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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956, 3957,3958
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UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK
— In Berlin ist gestern auf diplomatischem Wege die amtliche Mitteilung über die Besatzungsverminderung eingetroffen.
— Die deutsche Völkerbundsdelegation ist gestern nachmittag in Genf eingetroffen. Heute wird der Völkerbundsrat in geheimer Sitzung seine Tagesordnung fortsetzen.
— Das englische Fokker-Flugzeug „St. Raphael" ist gestern früh zu einem Ozeanflug nach Kanada gestartet. Die „Bremen" ist startbereit. Könnecke ist bis jetzt noch nicht gestartet.
— Die amerikanischen Weltflieger sind in Konstantinopel gelandet.
— Beim Abendsportfest in Düsseldorf schlug Houben-Krefeld den amerikanischen Olympiaflieger und Weltmeister Scholz über 100 und 200 Meter.
Deo deutsche W-ablsles im MemeUande.
Das Memelland hat am Dienstag mit erdrückender Mehrheit deutsch gewählt. Infolgedessen wird auch der neue memelländische Landtag eine überwältigende deutsche Mehrheit aufweisen. Darin liegt die große Bedeutung des Ergebnisses, das bei der Neuwahl des memelländischen Landtages erkämpft worden ist. Es ist nicht gelungen, den festen deutschgesinnten Willen der Memelländer durch Bedrückungen aller Art zu brechen. Es ist auch nicht gelungen, trotz zahlreicher Wahlschikanen der litauischen Behörden und trotz aller Behinderung des Wahlkampfes eine nennenswerte Verschiebung in der Zusammensetzung des Memelland ischeir Sanorages vurchzufetzen. Die Groß-Lityuer, die das deutschfeindliche Element verkörpern, haben'ihre beiden Sitze um einen, vielleicht sogar um zwei vermehren können. Sie stehen gleichchohl den 22 Abgeordneten der Deutschen Volkspartei als eine gänzlich belanglose Minderheit gegenüber. Daß die Großlitauer einen Zuwachs erhielten, ist wirklich nicht zu verwundern. Die litauischen Wahlbehörden haben das ausdrücklich den Memelländern vorbehaltene Wahlrecht auch andern zugute kommen lassen. Es sind deutschgesinnte Memelländer aus- und Großlitauer eingewandert. Auf diese Weise erklärt sich der Stimmenzuwachs zwanglos. Daß die Sozialdemokraten Stimmen verloren und die Kommunisten entsprechend Stimmen gewonnen haben, ist eine Verschiebung, die bei der Bewertung des Wahlergebnisses nicht weiter ins Gewicht fällt. Bedauerlich ist der Stimmenrückgang. Er ist sicher zum größten Teil durch litauischen Terror verursacht worden.
Nachdem der memelländische Landtag neu gewählt worden ist, wird man die weitere Entwicklung der Dinge im Memelgebiet mit Aufmerksamkeit verfolgen müssen. Nach den bisherigen Erfahrungen muß man als sicher annehmen, daß die litauische Regierung auch jetzt noch mit der vertragswidrigen Behandlung des Deutschtums im Memellande über die Grenzen der feierlichen Zusagen hinausgehen wird, die der litauische Ministerpräsident Woldemaras auf der vorigen Ratstagung des Völkerbundes in Genf abgegeben hat. Dabei wird sich die Vertragsverletzung in erster Linie gegen den Landtag richten, weil in dieser Körperschaft der Wille der memelländischen^ Bevölkerung am unmittelbarsten zum Ausdruck kommt. Der erste, am 19. Oktober 1925 gewählte memel- ländische Landtag ist im Januar 1927 unrechtmäßig an der Tagung verhindert und ebenso unrechtmäßig aufgelöst worden, weil er auf seinem verfassungsmäßigen Tagungsrecht bestand. Die Wahl des neuen Landtages, die nach sechs Wochen hätte stattfinden müssen, wurde vertragswidrig auf unbestimmte Zeit vertagt. Sie ist erst in Genf erzwungen worden. Das Landesdirektorium ist nach dem Memelstatut dem Landtage verantwortlich. Es bedarf also zur Ausübung der Regierungsgewalt des Vertrauens des Parlamentes. In Kowno hat man sich an diese Vorschift nicht gekehrt, sondern das Landesdirektorium einfach zu einer Behörde gemacht, die von den litauischen Zentralinstanzen abhängig ist und dem ' Memellande mit eigener Machtvollkommenheit gegenübertritt. Das Direktorium, das von dem Vertrauen des Landtages getragen sein soll, hat mitgeholfen, das Zustandekommen eines Landtages zu verhindern. Die vertragsmäßig gewährleistete Autonomie des Memellandes hat also einer offenen Diktatur der litauischen Behörden Platz gemacht.
