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Land

scheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugSpretS: Für den halben was NM. 1.-, für den ganzen Monat NM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag is, imStag 12 N-Pfg. / Anzeigenpreise- Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm breite N-Pfg., im Neklaineteil von 68 mm Sreite 23 N-Pfg. ^ Offertengebühr 50 N-Pfg.

1922

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung ober Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Fürplatzvorschrist u. ErscheinungStage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. , Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956,3937,3958

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Was rrevösts.

- Das Flugzeug D. 1230 ist durch einen Schlep- wohlbehalten nach Lissabon geschleppt worden, m der Flug fortgesetzt wird, steht noch nicht fest. - Der deutsch-südslawische Handelsvertrag ist in in unterzeichnet worden.

- Der südslawische General Kowatschewitsch de an der bulgarischen Grenze von bulgari- i Komitatschis erschossen. In Belgrad ist durch : Ermordung eine starke Erregung entstanden. J Grohe Sensation erregt in London und Paris | Veröffentlichung des Tagebuchs des verstorbe- Generalfeldmarschalls Henry Wilson, da es eine ;e Reihe von Indiskretionen über noch lebende fönlichkeiten enthält.

Der französische Botschafter in Moskau fordert rell Rakowskis Abberufung.

Dev RsrchsMutgekstz- entwmrf im Kettbsvat

Dem 'Reichsrat liegen zur Zeit mehrere )tige Gesetzentwürfe vor. Unter ihnen muß Reichsschulgesetzentwurf als der dringlichste rächtet werden. Die Oktobertagung des chstages hängt davon ab, ob die Bsratun- des Reichsrates über das Reichsschulgesetz Laufe dieser und der kommenden Woche bis i Abschluß gefördert werden können. Im lfe der letzten Besprechungen zwischen den tretern des Reichs und der Länder haben Ministerpräsidenten zugesichert, daß die Be- ang im Reichsrate nach Möglichkeit be- eunigt werden soll, damit der Reichstag an i vorgesehenen Termin des 17. Oktober zu en Sondersitzungen zusammentreten kann, wird sich bald zeigen, ob damit nicht zuviel sprochen worden ist.

Die Ausschußberatungen im Reichsrat sind ng vertraulich. Man kann deshalb auch )t übersehen, wie die Beratungen fortschrei- und welchem Ziele sie zusteuern. Es wird allen Dingen darauf ankommen, ob man Reichsrat in zwei Punkten des Regierungs­wurfs, die auch einem Teil der Regierungs- teien als verbesserungsbedürftig erscheinen, einer anderen Fassung gelangt. Es handelt dabei zunächst um die Stellung der Ge- inschaftsschule. Hier hat die Regierungsvor- e insofern keine befriedigende Lösung gefun- i, als sie praktisch die Gemeinschaftsschule derselben Linie behandelt wie die Sonder- llen der Konfession und der Weltanschau- Da nach der Verfassung die Gemein- iftsschule zweifellos als die Regelschule zu rächten ist und deshalb auch eine bevorzugte 'llung verdient, so wird der Regierungsent- rf in diesem Punkte nicht aufrecht erhalten rden können. Im» Reichstag ist vor der mmerpause von der Deutschen Volkspartei eits versucht worden, die christliche Gemein- aftsschule der Verfassung entsprechend in den rdergrund zu rücken. Es sollte danach zum ndesten erreicht werden, daß alle Neugrün- ngen von Schulen zunächst als christliche Ge- inschaftsschule ins Leben treten. Dieser Vor- lag hat sich aber bei den damaligen inter- ktionellen Verhandlungen und bei den Kabi- ' cksberatungen nicht durchgesetzt. Zu der­ben Frage hat nun auch die preußische Regie- ag einen Abänderungsantrag gestellt, der ch weiter geht. Danach sollen bei dem Jn- ifttreten des Gesetzes zunächst alle Schulen > Gemeinschaftsschulen gelten und dann erst f dem Wege des Antrages einer Umwand- ig in Konfessions- oder Weltanschauungs­ulen fähig sein. Damit wäre der Gemein- aftsschule in der Tat das zeitliche Vorrecht sichert. Den Erziehungsberechtigten bliebe es nn nach der Verfassung und den Bestimmun- n des Reichsschulgesetzes überlassen, pus der gemeinen Schulform Sonderschulen abzu- ten, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen geben sind.

