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202. Labrrsa«-

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Mittwoch den

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und Lemd

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13« ÄUSUst 1923

Das Neueste.

Die Aussichten für einen zweiten Flug der K unkerspiloten in diesem Jahre sind vorläufig nicht instig.

Könnecke will unter allen Umständen für seinen tart auf gutes Wetter warten.

Man hofft, daß das deutsch-französische Handels- ckommen heute endlich unterzeichnet werden kann.

»«Stands dovvefteS Gesicht

Der Streit um die Rheinlandräumung.

Der unbefangene Beurteiler kann dem frän­kischen Senator de Jouvenel, der vor einigen agen aus der französischen Vertretung in enf ausgetreten ist, in seinem Urteil über die ätigkeit des Völkerbundes in vieler Hinsicht ar beistimmen. DieGesellschaft der Natio- rn" ist seit ihrem Bestehen von den Groß- iächten, besonders England und Frankreich, ri wichtigen Entscheidungen stets beiseite ge­hoben worden und hat sich bisher noch jedem rteil entzogen, mit denrsie einem der ,Grüßen'

1 nahe hätte treten können. Diese unleugbare atsache geht am besten aus der großen Be- âedigung aller Kreise in London darüber ervor, daß Chamberlain es wieder einmal leisterhaft verstanden hat, die Besprechung er Rheinlandsrage von der offiziellen Tages- rdnung der am 1. September beginnenden Ratssitzung fernzuhalten, und sich nur mit den i Innenministern der übrigen Mächte über diese ine dringende Entscheidung heischende Ange- egenheit besprechen will.

Die Nachrichten über den beabsichtigten Ab- au der Rheinlandbesatzung gehen nach wie or weit auseinander. Von vielen Seiten, be- onders in Paris, hört man, daß der franzö- fche Außenminister aus eigener Initiative sei­len Ministerkollogen den Vorschlag zu einer Lyerabsetzung der Truppen unterbreitet hat, da r sich für moralisch verpflichtet hielt, sein in Locarno gegebenes Wort einzulösen. Zweifel- 05 ist es Briand persönlich unangenehm, daß s bisher noch nicht so weit gekommen ist, aber eit dem Juli 1926 ist er nicht mehr der starke Rann von früher und muß Rücksicht auf Poin- arè und einige andere seiner Ministerkollegen, sie gerne eine andere Außenpolitik haben nöchten. Hat es Poincare doch fertiggebracht, > im Dezember 1926 die Ratssitzung tatsäch- ich nicht von Genf aus, sondern von Paris ge- eitet wurde. Die Angelegenheit ist wohl im pariser Kabinett besprochen worden, doch fällt )ie Entscheidung erst am 19. August und auch Dann nur so weit, ob überhaupt französische Eruppen das Rheinland verlassen.

Englischen Nachrichten zufolge ist der Vor­schlag eines Besatzungsabbaues von Chamber­lain ausgegangen, der ausdrücklich erklärt haben soll, daß England in dieser Hinsicht Deutschland die Stange halten wolle. Einige Blätter behaupten sogar, daß Chamberlain den Vorschlag gemacht habe, daß Frankreich sofort 12 000 Mann aus den Rheinlanden zurück­ziehen solle, alsdann werde auch England seine Besatzungstruppen um 1000 Mann vermin­dern. Nun hat aber das französische Kabinett schon erklärt, daß unter keinen Umständen mehr als 5000 Mann aus dem Rheinland ab­berufen werden könnten, da sich England nun verpflichtet hatte, seine Truppen im Verhältnis von 1:10 der französischen und belgischen Be­satzung zurückzuziehen, so brauche es nur 500 Mann aus Deutschland zurückzurufen. Die eng­lischen Blätter behaupten jedoch, daß der fran­zösische Besatzungsabbau von 5000 Mann so geringfügig wäre, daß die englischen militäri­schen Sachverständigen der Regierung angeb­lich empfohlen hätten, eine solch geringe Anzahl von 500 Mann überhaupt nicht zurückzuziehen, so daß es bei der bisherigen Stärke von 7350 Mann verbleiben sollte. Wir sehen hier also, wie stets, Englands doppeltes Gesicht. Es for­dert wie immer bei den Verhandlungen der Alliierten viel mehr, als Frankreich jemals zu­geben wird, und nimmt dann nachher feine eigenen Zugeständnisse zurück. Chamberlain denkt gar nicht daran, Deutschland zu helfen, oder, wie er sich diesmal ausgedrückt hat, die Stange zu halten. Er beabsichtigt mit seinem sehr wenig schönen Verhalten nichts anderes, als in Deutschland Stimmung gegen Frank­reich zu machen und England selbst in ein mög­lichst gutes Licht zu setzen, um den eigentlichen Schuldigen nicht in Erscheinung treten zu lassen. Es ist nicht, wie man in London immer behauptet, diefranzösische schlechte Laune", welche die Auswirkung der Politik von Lo­carno verhindert, sondern einzig und allein die

