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V. 226
1922
Anzeiger für
Diettstas HKW
2L. GsVSemvev
und Land
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Was MWsUs.
- Heute vormittag wurde die neue Eisenbahn- ke Hanau—Steinheim für den Zugverkehr frei- ben.
— In der Genfer Vollversammlung wurde um die Abrüstungs-Resolution einstimmig an- >mmen.
— Stresemann hatte gestern nachmittag im 'erbunbepalaft eine Unterredung mit Briand später eine solche mit de Vrouckère.
— Poincarè hat gestern eine neue Hetzrede n Deutschland gehalten.
— Wie Havas aus Genf berichtet, beabsichtigt and bereits morgen mittag aus Genf nach is abzureisen, wo er abends eintreffen wird. — Die Ueberschwemmungen in Tirol und der weiz haben großen Schaden angerichtet. Ein szug ist in einen Fluß gestürzt. 16 Arbeiter ums Leben gekommen.
— Nach vorläufigen Feststellungen beträgt der H die Krim-Erdbeben angerichtete Schaden 32 i Honen Rub^l.
indenbuvss LasmsnSsvg- de uns die AuSenvoittik. Aus Genf koinmen aufgeregte Nachrichten.
den dortigen Völkerbundskreisen soll die egung über die Kriegsschulddebatte groß . In einigen linksstehenden deutschen Oren wird schon davon gesprochen, die deut- ■ Außenpolitik habe einen bedenklichen Rück- ag erlitten. Die Verständigungspolitik sei erlich gestört und der Erfolg, den Deutschland Horst burd) die Unterzeichnung der Fatulta- iauset Les Haager Schiedsgerichtes errun- ^abe, sei wieder in Frage gestellt, demgegenüber wird man nochmals in aller he feststellen müssen, was vor sich gegan- i ist. Der Reichspräsident hat bei der Ein- hung des Tannenbergdenkmals die Kriegs- üblüge zurückgewiesen und erklärt, das tsche Heer sei reinen Herzens in den Krieg ogen und habe ihn mit reinen Händen ge- rt. Dann hat Reichsauhenminister Strese- nn in Genf in einem Interview für Hinden- g gegen die französische Presse Partei er- sen. Er hat betont, daß er selbst, wie auch I chckanzlsr Atarx bei früheren Gelegenhei- - dasselbe gesagt hätten wie Hindenburg
> daß die Auffassung, die der Reichspräsi- t in seiner Rede vertreten habe, Gemeingut ganzen deutschen Volks sei. Darauf haben Sonntag der französische Justizminister rthou und der belgische Ministerpräsident spar zornig geantwortet, indem sie von :em die alten Beschuldigungen gegen utschland erhoben. Es ist ein ganz unwürdi- Schauspiel, roenn ein Teil der deutschen esse diese französische und belgische Gegen- idgebung dem Reichspräsidenten und dem ichsaußenminister zur Last legt und vor- rfsvoll bemerkt, jetzt sehe man, was bei der nhe de Tannenberg-Denkmals und in Genf gerichtet worden sei. Für ein deutsches Blatt üe es in diesem Falle wirklich nichts anderes >en, als ein kräftiges Bekenntnis zu Hinden- rg, der das Bedürfnis hatte, bei feierlicher legenheit einmal feines Herzens Meinung sagen und der damit nur eine Flut von gen und Verleumdungen, die in der letzten il gegen Deutschland wieder erhoben wor- 1 sind, kräftig und würdig zurückgewiesen i. Wenn Herr Varthou in Frankreich und rr Jaspar in Belgien darüber aufgebracht d, so braucht ein deutsches Blatt darin noch ht den geringsten Anlaß zu finden, von Hin- nburg abzuiücken.