Nach der Neuwahl des Landtages muß mit diesem Zustande sofort aufgeräumt machen.
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verlin, 31. Aug. Wie der Deutschen Lufthansa aus London gemeldet wird, ist heute morgen um 7.30 Uhr die Fokker Maschine F. 7 „St. Raphael" in Upavon in der Grafschaft Wilthire mit dem Ziele Ottawa in Kanada gestartet. Die Besatzung besteht aus Kapitän Hamilton, Oberst Winchin und der Prinzessin Löwenstein-Wertheim- Freudenberg.
Der Start der „Sankt Raphael" für den Flug nach Kanada ging bei trübem Wetter nicht glatt vonstatten. Man beobachtete angstvoll, daß das Flugzeug heute mehr Zeit zum Aufstieg brauchte als berechnet war. Dann flog es flach über den Erdboden dahin und näherte sich einer Straße, die drei Fuß höher liegt als das Flugfeld. Doch als das Flugzeug sich nur noch in geringer Entfernung von dieser gefährlichen Stelle befand, begann es sich rasch zu heben.
Der heutige Start war eine große Ueberraschung, da noch gestern abend bekannt gegeben wurde, daß die Wetterbedingungen zu ungünstig seien, als daß während der nächsten zwei oder drei Tage zu einem Atlantikflug gestartet werden könne. Man hatte zuerst beabsichtigt, von Dublin abzufliegen, doch wurde dieses Arrangement geändert. Oberst
Minchin ist ein Pilot der Imperial Airways; ein Begleiter Kapitän Hamilton ist in Flieger- reifen unter dem Namen „der fliegende Zigeuner" «etannt. Die Passagierin „Prinzessin Löwen-
besannt. Die Passagierin „Prinzess! tein-Wertheim ist die erste F
rau, die an
bem kühnen Versuch, den Atlantik zu überfliegen, eilnimmt. Vor fünf Jahren nahm sie mit dem Flugzeug des Kapitäns Hamilton an dem Flug rund um England um den Königspokal teil. Sie fliegt gewöhnlich unter ihrem Mädchennnamen Lady Anne Savile. Im Jahre 1895 heiratete sie den deutschen Prinzen Ludwig Löwenstein-Wertheim, der sich kurz nach der Hochzeit von ihr trennte und zsvei Jahre später bei einem Kampf auf den Philippinen fiel. Während des Krieges nahm sie wieder ihre englische Nationalität an.
Oberst Minchin erklärte beim Start, daß die Wetterdedingungen sehr günstig seien. Sie hätten bis zum 30. Grad den Wind im Rücken, was den Flug über mindestens die Hälfte des Weges sehr begünstige. „Ich bin außerordentlich zuversichtlich. Ich habe 750 Gallonen Benzin an Bord, da der Flug zwischen 20 und 30 Stunden dauern wird.
Es liegt mir besonders viel daran, in dem großen Wettbewerb, den Atlantik von dieser , der erste zu sein.
Wir haben belegte Brote und Kaffee mit und auch Notproviant. Ich werde von der anderen Seite ein Telegramm senden."
Seite aus zu überfliegen, Wir haben belegte Brote i
London, 31. Aug. Vor dem Start des Flugzeuges des Obersten Minchin zum Fluge nach Kanada hielt der Erzbischof von Cardiff unter den Tragflächen des Flugzeuges einen Gottesdienst ab. Prinzessin Wertheim erklärte, sie sei überzeugt, daß das Flugzeug glücklich in Amerika landen werde. Der Apparat führt 800 Gallonen Benzin und Lebensmittel für zwei Tage sowie Hilfsgerät mit sich.
