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M. 199

Srettas de«

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26» KWgM

1922

Mir KvansvLichs Derftändigungspotttir ausfieht.

Ms GEurrus bet , IutsspavlawentaEihen Ärsisst.

Paris, 25. Aug. In Anwesenheit von etwa 400 Sariamentariern aus 35 Staaten ist heute vormittag ie 24. Jahreskonferenz der Jnterparlamen» arischen Friedensunion eröffnet worden, lach Ansprachen des zum Vorsitzenden der Tagung «wählten Präsidenten des französischen Senates, ) o u m e r, und des französischen Senators Mer­in ergriff

«»«MsepEdsvt p»r««a«s

.äs Wort, um im Namen der französischen Regie- ung die Kongreßteilnehmer zu begrüßen. PoincarL fing bei seinen Ausführungen aus von der Welt- «usftellung in Paris, den damals gezeigten Fort- chritten der Technik und Wissenschaft, von dem großen Aufblühen der Menschlichkeit, das durch den Meg jäh unterbrochen worden sei. Die Lehre des Krieges sei die, daß man in noch stärkerem Maße edes Werk unterstützen müsse, das der Annäherung üene. Nicht etwa, daß die einzelnen Vaterländer hre Kraft oder ihre Vitalität verloren hätten oder verlieren müßten.Das Vorhandensein unabhän- ziger Nationen", so erklärte der Ministerpräsident, ,die einander nacheifern und sich nicht mehr feind- ich graenüberstehen, ist eine der unerläßlichsten Rirgf-Hasten für den Fortschritt der Zivilisation. Keiner von uns, wessen Landes Bürger er auch sein nöge, würde darin einwilligen, nur ein Weltbürger [U sein. So wünschenswert, so notwendig auch die Harmonie zwischen den Völkern ist, so äust sie doch so oft Gefahr, durch unvorhergesehene Zwischenfälle gestört zu werden, sei es nur, daß hier inb dort Interessengegensätze, Rivalitäten, Eigen­liebe, intensive Vorurteile, vielleicht sogar in ge« Dissen Kreisen gefährliche Hintergedanken vorhanden 'ind. Aufgabe der Interparlamentarischen Union muß es deshalb fein, soweit als möglich das zu be« ieitigen, was die Nationen entzweit, und das zu festigen, was sie einander näherbringt."

Als erster Diskussionsredner gab der Senator vandurant der Hoffnung Ausdruck, daß die Vereinigten Staaten, England und Frankreich die Interparlamentarische Union ihrem höchsten Ziele, dem obligatorischen Schiedsgerichtsverfahren, einen Schritt näher bringen möge. Der Führer der eng­lischen Delegation, Lord Treawen, begrüßte die durch Locarno erfolgte Stärkung des Vertrauens unb kritisierte das Verhalten Rußlands.

ReichsLasssviMdettL LSbe,

6er mit Beifall begrüßt wurde, gab dem Wunsche Ausdruck, daß die diesjährige Konferenz zur Kon­solidierung des Friedens beisteuern möge.' Seit zwei Jahren habe man auf dem Wege der Verstän­digung ernste Probleme lösen können und es fei zu hoffen, daß der gleiche Weg für sämtliche Fragen ' eingeschlagen würde. Briand habe Mut bewiesen durch Aufnahme von Verhandlungen mit Strese­mann. Man habe jedoch den Eindruck, daß auf dem Wege der Verständigung ein Stillstand eingetreten |ct. Zu oft öffne man die Wunden, die aufgehört hätten zu bluten. Die Goheimverhandlungen seien gleichfalls geeignet, das Mißtrauen der Völker zu wecken. Mißtrauen aber sei schlimmer als Haß. Die Beziehungen zwischen den Völkern müßten öffentlich sein und die Geheimdiplomatie abgeschafft werden. Der Mechanismus des Völkerbundes arbeite mit äußerster Langsamkeit.

