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Deuts<6 - Evangelische« Svauenbund.
In der Pfingstwoche sand in Stralsund die 15. Senevaloersammlung des Deutsch-Evangelischen Frauerwundes statt. Aus allen Gauen Deutschlands waren die Vertreterinnen der einzelnen Ortsgruppen herbeigeeilt, nicht nur um die Gemeinschaft des Denkens, der Gesinnung und der Arbeit zu genießen, sondern um mit dem Bundesvorstand wichtige Rechtsfragen zu besprechen, schwere Probleme, die die Frauenwelt beschäftigen und die zum Wohle des Volkes gelöst werden müssen.
Der Deutsch-Evangelische Frauenbund bildet einen festen Zusammenschluß, der gegründet und ge- wachsen ist auf dem Boden gleicher Weltanschauung und evangelischen Bewußtseins. Dem Programm des Bundes entsprechend, wM der Deutsch- Evangelische Frauenbund, ohne sich in den Dienst einer besonderen kirchlichen Richtung oder einer politischen Partei zu stellen, die Bedingungen und Verhältnisse des öffentlichen uni) Familienlebens so beeinflussen, daß auch die Frau als selbständige, ver- antwortliche Persönlichkeit gewertet und chre Mitarbeit nicht nur geduldet, sondern als kulturfördernd und notwendig erkannt werde. Der Deutsch-Evangelische Frauenbund hat sich also das Ziel gesetzt, die Frauenpersönllchkeit zur vollen sittlichen Entfaltung zu bringen und sie in den Dienst des Volkslebens zu stellen. Richt nur Mitarbeit am Volksleben, sondern unbedingte Mitverantvortung für die Gescheh- » niste der Zeit legt der Deutsch-Evangelische Frauenbund seinen Mitgliedern auf die Schultern.
Diesen Gedanken lieh Frl. o. K l e i st (Stolp) an dem Begrüßungsabend Ausdruck, den am 8. Juni die Ortsgruppe Stralsund den Gästen in den blu- F mengeschmückten Sälen der Ressource gab und der mit seiner Festesstimmung einen schönen Auftakt zu der 15. Generalversammlung des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes bildete. Einem Sonderabdruck aus dem „Stralsunder Tageblatt" entnehmen wir Näheres über den Verlauf der Tagung: Am Donnerstag nachmittag 4 Uhr fand die erste öffentliche Mitgliederversammlung im Stadttheater statt, wo nach einer kurzen Andacht, von Pastor Thurow gehalten, die Bundesvorsitzende, Frau Paula Müller-Otfried (M. d. R.), die Generalversammlung eröffnete. In ihrer Ansprache wies die Rednerin zunächst darauf hin, daß der Deutsch- Evangelische Frauenbund seit seinem 28jährigen Bestehen zum ersten Male im Nordosten Deutschlands sich zusammengefunden habe, in Stralsund, dessen Bewohner trotz langer Schwedenherrschaft sich oft als besonders preußisch und damit als treue Deutsche gekennzeichnet haben. Hierauf ging die Rednerin auf die Arbeit des Bundes über und zeigte in ihrer klaren Vortragsweise, „was wir sind und was wir wollen," sprach von den Bestrebungen des Bundes, den deutschen Brüdern und Schwestern in erster Linie durch unsere Arbeit zu helfen und zum Wiedererstehen Deutschlands mit voller Hingabe beizutragen. „Wir wollen außerdem nicht nur ein festes Bekenntnis zum evangelischen Glauben ablegen," sagte sie, „sondern, so viel an uns ist, Gottes Reich bauen helfen. Sein Wort zu wahren, seinen Geboten Beachtung zu erzwingen versuchen, ist unser höchstes Ziel. Möchte die heutige Generalversammlung erweisen, daß das Wort „Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht" bei uns Gültigkeit hat." Mit diesen kraftvollen Wor
ten war die Generalversammlung eröffnet. Nach einer Reihe von Begrüßungen er
stattete Fräulein W i n n i ck e (Hannover) den Geschäftsbericht, der ein Bild von den ungeheuren Aufgaben und Arbeiten des Bundesvorstandes während der beiden letzten Jahre gab, von dem zahlreiche Eingaben an Reichsregierung, Parlamente und andere Behörden, um soziale und religiöse Fragen zu behandeln. 12 Ortsgruppen sind neu gegründet worden, außer diesen sind dem Bunde jetzt angeschlossen 175 Ortsgruppen in 16 Verbänden, 32 000 Einzelmitglieder und ferner 113 Vereine, sodaß sich die Mitgliederzahl im ganzen droa auf 200 000 beläuft.
