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Seife 6

Montag Den 18. Juli 1927

Xr. 165

DeuisGe MMc^WÄw&tea- ^aften 4922.

Drei neue deutsche Rekorde am ersten Tage.

Deutschlands große Leichtathletikprüfung nahm am Samstag bei prächtigem Sommerwetter im Deutschen Stadion zu Berlin-Grunewald ihren Be­ginn. Leider vermißte man Rouben, der aber über 100 Meter gehen und auch in der Staffel mitwirken wird; Troßbach mußte einer Verletzung wegen da­rauf verzichten, seinen Meistertitel im 110-Meter- Hürdeulauf zu verteidigen, und schließlich machten auch Dr. Peltzer unb der Karlsruher Faist im 400= Meterlaufen nicht mit. Faist lief dafür über 200 Meter. Drei deutsche Rekorde mußten be­reits am ersten Tage ihr Leben lassen. Körnig stellte den ersten über 200 Meter mit 21,4 Sekun­den auf; er verbesserte damit Roubens Bestleistung um 0,1 Sekunde. Dann lief die junge Langstrecken- Hoffnung Cohn (Teutonia Berlin) über 5000 Meter mit 15:03,2 Min. einen neuen Rekord, und die dritte neue Bestleistung bot der ausgezeichnet dis­ponierte Berliner Polizist Hähnchen im beidarmigen Diskuswerfen mit 77,66 Meter. Aber auch sonst gab es ganz hervorragende Leistungen. Im Hochsprung brachten es Beetz-Berlin und Köppke-Stettin auf je 1,88 Meter. Erst durch einen Stichkampf fiel die Entscheidung. Einen außerordentlich harten Kampf und eine glänzende Zeit gab es über die 400-Meterstrecke. Büchner-Magdeburg rieß schließlich in 48,8 Sekunden den Titel an sich; aber auch die übrigen Teilnehmer am Endlauf blieben alle unter der 50 Sekundengrenze. Spannend war das 5000 Meterlaufen. Bis 3000 Meter lag das Feld ziemlich geschloffen beieinander. Dann lösten sich Klinzing, Boltze, Diekmann und Cohn von der Masse ab. Bei 4000 Meter fielen Boltze und Klinzing ab, und als vor der letzten Runde auch Diekmann zurückfiel, hatte der junge Berliner Cohn gewonnenes Spiel.

Höhepunkt des Tages war der 200 Meter-End- fauf. Beim Eingang in die Gerade lagen alle Teil­nehmer in einer Linie, dann schoben sich Körnig, Schlößke und Schüler etwas vor und lieferten sich l en ganz erbitterten Kampf. Erst 20 Meter vor hem Ziel konnte Körnig Schüler und Schlößke ab- jchütteln. Befriedigend waren schließlich auch die Leistungen im Diskuswerfen. Im beidarmigen Werfen wurde Hänchen nicht nur zum dritten Male Meister, sondern auch Rekordmann, und auch das heftarmigt Werfen fiel dem Berliner zu, da hier ier Favorit Hoffmeister-Hannover wieder einmal rersagte Beim 110 Meter-Hürdenlaufen hatte der Karlsruher Steinhardt nicht viel zu schlagen, nachdem Troßbach nicht antrat. Bei etwas stärkerer Konkurrenz wäre hier auch wohl die Zeit besser Wworderu

Hästagsergebnisse der Deutschen Meisterschaften.

Entscheidungen:

