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Das Ks«Es.
— Im Genfer Abrüstungsausschuß hielt Graf rnstorff eine Rede und brachte einen Entschlie- ngsentwurf ein, in dem der Zusammentritt der rüstungskonferenz noch vor der nächstjährigen lkerbunds-Versammlung gefordert wird.
— Der polnische Resolutionsentwurf gegen den griffskrieg ist von der Völkerbundskommission verändert angenommen worden.
— Der ungarisch-rumänische Streitfall ist vertagt aden.
— In Königsberg sprach Reichskanzler Dr. Marx er die Fürsorge der Reichsregierung für Ost- eußen. In einer weiteren Rede bezeichnete er Hindenburg als den Mann, der uns von der irsehung in unserer schweren Zeit gegeben wurde.
Die Veibevede Kindonbuvss.
Bei der Einweihung des Tannenberg- rnkmals hat Reichspräsident von Hindenburg ätze gesprochen, die nicht nur von deutschen )ren und Herzen gehört und bewahrt werden Uten, sondern die auch dazu bestimmt waren, n weltweites Echo zu finden. Sollten doch die io/te, mit denen der Reichspräsident die riegsschuldlüge zurückgewiesen hat, gerade . den Ohren des Auslandes wiederklingen, lese an die Adresse des Auslandes gerichteten ätze sind so bestimmt und klar, wie sie es in j»m Munde Hindenburgs sein mußten. Ihr inn und Zweck ist nicht minder deutlich und werkennbar. Trotzdem hat man in Deutsch- nd her Versuchung nicht widerstehen können, uch an dieser Hindenburgrede zu deuteln. Man gemeint, nicht der Reichspräsident, sondern
>r Heerführer habe in Tannenberg gesprochen, ad man hat damit andeuten wollen, Hinden- irg habe sich in einer militärischen Rolle exponiert", ohne seiner Würde als Reichs- rüfibent Rechnung zu tragen. Daran knüpft ch die Mahnung an die Reichsregierung, der- rtige Vorfälle künftig zu verhüten.
Es ist beschämend, wenn ein im besten inne so nationales Bekenntnis wie das des Reichspräsidenten auf dem Schlachtfeld von Unnenberg, in Deutschland mit hämischen landbemerkungen dieser Art versehen wird. ;s ist aber auch ganz unsinnig die Dinge so arzustellen, wie es hier geschieht. Die Jnitia- ve und die Entschlußkraft Hindenburgs sind nbestritten. Es ist bekannt, daß der Reichs- räsident sich bei seinem öffentlichen Auftreten nd bei dem Halten von Ansprachen keineswegs nach den Direktiven anderer richtet, fon- ern mit gesundem und politisch sicherem Ur- eil selbst entscheidet, was er zu tun und zu agen hat. Die Grundgedanken seiner Weiheede gehen deshalb zweifellos auf seine eigene Entschließung zurück. Hindenburg hat die Lmpfindung gehabt, daß er als alter Heer- ührer und als Sieger von Tannenberg es den befallenen, feinen damaligen Mitkämpfern und ,)em gesamten deutschen Volke schuldig sei, von dieser Stelle aus für unsere nationale Ehre ünzutreten und jeden Versuch zurückzuweisen, das Ehrenschild Deutschlands durch die Kriegschuldlüge zu verdunkeln. Dabei haben sicher auch die Eindrücke mitgewirkt, die Deutschland kürzlich von der Weihe des belgischen Kriegerdenkmals in Dinant empfangen mußte. In Dinant find alle die alten Hetzlügen wieder aufgelebt und hat der Vorwurf, Deutschland sei als Kriegsschuldiger gerichtet, in dem Munde amtlicher Vertreter Belgiens und Frankreichs erneut Gestalt gewonnen, so ungeschwächt und so anmaßend, als sei nicht auch von neutraler Seite die Beschuldigung Deutschlands längst als parteiisch und unberechtigt nachgewiesen worden. Wenn Hindenburg sich verpflichtet gefühlt hat, darauf die klare und deutliche Antwort nicht schuldig zu bleiben, so ist er sicher in erster Linie einem Triebe des eigenen Herzens und einem Impuls des eigenen Willens gefolgt.
