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Ksmem 6M und Land

1922

2H. ÄUGE

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. / Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher feinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungslage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956,3937,3958

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General Anzeiger für

Das itasefte.

Die französische Regierung hat der Vermin- ung der Rheinlandtruppen um 10 000 Mann zu- timmt.

Lord Cecils Rücktrittsabsichten werden haupt- hlich auf das Scheitern der Flottenbeschränkungs- iferenz zurückgeführt.

Die amerikanischen Flieger Schlee und Brook d auf ihrem Flug um die Welt in England ge= ibet und haben damit die erste Etappe zurück- egt. Die Flieger werden heute ihre Reise nach

ünchen fortsetzen.

Die auf der Europa-Tagung in Dresden nmelten Ausländsdeutschen sandten an ichspräsidenten ein Begrüßungstelegramm.

Ver­ven

Gestern ist die Internationale Musikaus- llung in Frankfurt geschlossen worden.

NesatzsmsSmcmSvev und Genie im Rheinland«.

Im allgemeinen macht man sich wohl in den cht von den fremden Truppen besetzten Ge­rten Deutschlands nicht den richtigen Begriff >n den schweren Leiden unserer Brüder am Hein, die nun schon über 8% Jahre anhalten, auernd führen die ungebetenen Gäste der Be- ilferung die Ueberlegenheit des Siegers vor ugen, selbst die deutschen Behörden sind in eler Ansicht ihrer Willkür unterworfen, im ähren Sinne des Wortes find die Einwohner cht mehr Herr im eigenen Hause. Denn von infchränkung- feiner Wünsche und Begierden, >n Rücksichtnahme auf seinen Quartiergeber ter gar von Mitleid mit der oft verzweifelten irtschaftlichen Lage seiner Hausgenossen weiß f 6e oli>Äi ime %e|4^un^sarM«e« nidyta^ ^tir 1 Dienstgrade ist die Zahl der Wohnräume 'tgelegt und die Soldaten wie Offiziere kam­en nicht allein, sondern brihgen Frau und ü inber, Eltern und Kusinen mit, die auch itergebracbt und verpflegt werden wollen, fie oft müssen sich Hausbesitzer mit einer ellerwohnung oder 1 einer Dachkammer be= lügen, da die übrigen Zimmer von der Be- tzung beschlagnahmt sind.

Die Stärke der Besatzung ist im Friedens- 'rtrag von Versailles bekanntlich nicht fest- 'legt. Mit geradezu teuflicher Bosheit haben ch unsere früheren Feinde die Anzahl der Di­sionen Vorbehalten, die das Rheinland he­tzen sollen. So konnte Deutschland nichts ba­rgen sagen, als nach dem Abzug der Eng- mder aus der Kölner Zone die mittlere und idliche Zone anstatt wie bisher mit 65 000 unmefjr mit 70 000 Mann belegt wurden. Es t aber nicht die Zahl der Regimenter und Bataillone allein, die von der Bevölkerung so nangenehm empfunden wird, sondern ' in rfter Linie die gegen früher bedeutend größere mzahl von Garnisonen. In wenigstens 50 eineren Städten, die vor dem Weltkriege rine deutsche Garnison hatten, liegen nunmehr embe Truppen. Es kann der Bevölkerung m Rhein daher nicht gleichgültig sein, um Kernel Mann die Besatzung herabgesetzt wird, ändern jedes Tausend, das abgebaut wird, ver- ingert wesentlich die Leiden des Landes schon us dem Grunde, weil dadurch eine große An- ahl von Wohnungen frei wird und zahlreiche Schulen wie andere öffentliche Gebäude ihrem lgentlichen Zweck wieder übergeben werden onnen.

Mit den Wohnungen allein ist es jedoch ncht getan, die fremden Truppen sollen auch riegstüchtig erhalten werden und müssen zu resem Zwecke viele Uebungen in möglichst wechselndem Gelände veranstalten. Mit unge- euren Kosten wurden in der Nähe der größe- en Standorte zahlreiche Exerzierplätze ge= Raffen, ohne Rücksicht auf den Kaufpreis mahlte man oft die fruchtbarsten Strecken aus, m deren Benutzung zu militärischen Zwecken ne deutsche Regierung vor dem Weltkriege sicht einmal bei den Herbstübungen gedacht 'atte. Vielmehr wurde hierbei immer Rück- 'cht auf die Bevölkerung und auf die Ernte ge­kommen. Es war den höheren Militärbehör­den, welche das Gelände für das Manöver aus- Echten zur Pflicht gemacht, jegliche Rücksicht ms die Bevölkerung zu nehmen. Ganz anders es französische Besatzungsbehörde. Schon vor ;wei Jahren benutzte die französische Feld- irhllerie in der Hohen Eifel das Gelände zwischen Schmittheim und Stadtkyll zum Scharfschießen und zwar in den Monaten ^u9Uft und September. Das dortige Gelände nicht besonders fruchtbar. Das wenige ®e= treibe wird auf den Höben erst lebr spät reif

