Einzelbild herunterladen
 

chemt täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben not RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitags, mStag 12 R-Psg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite Vpfg., im Reklaineteü von 68 mm Breite 23 R-Pfg. ^ Offertengebühr 50 R-Psg.

aca. AÄtzsgMts

4. Skiober

1922

mrd Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfast der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auj Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u.Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.>Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956, 3957,3958

e. 232 DienstÄS de«

Hindenburg E das deutsche Volk!

ie Worr.., die Hindenburg am Sonntag als Dort auf die Glückwünsche des Reichstanz- gesprochen hat, werden im Herzen des seifen Volkes noch lange nachklingen. Sie )en noch oft zitiert und immer wieder in Gedächtnis der Öffentlichkeit zurückgeru- werden müssen, wenn Strömungen die chand zu gewinnen drohen, die gegen die urtstagsbotschaft des Reichspräsidenten ge- et sind. Man wird deshalb gut daran tun, zu vergegenwärtigen, welches die Kern- mken in der Rede Hindenburgs sind.

lluf die oft sehr kleinlichen ^Fragen der Ta- loHtit nimmt der Reichspräsident nicht Be- Wohl aber deutet er auf das Ziel hin, m Erreichung er als die vornehmste Auf- j der deutschen Politik bezeichnet. Dieses ist die Befreiung des Rheinlandes von ider Besatzung. Der Apell des Reichsprüsi- len kommt zur rechten Zeit. Haben sich doch : etzter Zeit wiederholt Stimmen vernehmen m, die sich sehr resigniert über die Rhein- jfragen äußerten und die die Auffasfang raten, man werde wohl die Bssatzungs- en bis zu ihrem natürlichen Ende laufen »n müssen und man werde nicht überrafcht dürfen, wenn auch dann der Franzose seine ition am Rhein noch nicht räumen wolle. Ise Resignation und diese Auffassung wird nbar von Hindenburg nicht geteilt. Er ist Ansicht, daß wir den bisher geführten poli- n Kampf um die Befreiung des Nheingebie- fortfetzen müssen und er verspricht sich von SM Kampfe wohl auch einen Erfolg. Wir llen es Hindenburg danken, daß er selbst ch seinen Protest gegen die weitere Auf- . sterhaltung der Rheinlandbesatzung in den npf eingegriffen und dadurch unserem chtsanspruch eine wertvolle Stütze verliehen

Der zweite Appell, den Hindenburg an das cksche Volk richtet, ist der zur Mitarbeit im rate. Keiner darf seiner Ansicht nach beiseite )en, sondern jeder muß durch verantwor- igsvolle Mitarbeit in der Gegenwart Die rbindung zwischen deutscher Vergangenheit 3 deutscher Zukunft finden. Hindenburg hat 5 die Verwirklichung dieses Gedankens in er so vorbildlichen Weise vorgelebt, daß ein schon der stärkste Zwang liegt, seiner ahnung zu folgen. Sein eigenes Handeln ist in auch keineswegs ohne Nachwirkung ge= eben. Es ist heute ein praktisch anerkannter undsatz unseres politischen Lebens, daß alle irteien mit Ausnahme der extremen Flügel- .ippen rechts und links, die sich selbst aus- alten, bereit sein müssen, die politische Ver- twortung zu übernehmen und dem Staate, e er heute ist, zu dienen. Man kann zwar ch Stimmen hören, die zwischen den republi- nischen und den nichtrepublikanischen Por­en unterscheiden und die nur den republika- schen Parteien die Macht im Staate zu- stehen wollen. Diese Auffassung gewinnt Da= rch nicht an Richtigkeit, daß sie von demokra- cher Seite vertreten wird. Der Reichspräsi- nt steht viel zu sehr über parteipolitischen Ge- htspunkten, um folche Unterscheidungen zu nnen oder anzuerkennen. Er verlangt ein Zu- mmenarbeiten aller Parteien und aller olksschichten und er fordert, um diese Zu- mmenarbeit möglich zu machen, gegenseitige uldung und Achtung, ebensosehr vor dem irlichen Suchen nach neuen Wegen wie vor er großen Vergangenheit und Der reichen Tra- j ition unseres Volkes.