Aber — so jammert ein Teil der deutschen -esse — die Außenpolitik! Dieser Einwand rti von vorherein nicht gerade sehr überzeu- nd. Man wird wohl annehmen können, daß r deutsche Reichsaußenminister die Gesichts- nkte der deutschen Außenpolitik mindestens enso scharf im Auge behält, wie die Kapitolsichter der Linken. Dr. Stresemann aber hat gen die Rede Hindenburgs, die ihm vorher konnt war, keinen Einwand erhoben und er in seinem Interview nachträglich in jeder eziehung für Hindenburg eingetreten. Die ehouptung, er habe Hindenburgs Rede durch ne gewisse Interpretation dem französischen Llständnis näher zu bringen versucht, ist voll- mmen falsch, wie schon das Echo des Jnter- :( ews in Frankreich beweist. Der deutsche Au- s mmiNister scheint also nicht der Ueberzeugung i sein, daß die deutsche Außenpolitik unter rr Rede Hindenburgs und seiner eigenen Un-
Schweres Lintoettcv im Aivengeviet.
Meftge ÄebeeMwemmrrnsZrr in den ASvenSSndrvtt. - LAehvsve Vvüân einssstüVZt. — ^in ^ttfssus in den SSuH sesstüvrt. 16 âhMsV evivernLen.
Wie schon gestern kurz gemeldet, ist das Alpengebiet von einem schweren Unwetter heimgesucht worden. Durch Hochwasser sind vielfach große Schäden angerichtet worden. Von einer furchtbaren Katastrophe ist das Eisacktal betroffen worden, indem ein ausgesandter Hilfszug verunglückte, wobei beider viele hilfsbereite Eisenbahner den Tod gefunden haben. Auch in der Schweiz hat die Wasser- katastrophe nicht nur Materialschaden verursacht, sondern eine Reihe Personen haben den Tod in den Wellen gefunden. Ueber die Katastrophe liegen folgende Meldungen vor:
MS âaSML0Khs im Oèiaâal.
Innsbruck, 26. Sept. Die „Neueste Zeitung" meldet: 3m Laufe des Sonntags trat auch im Eisacktal starker Regen ein, der zu verherungen an der Brennerstrecke führte. Insbesondere wurde westlich von Franzensfeste eine Strecke von 100 Metern vollständig durch einen Erdsturz verschüttet. Noch in der Nacht ging ein Hilfszug mit Arbeitern ab. Zwei Kilometer hinter Franzensfeste führt die Strecke über eine Brücke, unter der ein Seitenbach des Eifack mündet. Durch das Hochwasser waren anscheinend die Fundamente der Brücke unterwaschen und als der Hilsszug über die Brücke fuhr, stürzte sie ein. Der Maschinenführer konnte sich durch Abspringen retten. Dagegen versanken al l e A r b e i t e r m i t d e m Z u g e, der aus Lokomotive und einem Waggon bestand, in die Tiefe des Eisack. Kein einziger von ihnen konnte sich retten.
Bozen, 27. Sept. Die Zahl der bei dem «Sturz des Hilsszuges in den Eifack ums Leben gekommenen Dahnbeamlen beträgt nach letzten Feststellungen 16. Fünf Leichen find geborgen.
ZALe M§vLLMwSMWUNsers in dsv
Basel, 26. Sept. Ueber die Unwetterkatastrophe, eine der schwersten seit Jahrzehnten, die gestern die Ost- und Südschweiz heimjuchte, wird gemeldet: Da der Rhein und der Tessin über die Ufer getre- tre sind, wurden weite Landstrecken im Kanton Graubünden überschwemmt, ganz Talschaften avge- schnitten und viele Brücken uns Häuser zerstört. Bisher sind im ganzen neun Todesopfer zu beklagen. Seit 18 Jahren hat der Rhein kein solches Hochwasser geführt. Am Sonnlag abend erfolgte im St. Galler Rheintal ein Dammbruch, so daß sich die Wassermassen über das Land ergossen. Dadurch fiel der Wasserstand des Rheins um zwei Meter. In allen Ortschaften der heimgesuchten Gebiete wurde die Feuerwehr aufgeboten. Auch das Militär arbeitet fieberhaft. Zwischen Feldkirch und Schaan ist ein einziger See entstanden. Im Bündner Oberland haben die Erdrutsche und Ueber- schwemmungen große Schäden angerichtet; alle Telephon-, Telegraphen-, Eisenbahn- und Straßenverbindungen sind unterbrochen. Bei Tavanasa ertrank ein Mann, ein anderer wurde lebensgefährlich verletzt. In der gleichen Ortschaft wurde ein Wohnhaus sowie ein Bahnwärterhaus weggerissen, deren acht Bewohner ertrunken sind.