200 Meter: 1. Körnig (S. C. Charlotten­burg) 21,4 Sek. (Neuer deutscher Rekord); 2. Schüller (Preußen-Krefeld) 21,6 Sek.; 3. Schlößke (Brano ndurg-Berlm) 21,6 Sek.; 4. Hintze-Wil- delmshauen: 5. Wege-Leipzig; 6. Faist (Phönix- Karlsruhe; - 400 Meter: 1. Büchner-Magde- r urg 48,8 Sek.; 2. Bermann (DSC. Berlin) 49 Bef.; 3. Schmid: (Teutonia-Berlin) 49 Sek.; 4. Stortz (VfL 96 Halle) 49,3 Sek. 5 0 0 0 Meter: QL Cohn (Teutonic Berlin) 15:03,2 Min. (Neuer deutscher Rekord) 2 Diekmann-Hannover 15:17,2 Mm 3. Boltze-Stettin 15:22,7 Min.; 4. Klintzing sDiskontoges. Berlin) 15:34,1 Min. 110 Meter H ürden : 1. Steinhardt (Phönix Karlsruhe) 15,4 Sek., 2. Schultze-Berlin 16,1 Sek.; 3. Kurallus- Berlin 16,4 Sek., 4. Barth-Nürtingen. H o ch - |p r u n g: 1. Beetz-Berlin, 1,88 Meter; 2. Köppke- Stettin 1,88 Meter (durch Stechen entschieden); 3. Skorzinkski-Berlin 1,85 Meter. Diskus­werfen, beftarmig: 1. Hänchen (Pol.-Sp.-V. Berlin) 44,47 Meter; 2. Paulus-Gießen 44,06 Meter ß. Senadaris-Dresden 41,70 Meter; 4. Hoffmeister­hannover 41,07 Meter. Diskuswerfen, beidarmig: 1. Hänchen (Pol-Sp. D. Berlin) 77,66 Meter (Rekord); 2. Seradaris-Dresden 72,38 Meter; 3. Schauffele-Stuttgarrt 70,97 Meter. Hammerwerfen: 1. Mang - Regensburg 40,71 Meter; 2. Wenninger-Zuffenhausen 39,715 Meter;

Kniese-Berlin 38,315 Meter.

Der zweite Rekordtag.

Auch der zweite Tag der deutschen Leichtathletik- Meisterschaften im Grunewald-Stadion zu Berlin hatte sportlich hohes Niveau. Zu den drei neuen deutschen Rekorden des ersten Tages kamen noch vier weitere neue deutsche Bestleistungen: in der 4-mal-100-Meterstaffel lief der SC. Charlottenburg die sensationelle Zeit von 41.3 Sek., ganz knapp dahinter endeten Preußen-Krefeld und die über­raschend gut laufende Eintracht Frankfurt; über 10 000 Meter schraubte der Hamburger Petri den Rekord auf 32:00,8 Min., Dr. Peltzer brachte es im 400-Meter-Hürdealauf zu der neuen Rekordzeit von 54,8 Sek., und Brechenmacher (Eintracht Frank­furt) stieß die Kugel beidarmig 26,05 Meter, was ebenfalls Rekord bedeutet. In den meisten anderen Wettbewerben, abgesehen vom Speerwerfen und Weitsprung waren die Leistungen gleichfalls sehr gut. Die 100 Meter endeten sozusagen im toten Rennen zwischen Houben und Körnig. Nur der Zielrichter konnte den Sieg bestimmen und die Ent- |d)eibung fiel zugunsten Hörnings aus. Ueber» raschend war der Ausgang des 1500-Meterlaufens. Der vom 800-Meterlauf zu sehr erschöpfte Bocher Bab bei 1200 Meter auf, wenig später siei auch der Münchener Ienuwein, der ständig geführt hatte, zu­rück. Walpert konnte in den Zielgeraden auch nicht mehr mit, und so lag schließlich der Stettiner Boltze »llein in Führung. Das schönste Rennen des Lages war das in der 4mal 100-Meterstaffel. Die Berliner Vereine BSC. und DSC. hatten zunächst He Führung. Houben kam als dritter Mann auf gleiche Höhe, und als die Berliner beim dritten Wechsel Fehler machten, lagen Preußen Krefeld und Eintracht Frankfurt in Front. Unter größter An­teilnahme des Publikums konnte aber der mit wößter Energie laufende Körnig die Schlußleute der Krefelder und Frankfurter noch ganz knapp schlagen. Die Seif war mit 41,3 Sek. für den Sieger

und 41,4 Sek. für Krefeld und Eintracht Frank­furt ganz überragend und wurde auch stürmisch bejubelt. Der erfolgreichste Verband bei den deut­schen Meisterschaften war Brandenburg mit acht Meisterschaften. Süddeutschland kam mit fünf Meisterschaften auf den zweiten Platz, Nordost- deutschtand mit vier auf den dritten. West-, Mittel­und Norddeutschland erstritten je einen Titel, wäh­rend Südostdeutschland leer ausging.

