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Montas de«
10. OStsbev
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1922
lv. 23?
«iniftevvedeu.
tvesemann und die Susend. - Dev rtelchsftttanrmrnMev üvev Ne öhvungs- und wivtschaftsvollttk. - Sevst über die kommenden Mahlen.
Kelchsauhenmlnrstev Dv. Stresemann.
Porta bei Minden i. Wests., 9. Okt. Nach einer tzung des Reichsjugendausschusses r Deutschen Volkspartei am Samstag d am Sonntag vormittag am Kaiser Wilhelm- ifmal an der Porta Westphalica ein feierlicher ttesdienst und hieran anschließend in Anwesenheit Parteiführers Reichsminister des Auswärtigen Stresemann eine äußerst eindrucksvolle K u n d - b u n g statt, die von etwa 1500 Jugendlichen der atschen Volkspartei aus allen Gauen Deutschlands acht war. Am Nachmittag fand im Saale des isersaales in Porta die Hauptfeier statt, bei auch Reichsminister Dr. Stresemann das »rt ergriff.
Die Jugend der Deutschen Volkspartei, so führte aus, muß sich zu dem Gedanken der Volksge - :i n s cha ft bekennen, der das Nationqle als istverständlich ansieht und deshalb die Vertiefung Gegensatzes zwischen den sich national nennenden rteien und anderen Anschauungen zurückweist, lenüber dem Gedanken der Anerkennung jeder atsbürgerlichen Arbeit, die sich bemüht, Volk und aat vorwärts zu bringen. Nicht in dem r g e n s a tz z w i s ch e n d e m a l t e n u n d d e m uen Deutschland, sondern in der anthese zwischen beiden liegt die ^rausfe^ung für Deutschlands Vor- ^rtskommem Ueber Zusammenbruch und ^hkriegszeit heben sich zwei erfreuliche Gedanken wr, die Stärkung des Reichsgedankens, das Berben, im Reiche auszugehen und der starke Zu- nmenhang der Kulturgemeinschaft mit dem Aus- dsdeutschtum, der sich nie betonter geltend gemacht t, als in der Zeit nach dem unglückliche,. Kriege. I wie die Deutsche Volkspartei sich bekennt zur ijialpolitif und zum sozialen Schutz des Schwäche- i, so muß namentlich die Jugend sich bekennen zu n ethischen Recht der Gleichberechtigung jedes rwärtsstrebenden und jeden Gedanken an Biligshochmut und Aufkommen neuer Klassengegen- ie bewußt zurückweisen. Das ist nicht gleichbedeu- rd mit Nivellierung, denn im Sinne unserer libe- en Anschauung sollen wir den Weg frei lassen zur aporentwicklung des Einzelnen und zur Anerken- ng höherer Leistungen. Erfreulicherweise tritt der egensatz der Konfessionen immer ehr zurück, gegenüber dem deutschen e danken. Unser Ideal ist nicht die Erziehung ch Konfessionen, sondern das Miteinanderleben d das Miteinanderaufwachsen aller deutschen enschen, unbeschadet der durch Tradition und Reichte herbeigeführten Glaubensgesinnung. U n - re deutsche Jugenderziehung'ist nur öglich auf vaterländischer Grund- g e, darf aber nicht aufgehen in Abtrennung gen andere und in Chauvinismus, sondern muß imünden in die große Völkerentwicklung. Wir streben Frieden und Verständigung unter den ölkern, verlangen aber die praktische Durchführung iferer Gleichberechtigung unter den großen Döl- rn der Gegenwart. Wir bekennen uns bewußt zur rbeit am Staat und im Staat, unbeschadet der erbesserungsbedürftigkeit seiner Einrichtungen und lbeschadet unserer Stellung zu den Symbolen der ergangenheit, deren Aufgeben wir beklagen und ren Inehrenhalten wir uns von niemanden ver- ,eten lassen werden. Eine an Geist und Körper fünde Jugend, die über Parteigegensätze hinweg i Staate arbeitet und zur Zukunft aufblickt, wird rrch tätige Arbeit diese Zukunft am ehesten sichern.