Auch in einem dritten Punkte trägt die Rede es Reichspräsidenten durchaus das Gepräge genen, kräftigen Geistes. Das Bild, das sich er Reichspräsident von der Gegenwart und 11 Zukunft Deutschlands macht, stimmt in allen iügen mit der Auffassung derjenigen überein, ie in den Rahmen des gegenwärtigen Staates nt voller Hingabe an dem deutschen Wieder- usbau mitarbeiten, dabei aber die Verbindung mt unserer großen Vergangenheit ungebrochen lufrecht erhalten. Es gibt eine Auffassung, die inen trennenden Schnitt zwischen dem alten mb dem neuen Deutschland machen möchte, die n dem alten Kaiserreich etwas endgültig Ver- unkenes erblickt und in der neuen deutschen Republik gewissermaßen einen Jdealzustand, ;er nationale Wünsche kaum noch offen läßt. Rad) dieser Auffassuna ist die deutsche Waffen-

DauS und Mahmms m SiuLstett.

Berlin, 3. Okl. Reichspräsident v. Hindenburg läßt folgenden Erlaß bekannt geben:

«An das Deutsche Volk! Aus dem ganzen Vater- lande von Angehörigen aller Schichten des Deut­schen Volkes und von zahlreichen Deutschen jenseits unserer Grenzen, die sich mit der allen Heimat in diesen Tagen besonders verbunden fühlen, sind mir zu meinem 80. Geburtstage viele tausend Glück­wünsche beschert worden. Meinem Geburtstags- wunsche, durch Beschaffung neuer Mittel die große Dankesschuld abtragen zu Helsen, die wir alle den Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen gegen­über tragen, ist durch die aus allen Kreisen unseres Volkes und von den Deutschen im Auslande bereit­willigst gegebenen Beiträge zur Hindenburgspende in herzerfreuender Weise Rechnung getragen wor­den: der schöne Ertrag dieser Sammlungen wird dazu helfen, manche Rot unter den Opfern des Krie­ges zu lindern.

Gern würde ich allen, die sich so zusammenfan- den, einzeln danken, aber die große Fülle dieser Ge­burtstagsgrüße macht es mir unmöglich. Mir bleibt daher nur übrig, alle, die am gestrigen Tage dem Gefühl der Verbundenheit mit mir und meinem Streben für das Vaterland so gütigen Ausdruck ver­liehen haben, auf diesem Wege meiner herzlichsten Dankbarkeit zu versichern und ihnen zu sagen, daß mich ihr Gedenken tief berührt und herzlich erfreut

"undMachtlosigkeit nichts Bedrückendes, vielmehr Der Anbruch eines neuen Zeitalters, in dem die Pflicht zur Verteidigung des Vaterlandes über­haupt gegenstandslos werden wird. Es ist selbstverständlich, daß Hindenburg in seinem ganzen Fühlen und Denken einer solchen Auf­fassung diametral gegenübersteht. Er läßt sich durch alle Redensarten eines wurzellosen Pazi­fismus nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Gegenwart für das wehr- und waffenlose Deutschland eine Zeit der Niederungen ist, aus denen wir erst wieder emporsteigen müssen, und zwar emporsteigen zu einem starken, freien und einigen Deutschland. Aus diesen Worten spricht die Erkenntnis, daß Deutschland nicht wieder frei werden wird, wenn es nicht auf Stärke und Einigkeit fußen kann. Es ist ein Verdienst des Reichspräsidenten, daß er an seinem 80. Ge­burtstag dieses Ziel dem deutschen Volke ge­zeigt hat. Es steht hoch über den Streitfragen der Flagge und der Staatsform und es soll uns voran leuchten, wenn wir aus der Hochstim­mung der letzten Tage wieder in das Getriebe der politischen Kleinarbeit zurückkehren.