Mehrere Ortschaften wurden vollständig überschwemmt, über das Schicksal von einigen Dörfern herrscht bis jetzt überhaupt Ungewißheit. Bei Trimmis wurde durch einen Erdrutsch die Staatsstraße auf 100 Meter vollständig zerstört. Während der ganzen Nacht arbeiteten die Truppen an der Herstellung einer Notbrücke, die jedoch wieder weggerissen wurde. Aus dem Engadin und dem Bergell treffen ebenfalls Hiobsbotschaften ein. Die Verbindungen zwischen den beiden Tälern sind vollständig unterbrochen. Ueber das Dorf Casaccia hat sich so viel Geschiebe ergossen, daß die Bewohner nur mit knapper Not ihr Leben retten konnten.
terstreichung dieser Rede irgendwie zu leiden hat. Man muß in der Tat auch sagen, daß die Gefährdung, der die deutschfranzösische Verständigungspolitik ausgesetzt ist, nicht von Deutschland sondern von ganz anderer Seite herausbeschworen wurde. Diese Verständigungspolitik setzt voraus, daß gehässige Beschuldigungen im Stile hetzerischer Kriegspropaganda gegen Deutschland nicht erhoben werden. Nur auf diese Weise kann man die Atmosphäre schaffen, in der die Verständigung gedeiht. In Frankreich aber haben Poincarè und einige seiner Ministerkollegen jede Gelegenheit bei den Haaren herbeigezogen, um Deutschland immer wieder mit alten Verleumdungen zu überschütten. Dieses Vorgehen hat in Belgien bei der Denkmalsweihe von Dmant eine schmähliche Nachahmung gefunden. Immer wieder sind die abgestandenen Lügen und
Aus dem Tessin wird noch gemeldet, daß zwischen Lodrino und Castino die ganze Ebene überschwemmt ist, ebenso die Ebene von Magadimo. Der Gotthardtverkohr kann jedoch noch aufrecht erhalten werden, obwohl das Wasser stellenweise über den Geleisen steht.
Ilanz, 27. Sept. Gestern abend brach auch die Brücke in Rinkenberg zusammen. Die Nebenflüsse des Rheins bringen immer noch Geschiebe ins Tal. Die Gefahr dauert an. Abends gegen 6 Uhr setzte wieder leichter Regen ein. Die Temperatur ist gestiegen. Falls auf den mit Neuschnee bedeckten Höhen Regen fallen sollte, müßte eine neue Katastrophe entstehen. In Waltensburg sind drei Tote zu beklagen. Der Sachschaden ist noch unübersehbar. Der Bahnverkehr im Bündener Oberland von Reichenau aufwärts wird noch während einiger Tage unterbrochen bleiben.
Das OsehwMes in SteoL
Innsbruck, 26. Sept. Wegen Gefährdung der Rheinbrücke bei Buchs und Ueberschwemmung sowie teilweiser Zerstörung des Bahnkörpers ist der gesamte Verkehr auf der Strecke Feldkirch—Buchs eingestellt worden. Auf der Teilstrecke Feldkirch— Schaan—Vaduz beträgt die Dauer der Verkehrsstörung ungefähr eine Woche, auf der Strecke Vaduz—Buchs voraussichtlich drei Monate. Der durchlaufende Verkehr mit der Schweiz wird durch Umleitung aufrecht erhalten.
Innsbruck, 26. Sept. Zu den Ueberschwemmun- gen in Tirol berichtet die „Neueste Zeitung", daß sich die Verwüstungen, die im ganzen Gschnitz-Tale angerichtet wurden, noch nicht übersehen lassen. Der Gschnitzbach hat an vielen Stellen ein ganz neues Bett durch Kultlurland genommen. Sechs Personen in Gschnitz, die sich aus einem Hause nicht mehr retten konnten, konnten erst durch Pioniere der Innsbrucker Garnison befreit werden. Eine Hilfsaktion wurde durch die Tiroler Landesregierung eingeleitet. Zu den Ueberschwemmungen im Zillertale berichtet die „Neueste Zeitung" ein Todesopfer in Zell.