Rach der begeistert aufgenommenen Rede des eichsaußenministers Dr. Stresemann wurde von rr Versammlung stehend die dritte Strophe des eutschlandliedes gesungen. Hiernach sprachen je ein ertreter der Sudeten deutschen, der Deutsch-Oester- 'icher und aus dem Saargebiet. An den R e i ch s- räsidenten wurde folgendes Telegramm bgefandt:
„Die Jugend der Deutschen Bolkspartei sendet on ihrem dritten Reichsjugendtag an der Porta )estphalica dem Reichspräsidenten ihren ehrerbie- gsten Huldigungsgruß mit dem Gelöbnis, seinem ohen Vorbild unbeirrter Vaterlandsliebe und Pflichttreue mit allen Kräften nachzueifern."
^erebs-rnanrmrttrfiev Dv. ^Shlev.
Karlsruhe, 8. Okt. Im Rahmen der Feier des öjährigen Bestehens des W i n d h o r st b u n d e s i Karlsruhe hielt Reichsfinanzminister Dr. Köh- e r heute abend eine große Rede, in der er ein- ehend die politisiert Tagesfragen erörterte. Er lies darauf hin, daß auch heute und in der derzei- igen Regierung der Schutz der Republik er Grundgedanke des Zentrums sei. )ie Parteien, die in der Regierung zusammenarbei- eten, stünden auf dem Boden der Verfassung von Leimar und das sei der Boden der Deutschen Re- ublik. Das Zentrum würde darüber wachen, daß âese Grundlage in keiner Weise verschoben werde ind würde sich gegen die Beschimpfungen der re- -ublikaniischen Staatsform au wehren wissen. Die
verfassungsmäßigen Reichsfavben seien schwarz-rot- gold und ihnen sei jede Achtung und Ehrung zu erweisen, die jedes Volk für seine Farben verlangen könne. , ~
Zu der Frage Einheitsstaat oder Fode- rativstaat erklärte der Minister: Das deutsche Dosk kann sich den Luxus doppelter und dreifacher Verwaltung derselben Angelegenheit nicht mehr gestatten. Die enormen Kriegslasten liegen so schwer auf ihm, daß jede noch irgendwie tragbare Vereinfachungsmöglichkeit ergriffen werden muß. Aber die Lösung des Problems, die brennend geworden ist, in unseren Tagen der allgemeinen Not, soll und kann nicht durch Gewaltmahnahmen erfolgen.
Zu den Währungs- und wirtschaftspolitischen Fragen sagte der Minister: Unsere Währung ist gefestigt. Der mit ihr in engster Wechselfühlung stehende deutsche Staatshaushalt ist in Ordnung. Ihn in Ordnung zu erhalten, und zwar nicht lediglich durch seine fiskatlische Finanz- potitif, sondern durch wirtschaftfördernde Tättgkeit läßt sich die Reichsregierung ganz besonders angelegen sein. Der am Freitag einmütig vom Reichs- kabinett, der Reichsbahn und der Reichsbank gefaßte Beschluß über die künftige deutsche Ante i h e- u n d W i r t s ch a f t s p o l i t i k ist ein Ausfluß dieses Bestrebens. Reparationspolitisch befinden wir uns noch in einer Uebergangszeit. Diese auszunutzen und alles das nicht nur vorbereiten, sondern auch durchzuführen, was vor dem Eintritt in das Normaljahr erforderlich ist, das mit dem 1. September 1928 beginnt, ist unsere Aufgabe und Pflicht. Wir haben das begonnene Werk unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage fortzufetzen und dafür zu sorgen, daß Steuerkraft und Steuerleistung einander an geglichen und sparsame Einnahmewirtschaft einer ebenso sparsamen Ausgabewirtschaft gegenübergestellt wird. Die deutsche Regierung wird jetzt alles tun, was in ihren Kräften steht, um die Einnahmen der für die Erfüllung des Dawesplanes erforderlichen Einkünfte sicherzustellen. Das wird auch der demnächst zur Vorlage kommende Reichsetat für 1928 beweisen. Ich weiß mich in diesem Bestreben eins mit den Wünschen der gesamten deutschen Wirtschaft. Die Welt soll in ihrem Vertrauen auf Deutschlands gegebenes Wort und feine Arbeit zur Erfüllung dieses Wortes nicht enttäuscht werden. Der Reichsfinanzminister verwies dann auf die allgemeine Wirtschaftslage und sagte, vornehmste Aufgabe der Reichsregierung sei es, die Vitalität der deutschen Wirtschaft zu fördern, sowohl durch eine entsprechende Handels-, wie auch durch eine entsprechende Finanz- und Zollpolitik.