Ein besonderer Bericht von Fräulein v. Bennigsen zeigte die erfreuliche Weiterentwicklung des Ehristlich-Sozialen Frauenseminars in Hannover, einer Schöpfung des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes.
Im Zusammenhang mit der Generalversamm- lung fand am Donnerstag abend im Stadttheater
eine öffentliche Versammlung statt, in der Dom. Prediger Martin (M. d. R.) aus Magdeburg eine Flammenrede über die seelischen Voraussetzungen für Deutschlands Wiederaufstieg hielt. „Glaube und l Wille" — dies war das Thema seiner Ausführun- gen — müssen zusammenwirken, um der Not des Vaterlandes Herr zu werden, um die Not unseres Volkes zu überroirtben und Deutschland frei zu machen." Leider ist es aus Mangel an Raum nicht möglich, auf die machtvolle Rede, die in aller Herzen ein lautes Echo fand und am Schusse tiefste Stille auslöste, näher einzugehen.
Der Freitag brachte wertvolle Vorträge, in denen für die Frauenwelt wichtige Rechtsfragen behandelt wurden. Frcm v. Sperber (M. d. R.) sprach über Ehescheidungsreform und hierauf über den Schutz des unehelichen Kindes, zwei Gesetzent- würfe, die in nächster Zeit das Parlament beschäftigen werden.
Bezüglich der Ehescheidungsreform führte die Rednerin aus, daß nach unserem B. G. B., das 1898 erschienen ist, das Ehescheidungsrecht auf dem Verschuldungsprinzip beruht, d. h. eine Ehe nur dann geschieden werden kann, wenn ein schweres Verschulden vorliegt. Dem gegenüber steht der sogenannte Zerrüttungsparagraph (§ 1568), der eine Ehescheidung auf Grund einer tiefen Zerrüttung des ehelichen Verhältnisses gestattet. Um diesen Paragraphen handelt es sich bei diesen Reformbestrebungen. Während die einen statt des Berschul- dungsprinzips das Zerrüttungsprinzip ein treten lassen wollen (demokratischer Antrag) und Geheimrat Dr. Kahl auf dem Standpunkt steht, ddß neben dem Schuldprinzip auch die objektive Zerrüttung zuzulassen sei, vertreten die anderen den Standpunkt, daß die letztere Auffassung wegen der Gefahr der dann allzu raschen Eheschließungen und immer häufiger werdenden Ehescheidungen zu bekämpfen sei. — In der sehr lebhaften Aussprache, die dem Vortrage folgte, wurde eine sorgfältige Prüfung der eingebrachten Anträge gefordert und betont, daß weder das Glück des Mannes, noch das der Frau, sondern, wenn Kinder vorhanden sind, lediglich das Wohl des Kindes für Mann und Frau ausschlaggebend sein sollte. Zweifelsohne sind aber gewisse Aenderungen der Gesetzesparagraphen über die Ehescheidung wünschenswert.