Die Entscheidungen des Sonnlags.

400 Meter Hürden: 1. Dr. Peltzer-Stettin 54,8 Sek. (neuer deutscher Rekord); 2. Gerner-Stet- tine 55,1 Sek.; 3. Neumann-Berlin 56,8 Sek. 8 00 Meter: 1. Böcher-Teutonia Berlin 1:55,1 Mm.; 2. Engelhardt-SV. 98 Darmstadt 1:55,3 Min.; 3. Jakob-Magdeburg 96 1:55,6 Min.; 4. Wollmer- Kassel 1:56 Min. Weitsprung: 1. Dober- mann-Marienburger SC. Köln 7,28 Meter; 2. Schu­macher-Viktoria Hamburg 6,93 Meter; 3. Meier- Stettin 6,82 Meter. Kugelstoßen, b e st - a r m i g : 1. Brechenmacher-Eintracht Frankfurt 14,22 Meter; 2. Hirschfeld-Allenstein 14,17 Meter; 3. Kulzer-FSD. München 14,13 Meter. 100 Meter: 1. Körnig-Charlottenburg 10,8 Sek.; 2. Houben-Krefeld 10,8 Sek.; 3. Dr. Wichmann-Ein­tracht Frankfurt 11 Sek.; 4. Dreibholz-Schwarz- Weiß Essen. 1500 Meter: 1. Boltze-Stettin 4:03,2 Min.; 2. Hoffmann-München 1860 4:04,4 Min.; 3. Walpert-Teutonia Berlin 4:05,1 Min.; 4. Kretzschmann-Charlottenburg; 5. Schoemann-VfB. Breslau. 10000 Meter: 1. Petri-Hellas Hamburg 32:00,8 Min. (neuer deutscher Rekord); 2. Schneider-SV. Hirschberg 32:32,9 Min.; 3. Brauch-Pol.-SD. Berlin 32:35,9 Min.; 4. Helber I- DfB. Stuttgart 33:00,8 Min. 4 ma l 1 0 0 - Meter- Staffel: 1. Vorlauf: 1. Berliner SC. 42,4 Sek.; 2. Eintracht Frankfurt 42,6 Sek.; 3. SC. Char­lottenburg 43,1 Sek. 2. Vorlauf: 1. Preußen-Krefeld 42,2 Sek.; 2. Viktoria Magdeburg 44,1 Sek. Ent­scheidung: 1. SC. Charlottenburg (Gerber, Schlößke, Nathan, Körnig) 41.3 Sek. (neuer deutscher Rekord); 2. Preußen-Krefeld (Salz, Wernsing, Houben, Schüller) 41,4 Sek.; 2. Eintracht Frankfurt 41,4 Sek. Kugel st oßen, beidarmig: 1. Brechenmacher-Eintracht Frankfurt 26,05 Meter (Rekord); 2. Kulzer-München 25,01 Meter; 3. Hirschfeld-Allenstein 24,59 Meter. Speer­werfen, bestarmig: 1. Molles-Königsberg 56,15 Meter; 2. Hoffmeister-Hannover 55.83 Meter; 3. Günther-Stuttgart 54,22 Meter. Speer­werfen, beidarmig: 1. Molles-Königsberg 98,01 Meter; 2. Schnurr-Athos Berlin 95,61 Meter; 3. Günther-Stuttgart 93,53 Meter. Stabhoch­sprung: 1. Reeg-Neu-Jsenburg 3,76 Meter; 2. Werkmeister-Berlin 3,71 Meter; 3. Baltes-Dortmund Gröber-Zeitz, Schumacher-Hamburg, alle 3.60 Meter.

KadwâMeMsrrsrHEsts 4©<23.

Engel-Köln, Weltmeister der Amateure.