GMBwèinMe ßvemSsv Gtaats- sdevhKsrvisv»

Berlin, 3. Oft Beim Reichspräsidenten sind eine große Anzahl Glückwunschtelegramme fremder Staatsoberhäupter einaegangen. Es gratulierten der österreichische Bundespräsident, der Reichsver­weser von Ungarn, Pabst Pius XI. der Präsident der Bereinigten Staaten von Nordamerika, der König von Dänemark, der König von Schweden, der Präsident von Finnland, der schweizerische Bundespräsident, der Präsident von Lettland, der Senat der Freien Stadt Danzig, der König von Siam, der Präsident von Liberia, Marschall Tschang Tso-lin als Vertreter der chinesischen Nation und der Regierung der chinesischen Repu­blik, König Alfons von Spanien sowie König Borts von Bulgarien.

Huwksunssfeiev des âvWSusev- bundes.

Berlin, 3. Okt. Den Abschluß der Hinden­burg f e i e r bildete heute vormittag eine sehr wirkungsvolle Feier des. Deutschen Reichskrieger­bundes Kyffhäuser, der seine Mitglieder zum Reichskriegertag in Berlin zusammengeru­fen hatte. Im Kyffhäuserbund sind über '30 000 Kriegervereine zusammengeschlossen; sie umfassen über drei Millionen Mitglieder. Alle deutschen Gaue hatten ihre Fahnenabordnungen nach Berlin entsandt.

Schon um 8 Uhr 30 Min. begann der Einmarsch der an der Feier teilnehmenden Verbände ins Sta­dion. Um 11 Uhr war der Aufmarsch beendet. In

Hal. Mit gleichem Empfinden habe ich die Begrü­ßung entgegengenommen, die mir gestern bei meiner Fahrt durch die Straßen Berlins von der Studen­tenschaft, den kameradschaftlichen Verbänden und den übrigen Organisationen und Vereinen, sowie den vielen tausenden meiner Mitbürger zuteil wurde. 3n besonderer Erinnerung werde ich die so eindrucksvolle Huldigung behalten, die mir die deutsche Jugend, der unsere Arbeit und unser Haupt- streben gilt, im Stadion in so herzlicher Weise dar- brachle, Ihnen allen gilt mein inniger Dank!

In den vielen verschiedenen Kundgebungen sehe ich nicht nur die Ehrung meiner Person, sondern das gemeinsame Bekenntnis zum Vaterland, zur Gemeinschaft des Deutschen Vol­kes, das trotz aller Rot und Sorge des Tages hier freudigen Ausdruck fand. Das erfüllt mich mit be­sonderer Befriedigung und stärkt in mir die Hoff­nung, daß dgs Streben nach Einigkeit und Zusam­menschluß den Kampf der Meinungen und den Widerstreit der Interessen in unserem Volke über­winden wird. Möge ein jeder der gestern meiner in Worten und Grüßen gedacht hat, an seiner Stelle an diesem werke der Einigung mitarbeiten und zur Er­reichung dieses großen Zieles, in dem unsere Zu­kunft liegt, mithelfen!

Berlin den 3. Oktober 1927.

(Gez.) v. Hindenburg, Reichspräsident.

der Mittelloge hatte die Generalität des alten Heeres Aufstellung genommen. Zahlreiche berühmte Heerführer aus dem Weltkrieg, an ihrer Spitze Generalfeldmarschall o. Mackensen, wurden mit freu­digem Beifall bewillkommnet. 11.15 Uhr kündeten brausendes Hurrarufen und jubelndes Hüteschwen- ken die Ankunft des Reichspräsidenten an. In Begleitung des ersten Vorsitzenden- des Kyffhäuserbundes, Generals der Artillerie a. D. v. Horn fuhr Hindenburg in seinem Kraftwagen um das ganze Stadion in ganz langsamer Fahrt, mitten durchs Spalier der aufmarschierten Krieger­vereine. Dann begab er sich zur Mittelloge, und alsbald begann der Einmarsch der Fahnen, an ihrer Spitze die zwölf ältesten Fahnen, darunter die des Kriegeroereins Lollar (Hessen) vom Jahre 1742. Fast eine Stunde dauerte der Ein­marsch dieses wandelnden Fahnenwaldes, und es war ein wundervolles Hild, wie im Schein der im­mer wieder leuchtend hervorbrechenden Sonne diese vielfarbigen Fahnenabordnungen das mächtige Rund des Stadions durchzogen und sich in der Mitte aufstellten. Die ganze Zeit hindurch stand Hindenburg aufrecht, die Hand am Helm. Dann be­trat ein Herold in mittelalterlicher Tracht die Rednerkanzel und sprach, überall ver­nehmbar, einen von Otto Rieb icke gedichteten kernigen V o r s p r u ch, worauf die historischen Gruppen das Stadion betraten und vorbeimarschier­ten. Die Führung*hatte eine Gruppe deutscher Ordensritter in Panzerhemd, Eisen­