London, 31. Aug. Das Flugzeug Minchins ist über Thurles in der Grafschaft Tipperary in Irland gesichtet worden. Es flog in sehr geringer Höhe Das Wetter ist neblig.
London, 31. Aug. Minchins Flugzeug „St. Raphael hat die Stadt Gaway in Irland über» flogen. Es senkte sich dann etwas, passierte die Aran-Insel und flog in Richtung Kanada auf den Ozean hinaus.
London, 1. Sept. Die „Imperial Alreoangs"
Der Landtag muß alsbald einberufen werden. Er hat dann das Recht, das Landtagsdirektorium vor seine Schranken zu fordern und ihm sein Vertrauen zu entziehen, wenn er mit der Handlungsweise dieser Regierungsbehörde nicht einverstanden ist. Ist die liatuische Regierung entschlossen, sich an das Memelstatut zu halten, so muß sie alsdann dafür sorgen, daß der Gouverneur ein dem Landtage genehmes Landesdirektorium
allein kann das Memelland
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der gegenwärtigen Diktatur wieder in verfassungsmäßige Verhältnisse übergeleitet werden. Der litauische Ministerpäsident hat in Genf feierlich verspochen, diese selbstverständlichen Forderungen des Memellandes anzuerkennen und ihnen Geltung zu verschaffen. Es versteht sich von selbst, daß der neugewählte memelländische Landtag auf dem Posten sein und den Kamps für seine vertragsmäßigen Rechte mit aller Entschiedenheit aufnehmen wird. Sollte man ihm Schwierigkeiten in den Weg legen, oder ihn gar ebenso behandeln, wie es dem alten Landtage im Januar dieses Jahres ergangen ist, so kann das Memelland sicher sein, daß es bei seinem schweren Kampfe um die Erhaltung seiner Autonomie Deutschland wie bisher auf seiner Seite hat.
Memel, 31. Aug. (Wolff.) Bis 3 Uhr nachmittags lagen die Wahlergebnisse auf 160
teilte der „Westminifker-Gazette mit, daß um 21.30 Uhr eine Mitteilung eingetrosfen sei, wonach das britische Flugzeug weiterhin unterwegs sei. Die Lage
des Flugzeugs wurde jedoch nicht mitgeteilt.
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Dessau, 31. Aug. Um 4.55 Uhr nachmittags
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die „Bremen" zur Startbahn gerollt worden. Ein Lastwagen mit Benzin fuhr ihr voraus. Am Startplatz wird das Flugzeug getankt. Wie zuverlässig verlautet, wird die „Europa" an dem Amerikaflug nicht teilnehmen. Die Besatzung der „Bremen" besteht aus den Piloten Loose, Köhl und Freiherrn von Hünefeld. Von einer den Junkerswerken nahestehenden Seite wird uns auf Anfrage versichert, daß diese Vorgänge noch keineswegs bedeuten, daß der Start dicht bevorsteht.
Dessau, 31. Aug. Der Start der „Bremen" zum Ozeanflug findet heute nicht statt. Das Ozeanflugzeug bleibt zum Abflug bereit auf der Startbahn stehen. Man erwartet hier am morgigen Tag den Eingang der Wettertelegramme, um eine endgültige Entscheidung zu treffen.
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Köln, 31. Aug. In der heute abend abgehaltenen Pressebesprechung erklärte Könnecke ausdrücklich,
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daß wegen der ungünstigen Wetterlage für morgen ein Start nicht in Frage komme. Anstelle des zurückgetretenen Bordfunkers Wall ist der Obertele-
araphensekretür vom Telegraphenamt Koblenz, Johannes, als Bordfunker gewählt worden.
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Paris, 31. Aug. In Le Bourget ließen heute nachmittag die beiden Piloten des „Tangooogels" T a r a f s o n und L a u l h e, die Funkapparate an ihrem Flugzeug anbringen. Morgen sollen damit die ersten Versuche gemacht werden. Die Piloten des „Blauen Vogels", Givon und C o r g u, ließen heute nachmittag die Behälter ihres Appa- rates mit Betriebsstoff füllen, doch verlautet bis zur Stunde nichts über den Zeitpunkt ihres Startes. In Villacomblay ließ der Flieger C o ft e s sein Flugzeug noch einmal überprüfen. Er ist nunmehr bereit, jederzeit zum Fluge Paris—Newyork aufzusteigen.