Das erste größere Ereignis der Weltmeister­schaftswoche kam gestern aus der Kölner Stadion- Rennbahn zur Entscheidung. Der Kölner Amateur- ifahrer Matthias Engel gewann vor 20 000 enthu­siasmierten Zuschauern die Meisterschaft der Wett für Herrenfahrer über 1000 Meter. Neben dem Köl­ner, der als Favorit in das Rennen ging, wurde stark mit dem Siege des Holländers Mazairac ge­rechnet, der kürzlich Engel schlagen konnte. Jedoch in einem der Entscheidungskämpfe wurde die hol­ländische Hoffnung von dem Italiener Paccelli aus dem Rennen geworfen. Der Endkampf der Welt­meisterschaft führte Engel und den Dänen Falk- Hansen ins Feld. Der Deutsche verstand es im Laufe der Fahrt, stets die bessere Position zu behalten. Als Falk-Hansen auf den letzten 300 Metern zum Spurt antrat, lag Engel zwei Längen hinter ihm. In der Kurve kam dann aber der blitzschnelle Vorstoß Engels; 20 Meter vor dem Ziel erreichte der Kölner den Gegner, passierte ganz leicht und siegte ganz sicher. Auf die atemlose Stille folgte ein nicht enden­wollender Beifall, der noch mehr anschwoll, als der neue Weltmeister, mit der Ehrenschleife und einem riesigen Kranz geschmückt, seine Ehrenrunde fuhr. Bemerkenswert ist, daß ein weiterer Deutscher, der Kölner Peter Steffes, den dritten Platz belegen konnte. Der Kölner schlug in dem für die Plazierung entscheidenden Lauf den Franzosen Beaufrand, der seinerseits vorher den Italiener Paccelli aus dem Wetbewerb ausgeschieden hatte.

Deutsche Meisterschaft im 100 Llm.-Mannschafts- fohren.

RL. Diamant Berlin siegt in Rekordzeit.

Don 23 gemeldeten Mannschaften wurden am Samstag vormittag 19 in Abständen von je zwei Minuten aus die 100 Klm. lange Reise zur Deut­schen Meisterschaft im Vereins-Mannschaftsfahren geschickt. Die glänzend aufeinander eingespielte Mannschaft des RC. Diamant Berlin konnte mit den Fahrern Peter, Litschi, Stöpel, Horn, Bussat, Hübsch das in sie gesetzte Vertrauen glänzend recht­fertigen und einen Sieg in neuer deutscher Rekord­zeit herausfahren. Allerdings muß gesagt werden, daß den Berlinern auch das Glück zur Seite stand. Die Rüsselsheimer Opel-Mannschaft hatte dagegen Pech. Zind-Rüsselsheim fiel schon nach 20 Klm. durch Reifendefekt aus und nach weiteren 10 Klm. hatte Keßmeier das gleiche Mißgeschick. O. Gugau, W .Müller, Zeißner und Geyer fuhren ein glänzen­des Rennen und unterlagen nur höchst ehrenvoll. Diamant Chemnitz konnte nur den dritten Platz be­legen, da 30 Klm. vor dem Ziel ein Fahrer Defekte hatte und die geschwächt antretende übrige Mann­schaft mit den Gebr. Wolke und Rösch warten mußte, bis der Schaden behoben war. Dadurch ging natürlich kostbare Zeit verloren. Der Titelverteidiger Wanderfalke Dresden mußte sich mit dem fünften Platz hinter Diamant Köln begnügen. Das Ergeb­nis: 1. RC. Diamant Berlin 2:41,19.6 Std. (Neuer deutscher Rekord); 2. RC. Opel Rüsselsheim 1. Mannschaft 2:41,42 Std.; 3. Diamant Chemnitz 2:44,05 Std.; 4. Diamant Köln 2:47,10 Std.; 5. Wanderfalke Dresden 2:47,58 Std.; 6. RC. Opel Rüsselsheim 2. Mannschaft 2:48,30.6 Std.; 7. Dia­mant Hannover 2:50,05.8 Std.; 8. Bergischer RV. Radevormwald 2:53.13.8 Std.: 9. RV. Adler Frank­

furt a. M. 2:59,10 Std.; 10. RC. Bochum 2:59,44.8 Stunden.

«GvsAev NeeSs von DeutMiand^

Wv GvoViWLgen 1022»

Mercedes-Benz in Front Merz gewinnt den Großen Preis mit 102 fint Stundendurchschnitt.