In einem anderen, ebenfalls verbesserungs- dürstigen Punkte schlägt die badische Regie- ng eine von dem Entwurf abweichende Lä­ng vor. Hier handelt es sich um die Simul- nschulen, die in Baden, Hessen, Nassau und hüringen bestehen und die namentlich in üddeutschland durch ihr jahrzehntelanges er- lgreiches Bestehen festen Boden gewonnen iben. Nach dem Regierungsentwurf sollen ese geschichtlich festbegründeten Simultan- )ulen nach einer im Höchstfalle zehn ahre betragenden Schonfrist derselben ehandlung unterliegen, wie alle anderen chulen, das heißt, es soll gestattet in, sie in Konfessionsschulen umzuwandeln,

Englische âiessmemoive«.

Das Tagebuch des Geneval-eldmavichaUs benetz tvilia«. Sntevessante Sndrskveiwneu.

Paris, 6. Okt. Die gestern in London erschiene­nen Erinnerungen des englischen Marschalls S i r Henry Wilson, der bei den Friedensverhand­lungen einen hervorragenden Anteil nahm, werden in einigen Pariser Blättern mit größtem Interesse erörtert. Man weiß insbesondere darauf hin, daß in seinen Memoiren zum ersten Male mit voller Deutlichkeit festgestellt werde, daß es die britische Delegation unter der Führung Lloyd Georges war, die zu einem Gerichtsverfahren gegen Wilhelm II. drängte und selbst die Todes strafe gegen den Kaiser forderte. Aus den Memoiren werden folgende zwei Stellen, die sich auf diesen erwähnten Punkt beziehen, zitert:

Am Waffenstillstandstage 1918 dinierte der Marschall bei Lloyd George in der Downing Street. Es waren anwesend Winston Churchill und Lord Birkenhead, Lloyd George teilte mit, daß er die Erschießung des Kaisers verlangte. Birkenhead war mit Lloyd George einer Meinung, während Winston Churchill sich gegen ein solches Verfahren aussprach.

Am 28. November 1918 sand ein Ministerrat statt, in dem die Frage erörtert wurde, ob der Kai­ser gerichtet werden soll oder nicht. Lord Birken­head erklärte, daß die Kronjuristen sich einstimmig zu Gunsten eines solchen Prozesses ausgesprochen hätten und fügte hinzu, daß vom Standpunkt der öffentlichen Meinung ein gegen den Hohenzollern gerichteter Prozeß mit schwerster Bestrafung als sehr günstig beurteilt werden müsse. Denn man müßte öffentlich erklären, daß das beste Mittel ge­gen die Wiederkehr eines so grausamen Krieges sei, den Hauptschuldigen der gerechten Strafe auszulie­fern. Das Kabinett sprach sich einstimmig für die von Lord Birkenhead gemachte Erklärung aus. Ge­neral Wilson schloß sich gleichfalls Lord Birkenhead an..

Am 27. Dezember 1918 fand eine Besprechung der interalliierten Kabinette statt. Lloyd George, Lord Balfour, Bonar Law, Clemenceau, Marschall Foch, Weygand, Orlando, Sonnino und Marschall Wilson unterzeichneten eine Erklärung, in der sie sich einigten, den Kaiser aburteilen zu lassen.

3mWatin wird noch eine Stelle aus den We- moiren hervorgehoben, die aus dem Wal 1919 stammt. Sie lautet:Bei einer Besprechung der englischen Delegation in der Friedenskonferenz erklärte Lloyd George, daß er die Errichtung eines sogenanten Völkerbundes und die sofortigen Satzungen selbst als eine Groteske und ein lächer­liches Dokument betrachte." Des Ferneren geht dar­aus hervor, daß das deutsche Friedensangebot vom

AerbifG - Sutsavifchee Awttchenkâ

Belgrad, 6. Okt. Nach einer aus Stip in Mazedonien eingetroffenen Meldung wurde gestern 19 Uhr der General Michael Kovatschewitsch von zwei unbekannten Personen durch drei Revol­verschüsse getötet. Der in Begleitung des Generals befindliche Lehrer konnte in der Dunkelheit die Attentäter, die die Flucht ergriffen, nicht erkennen. Die Truppen umzingelten sofort die Stadt, um ein Entkommen der Mörder zu verhindern. Die Nach­richt von dem Attentate hat in Belgrad tiefen Ein­druck gemacht. Wan glaubt, daß die Regierung an- gesichls dieses neuen Attentats Schritte in Sofia gegen die Machenschaften des mazedonischen Komi­tees unternehmen wird.