Beim Uebergang vom Wort zur Tal fei ein versagen seslzusiellen. Wenn Frankreich uns er­klären würde, am 1. Januar 1928 wird kein Franzose mehr auf deutschem Gebiete stehen, dann würde man ein Wort aussprechen, das der Sache der Menschheit dienen würde.

Ein evnstev LwischenfaU.

Die Nachmittagssitzung führte zu einem ernsten Zwischenfall, der als noch nicht abgeschlagen zu betrachten ist. Auf Löbes Aufforderung an das französische Volk, die Rhelnlande bis zum 1. Januar 1928 zu räumen, antwortete ihm als erster der fran­zösische Senator H u b e r t, der als französischer De- legierter an der Septembertagung des Völkerbundes ieilnehmen wird. Hubert wies darauf bin, daß Frankreich, das immer versöhnlichen (?) Geist zeige, Deutschland bereits in weitem Umfangs entgegen« gekommen sei. Wohl sei die deutsch-französische Ver­ständigung ein Eckpfeiler des Weltfriedens, doch fei ----cht leicht, von einem Tag auf Jben anderen die Folgen jahrhundertelanger Kämpfe au verwischen.

ss nn

Darm ergriff Senator

Henri de Jouvenel das Wort und wandte sich gegen die Aufrollung der Frag« Frankreichs am Wellkr

der Schuld

n

me­

und die Retchstagsveröffsntlichungen über die bel­gische Neutralität. Derartige Untersuchungen wür­den nur die internationalen Beziehungen Zwilche den Staaten verschlechtern. Erst eine spätere Gene rotion würde mit der Objektivität eines Richters ur- teilen können. Der Reichstagspräsident hätte nur mit einem gewissen Zögern vom Frieden gesprochen. Das sei die Folge der Tatsache, daß

in Locarno zwei verschiedene politische Situationen in Europa geschaffen worden seien; ein We st-Europa mit anerkann­ten Grenzen und ein Ost - Europa mit nicht an­erkannten Grenzen.

Solange die Ostgrenzen nicht wirklich anerkannt

seien, müsse Frankreich im Rheinland bleiben.

Ein neuer Unruhefaktor in der europäischen Politik sei auch der gleichzeitig mit Deutschlands Völker- bundseintritt zustande gekommene deutsch-russische Vertrag geworden. Wenn Herr Löbe die Rheinland- räumung zum 1. Januar 1928 fordere, so müsse ihm geantwortet werden, daß

die Besatzung der Rheinlande die einzige Garantie für die Aufrechterhaltung des Friedens in Ost-Europa

darstelle. Was würde von der deutsch-französischen Freundschaft übrig bleiben, wenn die Franzosen das Rheinland räumen würden? Im Laufe von zwei oder drei Jahren würden die Daweszahlungen nicht mehr innegehalten werden, und die Franzosen wür­den ihren neuen deutschen Freund im Kamps mit früheren Verbündeten erblicken! Seit langem Ver­feindete würden nur langsam die Bande der Freund­schaft knüpfen. Frankreich wünsche den Frieden, aber es wolle nicht feinen Frieden von dem Frieden an­derer trennen! Frankreich wünsche Europa einen gemeinsamen Frieden. Er sei für die Räumung des Rheinlandes, wenn auch unter der Voraussetzung, daß vorher ein O st - Locarno geschaffen werden würde.

Seine Ausführungen, die von Beifalls­stürmen auf den Bänken der

- ------- ! en unterbrochen wurden, wurden von den deutschen Parlamentariern mit lebhaftemHört! Hört! und mit den WortenUnerhört" begleitet. Nach de Jou- venel betrat der deutsche Senator Heller aus der Tschechoslowakei die Tribüne und erklärte, es sei für jeden Deutschen schmerzlich, die Ausführungen de Jouoenels anzuhören, die sichtlich nicht der Ge« melnschaftsarbeit in der interparlamentarischen Union nützlich sein würden.

Heute Autwovt a« de SouveneS.

