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1922
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Was rrevösts.
- Das Flugzeug D. 1230 ist durch einen Schlep- wohlbehalten nach Lissabon geschleppt worden, m der Flug fortgesetzt wird, steht noch nicht fest. - Der deutsch-südslawische Handelsvertrag ist in in unterzeichnet worden.
- Der südslawische General Kowatschewitsch de an der bulgarischen Grenze von bulgari- i Komitatschis erschossen. In Belgrad ist durch : Ermordung eine starke Erregung entstanden. J— Grohe Sensation erregt in London und Paris | Veröffentlichung des Tagebuchs des verstorbe- Generalfeldmarschalls Henry Wilson, da es eine ;e Reihe von Indiskretionen über noch lebende fönlichkeiten enthält.
— Der französische Botschafter in Moskau fordert rell Rakowskis Abberufung.
Dev RsrchsMutgekstz- entwmrf im Kettbsvat
Dem 'Reichsrat liegen zur Zeit mehrere )tige Gesetzentwürfe vor. Unter ihnen muß Reichsschulgesetzentwurf als der dringlichste rächtet werden. Die Oktobertagung des chstages hängt davon ab, ob die Bsratun- des Reichsrates über das Reichsschulgesetz Laufe dieser und der kommenden Woche bis i Abschluß gefördert werden können. Im lfe der letzten Besprechungen zwischen den tretern des Reichs und der Länder haben Ministerpräsidenten zugesichert, daß die Be- ang im Reichsrate nach Möglichkeit be- eunigt werden soll, damit der Reichstag an i vorgesehenen Termin des 17. Oktober zu en Sondersitzungen zusammentreten kann, wird sich bald zeigen, ob damit nicht zuviel sprochen worden ist.
Die Ausschußberatungen im Reichsrat sind ng vertraulich. Man kann deshalb auch )t übersehen, wie die Beratungen fortschrei- und welchem Ziele sie zusteuern. Es wird allen Dingen darauf ankommen, ob man Reichsrat in zwei Punkten des Regierungswurfs, die auch einem Teil der Regierungs- teien als verbesserungsbedürftig erscheinen, einer anderen Fassung gelangt. Es handelt dabei zunächst um die Stellung der Ge- inschaftsschule. Hier hat die Regierungsvor- e insofern keine befriedigende Lösung gefun- i, als sie praktisch die Gemeinschaftsschule derselben Linie behandelt wie die Sonder- llen der Konfession und der Weltanschau- Da nach der Verfassung die Gemein- iftsschule zweifellos als die Regelschule zu rächten ist und deshalb auch eine bevorzugte 'llung verdient, so wird der Regierungsent- rf in diesem Punkte nicht aufrecht erhalten rden können. Im» Reichstag ist vor der mmerpause von der Deutschen Volkspartei eits versucht worden, die christliche Gemein- aftsschule der Verfassung entsprechend in den rdergrund zu rücken. Es sollte danach zum ndesten erreicht werden, daß alle Neugrün- ngen von Schulen zunächst als christliche Ge- inschaftsschule ins Leben treten. Dieser Vor- lag hat sich aber bei den damaligen inter- ktionellen Verhandlungen und bei den Kabi- ' cksberatungen nicht durchgesetzt. Zu derben Frage hat nun auch die preußische Regie- ag einen Abänderungsantrag gestellt, der ch weiter geht. Danach sollen bei dem Jn- ifttreten des Gesetzes zunächst alle Schulen > Gemeinschaftsschulen gelten und dann erst f dem Wege des Antrages einer Umwand- ig in Konfessions- oder Weltanschauungsulen fähig sein. Damit wäre der Gemein- aftsschule in der Tat das zeitliche Vorrecht sichert. Den Erziehungsberechtigten bliebe es nn nach der Verfassung und den Bestimmun- n des Reichsschulgesetzes überlassen, pus der gemeinen Schulform Sonderschulen abzu- ten, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen geben sind.