Das LVsiSsv auf dem Ssean.
Hamburg, 31. Aug. Die Wetterlage auf dem nordatlantischen Ozean ist nach Mitteilung der Deutsche Seewarte für Ozeanflüge von Europa nach Nordamerika immer noch nicht sonderlich günstig. Besonders zwischen dem 20. und 25. Grad westlicher Länge herrschen starke Gegenwinde mit einer Geschwindigkeit von bis 40 Stundenkilometer.
Paris, 1. Sept. Dem „Journal" wird aus Rewyork berichtet, daß das amerikanische Vetterbüro die atmosphärischen Bedingungen auf dem Atlantik als ungewöhnlich günstig bezeichnet hat.
Des „Göâ vsu DetssSL^ w âaussauèZsrossS.
Konstantinopel, 31. Aug. Die amerikanischen Dellflieger sind mit ihrem Flugzeug „Stolz von Detroit" hier eingetroffen.
von insgesamt 200 ländlichen Stimmbezirken vor. Es haben erhalten einschließlich Ergebnisse aus der Stadt Memel: Memelländische Dolksparlei 17 312, Landwirtschaftspartei 15 472, Sozialdemokraten 4817, Kommunisten 3496, Kombrinkbund 1534 sowie grohlitauische Parteien zusammen 6223.
AermsMe mm 2. SSiovev.
Es ist bekanntlich in Aussicht genommen, daß der Reichspräsident anläßlich seines 80. Geburtstages Begnadigungen ausspricht. Als Ergänzung dazu beabsichtigen die Länder ebenfalls eine Amnestie. In den nächsten Tagen werden sich die Vertreter der Länder im Reichsjustizministerium zusam- mensinden, um sich über ein gemeinsames Vorgehen bei dem Erlaß einer Amnestie klar zu werden.
DeMshev GtSdieias und KSnbenZMVsWenDe.
Der Deutsche Städtetag hat den Gedanken einer besonderen Ehrung des Herrn Reichspräsidenten Anläßlich seines 80jährigen Geburtstages durch Werke sozialer Fürsorge von Anfang an sympathisch begrüßt. Wenn der Vorstand des Deutschen Städtetages, in dem bekanntlich alle Parteien vertreten sind, seinerzeit von einer geschlossenen
finanziellen Beteiligung an der hindenburgspende abgesehen hat, so geschah dies, weil auch Reich und Länder sich an dieser Sammlung nicht finanziell beteiligen. Die Gemeinden sind Körperschaften des öffentlichen Rechts: sie müssen ebenso wie Reich und
Länder Ausgaben aus Steuermitteln decken und können daher über ihre Einnahmequellen nicht in der breiten Form verfügen, wie die Privatwirtschaft. Art und Maß der Beteiligung mußte deshalb ähnlich wie auch bei den übrigen Gemeinden der freien Entschließung der einzelnen Mitgliedstädte überlassen bleiben. Dabei hat der Vorstand des Städtetages den Städten insbesondere empfohlen, unter Berücksichtigung der vielfach vorhandenen besonderen örtlichen Notstände sozialpolitische Einrichtungen für die minderbemittelte Bevölkerung lejonbers zu bedenken und zu Ehren des Herrn Reichspräsidenten mit seinem Namen zu belegen. Die deutschen Städte kommen dieser Aufforderung des Städtetages in erfreulich großem Umfange nach So haben nach den bisher vorliegenden Berichten eine große Anzahl von Städten praktische Maßnahmen zur
Linderung der Not von Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen
für den 2. Oktober beschlossen. In anderen Städten ist unentgeltliche Abgabe von Baugelände zu Wohnheimstätten für Kriegsbeschädigte und Kinderreiche beschlossen worden, die den Namen Hindenburg- stätte führen sollen. An anderen Orten sind größere Beiträge zur Anschaffung von Kleidungsstücken für bedürftige Kinder bereitgestellt, die am Hindenburg- geburtstag zur Verteilung gelangen sollen. Die deutschen Städte fördern so über die Beteiligung an der Hindenburgspende hinaus den dieser Spende zugrunde liegenden Gedanken durch soziale Taten in einer Form, die sich im Rahmen der Leistungsfähigkeit der einzelnen Städte hält und zugleich ihrem Wesen als öffentlich-rechtliche Körperschaft am zweckmäßigsten entspricht.