Gin neues Szeanftug sät dieses Sahe zweifelhaft. Die Vevaöurrssn übev einen nenen Köus. - Meins EnesfeisLige Mjeveeholnns des Oreanftuses. Meine ÄnMchten auf Beffeenns des wettevS.

Dessau. 16. Aug. (Wolff.) Bei Bros. Junkers fand heule eine eingehende Besprechung mit den leitenden Herren der Junkerswerke und den Piloten derBremen und derEuropa" statt. Die Aus­sprache galt den Erfahrungen und Lehren des ersten Fluges und der

Frage der Wiederholung des Ozeanfluges.

Die Besprechungen dauerten bis in die späten Rach­mittagsstunden. Sie beschäftigten sich vor allem mit der Sichtung und Erörterung der Erfahrungen des ersten Versuches und führten zunächst zu dem Er­gebnis, daß

fürs erste eine Wiederholung des Fluges nicht in Frage kommt.

Auch wenn günstige Welterkonstellationen eintreten sollten, würde in den nächsten Tagen ein neuer Start also nicht erfolgen. Ob er darüber hinaus noch vor dem Eintritt der Herbstwetkerperiode stattfinden wird, hängt von dem weiteren Verlauf der Bespre­chungen ab. Jedenfalls ist die Leitung der Junkers­werke der Auffassung, daß

dieBremen die Probe bestanden und ihre Eignung für das Projekt des Ozeanfluges bewiesen hat. Amsomehr will man eine Ueberstür- jung der Wiederholung vermeiden und sich auch durch andere Ozeanflüge nicht beeinflussen lassen. In die­sem Zusammenhang wird von den Junkerswerken auch betont, daß sie den Amerikaslug nicht in erster Linie von der sportlichen Seite her ansehen, sondern unter dem Gesichtspunkt der technischen, der wissen- schasllichen und der praktischen Entwicklung des Flugwesens.

Me SevAchevtmssvevhandltmgvts füc einen nenen Oreanfltts.

Berlin, 16. Aug. (Wolff.) Wie das Wolffbüro bereits berichtete, wird die Frage der Wetterführung des Ozeanprojektes sehr stark von den Verhand­lungen mit den Versicherungsgesellschaften beein- lußt sein, die gestern eingeleitet wurden. Einer hie- igen Korrespondenz zufolge gingen die Verträge lahm, daß die Versicherungen mit dem Abrollen der Flugzeuge zum Start begannen, und daß sie mit dem Eintreffen in Newyork oder mit dem endgülti­gen Abbruch des Fluges endigten. Es ist nun juristisch die recht schwierige Streitfrage entstanden, ob das Scheitern des ersten Versuches im Sinne die­ser Verträge gleichzeitig als ein Abbruch des Unter­nehmens bezeichnet werden kann. Die Verhand­lungen beschäftigen sich mit der Frage, ob die deut­schen Versicherungsgesellschaften, die mit Ausnahme zweier großer westdeutscher Konzerne sich ziemlich einmütig zur Zeichnung dieser Versicherung bereit erklärt hatten, um so dieses nationale Unternehmen überhaupt erst zu ermöglichen, nun auch bereit sein werden, die bereits geleisteten hohen Prämien auf einen neuen Start der beiden Flugzeuge zu über­tragen bzw. anzurechnen. Es darf nicht verkannt werden, daß bei etwaiger Unnachgiebigkeit das ganze Unternehmen in Gefahr gebracht werden kann. Erfreulicherweise sind aber Anzeichen dafür vorhanden, daß die deutschen Assekuranzen dieser schwierigen Situation Verständnis entgegenbringen, so daß auf einen baldigen befriedigenden Abschluß gehofft wird. Man rechnet bei diesen Verhandlungen bereits damit, daß an Stelle derEuropa" die in Bereitschaft stehende dritte Maschine des gleichen TypsD. 1198" eingesetzt wird. Die Maschine ist bis in die letzten Einzelheiten ausprobiert und wäre ohne weitere Vorbereitungen imstande, zusammen mit derBremen" zu starten.