In einem anderen, ebenfalls verbesserungs- dürstigen Punkte schlägt die badische Regie- ng eine von dem Entwurf abweichende Läng vor. Hier handelt es sich um die Simul- nschulen, die in Baden, Hessen, Nassau und hüringen bestehen und die namentlich in üddeutschland durch ihr jahrzehntelanges er- lgreiches Bestehen festen Boden gewonnen iben. Nach dem Regierungsentwurf sollen ese geschichtlich festbegründeten Simultan- )ulen nach einer im Höchstfalle zehn ahre betragenden Schonfrist derselben ehandlung unterliegen, wie alle anderen chulen, das heißt, es soll gestattet in, sie in Konfessionsschulen umzuwandeln,
Englische âiessmemoive«.
Das Tagebuch des Geneval-eldmavichaUs benetz tvilia«. Sntevessante Sndrskveiwneu.
Paris, 6. Okt. Die gestern in London erschienenen Erinnerungen des englischen Marschalls S i r Henry Wilson, der bei den Friedensverhandlungen einen hervorragenden Anteil nahm, werden in einigen Pariser Blättern mit größtem Interesse erörtert. Man weiß insbesondere darauf hin, daß in seinen Memoiren zum ersten Male mit voller Deutlichkeit festgestellt werde, daß es die britische Delegation unter der Führung Lloyd Georges war, die zu einem Gerichtsverfahren gegen Wilhelm II. drängte und selbst die Todes strafe gegen den Kaiser forderte. Aus den Memoiren werden folgende zwei Stellen, die sich auf diesen erwähnten Punkt beziehen, zitert:
„Am Waffenstillstandstage 1918 dinierte der Marschall bei Lloyd George in der Downing Street. Es waren anwesend Winston Churchill und Lord Birkenhead, Lloyd George teilte mit, daß er die Erschießung des Kaisers verlangte. Birkenhead war mit Lloyd George einer Meinung, während Winston Churchill sich gegen ein solches Verfahren aussprach.
Am 28. November 1918 sand ein Ministerrat statt, in dem die Frage erörtert wurde, ob der Kaiser gerichtet werden soll oder nicht. Lord Birkenhead erklärte, daß die Kronjuristen sich einstimmig zu Gunsten eines solchen Prozesses ausgesprochen hätten und fügte hinzu, daß vom Standpunkt der öffentlichen Meinung ein gegen den Hohenzollern gerichteter Prozeß mit schwerster Bestrafung als sehr günstig beurteilt werden müsse. Denn man müßte öffentlich erklären, daß das beste Mittel gegen die Wiederkehr eines so grausamen Krieges sei, den Hauptschuldigen der gerechten Strafe auszuliefern. Das Kabinett sprach sich einstimmig für die von Lord Birkenhead gemachte Erklärung aus. General Wilson schloß sich gleichfalls Lord Birkenhead an..
Am 27. Dezember 1918 fand eine Besprechung der interalliierten Kabinette statt. Lloyd George, Lord Balfour, Bonar Law, Clemenceau, Marschall Foch, Weygand, Orlando, Sonnino und Marschall Wilson unterzeichneten eine Erklärung, in der sie sich einigten, den Kaiser aburteilen zu lassen.
3m „Watin wird noch eine Stelle aus den We- moiren hervorgehoben, die aus dem Wal 1919 stammt. Sie lautet: „Bei einer Besprechung der englischen Delegation in der Friedenskonferenz erklärte Lloyd George, daß er die Errichtung eines sogenanten Völkerbundes und die sofortigen Satzungen selbst als eine Groteske und ein lächerliches Dokument betrachte." Des Ferneren geht daraus hervor, daß das deutsche Friedensangebot vom
AerbifG - Sutsavifchee Awttchenkâ
Belgrad, 6. Okt. Nach einer aus Stip in Mazedonien eingetroffenen Meldung wurde gestern 19 Uhr der General Michael Kovatschewitsch von zwei unbekannten Personen durch drei Revolverschüsse getötet. Der in Begleitung des Generals befindliche Lehrer konnte in der Dunkelheit die Attentäter, die die Flucht ergriffen, nicht erkennen. Die Truppen umzingelten sofort die Stadt, um ein Entkommen der Mörder zu verhindern. Die Nachricht von dem Attentate hat in Belgrad tiefen Eindruck gemacht. Wan glaubt, daß die Regierung an- gesichls dieses neuen Attentats Schritte in Sofia gegen die Machenschaften des mazedonischen Komitees unternehmen wird.