Die zweite öffentliche Versammlung brachte einen längeren Vortrag von der Leiterin des Frauenseminars in Hannover, Dr. rer. pol. Auguste Jörns, über „Unsere Aufgaben für die Wohlfahrts- pflege". Die Rednerin ging davon aus, daß durch das neue Wohlfahrtsrecht die freie Wohlfahrtspflege als gleichberechtigt mit der öffentlichen Wohlfahrts- plege zur Durchführung von Arbeiten der öffentlichen Wohlfahrtspflege berufen ist. Durch diese Lage ist die Mitwirkung in der öffentlichen Wohlfahrtspflege eine Hauptaufgabe des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes geworden, sei es, daß feine Mitglieder ehrenamtliche Mitarbeit in den öffentlichen Organen leisten, in Jugend- und Wohlfahrtsämtern, Verwaltungs- und Sonderausschüssen, oder daß der Bund Aufgaben zur selbständigen Erledigung übernimmt, entweder durch Einzelpersonen oder Ortsgruppen des D. E. F.
Ganz besondere Aufmerksamkeit widmet der D. E. F. der Not der Rentner, für die sich die Bundesvorsitzende Frau Paula Müller-Otfried M. d. R.) ganz besonders einsetzt. In warmem Verständnis für die unglückliche Lage der Rentner unterstützt sie in ihrer tatkräftigen Art im Reichstag alle Maßnahmen, die zur Besserung der Verhältnisse der Kleinrentner dienen können. Zwei Entschließungen wurden am Schlüsse des Vortrages eingeürocht: eine, die Not und notwendige Hilfe der Kleinrentner betreffend, die andere, die der aufopferungsvollen Tätigkeit der beruflichen Wohlfahrtspflegerinnen gedachte und seitens des D. E. F an alle Arbeitgeber auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege die dringende Forderung richtete, auch das wirtschaftliche Wohl der Sozialarbeiterinnen im Auge zu haben und die Ansprüche an ihre Leistung so zu bemessen, daß ihre Spannkraft erhalten bleibe.
Gleich dem Freitag war auch der Samstag der Besprechung schwerwiegendster Fragen gewidmet. Nach der Begrüßung des Vertreters des Reichsinnenministers, des Herrn Regierungsrat Julini, gab die Bundesvorsitzende das Wort der Freiin Dr. med. Helene v. Walter (M. d. L.) zu ihrem Vortrage über „Eheberatungsstellen und Gesundheits
zeugnis." Da es aus Mangel an Raum unmöglich ist» den sehr wertvollen Vortrag in seinen Einzelheiten mieberjugeben, soll nur darauf. hinge wiesen werden, daß die Rednerin mit Rücksicht auf die Ge- undheit unseres Volkes, die durch den Krieg und eine wirtschaftlichen Folgen, vor allem auch durch ne Hungerblockade, schwer gefährdet ist, zweierlei orderte: Die Einführung von Eheberatungsstellen und andererseits von Gesundheitszeugnissen vor Schließung der Ehe. Denn wir müssen uns fragen: „Welche Maßnahmen sind zu treffen, die verhindern, daß soviel kranker Nachwuchs, wie ihn die Statistiken nachweisen, heranwächst?" Eheberatungs, stellen sind nach einer Verfügung des Ministeriums für Dolkswohlfahrt an zahlreichen Orton singe- richtet worden, (auch in Hanau), werden aber vor- läufig nur von wenig Ratsuchenden aufgesucht, und zwar von solchen, die garnicht ins Gewicht fallen. Darum ist in Deutschland der Gedanke aufgetaucht, ob nicht die ganze Eheberatung zum Zwang gemacht und Gesundheitszeugnisse gefordert werden sollten, mindestens aber ein Austausch von Gesundheitszeugnissen zwischen den einzelnen Ehg- bernerbern. In Schweden und Amerika haben wir derartige Einrichtungen, wenn auch in verschiedener Handhabung, nicht so in Deutschland. Alle dahin- gehenden Anträge, die die Zeugnisse fordern, leiten aus den Zeugnissen doch nicht das Verbot der Ehe her. Eine solche Regelung ist nur durch Reichsgesetz zu schaffen. Sie ist unbedingt nötig. Wenn man früher die äußere Lage, die soziale Stellung, als maßgebende Gründe für die Möglichkeit einer Eingehung der Ehe ansah, muß man heute vor allem auf die Gesundheit und Tüchtigkeit des Ehebewerbers sehen. Bezüglich des das Zeugnis ausstellenden Arztes, müßte man die den Ehekandidaten behandelnden Aerzte, die Kassenärzte und vor allem die Hausärzte heranziehen. Dann kann auch eine gleichmäßige Behandlung der Frauen und Männer stattftnden.