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Rom, 26. Sept. Der Eisenbahnverkehr zwischen Franzensfeste und dem Brenner ist vorläufig unterbrochen. Der Verkehr zwischen Trentino einerseits und Oesterreich und Deutschland andererseits erfolgt über die Linie Franzensfeste —Jnnichen— Spittal.
Ssr LitalreZs.
Rom, 26. Sept. Infolge heftigen Gewitterregens schwoll ein Bergbach, der durch die Stadt Sondrio fließt, an und zerstörte den in der Mitte der Stadt befindlichen Damm in einer Länge von 150 Metern. Die Brücke der Staatsstraße stürzte ein. Die Adda trat aus den Usern und verwüstete die Felder. Die Provinzialstraße und die Eisenbahn sind in Castione und in anderen Orten unterbrochen. Verschiedene Todesopfer sind zu beklagen. Das Hochwasser der Bergbäche zwischen den Vorbergen der Bergamasker Alpen hat Erdrutsche verursacht, die drei Personen das Leben tofteteten.
GLrrVmSaiMVEhs in GM-Ema
5000 Personen getötet.
London, 26. Sept. Nach Zeilungsmeldungen ist Poungkong, 150 Meilen südwestlich Hongkong, von einem mit einer Springflut verbundenen Taifun heimgesucht worden. 500 0 Personen sind ums Leben gekommen. 20 000 Häuser und Hunderte von Dschunken wurden zerstört.
Verleumdungen der Greuelspropaganda auf- gefrischl worden. Man fragt sich in der Tat vergebens, mte unter diesen Umständen die Verständigungspolitik zum Ziele gelangen soll. Werden die Aussichten aber besser, wenn Deutschland schweigt? Im Gegenteil! Die kräftige Art, wie Hindenburg geantwortet hat, kann auf die Dauer nur nützlich sein. Nur auf diese Weise kann der Gegenseite klar gemacht werden, daß die Barthousche Parole des Stillschweigens nicht erfüllbar ist, wenn nur der eine Teil schweigt, sondern nur dann wenn beide Teile Stillschweigen bewahren. Möge Poincarè einmal beweisen daß er zu schweigen versteht. Doch dies kann er nicht, wie er erst gestern wieder auf dem Generalrat des Maas- departemcnts (siehe Seite 2) bwiefen hat
Am Baume der Verständigungspolitik ist keine Frucht gereist oder im Reifen, üe^ p
Ernte durch die Rede Hindenburgs und das Interview Este cmanns gefährdet fein könnte Rian weiß, daß die Vertreter der Locarno- mälm- t>smul in Genf keine Besprechungen abgehalten haben und daß vor den französischen Waylen un sichtbarer oder greifbarer Erfolg der Verständigungspolitik wohl nicht in Aussicht steht. Wer unter diesen Umständen von einem Rückschlag der deutschen Außenpolitik redet, der muß es wohl für einen großen Verlust halten, daß man auf der Gegenseite mit schönklingenden Redensarten etwas sparsamer umgeht.
Nicht mit solchen Redensarten ist uns gedient, sondern damit, daß man auf der Gegenseite Verständnis für die Notwendigkeit unserer Lage gewinnt. Die Besprechungen zwischen dem deutschen Außenminister Stresemann und dem belgischen Delegierten Brouckere ist nicht abgesagt worden. Die deutsche Delegation hat also Gelegenheit gehabt, der belgischen das zu sagen, was wir aus der Kriegsschulddebatte als Fazit ziehen: Die Weltwirdsich an das Abwehrrecht Deutschlands gewöhnen müssen.