unbeständige Außenpolitik Chamberlains, der die Weltfriedensprobleme immer mit englischen Interessen verquickt.

Es ist nicht anzunehmen, daß die Entschei­dung über die Zahl der zurückzuziehenden Truppen schon vor dem 1. September fallen wird. Denn nach dem 19. August, dem Tage des nächsten französischen Ministerrates, wird erst eine Kommission von Generastabsoffizieren der Interalliierten unter dem Vorsitz des Ober­befehlshabers der französischen Rheinarmee, General Guillaumat zusammentreten, welche nach bestimmten Richtlinien darüber entschei­den soll, welche Standorte im Rheinlande frei­gemacht werden können. Es sind bekanntlich in dem jetzt noch besetzten Gebiet ungefähr drei­mal so viel Städte belegt, wie es vor dem Weltkriege der Fall war. Es muß eine Ent­scheidung darüber getroffen werden, ob aus allen Standorten einzelne Truppen zurückge­zogen werden sollen, oder ob ein Teil der Standorte als solche überhaupt aufgehoben werden. Nach dem Bericht, den der General vor kurzem dem obersten französischen Kriegs­rat vorgelegt hat, darf man sich nicht allzu­

Sie Nofi an Novd des «Guvova" und Seemen

Hannover, 15. August. Die Post der beiden Ozeanflugzeuge ist auf die beiden Flugzeugs gleich­mäßig verteilt gewesen. Die Post, die sich an Bord derEuropa" befand, ist sofort nach der Notlandung von einem Vertreter der Reichspost in Gewahrsam genommen worden. Die Verteilung der Post der Flugzeuge ist im einzelnen unbekannt, so daß alle die Personen, die Post nach Amerika schicken woll­ten, erst in einigen Tagen wissen werden, ob ihre Post auf derEuropa" oder derBremen" war.

Dev SiuvmAus dev Seemen*.

Dessau, 16. August. In einem Kommunique nehmen heute die Junkerswerke zu dem Sturmflug derBremen" noch einmal Stellung. Danach hat dieBremen" Irland an der Beyne-Mündung er­reicht und dem starken Nebel nach Süden auswei­chend Cork Harbour an der irischen Südküste ge­wonnen. Böiger Südweststurm bei einer Windstärke 6 bis 8 zwang die Flieger, das hochbslaftet» Flug­zeug mit Vollgas zu fliegen, wodurch ein starker. Brennstoffverbrauch eintrat. Aus diesem Grunde entschlossen sich die Flieger am 15. August 7.15 Uhr morgens zur Umkehr über die irische Ojtküsts, Hali­fax, Hull, die Themsemündung zwischen Folkestone und Dover, Dünkirchen, Brügge, Rheine, Hannover und Braunschweig wurden überflogen, bis um 16 24 Uhr die glatte Landung in Dessau erfolgte.

Fest steht, daß die gesamte technische Einrichtung derBremen einwandfrei funktioniert hat.

Hinern im ManaS.

Paris, 16. August. An der Kanalküste wütete heute nacht ein Orkan, der jede Sch -fahrt unmög­lich machte. Ein Kutter riß sich vom Anker los, so­daß er abtrieb. Er hat um Hilfe gebeten.

LSniwovtteSesvsmm von Nvofeffov Sunkevs an Vot-

Maftee Ghuvmann.