Belgrad, 6. Oft Der Winisterrat beriet heute über Maßnahmen gegen die Treibereien der bulga­rischen Banden in Südslawien. Später erklärte der Minister des Aeußeren Journalisten, die Regierung habe die Ueberführung der Leiche des Generals Kovatschewitsch nach Belgrad und ihre feierliche Bei­setzung auf Staatskosten beschlossen.

Nach einer Mitteilung des Kriegsministers hat die Polizei von Stip einen der Mörder festgenom-

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wenn zwei Drittel der Erziehungsberechtigten einen entsprechenden Antrag stellen. Die badi­sche Regierung will den Simultanschulen einen wirksameren Schutz angedeihen lassen. Nach ihrem Antrag soll die Schonfrist etwas erhöht und ^3 soll was vor allem wichtig ist die Zulassung - eines Umwandlungsäntrages von einer Dreiviertelmehrheit der Erziehungs­berechtigten abhängig gemacht werden. Eine solche Mehrheit wird in den gemischt konfessio­nellen Gegenden nur dann zu erzielen sein, wenn Angehörige beider Konfessionen für Ueberleitung der Simultanschule in konfessio­nelle Sonderschulen stimmen. Die Auflösung der Simultanschule ist also dann nicht mehr von dem Willen einer Konfession allein ab­

Dezember 1916 eine sofortige Anfrage Lloyd Geor­ges bei den Wilitärvehörden auslösic, ob mit einer Verbesserung der militärischen Lage gerechnet werden könne, um bejahendenfalls das Angebot ab- zulehnen.

Bonar Law, so erzählt Wilson, sei im Jahre 1918 geneigt gewesen, auf deutsche Friedensfühler auf der Basis einer Rückgabe von Elsaß Lothringen an Frankreich einzugehen. Darauf habe ihm Wilson gesagt:Wenn Deutschland auf einen solchen Frie­den einzugehen bereit ist, ist es bereits geschlagen. Lasset uns weiterkämpfen u. es vollends erledigen." Das in London publizierte Tagebuch des eng­lischen Marschalls Sir Henry Wilson hat in Paris beträchtliches Aufsehen erregt, da es zahlreiche No­tizen enthät, in denen wohlbekannten politischen und militärischen Persönlichkeiten zum Teil recht übel zugssetzt wird. Das Tagebuch wurde durch Ge­neralmajor Calwell druckfertig gemacht. Calwell er­klärte übrigens, >daß er verschiedene Stellen des Bu­ches ausmerzen und andere abschwächen mußte.

Marschall Foch hat für das zweibändige Werk ein Vorwort geschrieben. Wilson war schon lange vor dem Kriege mit Foch bekannt und hatte voraus­gesagt, daß er im künftigen europäischen Krieg, den er herannahen fühlte, das Oberkommando erhalten werde. Später entzweiten sich die beiden in einer militärischen Frage, doch zeigt das Vorwort Fochs, daß ihre beiderseitige Zuneigung durch diese Miß­helligkeiten nicht gelitten hat.

Aus den Aufzeichnungen geht hervor, daß Lloyd George im Juli 1915 an die Niederlage der Alliier­ten glaubte. Wilson hat damals eine Reise nach Frankreich unternommen und war nach London zurückgekehrt, um mit dem Kriegsminister zu kon­ferieren. Sein Eindruck über die Stimmung im bri­tischen Kabinett gibt der Marschall mit folgenden Worten wieder:Das Kabinett hat Angst. Kitchener hat Angst. Das Kabinett versteht nichts, Kitchener versteht nichts. Niemand weiß, was wir machen."