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Der Vorstand des Reichsstädtebundes hat gestern in Berlin eine Entschließung gefaßt, in der es heißt: „Die 1350 im Reichsstädtebund vereinigten mittleren und kleinen Städte weifen Reichs- u-nit) Landesregierungen, Reichs- und Landesparlamente und die gesamte Oeffentlichkeit auf die überaus ernsten Sorgen hin, mit der sie der kommenden Gesetzgebung in Reich und Ländern entgegen- sehen. Für die neuen Ausgaben, die durch eine als notwendig anerkannte Besoldungserhöhung und die Durchführung eines Reichsfchulgejetzes den Städten auferlegt werden sollen, finden sie in den bisherigen Einnahmequellen keine Deckung. Wenn den Städten daher von Reich und Ländern keine Mittel für die neuen Ausgaben überwiesen werden, so bleibt ihnen keine andere Möglichkeit, um ihre Verpflichtungen erfüllen zu können, als eine erneute Erhöhung der Realsteuern und der Ge- meindetarife, die nach ihrer Auffassung in den meisten Städten nicht mehr zu verantworten ist."
&£O$£tt und Ne Gèeuevvevern-
Berlin, 26. Sept. Der Hauptausschuß des Preußischen Landtages trat heute zusammen, um auf Grund der Großen Anfrage der Demokraten sich mit dem Entwurf des Reichsgesetzes über die Steueroer- einheitlichung zu beschäftigen. Der Entwurf behandelt bekanntlich die Grundsteuer, die Gewerbesteuer und die Gebäudeentschuldungssteuer (früher Hauszinssteuer).
Abg. Falk als Berichterstatter verneinte die Zuständigkeit des Reiches. Der Entwurf fei verfassungsändernd. Zugleich sei ein Weg zur Steuersenkung gesucht worden. Die Grundsteuer solle in Zukunst im ganzen Reichsgebiet einheitlich auf Grund des Reichsbewertungsgesetzes festgesetzt werden.
Finanzminister Dr. Höpker-Aschoff vertrat gleichfalls die Auffassung, daß die Vorlage der Reichsregierung verfassungsändernd ist. Damit fei aber nichts gegen die Grundgedanken des Gesetzes gesagt, die die Vereinheitlichung des Steuerrechts erstreben. Unerträglich sei jedoch z. B. die Bestimmung, daß erst nach Inkrafttreten des Gesetzes geprüft werden solle, ob und inwieweit die Gebäudeentschuldungssteuer aufrecht zu erhalten sei. Da alle Regierungsstellen von der völligen Unentbehrlichkeil überzeugt seien, sei die Aufnahme einer solchen Bestimmung eine Unehrlichkeit und nur geeignet, falsche Hoffnungen zu erwecken. Dem einmaligen Abbau der Werterhaltungssteuer stimme er zu. Es sei aber unmöglich, zur Zeit der Erhöhung der Beamtenbesoldung eine Senkung der Steuern durchzuführen. Eine allgemeine Senkung der Realsteuern sei unmöglich, auch wenn, wie er beabsichtige, aus dem Haushalt für 1928 drakonische Abstriche bei den Ausgaben vorgenommen würden.
In der Debatte hielt Abg. W a e n t i g (Soz.) die Reichsvorlagen gleichfalls für verfassungsändernd und lehnte jede Senkung der Realsteuern und der Hauszinssteuer ab.
Nachdem noch Abg. Dr. Neumann (DVp.) die Tendenz des Entwurfes gebilligt hatte, wurde dü Weiterberatung auf morgen vertagt.
Esse OegendsmoEvaLèsrt ass KSrsdenbuvss Geduvistas.
Berlin, 27. Sept. Die Berliner Bezirksleitung der K. P. D., der rote Frontkämpfer-Bund und alle kommunistischen Organisationen rufen zu einer Gegendemonstration am Lustgarten für Sonntag, 2. Oktober, dem Geburtstag Hindenburgs, auf.
KSnrrsâN mM uW 5n BaSsw ZènsstsEen.
London, 26. Sept. Reuter meldet aus Basra» daß Könnecke noch nicht dort eingetroffen fei und daß keine Nachrichten über feinen Verbleib vor- liegen.