ÄuLvas VsLsdaws beèm SLaaès- gevrshsshof wsseu des SSasssus.
Der Magistrats Potsdams hat beim Staats- gerichtshof den Antrag gestellt, die Notverordnung über die Beflaggung der städtischen Gebäude in den Reich sfarben für verfassungswidrig und rechts« »gültig zu erklären.
Potsdam, 1. Sept. Die von der Deutschnationa- len Volkspartei, dem Stahlhelm und den Daterlän- dischen Verbänden geplante Gegendemonstration gegen die für Donnerstag abend angekündigte Reichs- bannerkundgebung gegen die Haltung des Oberbür- germeifters Rauscher in der Flaggenfrage ist vom Polizeipräsidium verboten worden. Im Polizeiprä- sidium wird jedoch erwogen, auch die Reichsbanner- kundgebung zu verbieten.
SMMIeS««» sege« den «eitbS- toebsmiMiftee.
Hamburg, 31. Aug. Die Hamburger Deutsch- nationalen haben sich dem Vorgehen der deut ch- nationalen Presse angeschlossen und eine Entschließung gegen den Reichswehrminister wegen feiner F l a g g e n v e r o r d n u n g gefaßt. Sie behaupten, daß das Ansehen der Reichswehr auf der Tradition der alten Armee beruhe, und daß ihr Gefüge durch den Ministererlaß ernsthaft gefährdet sei. Der Reichspräsident wird aufgefordert, die Verordnung des Reichswehrministers wieder aufzuheben.
Das bremsende GtveEenKsnal.
Berlin, 31. Aug. Die Reichsbahnverwaltung ist bemüht, die Vorkehrungen zur Sicherheit des Zugverkehrs auch durch selbsttätige Einrichtungen, die ....... " " " nalen in Kraft treten
beim Ueberfahren von------ sollen, zu verstärken. Solche Vorrichtungen werd*- betriebstechnisch zugbeeinflussende Einrichtungen genannt. Die seit langem vorbereiteten Sicherheit*- maßnahmen wurden heute vormittag in einer Sonderfahrt auf der Linie Berlin—Dresden einem klei- nen Kreise gezeigt. Es handelte sich um die Bor* führung der selbsttätigen Bremseinrichtung, tne unter dem Namen Jndulor technisch ausprobiert wird. Etwa 285 Meter hinter dem Vorsignal ist ein Streckenmagnet vorgesehen, der, falls der Lokomotivführer das Signal nicht beachtet haben sollte, entsprechend auf einen Lokomotivmagneten und damit auf die Luftdruckbremse einwirkt und den Zug zum Halten bringt. Die Beachtung des Vorsignals durch den Führer wird durch Betätigung eines Wachsamkeitshebels im Führerstand angezeigt, der in jedem Fall zu stellen ist. Die Versuche hatten auch bei 90—100 Kilometer Geschwrndigkeit besten Erfolg. Die erste Einführung der Neuerung ist für den Spätherbst zu erwarten.
Maßnahme« _, . fit die s-itdSd«»»-« Landwirt«. Berlin, 31. Aug. Der Reichslandbund hat in sei- ner Eingabe von der Reichsregierung sofortige Hilfsmaßnahmen für die Landwirte verlangt, tne in den letzten Tagen durch Regengüsse und Hagelwetter geschädigt worden sind. Er fordert, daß die Schäden alsbald durch örtliche Verwaltungsbehörden festqestellt, die Steuern und Abgaben den be- troffenen Landwirten bis dahin zinslos gestundet und dann im Verhältnis zu den Schäden erlassen, Mittel zur Getreidelombardierung bereitgestellt und langfristige Kredite zur Ablösung kurzfristiger Der- schuldungen gegeben werden. Für d,e verspäteter Erntebergungsarbeiten soll Reichswehr zur Ber> fügung gestellt werden.