Hindenburg hat aber auch keinen Augenblick vergessen, daß er auf dem Schlachtfeld von Tannenberg auch als alter Heerführer die Würde des Reichspräsidenten nicht ablegen konnte, sondern als der höchste Vertreter des Deutschen Reiches und Volkes sprach. Und verfassungstreu, wie Hindenburg bisher stets gewesen ist, hat er auch in diesem Falle durchaus gewissenhaft die Formen gewahrt, die die Verfassung vorschreibt. Da der Reichskanzler und die zuständigen Reichsminister nach dem Artikel 50 der Verfassung für alle Anordnungen und Verfügungen des Reichspräsidenten die politische Verantwortung zu übernehmen
Deutscher AbrüstungSvorstoK i« M.
Gvaf Bevnftovff fordert befchleunSste EZnbevufuess der Äbrüftunsskonfevenr.
Dev volnifche LrßGtattgvSffsvov-
schräg angenommen.
Genf, 19. Sept. Im Abrüstungsausschuß wurde heute vormittag der polnische Antrag zur Diffamierung des Angriffskriegs nach kurzer Aussprache auf Vorschlag des Grafen Bernstorff, sowie der Vertreter Frankreichs, Italiens, Finlands und anderer Staaten durch Akklamation einstimmig und unverändert angenommen. Im weiteren Verlaufe hielt Graf Bernstorff eine längeve Rede, in der er den von Paul-Boncour am letzten Freitag eingebrachten Entschließungsentwurf behandelte und die genaue Trennung zwischen den technischen Vorbereitungsarbeiten für die Abrüstungskonferenz und der Prüfung der Sicherheitsfrage verlangte. Schließlich brachte Graf Bernstorff eine Entschließung ein, in der unter Berufung auf eine Entschließung der vorjährigen Völkerbundsversammlung in bezug auf Einberufung einer Abrüstungskonferenz gefordert wird, daß der vorbereitende Abrüstungsausschuß Die technischen Arbeiten derart beschleunigt, daß die Abrüstungskonferenz noch vor der nächstjährigen Völkerbundsversammlung einberufen werden kann.
Dèe Stevunsnahme der deutschen Delesatiou.
Zur Begründung seines eingebrachten Entschließungsentwurfes führte Graf Bernstorff folgendes aus? „Wir dürfen die gerade Linie nicht verlassen, die sich aus den bisherigen Arbeiten des Völkerbundes auf diesem Gebiete ergibt. Diese gerade Linie ist gegeben durch die Resolutionen der Völkerbundsversamm - [ u n g. Die Völkerbundsversammlung hat im Jahre 1925 gesagt, die technischen Vorarbeiten für eine allgemeine Ab rüstungskon- ferenz sollten so gefördert werden, daß die Konferenz selbst einberufen werden könne, sobald vom Gesichtspunkt der allgemeinen Sicherheit zufriedenstellende Verhältnisse ge = währleistet sind. Dieser Zeitpunkt war inzwischen gekommen. Das Vertragswerk von Locarno ist seither geschaffen worden: die Initiative dazu lag bei Deutschland.
Dor allen Arbeiten hat die Völkerbundsversammlung im vorigen Jahre die Verträge von Locarno als einen eminent wichtigen Erfolg auf dem Diege zur Organisation des Friedens bezeichnet. Der französische Vertreter im Dritten Ausschuß war so durchdrungen von diesem Werke, daß er damals durchaus das Datum für eine allgemeine Abrüstungskonferenz für das Jahr 1927 zu fixieren wünschte. Ebenso wie für die Sicherheit viel geschehen ist, hat man auch für die Schiedsgerichtsbarkeit viel getan.
Auch auf diesem Gebiet hat Deutschland sich durchaus nicht negativ verhalten, sondern praktisch mitgearbeitet. Nun hat es einen neuen Beweis seiner positiven Einstellung geliefert, indem es sich entschlossen hat, die fakultative Klausel zum Statut des Internationalen Gerichtshofes in seiner Totalität anzunehmen. Jedes Völkerbundsmitglied hat also die Möglichkeit, durch 8eitritt zu dieser Fakultativklausel in ein schiedsgerichtliches Vertragsverhältnis zu Deutschland zu treten.