Der Nürburgring hatte am Sonntag wieder ein­mal feinen großen Tag mit der Entscheidung des Großen Preises von Deutschland für Sportwagen. Die Konkurrenten um den Großen Preis traten in Stärke von 20 Mann an. Der Rennverlauf war eine überaus schwere Prüfung für alle Fahrer und zahl­reiche Könner großen Formats, wie Caarracciola, Rosenberger, Kappler, Prinz zu Schaumburg-Lippe blieben auf der Strecke.

Das Ergebnis.

Wertungsgruppe 1 (508 Km.): 1. O. Merz-Unter­türkheim (Mercedes-Benz, 6800 Kbcm) 4:59:35,6 Std. (102 Km. Durchschnitt); 2. Werner-Untertürk­heim (Mercedes-Benz, 6800 Kbcm.) 5:02:54,6 Std. (Durchschnitt 101 Km.); 3. Walb-Mannheim (Mer­cedes-Benz, 6800 Kbcm.) 5:10:49,6 Std. (98,2 Km.); 4. P. u. Guilleaume- Berlin (Steyr, 4850 Kbcm.).

Wertungsgruppe 2 (508 Km ): 1. Baader-Mann­heim (Bugatti, 1994 Kbcm.) 5:34:14,6 Std.; 2. Frau Junek-Prag (Bugatti, 1994 Kbcm.) 5:40:07,6 Std.

Wertungsgruppe 3 (508 Km.): Urban Emmerich- Prag (Talbot, 1500 Kbcm) 6:32 Std.; Cleer-Frank- furt (Bugatti, 1490 Kbcm.) 6:07,11 Std.

4. ^onovesr Vesvouds-Äudev- KesKiia.

Bei der gestern auf der 1900 Meter langen Strecke unterhalb der Kinzigmündung bis kurz vor der Schleuse unterhalb Schloß Philippsruhe ausge­tragenen 4. Hanauer Dereinsregatta sah man eine ganze Reihe schärfster Kämpfe. Durch Einlegung weiterer 4 Iuniorenrennen konnte der Verein einen guten Erfolg buchen, denn die Starterzahl erhöhte sich dadurch um ein Beträchtliches. Don den gemel­deten 26 Vereinen waren insgesamt 20 am Start erschienen, sodaß Veranstalter und Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen udd nur wenige Alleingänge zu verzeichnen waren. Die zahlreichen Meldungen hatten Dorrennen am Samstag nachmittag und Sonntag vormittag nötig gemacht. Am erfolgreich­sten schnitten bei der Regatta RV. 74 Offenbach, RG. Sachsenhausen und RV. 65 Frankfurt mit je 3 Siegen ab, während die beiden Hanauer Vereine leer ausgingen.

Die Ergebnisse: 1. Preis der Stadt Hanau. Junior-Vierer. 1. Würzburger RG. 1905 (Hegner, Raupp, Schäfer, Appel, St.: Gumbrecht) 5.25,8 Min., 2. Frankfurter RG. Ger- mania 5.25,8 Min.; 3 .RV. Hellas Offenbach bet 1100 Metern aufgegeben. RCl. Germania Köln gibt bei 1100 Meter den Kampf auf. Würzburg gewinnt nach härtestem Kampfe mit einer Diertellänge.

2. Preis vom Kinzdorf. Jungmann- Achter. (Ehrenpreis, gegeben von Fabrikant H. Kreuter-Hanau): Dorrennen: 1. Lauf: 1. Frankfurter RG. Germania (Dietz, Raabe, Lande­feld, Stade, Löw, Hermering, K. Gerken, O. Gerken, St.: H. Bayer) 1.13,4 Min.; 2. Offenbacher RG. Unbine 5.21,4 Min., 3. Hanauer RG. 1879 5.34,4 Min. 2. Lauf: 1. Frankfurter RD. 1865 (Thy- rauer, Brumm, Forell, Gisfel, Overath, Bräuchle, Hornig, Caprano, St.: Steinhäuser) 5.04,6 Min., 2. RCl. Germania Köln 5.12,8 Min. Ent­scheidungsrennnen: 1. Frankfurter RV. 1865 5.01,6 Min., 2. Frankfurter RG. Germania 5.02 Min., 3. Offenbacher RG. Unbine 5.13 Min. Die beiden Frankfurter Vereine bleiben Borü-an- Bord bis kurz vor dem Ziel. Der Endspurt sichert dem Verein mit einer halben Länge den Sieg.