Die letzte öffentliche Versammlung galt der Jugend. Die Vorsitzende des Deutschevangelischen Verbandes sozialer Jugendgruppen, Frl' Bricken» st e i n (Bremen) hielt einen von tiefem Verständnis für die Nöte der Jugend getragenen Vortrag über die Frage: „Was erwartet die evangelische Jugend vom Leben?" Ueber diesen Vortrag soll an anderer Stelle berichtet werden. Musikalische Vorträge hatten den Abend eingeleitet, gemeinsame Gesänge den Dortrag umrahmt. Dann erklärte die Bundesvorsitzende die 15. Generalversammlung für geschlossen. D. J.
Elsatz-Loihvlngeu.
Die unlängst erfolgte Grüirdung der Autono- miftenpartei in Elsaß-Lothringen gibt der nationalistischen Presse Frankreichs und im eigenen Lande reichlich Stoff zu kritischen Betrachtungen, die aber meist recht willkürlich und wenig sachlich gehalten sind. — Vor allem trifft es nicht zu, wie vielfach behauptet wird, daß die neue Partei eine Spaltung des Heimatbundes bedeutet. Vielmehr erweist sich der schon häufig totgesagte Heimatbund derart lebenskräftig, daß aus ihm eine junge politische Organisation zur aktiven Verteidigung des Heimatgedankens entstehen konnte.
Interessant ist die Stellungnahme der Sozialdemokraten und Kommunisten zu obiger Parteibildung; erstere nahmen eine vollkommen ablehnende Haltung ein, da sie eine Störung des Verschmelzungsprozesses mit Frankreich befürchten, während bie „HumanitL", das Organ der kommunistischen Partei, nahezu rückhaltlos auf die Seite der Autonomisten tritt —
Der Heimatbund bleibt nach wie vor die überparteiliche Stelle, wo sich die Heimatrechtler aller Schattierungen finden und kann sich nun,' befreit von jeglicher Versuchung, in die Parteipolitik einzugreifen, weit ruhiger und intensiver als bisher seiner kulturellen Tätigkeit widmen. — Der Bund wollte niemals parteipolitisch wirken, sondern hatte sich von Anfang an zur Aufgabe gestellt, das auf seine Heimat stolze elsaß-lothringische Volk derart geistig zu beeinflussen, daß es seinem Herzenswunsch nach Selbständigkeit und Erhaltung der völkischen Eigenart auch politischen Ausdruck zu geben vermöchte.
Die autonomistische Partei wird zunächst bestrebt sein, sämtliche Wähler in sich zu vereinen, die bisher parteilos waren, weil sie bei keiner Partei eine Verteidigung der Heimatrechte in ihrem Sinne fanden,
und die somit wohl auch den Mut besitzen, gegen alle in Elsaß-Lothringen bestehenden Mißstände energischen Protest zu erheben.
Unter Ablehnung jeglichen Kompromisses stellt sich die neue Partei auf den Standpunkt des Selbstbestimmungsrechts für das elsaß-lothringische Volk und verlangt, daß letzteres hiervon Gebrauch machen darf, entweder in freier Entwicklung zur Landesautonomie oder direkt durch Volksabstimmung.
Das politische Leben in unseren ehemaligen Reich slanden wird immer verworrener und für Frankreich unbequemer. — Der heute das französische Denken und Fühlen beherrschende Satz von dem „einen und unteilbaren Frankreich" scheint durch die Sonderstellung der „wiedergefundenen" Provinzen auf die Dauer unhaltbar.