Für die Abrüstung, den dritten Dunst der bekannten Trilogie, ist dagegen bisher praktisch nichts erreicht. Auf diesen Punkt müssen wir daher unsere Bemühungen konzentrieren.
Einem weiteren Ausbau der Sicherheit und der Schiedsgerichtsbarkeit stehen wir aber in keiner Weise ablehnend gegenüber. Wir sind also durchaus bereit, in dem gleichen positiven Geiste diejenigen Gedanken, die in dem Resolutionsvorschlag von Paul-Boncour enthalten sind, zu diskutieren. Man
haben, so ist selbstverständlich das Kabinett einschließlich des in Genf weilenden Reichsaußenministers über den Wortlaut der Weiherede Hindenburgs vorher unterrichtet worden. Ebenso selbstverständlich war es, daß die Reichsregierung ihre Zustimmung gab. Sie konnte die Verantwortung mit gutem Gewissen übernehmen. Ist doch von feiten der Reichsregierung bei verschiedenen Gelegenheiten schon die Kriegsschuldlüge unserer Kriegsgegner mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen worden Auch bei unserem Eintritt in den Völkerbund ist bekanntlich darauf Bedacht genommen worden, die moralische Bindung, die uns durch den Schuldlügenartikel des Versailler Vertrages aufgezwungen werden sollte, als ungültig zu
darf sich aber nicht in Widerspruch setzen zu der Basis, auf welcher die Völkerbundsversammlung des letzten Jahres eine Abrüstungskonferenz gewünscht hat. Es muh klar unterschieden werden zwischen 1. Abrüstung auf der Basis des hohen gegenwärtigen Standes der Sicherheit und 2. Förderung des Problems der Schiedsgerichtsbarkeit und Sicherheit über den gegenwärtigen Stand hinaus.
Wir können nicht mit der allgemeinen Abrüstungskonferenz warten, bis wir eine absolute Sicherheit geschaffen haben, sonst würden sich beide Bestrebungen behindern und praktische Ergebnisse nicht zustande kommen lassen. Abrüstung und Sicherheit müssen sich gegenseitig befruchten, dürfen sich aber nicht gegenseitig hindernd im Wege stehen.
In der Vorbereitenden Abrüstungskommission sind wir uns auch stets darüber klar gewesen, daß es nicht Aufgabe Dieser Kommission sein kann, zur Förderung der Sicherheit und der Schiedsgerichtsbarkeit anders als durch Abrüstung beizutragen. Für die Lösung der Probleme der Schiedsgerichtsbarkeit und der Sicher- h e i t a n sich ist die Vorbereitende Abrüstungskommission nicht kompetent. Ich habe auch Bedenken, ihren 1925 festgelegten Aufgabenkreis zu erweitern und ihre Arbeit durch Hinzufügung neuer Probleme zu verdoppeln. Der Vorbereitenden Ab- rüstungskommission ist eine klar umrissene Aufgabe gestellt. Sie hat festzustellen, welches Maß von Abrüstung auf der Basis der allgemeinen Sicherheit möglich ist. Zur Bearbeitung der.allgemeinen Sicherheitslage ist die Vorbereitende Abrüstungskommission auch deshalb nicht geeignet, weil in ihr wie auch in der künftigen allgemeinen Abrüstungskonferenz Staaten vertreten sind und vertreten sein werden, die dem Völkerbund nicht angehören. Diese Rücksichtnahme ist meines Erachtens geradezu ausschlaggebend.
Deutschlands Vorschlag geht dahin, die diesjährige Vollversammlung solle in einer ersten Entschließung der Vorbereitenden Abrüstungskommission eindeutige Richtlinien für ihre wei- lere und beschleunigte Arbeit auf der Basis der gegenwärtigen Sicherheilsgrundlagen geben. In einer zweiten Entschließung, die evtl, in Zusammenarbeit mit der ersten Kommission aufzu- skellen wäre, könnte dann die Auffassung der Vollversammlung zusammengefaßt werden, über die Anregungen, die ihr von verschiedenen Seiten, insbesondere von holländischer, norwegischer, belgischer, französischer und schwedischer Seite gemacht worden sind, und darauf abzielen, über den heutigen Stand hinaus Wege zu suchen zur Förderung von Schiedsgerichtsbarkeit und Sicherheit.