vom

Haube und dem waltenden weißen Man- t e l mit dem schwarzen Ordenskreuz. Dann kamen Landsknechte mit ihrem Hauptmann, dem Fahnen­schwenker und einer drallen Marketenderin. Alt- märkischer Landsturm aus der Schwedenzeit mit der historischen Fahne folgte, danach kurbrandenbur­gische Dragoner, friderizianische Grenadiere mit Offizieren und Spielleuten, Seydlitzkürassiere, bran­denburgische Ulanen aus den Freiheitskriegen, schle­sische Landwehr von 1813, Düppelstürmer von 1864, dann Hindenburgs Regiment (drittes Garderegiment zu Fuß, blaue Uniform der Vorkriegszeit), Feldmarschall und dem Publikum besonders froh be­grüßt. Den Abschluß dieser preußischen Gruppen bildete ein Sturmtrupp von 1918, feldgrau, im Stahlhelm, ohne Gepäck, Gewehr umgehängt, Gasmasken und Handgranaten in den Fäusten. To­sender Beifall begrüßte diese Gruppe, die als Tod­geweihte unsern Truppen in der Granatenhölle des westlichen Kriegsschauplatzes in die feindlichen Stel­lungen den Weg zu bahnen hatten. Altbayerische, sächsische, württembergische u. oldenburgische Grup­pen schlossen sich an, und den Schluß bildete Tiroler Landsturm von 1809, der jubelnden Beifall fand.

Dann marschierte die Fahnenkompagnie der Reichswehr mit 36 Fahnen und Standar­ten des alten Heeres ein. Alle ehemaligen Armee­korps waren vertreten. Die Kompagnie präsentierte die Gwehre, alle tausende Fahnen senkten sich, und gemeinsam wurde das D e u t s ch l a n dl i e d ge­sungen. Hindenburg verließ nach diesem Akt die Feier, da es schon 1 Uhr geworden war, und fuhr

nochmals rings u mbas Stadion. Nach dem Vortrag einer Motette für Männerchor und Jnfanteriemusik, Euch toten Helden", wurden die zwölf ä l - testen Kriegervereinssahnen mit dem Hindenburg-Fahnennagel benagelt. Die Festansprache hielt Konsistorialrat H o l z,h a u s e n aus Roßla am Kyffhäuser. Die vereinigten Sänger- chöre des 1. und 2. Bataillons des 9. Infanterieregi­ments, begleitet vom Massenorchester der vereinig­ten ehemaligen Militärmusiker, trugen das von Rie- bicke gedichtete und von Johannes Wagner vertonte Gebet der Deutschen vor, worauf mit dem Abmarsch der Fahnenkompagnie der Reichswehr und daran anschließend der Fahnen der Kriegervereine die schöne Feier ihren Abschluß fand. Die Gesamtleitung lag in der Hand des Oberleutnants a. D. Karwiese

Die amevSkanisthe Messe über die Aindenvuvsseievn.