3. Preis vom Rothen Stein. Jung­mann-Einer. (Ehrenpreis, gegeben von Carl von der Emden, Frankfurt a. M.): 1. RCl. Ger­mania Köln (Peter Saftig) 6.06,8 Min., 2. Frank- furfer RG. Germania (Emil Beetz) 6.11 Min., 3. RV. Hellas Offenbach (Kurt Görlich) 6.16 Min. Ehrenfels vonSaar"-Saarbrücken kollidiert bald nach dem Start mit einem an den Start fahrenden Achter und gibt auf. Saftig geht an Beetz vorbei und gewinnt mit zwei Längen.

4. Preis von der Goldenen Aue. Er ft er Vierer. (Wanderpreis, gegeben von Heinrich Tempel und Karl Kiefer, Hanau): 1. Frankfurter RG. Sachfenhausen (Himmelreich, Na­gel, Sturm, Hummel, St.: Sauer) 5.26,6 Min., 2. Frankfurter RD. 1865 (Emmerich, Huch, Wolchen- dorf, Steup, St.: Steinhäuser) 5.27 Min. Vom «start weg kämpften die Boote erbittert um die Füh­rung, die Sachsenhausen schließlich an sich reißt. Sachsenhausen gewinnt mit einer Länge.

5. Preis der Ortsgruppe Hanau des Deutschen Reichsausschuffes für Lei­besübungen Zweiter Achter. (Heraus­forderungspreis). 1. Offenbacher RD. 1874 (Insel, Wich, Siegler, Wagner, Braun, Heckelmann, Zim­mermann, Böhm, St.: Merz) 5.04,6 Min., 2. RC. Saar Saarbrücken 5.06,4 Min., 3. Frankfurter RC. 1884 5.16 Min. Offenbach siegt sicher mit l^ Längen.

6. Zukunftspreis. Vierer. (Ehrenpreis, gegeben von Fabrikant H. Kreuter, Hanau.) Vor­rennen. 1. Lauf: 1. Würzburger RG. 1905 (Wegner Raupp, Schäfer, Appel, St.: Gumbrecht) 5:40 Min., 2. Hanauer RC. Hassia 5.48,8, 3. Frankfurter RG. Oberrad 5.58. 2. Lauf: 1. RD. Fechenheim (Bechthold, Meyer, Müller, Fleischhauer, St.: Mezger) 5.48,8 Min., 2. Akad. RVg. Rheno-Fran- konia 5.50,6. 3. Miltenberger RC. 1900 6.23,4. Entscheidungsrennen: 1. Würburzger RG. 1905 5.32,2 Min., 2. RV. Fechenheim 5.37, 3. Hanauer RC. Hassia 5.45, 4. Akad. RDbg. Rheno-Frankonia Frankfurt 5.48. Der Würzburger Vierer siegt überlegen mit ca. 2 Längen.

7. Preis von der Steinheimer Lei. Jungmann-Vierer. (Ehrenpreis, gegegen von einem Mitglieds der Hanauer RG. 1879.) Vor­rennen. 1. Lauf: 1. RSpV. Teutonia Frankfurt (Holz, Haag, Söhngen, Schaffert, St.: Hoffmann) 5.40,8 Min., 2. Limburger RD. 1895 5.48, 3. Ha­nauer RG. 1879 5.50,8. 2. Lauf: 1. Frankfurter RG. Germania (S. Gerken, Hermening, Löw, O.