Am Freitag wird ein deutsches Delega- t onsmitglied de Jouvenel antworten. In der Antwortrede wird zum Ausdruck kommen, daß die Stresemann-Briandsche Verständigungspolitik auf wesentlich anderen Grundlagen aufgebaut sei als die Ausführungen de Jouoenels, die man in fransofifdjen politischen Kreisen darauf zurückführt, daß Poincar è e Jouvenel gern als Nachfolger Briands in seinem Kabi­nett sähe.

««Mäettwe LSSss übev feine Daeifee Rede.

Vari»,, 25. Aug. Ueber die Ausführungen, die der Präsident des Reichstages, Löbe, heute vor­mittag auf der Konferenz der Interparlamen­tarischen Friedensunion gemacht hat, gibt er dem Pariser Vertreter des W. T. B. folgende Auf­klärungen:Ich bin in meinen Ausführungen aus­gegangen von der Umstellung der Neparationsfrage aus der Atmosphäre der Sanktionen und Gewalt- maßnahmen auf die der friedlichen wirtschaftlichen und schiedsgerichtlichen Verständi- gung. Die Welt hat diese Wendung als Anfang einer versöhnlichen Lösung der noch offen stehenden Fragen begrüßt. Heute kann man, wenn nicht einen Rückschlag, so doch einen Stillstand feststellen. Die Gründe für diesen Stillstand sind einmal das Wüh­len in alten Wunden und das Hervorsuchen der früheren Sünden, sowie die Heimlichkeit der Diplo­matie und die militärischen Vorbereitungen, die das Mißtrauen wecken. Es fehlt in unseren Tagen an den« freiwilligen Entgegenkommen, das bezwingt und überwältigt, das durch Offenheit unb Ehrlichkeit die Völker zur Nachahmung zwingt. Als solches würde ich es ansehen, wenn Frankreich zu Deutsch­land sagte: Vom 1. Januar 1928 ab steht kein fran­zösischer Soldat mehr auf deutschem Boden, oder menn Deutschland zu Frankreich sagen würd« Wir

erklären offen, daß wir auf jede Vermehrung unserer Heeresstärke verzichten, weil ja die deutsche Ab­rüstung der Anfang der allgemeinen Abrüstung sein soll. Einen solchen Schritt würde^ich sehen darin, wenn England oder Amerika trotz des Scheiterns der Abrüstungsverhandlungen von sich aus erklären würde: Wir werden unsere Rüstungen um 20 Pro­zent vermindern und dadurch ein weithin leuchtendes Beispiel geben. Wir rufen nach dem Staatsmann, der einen solchen kühnen Schritt wagt, auch gegen­über dem Mißtrauen bei seinem eigenen Volke."

Bvkand ftwW am Meustas.

Paris, 25. Aug. Wie derTemps" zu wissen glaubt, wird Außenminister Briand am Dienstag im Verlause der Schlußsitzung der Konferenz der Interparlamentarischen Friedensunion das Wort er­greifen. Das gleiche Blatt stellt fest, daß die genaue Zahl der an der Konferenz teilnehmenden Delegier­ten 416 beträgt, darunter 35 Frauen.

Me SvÄSS dsv Gsvâetzrms des N§§atztmssis«Men.

Paris, 25. Aug. Ueber den Stand der franzö­sisch-englischen Verhandlungen über die Verminde­rung der Besatzungstruppen im Rheinland schreibt dasJournal des Débats", die englisch-französische Besprechung hierüber habe keine Fortschritte ge­macht. Da der Völkerbundsrat vier Tage früher als die Vollversammlung zusammentritt, sich also am 1. September versammeln muß, ist es sehr wohl möglich, daß die Frage nicht vor diesem Zeitpunkt gelöst wird. Man hat den Eindruck, daß das eng­lische Kabinett die Lösung lieber vertagt, weil es wünscht, daß die Angelegenheit zu einer Besprechung Anlaß gibt, an der auch Reichsminister Stresemann teilnimmt.