Dr. Köhler schloß seine Rede mit einem Ausblick auf die gegenwärtige Regierungskoalition und die Stellung des Zentrums in derselben. Das deutsche Zentrum, sagte er, ist gegenüber seinen Koalitionsgenossen von rechts genau so frei und unabhängig wie in der Vergangenheit gegenüber seinen Koalitionsgenossen von links. Darin liegt die Stärke des deutschen Zentrums, nirgends gebunden und nirgends sich bindend.
Eine Rede SevstS.
Oschatz, 9. Oktober. Auf dem deutschnationalen Parteitag Westsachsens hielt der Parteivorsitzende Reichsjustizminister Hergt eine Rede, in der er, ausgehend von der Hindenburg- feier, u. a. ausführte:
„Wir stellen mit Stolz fest, daß eine einheitliche Front hinter Hindenburg steht. Das ist der Sieg des Hindenburggedankens. „Hindenburg als Erzieher!" ist die Parole des 2. Oktober. Der Hinden burggedanke ist dis Synthese des Ueberlaufeus und Zusammenschweißens aller und neuer Zeit, der Gedanke sachlicher Arbeit ohne Parteidoktrin, der Gedanke der Einigkeit im Sinne der deutschen Ideale". Hergt führte wetter aus, erfreulich feâ, daß Stresemann sich hinter den Reichspräsidenten stellte, als dieser mit seiner Tannenbergrede die Kriegsschulfrage aufrollte. Die Worte des Reichs- Präsidenten hätten programmatischen Charakter und Bedeutung, da die ganze Regierung hinter ihnen stehe. Der Redner kam dann auf die kommenden Wahlen zu sprechen. Bei verschiedenen Koalitionsparteien fei das Bestreben vorhanden, sich zu distanzieren, um für die Wahlen Selbständigkeit zu gewinnen. Die Deutschnationale Volkspartei werde als Wahlparole den Hindenburggedanken erwählen. Das Bestreben einzelner Parteien, die Koalition zu stören, sei eine Schädigung der vaterländischen Interessen. Sollte dieses Bestreben gelingen, so müßte seine Partei allerdings jede Verantwortung ablehnen. Sie habe noch genug Parolen außer dem Hindenburggedanken: das Eintreten für die Reichswehr, für die nationale, soziale und christliche Weltanschauung, für die schwarz-weiß-rot« Flagge und andere. Die Rede des Parteiführers wurde mit jubelndem Beifall ausgenommen.
Reichstagsabgeordneter Prof. Dr. H o e tz f ch sprach über die Genfer Tagung. Die Stellung Deutschlands beim Völkerbund« charakterisierte er
mit dem Satze: „Es gibt eine große internationale Börse und Deutschland muß dabei sein, um zu sehen, daß die Aktien nicht unter pari gehandelt werden". Ein Ostlocarno dürfe unter keinen Umständen herboigeführt werden. Polen und Litauen erforderten in unserer Außenpolitik größte Aufmerksamkeit. Die großen Ziele seien die Befreiung der Rheinlands, Revision der östlichen Grenzen und des Dawesgutachtens. An ihrer Verwirklichung müsse die deutsche Rechte beteiligt sein und bleiben.