Gerken, St: Protzmann) 5.40,2, 2. Offenbacher Rt Unbine 5.44,8, 3. RD. Hellas Offenbach 5.47,6. . i 3. Lauf: 1. Frankfurter RD. 1865 ( Thyraue Brumm, Overath, Caprano, St.: Steinhäuse 5.34,6, 2. Frankfurter RG. Sachsenhausen 5.37, 3. RC. Germania Köln bei 1600 Meter aufgegebe Entscheidungsrennen: 1. Frankfurter RG. Ge mania 5.27 Min., 2. Frankfurter RD. 1865r 5.27;

3. RSpD.Teutonia Frankfurt 5.29,2 Min. Schm fer Kampf zwischen Germania und Verein, de ersterer mit halber Länge gewinnt.

8. Hassia-Preis. Er st er Einer. (Wav berpreis, gegeben vom Hanauer RC. Hassia Frankfurter RV. 1865 (Hellmut Roller) geht ii 6.10,8 Mm. allein über die Bahn.

9. Preis d e s R e ga t t ta - A u s s ch u s s e« Junior-Achter. 1. Frankfurter RG. Ger mania (Rühl, Dahm, Freye-sen, Willert, Tack« Wüsten, Zorbach Strauch, St.: Bayer) 5.05,6 Min^ 2. RC. Germania Köln bet 1500 Meter aufgegeben Köln gibt Germania von Anfang an die Führung.

10. Preis vom Kleinen Main. Zwei, ter Vierer. (Ehrenpreis, gegeben von der Firma W. Weinranck, Silberwarenfabrik, Hanau). Vorrennnen. 1. Lauf: 1. Offenbacher RV. 1874 (Insel, Wich, Simmermann, Böhm, St: Merz) 5.36,8 Min., 2. Limburger RD. 1895 5.45/4, 3. RV. Fechenheim 5.49,4. 2. Lauf 1. Würzburger RG 1995 ( Hegner, Raupp, Schäfer, Appel, St.: Gum­brecht) 5.52,2, 2. RC. Aschafkenburg wegen Riemen, bruch bei 1000 Meter aufgegeben.

Entscheidungsrennen: 1. Offenbarer R.-V 1874 5:23,4 Mm.; 2. Würzburger R.-G. 1905 5:24,2; 3. Limburger R.-V. 1895 bei 1500 Meter auf. gegeben. Offenbacher Verein siegt nach hartem Kampfe mit einer knappen halben Länge vor Würz­burger R.-G, die schon zwei Rennen mit derselben Mannschaft bestritten hat.

11. Preis von der Roten Mauer. Au» fänger-Dierer. (Ehrenpreis, gegeben von Fabrikant Dr. W. Heraeus, Hanau.) 1. RC. Möwe Großauheim (Mayer, Unkelbach, Schade, Jahn, steuer: Kronenberger); 2. Hanauer RC. Hassia. Die Auheimer Mannschaft geht sofort in Führung und gewinnt leicht mit zwei Längen.

12. Preis von der Hellerbrücke. ZweiterEiner. (Ehrenpreis, gegeben von Frau Carl von Weinberg, Frankfurt a. M.)

Dorrennen: 1. Lauf: Offenbacher RV. 1874 ; (Braun) 6.22,4 Min.; 2. RC. Nassovia Höchst (Weil) 6.27,4 Min.; 3. RC. Germania Köln (Saftig) , 6.31,8 Min. 2. Lauf: 1. Hanauer RC. Hassia . )Trumpfheller) 6.19,6 Min.; 2. RC. Saar Saar- 1 brücken (Ehrenfels) 6.26,8 Min.

Entscheidungsrennen: 1. Offenbacher RD. 1874 (Braun) 5.57,2 Min.; 2. Hanauer RC. (Trumpfheller) 5.58,2 Min.; 3. NC. Nassovia Höchst (Weil) 6.00 Min. Braun siegt mit ca. 7» Lange.

13. Preis v o m H a f e n. Dritter Vierer. (Ehrenpreis gegeben von der Firma Carl Söhnlein . u. Söhne, SUberwarenfabrik, Hanau.) Dorrennen: 1. Lauf: 1. Frankfurter RG. Sachsen- hausen (Finkbeiner,, Schäfer, Rumbler St: Sauer) 5.33,8 Min.; 2. RC. Aschaffenburg 5.35 3. Hanauer RG. 1879 5.45; 4. RD. Hellas Offenbach 5.46,6 Min. 2. Lauf: 1. Saarbrücker R.-G. Un­dine (Heyde, Zapp, Schillen, Rixius, St.: Otto 5.27,4 Min.; 2. Offenbacher RD. 1874 5.29,6 Min. 3. Frank, furter R.-V. 1865 5.49,6 Min.