Ein esrsMchev Minèsievvat übev die Vsßatzungsfvass.

London, 25. Aug. Der gestern aus Kanada zu­rückgekehrte Premierminister führte bei einem heute nachmittag abgehaltenen Kabinettsrat den Vorsitz. Alle in London anwesenden Kabinettsmitglieder, Chamberlain, Churchill, Bridgeman, Hoare, Hogg und Kriegsminister Worthington Evans, nahmen daran teil. Verschiedene ausstehende Fragen wur­den erörtert, darunter an hervorragender Stelle die Frage der Verminderung der Besatzungsheere im Rheinlande. Wie verlautet, ist in dem Stande der englisch-französischen Verhandlungen über diese Frage noch keine Einigung erzielt worden. Dies wurde auch nicht erwartet, bevor die heutige Sitzung des britischen Kabinetts sich mit den von beiden Regierungen eingenommenen Standpunkten befaßt hat. Ueber das Ergebnis des heutigen Kabinetts­rats liegt noch keine Miteilung vor.

GttgMch-SEankMe«d«?s- vevdaudzunse«.

Amerikanische Gerüchte.

Washington, 25. Aug. DieWashington Post" berichtet, daß von vertrauenswürdiger Seite beim Staatsdepartement Gerüchte eingetroffen seien, in denen erklärt wird, daß Großbritannien und Japan zu einem gegenseitigen befriedigen­den Abkommen über die künftige See­herrschaft gelangt seien, als es endgültig klar wurde, daß die Vereinigten Staaten auf der Marine­konferenz in Genf das britische Programm nicht annehmen wollten. Der Hauptgedanke der geheimen Verständigung sei nicht bekannt geworden. Die Zeitung erklärt, daß es zweifelhaft ist, ob den ame­rikanischen Behörden ihr Inhalt bekannt geworden ist. Das geheime Abkommen wurde hinter geschlosse­nen Türen erörtert. Dem Blatt zufolge sollen sich die britisch-japanischen Verhandlungen, die auf eine Wiederbelebung des englisch-japani- Bündnisses von 1911, das während der Wa- shingtoner Marinekonferenz im Jahre 1923 auf­gehoben wurde, Hinzielen, in einem vorgerückten Stadium befinden.

Ein englisches Dementi

London, 25. Aug. Von maßgebender britischer Seite wird erklärt, daß die Meldung, wonach Groß­britannien und Japan ein Geheimabkommen über die Beschränkung der Flottenabrüstung abgeschlossen haben, nicht der Wahrheit entspricht. Von hoher ministerieller Seite wurde heute nach­mittag erklärt: Der Bericht ist vollkommen unrich­tig. Es besteht kein derartiges Abkommen und überhaupt keinerlei Geheimabmachung irgendwelcher Astt zwischen England und Japan, über die Flottenrüstungen.

Dev KeLthsvat füv de« fvaur. HandeSsvevtvag.

Berlin, 25. Aug. Der Reichsrat genehmigte in seiner heutigen Sitzung den deutsch-französischer Handelsvertrag. Gegen den Vertrag stimmte nm Hessen. Der hessische Vertreter gab folgende Ev klärung ab:

Der Abschluß eines Handelsvertrags mit Frankreich ist auch nach Ansicht meiner Regie­rung eine nationale Notwendigkeit. Bei aller An­erkennung dieser Notwendigkeit soll man es aber der Regierung eines Landes nicht zumuten, die Mitverantwortung für diesen Vertrag zu über­nehmen, weil sie überzeugt ist, daß durch das Ab­kommen ein wichtiger Produktionszweig der Weinbau, in feiner Lebensmöglichkeit getroffen wird. Die hessische Regierung sieht sich daher ge­nötigt, entsprechend ihrer bisherigen Haltung ge­gen den Vertrag zu stimmen."