Belgrad, 6. Oft Der Winisterrat beriet heute über Maßnahmen gegen die Treibereien der bulgarischen Banden in Südslawien. Später erklärte der Minister des Aeußeren Journalisten, die Regierung habe die Ueberführung der Leiche des Generals Kovatschewitsch nach Belgrad und ihre feierliche Beisetzung auf Staatskosten beschlossen.
Nach einer Mitteilung des Kriegsministers hat die Polizei von Stip einen der Mörder festgenom-
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wenn zwei Drittel der Erziehungsberechtigten einen entsprechenden Antrag stellen. Die badische Regierung will den Simultanschulen einen wirksameren Schutz angedeihen lassen. Nach ihrem Antrag soll die Schonfrist etwas erhöht und ^3 soll — was vor allem wichtig ist — die Zulassung - eines Umwandlungsäntrages von einer Dreiviertelmehrheit der Erziehungsberechtigten abhängig gemacht werden. Eine solche Mehrheit wird in den gemischt konfessionellen Gegenden nur dann zu erzielen sein, wenn Angehörige beider Konfessionen für Ueberleitung der Simultanschule in konfessionelle Sonderschulen stimmen. Die Auflösung der Simultanschule ist also dann nicht mehr von dem Willen einer Konfession allein ab
Dezember 1916 eine sofortige Anfrage Lloyd Georges bei den Wilitärvehörden auslösic, ob mit einer Verbesserung der militärischen Lage gerechnet werden könne, um bejahendenfalls das Angebot ab- zulehnen.
Bonar Law, so erzählt Wilson, sei im Jahre 1918 geneigt gewesen, auf deutsche Friedensfühler auf der Basis einer Rückgabe von Elsaß Lothringen an Frankreich einzugehen. Darauf habe ihm Wilson gesagt: „Wenn Deutschland auf einen solchen Frieden einzugehen bereit ist, ist es bereits geschlagen. Lasset uns weiterkämpfen u. es vollends erledigen." Das in London publizierte Tagebuch des englischen Marschalls Sir Henry Wilson hat in Paris beträchtliches Aufsehen erregt, da es zahlreiche Notizen enthät, in denen wohlbekannten politischen und militärischen Persönlichkeiten zum Teil recht übel zugssetzt wird. Das Tagebuch wurde durch Generalmajor Calwell druckfertig gemacht. Calwell erklärte übrigens, >daß er verschiedene Stellen des Buches ausmerzen und andere abschwächen mußte.
Marschall Foch hat für das zweibändige Werk ein Vorwort geschrieben. Wilson war schon lange vor dem Kriege mit Foch bekannt und hatte vorausgesagt, daß er im künftigen europäischen Krieg, den er herannahen fühlte, das Oberkommando erhalten werde. Später entzweiten sich die beiden in einer militärischen Frage, doch zeigt das Vorwort Fochs, daß ihre beiderseitige Zuneigung durch diese Mißhelligkeiten nicht gelitten hat.
Aus den Aufzeichnungen geht hervor, daß Lloyd George im Juli 1915 an die Niederlage der Alliierten glaubte. Wilson hat damals eine Reise nach Frankreich unternommen und war nach London zurückgekehrt, um mit dem Kriegsminister zu konferieren. Sein Eindruck über die Stimmung im britischen Kabinett gibt der Marschall mit folgenden Worten wieder: „Das Kabinett hat Angst. Kitchener hat Angst. Das Kabinett versteht nichts, Kitchener versteht nichts. Niemand weiß, was wir machen."