Entscheidungsrennen: 1. Saarbrücker RG. Unbine 5.25 Min.; 2. Frankfurter RG. Sachsenhausen 5.26 Min.; 3. Offenb. RD. 1874 5.31 Min.; 4. RC. 3. Offenbacher RV. 1874 5.31 Min.; 4. RC. Aschaffenburg 5,32 Min. Saarbrücken gewinnt nach Kampf gegen Sachsenhausen.

14. Preis der Hanauer Rudergesell­schaft 1870. Erster Achter. (Wanderpreis, ge­geben von der Firma Ludwig Neresheimer u. Co., Gold- und Silberwerkstätten, Hanau.) Frankfurter RV. 1865 (Emmrich, Behrends, Eichenauer, Berndt, Wolschendorf, Husch, Bögel, Steup, St: Heck) geht in 5.03,2 Min. allein über die Bahn.

15. Preis von Kessel st adt. Ermun- terungs-Djerer. (Ehrenpreis, gegeben von einem Mitgliede des Hanauer RC. Hassia.)

Dorrennen: 1. Lauf: 1. Saarbrücker RG. Undine (Adam, Brückner, Elbe, Dollmüller, St: Otto) 5.33,4 Min.I 2. Frankfurter RG. Sachsen­hausen 5.34,6; 3. Hanauer RG. 1879 5.36; 4. Frank­furter RG. Oberrad bei 1700 Meter aufgegeben. 2. Lauf: 1. R. Sp.-V. Teutonia Frankfurt (Holz, Haag, Söhngen, Schaffert, St: Stephan) 5.38 Min.; 2. RD. Hellas Offenbach 5.41,4; 3. Hanauer RC. Hassia 5.43 Min.

Entscheidungsrennen: 1. Frankfurter RG. Sachsenhausen (Hahn, Halen, Hommel, Höfle, St: Henzel) 5.26,8 Min.; 2. Saarbrücker RG. Un­dine 5.28 Min.; 3. R. Sp.-V. Teutonia Frankfurt 5.32 Min.; 4. RV. Hellas Offenbach 5.34,6 Min. Sachsenhausen und Saarbrücken liefern sich einen scharfen Kampf, den Sachsenhausen mit einer Länge für sich entscheidet.

16. Professor Dr. Hermann Arendt- Gedächtnis-Achter, Dritter, Achter. (Ehrenpreis, gegeben von der Firma ff. D. Schleiß- ner Söhne, Silberwarenfabrik, Hanau.)

Dorrennen: 1. Lauf: 1. RC. Germania Köln (Esser, Berz, Tremx, Breuer, Saftig, Körner, Breidenbach, Reimann, St.: Pommè) 5.00 Min.; 2. RC. Saar Saarbrücken 5.00,6 Min.; 3. Hanauer RC. Hassia 5.05,6 Min. 2. Lauf: 1. Frankfurter RG. Sachsenhausen (Herth, M. Nagel, Himmelreich, Rumbler, Sturm, Hummel, Dimpfl, Gg. Nagel. St: Sauer) 4.58,6 Min.; 2. Limburger RD. 1872 4.59.2 Min.; 3. Hanauer RG. 1879 5.06,6 Min. 4. Frank­furter RC. 1884 5.07.2 Min.

Entscheidungsrennen: 1. Frankfurter RG. Sachsenhausen 4.55,2 Min.; 2. Limburger RD. 1895 4.55,6 Min.; 3. RC. Germania Köln 4.56 Min.; 4. RC. Saar Saarbrücken 4.58 Min. Sachsen­hausen geht sofort in Führung, dicht gefolgt von Limburg und Köln, Saarbrücken an letzter Stelle. Erbitterter Kampf über die ganze Strecke. Bei 1700 Meter geht Sachsenhausen heraus und gewinnt mit einer Halden Länge,