Truppenabbau um 1C 000 Mann

Zustimmung der fvanzSrrMen Kegievuns zu den eusrrschsn

London, 27. Aug. Das Foreign Office gibt amtlich bekannt, daß zwischen England, Frankreich und Belgien über die Stärke der Besahungstruppen im Rheinlande eine Regelung erfolgt sei. Der amtliche britische Funkspruch meldet: Das franzö­sische Kabinett hat gestern der Verminderung der drei Besatzungsarmeen im Rheinland nach langer Beratung zugestimmt, wie sie vom britischen Kabi­nett vorgeschlagen wurde. Der gegenwärttge Stand der Besahungstruppen ist folgender: Frankreich 56 500, Großbritannien 7300, Belgfen 6300, zusam­men 70 100. Die französische Regierung hat sich-ein- verstanden erklärt, die Besahungsarmeen um 10 000 Mann zu vermindern, aber erklärt, daß sie ohne Ge­fahr für die französische Sicherheit ihre eigene Be­satzungsarmee nicht mehr als um 5000 Mann ver­mindern könnte. Rach dem britischen Vorschlag, den die französische Regierung jetzt angenommen hat, hat sie sich aber mit einer proportionellen Vermin­derung einverstanden erklärt. Das bedeutet eine Herabsetzung der französischen Truppen um 8050 Mann, der belgischen um 900 Mann und der briti­schen um 1050 Mann. Die französische Regierung behält sich dabei das Recht vor, im Falle, daß Groß­britannien oder Belgien später die Zurückziehung einer größeren Zahl von Truppen beschließen sollte, diese durch französische Truppen zu ersehen.

Entsprechend veröffentlicht Havas folgende Rote aus London: Die französische Antwort auf die letzte britische Rote zur Frage der Verringerung der Rheinlandtruppen trafen heute morgen im Foreign Office ein. Die französische Regierung nimmt den letzten englischen Vorschlag an, die Ziffer der im Rheinland befindlichen Truppen auf insgesamt 60 000 Mann durch proportionelle Verringerung ju oecminifecn. 3m foreign Office erklärt man sich sehr befriedigt darüber, daß zwischen den Alliierten eine Einigung zustandekam, zumal das Foreign Office und der Quai d'Orsay nicht gezögert haben, ihre ursprünglichen Anschauungen zu ändern, um zu dieser Uebereinstimmung zu komiyen.

Die EnttSuMuns in VevlSn.

Berlin, 28. Aug. Der nun ja wohl feststehende Beschluß der ehemaligen alliierten Regierungen, die Besatzung um 10 000 Mann zu vermindern, wird, so sehr jede Erleichterung für das Rheinland zu be­grüßen ist, in Berlin mit gemischten Gefühlen aus­genommen. Man ist sich vollkommen der Gefahr bewußt, daß durch solche unzulängliche Abschlags­zahlungen die deutsche Forderung der Rheinland­räumung aus der Diskussion asgeschallet werden soll. Es ist bemerkenswert, daß diese Auffassung keineswegs etwa nur in den Kreisen der Rechten, sondern allgemein vorherrschend ist. So äußert sich beispielsweise dasBerliner Tageblatt" dahin, daß die Versuche, die Besatzungsfrage brockenweise zu lösen und dem französischen Generalstab von Zeit zu Zeit ein paar Kompanien abzuhandeln, Unter­nehmungen von zweifelhafter Natur seien." Gewiß ist im allgemeinen ein winziges Etwas noch immer besser als ein reines Garnichts. Aber in diesem be­sonderen Fall muß man sich überlegen, ob durch Fortnahme einiger dekorativer Steinchen der Zwing Uri denn nicht eher befestigt als gelockert wird."