Ueber einen Besuch den Marschall Wilson im Dezember 1917 bei Clemenceau machte, enthält das Tagebuch folgende Notiz: „Der Alte war schlechter Laune. Er fluchte auf die Engländer, dann schimpfte er auf Haig und Robertson. Er sagte mir: Lloyd George hätte ihm vor zwei Tagen in einem Brief mitgeteilt, er glaube, Pètain habe einen Angriffsplan bereit, der ohne Verluste durchgeführt werden könne und Lloyd George habe ihn gebeten, ihm diesen Plan durch einen Offizier überbringen zu lassen. Clemenceau fuhr fort: Lloyd George ist blödsinnig. Das einzige Mittel, um Menschenleben zu schonen, ist nicht anzugreifen.
men, und zwar den Mann, der die tödlichen Schüsse auf den General abgegeben hat. Dieser ist Bulgare und soll erst vor kurzem aus Bulgarien ein- getroffen sein.
LugottawrensSchutzmaHuahmen gegen Vuögavien.
Belgrad, 6. Oft. Infolge der von bulgarischen Komitalschis an General Kovatschewitsch verübten Mordtat Hal die jugoslawische Regierung heute abend beschlossen, den Schutz an der jugoslawisch- bulgarischen Grenze zu verstärken und bulgarischen Staatsangehörigen mit Ausnahme der Durchreisenden den Üebertritl auf jugoslawisches Gebiet zu verbieten.
In den Wandelgängen der Skupschtina bildete heute das Attentat das Tagesgespräch. Alle Abgeordneten drücken ihre Entrüstung über das Attentat aus und geben der Meinung Ausdruck, daß die Regierung nunmehr in Sofia energische Schritte unternehmen müsse, um der Tätigkeit der bulgarischen Komitatschibanden auf südslawischem Boden ein Ende zu setzen.
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hängig. Damit scheint doch eine gewisse Gewähr dafür gegeben zu sein, daß das konfessionelle Sonderinteresse nicht ausschlaggebend ins Gewicht fällt. Dabei bleibt es allerdings immer noch eine offene Frage, ob das Verlangen nach einer Unarttaftbarfeit der Simultanschule sich mit der badischen Lösung zufrieden gibt.
Es ist noch völlig ungewiß, welche Beschlüsse der Reichsrat treffen wird. Die preußischen und die badischen Anträge haben aber, ganz unabhängig davon, eine unverkennbare Bedeutung. Die preußische Regierung, die der Gemeinschaftsschule ein Vorrecht sichern will, stützt sich auch auf das Zentrum, und für den badischen Antrag soll, wie versichert wird, das badische Zentrum eintreten. Ob damit in bei
den Fällen gesagt ist, daß das Zentrum die Anträge billigt, läßt sich nicht mit Bestimmtheit erkennen. Die preußischen Anträge zum Reichsschulgesetz sind durch Mehrheitsbeschluß gefaßt und es ist deshalb ungewiß, wie weit das Zentrum sich mit ihnen einverstanden erklärt. Es läßt sich aber annehmen, daß das Zentrum sich mit dem preußischen Antrag abfindet, da es sicher sein kann, auf dem Wege des Antrages in allen Fällen sein konfessionelles Schulziel zu erreichen. Ob die Anträge Preußens und Badens eine Kompromißmöglichkeit anbahnen, müssen die späteren Verhandlungen zeigen. Es wird auf jeden Fall interessant sein, zu sehen, welches Schicksal ihnen der Reichsrat bereitet, wen» auch damit das letzte Wort über sie noch rüchi gesprochen ist.
Sessen gegen das NelckssKnl- gefe^ und fite den Einheitsstaat.
Darmstadt, 6. Oft Hessen wird, wie mir voU unterrichteter Seitck erfahrer, gegen den Reichssckpll^ aesetzentwurf stimmen. U. a. verlangt Hessen einet! Zusatz zum § 1, Abs. 1, wonach die Schulen Die Förderung des Gedankens der Dölkerversöhnung betreiben sollen. Ferner soll entgegen dem Entwurf nicht die konfessionelle Schule, sondern die Gemsin» chaftsschule als Regelschule gelten, dagegen eine schärfere Trennung zwischen Weltanschauungs- und weltlichen Schüler vorgesehen werden. Von besonderer Wichtigkeit erscheint die Forderung, daß dis Definition des Begriffes des geordneten Schulbetriebes den Ländern überlasten bleiben soll. Für eine - evtl. Umstellung wird die Befristung abgelehnt.