Ueber einen Besuch den Marschall Wilson im Dezember 1917 bei Clemenceau machte, enthält das Tagebuch folgende Notiz:Der Alte war schlechter Laune. Er fluchte auf die Engländer, dann schimpfte er auf Haig und Robertson. Er sagte mir: Lloyd George hätte ihm vor zwei Tagen in einem Brief mitgeteilt, er glaube, Pètain habe einen An­griffsplan bereit, der ohne Verluste durchgeführt werden könne und Lloyd George habe ihn gebeten, ihm diesen Plan durch einen Offizier überbringen zu lassen. Clemenceau fuhr fort: Lloyd George ist blödsinnig. Das einzige Mittel, um Menschenleben zu schonen, ist nicht anzugreifen.

men, und zwar den Mann, der die tödlichen Schüsse auf den General abgegeben hat. Dieser ist Bul­gare und soll erst vor kurzem aus Bulgarien ein- getroffen sein.

LugottawrensSchutzmaHuahmen gegen Vuögavien.

Belgrad, 6. Oft. Infolge der von bulgarischen Komitalschis an General Kovatschewitsch verübten Mordtat Hal die jugoslawische Regierung heute abend beschlossen, den Schutz an der jugoslawisch- bulgarischen Grenze zu verstärken und bulgarischen Staatsangehörigen mit Ausnahme der Durchreisen­den den Üebertritl auf jugoslawisches Gebiet zu ver­bieten.

In den Wandelgängen der Skupschtina bildete heute das Attentat das Tagesgespräch. Alle Abge­ordneten drücken ihre Entrüstung über das Atten­tat aus und geben der Meinung Ausdruck, daß die Regierung nunmehr in Sofia energische Schritte unternehmen müsse, um der Tätigkeit der bulga­rischen Komitatschibanden auf südslawischem Boden ein Ende zu setzen.

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hängig. Damit scheint doch eine gewisse Ge­währ dafür gegeben zu sein, daß das konfessio­nelle Sonderinteresse nicht ausschlaggebend ins Gewicht fällt. Dabei bleibt es allerdings immer noch eine offene Frage, ob das Verlangen nach einer Unarttaftbarfeit der Simultanschule sich mit der badischen Lösung zufrieden gibt.

Es ist noch völlig ungewiß, welche Beschlüsse der Reichsrat treffen wird. Die preußischen und die badischen Anträge haben aber, ganz unabhängig davon, eine unverkennbare Be­deutung. Die preußische Regierung, die der Gemeinschaftsschule ein Vorrecht sichern will, stützt sich auch auf das Zentrum, und für den badischen Antrag soll, wie versichert wird, das badische Zentrum eintreten. Ob damit in bei­

den Fällen gesagt ist, daß das Zentrum die Anträge billigt, läßt sich nicht mit Bestimmtheit erkennen. Die preußischen Anträge zum Reichs­schulgesetz sind durch Mehrheitsbeschluß gefaßt und es ist deshalb ungewiß, wie weit das Zen­trum sich mit ihnen einverstanden erklärt. Es läßt sich aber annehmen, daß das Zentrum sich mit dem preußischen Antrag abfindet, da es sicher sein kann, auf dem Wege des Antrages in allen Fällen sein konfessionelles Schulziel zu er­reichen. Ob die Anträge Preußens und Badens eine Kompromißmöglichkeit anbahnen, müssen die späteren Verhandlungen zeigen. Es wird auf jeden Fall interessant sein, zu sehen, welches Schicksal ihnen der Reichsrat bereitet, wen» auch damit das letzte Wort über sie noch rüchi gesprochen ist.

Sessen gegen das NelckssKnl- gefe^ und fite den Einheitsstaat.

Darmstadt, 6. Oft Hessen wird, wie mir voU unterrichteter Seitck erfahrer, gegen den Reichssckpll^ aesetzentwurf stimmen. U. a. verlangt Hessen einet! Zusatz zum § 1, Abs. 1, wonach die Schulen Die Förderung des Gedankens der Dölkerversöhnung betreiben sollen. Ferner soll entgegen dem Entwurf nicht die konfessionelle Schule, sondern die Gemsin» chaftsschule als Regelschule gelten, dagegen eine schärfere Trennung zwischen Weltanschauungs- und weltlichen Schüler vorgesehen werden. Von beson­derer Wichtigkeit erscheint die Forderung, daß dis Definition des Begriffes des geordneten Schulbe­triebes den Ländern überlasten bleiben soll. Für eine - evtl. Umstellung wird die Befristung abge­lehnt.