Noch stärker gibt das Berliner Zentrumsorgan, dieGermania", ihrer Enttäuschung Ausdruck.Es wäre nicht wahrheitsgetreu," meldet das Berliner Zentrumsorgan,wollte man bestreiten, daß das deutsche Volk sich durch diese sogenannte Rückwir­kung in seinen auf Locarno gesetzten Erwartungen betrogen fühlt. Es ist unseres Erachtens selbstver­ständlich, daß diese schmerzlichen Erfahrungen auf das weitere politische Verhalten Deutchlands nicht ohne Einfluß bleiben können."Unsere Forde­rung auf eine völlige Räumung des besetzten Ge­bietes bleibt," bemerkt dieTägliche Rundschau" mit Recht,im Sinne der Abmachungen von Locarno bestehen. Aber es wäre töricht, einer Mil­derung des Unrechts zu widersprechen, weil das Un­recht nicht völlig aufgehoben wird."

Die Äew-Sovk Times über die Bieiatzungssvase.

Ein Zwischenspiel der Radelstiche."

Rewyork, 27. Aug. Die NewyorkTimes" be­merkt zu der in Frankreich vertretenen Auffassung, daß eine größere Verminderung der Rheinland- besatzung durch Deutschlands Haltung nicht gerecht­fertigt sei, es sei schwer zu sehen wo Deutsch­land ernstlich gegen den Gei st von Locarno oder gegen seine Verpflichtungen ver­stoßen habe. Der französische Hinweis auf den Reichstagsbericht, der die Frage der deutschen Kriegsschuld nicht den französischen Wünschen ent­sprechend beantworte, sehe aus, als suche Frankreich nach einem Streit. Ebenso einwandfrei sei der fran­zösische Hinweis auf die nationale Sicherheit. Es

und kann vor Mitte September nicht ab- doch nahm die französische Militärverwaltung geerntet werden. Die Bauern hatten gebeten, nicht die geringste Rücksicht. Im vorigen Jahre die Schießübungen auf einen späteren Monat wiederholte sich dasselbe Spiel, die Bauern zu verlegen, damit sie wenigstens ihren spär- mußten es als ein Entgegenkommen betrachten, lieben Haler im September eintragen könnten, wenn sie in der zweistündigen Mittagspause

fei schwer einzusehen, warum die Sicherheit mit 60 000 Soldaten nicht gefährdet und mit 53 000 Mann in Gefahr sei. Der Versailler Vertrag gebe Frankreich das Besatzungsrecht. Versailles sei je­doch durch Locarno ausgeglichen, und es sei un­verständlich, warum Europas Wiederversöhnung ein Zwischenspiel der Nadelstiche haben solle.

Dev deutsrhe Notsrhastev bei Vviaud» '

Berlin, 27. Aug. Der deutsche Botschafter v. Hoesch hatte heute vormittag eine neue Unter­redung mit dem Minister des Aeußeren, Briand, in der allgemeine Fragen der deutsch-französischen Politik erörtert wurden. Der Botschafter brachte bei dieser Gelegenheit Briand die Befriedigung zum Ausdruck, die die deutsche Regierung trotz der be­dauerlichen Nichterfüllung einiger ihrer Forderun­gen über den Abschluß des deutsch-französischen Handelsvertrages hat. Briand sprach in ähnlicher Weise die Genugtuung der französischen Regierung über den erfolgten Abschluß aus.

Lord GecilS «WieHiSaSMiett.

London, 27. Aug. In politischen Kreisen wird nunmehr bestätigt, daß Lord Cecil dem Mini­sterpräsidenten Baldwin mitgeteilt hat, daß er seinen Posten im Kabinett niederzulegen wünsche. Der Entschluß Lord Cecils hat allgemein überrascht. Es ist richtig, daß die Meinungsverschiedenheiten inner­halb des Kabinetts über gewisse Völkerb undsfragen Lord Cecil zu diesem Schritt veranlaßten. Insbe­sondere soll Lord Cecil die Haltung der Admiralität auf der Flottenkonferenz in Genf, der er beiwohnte, aufs schärfste kritisiert haben. In Völkerbundskrei­sen hat die Nachricht außerordentliches Bedauern und stellenweise auch lebhafte Sritif an der Regie­rung erregt.Daily Chronicle" erinnert daran, daß Lord Cecil während der Flottenkonferenz bis zum letzten Augenblick für einen Erfolg der Abrüstungs­bestrebungen gekämpft habe.

