernhauses, Herr Franz Völker, gewonnen, der ebenfalls mit einem ganz vorzüglichen Programm auftreten wird. Näheres ist aus dem Inseratenteil der heutigen Nummer ersichtlich.

A«s AM 8868p BLLM.

Das neue NvarsSt fite das Ksrchsehvettmal.

Bab Homburg v. d. H^ 13. Oft Kürzüch hat die Meldung von einem neuen Projekt für das Rsichs- ehrenmal die Runde durch die Preste gemacht. Das an den Reichskunstwart weitergeleitete Projekt wird von dem neugegründeten Jnterestenverband unter Führung des Bürgermeisters Wagner von Ehren­breitstein propagiert. Es sieht die Umgestaltung der ehemaligen Festung Ehrenbreitstein zum Reichs­ehrenmal vor. Der Vorschlag deckt sich mit dem des Homburger Baurates und Direktors des Saalburg- museums H. Jacobi. Sein Projekt ist, kurzgefaßt,

und Nation

einer dankbaren, sich nach dem aus Tod und Not zum Leben

Freiheit wieder emporwindenden werden. Naturgemäß teilt sich das ganze Ge­bäude aller Art, welche nach Abbruch der über­flüssigen Teile ganz nach Belieben verwendet wer­den tonnen. Vor allem könnte eine Konzentrierung

solcher Anstalten erfolgen, welche dazu dienen sollen, durch Werke des Friedens die Wunden des Krieges zu heilen, als da sind: Erholungs- und Jnoaliden- Heime, Waiserhäuser,Blindenanstalten. Aber auch ein Kriegsmuseum, -Archiv und-Bibliothek,.wozu sich die massiven Bauten besonders eignen, könnten dort un­terkommen, oder soziale Einrichtungen jeder Art, schließlich auch Unterkunftshäuser für die verschie­denen Truppenverbände, Jugendheime u. a. mehr, von denen sich manches selbst erhalten könnte. Stromabwärts dahinter, und von Neudorf aus zu­gänglich, würden dann die Sportanlagen für die Reichswettspiele in jedem Ausmaße ihren Platz fin­den. Ein Teil der Eintrittsgelder könnte den Kriegs­beschädigten zufließen, von denen nebenbei eine ganze Anzahl auf dem Ehrenbreitstein Anstellung und Beschäftigung finden würde. Hiervon durch eine natürliche Talsenke getrennt, und vielleicht wie im Mittelalter durch eine Brücke zugänglich gemacht, soll dann vorne auf demHolfenstein", von allen Seiten sichtbar, eine Gedenkhalle, eine Kapelle, ein hochgestellter Sarkophag oder eine Totenleuchte, weithin in die Rheinebene hinausstrahlend, errichtet werden.

Soweit das Projekt des Bautrats Jacobi. Nach seiner Meinung hat das neue Projekt gegenüber den seitherigen den Vorteil, daß es ohne allzu große Kosten zu verwirklichen ist. Keine allein schon Mil­lionen verschlingende Schutzbauten, wie bei den Lorcher Inseln, oder kostspielige Terrainankaufe, wie im Thüringer Wald, seien hier notwendig, Kosten, die den Kriegsverletzten oder Hinterbliebenen zugewendet, schon einem Denkmal gleichkämen. Der Einwurf, daß Ehrenbreitstein besetzt sei, könne kaum stichhaltig sein. Sèine baldige Freigabe liege durch­aus im Bereich der Möglichkeit. Ueberaus zahlreich seien die zustimmenden Antworten, die Jacobi be­reits auf seinen Vorschlag gefunden habe.

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:, wo-

Ofefnbach a. M., 13 Okt. Heute vormittag er­eignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Last­auto und einem Straßenbahnwagen der Linie 16. Das Lastauto fuhr, anscheinend infolge Versa der Bremse, auf den Straßenbahnwagen auf, bei der Vorderperron zertrümmert wurde. Der Wagenführer konnte sich in das Innere des Wa­gens retten, während ein Fahrgast absprang. Beide erlitten leichtere Verletzungen. Die Schuldsrage ist

noch nicht geklärt.

höchst a. M 13. Okt. Gestern abend stießen an der Straßenkreuzung EmmerichJosefstraße Feldbergstraße ein vollbesetzter Omnibus der Linie D und ein mit zwei Personen besetztes Personen­auto zusammen. Durch den Anprall wurden beide Fahrzeuge auf den Bürgersteig geschleudert. Die beiden Insassen des Personenautos, Ingenieur Kraus aus Kelkheim und der Fahrer Harms aus Frankfurt a. M. erlitten Verletzungen. Auch ein Fußgänger wurde von dem Auto erfaßt, zu Boden geworfen und verletzt.