Äehweamlee Mavx na-S d«m besetzten Gebiet abgereist.
Berlin, 9. Oktober. Reichskanzler Dr. Marx ist heute abend gegen 20^ Uhr abgereist, um in seiner Eigenschaft als Minister für die besetzten Gebote das Rheinland und die Hauptorte der besetzten Gebiete von Hessen und der Pfalz zu besuchen. In der Begleitung des Reichskanzlers befinden sich vom Ministerium für die besetzten Gebiete Staatssekretär Schmid, Ministerialdirektor Miller, Ministerialrat Dr. Mayer und Regierungsrat Dr. Steiger. Die Herren werden Montag früh kurz nach 8 Uhr in Koblenz eintreffen, wo Dr. Marx zunächst dem Reichskommissar für die besetzten Gebiete einen Besuch abstatten wird. Um 11,30 Uhr findet im Rathaus eine Festsitzung der Stadtver- ordnetenversammlung statt, in der Oberbürgermeister Dr. Pussell den Reichskanzler begrüßen wird. Dann begibt der Reichskanzler sich zum Oberpräsidenten der Rheinprovinz Dr. Fuchs. Nachmittags 4 Uhr findet beim Reichskommissar ein Empfang der fresse des gesamten besetzten Gebietes statt. Die Reise wird weiter nach Mainz und Speyer führen, wo Besprechungen mit den Ministerien der beteiligten Ländern stattfinden. In Mainz wird auch Staatspräsident Ulrich anwesend sein und in Speyer wird der Reichskanzler mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held und dem bayerischen Innenminister Dr. Stützel zusammen
ordnetenversammlung statt, meister Dr. Pussell den
treffen.
Die Neuwahlen in G^mbuss.
Hamburg, 9. Oktober. Bei den Neuwahlen zur Hamburger Bürgerschaft wurden insgesamt 647 502 Stimmen (im Jahre 1924: 527 461) abgegeben. Davon entfallen auf die K o m m u n i st e n 110 215 (78 522), Demokraten 65149 (70622), Sozialdemokraten 244 087 (173 358), B e u t f d) e B o 11 s p a r f e i 72 289 (74 834), Z e n- f r u m 9767 (8503), D e u t s ch n a t i o n a l e 98 547 (90 626) Nationalsozialisten 9737 (13495), Wirtschaftspakte! 27 055, Aufwerter 7706. Die Wahlbeteiligung war ziemlich rege, sie betrug rund 75 Prozent. Von den abgegebenen Stimmen sin- rund 6300 ungültig gewesen.
Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis verteilen sich die Sitze in der neuen Bürgerschaft wie folgt: Kommunisten 27 (bisher 24), Demokraten 16 (21), Sozialdemokraten 63 (53), Deutsche Volkspartei 18 (23), Zentrum 2 (2), Deutschnationale 25 (28), Nationalsozialisten 2 (4), Wiltelftandspartei 6 (0), Auswerter 1 (0). Der alten Bürgerschaft ge- hörten außerdem an 2 Vertreter der Gewerbetreibenden, 2 Vertreter der Mieter und 1 Vertreter der Wohnungssuchenden.
Die Neuwahlen zur Hamburger Bürgerschaft haben also für die Sozialdemokraten und Kommunisten die absolute Mehrheit aller abgegebenen Stimmen und damit auch der Bürgerschastsmandate gebracht.
wahIevsebnis in iK-nrssbevg.
Königsberg, 10. Oktober. Ein von der Stadt zusammengestelltes Ergebnis der heutigen Stadt- verorünetenwahl gibt folgende Wahlziffern an: Aufwertungspartei 1742, Deutsche Bolkspartei 26 555, Mieterliste 1885, Deutsche Demokratische Partei 4386, evangelischer Gemeinschaftsbund 6208, Kommunisten 25 958, Zentrum 3 810, Sozialdemokraten 25 899, Deutschnationale Bolkspartei 11728, Rentnerbund 1113, Völkisch-sozialer Freiheitsblock 2 443, Wirtschaftspartei 3 332, Dolks- rechtspartei 701.