Als maßgebende Gründe werden die folgenden angegeben: Einmal die starre Haltung Englands auf der Genfer Flottenkonferenz, dann die Rück­wirkungen, die diese Haltung auf die vom Völker­bund vorbereitete Abrüstungskonferenz haben muß. Außerdem behauptetWestminster Gazette", daß Lord Cecil mit der undurchsichtigen englischen Po­litik in der Frage der Rheinlandbesetzung nicht ein­verstanden sei und die baldige völlige Räu­mung des Rheinlandes vertrete.' Entschei­dend ist aber für die Demission der prinzipielle Gegensatz zu dem Außenminister Chamber­lain, der sich immer wieder den französischen Wünschen annähert und auch weitgehend mit den englischen Nationalisten zufammengeht, weil er die Hoffnung, hat, demnächst englischer Ministerpräsi­dent zu werden. Lord Cecil hat, als er im Dezem­ber 1924 dem Kabinett Baldwin beitrat, auf eine Reihe höherer Aemter verzichtet, nur um sich ganz der englischen Völkerbundspolitik zu widmen. Als jedoch nach dem Abschluß der Locarno-Verträge eine grundlegende Aenderung in der Politik Cham­berlains dem Völkerbund gegenüber eintrat, wuchs die Opposition Cecils. Um nicht zum Wortführer dieser Politik in Genf werden zu müssen, hat er jetzt als Ausweg seine Demission gewählt. Cecil wurde 1864 als jüngster Sohn des späteren Pre­mierministers Lord Salisbury geboren. Von 1906 bis 1923 gehörte Lord Cecil dem Unterhause an und trat erst vor vier Jahren in das Oberhaus über. Er war im Krieg zweimal Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt und von 1916 bis 1918 englischer Blockademinister.

London, 28. Aug. DerObserver" schreibt, das Rücktrittsgesuch Lord Cecils sei auf das Scheitern der Flotenbeschränkungskonferenz zurückzuführen. In den letzten Stadien der Konferenz hätte Lord Cecil angestrengt danach gestrebt, ein vollständiges Scheitern zu vermeiden, sei jedoch durch die Ver­treter des Flottenstandunktes überstimmt worden Observer" berichtet weiter, wenn Lord Cecil auf seinem Gesuch beharre, werde voraussichtlich ein anderes Mitglied der britischen Delegation für Genf seinen Namen einnehmen. Cecils Aktion berühre aber kein anderes Kabinettsmitglied. Sein Rücktritt werde jedoch ernstlich von allen liberalen Einflüssen in der konservativen Partei empfunden werden für die er die Verkörperung der Befriedung in der europäischen Politik bedeutet habe. In Dölkerbunds- kreisen würde sein Rücktritt ebenfalls tief bedauert werden.

Paris, 29. Aug. DieTimes" berichtet, daß Lord Cecil gestern mit Baldwin zusammengetroffen ist. Es wird erwartet, daß er heute eine eingehende Er­klärung über seine Rücktrittsabsichten abgeben wird. Cecil scheine die Ansicht zu vertreten, daß er die Abrüstungsfrage besser außerhalb als innerhalb des Kabinetts fördern könne.

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wiederholte sich dasselbe Spiel, die Bauern

chre sonst abgesperrten Felder betreten durften. Jeder landwirtschaftliche Sachverständige, der die Mühe des Erntens im Hochgebirge kennt, weiß nur zu genau, daß man in zwei Stunden nicht viel leisten kann und nun sollen in diesem Jahre Ende August in demselben Gelände wiederum Schießübungen stattfinden. Ebenso verzichtet die in Trier untergebrachte 43. In­fanterie-Division nicht auf ihren Schießplatz bei Pellingen, obwohl sie mehrfach sich davon überzeugen mußte, daß durch abirrende Gra­naten die wertvollen Weinberge im Saartale schwer beschädigt wurden. Auch werden durch diese Schießübungen die Verbindungswege vom Saartale nach der Höhe oft wochenlang gefperrt. Es ist nicht verständlich, warum sich die französische Militärbehörde gerade auf diesen Schießplatz festgelegt hat, an dessen Be­nutzung die deutsche Regierung niemals ge­dacht hat. Nur wenige Kilometer weiter nörd­lich bietet der unfruchtbare Hochwald und Hunsrücken Schießplätze in Hülle und Fülle, durch deren Gebrauch die Land- und Wald­wirtschaft in keiner Weise beeinträchtigt werden.