Der Reichsrat erklärte sich ferner einverstanden mit einer Regierungsverordnung über die vorläufige Anwendung einer Vereinbarung mit Norwegen über Einführung eines Vertragszollsatzes für gewisse nor- wegische Fischkonserven in Tomaten. Hierfür gib bei der Einfuhr nach Deutschland der mit Portugal und Italien für Sardinen vereinbarte Vertragszoll von 30 Mk. für den Doppelzentner, solange Deutsch land Portugal und Italien oder einem anderer Lande diesen Dertragszoll gewährt.

I des Reichsrates wird erst inden.

Die nächste Vollsitzung am 15. September stattfi

Die OaMvStSt bet deutscke«

Williamstown, 25. Aug. In seinem letzten Vor- trag im Institut für Politik schilderte Dr. Rein - hold, wie durch die Abtretung wichtiger Rohstoff- gebiete und durch die Beschlagnahme deutscher Schiffe und deutschen Vermögens die deutsche Zah­lungsbilanz passiv geworden sei. Es bestehe wenig Hoffnung auf eine Aenderung, so daß das Transfer der Reparationszahlungen in Zukunft große Schwie­rigkeiten bereiten werde. Neue Vereinbarungen im Sinne einer Elastizität des Dawesplanes feien des­halb in absehbarer Zeit nötig.

Im Anschluß daran sprach Dr. Reinhold über den Geist und Zukunftswillen des neuen Deutschland Er erklärte, die neue Staatsform sei durch die Prä­sidentschaft von Hindenburg außerordentlich gestärkt worden und schloß mit dem Ausdruck der Hoffnung auf einen langsamen Wiederaufstieg Deutschlands.

Dr. Reinhold verläßt Williamstown am 26. August, macht einen kurzen Abstecher nach Quebec und Montreal und kehrt sodann zum Studium der Farm- und Industriezentren Amerikas zurück. Ende September gedenkt Dr. Reinhold nach Deutschland zurückzukehren.

Dev SSassemzanS seht wsZtev.

Berlin, 25. Aug. Wie dasBerliner Tageblatt" zu dem Flaggenkonflikt zwischen Magistrat und Ho­tels erfährt, hat sich auch das Berliner Messeamt dem Standpunkt des Magistrats angeschlossen. Es wird bis auf weiteres keine Veranstaltung in den in Frage kommenden Hotels mehr abhalten und es hat bereits einen Pressetee, der heute imEspla­nade" stattfinden sollte, abgesagt und nach dem Funkhausrestaurant verlegt. Es schweben auch Ver­handlungen darüber, den Pressetee und das große Bankett, das am 2. September imEsplanade" an­läßlich der Funkausstellung stattfinden soll, in ein anderes Hotel zu verlegen. Morgen findet in Berlin eine Sitzung des Reichsverbandes der Hotelbesitzer Deutschlands statt, in der über den gestrigen Beschluß der Hotelbesitzer, nicht in den Reichsfarben zu flaggen, verhandelt werden soll. Der Berliner Magistrat, der sich erneut mit der Angelegenheit beschäftigt hat, hat beschlossen, feine Stellungnahme in vollem Umfange aufrecht zu erhalten.

Berlin, 25. Aug. Zu dem Kampf zwischen dem Berliner Magistrat und den Hotels erfährt eine Korrespondenz, daß die für Freitag angesetzte Z u - sammenkunst des Vorstandes und Bei­rates des Vereins der Berliner Hotel­besitzer von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein wird, da die Auseinander­setzungen in den letzten Tagen auch im Reich eine starke Kampfstimmung erzeugt haben. Seitens der Berliner Hotelbetriebe wird der Antrag ge­stellt werden, die von Berlin ausgehende Bewe­gung nicht nur auf das ganje Reich aus- zudehnen, sondern es soll auch auf die im Auslande bestehenden deutschen Ho­tels die Aufforderung ergehen, die Reichsflagge künftig nicht mehr zu hissen. Weiter wollen die in gemeinsamer Front stehenden Berliner Hotels in bieier Zusammenkunft den Antrag stellen, daß in