Bei den Besprechungen, die kürzlich im Reichs­finanzministerium über die Neugliederung des Rei­ches stattfanden, hat Hesse i sich der Auffassung des Ministerpräsidenten Braun über den Einheitsstaat angeschlossen. Dies entspricht übrigens der Auf­fassung des Finanzministers Henrich, der erst kürz- lich in Wimpfen bei der Einweihung der Hinden­burg-Brücke für den Einheitsstaat gesprochen hat.

Die kotrandung dev d 1230

Paris, 6. Oft wie havas aus Lissabon mel­det, sind die deutschen Flieger durch dichleu Nebel, der die Weiterfahrt unmöglich macht, zu ihrer Not­landung bei Santa Eruz, b0 km. von Lissabon entfernt, gezwungen worden. Die Notlandung erfolgte unter günstigen Umständen, da das Meer ruhig war. Fischerbacken begaben sich so­fort zu.K Apparat, um örn Fliegern Hilfe zu brin­gen. Einer der Flieger ging an Land, um die An­kunft des Flugzeuges dem portugiesischen Vertreter seiner Gesellschaft mitzuteilen. Von Lissabon sind so­fort Schlepper abgesandl worden um Hilfe zu brin­gen. Die Nacht über blieb der Apparat verankert, wenn der Nebel weicht, ist beabsichtigt weiter zu fliegen. Die Besatzung ist wohlbehalten.

Paris, 6. Okt. Wie Havas aus Lissabon berichtet, wurde das deutsche Flugzeug heute vormittag 10 Uhr durch den SchlepperFaleso" von Santa Cruz nach Lissabon geschleppt, wo es um 16 Uhr eintraf.

Lissabon, 7. Okt. Nach seiner Ankunft in Lissa­bon erklärte der Führer des Junker-Flugzeuges D. 1230 einem Havasvertreter:Wir flogen durch­schnittlich 500 Meter hoch und waren von Ost- und Süd-Ost-Wind begünstigt. Wir erreichten die spa­nische Küste und riefen die Station Vigo an, die Antwort sandte. Etwa 100 Kilometer vor Lissabon gerieten wir in Nebel. Wir versuchten Lissabon an­zurufen, um die Richtung zu erfahren, ohne jedoch Auskunft zu erhalten. Um 4.45 Uhr beschlossen wir auf das Meer niederzugehen. Das Meer war ruhig. Die Fischerboote eilten uns zu Hilfe. Der Pilot Loose ging an Land und versuchte mit dem Reserve­sender Lissabon zu erreichen, das jedoch nicht ant­wortete. Er übergab einem Auto einen Brief an den Lissabotzer Vertreter. In der Nacht kam ein Schleppdampfer zu Hilfe. Im übrigen war der Flug ausgezeichnet und wir hätten ihn fort­gesetzt, wenn wir nicht in den Nebel geraten wä­ren. Die Motors arbeiteten gut. Wir befürchten einen Witetrungsumschlag, wenn er nicht eintritt, hoffen wir in 2 bis 3 Tagen wieder auf - st e i g een zu können, ohne jedoch die Versicherung geben zuk önnen, ob wir den Flug fortsetzen oder nach Deutschland zurückkehren.

Dev vveutz. MinMev des Lnnevtt i« Otettta.

Protesterklärungen der Deulschnalionalen und Kommunisten.

Stettin, 6. Okt. Der preußische Minister des Innern, Grzesinski, der sich auf einer Dienst- und Informationsreise durch Pommern befindet, wohnte heute einer Sitzung der Stadtverordneten und des Magistrats bei, um sich über die Lage der Stadt unterrichten zu lassen. Dabei gaben zu Beginn der ordentlichen Stadtverordneten­versammlung die Deu tschnatipnalen ui i b Kommunisten Erklärungen a b, in denen sie gegen den Empfang und die Unter­brechung der ordentlichen Sitzung Einspruch er­hoben. Die Deutschnationalen erklärten, den Mini­ster wegen seiner VerordnunginderFlag- g en frage bekämpfen zu müssen, die Kommu- nisten hauptsächlich wegen seiner Zugehörigkeit zu einer Regierung, die dem Reichsschulaesed