Nun folgen auch die Engländer dem Bei­spiel der Franzosen und halten ihre Manöver im Kreise Alzei (Rheinhessen) gerade zu einer Zeit ab, wo die Ernte stattfindet. Ganz Rhein» Reffen hat in diesem Jahre infolge der dauern­den Nässe eine sehr schlechte Ernte, die zudem gegen sonstige Jahre auch erst sehr spät einge­bracht werden kann. Alle Vorstellungen der örtlichen Bevölkerung bei dem Kommando der englischen Besatzungsbehörde in Wiesbaden sind erfolglos geblieben. Es hieß immer, die Truppen müßten im wechselnden Gelände ge­übt werden und es wäre später noch Zeit, die Ernte einzubringen. Was würde der englische Bauer oder der englische Gutsbesitzer wohl sagen, wenn ihm die englische Militärverwal­tung in der Heimat solche «Schwierigkeiten machen und kein Entgegenkommen zeigen würde?

Hier muß wirklich einmal ein Wandel ein­treten, die Bevölkerung, besonders die Bauern in so schlechten Erntejahren, wie es 1927 ist, dürfen nicht weiter geschädigt werden, da da­durch die Ernährung der ganzen Rheinlands in Frage gestellt wird. Aufgabe unseres Reichs­außenministers in Genf wird es fein, seinen englischen und französischen Ministerkollegen auf diese Mißstände aufmerksam zu machen. Sollten die Regierungen in Paris und London den Anordnungen ihrer Militärbehörden bei­treten, so würden sie nach außen ihre Ansicht dahin kundgeben, daß sie nach wie vor eifrig bemüht sind, Deutschland auf jede Weise zu schädigen. Diesem Zustand, der auf die Dauer unerträglich ist, muß endlich einmal ein Ende gemacht werden.

Die erste Etappe des SittgeS um die WeSt.

London, 28. Aug. Die Piloten Brock und Schlee, die mit ihrem FlugzeugStolz von De­troit" gestern früh 5.14 Uhr amerikanischer Zeit zu dem Transozeanflug gestartet waren, sind heute vor­mittag 10.33 Uhr in Croydon gelandet, haben also die erste Etappe ihres Weltfluges in etwa 24 Stun­den zurückgelegt. Der gelbe Eindecker näherte sich dem Flugplatz bei schönstem Sonnenschein mit gro­ßer Schnelligkeit und landete vollkommen glatt unter den Beifallsrufen einer vielhundertköpfigen Menge. Die Flieger wurden bei ihrer Landung von Ver­tretern der Behörden bewillkommnet und fuhren dann sofort im Auto nach London. Sie erklärten, sie hätten eine glänzende Ueberfahrt gehabt, fühlten sich aber trotzdem ermüdet. Der Start zu der zwei­ten Etappe ihres Weltfluges würde morgen früh 8 Uhr erfolgen.

London, 28. Aug. Die beiden Flieger Brock und Schlee des erfolgreichen FlugzeugesStolz von De­troit" berichten, daß sie in Höhen von 200 bis 10 000 Fuß geflogen sind. Das Flugzeug geriet sehr oft in der Dunkelheit in Luftlöcher, die es wie einen Stein 200 bis 300 Fuß durchsacken ließen. Ihre Ge­schwindigkeit betrug durchschnittlich 80 Meilen die Stunde, war jedoch sehr verschieden. Von 355 Gallonen Benzin, die beim Start an Bord genom­men wurden, ist ungefähr nur die Hälfte verbraucht worden. Schlee erklärte weiter: Wir versuchen einen Rekord für den Flug um die Welt zu schaffen. Der von Evans aufgestellte Rekord ist 26 Tage und mir versuchen ihn zu drücken. Heute nachmittag be­gaben sich die beiden Flieger nach Croydon, um ihre Maschine zu besichtigen, an der Mechaniker den ganzen Tag geleistet hatten.

London, 28. Aug. Der Pilot Schlee erklärte in einem Interview, das FlugzeugStolz von Detroit" hätte drei Stunden lang die Orientierung verloren, als es in einer Höhe von 5000 Fuß über dicken Wolken über die Grafschaft Devon flog. Zuerst hät­ten die Flieger geglaubt, sie wären über Irland. Da aber die Küste anders aussnh, seien sie auf 200 Fuß herabgegangen. Ueber einer Ortschaft hätten sie