Bei den Besprechungen, die kürzlich im Reichsfinanzministerium über die Neugliederung des Reiches stattfanden, hat Hesse i sich der Auffassung des Ministerpräsidenten Braun über den Einheitsstaat angeschlossen. Dies entspricht übrigens der Auffassung des Finanzministers Henrich, der erst kürz- lich in Wimpfen bei der Einweihung der Hindenburg-Brücke für den Einheitsstaat gesprochen hat.
Die kotrandung dev d 1230
Paris, 6. Oft wie havas aus Lissabon meldet, sind die deutschen Flieger durch dichleu Nebel, der die Weiterfahrt unmöglich macht, zu ihrer Notlandung bei Santa Eruz, b0 km. von Lissabon entfernt, gezwungen worden. Die Notlandung erfolgte unter günstigen Umständen, da das Meer ruhig war. Fischerbacken begaben sich sofort zu.K Apparat, um örn Fliegern Hilfe zu bringen. Einer der Flieger ging an Land, um die Ankunft des Flugzeuges dem portugiesischen Vertreter seiner Gesellschaft mitzuteilen. Von Lissabon sind sofort Schlepper abgesandl worden um Hilfe zu bringen. Die Nacht über blieb der Apparat verankert, wenn der Nebel weicht, ist beabsichtigt weiter zu fliegen. Die Besatzung ist wohlbehalten.
Paris, 6. Okt. Wie Havas aus Lissabon berichtet, wurde das deutsche Flugzeug heute vormittag 10 Uhr durch den Schlepper „Faleso" von Santa Cruz nach Lissabon geschleppt, wo es um 16 Uhr eintraf.
Lissabon, 7. Okt. Nach seiner Ankunft in Lissabon erklärte der Führer des Junker-Flugzeuges D. 1230 einem Havasvertreter: „Wir flogen durchschnittlich 500 Meter hoch und waren von Ost- und Süd-Ost-Wind begünstigt. Wir erreichten die spanische Küste und riefen die Station Vigo an, die Antwort sandte. Etwa 100 Kilometer vor Lissabon gerieten wir in Nebel. Wir versuchten Lissabon anzurufen, um die Richtung zu erfahren, ohne jedoch Auskunft zu erhalten. Um 4.45 Uhr beschlossen wir auf das Meer niederzugehen. Das Meer war ruhig. Die Fischerboote eilten uns zu Hilfe. Der Pilot Loose ging an Land und versuchte mit dem Reservesender Lissabon zu erreichen, das jedoch nicht antwortete. Er übergab einem Auto einen Brief an den Lissabotzer Vertreter. In der Nacht kam ein Schleppdampfer zu Hilfe. Im übrigen war der Flug ausgezeichnet und wir hätten ihn fortgesetzt, wenn wir nicht in den Nebel geraten wären. Die Motors arbeiteten gut. Wir befürchten einen Witetrungsumschlag, wenn er nicht eintritt, hoffen wir in 2 bis 3 Tagen wieder auf - st e i g een zu können, ohne jedoch die Versicherung geben zuk önnen, ob wir den Flug fortsetzen oder nach Deutschland zurückkehren.
Dev vveutz. MinMev des Lnnevtt i« Otettta.
Protesterklärungen der Deulschnalionalen und Kommunisten.
Stettin, 6. Okt. Der preußische Minister des Innern, Grzesinski, der sich auf einer Dienst- und Informationsreise durch Pommern befindet, wohnte heute einer Sitzung der Stadtverordneten und des Magistrats bei, um sich über die Lage der Stadt unterrichten zu lassen. Dabei gaben zu Beginn der ordentlichen Stadtverordnetenversammlung die Deu tschnatipnalen ui i b Kommunisten Erklärungen a b, in denen sie gegen den Empfang und die Unterbrechung der ordentlichen Sitzung Einspruch erhoben. Die Deutschnationalen erklärten, den Minister wegen seiner VerordnunginderFlag- g en frage bekämpfen zu müssen, die Kommu- nisten hauptsächlich wegen seiner Zugehörigkeit zu einer Regierung, die dem Reichsschulaesed