Dessau, 16. Aug. Professor Junkers hat das Tele­gramm des amerikanischen Botschafters mit folgen­dem Telegramm erwidert:

Ich danke Ihnen, auch im Namen der Besatzung derBremen" undEuropa" für das überaus freundliche Telegramm und die Anteilnahme, welche Sie, verehrter Herr Shurmann und das ganze ame­rikanische Volk an dem Versuch der Ozeanüber­querung genommen haben. Wir schätzen sehr ihre Worte der Anerkennung für die Leistungey unserer beiden braven Besatzungen. Die ganze Nacht hat die Bremen" gegen Sturm und Nebel ankämpfend, in niedrigster Höhe über der Nordsee, England und Ir­land fliegen müssen und ist am Morgen umgekehrt, als an der Westküste Irlands erneute Stürme ein­setzten.

Es würde uns eine ganz besondere Freude be­reiten, wenn es uns möglich sein sollte, den Flug über den Atlantik zu dem Volke Lindberghs, Cham­berlins Byrds bezwingen zu können, welches in so großer und sympathischer Weise unser Vorhaben be­grüßte und unterstützte. Mit ergebensten Grüßen Hugo Junkers."

großen Hoffnungen hingeben, schwerlich wer­den viel mehr als 5000 Mann nach Frankreich zurückkehren. Briand wird nicht in der Lage sein, sein dem deutschen Reichsaußenminister vor fast zwei Jahren gegebenes Versprechen zu erfüllen, denn nun und nimmer werden sich die französischen Generale mit einem Abbau von mehr als 35 000 Mann einverstanden er­klären, solange die französische Ostgrenze nicht zu einer zusammenhängenden Festung ausge­baut ist.

Die deutschen Vertreter in Genf werden einen sehr schweren Stand haben und nur bei äußerst geschickten Verhandlungen einen Erfolg in der sehr heiklen Frage erringen können, es sei denn, daß sie wieder sehr große Zugeständ­nisse machen. Das Ende vom Lied wird aber sein, daß das Rheinland, wie schon so oft, wie­der enttäuscht werden wird und daß die Be­satzung nur um einen Bruchteil verringert wird, der eigentlich garnicht ins Gewicht fällt. Und dabei spricht man immer von Verständi­gung der Völker und von Bemühungen, Eu­ropa zu befrieden . . <1

tvavum dev SreanKtts Mettev« mn^ie.

Unser meteorologischer Mitarbeiter faßt hier noch einmal kurz die Gründe zusammen, aus denen der Ozeanflug derEuropa" undBremen" scheitern mußte.

$3 eiter die Freude über die glückliche Rückkehr der Ozeanflieger noch die Glückwunschtelegramme nnd die beschönigenden Ausführungen über kost­bare Erfahrungen auf der Sturmfahrt der Europa" und derBremen" vermögen ernsthaft darüber hinwegzutäuschen, daß die deutsche Fliegerei vor dem In- und Ausland einen bedauerlichen Miß­erfolg zu verbuchen hat.

Nach der am vergangenen Samstag erfolgten Mitteilung von der Verschiebung des Starts schien es allen Kennern der Verhältnisse ausgemacht, daß der Abflug auf geraume Zeit hin nicht erfolgen werde; denn die Witterungsbedingungen waren an diesem Tag bereits so ungünstig, die gesamten Lust- druckverhältnisse zwischen Mitteleuropa und der nordamerikanischen Küste derart, daß an eine rasche Besserung nicht zu denken war. Umso größer war bei den Meteorologen die Ueberraschung

über den am Sonntag trotzdem erfolgten Start, und die von dieser Seite geäußerten Befürchtungen soll­ten sich nur zu rasch als begründet erweisen. Daß die Flieger der ihnen drohenden Lebensgefahr noch glücklich entronnen sind, ist lediglich ihr eigenes Ver­dienst, nicht das der Flugleitung.

Es muß mit aller Deutlichkeit gesagt werden'.

Die günstigste Zeit für den transatlantischen

Djhüefipug ist bereits vorbei.