Danach werden die Deutsche Bolkspartei, Kommunisten und Sozialdemokraten je 15 Sitze erhalten, Deutschnationale Bolkspartei 7, ev. Gemeinschaftsbund 3, Demokraten und Zentrum je 2, Wirtschaftspartei einen oder zwei, Aufwertungspartei, Mieterliste und Dölk. soz. Freiheitsblock je einen. Rentnerbund und Dolksrechtspartei keinen Sitz. Wahlberechtigt waren 196 307. Gewählt haben 115 755, also etwa 59 Prozent.
Ausschvettunsen iw tvtttenbevse.
Nach einer Meldung des „Montag" aus Wittenberge kam es dort in der vergangenen Nacht zu Ausschreitungen von Teilnehmern an einem Gautage des Frontkämpferbundes, zu dem auch zahlreiche Besucher aus Berlin erschienen waren. Kommunisten überfielen das Lokal des „Stahlhelm", in dem der Geselligkeilsvereln „Eintracht" ein Vergnügen abhielt und verwundeten durch Schläge und Messerftiche 8 der Teilnehmer, darunter einen lebensgefährlich. Von der Polizei wurden 7 Kommunisten verhaftet. Im weiteren Verlaufe der Nacht kam es vor dem kommunistischen Lokal zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und der Polizei, die übrigens durch Heranziehung von drei Kommandos von auswärts verstärkt worden war. Wie das Blatt weiter erfährt, hat die Polizei die Abhaltung des Fontkämpferlages auf Grund der Zwischenfälle verboten und die auswärtigen Teilnehmer mit einem Sonderzug abgeschoben.
Deutscher Sviedenstas.
Erfurt, 9. Oktober Am Samstag nachmittag sprachen in einer öffentlichen Sitzung Frau Dr. Helene S t ö ck e r und Dr. HanS W e h b e r g über »Deuttch- land, Rußland und der Weltfriede", Frau Dr. Stöcker vom radikalen Standpunkt für besonderen Schutz Rußlands durch einheitliche Aktionen der Mbertei schast, Dr. Wehberg vom Völkerbundsstaudpunkt für den Ausban des Erreichbaren. Abends vereinte eine von ca. 600 Personen besuchte Kundgebung die Tagungsteilnehmer Zum Thema „Deutschland als Friedens- macht im Völkerbund" sprachen vier Redner. Reichs» tagiabgeordneter Dr. Breits ch e : d erklärte in seiner Eigenschaft als Mttglrrd ter deutschen Völkerbundsdelegation, Deutschland Has« in Genf positiv am Frieden mitgearbeitet mrdM allen Fragen, die nicht zur Kompetenz des Wl«r» bundes gehörten, weise Zurückhaltung beobachtet. ElU Versuch Deutschlands, auf Gruud seines Sitzes M d« Mandatskommiision neue Kolonialgebiete zu erw«^, wurde angesichts des Erwachens der Kolonuttvollse verfehlt sein. Ueber den nationalen Gedanken, der W Wirklichkeit ein demokratischer Gedanke sei, sprach d» frühere demokratische Abgeordnete Wilhelm Heile. Es f® Deutschlands Aufgabe im Völkerbund, für die unter- drückten Minderheiten zu kämpfen. Schließlich entwarf Generalmajor a. D. v. Schönauh ein Bild des tech» Nischen Zukunftskrieges und «rttârte, Aufgabe kB Völkerbundes fei es, den Völkern die Waffe cnS «r Hand zu nehmen.
Warschau, 9. Ott „Kurzer Warszawski" melde! von der litauischen Grenze, daß Freitag d« 7. ». Mls. in Litauen die Mobilisierung der litauiftpai Freischärler (Schaulis) begonnen hätte. Die sich mel- denden Mitglieder erhielten Waffen. Es würd« Kompagnien und Bataillone gebildet, öte an die polnische Grenze entsandt würden, wo sie die ltta». ifchc Grenzpolizei in ihrem Dienst "Uterstutztar.