Mit Drohungen und Sanktionen ist bisher nichts erreicht worden, Poincarös Versprechungen, an die kein Mensch mehr glaubt, bleiben unerfüllt. — Einmal jedoch wird die französische Regierung wohl oder übel aus chrer abwartenden und aufschiebenden Haltung heraustreten müssen. Der Autonomie- und Froihertsaedanke durchdringt immer tiefer die elsaß-lothringische Volksseele, so daß schließlich keine Macht der Welt mehr seinen Siegeslauf aufzuhol. ten vermag.
Ueber dem Haupte des bekannten Baron Klaus Zorn von Bulach ziehen sich auf s neue Gewitterwolken zusammen. — Noch verbüßt er soeben eine dreimonatige Gefängnisstrafe, weil er s. Zt. bei einer Gerichtsverhandlung erklärt hatte, daß ihn ein französisches Gericht ebenso wenig anginge wie ein chinesisches und schon ist seine spätere Freiheit wiederum bedroht. — Diesmal stützt sich die Anklage auf einige Artikel in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Die Wahrheit", worin ein Komplott gegen die Sicherheit des Staates erblickt wird. — „Fürchtet Frankreich die Wahrheit? — Die läßt ich aber nicht hinter Gefängnismauern einsperren", o vernehmen wir Stimmen aus dem autonomisti- chen Lager.
Jedenfalls gehen die Gerichte besonders in letzter Zeit äußerst rigoros gegen die elsaß-lothringische Heimatbewgung vor, und man bekommt angesichts der Verhängung schwerster Geld- und Freiheitsstrafen über autonomistische Führer und ihre Presse den Eindruck, als ob die französischen Richter sich in den Dienst der nationalen Haßpolitik gestellt hätten.
So wurde erst kürzlich der verantwortliche Redakteur der autonomistischen „Volksstimme" in Straßburg wegen angeblicher Pressevergehen gegen Mitglieder der „Action Fronc-aise" zu 9 Monaten Gefängnis und rund 60 000 Frs. Schadenersatz verurteilt. Dieses Urteil erscheint umso ungeheuerlicher, wenn man bedenkt, daß gerade Frankreich einer äußerst weitgehenden Pressefreiheit huldigt. — Man hofft wohl, auf diese Weise die unbequeme Presse in Elsaß-Lochringen am schnellsten finanziell zu ruinieren und somit zum Schweigen zu bringen.
Die „Volksstimme" tritt in ihrer höchsten Not aus der bisher gepflogenen strengen Zurückhaltung der autonomistischen Presse nach außen hin, inbezug auf Wahrung und Erkämpsung der Heimatrechte, heraus und erläßt einen Hilferuf an das Ausland. Sie wendet sich in erster Linie an die aus der Heimat vertriebenen Landsleute im Deutschen Reich und in den anderen Staaten und bettelt förmlich um Unterstützung in dem harten Kampf gegen den französischen Imperialismus.
„Die ganze Welt soll es hören, daß es für bie Heimattreuen Elsaß-Lothringer in ihrem eigenen Lande kein Recht, keine Gerechtigkeit und keinen richterlichen Schutz mehr gibt." F. A.
Vermischte Vachvichte«.
Explosion auf einem Motorboot.
Danzig, 27. Juni. Heute nachmittag ereignete sich auf dem an der Danziger Werft zur Reparatur liegenden Motorboot „Falke" aus Wien eine Explosion, durch die ein Maschinenbauer der Danziger Werft sowie ein Monteur der Motorenfabrik Deutz getötet und ein Danziger Herr sowie der Kapitän und die beiden Maschinisten des Bootes schwer verletzt wurden. Während von der Danziger Werft schifssbautechnische Reparaturen an dem Bootskörper vorgenommen wurden, arbeitete der Monteur an der Instandsetzung des Motors. Gleich zeitig wurde Benzin eingenommen. Kurz hinter einander erfolgten zwei schwere Explosionen.
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