Deutschland ist durchaus bereit, auf diesem Gebiete mitzuwirken und ist auch der Ueberzeugung, daß hier viel positive Arbeit geleistet werden kann. Ob die Förderung dieser Materie einer besonderen Kommission zu überweisen oder nach einzelnen Gesichtspunkten von verschiedenen Organen zu behandeln ist, kann meiner Ansicht nach dem Urteil und der Fürsorge des Rates überlassen bleiben. Was die zweite Entschließung angeht, so möchte ich mir vorbehalten, formulierte Anträge zu stellen, sobald der Moment dazu gekommen ist.
Die Resolution des Grafen Bernstorff wurde darauf ebenso wie die anderen vorliegenden Resolutionen und Anträge der U n t e r k o m m i f s i o n überwiesen.
Alsdann wurde die Resolution des Delegierten von San Salvador, Guerrero, die die Einberufung der Konferenz zur Kontrolle der privaten Rüstungsindustrie noch vor der 9. Völkerbundsoersammlung verlangt, mit der Abänderung, daß die Einberufung der Konferenz „so schnell wie möglich" erfolgen solle, angenommen. Eine Vollsitzung der Kommission findet zunächst nicht statt, bis die Unterkommissionen ihre Arbeiten beendet haben.
rückzuweisen. Die Kundgebung Hindenburgs ist also ihrem Inhalt nach nichts Unerhörtes und nichts Neues. Sie ist aber von einer so klaren Bestimmtheit und Entschiedenheit, wie keine der bisherigen Zurückweisungen und deshalb dem deutschen Volke besonders aus dem Herzen gesprochen. Wegen der außenpolitischen Wirkung der Rede brauchen wir wirklich nicht besorgt zu sein. Wie das belgische Beispiel zeigt, tragen unsere westlichen Nachbarn nicht das geringste Bedenken, die alten Beschuldigungen gegen Deutschland aufrecht zu erhalten. Sie haben dabei auf die Tagung des Völkerbundes und den Vertrag von Locarno nicht die geringste Rücksicht genommen. Deshalb werden sie es wohl auch vertragen können, wenn auf deutlicher Seite ein
kräftiges und deutliches Wort gesprochen wird. Wollten sie daran Anstoß nehmen, so wäre das nur ein neuer Beweis unverbesserlicher moralischer Heuchelei.
Vergessen wir aber über den Protest Hindenburgs gegen die Kriegsschuldlüge nicht den Appell, den er an das gesamte deutsche Volk richtet. Immer wieder mahnt Hindenburg das deutsche Volk zur Einigkeit und zum Verzicht auf inneren Hader und Streit. Er ist darin unermüdlich. Auch vom Schlachtfelde von Tannenberg aus ruft er seine deutschen Volksgenossen dazu auf, sich die Hand zu reichen und einig zu sein in der Liebe zum Vaterland, wie auch damals im Kampfe für den deutschen Boden die Vaterlandsverteidiger ohne Unterschied der Partei ihr Leben dem Vaterlande geopfert haben. Es wäre ein ungeheurer Fortschritt auf unserem Wege zur alten Größe, wenn Hindenburgs Mahnworte auf fruchtbaren Boden fielen und jener Geist von Tannenberg wieder vom deutschen Volke Besitz ergriffe. Leider berechtigt die Wirklichkeit in diesem Punkte noch nicht zu allzu großen Hoffnungen. Die Tannenbergfeier selbst war ja bedauerlicherweise Anlaß zu allen möglichen unerquicklichen Streitereien und Zänkereien. Umso dankbarer wollen wir Hindenburg sein, daß er in seinen Mahnungen und Warnungen nicht ermüdet und daß er mit der Tannenbergrede der Feier seines 80. Geburtstags ■ einen würdigen Auftakt gegeben hat.