Kastel, 13. Okt. Ein in Kastel wohnhafter Litho­graph wurde unter dem Verdacht, an der Verbrei­tung gefälschter Zehnmarkscheine in Frankfurt a. M. beteiligt zu sein, von der Kasseler Kriminalpolizei ifeftgenommen und dem dortigen Amtsgericht zuge­führt. Der festgenommene Lithograph war vor meh­reren Jahren der Urheber einer sensationellen Falschmünzerei in Frankfurt a. M. gewesen. Das damals von ihm hergestellte falsche Inflationsgeld war nach den Gutachten der Sachverständigen sorg­fältiger hergeftellt morden, als das Inflationsgeld der Reichsbank. Der Falschmünzer wurde damals zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, die er auch ver­büßte. Als man vor einigen Tagen hier falsche Zehnmarkscheine feststellte, verdichtete sich der Ver­dacht, daß der damals Verurteilte wieder an den Fälschungen beteiligt war. Darauf veranlaßte die Frankfurter Kriminalpolizei seine Festnahme.

Wiesloch, 13. Okt. Ein seitens Familienereignis erlebte kürzlich die älteste Frau im Stadtteil Alt- Wiesloch, Frau Elisabeth Zuber, geb. Pfeffer, in­dem sie Ur-Ur-Grohmutter geworden ist. Sie hatte zwölf Kinder, 24 Enkelkinder, 10 Urenkelkinder und einen Ururenkel in Amerika. Die Fra« steht im 86. Lebensjahre.

Hersfeld, 13. Oft. Gestern vormittag 9.40 Uhr überfuhr der um 7 Uhr in Frankfurt abgefahrene Schnellzug D 41 bei dem mit Schranke versehener Wegübergang am Südende des Bahnhofes Hers- feld, am sogenannten Peterstor, ein mit Dünger beladenes Fuhrwerk aus Sieglos. Ein 10jähr. Mädchen, Elisabeth Bube aus Sieglos, wurde ge­tötet. Der Hintere Teil des Wagens wurde zertrüm­mert. Die Lenkerin und die Kühe erlitten fernen Schaden. Der Schnellzug fuhr mit 8 Minuten Ver- spätung weiter. Ueber den Unfall erfahren wir noch: Nachdem ein Ellzug den Wegübergang durch­fahren hatte, öffnete der Wärter die Schranke, um das Fuhrwerk durchzulasten. Als das Fuhrwerk auf dem Gleis FrankfurtBebra war, blieben die Kühe plötzlich stehen und waren trotz aller Be­mühungen der Lenkerin nicht mehr von der Stelle zu bringen. In dieser Zeitspanne, die zur Mas­sierung des Ueberganges ausgrreicht hätte, kam der Schnellzug angefahren und erfaßte das Fuhr­werk.

I Aus «Are WeA.

Das letzte FeldpostPäckchen soeben eingetroffen.

Fast zehn Jahre unterwegs war ein Feldpost» Päckchen, das ein Landsturmmann im Dezember 1917 aus dem Felde an seine Schwester in Berlin geschickt hat. Vor einigen Tagen traf das Päckchen wohlerhalten glücklich bei der Adressatin ein. Wo es sich in diesen zehn Jahren ausgehalten hat, ist leider nicht zu ermitteln. Da es schon so lange unter­wegs war, hätte die Post doch bis Weihnachten warten sönnen, was hätte es dann erst für eins freudige Ueberraschung gegeben!

Widerstand gegen eine kirchliche Beisetzung Vanzettis

Rom, 13. Okt. Nach einer Blättermeldung soll der Bischof von Cuneo diek irchliche Beisetzung der Aschs Banzettis verweigert haben mit dem Hinweis, daß Vanzetti den Empfang der kirchlichen Sakra­mente kurz vor feinem Tode abgelehnt habe und mit dem RufeEs lebe die Anarchie" gestorben sei. Nach einer weiteren Meldung hätte sich daraufhin die Schwester Vanzettis an den Heiligen Stuhl ge­wandt, um die Beisetzung der Asche im Erbbegräb­nis der Familie zu erreichen.

Der Angeklagte, der seinen .Mchler" heiratet.