Geraume Zeit hatte sich das Luftmeer innerhalb des hier in Betracht kommenden Teiles der nörd- l:chen Halbkugel in hochsommerlicher, auf gleich­mäßiger Erwärmung bis in hohe Breiten beruhen­der Trägheit befunden; diesem atmosphärischen Zu­stand ist seit dem Ende der Vorwoche durch das Wie­deraufleben der atlantischen Wirbeltätigkeit aber ein Ende gemacht worden, und da nunmehr die Ab­kühlung der vorgeschrittenen Jahreszeit entsprechend in hohen Breiten rasch zunimmt, während die Sub­tropen und der südliche Teil der gemäßigten Zone noch längere Zeit hindurch sehr warm bleiben, so muß die atlantische Wirbeltäligkeit, die aus diesen immer größer werdenden Temperaturgegensätzen ihre Energie gewinnt, nun von Woche zu Woche intensiver werden. Es naht die Zeit, die durch die sogenannten Äquinoktialstürme charakterisiert ist, die also ruhiges und sichtiges Wetter auf dem Atlan- tik sowohl wie über Nordwesteuropa nicht erhoffen läßt. Solange die fetzt nach Nordwest- und Nord- europa gelangten Zyklonen noch unbeweglich vor der irischen Westküste lagen, wäre es möglich ge­wesen, sie nordöstlich zu umfliegen und mit Rücken- wind über den Nordatlantik auf dem kürzesten Wege nach der amerikanischen Ostküste zu gelangen. Diese Möglichkeit war noch bis zur Mitte der Vorwoche gegeben; die Flugzeuge waren damals aber noch nicht startbereit. Diese Gelegenheit ist jetzt unwieder­bringlich vorüber, und es wäre das richtigste, den ganzen Flug auf das nächste Jahr zu verschieben.

Amevikonißche iUtette«

Der Anteil der Amerikaner am Scheitern des Ozeanfluges ist fair und herzlich. Der Newyorker Vertreter der L. N. N. hatte eine Unterredung mit dem Wettermacher Byrds, Chamberlins und Lind­berghs, Dr. Kimball. Dieser ausgezeichnete Fach­mann urteilt: _ ... .

,Bei einem so furchtbaren Wetter über dem Ozean" ( das die amerikanischen Wetterwarten richtig und rechtzeitig vorausgesagt hatten (Die Schriflltg.) hat es sicherlich noch mehr Wut erfordert, die Rückkehr anzutreten, als weiterzufliegen.

Weiter wird durch Kabel gemeldet:

Fast sämtliche Newyorker Blätter drücken über das Mißlingen des Ozeanflupes der Deutschen ihr Bedauern aus und schreiben das Mißlingen ledig­lich den

äußerst widrigen Wetlerverhällnissen zu.

Auch in Fliegerkreisen hat die Aufgabe des Fluges Teilnahme erweckt. In einigen Zeitungen wird die Vermutung ausgesprochen, daß die Jun­kerswerke bei der nächsten Gelegenheit, d. h. wenn die Wetterverhältnisse es einigermaßen gestatten, den Flug wiederholen werden.

Lindbergh, den die Nachricht von der Rückkehr derBremen" nach Dessau in St. Louis traf, er- klärte:Das tut mir aufrichtig leid. Ich hoffe, die deutschen Herren haben beim nächsten Male mehr Glück."

Chamberlin erklärte:Ich fahre heute in meine Heimatstadt Denison (Iowa). Aber ich glaube, daß vor meiner Rückkehr mindestens ein, wenn nicht qar mehrere deutsche Flugzeuge in Newyork gelandet fein werden. Es tut mir sehr leid, daß es der Bremen"'nicht gelungen ist, den Flug fortzusetzen. Ich weiß aber genau, daß es den Deutschen doch ge­lingen wird, und ich wünsche ihnen für den nächsten Versuch alles Gute."

Die Sovbevsttungen MSttneSes.

Köln, 16. Aug. Direktor Moll von den Caspar- werken erklärte heute abend den Pressevertretern bezüglich der Vorbereitungen Könneckes u. a.: Der ür heute früh angesetzte Startversuch konnte wegen les böigen Windes und des anhaltenden Regen­wetters nicht stattfinden. Inzwischen ist von Zürich ein neuer Szintilla-Anlasser eingegangen, um ihn gegen den bisherigen Bosch-Anlasser auszutauschen. Serner ist von Frankfurt ein neuer Versuch»».