Washington, 3. Okt. Die Zeitungen bringen aus­führliche Beschreibungen der Hindenburgfeiern in Berlin. Alle Schilderungen sind außerordentlich freundlich und voll Bewunderung für die große Liebe, die der Reichsprä sident im deutschen Volke genießt und die den Parteihader vollkommen habe vergessen lassen. Die Zusammenstöße zwischen Stahlhelm und dem Roten Frontkämpferbund werden kurz erwähnt. DieBal­timore Sun" nimmt auf den Teil der Be­schreibung, der von dem starken Auftreten alter ordensgeschmückter Uniformen berichtet, Bezug und erklärt, es sei nur natürlich, daß die Kriegsveteranen ihrem Feldmarschall im Schmucke ihrer früheren Uniformen huldigten. Es dürfe mit Recht als eine Heuchelei verurteilt werden, wenn man bei dieser Gelegenheit versucht hätte, den Stolz auf die militärischen Taten Hinidenburgs schamhaft zu ver­hüllen. Es sei ja gerade das gewaltige Verdienst des Jubilars, daß er es verstanden habe, weite Kreise der Anhänger des alten Regimes zu loyaler Mitarbeit zu erziehen und daß die deutsche Republik nicht zu Vertuschungen und anderen Hilfs­mitteln zu greifen brauche, um die Sicherheit ihres Bestandes darzutun.

Die ercglHc&e Messe rum ^èndenbuvsLas.

London, 3. Okt. Die englischen Morgenblätter veröffentlichen über den Verlauf des 80. Geburts­tages Hindenburgs spaltenlange Berichte ihrer Ber­liner Korrespondenten, in denen der greise Staats­mann als die Jdealgeftalt des deutschen Volkes und die Verkörperung feiner Einheit hin­gestellt wird. In sehr ausführlichen Darstellungen wird das Lebenswerk Hindenburgs beschrieben.

DieTimes" sagen, daß die Feier des 80. Ge­burtstages im Geiste des von Reichskanzler Marx geprägten Wortes stand, daß ihn das deutsche Volk als Vater des Vaterlandes" aner­kennen werde. Selbst auf der Seite des sehr großen Teiles der Nation, der nicht immer Aug' in Auge zum Präsidenten stand, mache sich jetzt eine Tendenz bemerkbar, sein Leben als Ganzes zu betrachten. Der Wunsch Hindenburgs, als Präsident in strikter Uebereinstimmung mit der Verfassung zu handeln, sei erfüllt worden, und nur bei ganz wenigen Gelegenheiten hätten seine Handlungen republikanische Kritik hervorgerufen; aber auch dann sei die Kritik nicht gegen ihn, sondern gegen seine Berater gerichtet gewesen.

Daily Expreß" sagt, daß Berlin niemals in der Geschichte im wahren Sinne die Hauptstadt des Deutschen Reiches war, als gestern am 80. Ge­burtstage Hindenburgs, wo das ganze Reich und alle Volksschichten bei den Feiern in Berlin ver­treten waren.

DieDaily News" stellen ihrem Berliner Bericht eine besonders hervorgehobene Note voran: Hindenburg hat die deutsche Republik konsolidiert," so sagt das Blatt. % e in Deutscher ist seit Bismarck so populär gewesen. Im Leit­artikel sagen dieDaily News": Präsident Hinden­burg möge nicht ein Vertreter des ganzen Deutsch­lands fern, aber kein ernsthafter Beobachter der europäischen Angelegenheiten könne die Tatsache abstreiten, daß er das deutsche Volk unter außer­ordentlichen Schwierigkeiten taktvoll und geschickt repräsentiert und mit der richtigen Ein­stellung zu einer immer noch mißtrauischen Welt.

DieMorning Post" betont, daß selbst die deutsche Presse aus Anlaß des 80. Geburtstages Hindenburgs auf ihre üblichen Gegensätze etwas verzichtet habe. Anläßlich der Feier des Geburts­tages seien alle politischen Gegensätze vergessen worden, und man habe sich zu einem vollständigen Triumph für den Präsidenten zusammengefunden.

Dev ^TemVs^ MV Hindersbuvs- feiet?»

Paris, 3. Okt. Zur Feier von Hindenburgs 80. Geburtstag schreibt derTemps":Die in Berlin und in ganz Deutschland organisierten Feste haben einen Charakter angenommen, der ziemlich eigen­artig anmutet. Man ist betroffen von der Tatsache, daß man vor allem dem früheren Kriegsführer des kaiserlichen Deutschlands und nicht so sehr den Prä-