Chicago, 12. Okt. Miß Helen Car, die Friedens­richterin von Galesburg, einem kleinen Städtchen in Illinois, ist 25 Jahre alt Und mehr als das: sie ist hübsch, bildhübsch. Man behauptet, daß mancher, den sie verurteilte, sich nur deshalb so schlecht ver­teidigen konnte, weil er sich mehr mit den schönen Augen seiner Richterin, als mit den zu seiner Ent­lastung nötigen Worten beschäftigte. So konnte es auch geschehen, daß der junge George Lewis von der Richterin zu zwei Tagen Gefängnis verdonnert wurde, weil er in seliger Trunkenheit (man denke Trunkenheit trotz Prohibition!) sich auf der Main- Street in einer Weise aufgeführt hatte, die einem vorüberkommenden Policemann Anlaß bot, sich des Missetäter anzunehmen um ihn in die nächste Po­lizeiwache zu schaffen, damit er dort seinen Rausch ausschlafe. George stand also vor dem Gericht und konnte auf die Frage von Miß Car, was er zu seiner Entschuldigung anzuführen hätte, nidyto Besseres erwidern, als daß er damals zur Zeit sei­nes Vergehens noch nichts von der Existenz seiner Richterin geahnt hätte. Würde er sie damals schon gekannt haben, so erklärte er, so hätte er schon um ihr Arb eit zu sparen besser Eis wasser statt verfälschten Whiskys getrunken. Das Kompliment holf indessen nicht, und dem armen George wurden 48 Stunden Gefängnis aufgebrummt. Kaum war er aber wieder in Freiheit, begann er, seiner Rich­terin auf alle Weise den Hof zu machen. Ob er' von Anfang an auf Fräulein Car Eindruck gemacht hatte, oder ob seine Drohung, er würde sich aber­mals betrinken, nur um wieder von ihr abgeurteilt zu werden, so viel vermochte kurz und gut: zwei Wochen später ließen Helen Car und George Lewis sich trauen. Im Galesburger Gefängnis werden Wetten abgeschlossen, ob der junge Ehemann unter dem Pantoffel stehen wird oder nicht.

Rundfunk-Programme.

Frankfurt (428,6 Meter) und Castet (272,7 Meter).

Freitag, 14. Oktober:

11.5512 Uhr: Uebertragung des Glockenspiels aus dem Darmstädter Schloß. 13.3014.30: Schall- platten-Konzert. 15.3016: Die Stunde d. Jugend. Vortrag:Laufbahnen in den kaufmännischen Be­rufen". 16.3017.45: Hausfrauen-Nachmittag. 17.4518.05: Die Lesestunde: Aus Mozarts Briefen. 18.1518.30: Vereinsnachrichten und andere Mit­teilungen. 18.3019: Vortrag:Die Grundbegriffe der Vergleichsordnung". 1919.30: Die großen Metropolen: Sonderberichte des Frankfurter Sen­ders aus den Welthauptstädten. Vortrag:Vom russischen Kinde und von der Kindererziehung in Sowjetrußland". 19.3020: Stenograph. Fortbil­dungskursus. 20: Uebertragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Zweites Freitags-Konzert der Frankf. Museumsgesellschaft. Anschließend bis 0.30: Uebertragung von Kassel: Spätkonzert.

Deverne. ÄesHaMmLurrgen.

verein der hochspessarifreunde Rothenbuch. Wir machen unsere Mitglieder nochmals darauf aufmerk­sam, daß die Wimpelweihe unserer Wanderkapelle morgen Samstag abend im Gasthâus zur Rosenau stattfindet.

Gesangverein Concordia hanau-k. Wegen Er­krankung des Dirigenten fällt die Gesangstunde bis auf weiteres aus. Der Wiederbeginn der Gesang­stunde wird bekannt gegeben.

Arbeitsgemeinschaft evangelischer Vereine. Heute abend 8 Uhr Lichtbildervortrag über Bilder aus Palästina. Wir empfehlen unseren angeschlossenen Vereinen den Besuch des Vortrages. Eintritt frei.

verein der Kameraden ehem. verkehrstruppen und Pioniere. Morgen Samstag den 15., abends 8 Uhr im Vereinslokal Familienabend. Die Kameraden werden gebeten, zahlreich mit ihren Fa­milien zu erscheinen. Heute abend 8 Uhr im Sängevheim: VobtragAus dem Leben Friedrichs des Großen". Der Besuch des Vortrags wird allen Kameraden bestens empfohlen. Eintritt frei.

Verein ehern. 166er und Duaendgruppe. Auf die morgen Samstag abend 8.30 Uhr im Vereinslokal Reis, Rosenstraße, stattfindende Versammlung wird nochmals hingewiesen. Der Vorstand bittet, wegen der Wichtigkeit der Tagesordnm^ um vollzähliges Erscheinen.

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