Warschau, 9. Ott Wie sich die polnische Oß- agentur aus Kowno melden läßt, wird in Litauen an der polnischen Grenze in mehrten tausend Exemplaren eine von einer Reihe militärischer un- patriotischer litauischer Verbände gezeichnete Flugschrift, die den Namen „Zur Tal" trägt, vertâ In dieser Flugschrift werde zum Kampf gegen Polen und zur Eroberung der Jahrhunderte alten litauischen Hauptstadt Wilna ausgefordert.
• (Zu beachten ist, daß diese Meldung« anst polnischer Quelle stammen. 2. Red.)
Dev BalkanVoEtt.
Belgrad, 9. Ott. In Schtip, Radowrych, Ä* schane und vielen anderen Orten Südserbiens fanden Massenkundgebungen gegen die Bandeneinfälle statt, die den Frieden und die Freiheit in den betroffenen Bezirken stören. Die Regierung wurde aufgefordert, durchgreifende energische Maßmchmeu zu ergreifen, um die Urheber der Verbrechen fest- zustellen. In Belgrad selbst fand heute vormittag die von der Narodna Odbrana einberufene Protestkundgebung, die von Zehntausenden besucht war, auf dem Theaterplatz statt. Mehrere Redner protestierten in flammenden Aufrufen gegen die Bandeneinfälle in jugoslawisches Gebiet.
Belgrad 9 O't. Die drei Urheber des Ar entates gegen General Kcwcifchcv'tsch sind in der vergangenen Nacht in einer Grotte des Maleschgebllges «n der Nähe der Straße, die von Radowitsch nach der bulgarischen Grenze führt, durch die Bezirksmiliz entdeckt und angegriffen worden. Nach einem Feuergefecht, das die ganze Nacht andauerte, fanden die Angreifer im Inneren der Grotte zwei Leich- nahme. Der dritte Attentäter wurde gefangen genommen und nach Schtip gebracht.
DentMttatkonalev Vaviettas iw wovms.
Worms, 9. Okt. Unter zahlreicher Beteiligung der Parteifreunde aus allen Teilen Hessens wurde am Samstag nachmittag in Worms der Laydesparteitag der Deutschnationalen Volkspartei Hessens im städtischen Festhaus eröffnet, nachdem am Samstag vormittag der engere Landesvorftond und später auch der erweiterte Landesoorstand Sitzungen abgehalten hatten.
Der Landesvorsitzende, Exzellenz v. Hahn, eröffnete den Parteitag, indem er zunächst über die Beweggründe sprach, die für die Wahl des Tagungsortes maßgebend waren. Er feierte Worms als die Stadt, die in schwersten Prüfungen unentwegt am Deutschtum festgehalten habe und in der sich der deutschnationale Gedanke gerade nach dem Kriege immer mehr durchgesetzt habe. Er sagte bann weiter: Wir wollen hierdurch ein Zeugnis ablegen, daß wir uns mit unseren rheinhessischen Brüdern und Schwestern auf das engste verbunden fühlen und daß ihre Sorgen unsere Sorgen sind. Wir vereinigen uns als die Vertreter der Deutschnationalen Volkspartei aus ga^g Hessen, um hier nutzbringende Arbeit zu leisten, um ein Bekenntnis zum deutschnationalen Gedanken abzulegen, sowie von neuem zu geloben, daß wir festhalten wollen an den großen Grundsätzen, auf denen unsere Partei aufgebaut ist, und mèxsich zusammenfassen lassen in die Worte: „Christlich, national, sozial". Alsdann gab Redner einen umfangreichen Bericht über die Tätigkeit des Landesvorstandes. Zusammenfassend konnte er feststellen, daß der Volksentscheid zwar nicht zum Ziele geführt haü^