Dsv Reichskanzler Über ^rudsubuss.
Königsberg, 19. Sept. Bei einem heute abend von der Stadt Königsberg veranstalteten Essen in der Stadthalle ergriff nach der Begrüßungs- ansprache des Oberbürgermeisters Dr. Lohmeyer und einer Ansprache des Oberpräsidenten Siehr Reichskanzler Dr. Marx das Wort: Er führte u. a. aus:
Polilik heißt nicht nur das Mögliche zu erreichen, sondern sie hat in unserer jetzigen Zeit Gegensätze auszugleichen, Gegensätze auszugleichen gegenüber unseren Gegnern, Gegensätze auszugleichen aber auch im inneren Lager. Daß das nicht ganz angenehme Stunden verschafft, liegt auf der Hand. Es läßt sich aber nicht leugnen, daß wir in der inneren Politik vorangekommen sind. Der Gegensatz der Parteien ist gemildert. Ich wage es zu sagen, daß nicht nur bei denjenigen Parteien, welche die Verantwortung tragen, weil sie an der Regierung teil- nehmcn, die Ueberzeugung innerer Verständigung vorhanden ist. Auch die Opposition muß staats- erhaltend wirken. Sie darf nicht nur Opposition sein, sie muß mitwirken, vielleicht auf anderen Bahnen, vielleicht müssen Opfer gebracht werden, aber der Gedanke des Staates muß in dem Vordergrund stehen. Wenn ich die über alles Maß erhabene Gestalt unseres Herrn Reichspräsidenten sehe, so habe ich die Ueberzeugung, daß ist der Mann, der uns von der Vorsehung in unserer schweren Zeit gegeben wurde, ein Mann von so edler Gesinnung, von einem Ansehen in der Welt, wie es nicht höher geschätzt werden kann, von einer Opferfreudigkeit, einer Selbstlosigkeit, wie es als leuchtendes Vorbild geschaut werden muß. Wenn wir der ehrwürdigen Gestalt unsers Reichspräsidenten folgen, dann wird es gut um unser Vaterland b e ft eilt sein, das ist meine feste Ueberzeugung.
Vevttnev VvessesLuumsu.
Berlin, 19. Sept. Die feierliche Verwahrung Hindenburgs gegen die Lüge von der Schuld Deutschlands am Weltkriege findet mit wenigen Ausnahmen in der Berliner Presse begeisterte Aufnahme. Die „De u ts ch e Z ei tu n g", die die Worte Hindenburgs eine Staatshandlung allererster Ordnung nennt, erklärt: „Jetzt erst gilt es, auf dem Boden, den Hindenburg geschaffen, zu arbeiten und zu kämpfen. Aehnlich äußert sich der „Loka 1= anzeige r", der betont, daß das deutsche Volk die Angelegenheit nicht eher ruhen lassen werde, als bis der Kampf über die Grundlage des Versailler Vertrages vor wirklich unparteiischen Richtern zum Austrag gebracht ist. In der „Deutschen Tageszeitung" heißt es: „Wie eine Erlösung von schwerem Druck haben die breitesten Schichten des deutschen Volkes den feierlichen Widerruf der Kriegsschuldlüge durch den Reichspräsidenten empfunden. Als Wahrzeichen stehen diese ehernen Worte, an denen es kein Deuteln mehr gibt, nun neben dem gewaltigen Tannenberg-Denkmal. Die „Berliner B örfenzei tun g", die sich mit den Aeußerungen der Pariser Rechtspresse zu den Ausführungen Hindenburgs kritisch befaßt, sagt: „Französische Sonntagsprediger wie Poincars und Maginot und belgische Dinant-Redner dürfen allwöchentlich wahre Pfeifkonzerte auf Locarno veranstalten, während der Präsident des Deutschen Reiches nicht einmal in seelischen, würdigen und nicht aggressiven Worten der Wahrheit die Ehre geben soll. Die „Tägliche Rundschau" schreibt: „Wie alle die Tausende deutscher Männer und Frauen, die Hindenburg am gestrigen Sonntag